CH400399A - Hohlzylindrischer Heizkörper aus Graphit, Kohle oder einem elektrischen Halbisolator - Google Patents
Hohlzylindrischer Heizkörper aus Graphit, Kohle oder einem elektrischen HalbisolatorInfo
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Description
Hohlzylindrischer Heizkörper aus Graphit, Kohle oder einem elektrischen Halbisolator Vorliegende Erfindung betrifft einen hohlzylindri schen Heizkörper aus Graphit, Kohle oder einem elek trischen Halbisolator zum Einsetzen in die Induktions- heizspule eines Induktionsofens. Derartige Heizkörper werden z. B. zum Erhitzen von Sinterkörpern benötigt, die in das Innere eines aus dem zylindrischen Heiz körper und einem Boden und Deckel gebildeten Tiegels eingebracht werden.
Dabei kommt es oft auf eine be sonders gleichmässige Erhitzung aller Teile des Gutes an und es ist bekannt, dass es sehr schwierig ist, mit einem gewöhnlichen Heizkörper oder Tiegel mit zy lindrischer Aussenwand gleichmässiger Stärke die Forderung einer hinreichend gleichmässigen Tempe raturverteilung zu erfüllen. Diese Schwierigkeit zu überwinden, ist eines der Ziele der Erfindung.
Der erfindungsgemässe hohlzylindrische Heizkör per aus Graphit, Kohle oder einem elektrischen Halb isolator zum Einsetzen in die Induktionsheizspule eines Induktionsofens ist dadurch gekennzeichnet, dass er an seiner Aussenseite mit einer Mehrzahl von ochsen parallelen Furchen versehen ist. In einer besonderen Ausführungsform weist er z. B. in der Mitte eine Ver dickung auf, welche durch eine Mehrzahl von achsen- parallelen Furchen unterbrochen ist.
Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Als Ausführungsbeispiel ist ein Vakuumofen zum Sintern oder Glühen gewählt. Das Erhitzen eines Gutes muss nämlich oft unter Vakuum geschehen, wenn es auf besondere Qualität der Produkte ankommt und gerade eben in diesem Falle ist auch eine besonders gleichmässige Temperaturverteilung von Bedeutung. Fig. 1 zeigt den Ofen im Querschnitt.
Fig. 2 zeigt denselben Ofen in einem Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1. In den Figuren bedeutet 1 das Ofengehäuse mit Deckel 2 und, Vakuumanschluss 3. 4 ist die Induk- tionsheizspule, die gewöhnlich als wassergekühltes Kupferrohr ausgebildet ist. Haltevorrichtungen für die Spule sowie Stromzuführungen sind, weil für die Be schreibung der Erfindung unerheblich, hier nicht ge zeichnet.
Im Ofen ist ein Podium 5 angebracht, welches den zu erhitzenden Tiegel trägt. Der allseits geschlossene Tiegel ist im Beispielsfalle aus dem eigentlichen zy lindrischen Heizkörper 6 aus Graphit mit Boden 7 und Deckel 8 gebildet und von einem Bett 9 aus Graphit- oder Kohlegries allseitig umgeben. Der Behälter 10 für den Graphit- oder Kohlegries steht auf dem Podium 5 unter Zwischenschaltung einer Isolierplatte 11.
Zum Einblick in das Tiegelinnere, insbesondere zur Tempe raturmessung, besitzt der Deckel 8 die Öffnung 12 und sind weiter das durch die Decklage des Graphit- oder Kohlegriesbettes hindurchgeführte Beobachtungsrohr 13 und bei geschlossenen Öfen noch ein Schauglas 14 mit schwenkbaren Strahlenschutzschirmen 15 vorgese hen.
Der zylindrische Mantelkörper 6 des Tiegels, in welchem also Heizströme durch die umgebende Spule induziert werden, ist in der Mitte verdickt wie die Zeichnung zeigt, und entlang des Umfanges dieser Verdickung ist eine Mehrzahl von ochsenparallelen Furchen 16 vorhanden. Am einfachsten wird ein sol cher Heizkörper hergestellt, indem ein Graphitzylinder zuerst dem gezeichneten Querschnitt entsprechend ab gedreht wird und anschliessend enge Schlitze in den verdickten Teil gefräst werden, wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist.
Die Weite der schlitzförmig ausgebilde ten Furchen wird zweckmässigerweise etwas geringer bemessen als der Durchmesser der Körner des den Tiegel umgebenden Graphit- oder Kohlegriesbettes. Man erreicht dadurch, dass die Körner nicht in die Schlitze eindringen können, was die beabsichtigte Wir kung, die unten kurz erläutert wird, noch verbessert. Der beschriebene Heizkörper kann auch so hergestellt werden, dass man an seine Aussenseite eine Mehrzahl von achsenparallelen Rippen ansetzt.
Der Heizkörper nach der Erfindung wird in übli cher Art und Weise in Betrieb genommen, d. h. nach Einsetzen oder Einbau in die Spule (und etwaigem Evakuieren oder Schutzgasfüllung des Ofens) wird letztere eingeschaltet und erhitzt den Heizkörper infol ge Induktion. Die in der Tiegelwand induzierte Span nung wird durch die Schlitze oder Furchen nur un wesentlich verändert, wogegen die vom Tiegel aufge nommene Leistung mit zunehmendem Widerstand der Strombahn entlang der Aussenkontur des Tiegels fällt. Die Schlitze oder Furchen bewirken nur eine solche Erhöhung des Widerstandes der Strombahn, ohne dass eine nennenswerte Verringerung des den Strom indu zierenden Feldes eintritt.
Bei Anwendung der Erfin dung wird man die Rippen an jenen Stellen der Tiegel aussenwand vorsehen, an denen eine gleichbleibende oder sogar verstärkte Wärmeableitung ohne Steigerung der Heizleistung erwünscht ist, also im mittleren Teil der Tiegelwand, wenn es, wie normalerweise, auf eine gleichmässige Temperaturverteilung im gesamten Tie- gelinnenraum ankommt. Natürlich können auch andere Temperaturverteilungen realisiert werden.
Wenn der Heizkörper etwa eine von oben nach unten zuneh mende Stärke aufweist, die Furchen aber so gearbeitet sind, dass ihr Boden einen konstanten Abstand von der Innenwand 18 des Heizkörpers besitzt (wenn sie also von unten nach oben an Tiefe verlieren), erhält man einen Heizraum, dessen Temperatur am Boden am geringsten ist, und nach oben zu stetig zunimmt.
Die beschriebene Wirkung wird durch den um gebenden Graphit- oder Kohlegries kaum beein trächtigt, da die elektrische Leitfähigkeit der Gries- füllung im Verhältnis zu derjenigen der massiven Tiegelwand gering ist. Von Bedeutung ist jedoch die Dicke des den Tiegel umgebenden Graphit- oder Kohlegriessbettes, da sie die Wärmeisolation bestimmt. Im mittleren Teil des Tiegels, wo der verdickte Fur chen aufweisende Teil einen geringeren Abstand von der Wand des Behälters 10 bewirkt, ist die (erwünschte) Wärmeableitung am stärksten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hohlzylindrische Heizkörper aus Graphit, Kohle oder einem elektrischen Halbisolator zum Einsetzen in die Induktionsheizspule eines Induktionsofens, da durch gekennzeichnet, dass der Heizkörper an seiner Aussenseite mit einer Mehrzahl von achsenparallelen Furchen versehen ist. UNTERANSPRUCH Heizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er in der Mitte eine Verdickung aufweist, welche durch die achsenparallelen Furchen unterbrochen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT25262A AT226335B (de) | 1962-01-12 | 1962-01-12 | Hohlzylindrischer Heizkörper aus Graphit, Kohle oder einem elektrischen Halbleiter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH400399A true CH400399A (de) | 1965-10-15 |
Family
ID=3485587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1505262A CH400399A (de) | 1962-01-12 | 1962-12-21 | Hohlzylindrischer Heizkörper aus Graphit, Kohle oder einem elektrischen Halbisolator |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT226335B (de) |
| CH (1) | CH400399A (de) |
| GB (1) | GB970232A (de) |
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1962
- 1962-01-12 AT AT25262A patent/AT226335B/de active
- 1962-12-21 CH CH1505262A patent/CH400399A/de unknown
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1963
- 1963-01-08 GB GB78363A patent/GB970232A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB970232A (en) | 1964-09-16 |
| AT226335B (de) | 1963-03-11 |
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