CH400187A - Schaltungsanordnung zum Schutze von Dampfturbinen gegen Temperaturstürze des Frischdampfes - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Schutze von Dampfturbinen gegen Temperaturstürze des FrischdampfesInfo
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- CH400187A CH400187A CH243963A CH243963A CH400187A CH 400187 A CH400187 A CH 400187A CH 243963 A CH243963 A CH 243963A CH 243963 A CH243963 A CH 243963A CH 400187 A CH400187 A CH 400187A
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D21/00—Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for
- F01D21/12—Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for responsive to temperature
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Description
Schaltungsanordnung zum Schutze von Dampfturbinen gegen Temperaturstürze des Frischdampfes Es ist eine bekannte betriebliche Notwendigkeit,, in kalorischen Kraftanlagen die Dampfverhältnisse, insbesondere die Dampftemperatur; ständig zu über wachen, da ein auftretender Temperatursturz vor allem für den Betrieb von Dampfturbinen gefährlich ist.
Zur Verbesserung der bisher bekannten Dampf zustandsüberwachung wird vorgeschlagen, neben der laufenden Überwachung der Dampftemperatur auch den zeitlichen Verlauf einer Dampftemperaturände- rung zu erfassen und die Anderungsgeschwindigkeit einer solchen zusammen mit einer maximal zulässigen Abweichung vom Temperatursollwert als Kriterium für eine allfällige Abschaltung der Turbine heran zuziehen.
Eine wirksame Schutzeinrichtung gegen zu raschen und zu weitgehenden Temperaturabfall des Eintrittsdampfes einer Turbine muss also ein Abschal ten der Turbine sicherstellen, wenn ein Temperatur abfall mit einer Änderungsgeschwindigkeit erfolgt, die grösser ist als eine für zulässig erachtete und dabei die Temperatur auf einen Wert absinkt, der nicht mehr weiter unterschritten werden darf. Eine nach diesen Richtlinien arbeitende Schutzeinrichtung auf zuzeigen, ist das Ziel der vorliegenden Erfindung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungs anordnung zum Schutze von Dampfturbinen gegen Temperaturstürze des Frischdampfes, bei der in erfin dungsgemässer Weise einem Thermoelement, dessen Spannung der Frischdampftemperatur proportional ist, ein Verstärker nachgeschaltet ist, an dessen Aus gang einerseits eine Differentiationsstufe, ein Schmitt- Trigger und der Betätigungsstromkreis einer Schalt stufe und anderseits die von der genannten Schalt stufe gesteuerte Schaltstrecke angeschlossen sind,
wo bei an diese Schaltstrecke eine Integrationsstufe und eine Amplitudendiskriminatorstufe mit einer Schal- tung zur Bildung der Differenz der integrierten Thermospannung mit einer der maximal zulässigen Temperaturdifferenz proportionalen Spannung ge schaltet ist und diese Differenzspannung einer bista- bilen Kippstufe zugeführt ist, die bei der Differenz- spannung Null,
das heisst bei Spannungsgleichheit den Abschaltimpuls für die Dampfturbine liefert.
An Hand der beiliegenden Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Fig. 1 dient der Erläuterung der der Erfindung zngrundeliegenden Aufgabe, und die Fig. 2 und 3 zeigen Lösungen für die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung.
In Fig. 1 sind verschiedene Temperaturverläufe (Temperatur-Zeit-Diagramme) eingezeichnet, die zum Zeitpunkt t1 beginnend nach den Linien a bis e ver laufen. Die vorgegebene maximal zulässige Ände rungsgeschwindigkeit ist graphisch durch die Neigung der Geraden c (Neigungswinkel a) gegeben, die maxi mal zulässige Temperaturdifferenz sei dT,n- <I>- Ti-T2-</I> Demnach muss bei allen Temperaturverläufen, die in den schraffierten Teil des Diagramms nach Fig. 1 hineinlaufen,
der Ausschaltimpuls bei Erreichen der Temperatur T2 erfolgen. Von den gezeichneten Tem- peraturverläufen muss also bei einem Verlauf nach a, b und c zu den Zeiten t1, t2 und t3 der Ausschalt befehl gegeben werden, während ein Temperaturver lauf nach d und e nicht zur Abschaltung führen darf. Die vorgegebene Temperaturdifferenz muss dabei un abhängig von der gerade herrschenden Temperatur sein.
Gemäss Fig. 2 erfolgt die Messung der Dampf temperatur über ein etwa im Frischdampfstutzen lie gendes Thermoelement TE. Da die Thermospannung für die weitere Verarbeitung zu niedrig ist, wird sie in einem Verstärker V verstärkt.
Ist, wie dies meistens der Fall ist und wie dies auch für Fig. 2 angenommen wurde (Messinstrument M1, Registrierinstrument R1), eine Registrierung der Dampftemperatur erwünscht, so kann der hierfür notwendige Messverstärker ver wendet werden, doch ist in diesem Fall eine Impe- danzwandelstufe 1W erforderlich.
Ist eine Registrie rung und Messung der Temperatur nicht gefordert, so kann ein teurer Messspannungsverstärker so wie die Impedanzwandlerstufe entfallen. Es genügt dann, einen Gleichspannungsverstfirker vorzusehen.
Die verstärkte Thermospannung wird einer polari tätsabhängigen, das heisst nur auf Temperaturabfall ansprechenden Differentiationsstufe DS und gleich zeitig einer Schaltstufe<I>SS</I> zugeführt.
Die Differen- tiation erfolgt entweder über einen passiven RC-Zwei- pol mit nachgeschalteter Diode oder besser über ein aktives Verstärkerelement, womit eine wesentlich höhere Genauigkeit erzielt werden kann, etwa ein Transistorverstärker in Basisschaltung, der der For derung nach kleinem Eingangswiderstand und Polari tätsabhängigkeit genügt. .
Der Differentiationsstufe ist ein Schmitt-Trigger SchT mit einstellbarem Schwellwert nachgeschaltet. Bei Erreichen des vorwählbaren Schwellwertes durch die differenzierte Spannung kippt der Schmitt-Trigger in die zweite stabile Lage und verharrt dort so lange, bis der Schwellwert wieder unterschritten wird.
Durch Einstellung seines Schwellwertes kann somit die zu lässige Änderungsgeschwindigkeit vorgegeben wer den. Zweckmässigerweise wird der Schmitt-Trigger transistorisiert aufgebaut, wobei im Kollektorkreis eines Transistors als Arbeitswiderstand ein Relais eingeschaltet ist. Dieses Relais ist zugleich die in Fig. 2 angedeutete Schaltstufe SS, die, solange die zulässige Änderungsgeschwindigkeit der Dampftem peratur überschritten wird, die verstärkte Thermo- spannung auf den nachfolgenden Integrator I schaltet.
Der Integrator - im einfachsten Fall ein Konden sator, für höhere Ansprüche eine der bekannten Inte grationsschaltungen mit aktiven Verstärkerelementen, z. B. ein Miller-Integrator - summiert während der Schliesszeit der Schaltstufe die verstärkte Thermo- spannung, deren Amplitude zur Zeit t1 gleich Null ist.
Dies wird durch einen Kontakt des Schaltrelais erreicht (Entladung des Integrationskondensators). Die Amplitude der Integrationsspannung wird in einem nachfolgenden Amplitudendiskriminator AD mit einer einstellbaren konstanten Spannung ver glichen, die ein Mass ist für die maximal zulässige Temperaturdifferenz. Wird dieser Wert erreicht, so kippt die nachfolgende bistabile Kippstufe KS in ihre zweite stabile Lage,
gibt damit den Abschaltimpuls (entweder über ein Relais oder einen Schalttransistor) und verharrt so lange in dieser Lage, bis der Rück stellbefehl kommt. Für manche Anwendungsfälle ist es von Interesse, die Temperaturdifferenz während der Überschreitung der zulässigen Temperaturänderungsgeschwindigkeit zu messen. In diesem Fall ergibt sich eine Lösung, wie in Fig. 3 angedeutet.
Nach dem Integrator I folgt anstelle der Amplitudendiskriminatorstufe eine Mes sung der Integrationsspannung mit einem Kontakt instrument KI. Dieses liefert neben der Anzeige der Temperaturdifferenz nach Erreichen des am Instru ment eingestellten Maximalwertes einen Schaltimpuls, der entweder direkt zur Abschaltung verwendet wer den kann oder, wie vorher beschrieben, über eine bistabile Schaltstufe die Abschaltung der Turbine be- wirkt.
Zur betrieblichen Erfassung der Dampftempera turabweichungen kann, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist, von der Schaltstufe<I>SS</I> über einen Kontakt K ein Spannungsimpuls für einen Störschreiber abgenom men werden. Man erhält damit Aufschluss, wie oft die Änderungsgeschwindigkeit überschritten wurde. Gibt man auf den Störschieber ausserdem noch die Impulse der Abschaltstufe bzw. die Temperaturdiffe- renz, so erhält man ein gutes Bild über die thermische Belastung der Turbine bei Temperaturstürzen.
Eine direkte Anzeige der Änderungsgeschwindigkeit der Temperatur ist möglich, wenn die Differentiations- spannung über einen Scheitelspannungsmesser gemes sen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung zum Schutze von Dampftur binen gegen Temperaturstürze des Frischdampfes, da durch gekennzeichnet, dass einem Thermoelement, dessen Spannung der Frischdampftemperatur pro portional ist, ein Verstärker nachgeschaltet ist, an dessen Ausgang einerseits eine Differentiationsstufe, ein Schmitt-Trigger und der Betätigungsstromkreis einer Schaltsufe und anderseits die von der genannten Schaltstufe gesteuerte Schaltstrecke angeschlossen sind,wobei an diese Schaltstrecke eine Integrations stufe und eine Amplitudendiskriminatorstufe mit einer Schaltung zur Bildung der Differenz der integrierten Thermospannung mit einer der maximal zulässigen Temperaturdifferenz proportionalen Spannung ge schaltet ist und diese Differenzspannung einer bi- stabilen Kippstufe zugeführt ist, die bei der Diffe- renzspannung Null, das heisst bei Spannungsgleich heit, den Abschaltimpuls für die Dampfturbine liefert.UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, ins besondere mit Messung und bzw. oder Registrierung der Frischdampftemperatur, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Thermospannungsverstärker und Diffe- rentiationsstufe ein Impedanzwandler vorgesehen ist. 2. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet; dass als Amplitudendiskrimi- natorstufe ein Anzeigeinstrument mit einstellbarem Maximalkontakt vorgesehen ist.3. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur direkten Anzeige der jeweiligen Änderungsgeschwindigkeit der Dampf temperatur der Differentiationsstufe ein Anzeige instrument für die Scheitelspannung der differenzier ten Thermospannung zugeordnet ist.4. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch zusätzliche Schaltkontakte an der Schaltstufe für den Integrator und an der bistabilen Abschaltstufe zum Anschluss eines Störschreibers.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT188362A AT228809B (de) | 1962-03-07 | 1962-03-07 | Schaltungsanordnung zum Schutze von Dampfturbinen gegen Temperaturstürze des Frischdampfes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH400187A true CH400187A (de) | 1965-10-15 |
Family
ID=3523075
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH243963A CH400187A (de) | 1962-03-07 | 1963-02-26 | Schaltungsanordnung zum Schutze von Dampfturbinen gegen Temperaturstürze des Frischdampfes |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT228809B (de) |
| CH (1) | CH400187A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0232200A3 (en) * | 1986-01-21 | 1989-06-07 | Dresser Industries, Inc. | Rate of change of pressure temperature protection system for a turbine |
-
1962
- 1962-03-07 AT AT188362A patent/AT228809B/de active
-
1963
- 1963-02-26 CH CH243963A patent/CH400187A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0232200A3 (en) * | 1986-01-21 | 1989-06-07 | Dresser Industries, Inc. | Rate of change of pressure temperature protection system for a turbine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT228809B (de) | 1963-08-12 |
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