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Vorrichtung zur intermittierenden Betätigung eines Ventils an transportablen Aerosolpackungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur intermittienenden Betätigung eines Ventils an transportablen Aerosolpackungen mittels eines über ein Zeitwerk gesteuerten Betätigungsmechanismus.
Zahlreiche zur Zerstäubung bestimmfe Mittel werden heute in transportablen Aerosolpackungen in den Handel gebracht. Üblicherweise wird durch Handbetätigung eines Ventils das in der Packung unter Druck stehende Mittel durch eine Düse versprüht. Derartige Mittel dienen z. B. zur Verbesserung der Luft in Räumen, zur Insekenvertilgung oder zu ähnlichen Zwecken. Die Wirkung der ausgesprühten Mittel ist jedoch oft nach kurzer Zeit erschöpft, und es muss eine neue Betätigung des Ventils von Handerfolgen, was umständlich und zeitraubend ist, besonders wenn das Mittel beispiellsweise in Gewächshäusern angewandt werden soll.
Daher sind bereits Vorrichtungen, bekanntgeworden, die automatisch in vorgebbaren Zeitabständen dafür sorgen, dass ein bestimmtes Quantum eines solchen Mittels in die Luft gesprüht wird.
Diese bekannten Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil eines komplizierten Aufbaus und der Urhandlichkeit.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer automatisch arbeitenden transportablen Aerosolpackung, die aus einfachen Baueinheiten bequem zusammensetzbar ist und nur kleine Albmessungen aufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass die gesamte Vorrichtung zur intermittierenden Betätigung, bestehend aus Antriebseinrichtung, Zeitwerk und Betätigungsmechanismus, in einem dem Durchmesser der Packung angepassten zylindrischen Gehäuse untergebracht und abnehmbar koaxial zur Packung auf deren Oberseite befestigt ist, wobei das Betätigungsorgan des Betätigungsme- chanismus beim Aufsetzen des Gehäuses in kinematische Verbindung mit dem von unten in das Gehäuse hineinragenden Ventil der Packung tritt.
Einige Ausführungsbeispiele der Vorrichtung nach der Erfindung werden anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 eine Teilansicht und einen Teilschnitt einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Teilschnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 einen Teilschnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1, Fig. 4 einen Teilschnitt der Linie 4-4 in Fig. 1, Fig.5 eine schematische Ansicht einer zweiten Ausführungsform, Fig. 6 eine Teilansicht und einen Teilschnitt einer dritten Ausführungsform, Fig. 7 eine Teilansicht und einen Teilschnitt einer vierten Ausführungsform, Fig. 8 einen Teilschnitt längs der Linie 8-8 in Fig. 7.
Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform zeigt eine handelsübliche Aerosolpackung, 10, auf die die Vorrichtung 12 aufgesetzt ist. Diese weist ein zylin- drisches Gehäuse 13 auf, das oben von einem Deckelteil 18 abgeschlossen ist. Das untere, zylindrische Ende 14. des Gehäuses 13 ist stramm in einen Absatz 15 der Aerosolpackung 10 eingesetzt. Dieser Absatz 15 ist innerhalb des umgebördelten Teiles des Deckels der Aerosolflasche gebildbt.
In dem Gehäuse sind Zwischenplatten 19, 20 und 21 befestigt, die das Uhrwerk der Vorrichtung tragen. Distanzbolzen 22 und 23 dienen zur Befesti- gungdieser Platten und bestehen aus einem Bolzen 24, über den Distanzbüchsen 25 geschoben sind.
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Die Vorrichtung enthält ein Uhrwerk und den Betätigungsmechanismus für das Ventil der Packung. Mittels eines Handrades 27 wird über die durch den Deckelteil 18 ragende Aufzugwelle 28 eine starke Zugfeder 29 gespannt. Die Zugfeder 29 ist mit ihrem einen Ende an dem Bolzen 23 befestigt. Über eine Sperradanordnung 31, 32, 33 wird die Hauptwelle 35 angetrieben.
Ein Uhrwerk üblicher Bauart mit dem Räderwerk 37-47 und der Hemmung und Regelung 48-62 bestimmt die Geschwindigkeit der Hauptwelle 35. Dieses Uhrwerk ist zwischen den Platten 19 und 20 angeordnet.
Eine Uhrwerkbremse 67 ist an der Platte 20 befestigt. Ein Hebel 64 dieser Bremse 67 ragt durch eine Öffnung 65 in der Gehäusewand 13. Ein Bremsstift 66, der neben der Unruh 57 angeordnet ist, kann mittels des Hebels 64 mit der Unruh in Berührung gebracht werden, um diese anzuhalten.
Der Betätigungsmechanismus für das Ventil ist zwischen den beiden Platten 20 und 21 angeordnet. Er enthält ein innenverzahntes Rad 70, das auf der Hauptwelle 35 befestigt ist und das infolge der Auslegung des Uhrwerkes bei diesem Ausführungsbeispiel alle vier Stunden eine Umdrehung ausführt. Es treibt ein auf der Achse 72 drehbar angeordnetes Ritzel 71 an, das in diesem Falle je Stunde eine Umdrehung ausführt. Das Ritzel 71 treibt ein auf der Welle 74 befestigtes Zahnrad 73 an, das zwei Umdrehungen in einer Stunde ausführt. An der Welle 74 ist eine Nockenseheibe 75 befestigt, die, wie aus, den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, zwei Nocken 76 und 77 aufweist, die um 180 versetzt angeordnet sind.
Auf dem becherartigen Teil 16 der Aerosolpak- kung 10 ist an dem zylindrischen Teil 80 ein Befestigungsteil 79 angeordnet, das einen Stützteil 82 aufweist. In diesen Stützteil 82 ist das Düsenteil 81 der Ventilbetätigungseinrichtung 78 eingesetzt. Das Düsenteil 81 ist auf das Ventilrohr 11 aufgesetzt. Aus dem Ventilrohr 11 führt ein Kanal zu der Düse 83 in diesen Teil 81. Bei Schwenken des Düsenbeils 81 wird ein nicht dargestelltes übliches Ventil geöffnet und der Stoff durch die Düse 83 versprüht. Der Sprühstrahl gelangt durch eine Öffnung 84 in der Gehäusewand 13 aus der Vorrichtung in den umgebenden Raum.
Das Düsenteil 81 weist einen Nocken 85 (Fig. 1, 3 und 4) auf, der in Richtung auf die, Welle 74 gerichtet ist. Die Nocken 76, 77 und 85 und der Abstand der Welle 74 von dem Düscnteil 81 sind so gewählt, dass bei Drehung der Welle 74 die Nocken 76 bzw. 77 mit dem Nocken 85 in Eingriff kommen und das Düsenteil 81 geschwenkt wird.
Da die Welle 74 je Stunde zwei Umdrehungen ausführt und die Nockenscheibe 75 zwei Nocken aufweist, wird das Ventil viermal je Stunde. geöffnet. Die Öffnungsdauer und -geschwindigkeit hängen von der Ausbildung der Nocken ab. Diese ist so gewählt, dass ein der Ausbildung des Ventils angepasstes Öffnen und Schliessen des Ventils erfolgt, so dass der Strahl in günstiger Weise und zweckmässiger Dauer versprüht wird.
Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 5 gezeigt, bei der das nicht dargestellte Ventil derart ausgebildet ist, dass es bei axialer Verschiebung nach unten öffnet. An einer Hauptwelle 35, die in geeigneter Weise, z. B. wie oben beschrieben, angetrieben wird, ist ein aussenverzahntes Zahnrad 87 befestigt. Das Zahnrad 87 treibt ein Ritzel 88, das auf einer Welle 89 befestigt ist, auf der ebenfalls ein Kegelrad 90 angeordnet ist. Eine waagrecht liegende, in zwei auf der Platte 21 befestigten Lagern 93, 93' gelagerte Welle 92 trägt ein Kegelritzel 91, das mit dem Kegelrad 90 in Eingriff steht. Das Düsenteil 81 ist unter einer Nockenscheibe 94 angeordnet. Die Nockenscheibe 94 ist auf der Welle 92 befestigt und weist zwei Nocken 95 und 96 auf.
Diese Nocken sind derart ausgebildet, dass sie durch Niederdrücken des Düsenteils 81 das Ventil mit geeigneter Geschwindigkeit öffnen und schliessen, so dass ein einwandfreier Strahl versprüht wird.
Die Nockenscheibe 94 wird von der beschriebenen Anordnung in. kontinuierliche Umdrehung versetzt und öffnet und schliesst das Ventil mittels der Nocken 95 und 96 entsprechend deren Anzahl und der Umdrehungszahl der Welle in bestimmten Zeitabständen.
Eine dritte Ausführungsform ist in Fig. 6 gezeigt, ,deren Uhrwerk dem ini Fig. 1 gezeigten ähnlich ist. Die Spannfeder 29 treibt über einen Sperrad- und Klinkentrieb 90 ein Stirnrad 91, das mit einem Ritzel 92 in Eingriff steht. Das Ritzel 92 ist auf der Welle 93 befestigt, die in den Platten 18 und 21 gelagert ist und sich durch die Platten 19 und 20 erstreckt. Auf der Welle 93 ist ein Zahnrad 94 angeordnet, das mit dem Zahnrad 95 des Uhrwerks in Eingriff steht. Das Uhrwerk regelt so in bekannter Weise die Geschwindigkeit -der Welle 93, die z.
B. eine Umdrehung je Stundle ausführt. Auf der Welle 93 ist ausserdem ein Stirnrad 96 befestigt, das mit einem auf der Welle 98 befindlichen Ritzel 97 in Eingriff steht. Die Welle 98 führt zwei Umdrehungen je Stunde aus und weist eine auf ihr befestigte Scheibe 99 auf.
Die Scheibe 99 kann: Nocken aufweisen, die wie die in Fig. 4 gezeigten, ausgeführt sind oder die eine andere geeignete Form aufweisen, so dass sie beim Drehen der Scheibe 99 in bestimmten Zeitabständen, mit dem Nockenstössel an der Scheibe 100 in Eingriff kommen und das an dem Düsen- und Ventilschaft 1:01 angeordnete Ventil. betätigen, so d'ass ein geeigneter Strahl versprüht wird.
Die Scheiben 99 und, 100 können auch als Zahnräder ausgebildet sein, so dass die Scheibe 100 dann kontinuierlich gedreht wird und z. B. in bestimmten Zeitabständen zwei Öffnungen in dem nicht dargestellten, Ventil sich überlappen lässt, so dass ein Strahl ausgesprüht wird.
Die Feder 29 wird mittels des Aufzughandrades 27 aufgezogen und sie wird in der aufgezogenen
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Stellung von dem Gesperremechanismus 90 gehalten. Die Feder 29 muss eine ausreichende Kraftreserve haben, um das Ventil über den beschriebenen Zahnrad- und Nockenmechanismus zu betätigen, wobei das Uhrwerk und die verschiedenen Übersetzungen sowie die Anzahl der Nocken an der Scheibe 99 die Anzahl der Betätigungen des Ventils je Zeiteinheit bestimmen.
In den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen wird das Ventil jeweils von einer Feder in geschlossener Stellung gehalten, wenn die Nocken ausser Eingriff sind. Es ist -aber auch möglich, dass die Nocken das Ventil unter Spannung geschlossen halten, solange sie miteinander in Eingriff sind, und dass das Ventil geöffnet wird, wenn sie ausser Eingriff sind.
In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, bei der eine Nockenscheibe 110 in geeigneter Weise von einem im einzelnen nicht dargestellten Werk in Drehung versetzt wird. Auf der Nockenscheibe gleitet ein Ende einer Feder 111. Die Feder 111 ist um den Bolzen 112 gewickelt und an der Werkplatte 113 befestigt. Die Nockenscheibe 110 weist eine Ausnehmung 114 auf, die eine steile und eine flache Flanke hat. Der sich von denn Bolzen 112 zur Nockenscheibe 110 erstreckende Ast der Feder ist an seinem Ende abgebogen und gleitet mit dem abgebogenen Ende auf der Nockenscheibe 110. Dieser Ast der Feder betätigt ein dem in Fig. 1 gezeigten ähnliches Düsenteil.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass ein schwächer ausgebildetes Antriebswerk benutzt wer- ,den kann, da die Feder je nach Ausbildung der Flanken der Ausnehmungen 114 langsam gespannt wird und dann eine ausreichende Kraft gespeichert hat, um das Ventil plötzlich zu öffnen, wenn die Nockenscheibe so weit gedreht ist, dass der umgebogene Teil der Feder sich in die Ausnehmung hineinbewegen kann. Die Betätigung des Ventils durch eine langsam gespannte Federermöglicht auch einen Einsatz eines batteriegespeisten Elektromotors zum Antrieb der Vorrichtung.
In dieser Ausführungsform ist eine andere Befestigungsart für den Betätigungsmechanismus an der Aerosolpackung gezeigt. Hier ist nicht, wie in den Fig. 1 und 6 gezeigt, das Gehäuse 13 mit der Aerosolpackung verbunden. Eine untere Platte 130 weist einen weitgehend zylindrischen, hohlen Ansatz 131 auf, der über einen zylindrischen, im Bereich des Ventils liegenden Teil der Aerosolpackung gesteckt und daran festgeklemmt ist. Der zylindrische Teil 131 ist vorzugsweise mit der Platte 130 in einem Stück aus Kunststoff gefertigt und weist axiale Schlitze 132 auf. An seinem Klemmteil hat er eine äussere Ringnut 133, in die eine Spiralfeder 135 eingelegt werden kann, um die Anpresskraft zu erhöhen.
Auf der Platte 130 ist als komplette Baueinheit das Uhrwerk mit dem Nocken- und Federbetätigungsmechanismus mittels Bolzen befestigt. Das zylin drische Gehäuse 134 ist an der Platte 130 befestigt. Der Deckel des Gehäuses ist hier gleichzeitig als Betätigungshandrad 127 für die Feder ausgebildet.
Durch diesen Aufbau wird eine Baukastenanordnung geschaffen, die es gestattet, verschiedene Antriebswerke wahlweise mit verschiedenen Betätigungsvorrichtungen zu kombinieren, wobei auch ein Antriebswerk gleicher Grösse für verschieden grosse Gehäuse 134 und verschiedene Aerosolpackungen benützt werden kann. So ist eine vereinfachte Lagerhaltung und sinnvolle Zusammenstellung entsprechend den Erfordernissen der verschiedenen Aerosol- packungen möglich, ohne für jeden Aerosolpackungs- typ eine spezielle Betätigungsvorrichtung bauen zu müssen.
Auch ist es möglich, den Befestigungsteil auswechselbar zu gestalten.
In den beschriebenen Ausführungsformen wurde ein mechanisches Uhrwerk als Antrieb für den Betätigungsmechanismus des Ventils gezeigt. Es ist natürlich auch möglich, ein elektrisches Uhrwerk anzu- ordnen, dieses kann z. B. :einen Synchronmotor enthalten.
Das Uhrwerk kann aus einem Netz gespeist werden oder es kann in die Vorrichtung eine Batterie zur Speisung. des elektrischen Uhrwerks eingebaut sein. Ferner ist es zweckmässig, die Vorrichtung mit Mitteln zur Einstellung des zeitlichen Abstandes der Betätigung des Ventils auszustatten und/oder mit Mitteln zur Einstellung einer verschieden langen Dauer der Betätigung des Ventils.
Dieses kann beispielsweise verwirklicht werden, indem man die Geschwindigkeit des Elektromotors verändert. Man. kann auch ein Wechselgetriebe vorsehen und so die Umlaufgeschwindigkeit der Nocken scheite verändern. Feiner ist es möglich, die Nocken- scheibe auswechselbar anzuordnen, so dass sie durch Nockenscheiben mit verschiedenen Anzahlen von Nocken oder mit Nocken anderer Steigung der Flanken ausgetauscht werden kann.
Die Steigung der Nocken kann dann jeweils dem verwendeten Stoff und der Ausbildung des Ventils angepasst werden, so dass die optimalen Bedingungen für das Aussprühen des Strahles erreicht werden. Auch können andere bei Uhrwerken: bekannte Mittel zur Veränderung der Geschwindigkeit der Nockenscheibe angeordnet werden.
Schliesslich kann die Befestigungseinrichtung, mittels der die Vorrichtung auf der Aerosolpackung be- festigt wind, auswechselbar sein, so d@ass sie leicht den verschiedenen Arten der Aerosolpackungen ange- passt werden kann und für viele Aerosolpackungen ein gleichartiger Betätigungsmechanismus benutzt werden kann.