CH399432A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Dichlorbenzonitrilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Dichlorbenzonitrilen

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CH399432A
CH399432A CH465460A CH465460A CH399432A CH 399432 A CH399432 A CH 399432A CH 465460 A CH465460 A CH 465460A CH 465460 A CH465460 A CH 465460A CH 399432 A CH399432 A CH 399432A
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CH
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dichlorobenzonitrile
mixture
cuprocyanide
trichlorobenzene
dichlorobenzonitriles
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CH465460A
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Koopmann Harmannus
Johannes Schoot Cornelis
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Philips Nv
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/14Preparation of carboxylic acid nitriles by reaction of cyanides with halogen-containing compounds with replacement of halogen atoms by cyano groups

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Dichlorbenzonitrilen    Die Erfindung     betrifft    ein     Verfahren    zur Herstel  lung eines Gemisches von 2,3- und     2,6-Dichlorbenzo-          nitril.     



  Bei der Herstellung des Insektizids     Gamma-hexa-          chlorcyclohexan    aus rohem Hexachlorcyclohexan wird  eine bedeutende Menge - bis zu etwa 80 %, auf das  rohe Hexachlorcyclohexan bezogen - a- und     ss-Hexa-          chlorcyclohexan    frei. Für die letztgenannten Isomere  hat man im Verhältnis zur anfallenden Menge bei der  Herstellung des g-Hexachlorcyclohexans in techni  schem Massstab praktisch keine Anwendung und des  halb keinen Absatz finden können.     Bekanntlich    kann  das Hexachlorcyclohexan durch Pyrolyse in     Trichlor-          benzole    u. a. in das 1,2,3-Trichlorbenzol umgesetzt  werden.  



  Es ist nun gefunden worden, dass das     1,2,3-Tri-          chlorbenzol    sich auf einfache Weise in ein Produkt  überführen lässt, das als wirksamer Bestandteil     herbi-          zider    Präparate verwendbar ist, die in grossem Mass  stab praktische Anwendung finden können.  



  Die Erfindung bezieht sich auf ein     Verfahren    zur  Herstellung eines Gemisches von 2,3- und     2,6-Di-          chlorbenzonitril,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man 1,2,3-Trichlorbenzol mit der 0,1- bis     0,3-          fachen    theoretischen Menge Cuprocyanid, die zur  Umsetzung in Dichlorbenzonitril benötigt wird, in  Gegenwart einer tertiären Stickstoffbase, in der bei  der Reaktionstemperatur das Cuprocyanid und das  1,2,3-Trichlorbenzol praktisch in Lösung gehen, er  hitzt.  



  Die Reaktion wird     zweckmässig    bei einer Tempe  ratur über etwa 200  C und vorzugsweise zwischen  220 und 250  C     durchgeführt.    Es ist     gefunden    wor  den, dass auf diese Weise im wesentlichen Mononitrile  entstehen. Geeignete     tertiäre    Stickstoffbasen sind  namentlich aromatische, wie z. B. Pyridin, Collidin,    Picoline und Lutidine, Isochinolin und insbesondere  das Chinolin. Das Gemisch kann nach vollzogener  Reaktion bei     normalem    Druck oder im Vakuum, in  beiden     Fällen        gegebenenfalls        mittels    eines     Hilfsgases,     z.

   B. überhitzten Dampfes,     destilliert    werden. Bei  760     mm    Quecksilbersäule ist der Siedebereich 220 bis  240  C, bei 8 mm Quecksilbersäule 115 bis 130  C.  Um die tertiäre Stickstoffbase zu entfernen,     kann    das  Destillat in einem organischen     Lösungsmittel,    z. B.  Petroleumäther (Siedebereich 40 bis 60  C) gelöst  und die erhaltene Lösung mit     verdünnter    Salzsäure  gewaschen werden. Dabei geht die tertiäre Stickstoff  base in Form des     salzsauren    Salzes     in    Lösung. Die  tertiäre Stickstoffbase     lässt    sich durch die Beigabe von  Lauge daraus zurückgewinnen.

   Ein     Trennen    der ge  bildeten Dichlorbenzonitrile und des unveränderten  1,2,3-Trichlorbenzols kann durch fraktionierte Destil  lation erfolgen oder dadurch, dass die Lösung in  Petroleumäther mit konzentrierter Schwefelsäure ge  waschen, die schwefelsaure Lösung auf Eis und Was  ser ausgegossen, der ausgefallene Niederschlag abfil  triert, mit Wasser gewaschen und getrocknet wird.  Nicht umgesetztes 1,2,3 - Trichlorbenzol bleibt im  Petroleumäther gelöst und kann nach Abdestillieren  des Petroleumäthers     zurückgewonnen    werden.  



  Es wurde     gefunden,    dass, wenn     gemäss    dem erfin  dungsgemässen Verfahren ein Überschuss an 1,2,3  Trichlorbenzol in Bezug auf die verwendete Menge  Cuprocyanid angewendet wird, eine höhere Ausbeute  an 2,3-Dichlorbenzonitril und 2,6-Dichlorbenzonitril  erhalten wird, als wenn eine grössere Menge     Cupro-          cyanid    angewendet wird.  



       Überdies    wurde gefunden, dass es auf diese Weise  umgangen wird, dass eine grosse Menge     einer    teerarti  gen Substanz erhalten wird. So betrug bei der Ver  wendung von 6     Grammol        1,2,3-Trichlorbenzol    auf      1 Grammol Cuprocyanid die Ausbeute an den er  wähnten Dichlorbenzonitrilen das Zweifache der Aus  beute bei Verwendung gleichwertiger Menge.  



  Das erhaltene Gemisch von Dichlorbenzonitrilen  bestand meist bis zu 40 bis 70 % aus     2,6-Dichlor-          benzonitril    und bis zu 60 bis 30 % aus     2,3-Dichlor-          benzonitril.     



  Aus dem beim Verfahren nach der Erfindung er  haltenen Gemisch von 2,3-Dichlorbenzonitril und     2,6-          Dichlorbenzonitril    können diese Stoffe einzeln aus  geschieden werden, z. B. durch     Kristallisation    aus  organischen     Lösungsmitteln,    z. B. Petroleumäther  (Siedebereich 40 bis 60      C},    Methanol und Äthanol.  Das Verfahren wird anhand folgenden Beispiels näher  erläutert.  



  <I>Beispiel</I>  Ein Gemisch von 55 g (0,3 Mol)     1,2,3-Trichlor-          benzol,    52 g (0,4 Mol) Chinolin und 5 g (0,055 Mol)  Cuprocyanid wurde unter Rückfluss (Temperatur 230  bis 234  C) 90 Minuten erhitzt. Dabei ging das  Cuprocyanid und das 1,2,3-Trichlorbenzol in Lösung.       Anschliessend    wurde das Gemisch bei verringertem  Druck     destilliert;    die Destillation bei 8- mm Queck  silbersäule und einem Siedebereich von 115 bis 130  C  ergab nach üblicher Aufarbeitung 3,5 g (56 % auf  das Ausgangscuprocyanid bezogen) eines Gemisches,  das aus 48 Gew.% 2,3-Dichlorbenzonitril und 52  Gew.% 2,6-Dichlorbenzonitril besteht.  



  Die Versuche mit grösseren Mengen Cuprocyanid  auf die gleiche Menge 1,2,3-Trichlorbenzol, beispiels  weise mit 10 g Cuprocyanid, ergab eine Ausbeute von  nur 8,5 g an Dichlorbenzonitrilen, also 45 % auf     Cu-          procyanid    bezogen; mit 13,5g Cuprocyanid nur noch    13,5g Dichlorbenzonitrilen, also 36 % auf das     Aus-          gangscuprocyanid    bezogen.  



  Versuche, bei denen statt Chinolin bzw. Pyridin,  Collidin bzw. Pyridinbasen verwendet wurden, er  gaben niedrigere Ausbeuten an Dichlorbenzonitrilen.  



  Das 2,3-Dichlorbenzonitril und das     2,6-Dichlor-          benzonitril    haben herbizide Wirksamkeit und können  also zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzen  wachstum, infolge der wachstumshemmenden Wir  kung auf Keime und Keimpflanzen mono- und     dicoty-          ler    Pflanzen, geeignet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von 2,3- und 2,6-Dichlorbenzonitril, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1,2,3-Trichlorbenzol mit der 0,1- bis 0,3fachen theoretischen Menge Cuprocyanid, die zur Umsetzung in Dichlorbenzonitril benötigt wird, in Gegenwart einer tertiären Stickstoffbase, in der bei der Reaktionstemperatur das Cuprocyanid und das 1,2,3-Trichlorbenzol praktisch in Lösung gehen, er hitzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da,ss eine tertiäre aromatische Stick stoffbase mit einem Siedepunkt über etwa 200 C verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als ter tiäre Stickstoffbase Chinolin verwendet.
CH465460A 1959-04-28 1960-04-25 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Dichlorbenzonitrilen CH399432A (de)

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