CH399183A - Hydraulische Presse, insbesondere Formenschlusseinrichtung für Spritzgussmaschinen - Google Patents

Hydraulische Presse, insbesondere Formenschlusseinrichtung für Spritzgussmaschinen

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CH399183A
CH399183A CH1073062A CH1073062A CH399183A CH 399183 A CH399183 A CH 399183A CH 1073062 A CH1073062 A CH 1073062A CH 1073062 A CH1073062 A CH 1073062A CH 399183 A CH399183 A CH 399183A
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    • B30B15/161Control arrangements for fluid-driven presses controlling the ram speed and ram pressure, e.g. fast approach speed at low pressure, low pressing speed at high pressure
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C45/64Mould opening, closing or clamping devices
    • B29C45/67Mould opening, closing or clamping devices hydraulic
    • B29C45/6707Mould opening, closing or clamping devices hydraulic without relative movement between the piston and the cylinder of the clamping device during the mould opening or closing movement
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Description


  
 



  Hydraulische Presse, insbesondere   Formenscblusseinrichtung    für Spritzgussmaschinen
Bei hydraulischen Pressen, insbesondere bei Formenschlusseinrichtungen für Spritzgussmaschinen, führt gewöhnlich ein Pressteil eine verhältnismässig grosse Vorschubbewegung aus und übt am Ende dieser Bewegung einen sehr grossen Pressdruck aus. Die Vorschubbewegung sollte verhältnismässig schnell vor sich gehen, während am Ende beim grossen Pressdruck nur noch eine kleine Bewegung stattfindet. Bisher werden für die Erzeugung dieser Bewegungen meistens   Kniehebel-Obertragungsglieder    benutzt, welche jedoch den Nachteil haben, dass die Lager für diese   Übertragungsglieder,    wie Hebel und Lenker, bei den auftretenden hohen Drücken verhältnismässig stark beansprucht und abgenützt werden, wodurch sich Störungen bzw.

   Betriebsunterbrüche ergeben. Es wurde daher auch schon versucht, den Pressteil rein hydraulisch anzutreiben. Wenn hierbei jedoch zur Erreichung der hohen Pressdrücke eine hydraulische Pressvorrichtung mit grossem   Durch-    messer angewendet wird, ergibt sich eine entsprechend langsame Vorschubbewegung. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, zwei Presspumpen anzuwenden, von welchen die eine einen niedrigen Pressdruck für die rasche Vorschubbewegung und die zweite den hohen Enddruck erzeugt. Die ganze Presse wird dadurch jedoch kompliziert und teuer, und es ergeben sich Schwierigkeiten bei den erforderlichen hohen Drücken.



   Diese   überstände    sollen durch die hydraulische Presse, insbesondere Formenschlusseinrichtung für Spritzgussmaschinen, bei welcher sowohl der Druck für die Vorschubbewegung eines Pressteiles als auch der auf diesen Pressteil ausgeübte Enddruck durch hydraulische Pressvorrichtungen erzeugt wird, gemäss vorliegender Erfindung dadurch behoben werden, dass eine erste, einen kleinen Durchmesser aufweisende, hydraulische Pressvorrichtung für schnelle Vorschubbewegung des Pressteiles und eine zweite, einen grossen Durchmesser aufweisende, hydraulische Pressvorrichtung für langsame Endbewegung in Serie hintereinandergeschaltet sind, und dass die Druckkammer der ersten hydraulischen Pressvorrichtung abschliessbar ist, so dass der darin auftretende Druckmitteldruck bei Einwirkung der zweiten hydraulichen Pressvorrichtung erhöht wird.



   Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel    des Erfindungsgegenstandes dargestellt.



   Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Formenschlusseinrichtung für eine Spritzgussmaschine in geöffneter Stellung der Formhälften und
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Formenschlusseinrichtung mit teilweisem Schnitt und bei geschlossener Stellung der Formhälften.



   Auf dem Maschinenbett 1 ist ein Zylinder 2 befestigt, an dem beidseitig Ringscheiben 3, 4 angebracht sind. Zwischen einem oberen Ansatz des Zylinders 2 und einer die feste Formhälfte aufnehmenden, auf dem Maschinenbett 1 ruhenden Platte 5 verlaufen zwei parallele Führungsstangen 6, von welchen in der Zeichnung nur eine ersichtlich ist. An den beiden Führungsstangen 6 ist ein Zylinder 7 mittels eines Flansches 8 und eines Ringkörpers 9, der durch eine Haltescheibe 10 am Zylinder 7 festgehalten ist, axial verschiebbar geführt. Der Zylinder 7 läuft auf einer Kolbenstange 11, welche im Zylinder einen Kolben trägt, der durch zwei Metallringe 12, 13 und einen dazwischen liegenden Laufring 14 gebildet ist.



  Dieser Kolben 12-14 bildet zusammen mit dem Zylinder 7 eine erste hydraulische Pressvorrichtung von verhältnismässig kleinem Durchmesser. An der Austrittsstelle der Kolbenstange 11 aus dem Zylinder 7 ist in letzteren ein Dichtungsring 15 eingesetzt, der  durch einen Haltering 16 und Schrauben 17 festgehalten wird. Die Kolbenstange 11 durchsetzt ferner die Ringscheibe 4, in der ein Dichtungsring 18 mittels eines Halteringes 19 und Schrauben 20 festgehalten ist. Am linken Ende der Kolbenstange 11 ist der Kolben 21 mittels Schrauben 22 befestigt. Am Umfang des Kolbens 21 befindet sich ein Laufring 23, sowie ein Haltering 24 zum Festlegen des Laufringes 23.



  Der Kolben 21 bildet zusammen mit dem Zylinder 2, 3, 4 die zweite hydraulische Pressvorrichtung, welche einen grösseren Durchmesser als die erste hydraulische Pressvorrichtung 7 und 12-14 hat. Auf der linken Seite des Kolbens 21 ist eine Hohlstange 25 mittels Schrauben 26 befestigt, welche Hohlstange 25 die Ringscheibe 3 durchsetzt, in welcher ein Dichtungsring 27 durch einen Haltering 28 festgehalten ist. In den zentralen Hohlraum der Hohlstange 26 reicht ein Anschlagstab 29 hinein, welcher an einem an der Ringscheibe 3 befestigten Bügel 30 festgelegt ist. Ein Abschluss-Dichtungsring 31 ist an der Hohlstange 25 durch einen Haltering 32 festgehalten. Die Hohlstange 25 bildet an ihrem rechten Ende einen Ventilsitz 33 für eine Ventilkugel 34, für welche das rechte Ende des Stabes 29 als Anschlag dient.

   Die Ventilkugel 34 ist in einer zylindrischen Ausnehmung eines im Kolben 21 angeordneten Lagerkörpers 35 untergebracht, wobei sich in dieser Ausnehmung ferner ein durch eine Feder 36 beeinflusster Schieber 37 befindet, der auf die Ventilkugel 34 einwirkt. Die Hohlstange 25 weist um den Anschlagstab 29 herum einen Hohlraum 38 für den Durchgang von Druckmittel, z. B. Oel, auf, das durch den an die Hohlstange 25 angeschlossenen Hochdruckschlauch 39 zugeführt wird. Bei abgehobener Ventilkugel 34 (Fig. 1) ist der Hohlraum 38 mit Aussparungen 40 im Lagerkörper 35 in Verbindung, welche Aussparungen 40 mit einem in der Kolbenstange 11 vorhandenen Längskanal 41 in Verbindung stehen, der bis an das rechte Ende der Kolbenstange 11 verläuft.

   Ein weiterer in der Kolbenstange 11 gebildeter Längskanal 42 steht am rechten Ende mit dem Ringraum 43 zwischen der Kolbenstange   11    und dem Zylinder 7 und am linken Ende mit dem auf der rechten Seite des Kolbens 21 vorhandenen Zylinderraum in Verbindung, an welchen eine Druckmittelleitung 44 angeschlossen ist.



  An den auf der linken Seite des Kolbens 21 vorhandenen Zylinderraum ist ebenfalls eine Druckmittelleitung 45 angeschlossen.



   Der die Vorschubbewegung bewirkende Zylinder 7 trägt die bewegliche Hälfte 46 der Spritzgussform, deren feste Hälfte 47 an der auf dem Pressengestell 1 abgestützten Platte 5 befestigt ist.



   An der Nabe 8 des Zylinders 7 ist unten eine Steuerstange 48 angebracht, an welcher zwei Steuernocken 49, 50 verstellbar angeordnet sind, die mit Endschaltern 51, 52 zusammenwirken.



   Die beschriebene Formenschlusseinrichtung für Spritzgussmaschinen arbeitet wie folgt:
In der in Fig. 1 dargestellten Offenstellung befindet sich der Zylinder 7 und die Kolbenstange 11 mit dem Kolben 12-14 und 21 in der linken Endstellung, in welcher die Ventilkugel 34 durch den Anschlagstab 29 von ihrem Sitz 33 abgehoben ist. Wenn in dieser Stellung durch Umschalten eines Steuerventils die Druckmittelzufuhr durch den   Hochdruck-    schlauch 39 freigegeben wird, fliesst Druckmittel durch den Hohlraum 38, die Aussparungen 40 und den Längskanal 41 in den rechten Zylinderraum des Zylinders 7 der ersten, einen kleinen Durchmesser aufweisenden, hydraulischen Pressvorrichtung.

   Dadurch wird der Zylinder 7 mit der Formhälfte 46 rasch von links nach rechts aus der Lage der Fig. 1 in die Lage nach Fig. 2 verschoben, wobei das in dem Ringraum 43 befindliche Druckmittel durch den Kanal 42 und die Leitung 44 entleert wird. Sobald die Formhälfte 46 gegen die Formhälfte 47 anliegt, wird durch Einwirkung des Nockens 50 auf den Endschalter 52 ein Ventil in der Leitung 45 umstellt, so dass nun Druckmittel auf die linke Seite des grossen Kolbens 21 fliesst und sich dieser Kolben 21 von links nach rechts zu verschieben beginnt. Schon nach einem kurzen Verschiebeweg wird der Sitz 33 gegen die Ventilkugel 34 gedrückt und die Ventilkugel 34 etwas vom Anschlagstab 29 abgehoben.

   Dadurch wird die Druckkammer im Zylinder 7 der ersten Pressvorrichtung von der Zuleitung abgeschlossen, so dass bei der weiteren Verschiebung des Kolbens 21 nach rechts der Druck in dieser Druckkammer entsprechend dem Verhältnis zwischen dem Durchmesser des kleinen Kolbens 12-14 zum grösseren Kolben 21 ansteigt. Es wirkt also ein erhöhter Anpressdruck auf die Formhälfte 46 ein und dieser Anpressdruck wird während einer regelbaren Zeitdauer von z. B. 5 Sekunden bis 1 Minute zwecks Abkühlens bzw. Aushärtens des Formstückes aufrecht gehalten (Fig. 2). Nach Ablauf dieser Zeit werden Ventile in den Leitungen 44, 45 so umgesteuert, dass Druckmittel nun durch die Leitung 44 eintritt und durch die Leitung 45 zurückfliesst.

   Dadurch bewegt sich der Kolben 21 aus der Lage der Fig. 2 nach links und nimmt hierbei die Kolbenstange 11 mit dem Kolben 12-14 mit, so dass der Druck im Druckraum des Zylinders 7 entlastet wird und sich die Formhälfte 46 langsam von der Formhälfte 47 zu lösen beginnt.



  Nach Zurücklegung eines bestimmten Weges des Kolbens 21 wird die Ventilkugel 34 von ihrem Sitz 33 abgehoben und das bereits entlastete Druckmittel aus dem Druckraum des Zylinders 7 kann nun durch den Kanal 41, Aussparungen 40, Hohlraum 38 und den Druckschlauch 39 zurückfliessen, während das durch die Leitung 44 und den Längskanal 42 in den Ringraum 43 einströmende Druckmittel bewirkt, dass der Zylinder 7 seine Rückzugbewegung ausführt, wodurch die Formhälften 46, 47 geöffnet werden und das fertige Formstück entnommen oder ausgestossen werden kann. Der Zylinder kommt wieder in die Lage nach Fig. 1, in welcher durch den Nocken 49 und Schalter 51 die Druckmittelzufuhr umgestellt werden kann und der Arbeitskreislauf von neuem beginnt.

   Durch Verstellen des Nockens 49 auf der   Steuerstange 48 kann die   Grösse    der Vorschubbewegung verändert bzw. eingestellt werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Hydraulische Presse, insbesondere Formenschlusseinrichtung für Spritzgussmaschinen, bei welcher so wohl der Druck für die Vorschubbewegung eines Pressteiles als auch der auf diesen Pressteil ausgeübte Enddruck durch hydraulische Pressvorrichtungen erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste, einen kleinen Durchmesser aufweisende, hydraulische Pressvorrichtung für schnelle Vorschubbewegung des Pressteils und eine zweite, einen grossen Durchmesser aufweisende, hydrauliche Pressvorrichtung für langsame Endbewegung in Serie hintereinandergeschaltet sind und dass die Druckkammer der ersten hydraulischen Pressvorrichtung abschliessbar ist, so dass der darin auftretende Druckmitteldruck bei Einwirkung der zweiten hydraulischen Pressvorrichtung erhöht wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Hydraulische Presse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckkammer der ersten hydraulischen Pressvorrichtung durch ein Ventil abschliessbar ist, das bei Beginn der durch die zweite Pressvorrichtung bewirkten Endbewegung geschlossen wird.
    2. Hydraulische Presse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder der ersten hydraulischen Pressvorrichtung zur Ausführung der schnellen Vorschubbewegung am Pressengestell verschiebbar geführt ist.
    3. Hydraulische Presse nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben, der ersten hydraulischen Pressvorrichtung mit dem Kolben der zweiten hydraulischen Pressvorrichtung fest verbunden ist und der Zylinder der zweiten hydraulischen Pressvorrichtung am Pressengestell fest angeordnet ist.
    4. Hydraulische Presse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussventil der Druckkammer der ersten Pressvorrichtung im Kolben der zweiten Pressvorrichtung untergebracht ist und mit einem in diesen Kolben eingreifenden, mit dem Pressengestell festen Anschlag zusammenwirkt.
    5. Hydraulische Presse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussventil eine federbeeinflusste, mit dem festen Anschlag zusammenwirkende Kugel aufweist.
    6. Hydraulische Presse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem die schnelle Vorschubbewegung ausführende Teil der ersten Pressvorrichtung eine Steuerstange zugeordnet ist, an welcher zur Betätigung von Steuerschaltern dienende Nocken einstellbar angeordnet sind.
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