CH400850A - Elektrostatische Farbspritzanlage - Google Patents
Elektrostatische FarbspritzanlageInfo
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Description
Elektrostatische Farbspritzanlage Bei den bekannten elektrostatischen Farbspritz- verfahren erhält der feinzerstäubte Farblack eine negative und der anzustreichende Gegenstand eine positive elektrische Ladung, wobei infolge der Ver schiedenheit der Potentiale die Farbkörnchen unter Wirkung der elektrostatischen Anziehungskraft von dem Gegenstand angezogen werden und als gleich mässige Farbdecke an der Oberfläche haften bleiben.
Bei dem modernsten Verfahren wird mit Hilfe einer scharfkantigen Drehscheibe oder Glocke unter ge meinsamer Stosswirkung der Zentrifugalkraft und der elektrostatischen Stosskraft der aufgeladenen Teil chen der Farbstoff ganz fein zerstäubt. Die Aufla- dung erfolgt mit Hilfe einer Hochspannungs-Strom- quelle, wobei eine Klemme der letzteren geerdet, und die andere Klemme an die Welle der Drehscheibe bzw. der Glocke gekoppelt ist, bei gleichzeitiger Er dung des anzustreichenden Gegenstandes, wodurch dieser Gegenstand gegenüber der negativen Ladung der Farbkörnchen eine positive Ladung erhält.
Zwi schen dem Gegenstand positiven Potentials und der drehbaren Glocke negativen Potentials entsteht ein elektrostatisches Kraftfeld, dessen Kraftlinien die Bahn bilden, entlang welcher die Farbkörnchen vom Zerstäuber zur Oberfläche des Gegenstandes wan dern.
Die oben beschriebene bekannte Einrichtung be steht aus den folgenden Hauptteilen: der Zerstäuber mit Antriebsmotor und die Hochspannungs-Strom- quelle. Letztere dient zur Aufladung des Zerstäubers auf ein Potential von ca. 100-120 kV, so dass ein Antrieb durch einen von der Netzspannung gespei sten Motor nur unter Zwischenschaltung einer ent sprechend isolierten Achskupplung möglich ist, wie man diese bei bekannten Fabrikaten feststellen kann.
Man kann als Hochspannungs-Stromquelle den Strom eines an einer Klemme geerdeten, gleichgerich teten Hochspannungs-Transformators, oder den Strom eines elektrostatischen Generators anwenden.
Die Zerstäuber und die Stromquellen bestehen aus bewährten, betriebssicher funktionierenden Be standteilen; eine Ausnahme bildet die zwischen Zer stäuber und Motor, in eine Kammer kurzer Baulänge eingebaute, von durch Isolierfarbstoffe - gegen 120 kV - und andere Chemikalien verunreinigter Luft umgebene Achskupplung. In dem unter Hochspan nung stehenden Raum werden die Verunreinigungen als Niederschlag ausgesondert und bilden unter ande rem auch an der Isolationsoberfläche eine schlecht isolierende Schicht, wodurch starke Abzugströme und Kriechfunken entstehen.
Durch diese abgeleite ten wilden Ströme sinkt das Zerstäuberpotential, auch die Qualität der Farbschichte wird schlechter, zugleich erfährt die Stromquelle eine Überlastung, wodurch - unter besonders ungünstigen Umständen - auch die Wicklung zerstört wird. Durch die Kriech funken kann ein vollkommener Durchschlag, ein Ent flammen der niedergeschlagenen Farbenverunreini gung entstehen und im ärgsten Fall droht Feuer- und Explosionsgefahr.
Ferner erhalten die Antriebsmotoren der Zerstäu ber wie auch der anzustreichende Gegenstand das Erdpotential, demzufolge entsteht zwischen diesen und der Zerstäuberglocke ein elektrostatisches Feld, wodurch ein Teil der aus diesem Raum austretenden Farbenkörnchen negativen Potentials von den Be standteilen unter Erdpotential angezogen wird; es entsteht ein Verlust an Farbstoff, der gegebenenfalls, bei einer grösseren Anzahl von Zerstäubern, sehr beträchtlich sein kann.
Gegenstand dieser Erfindung ist die Schaffung einer vollkommen betriebssicheren, von den Verun- reinigungen der umgebenden Luft und auch von dem Konstruktionsmaterial des isolierenden Wellenab schnittes unbeeinflussten, elektrostatisch funktionie renden Farbenspritzanlage, bei welcher Zerstäuber mit kleinerem Raumbedarf, Motoren mit geringerer Leistung und allgemein kleinerem Eigengewicht ver wendet werden können. Dadurch ist es möglich, Er sparnisse an Material und auch die bei der grossbe- trieblichen Verwendung der Zerstäuber notwendige bessere Beweglichkeit zu erzielen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrostati sche Farbspritzanlage mit einem auf nichtisolierter Welle befestigten Drehscheiben Zerstäuber, die da durch gekennzeichnet ist, dass die Drehscheibe direkt auf der metallischen Welle des Antriebsmotors mon tiert und der Motor auf einer gegen Hochspannung isolierenden Unterlage befestigt ist, wobei auch die zur Speisung des Antriebsmotors vorgesehene Trans formatorspule gegen Hochspannung isoliert und auf ein mit dem Zerstäuber gemeinsames hohes Potential gebracht ist.
Dadurch wird erreicht, dass an die Stelle einer isolierenden Achskupplung eine gemeinsame nicht isolierte, metallische Welle tritt. Dabei kann der Zer stäuber unmittelbar neben dem Motorlager angeord net werden, wodurch man erreichen kann, dass dem isolierenden Wellenabschnitt bei bekannten An lagen entsprechend - die Baulänge um ca. 300-400 mm geringer wird und dass ein Isolationsgewicht, welches ein mehrfaches des Zerstäubergewichts aus macht, erspart wird und als Endergebnis das Gesamt gewicht des Zerstäubers und des Motors nur einen Bruchteil des bisher notwendigen Eigengewichtes ausmacht.
Es kann bei der erfindungsgemässen Bauart der bei dem oben beschriebenen Farbspritz- verfahren entstehende Lackverlust vermieden wer den, da zwischen der Zerstäuberglocke und dem Motor keine Potentialdifferenz auftritt.
Wenn mehrere Zerstäuberköpfe angewendet wer den, so kann man für alle Antriebsmotoren einen ein zigen Transformator als gemeinsame Stromquelle anordnen.
In der beigeschlossenen Zeichnung ist ein Bei spiel der erfindungsgemässen Farbspritzanlage sche matisch mit Schaltbild dargestellt.
Die Zerstäuberglocke 1 erhält den Antrieb von der - durch Lager 5 geführten - nicht isolierten Welle 3 des Motorläufers 2, wobei das Lager im Ge gensatz zu den bekannten Bauarten unmittelbar am Motorgehäuse 4 angebracht, oder - bei einer direk ten Befestigung des Zerstäubers an dem Motorwellen- ende - überhaupt fortgelassen werden kann. Der Motor ist nicht geerdet, sondern ruht auf der isolie renden Unterlage 6, wobei als Stromquelle ein Trans formator, bzw. dessen Sekundärspule dient, welche letztere gegen Hochspannung isoliert ist und mit dem Zerstäuber auf gleich hohem Potential liegt.
Die iso lierende Unterlage steht frei, mit einer Oberfläche, die leicht gereinigt werden kann, ihre Baulänge unter liegt gar keiner Begrenzung und als Baumaterial kann ein bestens bewährter keramischer Stoff, oder Porzel lan verwendet werden, da bei dieser Lösung - in Ge gensatz zu den bisher angewendeten Isolierkupplun- gen - ein Ausbalancieren überhaupt nicht notwendig ist. Als Hochspannungs-Stromquelle dient der Hoch- spannungs-Transformator 8 mit dem Heiztransforma- tor und der Elektronenröhre/Ventilröhre bzw.
Gleich richterröhre 7, die alle - zusammen mit dem für die Speisung des Zerstäubermotors vorgesehenen Trans formator 9 - in einem einzigen Gehäuse bzw. Behäl ter untergebracht werden können. Eine Stoffersparnis ergibt sich, wenn der Heiztransformator und der Motorenantriebstransformator mit einem einzigen gemeinsamen Eisenkern gebaut sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrostatische Farbenspritzanlage mit einem auf nichtisolierter Welle befestigten Drehscheiben- Zerstäuber, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreh scheibe (1) direkt auf der metallischen Welle des An triebsmotors montiert und der Motor auf einer gegen Hochspannung isolierenden Unterlage befestigt ist, wobei auch die zur Speisung des Antriebsmotors vor gesehene Transformatorspule gegen Hochspannung isoliert und auf ein mit dem Zerstäuber gemeinsames hohes Potential gebracht ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Elektrostatische Farbenspritzanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zer- stäuberantriebsmotor auf einen gegen Hochspannung isolierten Transformator geschaltet ist. 2. Elektrostatische Farbenspritzanlage nach Pa tentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spulen des Vorsatz-Transfor- mators zur Speisung des Motors und die Spulen des Heiztransformators zur Heizung der Gleichrichter röhre der Hochspannungs-Stromquelle mit einem gemeinsamen Eisenkern gebaut sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH954762A CH400850A (de) | 1962-08-08 | 1962-08-08 | Elektrostatische Farbspritzanlage |
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| CH400850A true CH400850A (de) | 1965-10-15 |
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| CH954762A CH400850A (de) | 1962-08-08 | 1962-08-08 | Elektrostatische Farbspritzanlage |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH400850A (de) |
-
1962
- 1962-08-08 CH CH954762A patent/CH400850A/de unknown
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