CH400324A - Verfahren und Anordnung zum Betrieb von MHD-Generatoren - Google Patents

Verfahren und Anordnung zum Betrieb von MHD-Generatoren

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CH400324A
CH400324A CH744063A CH744063A CH400324A CH 400324 A CH400324 A CH 400324A CH 744063 A CH744063 A CH 744063A CH 744063 A CH744063 A CH 744063A CH 400324 A CH400324 A CH 400324A
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CH
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generator
combustion
working gas
oxidizing agent
gas
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Application number
CH744063A
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English (en)
Inventor
Way Stewart
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
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Publication of CH400324A publication Critical patent/CH400324A/de

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K44/00Machines in which the dynamo-electric interaction between a plasma or flow of conductive liquid or of fluid-borne conductive or magnetic particles and a coil system or magnetic field converts energy of mass flow into electrical energy or vice versa
    • H02K44/08Magnetohydrodynamic [MHD] generators

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description


      Verfahren    und     Anordnung    zum     Betrieb    von -Generatoren    Grosse elektrische Energiemengen werden ge  wöhnlich aus Wärme über den Umweg     mechanischer     Energie erzeugt. Bei der typischen Methode wird  überhitzter Dampf verwendet, der unter hohem Druck  eine Kraftmaschine, wie eine Dampfturbine, in Be  wegung setzt, die den Läufer eines elektrischen Gene  rators antreibt. Im     wesentlichen    beruht der Umwand  lungsprozess auf einer Bewegung metallischer Leiter  in einem Magnetfeld. Die Leiter brauchen jedoch  nicht aus Metall zu bestehen, sondern können  Flüssigkeitsleiter sein.

   Das ist von     Faraday    schon  früh erkannt worden, der mit Quecksilber experimen  tiert hat, das eine Glasröhre zwischen den Polen  eines Magneten durchflossen hat. Von     Faraday     stammt weiterhin der Vorschlag, die Gezeiten und  die Meeresströmungen im Magnetfeld der Erde für  die Energiegewinnung heranzuziehen. Immerhin erfor  dert die Anwendung eines metallischen oder     flüssigen     Leiters die ziemlich umständliche Methode, Wärme  energie zunächst in mechanische und erst dann in  elektrische Energie umzuwandeln.

   Wird eine Direkt  umwandlung von     thermischer    in elektrische Energie  bei grossen Energiemengen erstrebt, so ist es erforder  lich, Gase     anstelle    von metallischen oder     flüssigen     Leitern zu verwenden, um eine     grosse    Volumen  änderung zu erzielen.  



  Für verschiedene     magnetohydrodynamische    Gene  ratoren, im folgenden mit     MHD-Generator    abgekürzt,  die als Arbeitsmittel ein bei hohen Temperaturen  ionisiertes Gas verwenden, sind frühzeitig Vorschläge  zu finden.     Karlowitz    und seine Mitarbeiter zeigen  im USA-Patent Nr. 2 210 918 einen     MHD-Generator     mit einem axial zum     Gasfluss    gerichteten Magnetfeld.

    Wegen der im einzelnen gewählten Feldanordnung  und wegen der niedrigen Leitfähigkeit des Arbeits  gases hat der Generator keine nennenswerte Energie  entwickelt.     Faraday    hat bei seinem ursprünglichen    Versuch mit     Quecksilber    eine     transversale    Feldanord  nung verwendet.     Rudenberg    hat ein solches Feld nach  der     USA-Patentschrift        Nr:   <B>1717</B> 413 verwendet.       Rudenberg    verwendet in seinem Generator zur Er  hitzung und     Ionisierung    des Arbeitsgases .einen elek  trischen Lichtbogen.

   Neuere Versuche haben die  Möglichkeit aufgezeigt, einen Betrieb mit Verbren  nungsgasen     durchzuführen.    Um beim     MHD-Gene-          rator    möglichst hohen     Wirkungsgrad    zu erzielen,  sollte er bei Temperaturen betrieben werden, die  2500   K nicht unterschreiten. Einer der Faktoren,  die beim Wirkungsgrad des     Generatärprozesses    zu       einer    Einbusse     führen;    ist das     niedrige    Verhältnis von  dem im Generator genutzten Wärmeabfall zur     insge-          samt    dem Arbeitsmedium     zugeführten    Wärmeenergie.  



  Der     Erfindung    liegt nun die Aufgabe zugrunde,  den Wirkungsgrad beim     MHD-Generator    wesentlich  zu erhöhen. Die     Erfindung    löst .diese Aufgabe bei       ,HM-Generatoren    mit einem Arbeitsgas aus Ver  brennungsprodukten mit einem Verfahren zum Be  trieb     solcher    .Generatoren, das darin besteht, dass  mehrere     Generatorstufen    in Kaskade     angeordnet    sind  und das Arbeitsgas zwischen den     Generatorstufen     nacherhitzt wird.

   Da der Platzbedarf von     MHD-Gene-          ratoren    gegebener Leistung .direkt von der Leitfähig  keit und     diese    von der Betriebstemperatur des ioni  sierten Arbeitsmittels abhängig ist, wird bei einem  Betrieb gemäss der Erfindung neben höherem Wir  kungsgrad gleichzeitig eine kleinere Baugrösse der  Generatoren bei höherer Leistung erzielt. Durch  höheren Druck kann     weiterhin    für einen Generator  gegebener Länge und bei hoher Leitfähigkeit der  Wirkungsgrad erhöht werden.  



  Die weitere Erläuterung der Aufgabenstellung       und    ihrer Lösung gemäss der Erfindung soll an Hand  der Zeichnung beispielsweise durchgeführt werden.           Fig.    1     zeigt    ein schematisches     Diagramm,    das die       Erklärung    der Wirkungsweise und der Theorie bei  einem     MHD-Generator    unterstützen soll.  



       Fig.2        zeigt    schematisch einen     MHD-Generator     in einer für erfindungsgemässen Betrieb möglichen       Konstruktion.     



       Fig.    3 ist ein Querschnitt nach     Fig.    2 längs     III        III     genommen.  



       Fig.    4 zeigt schematisch eine     Generatoranordnung     zur Durchführung des     Verfahrens    gemäss der     Erfror          dung.     



       Fig.    5 stellt     ein        Mollier-Diagramm    dar, das     die     Erklärung es Kreisprozesses, wie er beim Verfahren       gemäss,der        Erfindung    auftritt, unterstützt.  



  Zunächst soll nach     Fig.    1 Theorie und Wirkungs  weise eines     MHD-Generators    erklärt werden.     In.    der       Beschreibung    werden die     Flussgrössen    im Einlass  zustand beim Generator durch einen Index o     @gekenn-          zeichnet    und     im.        Auslasszustand    durch einen Index 1.

    Gesamtzustände werden durch einen     Index    t     @gekenn-          zeichnet.    Es sei angenommen, dass ein Gas     als     Arbeitsmedium in einen Kanal gleicher Weite mit der  Geschwindigkeit     u.    und dem Druck     p.    bei einer  Temperatur To     eintritt.    Das Gas soll zur Erhöhung  der Leitfähigkeit     in    bekannter Weise mit     Saatmaterial     versetzt sein,

   das eine bestimmte     Zusammensetzung     aus     Alkalimetallatomen        aufweist.        Ein.    homogenes       Magnetfeld    B in der     y-Richtung    steht senkrecht zur       Richtung    des     Gasflusses    (x     Richtung).    Wandungen G,  die aus     Isoliermaterial    bestehen, sind um     einen    Ab  stand b voneinander entfernt angeordnet. Elektrisch  leitende Wandungen e haben den Abstand d.

   Sie  dienen als Elektroden und sind     mit    einem äusseren  Lastkreis verbunden, der den     Widerstand    R     enthält.     



  Die Strömungsgeschwindigkeit u verursacht im       Zusammenhang    mit dem Magnetfeld Bin bezug auf  das strömende Gas ein elektrisches Feld E', so     da.ss     gilt:  
EMI0002.0059     
  
          j.   <I>=</I>     a        (uXBv        +        EZ).   <I>(5)</I>  Die Kraft in x-Richtung beträgt:  <I>F, =</I>     -jZ        By   <I>. (6)</I>  Das Minuszeichen bedeutet, dass die Kraft in       Minus-x-Richtung,    also entgegen der Strömungsrich  tung weist. In der weiteren Behandlung werden die  Indizes der Koordinaten weggelassen.

   Es werden fol  gende Voraussetzungen     getroffen:     a) Zustandsgrössen und Strömungsgeschwindigkeit       sind    über den Querschnitt konstant.  



  b) Das     Arbeitsmedium    ist ein reibungsloses,     kom-          primierbares        ideales    Gas.  



  e) Störungen des     angelegten        Magnetfeldes    durch den       ,Strom    werden     vernachlässigt.     



  d) Fehlströme werden     vernachlässigt.     



  e) Die elektrische Leitfähigkeit ist eine     skalare    Grösse,  deren Betrag durch die mittlere Temperatur und  den Druck im     Generatorkanal    bestimmt ist.  



       f)    Wärmeverluste werden     vernachlässigt.     



  g) Der     Generatorkanal    hat konstanten Querschnitt.  Dann lassen sich     als    beherrschende Gleichungen  für die Strömung im     Generatorkanal        anschreiben:     Wegen der Erhaltung der Masse gilt:  
EMI0002.0087     
  
       Bei Verknüpfung der Gleichungen (7); (8), (9)  und (10)     findet    man eine Beziehung     zwischen    dem  relativen Druck und der relativen Geschwindigkeit:    Verknüpfung der     Gleichungen    (8) und (5) liefert  unter Substitution des Druckes p nach Gleichung  (15) eine Beziehung zwischen der Geschwindigkeit u  und dem Weg x:  
EMI0003.0004     
  
EMI0003.0005     
    dabei ist:

    
EMI0003.0006     
  
EMI0003.0007     
  
     für     ul    wagen     Strömungseinschnürung.    Die Neigung       ZLo     zu     Einschnürung    tritt besonders bei     Kurzschlussbe-          dingungen    auf und kann vermieden werden für  ö = 0, was die Beziehung     liefert:     
EMI0003.0015     
    Beim Entwurf eines     MAD-Generators    kann     M          Zlo          gewählt    werden und L aus der Gleichung (18) errech  net werden.

   Bei der Analyse eines .gegebenen     Gene-          rators    steht L fest und der Wert
EMI0003.0022  
   muss gefunden  werden. Dieser Wert befriedigt mit     bestimmten    Wer  ten für     C1,    C2,     C"    und C4 die Gleichung (18).     Das          Verhältnis    der     Generatortemperaturen    ist gegeben  durch:

    
EMI0003.0029  
    Bei gegebener     Gaszusammensetzung    ist die     Leit-          fähigkeit    eine Funktion der     mittleren    Temperatur T  und des     mittleren    Druckes p     näherungsweise    der  Form:  
EMI0003.0036     
    Mit den Gleichungen (15), (18), (23) und (24)       kann    die gasdynamische Lösung des     Generatorpro-          blems    gefunden werden.

   Bei langen Kanälen, in denen  eine merkliche     Änderung        des    Druckes und der Tem  peratur stattfinden kann, ist es zweckmässig; den      Kanal rechnerisch in mehrere Abschnitte einzuteilen,  um eine Analyse mit den obigen Gleichungen durch  führen zu können.  



  Als nächstes soll das elektrische Verhalten des  s     MHD-Generators    betrachtet werden. Die Leerlauf  spannung und die     Betriebsspannung    sind schon er  wähnt worden. Der     Generatorstrom        kann    durch Inte-  
EMI0004.0005     
  
   
EMI0004.0006     
  
     Bei     Kurzschlussbetrieb    ist für die obige Beziehung ein<B>01</B> einzusetzen, das für     C2   <I>_ -</I>     d    ermittelt worden  ist.

   Im     Fall        d    = 0 ergibt sich:  
EMI0004.0012     
    Die Art der Abhängigkeit des Lastparameters     C2     vom Strom I kann     erkannt    werden, wenn man den  Fall untersucht, bei dem das     Verhältnis    von
EMI0004.0016  
    in der Nähe von 1 liegt.

   In diesem Fall sind die  Werte für den Strom     I.    und für     die    Energie     P.,          näherungsweise:          Ia,   <I>=</I>     oruoBLb   <I>(1</I>     +        CJ   <I>(29)</I>       P.,    =     o        .2B2        (bLd)   <I>(1</I> +     C2)        (-C2-b).    (30)  Daraus ist zu ersehen,

   dass     Pa        in    Form einer  Parabel von dem Parameter     C2    oder Strom     I.,     abhängt.  



       In.        Fig.    2 sind die drei Hauptbestandteile einer       MHD-Generatoranlage    gezeigt. Die Bestandteile sind:       Brennkammer    20, Mischkammer 22 und Generator  teil 24. Die Metallwände 26 und 28 vom     Mischer     22 und Generator 24 sind beide mit einer feuer  beständigen     Keramikschicht    30 und 32 belegt und  können von aussen wassergekühlt sein.

   Die     Misch-          kammer    22 dient dazu, Raum und Zeit zur Durch  führung des     Verbrennungsprozesses    zu     liefern.    Sie       wirkt    als     Sammelkammer,    aus der sich die heissen  Gase in den     Generatorkanal    100 entladen. Der  Elektromagnet 34, der unter und über der Schnitt  ebene des Generators einen hufeisenförmigen Kern       mit    Polschuhen 36 haben kann,     liefert    ein Magnet  feld senkrecht zur Gasströmung durch den Genera  torkanal und zur Zeichenebene von     Fig.    2.  



  Der     Generatorteil    24 kann eine     Vielzahl    entlang  dem     Generatorkanal   <B>100</B> angeordneter Elektroden  paare haben, wie mit den Paaren 40, 42 und 44  angedeutet ist. Die elektrische Abnahme von den       Elektrodenpaaren    40, 42 bzw. 44 wird über die       Anschlüsse    46 und 48, 50 und 52 und 54 mit 56       vorgenommen.       Die     Brennkammer    20 ist mit zwei Zuführungs  düsen 58 und 60 versehen, durch die     Brennstoffe,     wie Propan, Dieselöl oder     mit    Kalium versetztes  Dieselöl, in die     Brennkammer    eingeführt werden  können.

   Falls erforderlich, kann Sauerstoff     zur    Unter  stützung des Verbrennungsprozesses über die Düse  62 dem Verteilungskopf 64 der     Brennkammer    20       zugeführt    werden. Die für den     MHD-Generator    be  nötigten heissen Arbeitsgase werden     unter    Zuführung  von Saatmaterial zur Erhöhung der     Leitfähigkeit,     durch in der     Brennkammer    verbrannten Brennstoff  erhalten.

   Die Elektroden 40, 42 und 44 können       Silikonkarbid,    gebundenes Graphit, Wolfram oder       Zirkonoxyd        enthalten.    Letzteres ist unter dem Blick  winkel der Oxydationsfestigkeit am geeignetsten.  



  Für die in     Fig.    3 ersichtlichen seitlichen Isolator  wände 66 und 68 sind stabilisierte Keramik aus       Zirkondioxyd    und     Magnesiumoxyd    zur elektrischen  Isolation zwischen den Elektroden am geeignetsten.  



  Als     geeignetes    Saatmaterial kann dem Arbeits  medium jedes leicht     ionisierbare        Alkali-Erdmetall,     wie Kalium oder Cäsium, über eines der     Brenn-          kammerdüsen    getrennt zugegeben werden. Es ist ein  zusehen, dass das ionisierte Gas beim Durchströmen  des Kanals eine Spannung zwischen den     Elektroden     an Kanaldecke und     -boden    erzeugt.  



  In     Fig.    4 ist eine     MHD-Generatoranlage    gezeigt,       mit    drei     Generatorstufen    I,     1I    und     III.    Jede einzelne       Generatorstufe    entspricht dem in     Fig.2        gezeigten     Generator. Falls gewünscht, können in der Anlage  auch mehr Generatoren in Kaskade geschaltet wer  den.

   Die     Generatorstufen        1I    und     III    enthalten Brenn  stoffzuführungen, Misch- und     Brennkammerbereiche.     Sauerstoff kann im     Überschuss    dem Generator I zuge  führt werden oder zusätzlich den Generatoren     II    oder       III    zugegeben werden. Daher enthält jede der Gene-           ratostufen        Brennkammer,    Mischkammer und Gene  ratorkanal. Die     Generatorstufen    sind in Kaskade an  geordnet und durch einen gemeinsamen Kanal für  den     Durchtritt    des Arbeitsmediums verbunden.

   Es  ist günstig, als Arbeitsmedium die     Verbrennungspro-          dukte    von Öl und Sauerstoff oder Luft zu verwen  den.  



  In     Fig.    5     ist    die     Enthalpie    h des Gases als Funk  tion der Entropie s für einen     Arbeitsprozess    der  Anlage nach     Fig.    4 aufgetragen. Die Zahlen 1 mit  11 aus     Fig.5    entsprechen Zuständen des Arbeits  mediums nach     Fig.    4 bei gleich bezeichneten Stellen.  



  Luft wird von einem Kompressor 102 bei 1 mit  dem Druck     p.    angesaugt. Im Kompressor 102 wird  die Luft unter     Zwischenkühlung    auf hohen Druck in  bekannter Weise verdichtet. Bei einem Druck, der  etwa dem sechsfachen Wert von     po    entspricht, ver  lässt die Luft bei 2 den Kompressor und wird     dann     einem     Vorerhitzer    oder Wärmetauscher 104 zuge  führt. Dort wird die Luft bei konstantem Druck 6     po     auf     eine    Temperatur erhitzt, die in     Fig.    5 dem Punkt  3 entspricht.

   Der bei hoher Temperatur auf hohem  Druck befindliche Luftstrom wird dann der     Brenn-          kammer    20 der Stufe I des,     kaskadierten        MHD-Gene-          rators    im     überschuss    zugeführt. Die     Brennkammer     wird aus einem     ölvorratsbehälter    106 mit Brennöl  versorgt. Durch die     Verbrennungswärme    wird das  Arbeitsgas bis auf eine Temperatur in der Grössen  ordnung von 2500 K erhitzt.

   Diesem Zustand, der  am Ausgang der     Mischkammer    22 der ersten Gene  ratorstufe     (I)    erreicht ist, entspricht der     Punkt    4  des     Zustandsdiagramms.    Das heisse ionisierte Gas  durchströmt dann den Kanal 100 im     Generatorteil     24 der ersten     Generatorstufe    und erzeugt     elektrische     Energie, die an den Elektroden des     Generatorkanals          abgenommen    werden können.  



  Bei Durchtritt     .durch    den     Generatorkanal    sinken  Druck und Temperatur des Arbeitsgases bis zu     einem     Zustand ab, dem     Punkt    5 nach     Fig.    5 entspricht.  Beim Übertritt des Gases von Stufe I zur Stufe     II     des     kaskadierten        MHD-Generators    wird der     Brenn-          kammer    der Stufe Il Brennöl aus einem Vorrats  behälter 108 zugeführt.

   Dadurch wird dem den Kanal  100     durchströmenden    Gas     Verbrennungswärme    zu  geführt und das ionisierte Arbeitsgas in     einem    Zu  stand hoher Leitfähigkeit     erhalten,        indem        seine    Tem  peratur bis auf etwa 2500  K aufsteigt, was Punkt 6  nach     Fig.5    entspricht. Das Gas     tritt        dann    durch  Mischkammer und     Generatorkanal    der Stufe<B>11</B> hin  durch.

   Bei Durchströmen der     Generatorkammer    der  Stufe     II    sinkt die Temperatur bis     zum    Kanalausgang,  wodurch Punkt 7 erreicht     wird.     



  Beim     Eintritt    in die Stufe     III--wird    wieder     Brennöl     zur Nacherhitzung aus dem Vorratsbehälter 110 zuge  führt. Durch die entstehende     Verbrennungswärme     wird ionisiertes Arbeitsgas in seinem     gut    leitenden  Zustand erhalten.

   Das Gas     durchströmt    dann die  Mischkammer der Stufe     HI    und verlässt sie bei einer  Temperatur, der Punkt 8 entspricht     und    die etwa auf  gleicher Höhe liegt, wie     die    Temperatur zu den    Zustandspunkten 4 und 6 aus     Fig.5.    Elektrische  Energie kann dann aus dem     Generätorkanal    der  Stufe     III    bei Durchtritt des ionisierten Arbeitsgases       entnommen    werden. Temperatur und Druck des Ar  beitsgases sinken bei     Kanaldurchtritt    bis zu     Punkt    9  ab.  



  Das heisse Arbeitsgas, das, .den     Generatorkanal     der Stufe     III    verlässt, wird dann durch einen Wärme  tauscher 104 zum     Vorerhitzen    der durch den Kom  pressor 102 verdichteten Luft .geführt. Die erhitzte  und verdichtete Luft wird     dann    der ersten Generator  stufe (I) zugeführt.

   Durch     Wärmeentzug    aus dem  Arbeitsgas sinkt die Temperatur des Gases bei kon  stantem Druck     p,    bis zu einem Punkt 10 entspre  chenden Wert, der     etwas    unterhalb von Punkt 3     liegt.     Das Arbeitsgas, das den zur     Vorerhitzung    dienen  den Wärmetauscher 104 verlässt, durchtritt einen  Dampfkessel 112, wo die verbliebene Energie     zur     Dampferzeugung benutzt wird. Der im Kessel 112  erzeugte Dampf wird dann zum Antrieb der Turbine  114 verwendet.

   Die Turbine 114 ist mechanisch mit  dem Kompressor 102 verbunden, um     die    vom Kom  pressor zur Verdichtung der Luft     nötige    Energie, zu       liefern.    Ausserdem kann noch ein     konventioneller     Generator 101     mitlaufen.    Der die Turbine 114 ver  lassende Dampf wird durch einen Kondensator 115  geführt, in dem sich der Dampf als Wasser nieder  schlägt.

   Das Wasser sammelt sich in dem     Sammler     116 und wird von der Pumpe 118 dem Kessel 112       zugeführt,    wo     es    von den heissen     Generatorabgasen     erneut in Dampf     überführt        wird.    Das den Dampf  kessel verlassende Abgas des     Generators    tritt durch  ein Rohr 120 und eine     Rückgewinnungsanlage    122  für     Saatmaterial    und     verlässt    dann     die        Anlage    durch       einen        Kamin    124.

   Die zu Punkt 11 nach     Fig.    5 ge  hörende Temperatur kann bei der vorliegenden An  lage mit etwa 500 K     angenommen    werden. Sie     wird.     am Ausgang des Dampfkessels erreicht.  



  Um das die     Generatoranlage    durchströmende  Arbeitsgas höher ionisieren zu können, werdendem  Arbeitsgas als sogenanntes Saatmaterial ein     Alkali-          metall,    wie     Kalium    oder Cäsium, zugegeben.

   Bei der       beschriebenen    Anlage     wird    Cäsium in     reiner        Form.     oder als     .Salz    der     Brennkammer    der ersten Genera  torstufe     (I)        zugeführt.    Das ist     mit    der Zugabe     122c     und der     Führunglslinie    126     schematisch.        dargestellt.     Die     .Saatmaterialzugabe   <I>122a</I> dient dazu,

   das während  des Arbeitsprozesses in der     Generatoranlage    und mit  den Kaminabgasen trotz     Rückgewinnungsanlage    122  verlorene Saatmaterial zu ergänzen. Die     Alkalimetall-          atome    zur Erhöhung der     Leitfähigkeit    des Arbeits  gases durchtretenden     Generatorkanal    100     zusammen     mit dem Arbeitsgas.

     Die     Rückgewinnungsanlage    für Saatmaterial 122  kann entweder     in        einem    elektrostatischen     Ausfäll-          apparat    oder     mit    einem Gaswäscher arbeiten, wie sie  zur Abgasreinigung bekannt     sind.    Wenn ein elektro  statisch arbeitender     Ausfäller    verwandt wird, werden  die Cäsium     enthaltenden        Teilchen    vom Arbeitsgas  durch elektrostatische Kräfte getrennt, in einem      Becken angesammelt und das Cäsium mit Wasser  herausgelöst.

   Das Cäsium     wird    als konzentrierte  Lösung der     Brennkammer    der     Generatorstufe    I  zurückgeführt, wo das Wasser verdampft     wird.    Der       Rückgewinnungsanlage    122 wird das Wasser durch       Zugabevorrichtung    130 zugeleitet.

   Im Falle der Ver  wendung einer Gaswaschanlage werden die     Cäsium-          haltigen        Moleküle    durch     innigen    Kontakt mit Sprüh  wasser herausgelöst und     die        entstehende    Lösung  ebenfalls der     Brennkammer    der Stufe I rückgeführt,  wo das Wasser verdampft wird.  



  Die Erhöhung des Gesamtwirkungsgrades der       kaskadierten        Anlage    durch Verwendung der Nach  erhitzung ist aus der folgenden     Berechnung    zu er  sehen, wozu bestimmte Temperaturwerte angenom  men werden. Es sei     angenommen,    dass       TI    = 300  K,     T2    = 1000  K     und    dass       T5=        T,,   <I>=</I>     T9    und<I>T4 =</I>     T6   <I>=</I>     T8     ist.

   Ohne     Nacherhitzung    tritt eine Abkühlung bei  einem Druck     P5    nach     Fig.    5 ein.     Wird        überschlägig     angenommen, dass die     Enthalpie    proportional der  Temperatur sei, ergibt sich als Wirkungsgrad des       Kreisprozesses    ohne Nacherhitzung folgendes:  
EMI0006.0033     
    Dabei ist     %    der Wirkungsgrad des Dampfkreis  laufes, der die Wärmeenergie     zwischen        Punkt    10 und  11 nach     Fig.5    aus den Abgasen des Generators  erhält.

   Wenn die oben angegebenen Temperaturen     in     diese Gleichung eingesetzt werden und der Wirkungs  grad     n,    des Dampfkreislaufes mit 0,3 angenommen  wird, ergibt sich     für    den Fall ohne Nacherhitzung  ein     Wirkungsgrad    von
EMI0006.0042  
   Bei einer Nach  erhitzungsstufe     steigt    der     Wirkungsgrad    auf<B>47,8%,</B>  bei zwei     Nacherhitzungen    .auf<B>53,6%</B> und bei drei  auf<B>57,5%.</B> Bei vier     Nacherhitzern        steigt    der Wir  kungsgrad auf<B>60,

  6%.</B> Durch eine Vielzahl nach  erhitzter     MHD-Generatorstufen    wird mit den hier  beschriebenen     Verfahren        zum    Betrieb von     MHD-          Generatoren    ein hoch     wirksamer        Kreisprozess    zur  direkten Energieumwandlung von Wärme in elek  trische Energie     erhalten.     



  Es ist verständlich, dass hier nur     ein    Beispiel zur  Durchführung des     erfindungsgemässen        Verfahrens     angegeben worden ist und dass     vielfältige        Änderungen     in Konstruktion und Anordnung der Konstruktions  teile, sowie in der Auswahl der     Materialien    ge  troffen werden können, ohne vom Wesen der     Erfin-          dung    abzuweichen. So können z. B. auch Genera  toren mit     tangentialer    Führung des Arbeitsgases in  einer Kaskade nach der     Erfindung    betrieben werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Betrieb von magnetohydrodyna- mischen Generatoren mit einem Arbeitsgas aus Ver brennungsprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Generatorstufen in Kaskade angeordnet sind und das Arbeitsgas zwischen den Generatorstufen nacherhitzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten Generator der Kaskade Brennöl mit einem überschuss an Oxyda tionsmittel zur Verbrennung zugeführt wird und dem .entstehenden Arbeitsgas zwischen den nachfolgenden Generatoren Brennöl zur Nachverbrennung zugege ben wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxydationsmittel vor der Zuführung komprimiert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxydationsmittel für die Verbrennung durch die Generatorabgase vorerhitzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Generatorabgasen Dampf erzeugt wird, der eine Turbine zum Antrieb eines zur Verdichtung von Oxydationsmittel dienen den Kompressors antreibt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Verwendung von Luft als Oxydations mittel zur Bildung der als Arbeitsgas dienenden Ver brennungsprodukte. PATENTANSPRUCH II Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen gemeinsamen Kanal für alle in Kaskade geschalteten Generatoren, so dass sich ein kaskadierter Generator mit mehreren Generatorstufen ergibt. UNTERANSPRÜCHE 6.
    Anordnung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass jede Generatorstufe Brennkam mer, Mischkammer und Generatorkanal enthält. 7. Anordnung nach Patentanspruch II, gekenn- zeichnet durch einen hinter den Generatorstufen im gemeinsamen Kanal angeordneten Wärmetauscher zur Vorerhitzung von Oxydationsmitteln für die Verbrennung zur Arbeitsgaserzeugung. B.
    Anordnung nach Patentanspruch II, gekenn- zeichnet durch einen hinter den Generatorstufen im gemeinsamen Kanal angeordneten Dampferzeuger.
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