Optisches Betrachtungsgerät mit einer Projektionsvorrichtung Die vorliegende Erfindung bezieht sich .auf ein optisches Betrachtungsgerät mit einer Projektionsvor- richtung zum Abbilden einer photographischen Auf nähme von in Zeilennebeneinander und in Kolonnen übereinander angeordneten Anzeigefeldern mehrerer Zähler, insbesondere für die Fernsprechgebühren- Verrechnung. Für diesen Zweck ist es üblich,
die An zeigen einer ganzen Anzahl von Zählern, z. B. hun dert, jeweils gleichzeitig in einer einzigen photogra- phischen Aufnahme zu registrieren und erst später von dem entwickelten Film abzulesen und auf die Tastatur von Büromaschinen zu übertragen. Die Auf- nahmen werden ;auf Kleinbildfilme z.
B. im Format 24X36 nun. gemacht, weshalb für die Ablesung eine Vergrösserung der Aufnahme unumgänglich ist. Hierfür sind optische Betrachtungsgeräte finit einer Projektionsvorrichtung .und ,einer als Bildschirm .die nenden Mattscheibe bekannt.
Das zeilenweise oder kolonnenweise Ablesen der Zähleranzeigen von fder projizierten Abbildung jeder Aufnahme ist mit ider Zeit ermüdend, und es besteht die Gefahr, .dass sich die ablesende Person in der Zeile bzw. .in der Kolonne irrt, was zu Fehlern in der Rechnungsstellung führen kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, die geschilderte Fehler- quelle praktisch völlig .auszuschalten.
Dieses Ziel wird beim Betrachtungsgerät gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, dass die .Projektionsvorrichtung in der Nähe der Fünifüh- rungsebene eine verstellbare Maske aus undurchsich tigem oder farbigem, transparentem Material auf weist, mit deren Hilfe auf der Abbildung der Auf nahme eine beliebige Zeile oder Kolonne von Anzei- gefeldern \herausgehoben werden kann.
In den Zeichnungen äst ein Ausführungsbeispiel des neuen Betrachtungsgerätes veranschaulicht. Fig. 1 ist ein schematischer senkrechter Schnitt durch Idas Gerät, die Projektionsvorrichtung zeigend; Fig. 2 stellt eine Vorderansicht,des Gerätes dar; Fig. 3 zeigt einen Teil des Gerätes in Ansicht von links in Eig. 2;
Fig. 4 veranschaulicht in grösserem Masstab einen Teil der Projektionsvorrichtung in Seitenan sicht; Fig. 5 ist :eine Draufsicht auf die in Fig. 4 darge stellten Teile;
Fig. 6 ,zeigt in schaubildlicher Darstellung idie ver stellbare Maske der Projektionsvorrichtung mit einem zugehörigen Halter und einem Teil der Mittel zum Verschieben der Maske; Fig. 7 zeigt einen photographischen Film mit einer Aufnahme der Anzeigefelder von hundert Zäh lern, die zeilenweise numeriert sind;
- Fig. 8 stellt einen Teil der Antriebsmittel zum Verstellen der Maske teils in Ansicht und teils im Schnitt nach .der Linie VIIIJVIII in Fig. 9 dar; Fig. 9 zeigt die gleichen Teile in Ansicht und im Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. B.
In ein Gehäuse 1'1:0 ist eine Projektionsvorrich- tung eingebaut, die eine Projektionslampe 111, einen zugehörigen Reflektor 112, einen Kondensor- 113, eine Filmführung ,1i14, ein Objektiv<B>115,</B> einen Um- lenkspiegel 1116 und eine als Bildschirm ,dienende Mattscheibe,117 .aufweist.
Die letztere ist .an der Vor derseite :des Gehäuses d(10 versenkt angeordnet, so dass vor der Mattscheibe ein Lichtschacht zur Ab- schirmung von Fremdlicht gebildet ist. Die Fümfüh- rung 1,14 ;besteht aus zwei zueinander parallelen, durchsichtigen Platten 114a und 114b (Fig. 4).
Der Film ist ein Band .1,18 mit seitlichen Perforationen <B>119</B> (fig. 7), -die .das Vorschieben ides Filmbandes mit Hilfe einer nicht dargestellten Zahntrommel ermögli- chen. Der Antrieb der Zahntrommel erfolgt von Hand mittels eines Drehgriffes 120, der gemäss den Fig. 2 und 3 an :
einer Aussenseite des Gehäuses 110 angeordnet ist und mit ider Zahntrommel über :eine Welle ldl (Fig. 4 und 5) und ein nicht dargestelltes Winkelgetriebe in Verbindung steht. Die sich von selbst aufrollenden Enden das Filmbandes finden in ,muschelartigen Vertiefungen l!22 (Fig. 2) des Gehäu ses Platz.
Um das auf die Mattscheibe 117 geworfene Bild für die Augen angenehmer zu machen, kann zwi schen der Filmführung 1.14 und dem Objektiv 115 ein Grünfilter 123 (Eig. 1) eingeschoben wenden, der in den Fig, 4 und 5 nichtdargestellt ist.
Die Projektionsvorrichtung ermöglicht, auf der Mattscheibe 117 eine auf dem Filmband 1,18 vorhan dene photographische Aufnahme 124 (Fig. 7) :einer ganzen Anzahl von Zähleranzeigefeldern vergrössert abzubilden. Die Aufnahme 124 enthält beispielsweise hundert .Anzeigefelder 00J99, die in zahn Zeilen ,mit je zehn Feldern angeordnet sind.
Sämtliche hundert Anzeigefelder sind somit ,auf der .Mattscheibe 117 gleichzeitig sichtbar. Das Ablesen ider Zäahlerstände hat in der Reihenfolge der Numerierung der Felder, d. h. zeilenweise, zu erfolgen.
Um dies zu erleichtern, weist das Betrachtungsgerät folgende Merk :male auf: Zwischen dem Kondensor 113 und der festste henden Platte 114a der Filmführung 114 befindet sich eine verschiebbare Maske 125, die aus undurch sichtigem oder gegebenenfalls farbigem, transparen tem Material besteht.
In ihrer Mittelpartie weist die Maske 125 einen horizontal verlaufenden Schlitz 126 (Fig. 6) auf, durch welchen hindurch eine einzelne Zeile von Anzeigefeldern (z. B. 20-29) betrachtet werden kann. Die Zeilen oberhalb und unterhalb der betrachteten Zeile sind durch die .Maske 125 voll ständig abgedeckt.
Weiter oben und weiter unten sind an der Maske 125 noch zusätzliche Durchbrechungen 127 verhanden, .durch welche :ein Teil der übrigen Anzeigefelder beobachtet werden kann. Auf die nach stehend beschriebene Weise ist die Maske 125 von ausserhalb des :Gerätes in der .Höhenlage verstellbar, so dass der Schlitz 126 wahlweise .mit einer jeden Zeile von Anzeigefeldern der Aufnahme 124 in über- einstimmung gebracht werden kann.
Ein seitlicher Fortsatz 1.28 der Maske 125 ist mit einem Stab 129,von trapezförmigem Querschnitt fest verbunden. Dieser Stab dient mit seinem: oberen Ende als Handgriff zum Einfügen u:
nd Herausnehmen der Maske 125 und ist mit seinem unteren Ende in eine passend profilierte Ausnehmung eines Win- kelstückes <B>1.30</B> auswechselbar eingeschoben. Letzte- res steht über einen Auslegerarm 1:3,1 mit einer Hülse 132 in starrer Verbindung, welche Hülse längs .einer feststehenden Schiene 133 geradlinig verschiebbar geführt ist.
Die Teile 130, 131 und 132 .bilden zusam men .einen Halter, an .dem ,die Maske 1.25 auswechsel bar angeordnet ist.
Die Hülse 132 ist mit einer Verzahnung 134 ver sehen und somit als Zahnstange ausgebildet. Mit der Verzahnung -134 steht ein Zahnrad 135 im Eingriff, das mittels einer zweiteiligen Welle 136, 137 (Fig: 4-6, 8 und 9) mit einem Drehgriff 138 (Fig. 2 :und 3) an der Aussenseite des Gehäuses 110 verbun- .den ist.
Das Wellenstück 136 ist an seinem vom Zahnrad 135 abgekehrten Ende mit einer hohlen, als Büchse ausgebildeten Partie 1-3,6a versehen, in welcher das andere, den Drehgriff 13e8 tragende Wellenstück 1.37 axial verschiebbar geführt ist. Die beiden Wel lenstücke 136 6 und 137 sind mit Hilfe eines Bolzens 139 miteinander auf Drehung gekuppelt.
Der Bolzen 139 sitzt mit seinen Enden in .Radialbahrungen der hohlen Wellenpartie 136a und :durchdringt mit sei nem Mittelteil einen Längsschlitz am inneren Ende des Wellenstückes 13-7. Die hohle Partie des Wel- Senstückes 1U ist in einer Gestellplatte 140 :drehbar gelagert, aber gegen axiale Verschiebung gesichert.
.Auf :dem Ende der hohlen Wellenpartie 136a ist eine an ihrem äusseren. Umfang mit Rasten 141 ver sehene Ringscheibe 142 drehbar gelagert. Der innere Umfang der -Ringscheibe 142 weist eine Verzahnung 143 auf, deren Teilung beträchtlich feiner ist als ,die jenige der Rasten 141. In zwei radial verlaufenden Nuten der hohlen Wellenpartie 136a ist je ein Mit- nehmerzahn 144 radial verschiebbar angeordnet.
Diese Mitnehmerzä'hne 144 !können mit ihrem äusse- ren Ende ,in die Verzahnung 143 eingreifen und da durch die Ringscheibe 142 mit der Welle 136, 137 kuppeln. Die Mitnehmerzähne stehen :unter dem Ein- fluss einer Ringfeder 145, die .bestrebt ist, die Mit nehmerzähne 144 aus der Verzahnung 143 auszurük- ken und mit ihrem inneren .Ende an :eine kegelige Partie 137a des Wellenstückes 137 anzudrücken.
Zwischen der hohlen Wellenpartie<I>136a</I> und dem Wellenstück 137 ,ist eine Druckfeder 146 eingeschal- tet, welche :das Bestreben hat, :das :den Drehgriff 138 tragende Wellenstück 137 nach aussen, d. h. in Fig. 8 nach links, zu .schieben und dadurch mittels der kege- ligen Partie 137a :die Mitnehmerzähne 144 in Eingriff mit der Verzahnung 143 der Ringscheibe 142 zu bringen. Die Wirkung der Feder 146 ist stärker als diejenige :der Feder (145.
An der Platte 14:0 sind zwei Anschläge 148 und 149 befestigt, die in Zusammenarbeit mit einem von der Wellenpartie 136a radial abstehenden Stift 150 den Drehbereich der Welle 136, 137 und idamit den Verstellhereich der Maske 1.25 begrenzen. Ebenfalls an der Platte 140 ist .ein Zapfen 152 befestigt, an dem ein Arm 153 schwenkbar gelagert ist, welcher an sei nen freien Ende eine kleine Rolle 154 trägt.
Eine Feder 15.5 ist bestrebt, den Arara 153 gegen,die Ring- scheibe 142 zu schwenken, so :dass .die Rolle 154 ständig am äusseren Umfang der Ringscheibe 142 anliegt und in deren Rasten 14,1 einschnappt. Die Teilung der Rasten 141 ist entsprechend der Teilung der Zeilen der Aufnahme 124 :
derart gewählt, dass beim Drehender Welle<B>13,6,</B> 137 (von einer Raste zur andern der Schlitz 126 der Maske 125 von einer Zeile zur nächsten verschoben wird. Die Gebrauchsweise des beschriebenen Betrach tungsgerätes ist wie folgt:
Ist ein Filmband 118 mit mehreren Aufnahmen 1.24 zwischen die Filmführungsplatten <I>114a</I> und 114b eingelegt, wird :er durch Betätigendes Drehgrif- fes 120 so eingestellt, ,dass die zu betrachtende Auf nahme 124 völlig im Bereich der Mattscheibe 117 abgebildet wird. Diese Einstellung wird durch die Maske 125 nicht behindert,
da durch .deren Durch brechungen 126 und 127 hindurch der grösste Teil der zu betrachtenden Aufnahme sichtbar ist und 3n den Durchbrechungen 127 die linke und die rechte äusserste, Kolonne der Anzeigefelder deutlich beob achtet werden können. Nachher bewegt man mittels des Drehgriffes 138 die Maske 125 so weit nach oben,
bis der Schlitz 126 die oberste Zeile der Anzeigefel- der 00-09 sichtbar werden lässt. Falls in dieser Lage der Maske 125 die Rolle 154 des Hehels 153 nicht in eine der Rasten 141 eingreift, so kann dies in einfa- her Weise erzielt werden: man dreht zunächst den Drehgriff 138, bis die Rolle 154 in eine Raste 141 einschnappt;
nachher drückt man .den Drehgriff nach innen, wodurch das Wellenstück 137 in Fig. 8 nach links verschoben wird und die Mitnehmerzähne 144 mittels der Feder 145 aus der Verzahnung 143 der Ringscheibe 142 ausgerückt werden;
jetztdreht man den Drehgriff<B>138,</B> bis .die Maske 1,25 die gewünschte Lage einnimmt; schliesslich lässt span den Drehgriff <B>1,38</B> los, wobei die Feder 146,das Wellenstück 137 in Fig. 8 nach links zurückschiebt und dadurch mittels der kegeligenPartie 137a :
die Mitnehmerzähne 144 in die Verzahnung 14,3 der Ringscheibe 142 einrückt. Wenn die erste Zeile von Anzeigefeldern abgelesen ist, dreht man den Drehgriff 138, bis die nächste Raste 141 in .den Bereich der Rolle 154 gelangt. Dann ;gibt ,der Schlitz 126,der Maske 125 die zweite Zeile mit den Anzeigefeldern 10-19 .frei, während die erste und die dritte Zeile durch die Maske ver deckt sind.
Auf analoge Weise kann der !Schlitz 126 mit jeder folgenden Zeile von Anzeigefeldern zur Übereinstimmung gebracht werden.
Es leuchtet ein, .dass mit Hilfe der Maske 125 ,die jeweils zu betrachtende und abzulesende Zeile der Anzeigefelder deutlich Baus der Masse der übrigen Anzeigafelder der Aufnahme 124 herausgehoben wird und dadurch eine beträchtlich leichtere und feh lerfreiere Ablesung möglich ist.
Will amen jedoch auf der Mattscheibe 117,die ge samte Aufnahme 124 betrachten, so lässt sich .die Maske 1.25 mühelos aus dem Gerät herausnehmen, indem man den iStab 129 ergreift und mit der Maske nach oben herauszieht.
Bei .einer nicht dargestellten Ausführungsvariante kann die Maske nicht nach oben und nach unten, sondern nach links und nach rechts verschoben wer den, in welchem Fall der Schlitz 126 nicht waagrecht, sondern vertikal verläuft.
Es ist dann möglich, mittels der Maske jede einzelne Kolonne der Anzeigefelder der photographischen Aufnahmen .aus der Masse der übrigen Anzeigefelder herauszuheben und .fehlerfrei ,abzulesen.