Brennstoff auf Kohlenwasserstoffbasis Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Brennstoff auf Kohlenwasserstoffbasis mit einer Ok tanzahl von mindestens 90.
Für moderne Zündverbrennung in Automobil- oder Flugzeugmotoren werden im allgemeinen Ben- zine mit hoher Octanzahl verlangt. Motoren dieser heutzutage gebräuchlichen Art müssen eine hohe Kompression besitzen, um möglichst leistungsfähig zu sein. Da gegenwärtig das Bestreben besteht, Mo toren erhöhter Kompression mit grösserer Leistung und verbesserter Kraftübertragung herzustellen, so besteht auch das Bedürfnis nach Benzinen mit noch höherer Octanzahl.
Um eine höhere Octanzahl des Benzins zu er reichen, wurden bereits fortschrittliche Methoden zur Raffinierung und Veredelung von Rohbenzinen an gewandt und so gewonnenem Brennstoff Zusätze, wie Bleitetraäthyl, beigegeben. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Möglichkeit der Verbesserung der Octanzahl mit konventionellen Methoden und Zu sätzen zur Zeit begrenzt ist.
Es wurde nun auf der Basis von Kohlenwasser stoffen ein besserer Brennstoff gefunden, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er mindestens 20 Volumpro- zent aromatische Kohlenwasserstoffe und pro Liter Brennstoff mindestens 0,265 ml Bleitetramethyl oder mindestens 0,13 ml Bleiäthyltrimethyl enthält.
Die Brennstoffe gemäss der Erfindung zeigen un erwartet hohe Octanzahlen, verglichen mit vor bekannten Kombinationen von Kohlenwasserstoffen und bekannten Zusätzen. Die speziell gewählten Koh- lenwasserstoffe zeigen mit dem genannten Zusatz an Bleitetramethyl oder Bleiäthyltrimethyl oder Mi schungen davon, in denen von der ersteren Verbro dung mindestens 0,265 ml und von der letzteren mindestens 0,13 ml vorliegen, Octanzahlen,
die er- heblich höher liegen als diejenigen ähnlicher Brenn stoffe mit Bleitetraäthyl bei gleichem Bleigehalt. Dies ist überraschend, weil allgemein angenommen wurde, dass Bleitetramethyl und Bleiäthyltrimethyl weniger wirksam sind als Bleitetraäthyl und andere Blei- Alkyle, wenn man bezüglich der Octanzahl unter einander vergleicht.
Die erfindungsgemässe Kohlenwasserstoffbasis kann durch an sich bekannte Raffinierungs- und Rei nigungsverfahren erhalten werden. Sie enthält nor malerweise neben den aromatischen Kohlenstoffen geradkettige und verzweigte Paraffine, Olefine und Naplithene. Da geradkettige Paraffine die Neigung haben, die Octanzahl im unerwünschten Sinne zu beeinflussen, ist der Gehalt an solchen Kohlenwas- serstoffen gewöhnlich niedrig.
Die Kohlenwasserstoffbasis sollte im allgemeinen im Benzinbereich sieden. Nach ASTM-D-86 besitzen solche Brennstoffe einen Anfangs-Siedepunkt von 38 C und einen Endsiedepunkt von etwa 218 C. Das kein Blei enthaltende Ausgangsmaterial hat vor teilhaft eine Octanzahl von mindestens 85 (CFR-Mo- tor-1l,fethode). Bevorzugt liegen neben den mindestens 20 Volumprozent aromatischer Kohlenwasserstoffe wenigstens 30 Volumprozent olefinischer Kohlen wasserstoffe- im erfindungsgemässen Brennstoff vor.
Der Gesamtgehalt an Paraffinen und Naphthenen kann jedoch bis zu 80 Volumprozent betragen. Bei einem Gehalt von 20 bis 60 Volumprozent an Pa- raffinkohlenwasserstoffen und Naphthenen sind die Flüchtigkeit und andere gewünschte Benzineigen schaften besonders günstig.
Bevorzugte Ausgangs gemische enthalten zwischen 20 und 60 Volum- prozent aromatischer und bis 30 Volumprozent ole- finischer Kohlenwasserstoffe. Bleitetramethyl wird in den erfindungsgemässen Brennstoffen in Mengen von wenigstens 0,265 ml pro Liter des Ausgangsbrennstoffes verwendet.
In diesen Mengen erzeugt das Bleitetramethyl eine Ver besserung der Octanzahl, die grösser ist als diejenige, die mit äquimolaren Mengen von Bleitetraäthyl in denselben Ausgangsstoffen erreicht wird. Im all gemeinen wird nicht mehr als 1 ml Bleiverbindung pro Liter zugesetzt.
Gegebenenfalls können andere, die Octanzahl ver bessernde Zusätze in Verbindung mit Bleitetramethyl und Bleiäthyltrimethyl zur Anwendung gelangen. Zu diesen Stoffen zählen zum Beispiel Bleitetraäthyl, Karbonylderivate des Eisens und Cyclopentadienyl- deriv ate von Metallen, wie Mangan oder Eisen.
An dere Benzinzusätze, wie Äthylenchlorid oder -bromid, Oxydationsverhinderer, Korrosionsverhinderer, Ober flächenverbrennungsprodukte unterdrückende Ver bindungen des Phosphors, Detergentien und ähnli che Stoffe können gleichfalls anwesend sein.
Um die überlegenen Eigenschaften der neuen Brennstoffe zu demonstrieren, werden in den nach folgenden Beispielen zahlreiche derartige Brennstoffe beschrieben. Diese Versuche belegen den synergi- stischen Effekt des Kombinierens von erfindungs- gemässen Kohlenwasserbasen mit Bleiäthyltrimethyl oder Bleitetramethyl im Vergleich zu anderen Aus gangsbrennstoffen, die andere Bleiverbindungen ent halten.
In den folgenden Tabellen ist die Zusammen setzung der Ausgangsbrennstoffe in bezug auf Vo- lumprozent Paraffine und Naphthene, Olefine und aromatische Kohlenwasserstoffe gezeigt. Die Octan- zahl wurde nach der Research-Methode D-908, be schrieben in ASTM Manual of Engine Test Me- thods for Rating Fuels , bestimmt.
Die Tabelle 1 zeigt den Effekt einer durch die Zugabe bestimmter Mengen Bleitetramethyl erreich ten Octanzahl im Vergleich zu Bleitetraäthyl. Die Octanzahl bei diesem Vergleich gründet sich auf die Motor-Methode ASTM D-357.
Die Verbesserung des Benzins wird durch die Tabelle I auch bezüglich der Strassen-Octanzahl gezeigt. Diese Octanzahlen werden durch am Chassis befindliche Dynamometer (Modified Uniontown Test Procedure) festgestellt. Bei diesen Bestimmungen wurden acht verschiedene Automobile neuerer Fa brikation (1956-1958) verwendet, wobei einige von diesen abgeändert wurden, um verbesserte Kompres- sionsverhältnisse zu erzielen.
Bei standartisierten Zeitmessungen schwanken die Octanzahlen zwischen 94 und 102. Die Kompressionsverhältnisse liegen hierbei etwa zwischen<B>8,5:</B> 1 und 12: 1.
In der Tabelle 1 wird die Wirkung von Bleitetra methyl (BTM) mit der von Bleitetraäthyl (BTE) ver glichen, wobei diese Versuche auf die gleiche Blei menge enthaltende Benzin-Zusammensetzungen ge gründet waren (0,55 ml Bleitetramethyl gleich 0,8 ml Bleitetraäthyl, womit der Unterschied der Dichten und der Molekulargewichte der beiden Verbindungen berücksichtigt ist).
Die Verbesserung liegt in der Differenz zwischen der mit Bleitetramethyl erzielten Octanzahl und der mit der äquivalenten Menge Blei- tetraäthyl erreichten Octanzahl.
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Die in den Beispielen bzw. Tafeln zusammen gefassten Angaben zeigen, dass das Benzin, welches Bleitetramethyl enthält, entschieden besser ist- und eine erheblich höhere Octanzahl hat als damit ver gleichbare, bisher bekannte Benzine.
Die Ausgangs brennstoffe, die (ohne Blei) eine Octanzahl von min destens 90 besitzen, ergeben in Verbindung mit we nigstens 0,265 ml Bleitetramethyl ein Benzin von wesentlich höherer Octanzahl als Gemische mit Blei- tetraäthyl oder weniger als 0,265 ml Bleitetramethyl pro Liter.
Die Zusammensetzungen mit wenigstens 20 Volumprozent an aromatischen Kohlenwasser- stoffeh sind, wie ersichtlich, solchen mit geringeren Mengen aromatischer Kohlenwasserstoffe wesentlich überlegen. Die oben genannten Beispiele zeigen fer ner, dass bei einem 30 Volumprozent überschrei tenden Gehalt an olefinischen Kohlenwasserstoffeh die Octanzahl der Bleitetramethyl enthaltenden Brennstoffe in ungünstigem Sinne beeinflusst wird.
Die Verbesserung der Octanzahl bei Benzinen, die Bleitetramethyl enthalten, wird auch durch die anliegenden Zeichnungen verdeutlicht. Diese Zeich nungen definieren Flächen bevorzugter Zusammen setzungen, die auf der Verbesserung oder dem Unterschied zwischen den nach der Motormethode bestimmten Octanzahlen von 0,55 ml Bleitetramethyl enthaltenden Kohlenwasserstoffeh und gleichen Ge- mischen mit 0,8 ml Bleitetraäthyl beruhen. Die Zah len neben den Punkten stellen die Verbesserung oder den Unterschied zwischen den in Betracht kom menden Werten dar.
In diesen Zeichnungen wird gezeigt, dass die Kombination verschiedener Ausgangskohlenwasser- stoffe mit Bleitetramethyl eine entschieden höhere Octanzahl besitzt wie andere Kohlenwasserstoffe. In Fig. 1 wird dargelegt, dass durch die Verwendung von Bleitetramethyl anstelle von Bleitetraäthyl eine Er höhung der Octanzahl stattfindet, wenn Kompositio nen innerhalb einer bestimmten Fläche vorliegen.
Noch erheblichere Verbesserungen der Octanzahl werden erhalten, wenn man bevorzugte Kohlenwas- serstoff-Kompositionen verwendet, die in den verklei nerten Gebieten auf den Flächen der Fig. 2 und 3 angegeben sind; die grösste Verbesserung ist durch die hexagonale Fläche der Fig. 4 wiedergegeben.
Tabelle II zeigt die Änderungen der Octanzahl, die bei der Zugabe verschiedener Mengen Bleiäthyl- trimethyl erreicht werden, im Vergleich zur Wirkung entsprechender Mengen Diäthyldimethylblei und Te- traäthylblei. Die Oetanzahl bei diesem Vergleich gründet sich auf den Motortest D-357 (vgl.
ASTM Manual of Engine Test Methods for Rating Fuels ). 0,61 ml Bleiäthyltrimethyl sind 0,8 ml Bleitetramethyl äquivalent.
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<I>Tabelle <SEP> 1I</I>
<tb> Zusammensetzung <SEP> des <SEP> Kohlen Vers. <SEP> Paraffine <SEP> wasserstoffes <SEP> Research- <SEP> Motor-Octanzahl <SEP> ETML <SEP> TML <SEP> DMDEL
<tb> Nr. <SEP> und <SEP> Olefine <SEP> Aromatica <SEP> Octanzahl <SEP> ETML <SEP> TEL <SEP> Ver- <SEP> Ver- <SEP> Ver Naphthene <SEP> Vol.
<SEP> %o <SEP> Vol.o\o <SEP> ohne <SEP> Blei <SEP> ml <SEP> OZ <SEP> ml <SEP> OZ <SEP> Besserung <SEP> Besserung <SEP> Besserung
<tb> Vol.
<tb> 1 <SEP> 37 <SEP> 1 <SEP> 62 <SEP> 90,0 <SEP> 0,8 <SEP> 87,6 <SEP> 1,0 <SEP> 86,2 <SEP> +1,4 <SEP> -0,1 <SEP> +0,6
<tb> 2 <SEP> 37 <SEP> 1 <SEP> 62 <SEP> 90,0 <SEP> 1,2 <SEP> 88,4 <SEP> 1,5 <SEP> 87,1 <SEP> +1,3 <SEP> +0,8 <SEP> +0,5
<tb> 3 <SEP> 37 <SEP> 1 <SEP> 62 <SEP> 90,0 <SEP> 1,6 <SEP> 89,0 <SEP> 2,0 <SEP> 87,7 <SEP> +1,3 <SEP> +1,2 <SEP> +0,5
<tb> 4 <SEP> 37 <SEP> 1 <SEP> 62 <SEP> 90,0 <SEP> 2,3 <SEP> 90,1 <SEP> 3,0 <SEP> 88,7 <SEP> +1,4 <SEP> +1,3 <SEP> +0,5
<tb> 5 <SEP> 37 <SEP> 1 <SEP> 62 <SEP> 90,0 <SEP> 4,6 <SEP> 91,6 <SEP> 6,0 <SEP> 90,8 <SEP> +0,8 <SEP> +0,6 <SEP> 0,0
<tb> 6 <SEP> 30 <SEP> 0 <SEP> 70 <SEP> 90+ <SEP> 2,3 <SEP> 86,2 <SEP> 3,0 <SEP> 85,6 <SEP> +0,6 <SEP> +1,2 <SEP> +0,
4
<tb> 7 <SEP> 41 <SEP> 16 <SEP> 43 <SEP> 95,6 <SEP> 2,3 <SEP> 88,5 <SEP> 3,0 <SEP> 87,8 <SEP> +0,7 <SEP> +0,8 <SEP> 0,0
<tb> 8 <SEP> 42 <SEP> 25 <SEP> 33 <SEP> 94,0 <SEP> 0,8 <SEP> 86,1 <SEP> 1,0 <SEP> 85,7 <SEP> +0,4 <SEP> +0,6 <SEP> -0,3
<tb> 9 <SEP> 42 <SEP> 25 <SEP> 33 <SEP> 94,0 <SEP> 1,2 <SEP> 86,8 <SEP> 1,5 <SEP> 86,2 <SEP> +0,6 <SEP> +0,9 <SEP> -0,1
<tb> 10 <SEP> 42 <SEP> 25 <SEP> 33 <SEP> 94,0 <SEP> 1,6 <SEP> 87,4 <SEP> 2,0 <SEP> 86,7 <SEP> +0,7 <SEP> +0,9 <SEP> 0,0
<tb> 11 <SEP> 42 <SEP> 25 <SEP> 33 <SEP> 94,0 <SEP> 2,3 <SEP> 88,3 <SEP> 3,0 <SEP> 87,5 <SEP> +0,8 <SEP> +1,1 <SEP> +0,1
<tb> 12 <SEP> 42 <SEP> 25 <SEP> 33 <SEP> 94,0 <SEP> 4,6 <SEP> 89,8 <SEP> 6,0 <SEP> 89,7 <SEP> +0,1 <SEP> +0,4 <SEP> -0,5
<tb> 13 <SEP> 47 <SEP> 20 <SEP> 33 <SEP> 94,0 <SEP> 2,3 <SEP> 89,5 <SEP> 3,0 <SEP> 88,3 <SEP> +1,2 <SEP> +0,8 <SEP> -0,
3
<tb> 14 <SEP> 38 <SEP> 25 <SEP> 37 <SEP> 97,2 <SEP> 2,3 <SEP> 89,2 <SEP> 3,0 <SEP> 88,2 <SEP> +1,0 <SEP> +0,8 <SEP> +0,4
<tb> 15 <SEP> 53 <SEP> 11 <SEP> 36 <SEP> 97,2 <SEP> 2,3 <SEP> 91,2 <SEP> 3,0 <SEP> 90,7 <SEP> -f-0,5 <SEP> +0,8 <SEP> +0,8
<tb> 16 <SEP> 76 <SEP> 0 <SEP> 24 <SEP> 97,4 <SEP> 2,3 <SEP> 101,3 <SEP> 3,0 <SEP> 100,1 <SEP> +1,2 <SEP> +0,5 <SEP> +0,6
<tb> 17 <SEP> 56 <SEP> 0 <SEP> 44 <SEP> 2,3 <SEP> 96,5 <SEP> 3,0 <SEP> 95,8 <SEP> +0,7 <SEP> +1,1 <SEP> -0,2
<tb> 18 <SEP> 54 <SEP> 1 <SEP> 45 <SEP> 98,6 <SEP> 2,3 <SEP> 97,7 <SEP> 3,0 <SEP> 97,0 <SEP> +0,7 <SEP> +1,0 <SEP> -0,1
<tb> 19 <SEP> 27 <SEP> 64 <SEP> 9 <SEP> 2,3 <SEP> 82,4 <SEP> 3,0 <SEP> 82,8 <SEP> -0,4 <SEP> -i-0,9 <SEP> -0,
5
EMI0005.0001
Zusammensetzung <SEP> des <SEP> Kohlen Versuch <SEP> Paraffine <SEP> wasserstoffes <SEP> Research <SEP> Motor-Octanzahl <SEP> ETML <SEP> TML <SEP> - <SEP> - <SEP> DMDEL
<tb> Nr. <SEP> und <SEP> Olefine <SEP> Aromatica <SEP> Octanzahl <SEP> ETML <SEP> TEL <SEP> Ver- <SEP> Ver- <SEP> Ver Naphthene <SEP> <B>Vol. <SEP> o/'</B> <SEP> Vol.
<SEP> % <SEP> ohne <SEP> Blei <SEP> ml <SEP> OZ <SEP> ml <SEP> OZ <SEP> Besserung <SEP> Besserung <SEP> Besserung
<tb> V01.
<tb> 20 <SEP> 30 <SEP> 40 <SEP> 30 <SEP> <B> < 90</B> <SEP> 2,3 <SEP> 83,9 <SEP> 3,0 <SEP> 85,1 <SEP> -1,2 <SEP> -0,7 <SEP> -1,1
<tb> 21 <SEP> 10 <SEP> 0 <SEP> 90 <SEP> 90+ <SEP> 2,3 <SEP> 96,7 <SEP> 3,0 <SEP> 96,6 <SEP> +0,1 <SEP> +2,1 <SEP> -0,2
<tb> 22 <SEP> 20 <SEP> 0 <SEP> 80 <SEP> 2,3 <SEP> 90,5 <SEP> 3,0 <SEP> 90,2 <SEP> +0,3 <SEP> +1,3 <SEP> +0,1
<tb> 23 <SEP> 40 <SEP> 0 <SEP> 60 <SEP> <B> < 90</B> <SEP> 2,3 <SEP> 81,7 <SEP> 3,0 <SEP> 82,1 <SEP> -0,4 <SEP> -1,1 <SEP> +0,1
<tb> 24 <SEP> 50 <SEP> 0 <SEP> 50 <SEP> < 90 <SEP> 2,3 <SEP> 78,3 <SEP> 3,0 <SEP> 78,4 <SEP> -0,1 <SEP> -1,8 <SEP> -0,4
<tb> 25 <SEP> 8 <SEP> 19 <SEP> 73 <SEP> 90-I- <SEP> 2,3 <SEP> 93,2 <SEP> 3,0 <SEP> 93,0 <SEP> +0,2 <SEP> +1,5 <SEP> -0,
6
<tb> 26 <SEP> 44 <SEP> 30 <SEP> 26 <SEP> 94,5 <SEP> 2,3 <SEP> 86,4 <SEP> 3,0 <SEP> 85,9 <SEP> +0,5 <SEP> +1,2 <SEP> +0,1
<tb> 27 <SEP> 29 <SEP> 29 <SEP> 42 <SEP> 98,3 <SEP> 2,3 <SEP> 88,0 <SEP> 3,0 <SEP> - <SEP> 87,4 <SEP> +0,6 <SEP> +1,1, <SEP> -0,2
<tb> 28 <SEP> 50 <SEP> 1 <SEP> 49 <SEP> <B>80,0</B> <SEP> 2,3 <SEP> 81,2 <SEP> 3,0 <SEP> 84,3 <SEP> -3,1 <SEP> -1,8 <SEP> -4,2
<tb> 29 <SEP> 40 <SEP> 1 <SEP> 59 <SEP> 85,1 <SEP> 2,3 <SEP> 86,1 <SEP> 3,0 <SEP> 84,2 <SEP> +1,9 <SEP> +3,2 <SEP> < <SEP> = <SEP> weniger <SEP> als <SEP> ETML <SEP> - <SEP> Äthyltrimethylblei <SEP> TEL <SEP> = <SEP> Tetraäthylbleib <SEP> DMDEL <SEP> = <SEP> Dimethyldiäthylblei Die Beispiele der obigen Tabelle zeigen, dass die erfindungsgemässen Brennstoffe, die Bleiäthyltrime- thyl enthalten,
ebenfalls verbesserte Octanzahlen im Vergleich zu bisher verwendeten Benzinen mit Te- traäthylblei haben. Die Ausgangsgemische, die eine Octanzahl (clear) von mindestens 85 besitzen,
er geben mit Bleiäthyltrimethyl eine entschieden höhere Octanzahl als mit äquivalenten Mengen an Di- methyldiäthylblei oder Tetraäthylblei. Darüber hin aus sind diese Brennstoffe den mit Bleitetramethyl erhaltenen Brennstoffen in Bezug auf ihre Octan- zahl im wesentlichen gleichwertig, obwohl die eine Äthylgruppe an sich eine niedrigere Octanzahl er warten lassen könnte.
Aus den Beispielen der Tabelle ist auch ersicht lich, dass Zusammensetzungen, welche 20 bis 75 Vo- lumprozent aromatischer Kohlenwasserstoffe enthal ten, ähnlichen Gemischen, die entweder weniger oder mehr aromatische Kohlenwasserstoffe aufweisen, ent schieden überlegen sind, gleichgültig, ob das Blei als Bleiäthyltrimethyl oder als Bleitetramethyl vor liegt.
Zusammensetzungen, bei denen der Gehalt an olefinischen Kohlenwasserstoffen 25 Volumprozent nicht überschreitet, ergeben Octanzahlen, die erheb lich günstiger liegen als die mit ähnlichen Zusam mensetzungen erreichten, bei denen grössere Mengen von Olefinen anwesend sind. Sind zumindest 25 Vo- lumprozent an Paraffinen oder Naphthenen vorhan den, so erzielt man mit Äthyltrimethylblei optimale Octanzahlen.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen ferner die Verbesserung der Octanzahlenverhältnisse, die mit besonderen Brennstoffzusammensetzungen erhalten werden, die Äthyltrimethylblei enthalten. Die dreieck- förmigen Zeichnungen definieren Brennstoffgemische im Hinblick auf die Verbesserung der Octanzahl oder die Differenz zwischen den Motor-Octanzahlen. Den Dreiecks-Skizzen ist ein rechtwinkliges Koordi natensystem zugeordnet,
in welchem die Wirkung von Bleiäthyltrimethyl im Vergleich zu Bleitetra methyl, Bleidimethyldiäthyl und Bleitetraäthyl ge zeigt wird. In Fig. 1a wird jeweils vom arithmeti schen Mittel von zehn verschiedenen Zusammen setzungen, die aus der Tabelle entnommen sind, ausgegangen. In Fig. 3a, welche bevorzugte Zusam mensetzungen der Erfindung darstellt, wird der Durchschnittswert von fünf Brennstoffgemischen ver wendet, die die verschiedenen Bleiverbindungen ent halten.
Jeder der dargestellten Brennstoffe enthielt 0,84 g Blei pro Liter, was ungefähr 0,8 ml Bleitetra- äthyl pro Liter oder 0,61 m1 Bleiäthyltrimethyl ent spricht.
Die Figuren zeigen weiterhin Kombinationen ver schiedener Brennstoffgemische mit Äthyltrimethyl- blei, die eine höhere Octanzahl als Kohlenwasser- stoffe besitzen, die entweder Tetraäthyl- oder Di- methyldiäthylblei enthalten. Die Figuren zeigen fer ner, dass die Zusammensetzungen mit Äthyltrimethyl- blei im wesentlichen den Tetramethylblei enthalten den Brennstoffen gleichwertig sind.
Bei bevorzugten Kohlenwasserstoffgemischen mit gewünschten Flüch- tigkeitseigenschaften sind die Gemische mit Äthyl- trimethylblei ebenfalls gleichwertig, ein Sachverhalt, der teilweise der verbesserten Verteilung in mehr- zylindrigen Maschinen üblichen Typs und Arbeits weise zuzuschreiben ist.
Die Qualität der erfindungsgemässen Brennstoffe erhellen auch die Strassen-Octanzahlen (siehe Ta belle 1). Diese wird vermittels Chassis-Dynamome- tern, und zwar gemäss der Modified Uniontown Test Procedure bestimmt. Hierbei wurden sechs verschiedene Automobile verschiedener Herstellerfir men (Jahrgang 1956-1958) verwendet, wobei einige von diesen, um bessere Kompression zu erzielen, modifiziert worden sind;
bei standartisierten Zeit messungen liegen die Octanzahlen zwischen 94 und 102. Die Kompression variiert zwischen etwa<B>8,5:</B> 1 und 12:1.
In Tabelle III wird Äthyltrimethylblei (ETML) verglichen mit Tetraäthyl- (TEL). oder Tetramethyl- blei (TML) bei 0,84 g Blei pro Liter.
Brennstoff A geht aus von einer Kohlenwasserstoffbasis mit einer Research Oetanzahl von 94 und enthält 42 Vo- lumprozent Paraffine und Naphthene, 25 Volum- prozent Olefine und 33 Volumprozent an aromati schen Kohlenwasserstoffen;
Brennstoff B besitzt eine Research Octanzahl von 85 und 56Volumprozent Paraffine und Naphthene und 44 Volumprozent aro matische Kohlenwasserstoffe. Brennstoff C ist ähnli cher Zusammensetzung und enthält 47 Volumpro- zent an Paraffinen und Naphthenen,
sowie 20 Volum- prozent Olefine und 33 Prozent aromatische Koh- lenwasserstoffe.
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<I>Tabelle <SEP> 111</I>
<tb> Autolaufzahl <SEP> OZ <SEP> OZ <SEP> ETML <SEP> OZ <SEP> TML <SEP> Zahl <SEP> der
<tb> TEL <SEP> ETML <SEP> Verbesserung <SEP> TML <SEP> Verbesserung <SEP> Bestimmungen
<tb> Treibstoff <SEP> A <SEP> 1 <SEP> 95,3 <SEP> 96,3 <SEP> 1,0 <SEP> 96,9 <SEP> 1,6 <SEP> 6
<tb> 2 <SEP> 98,9 <SEP> 100,2 <SEP> 1,3 <SEP> 100,1 <SEP> 1,2 <SEP> 6
<tb> 3 <SEP> 99,2 <SEP> 100,3 <SEP> 1,1 <SEP> 100,3 <SEP> 1,1 <SEP> 6
<tb> 4 <SEP> 98,5 <SEP> 99,4 <SEP> 0,9 <SEP> 99,1 <SEP> 0,6 <SEP> 3
<tb> 5 <SEP> 96,9 <SEP> 98,3 <SEP> 1,4 <SEP> 98,1 <SEP> 1,2 <SEP> 3
<tb> 6 <SEP> 99,
5 <SEP> 99,8 <SEP> 0,3 <SEP> 99,7 <SEP> 0,2 <SEP> 3
<tb> Durchschnitt <SEP> 1,0 <SEP> 1,0
<tb> Treibstoff <SEP> B <SEP> 1 <SEP> 102,7 <SEP> 104,3 <SEP> 1,6 <SEP> 104,5 <SEP> 1,8 <SEP> 3
<tb> 2 <SEP> 105,4 <SEP> 108,2 <SEP> 2,8 <SEP> 108,6 <SEP> 3,2 <SEP> 3
<tb> 3 <SEP> 102,7 <SEP> 105,3 <SEP> 2,6 <SEP> 105,1 <SEP> 2,4 <SEP> 3
<tb> Durchschnitt <SEP> 2,3 <SEP> 2,4
<tb> Treibstoff <SEP> C <SEP> 1 <SEP> 95,5 <SEP> 97,2 <SEP> 1,7 <SEP> 97,4 <SEP> 1,9 <SEP> 3
<tb> 2 <SEP> 99,9 <SEP> 100,9 <SEP> 1,0 <SEP> 100,9 <SEP> 1,0 <SEP> 3
<tb> 3 <SEP> 100,0 <SEP> 101,4 <SEP> 1,4 <SEP> 101,4 <SEP> 1,4 <SEP> 3
<tb> 4 <SEP> 99,9 <SEP> 99,7 <SEP> 0,7 <SEP> 99,6 <SEP> 0,6 <SEP> 3
<tb> 5 <SEP> 98,1 <SEP> 98,3 <SEP> 0,8 <SEP> 98,6 <SEP> 0,5 <SEP> 3
<tb> 6 <SEP> 100,2 <SEP> 100,9 <SEP> 0,7 <SEP> 101,3 <SEP> 1,1 <SEP> 3
<tb> Durchschnitt <SEP> 1,1 <SEP> 1,
1
<tb> TEL <SEP> - <SEP> Tetraäthylblei
<tb> ETML <SEP> = <SEP> Äthyltrimethylblei
<tb> TML <SEP> - <SEP> Tetramethylblei