CH399234A - Türscharnier - Google Patents

Türscharnier

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CH399234A
CH399234A CH1082261A CH1082261A CH399234A CH 399234 A CH399234 A CH 399234A CH 1082261 A CH1082261 A CH 1082261A CH 1082261 A CH1082261 A CH 1082261A CH 399234 A CH399234 A CH 399234A
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CH
Switzerland
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door
hinge
joint
housing
hinge according
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CH1082261A
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English (en)
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Krone Gustav
Forberg Horst
Urbansky Wolfgang
Original Assignee
Krone Kg
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Description


  Türscharnier    Die Erfindung betrifft ein Türscharnier für eine  Schwenktür eines Schrankes oder Gehäuses, mit einer  innerhalb des Schrankes oder Gehäuses fest ange  ordneten     Scharniergelenkachse,    um die wenigstens ein       dicTürhaltender,    etwa U-förmig gestalteter Scharnier  arm     schvie-i;;bar    ist, der bei geschlossener Tür voll  ständig im Inneren des Schrankes oder Gehäuses liegt.  



  Türscharniere, die bei geschlossener Tür voll  ständig im Inneren des Schrankes oder Gehäuses lie  gen, werden beispielsweise bei im Freien aufzustellen  den Schränken oder Gehäusen, insbesondere bei       Kabelverteilergehäusen    angewendet, um das Scharnier  den Witterungseinflüssen vollständig zu entziehen und  äussere Eingriffe in den     Scharniermechanismus    un  möglich zu machen. Ähnliche     Scharnieranordnungen     werden auch bei Maschinengehäusen oder bei Schrän  ken zur Aufnahme von Steuergeräten     od.    ä. Vorrich  tungen in Industriebetrieben benutzt.  



  Diese  versenkten  Türscharniere haben nun aber  gegenüber den normalen, teilweise ausserhalb der Ge  häuse- oder Schrankwand liegenden Scharnieren den  Nachteil, dass sie nur Schwenkbewegungen der Tür  von 90  oder etwas darüber zulassen. Die geöffnete  Tür steht also etwa senkrecht zur Ebene der Tür  öffnung und behindert nicht nur die Zugänglichkeit  des Innenraumes des Schrankes oder Gehäuse, son  dern bildet auch - wenn der Schrank oder das Ge  häuse an einem Ort steht, an dem ein stärkerer Ver  kehr herrscht, ein unerwünschtes Hindernis.  



  Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Auf  gabe zugrunde, ein bei geschlossener Tür vollständig  im Inneren des Schrankes oder Gehäuses liegendes  Türscharnier so auszubilden, dass sich die Tür nicht  nur um etwa 90 , sondern um wenigstens etwa 180     schwenken lässt, so dass sie in vollständig ausge  schwenktem Zustand zumindest parallel zur öffnungs  ebene des Schrankes oder Gehäuses steht.  



  Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch  gelöst, dass der     Schamierarm    mit der Tür über wenig  stens ein weiteres Scharniergelenk verbunden ist und  Rast- oder Haltevorrichtungen vorgesehen sind, die  zunächst nur eine Schwenkung der Tür um das fest  im Schrank oder Gehäuse angeordnete Scharnier  gelenk und erst nach Beendigung dieser ersten  Schwenkbewegung eine zusätzliche Schwenkung der  Tür um ein zweites oder weitere Scharniergelenke ge  statten.  



  Eine derartige     Scharnierausbildung    macht es mög  lich, die Tür nach der ersten Schwenkung, bei der das  am     Scharnierarm    sitzende Gelenk aus dem Gehäuse  heraustritt, dann um dieses Gelenk weiter     aufzu-          schwenken;     die Türöffnung des Schrankes oder Gehäuses liegt  dann vollkommen frei, so dass in dem Schrank oder  Gehäuse untergebrachte Geräte nicht nur sehr bequem  zugänglich sind, sondern auch von allen Seiten ge  nügend Licht in das     Innere    des Schrankes oder Ge  häuses fallen kann.

   Ausserdem liegt die Tür dann etwa  parallel zur öffnungsebene, so dass sie klein Hindernis  für einen an dem Gehäuse gegebenenfalls     vorbeifluten-          den    Verkehr bildet.  



  Weitere technische Einzelheiten, Vorteile und  Merkmale ergeben sich aus der folgenden Beschrei  bung einiger Ausführungsbeispiele, die in der Zeich  nung veranschaulicht sind. Es zeigen:       Fig.    1 einen waagerechten Schnitt durch die Ecke  eines Gehäuses, in der sich das     erfindungsgemässe     Scharnier befindet, wenn die Tür     geschlossen    ist;           Fig.    2 die Gehäuseecke gemäss     Fig.    1 mit der um  90      aufgeschwenkten    Tür;       Fig.    3 die gleiche Gehäuseecke wie in     Fig.    1 und 2,  mit einer um 180      aufgeschwenkten    Tür;

         Fig.    4 einen senkrechten Teilschnitt längs der  Schnittlinie     IV-IV    der     Fig.    3;       Fig.    5 eine Ansicht des gesamten     Scharnieres    bei  um 180      aufgeschwenkter    Tür;       Fig.    6 einen waagerechten Schnitt durch eine Ge  häuseecke mit dem Türscharnier, bei der jedoch das  Türscharnier abweichend ausgebildet ist;       Fig.    7 einen waagerechten Schnitt durch die Ge  häuseecke gemäss     Fig.    6 mit um 90      aufgeschwenkter     Tür;

         Fig.    8 die Gehäuseecke gemäss     Fig.    6 und 7 mit  um 180      aufgeschwenkter    Tür;       Fig.    9 eine Einzelheit des Türscharniers, wie es  in den     Fig.    6, 7 und 8 dargestellt ist;       Fig.    10 eine Ansicht des an der Tür befestigten       Scharnierteiles,    von der Schnittlinie     X-X    der     Fig.    8  ausgesehen;

         Fig.    11 eine weitere Ausführungsform des     erfin-          dungsgemässen    Türscharniers, bei dem der Scharnier  arm aus zwei, zu einem U-förmigen Bügel     zusammen-          fassbaren    Winkelgliedern besteht, deren freie Enden  durch je ein Scharniergelenk schwenkbar verbunden  sind, im waagerechten Schnitt durch eine Gehäuse  ecke;       Fig.    12 das Scharnier gemäss     Fig.    11 in derjenigen  Stellung, die es bei um 90      aufgeschwenkter    Tür ein  nimmt;

         Fig.    13 das Scharniergelenk gemäss     Fig.    11 und 12  in derjenigen Stellung, die es bei voll     aufgeschwenkter     Tür einnimmt;       Fig.    14 eine Ansicht des gesamten Türscharniers  bei voll, d. h. um 180      aufgeschwenkter    Tür, in Rich  tung auf die Ebene der Türöffnung gesehen;       Fig.    15 einen waagerechten Schnitt durch eine Ge  häuseecke mit einem Türscharnier, das abweichend  von den bisher dargestellten Scharnieren ausgeführt  ist, bei geschlossener Tür;       Fig.    16 die Gehäuseecke gemäss     Fig.    15, mit der  um 90  ausgeschwenkten Tür;

         Fig.    17 die gleiche Gehäuseecke wie in     Fig.    15 und  16, mit einer um 180  ausgeschwenkten Tür;       Fig.    18 eine Einzelheit des am Gehäuse befestigten       Scharnierteiles    der     Fig.    12, von links auf die     Fig.    17  gesehen;       Fig.    19 eine Seitenansicht der in     Fig.    18 dargestell  ten Einzelheit.  



  Das zur Erläuterung der     Erfindung    ausgewählte  Ausführungsbeispiel ist ein Scharnier für ein Kabel  verteilergehäuse, das im Freien aufgestellt und zur  Aufnahme von     Kabelendverteilern    benutzt wird. Das  Gehäuse 1 hat an seiner Vorderseite eine Gehäuse  öffnung 2, deren Längen- und Höhenabmessungen  kleiner sind als die Abmessungen der vorderen Ge  häusewand, so dass rings um die Türöffnung ein  Rahmenteil 3 liegt. Die Gehäusetür 4 hat in einer an  ihrem Rand umlaufenden, nach der Innenseite offenen    Nut 5 eine elastische Dichtungseinlage 6, die sich beim  Schliessen der Tür gegen eine umlaufende, vor  springende Randleiste 7 des Rahmenteiles 3 des Ge  häuses legt.

   Die Gehäusetür 4 ist mit zumindest zwei  Scharnieren 8 versehen; jedes dieser Scharniere besteht  aus einem etwa U-förmig gestalteten     Scharnierarm    9,  der einerseits um das in der inneren Gehäuseecke fest  angeordnete Scharniergelenk 10 schwenkbar ist und  anderseits über ein an seinem anderen Ende sitzendes  Scharniergelenk 11 mit der Rückseite der Tür 4 ver  bunden ist.  



  Das Scharniergelenk 10 ist fest mit einer Halterung  12 verbunden, die aus einem mehrfach abgewinkelten  Blechstück besteht und durch Schrauben 13 an der  Seitenwand la des Gehäuses festgelegt ist. Der ab  gewinkelte, bis an den Rand der Türöffnung heran  reichende Teil 12a der Halterung 12 bildet einen leicht  federnden Anschlag für den     Scharnierarm    9 und  trägt eine im Querschnitt     lyraförmig    gebogene Rast  feder 14, die zum Festhalten des     Scharnierarmes    9  nach einem     Aufschwenken    der Tür 4 um etwa 90   bestimmt ist (vgl. die Darstellung in     Fig.    2).  



  Der als einseitig etwas abgeschrägtes     U-Profil    aus  gebildete     Scharnierarm    9 liegt bei geschlossener Tür  mit seinem längeren Schenkel 9a, der an dem festen  Scharniergelenk 10     angelenkt    ist, parallel zur Seiten  wand la. An das abgebogene Mittelstück 9b des       Scharnierarmes    9 schliesst sich der kürzere, senkrecht  zur Tür 4 verlaufende     Scharnierarm-Schenkel    9c an,  der mit dem     Scharnierlappen    11a des zweiten  Scharniergelenkes 11 verschraubt (Schraube 15) ist.

    Das zweite Scharniergelenk 11 ist an einem Halte  winkel 16 festgelegt, der mittels der Schrauben 17 an  der Rückseite der Tür 4 befestigt ist und zwar derart,  dass das Scharniergelenk 11 sich dicht an der rück  seitigen Randkante 4a der Tür befindet.  



  An den von der Tür abstehenden Schenkel 16a des  Haltewinkels 16 ist eine zweite, ebenfalls     lyraförmige     Rastfeder 18 angeschraubt (Schrauben 18a), die im  Schliesszustand der Tür     (Fig.    1) den     Scharnierlappen     11a und damit den zweiten, kürzeren Schenkel 9c des       Scharnierarmes    9 festhält, so dass sich die Tür gegen  über dem     Scharnierarm    nicht drehen kann.  



  Beim Öffnen der Tür schwenkt die Tür zusammen  mit den Scharnieren 9 infolgedessen     zunächt    um das  freie Scharniergelenk 10, bis die in     Fig.    2 dargestellte  Stellung erreicht ist, bei der die Tür 4 um 90  gegen  über ihrer Schliesslage     aufgeschwenkt    worden ist.  Kurz vor Beendigung dieser Schwenkbewegung dringt  der längere Schenkel 9a des     Scharnierarmes    9 in die       lyraförmige    Rastfeder 14 ein, er wird dadurch an dem  abgewinkelten Ende 12a der Halterung 12 festgehal  ten.  



  Wird nun die Tür noch weiter     aufgeschwenkt,    so  legt sich der Schenkel 9a gegen das abgewinkelte Ende  12a der Halterung 12 an, und die weitere Drehung  erfolgt um das zweite Scharniergelenk 11, wobei zu  nächst der     Scharnierlappen    11a aus der Rastfeder 18  ausgerastet wird. Die weitere     Aufschwenkbewegung     wird dann schliesslich begrenzt, wenn sich die Dich-           tungseinlage    6 - wie die     Fig.    3 zeigt - an die  kürzeren Schenkel 9c der     Scharnierarme    9 anlegt. Die  Tür 4 ist dann um 180      aufgeschwenkt,    sie liegt pa  rallel zur Vorderwand oder zur Türöffnung 2 des Ge  häuses 1.

   Der     Scharnierarm    9 sowie der Abstand der  beiden Schwenkgelenke 10 und 11 ist nun so bemessen,  dass das die äussere Randkante 4b der Tür bei der  weiteren Schwenkbewegung zwischen 90 und 180   nicht an den Rahmenteil 3 des Gehäuses 1 anstossen  kann.  



  Beim Schliessen der Tür erfolgen die soeben be  schriebenen Bewegungen in umgekehrter Reihenfolge;  ausgehend von der Türstellung in     Fig.    3 wird die  Tür 4 zunächst um das freie Scharniergelenk 11 ge  schwenkt, da das Scharniergelenk 10 durch das Ein  rasten des längeren Schenkels 9a in der Rastfeder 14  zunächst (gesperrt  ist. Erst nach der Beendigung der  Teilschwenkung von 90 , bei der die Stellung gemäss       Fig.    2 erreicht und der     Schamierlappen        lla    in die  Rastfeder 18 eingerastet ist, erfolgt - nach diesem  Festlegen des Scharniergelenkes 11 - die weitere  Schwenkbewegung nunmehr über das Scharnierge  lenk 10.

   Dabei wird zunächst der längere Schenkel 9a  des     Scharnierarmes    9 aus der Rastfeder 14 heraus  gedrückt.  



  Damit die Rastfedern 14 und 18 jeweils in der  vorher beschriebenen Folge nacheinander wirksam  werden, muss das Einrasten jeweils wesentlich leichter  erfolgen als das Ausrasten. Dies wird dadurch erreicht,  dass man die     lyraförmigen    Rastfedern, von denen die  Feder 14 in     Fig.    4 genauer dargestellt ist, an ihren  beiden etwa V-förmig gestalteten, nach innen einge  bogenen Federschenkeln 19 mit unterschiedlichen  Auflaufwinkeln versieht.

   Die Auflaufflächen an den       äusseren    Enden 19a der Rastfeder 14 sind gegen die  Bewegungsrichtung des durch Einrasten festzuhalten  den Schenkels 9a des     Scharnierarmes    9 nur um einen  Winkel     a,    von etwa 40  geneigt, während die zum  Festhalten des eingerasteten Schenkels 9a dienenden       Schrägflächen    der     Federschenkelteile    19b, die sich an  die Auflaufenden 19a anschliessen, unter einem ganz  wesentlich grösseren Winkel     a-    gegen diese Bewe  gungsrichtung geneigt sind.

   Ausserdem sind die Rän  der des     Scharnierarm-Schenkels    9a - wie auch die  des     Scharnierlappens        lla    - an den beim Einrasten  mit den Rastfedern in Berührung kommenden Kanten  mit relativ flachen     Abfasungen    20 versehen, die flache  Auflaufflächen bilden, während die Kanten 21 auf der  anderen Seite nur leicht gerundet sind, um beim Aus  rasten ein      Schaben     der Kante an der Rastfeder zu  vermeiden.  



  Durch die unterschiedlichen Auflaufwinkel an den  Rastfedern und die einseitig flache     Abfasung    der       einzurastenden    Bauteile werden die     Ausrastkräfte     mehr als doppelt so gross wie die     Einrastkräfte.     



  Diese Ausbildung der Rastfedern und der     einzu-          rastenden    Teile gibt die Gewähr dafür, dass selbst bei  Unterschieden in der Gelenkreibung der Scharnier  gelenke beim öffnen zunächst eine Schwenkung um  etwa 90  um das Scharniergelenk 11 erfolgt und dass    beim Schliessen der Tür wiederum zunächst die  Schwenkung und das Scharniergelenk 11 und erst nach  dem Einrasten des     Scharnierlappens        lla    in die Rast  feder 18 die weitere Schwenkung um das Scharnier  gelenk 10 durchgeführt wird.  



  Aus der     Fig.    4 ist ferner zu erkennen, dass die Be  festigung der mehrfach abgewinkelten Halterung 12  an der Seitenwand la des Gehäuses 1 eine Einstellung  der Scharniergelenke in der Weise möglich macht, dass  in der Halterung 12 die Löcher 22, durchweiche die  Befestigungsschrauben 13     hindurchgreifen,    als Oval  löcher ausgeführt sind und vor dem Festziehen der  Schrauben 13 sowohl eine vertikale als auch eine  horizontale genaue Einstellung     möglicht    ist.

   In gleicher  Weise kann auch die Befestigung des Haltewinkels 16  an der Innenkante der Tür 4 ausgeführt sein; es ist  infolgedessen nicht nur möglich, die aus     Fig.    5  ersichtlichen beiden Scharniere 8 auf genaue koaxiale  bzw. parallele Lage der Achsen ihrer Gelenke 10 und  11 einzustellen, sondern auch die Tür 4 gegenüber dem  Gehäuse in diejenige Lage zu bringen, in der sie ge  naue symmetrisch zur Türöffnung 2 liegt und die um  laufende Dichtung 6 überall gleichmässig an der vor  springenden Leiste 7 anliegt.  



  Wenn man eine bessere Sicherung dafür vorsehen  will, dass die beiden Scharniergelenke 10 und 11  jeweils in der vorgeschriebenen Folge nacheinander  wirksam werden, so kann man statt der Rastfeder 18  an dem Scharniergelenk 11 auch eine grössere Kräfte  aufnehmende, von Hand lösbare Sperre, beispielsweise  eine als     Formschlusssperre    wirkende Verschraubung  23 vorsehen, wie sie in den     Fig.    6 bis 10 dargestellt ist.  Bei dieser Ausführung sitzt in dem     Scharnierlappen     11a des     Scharniergelenkes    11 ein Gewindebolzen 24,  der mit einen abgesetzten Gewindeteil 24a in den       Scharnierlappen    11a eingeschraubt und durch eine  Gegenmutter 25 gesichert ist.

   Der Gewindebolzen 24  führt durch einen breiten Schlitz 16b (vgl.     Fig.    10) des  abstehenden Schenkels 16a des Haltewinkels 16 hin  durch. Mittels der Mutter 26 kann der geschlitzte  Schenkel des Haltewinkels 16 fest an die Mutter 25  gedrückt und damit das Scharniergelenk 11 voll  kommen gesperrt werden. Damit die Mutter 26 nicht  vollständig von dem Gewindebolzen 24 abgeschraubt  werden kann, ist an dem freien Ende des Gewinde  bolzens 24 eine     Unterlagscheibe    27 mit Hilfe der  Schraube 28 befestigt.  



  Üblicherweise ist durch Anziehen der Mutter 26   wie dies die     Fig.    6 zeigt - das Scharniergelenk 11 ge  sperrt. Es bleibt auch gesperrt, bis die Tür 4 um 90        aufgeschwenkt    ist (vgl.     Fig.    7). Diese     Aufschwenkbe-          wegung    genügt normalerweise für eine Überprüfung  der in dem Gehäuse 1 befindlichen Einrichtungen.

    Wenn aber grössere Arbeiten in dem Gehäuse vor  genommen werden sollen, bei denen ein völliges Auf  schwenken der Tür 4 um 180  erwünscht oder  zweckmässig ist, so wird durch Lösen der Mutter 26       di    feste Verbindung zwischen dem     geschlitzen    Halte  winkel 16 und dem     Scharnierlappen    11a gelöst; nach  dem Zurückfedern der Mutter 26 bis etwa an das freie      Ende des Gewindebolzens 24 lässt sich nun der  Schenkel 16a des     Haltwinkels    16     herausschwenken     und so die Tür um das Scharniergelenk 11 bis in  diejenige Lage drehen, die in     Fig.    8 dargestellt ist.  



  Die     Fig.    10 zeigt, wie der Schlitz 16b in dem  Haltewinkel 16' geformt ist, so dass er frei von dem  Bolzen 20 weggeschwenkt werden kann.  



  Es dürfte klar sein, dass statt der in den     Fig.    6, 7,  8 und 10 dargestellten lösbaren Schraubverbindung  zum Sperren des Scharniergelenkes 11 auch irgendeine  andere Sperre vorgesehen werden kann,     b ispielsweise     eine Sperre durch einen über seine     Totpunktlage     hinaus bewegbaren Hebel, einen beim Lösen nach  oben zu schiebenden Riegel oder irgendeine andere  entsprechende Verriegelung oder     Formschlusssperre.     



  In der     Fig.    9 ist eine abweichende Art der Rast  federausbildung dargestellt, bei der die Rastfeder nicht  einteilig und     lyraförmig    ist, sondern aus mehreren  einzelnen Federblättern besteht, die eine grössere  Dauerfestigkeit haben als die relativ starken Federn,  aus denen die Rastfedern 14 und 18 in den     Fig.    1 bis  5 bestehen.  



  Die in der     Fig.    9 dargestellte eigentliche Rastfeder  29 ist durch zwei etwas kleinere Stützfedern 29a und  29b verstärkt. Der für die     Rastung    bestimmte Teil der  Rastfeder 29 ist an ihrem vorderen Ende - wie die  Feder gemäss     Fig.    4 - mit unterschiedlichen     Aufgleit-          winkeln        (xI    und     (x_)    versehen, damit auch hier das  Einrasten leichter, d. h. mit geringerem Kraftauf  wand erfolgt als das Ausrasten.  



  Ausserdem zeigt die     Fig.    9 einen Anschlag 30, der  verhindern soll, dass der     Scharnierarm    9 zu weit nach  innen gegen die gebogenen Enden der Federn 29 ge  drückt wird und dabei diese Federn verformt oder gar  zerbricht.  



  Bei der in den     Fig.    11 bis 14 dargestellten       Scharnierausführung    sind - im Unterschied gegen die  Ausführungen nach den     Fig.    1 bis     10-drei    Scharnier  gelenke 10, 31 sowie 32 vorhanden. Der hier einseitig  mit der Tür 4 starr verbundene     Scharnierarm    9 ist  ebenfalls U-förmig ausgebildet, er besteht jedoch aus  drei gelenkig miteinander verbundenen Teilen, und  zwar je einem inneren Winkelglied 33 und einem     äus-          seren    Winkelglied 34 sowie einem Zwischenstück 35.

    Das erste Winkelglied 33 ist mit dem Ende seines  einen Schenkels 33a an das Schwenkgelenk 10     ange-          lenkt,    das seinerseits über die mehrfach abgewinkelte  Halterung 12 an der einen Seitenwand la des Ge  häuses 1 festgelegt ist; das Ende des anderen Schen  kels 33b dieses Winkelgliedes trägt das zweite  Scharniergelenk 31, an das wiederum das     stegartig     ausgebildete Zwischenglied 35     angelenkt    ist. Das  Zwischenglied 35 liegt bei geschlossener Tür (vgl.

         Fig.    11) flach an dem abgebogenen Schenkel 33b des  Winkelgliedes 33 an und ist an seinem anderen Ende  mit dem dritten Scharniergelenk 32 verbunden, an  dem der schräge Schenkel 34a des zweiten Winkel  gliedes 34     angelenkt    ist, der ebenfalls parallel zu dem  abgebogenen Schenkel 33b des ersten Winkelgliedes  33 und zu dem Zwischenglied 35 liegt. Die beiden    parallel zueinander laufenden Schenkel 33b und 34a  der Winkelglieder 33, 34 und das zwischen ihnen  liegende. Zwischenglied 35 sind durch eine  unverlier  bare  Kupplungsschraube 36 fest     aneinandergedrückt.     Der Schenkel 34b ist an der Rückseite der Tür 4 fest  angeschraubt.  



  Mit dem oberen Ende des Zwischenstückes 35 ist  ein     lappenförmiger    Ansatz 37 verbunden, der etwa  waagerecht über den abgebogenen Schenkel 33b des  ersten Winkelgliedes 33     herübergreift    und eine Füh  rung für die     Scharnierarmteile    bildet, wenn die Kupp  lungsschraube 36 gelöst worden ist und die beiden  Gelenke 31 und 32 wirksam werden.  



  Wie aus den     Fig.    11, 12 und 13 hervorgeht, dreht  sich beim Aufklappen der Tür 4 zunächst der noch  zusammengefasste, etwa U-förmige     Scharnierarm    9'  um das fest im Gehäuse angeordnete Scharniergelenk  10, bis die Tür 4 um ungefähr 90  (vgl.     Fig.    12) auf  geschwenkt ist. Dabei kann der Schenkel 33a des  Winkelgliedes 33 in eine Rastfeder einrasten, wie sie  in den     Fig.    1 bis 9 als Rastfeder 14 bzw. 29 ver  anschaulicht ist.  



  In dieser Stellung der Tür und des Scharniers ist  die Kupplungsschraube 36 frei zugänglich, so dass sie  mit Hilfe des an ihrem Kopfe vorgesehenen umklapp  baren Bedienungsringes 38 oder eines dem gleichen  Zweck dienenden Bleches gelöst werden kann. Nach  dem Lösen der Schraube 36 lassen sich nun die drei  bisher zusammengefassten Teile der Winkelglieder  und das Zwischenglied     auseinanderziehen,    worauf die  Tür 4 - nun durch Schwenken um die beiden  Scharniergelenke 31 und 32 - vollkommen     aufge-          schwenkt    werden kann, und zwar in eine Stellung, bei  der sie mit der vorderen Wandebene des Gehäuses  einen Winkel von wesentlich mehr als 180      ein-          schliesst.     



  Bei dieser weiteren Schwenkbewegung wälzt sich  der an dem Zwischenstück festgelegte Führungslappen  37 mit seiner Randkante 37a auf der vorderen Biegung  am Ende 12a der abgewinkelten Halterung 12 ab.  Durch eine von dieser     Abwälzbewegung    abhängige  Schwenkung des Zwischenstückes 35 werden die bis  dahin zusammengefassten Teile des     Scharnierarmes    in  gewünschter Weise     auseinandergezogen,    worauf sie  beim weiteren öffnen der Tür die in     Fig.    13 dar  gestellte gestreckte Lage einnehmen und die Tür ins  gesamt um etwa 190  geschwenkt ist.  



  Auch bei dieser     Scharnierausführung    erfolgt das  Schliessen der Tür in zwei Phasen: In der ersten wird  sie zunächst in die Lage gemäss     Fig.    12 zurückge  schwenkt, so dass die Winkelglieder 33 und 34 mit  dem Zwischenstück 35 zusammengelegt und durch die  Kupplungsschraube 36 fest miteinander verbunden  werden können; in der zweiten Phase wird die Tür  durch Schwenken um das Scharniergelenk 10 ge  schlossen.  



  Zur Erhöhung der Stabilität der Türaufhängung  ist - wie die     Fig.    14 zeigt - das Zwischenstück als  die beiden (oder gegebenenfalls mehr) Scharniere der  Tür verbindende Leiste 35' ausgeführt; ausserdem      sind die einander entsprechenden Schenkel 35a beider  Scharniere durch     langgestreckte    Bleche 39 miteinander  verbunden.  



  Das in den     Fig.    15 bis 19 dargestellte Scharnier  unterscheidet sich von dem in     Fig.    6 bis 8 darge  stellten im wesentlichen dadurch, dass anstelle der  dort verwendeten Rastfeder 14 ein mit einer Sperr  kulisse 14b und einer Sperrnase 14e versehener Sperr  schieber 14a verwendet wird, und dass ausserdem der  abstehende Schenkel 16a des Haltewinkels 16 nicht ge  rade verläuft, sondern zweimal rechtwinklig     abge-          kröpft    ist.  



  Beim Öffnen der Tür wird der längs des Schlitzes  14e     (Fig.    19) verschiebbare und mit den Schrauben  14d an der Halterung 12 in senkrechter Richtung ver  schiebbar gelagerte Sperrschieber 14a selbsttätig beim       Entlanggleiten    des     Scharnierarmes    9 an der schrägen  Unterkante der Kulisse 14b angehoben. Beim Er  reichen der 90  -Stellung der Tür     (Fig.    16) gleitet der  Arm 9 unter die Nase 14c, so dass der Sperrschieber  14a infolge seines eigenen Gewichtes nach unten fällt  und somit das Scharniergelenk 10 durch Verriegelung  des Armes 9 blockiert.  



  Um die Tür um ca. 180  ausschwenken zu können  (s.     Fig.    16 und 17) ist die Mutter 26 bis zum Anschlag  27 zurückzudrehen. Die Tür kann nun weiter um das  Scharniergelenk 11 ausgeschwenkt werden, da der an  ihr befestigte Haltewinkel 16 mit seinem offenen  Längsschlitz (16b in     Fig.    10), der nur geringfügig  breiter als der Durchmesser des Bolzens 24 ist, über  den Bolzen     herausgleitet.     



  Ein unbeabsichtigtes     Zurückschwenken    der Tür  aus der 180  - Stellung lässt sich dadurch verhindern,  dass die Mutter 26 in die in     Fig.    17 dargestellte Lage       zurückgedreht    wird und somit als Anschlag für den  vorderen     rechtwinklig    abgebogenen Teil 16a des Halte  winkels 16 dient.  



  Beim Schliessen der Tür muss zunächst die Mutter  26 bis zum Anschlag 27 zurückgedreht und nach Er  reichen der     90 -Stellung    in ihre Endlage (s.     Fig.    16)  gebracht werden.  



  Um ein vollständiges Schliessen der Tür zu ermög  lichen, ist der Sperrschieber 14a von Hand an seinem  abgewinkelten oberen Ende anzuheben und dabei  deichzeitig die Tür zu schliessen. Beim Anheben des  Sperrschiebers entriegelt die Sperrnase 14e den       Scharnierarm    9.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Türscharnier für eine Schwenktür eines Schrankes oder Gehäuses, mit einer innerhalb des Schrankes oder Gehäuses fest angeordneten Scharniergelenkachse, um die wenigstens ein die Tür haltender, etwa U-förmig gestalteter Scharnierarm schwenkbar ist, der bei ge schlossener Tür vollständig im Innern des Schrankes oder Gehäuses liegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierarm mit der Tür über wenigstens ein weiteres Scharniergelenk verbunden ist und Rast- oder Halte vorrichtungen vorgesehen sind,
    die zunächst nur eine Schwenkung der Tür um das fest im Schrank oder Gehäuse angeordnete Scharniergelenk und erst nach Beendigung dieser ersten Schwenkbewegung eine zu sätzliche Schwenkung der Tür um ein zweites oder weitere Scharniergelenke gestatten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Türscharnier nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Scharnierarm aus zwei, zu einem U-förmigen Bügel zusammenfassbaren Winkel gliedern (33, 34) besteht, von denen ein Schenkel (33a) des ersten (33) an das feste Scharniergelenk (10) ange- lenkt und ein Schenkel (34b) des zweiten (34) fest mit der Tür (4) verbunden ist, während die Enden ihrer beiden anderen Schenkel (33b und 34a) durch je ein Scharniergelenk (31, 32) - mit zu der festen Schar niergelenkachse parallelen Gelenkachsen - mit je einer Seite eines Zwischenstückes (35) schwenkbar verbunden sind, welches sich beim Zusammenfassen der Winkelglieder (33, 34)
    zu dem U-förmigen Bügel zwischen die mit ihm schwenkbar verbundenen, im Mittelteil des Bügels einander überdeckenden Schen kel (33b und 33a) der Winkelglieder legen lässt (Fig. 11-14). 2. Türscharnier nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Scharnierarm (9) über ein an der Rückseite der Tür festgelegtes zweites Scharnier gelenk (I1) mit einer die Gelenkbewegung dieses Ge lenkes hindernden, lösbaren Rast- oder Haltevorrich tung an die Tür (4) angelenkt und seine Schwenk bewegung um das feste Scharniergelenk (10) durch einen Anschlag (12a) auf etwa 90 - oder etwas darüber - begrenzt ist (Fig. 1 bis 9). 3.
    Türscharnier nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet, durch eine fe dernde Rastvorrichtung (14) für den Scharnierarm (9), in die er vor Erreichen seines Anschlages (12a) einrastet. 4. Türscharnier nach den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrich tungen bildenden Rastfedern (14 bzw.
    18) V-förmig gebogene Federschenkel (19) aufweisen, auf deren durch die V-Form gebildeten Schrägflächen die Ränder der einzurastenden Teile beim Ein- und Aus rasten auflaufen, mit einem kleinen Winkel (a1) zur Einrastrichtung, jedoch mit einem grösseren Winkel (a2) zur Ausrastrichtung geneigt sind (Fig. 4). 5. Türscharnier nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastfedern (29) durch zu sätzliche Stützfedern (29a und 29b) verstärkt sind (Fig. 9). 6.
    Türscharnier nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung eine von Hand lösbare Formschlusssperre, z. B. eine Verschrau bung (23) oder ein Riegel ist (Fig. 6 bis 8). 7. Türscharnier nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zusammenfassen der Win kelglieder (33, 34) und des Zwischenstückes (35) eine von Hand lösbare Verschraubung (20) vorgesehen ist (Fig. 11 bis 14). B.
    Türscharnier nach den Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Zwischenstück (35) ein über eines der Winkelglieder (34) herüber greifender Ansatz (37) verbunden ist, dessen Rand kante (37a) beim Aufschwenken der Tür (4) um mehr als 90 auf einem festen Bauglied (12a) abgewälzt wird und ein Auseinanderziehen der Winkelglieder (33, 34) und des Zwischenstückes (35) bewirkt (Fig. 12). 9.
    Türscharnier nach Patentanspruch, das aus meh reren, um die gleichen Achsen schwenkbaren Einzel scharnieren besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstücke der Einzelscharniere (8) als eine die Scharniere verbindende Leiste (35') ausgeführt und vorzugsweise auch einander entsprechende Schenkel (33a) der Wingelglieder (33, 34) durch langgestreckte Bleche (39) verbunden sind (Fig. 14). 10. Türscharnier nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Halterungen (12) der Scharnierge lenke (10, 11) mit denen diese am Schrank oder Ge- häuse (1) bzw. der Tür (4) befestigt sind, einstellbar (Ovallöcher 22) ausgebildet sind (Fig. 4 und 9). 11.
    Türscharnier nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen eine Haltevorrichtung für den Scharnierarm (9) bildenden Sperrschieber (14a) mit Auflaufkulisse (14b) und Sperrnase (14c), hinter die der Scharnierarm (9) am Ende seiner 90 -Schwenkbe- wegung einrastet. 12. Türscharnier nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine in Verbindung mit der Formschlusssperre (Verschraubung 23) des zweiten Scharniergelenkes (11) wirkende Sperre der Tür (4) in der vollen Aufschwenkstellung vorgesehen ist (Fig. 17).
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