CH400924A - Verfahren zur Entkeimung und Konservierung von Wasser mittels Silberionen - Google Patents
Verfahren zur Entkeimung und Konservierung von Wasser mittels SilberionenInfo
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Description
Verfahren zur Entkeimung und Konservierung von Wasser mittels Silberionen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Entkeimung und Konservierung von Wasser mittels Silberionen.
Schon fange wurde Silber zur Entkeimung und Konservierung von Wasser verwendet, obwohl reines Silber kaum eine bakterizide Wirksamkeit besitzt. Es, ist ebenfalls seit langem bekannt, dass eine in sehr verdünnten Lösungen vorhandene Menge von Silber ionen die Fähigkeit aufweist, Grünalgen abzutöten. Im Verlaufe der letzten Jahrzehnte wurden darauf hin im wesentlichen vier Verfahren zur Vernichtung von Algen, Pilzen und Bakterien in Wasser nach dem genannten Prinzip verwirklicht. Das erste Verfahren verwendet mit Silber imprägnierte poröse Filterma terialien, wobei das fein verteilte Silber, in Wasser eingelegt, Silberionen abgibt. Das zweite Verfahren verwendet Silberelektroden, die in Verbindung mit einer Gleichstromquelle auf elektrochemischem Wege grössere Mengen Silberionen abgeben.
Das dritte Ver fahren beruht auf der Zugabe von Silbersalzen, die sich im Wasser auflösen oder in feiner Suspension ge halten werden und so die Silberionen freisetzen. Es können beispielsweise zu diesem Zweck verwendet werden: Silbersalze von organischen und anorgani schen Säuren, Organo-Silberverbindungen und Sil ber-Komplexsalze. Das vierte Verfahren verwendet einen Silber-Molekül-Komplex, dem in gleicher Menge eine Peroxydverbindung beigegeben wird zur Intensivierung des Entkeimungseffektes.
Alle diese bekannten Verfahren sind mit ge wissen Nachteilen behaftet. Die mit Silber imprä gnierten Filterkörper sind sehr voluminös, geben nur relativ wenig Silberionen ab und sind bald erschöpft. Das Silberelektroden-Verfahren erlaubt wohl jede beliebige Abgabe von -Silberionen, verlangt aber den Anschluss an eine elektrische Gleichstromquelle. Demzufolge hat sie den Nachteil, fest montierte Ein richtungen sowie einen Gleichrichter oder Batterien zu benötigen.
Alle wasserlöslichen Salze, Organo- und Kom plexverbindungen des Silbers benötigen eine Dosier vorrichtung. In Ermangelung einer solchen verändert sich die Abgabe von Silberionen je nach der Zugabe des Präparates erheblich. Das vierte Verfahren hat denselben Nachteil bei Zusatz des Silbermolekül- Komplexes und einer Peröxydverbindung. Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht nun darin, dass das Wasser in Kontakt gebracht wird mit Girier korrosionsfähigen Legierung von Silber und mindestens einem anderen, oxydierbaren Metall. Eine solche Silberlegierung vermag in Wasser ein getaucht durch Korrosion während langer Zeit auto matisch Silberionen dauernd abzugeben.
Diese korrosive Silberionen-Produktion der Sil berlegierung kann durch die entsprechende Wahl des Silbergehaltes, einer thermischen Vorbehandlung so wie Gestaltung der Oberfläche im Verhältnis zum Gewicht innert gewisser Grenzen beliebig eingestellt werden.
Es wurde gefunden, dass insbesonders eine Silber- Aluminium-Legierung sich zur Entkeimung und Kon servierung von Wasser eignet. Ein aus einer solchen Silberlegierung hergestelltes quadratisches Plättchen init einer Kantenlänge von 40 mm lieferte in Wasser (1 Liter) eingelegt im Verlaufe von einer Stunde etwa 400 gamma Silberionen. Diese Menge Silber ionen genügt zu einer wirksamen Bekämpfung von Algen,.
Bakterien -undPilzen. Das Plättchen kann-vor- zugsweise so:,geformt bzw. angeordnet sein, _ dass :es im;@ Verhältnis . zu seinem- Gewicht.- eine -möglichst grosse dem Wasser. ausgesetzte Oberfläche aufweist. Nachstehend wird das erfindungsgemässe Verfah ren an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Die Fig. 1-3 zeigen je eine andere Ausführungsform eines Silberlegierungs-Plättchens zur Behandlung von Wasser.
Beispiel 1 Ein Plättchen von einer Legierung aus gleichen Gewichtsteilen Silber und Aluminium mit einer ak tiven Oberfläche von 25 cm2 wird in den Behälter eines Luftbefeuchtungsapparates mit 2 Liter Lei tungswasser eingetaucht. Nach einstündigem Betrieb des Apparates mit einer Leistung von 1 Liter je Stunde werden durch das Plättchen 300 bis 500 gamma Silberionen an das Wasser abgegeben, wodurch die enthaltenen, z. T. durch den Betrieb des Apparates aus der Raumluft ausgewaschenen Coli- Bakterien sowie Aspergillusglancus- und Spirogyra- Algen abgetötet werden.
Das Plättchen kann beispielsweise die in Fig. 1 veranschaulichte Form haben. Längs zwei einander gegenüberliegenden Kanten weist das Plättchen 10 je einen nach der einen bzw. der anderen Seite hin abgewinkelten Rand 11 auf. Wird das Plättchen 10 auf den Boden eines Behälters gelegt, so bewirkt der nach unten abstehende Rand 11, dass das Wasser auch Zutritt zur Unterseite des Plättchens 10 hat. Dasselbe ergibt sich, wenn das Plättchen um 180 gewendet auf dem Behälterboden liegt.
Gemäss Fig. 2 sind die einander diametral ge genüberliegenden Ecken 12 bzw. 13 eines quadrati schen Plättchens 14 nach der einen bzw. der andern Seite abgewinkelt. Dadurch wird ebenfalls erreicht, dass das Wasser auch Zutritt zur Unterseite des Plättchens hat, wenn dieses in beliebiger Weise auf dem Boden eines Behälters aufliegt. Es könnten auch je zwei einander benachbarte Ecken des Plättchens nach derselben Seite des Plättchens abgewinkelt sein.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher ein quadratisches Plättchen 15 an zwei einander gegenüberliegenden Kanten je mit einer Leiste 16 versehen ist, die z. B. aus Kunstharz besteht. Die Leisten 16 stehen über die eine und die andere Seitenfläche des Plättchens 15 vor und dienen zum Herbeiführen eines Abstandes zwischen der jeweils unteren Fläche des Plättchens und dem Behälter boden, auf dem sich die Leisten 16 abstützen, damit das Wasser auch zur Unterseite des Plättchens 15 Zutritt hat.
Das Plättchen kann aber auch irgendeine be liebige Form haben und im Wasser aufgehängt wer den, damit es möglichst allseitig mit dem Wasser in Berührung kommt. <I>Beispiel 2</I> Zum Keimfreihalten von Wasser werden bei spielsweise Splitter der Silber-Aluminium-Legierung in die Wasserleitungsrohre eingebracht und dort ge halten, z. B. durch je ein Sieb an den beiden Enden des Splittersatzes. Es können auch die Rohre selbst, Teile derselben oder die Wasserbehälter aus Silber- Aluminium bestehen, wobei die Mengen oder die Flächenausdehnung der genannten Legierung so ge wählt werden, dass die Konzentration der gelieferten Silberionen genügt, um das Wasser bzw. den Wasser fluss zu entkeimen.
Das erfindungsgemässe Verfahren bietet im Ver gleich zu den bisher bekannten, welche mit Silber ionen entkeimen, viele Vorteile, wie z. B. Billigkeit, einfache Handhabung, weder Montagekosten noch Stromverbrauch, keine Dosiervorrichtungen und keine Wartung. Zur Keimfreihaltung und Konservierung des Wassers in Tanks, Bassins, Reservoiren, Schwimmbassins, Springbrunnen, den Behältern von Luftbefeuchtungs-Apparaten und dergleichen genügt das Einlegen eines Plättchens aus einer der erwähn ten Silberlegierungen.
Wenn in der Silberlegierung ausser Silber Alu minium verwendet wird, so ergeben sich noch weitere Vorteile. Während der Korrosion einer Silber-Alu- minium-Legierung werden neben Silber- noch Alu miniumionen frei; diese verhindern die Bildung von kompakten Kalksteinablagerungen. Ausserdem bewir ken die Aluminiumionen eine Beschleunigung der Koagulation von in Wasser schwebenden Stoffen. Ferner adsorbieren sie den unangenehmen Geruch, der sonst den stagnierenden Wassern anhaftet.
Die Silberlegierung kann entweder durch Schmel zen oder auch durch Sintern der Legierungsbestand teile hergestellt werden. Im letztgenannten Fall er geben sich poröse Körper mit besonders grosser wirk samer Oberfläche.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Entkeimung und Konservierung von Wasser mittels Silberionen, dadurch gekennzeich net, dass das Wasser in Kontakt gebracht wird mit einer korrosionsfähigen Legierung von Silber und mindestens einem anderen oxydierbaren Metall. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass als zweites Metall Aluminium ver wendet wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, -dass die korrosionsfähige Legierung aus gleichen Gewichtsmengen Silber und Aluminium besteht.3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Silberlegierung in einer Form verwendet wird, die im Verhältnis zum Gewicht eine möglichst grosse aktive Oberfläche bietet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die. Silberlegierung in Form von Plättchen verwendet wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass Teile jedes Plättchens nach der einen bzw. der andern Plättchenseite vorstehen.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH400924A true CH400924A (de) | 1965-10-15 |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| AT384600B (de) * | 1985-03-29 | 1987-12-10 | Mach Guido | Verfahren zur aufbereitung von trink- und/oder brauchwasser und vorrichtung zum durchfuehren des verfahrens |
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1960
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| US4734202A (en) * | 1985-03-29 | 1988-03-29 | Guido Mach | Method and apparatus for conditioning water |
| EP0200710A3 (en) * | 1985-03-29 | 1988-07-27 | Guido Dipl.-Ing. Mach | Method and apparatus for treating water |
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