CH401021A - Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren

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CH401021A
CH401021A CH8243659A CH8243659A CH401021A CH 401021 A CH401021 A CH 401021A CH 8243659 A CH8243659 A CH 8243659A CH 8243659 A CH8243659 A CH 8243659A CH 401021 A CH401021 A CH 401021A
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CH
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sep
water
catalyst
reaction
phase
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Application number
CH8243659A
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English (en)
Inventor
Gerrit Van De Vusse Jan
Mondria Hendrik
Alders Lucas
Original Assignee
Shell Int Research
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Description


  Verfahren zur Herstellung     von        Carhonsäuren       Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung von     Carbonsäuren    durch Umsetzung von       olefinisch    ungesättigten Verbindungen mit Kohlen  monoxyd und Wasser, wobei als Katalysatoren stark  saure anorganische Verbindungen verwendet werden.  Beispiele für diese Katalysatoren sind: Phosphorsäure,  Schwefelsäure,     Bortrifluoridhydrat    und Komplexe von       Bortrifluorid    mit Phosphorsäure bzw. Schwefelsäure.  Derartige Verfahren sind bereits bekannt, z.

   B. aus  der niederländischen     Patentschrift    Nr. 87 424, der  französischen Patentschrift     Nr.1130080    und der       USA-Patentschrift    Nr. 2 217 650.  



  Im Patent Nr. 395 049 wurde bereits vorge  schlagen, die Reaktion durch ein     Verfahren    in einer  im wesentlichen homogenen flüssigen Mischung, deren  Zusammensetzung konstant bleibt, kontinuierlich  durchzuführen, während das Ausgangsmaterial und  der Katalysator kontinuierlich zugeführt und ein Teil  der Mischung kontinuierlich abgeführt werden; die  Mischung wird hierbei durch Rühren homogen oder  im wesentlichen homogen gehalten. Der grosse Vor  teil dieser Ausführungsform liegt in der     Möglichkeit,     vorteilhafte Bedingungen auswählen und diese wäh  rend des ganzen Verfahrens im ganzen Reaktions  raum beibehalten zu können.  



  Bei diesem Verfahren wird das aus dem Reak  tionsgefäss ausströmende Material in zwei     Phasen,     das heisst eine organische Phase mit einem Gehalt  an den gewünschten     Carbonsäuren    und eine im  wesentlichen anorganische Phase, in welcher sich der  grösste Teil des Katalysators befindet, getrennt. Die  letztere Phase wird zum Reaktionsraum zurückge  leitet.  



  Zusätzlich zu den erwünschten     Carbonsäuren    bil  den sich Nebenprodukte, z. B. Polymere der     ole-          finisch    ungesättigten Verbindungen. Bei der erwähn  ten Trennung der Reaktionsmischung gelangt ein be-         trächtlicher    Teil dieser Nebenprodukte in die anorga  nische Phase und wird in den Reaktionsraum mit  geführt, wo sich ihre Konzentration erhöht, bis ein  Gleichgewicht erreicht ist, dessen Lage von den Reak  tionsbedingungen abhängt. Die Anwesenheit dieser  Nebenprodukte in der Reaktionsmischung     vermindert     die Wirksamkeit des Katalysators. Dieser Nachteil  wird     erfindungsgemäss    grösstenteils behoben.  



  Erfindungsgemäss werden     Carbonsäuren    dadurch  hergestellt, dass man     olefinische    Verbindungen mit  Kohlenmonoxyd und Wasser in     Gegenwart    von stark  sauren     anorganischen    Katalysatoren umsetzt, hierauf  die Reaktionsmischung in eine Phase, die den grössten  Teil der     Carbonsäure    enthält, und in eine andere  Phase, in welcher sich der grösste Teil des Katalysa  tors befindet, trennt, wobei man     mindestens    einen  Teil der abgetrennten letzteren Phase mit Wasser  oder einer Wasser enthaltenden     Flüssigkeit    verdünnt,  die durch dieses     Verdünnen    ausgefällten organischen  Stoffe entfernt,

   und die so gereinigte Katalysator  phase wieder für die Umsetzung verwendet.     Das     durch diese Verdünnung in das System eingebrachte  Wasser überschreitet vorzugsweise nicht die Wasser  menge, die     erforderlich    ist, um den durch die Bil  dung der     Carbonsäure    bedingten Wasserverbrauch  und die aus anderen Gründen auftretenden Wasser  verluste zu     ersetzen.    Das zum Ersetzen des Ver  brauches und der Verluste erforderliche Wasser     wird     im folgenden als  Ersatzwasser      bezeichnet.     



  Im allgemeinen wird nicht die gesamte anorga  nische Phase mit Wasser verdünnt, sondern nur ein  Teil, in vielen Fällen ein     verhältnismässig    geringer  Teil. Das Entfernen der Nebenprodukte kann jedoch,  selbst wenn nur ein     Bruchteil    des     umlaufenden          Katalysators    verdünnt wird, von solcher Bedeutung  gegenüber der konstanten Bildung der Nebenpro  dukte im Reaktionsraum sein, dass die Gleich-           gewichtskonzentration    der Nebenprodukte im Reak  tionsraum bei einem Wert erreicht wird, der wesent  lich niedriger ist als sonst.  



  Bei einer bestimmten Zusammensetzung der an  organischen Phase und einer bestimmten Menge des  Ersatzwassers hängt die Menge des organischen Mate  rials, die durch dieses Wasser von der anorganischen  Phase getrennt werden kann, in hohem Grade vom  Mischungsverhältnis der beiden Flüssigkeiten ab.  Wenn in einer Reihe von Vergleichsversuchen gleiche  Mengen Ersatzwasser mit verschiedenen Mengen der  anorganischen Phase vermischt werden, die durch  .das Verdünnen abgetrennte Menge des organischen  Materials jeweils bestimmt und in einem Diagramm  gegen das Mischungsverhältnis aufgetragen wird,  dann wird eine Kurve erhalten, die bei einem be  stimmten Mischungsverhältnis ein     Maximum    auf  weist.

   Dieses optimale Mischungsverhältnis ändert  sich mit der Art der Beschickung, mit der Zusammen  setzung des Katalysators und den anderen Reak  tionsbedingungen. Deshalb ist es wünschenswert, in  jedem bestimmten Fall, das heisst für jede Kombina  tion von Bedingungen, das optimale Verhältnis durch       Vorversuche    annähernd zu ermitteln und aus den  erhaltenen Ergebnissen herauszubekommen, ein wie  grosser Teil der anorganischen Phase     während    des  Betriebes zum Verdünnen mit dem Ersatzwasser am  geeignetsten ist.

   Ausgezeichnete Ergebnisse werden  oft dadurch erhalten, dass man die anorganische  Phase in zwei Teile trennt, die so bemessen sind, dass  das Ersatzwasser gerade ausreicht, um praktisch das  ganze organische Material aus einem dieser Teile ab  zutrennen, wenn es zu einem von diesen zugegeben  wird.  



  Das Verhältnis des mit dem Ersatzwasser zu ver  dünnenden Teils der     anorganischen    Phase zur Ge  samtmenge dieser Phase kann in der Grössenordnung  von 10     %    liegen.  



  Das durch das Verdünnen der anorganischen  Phase abgetrennte organische Material     enthält    im  allgemeinen sehr wenig     Carbonsäure.    Sollte die     Car-          bonsäure    in diesem Material in beträchtlichen Men  gen vorhanden sein, dann     kann,das    abgetrennte orga  nische Material mit der Masse der hergestellten rohen       Carbonsäure        vereinigt    und mit ihr weiterverarbeitet  werden. Die     Carbonsäure    wird aus der rohen Mi  schung, z. B. durch Destillieren oder Neutralisieren  mit einem Alkali abgetrennt, worauf gegebenenfalls  ein Extrahieren mit Leichtbenzin folgen kann.  



  Man     kann        dic    gereinigte anorganische Phase  direkt in den Reaktionsraum zurückführen. Die ver  dünnte anorganische Phase (verdünnter Katalysator)  kann jedoch auch ganz oder teilweise     mit    aus dem  Reaktionsgefäss ausströmenden Material vereinigt  werden.

   Diese Abwandlung des Verfahrens, die an  Hand der     Fig.    IV weiter unten näher erläutert wird,  ist dann von Bedeutung, wenn die Reaktions  mischung im Reaktionsraum eine einzige flüssige  Phase bildet, da die Zugabe des verdünnten     Kataly-          sators    eine Trennung in zwei flüssige Phasen bewir-         ken    kann, wodurch die Trennung der erzeugten     Car-          bonsäure    vom Katalysator ermöglicht wird. Die Zu  gabe des verdünnten Katalysators zu aus dem Reak  tionsgefäss ausströmenden Material kann in gewissen  Fällen selbst dann, wenn die Reaktionsmischung im  Reaktionsgefäss zwei flüssige Phasen enthält, nützlich  sein, um die Trennung dieser flüssigen Phasen zu  fördern.

   In Verbindung mit der oben erwähnten  Abwandlung ist es klar, dass der Ausdruck  das  System  sowohl den Reaktionsraum als auch jed  weden Mischraum umfasst, in welchem aus dem  Reaktionsgefäss ausströmendes Material mit Wasser  oder einem mit Wasser verdünnten Katalysator ver  mischt wird.  



  Vor dem Zurückleiten des verdünnten     Katalysa-          tors    in das System kann dieser     vorteilhafterweise     zum Waschen der rohen     Carbonsäure    verwendet wer  den. Die letztere ist in der Tat mit konzentriertem  Katalysator     verunreinigt,    so dass die Behandlung mit  dem verdünnten Katalysator das Produkt reinigt und  die Steuerung bzw. Einschränkung der Katalysator  verluste erleichtert. Das Waschen wird durch inniges  Vermischen bewirkt, worauf die Phasentrennung  folgt.     Gegebenenfalls    kann das Waschen in zwei  Stufen im Gegenstrom durchgeführt werden. In die  sem Falle sind zwei Mischräume und zwei Trenn  räume erforderlich.

   Die rohe     Carbonsäure    wird im  ersten     Mischraum    mit verdünntem Katalysator in Be  rührung gebracht, der bereits durch den zweiten  Mischraum und Trennraum geleitet wurde. Die rohe       Carbonsäure    tritt durch den ersten Trennraum in  den zweiten Mischraum ein und wird im     letzteren    mit  verdünntem Katalysator behandelt, welcher, seitdem  das     organische    Material daraus entfernt wurde, mit  der rohen     Carbonsäure    noch nicht in Berührung war.  Die im zweiten Mischraum gebildete Mischung wird  im zweiten Trennraum getrennt. Das Waschen kann  auch in mehr als zwei Stufen durchgeführt werden.  



  Die rohe     Carbonsäure    kann auch mit dem fri  schen Ersatzwasser gewaschen werden, bevor das  letztere zum Verdünnen der     Katalysatorphase    ver  wendet wird. Auch dieses Waschen kann ein- oder  mehrstufig durchgeführt werden.  



  Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden  Abbildungen näher erläutert.  



  Zunächst wird auf     Fig.1    Bezug genommen. 1 be  deutet ein gerührtes Reaktionsgefäss, 2 die Zufüh  rungsleitung für die     olefinischen    Verbindungen und  3 ein Leitung, durch welche Kohlenmonoxyd oder  eine Kohlenmonoxyd enthaltende Gasmischung unter  Druck     zugespeist    wird. Die Gasphase kann das Reak  tionsgefäss 1 durch die Leitung 4 verlassen. Es ist  im Reaktionsgefäss 1 sowohl der Katalysator als  auch Wasser zugegen, und es bildet sich eine Reak  tionsmischung, die durch die Leitung 5 zum Trenn  gefäss 6 geführt wird. In diesem Trenngefäss 6 wird  die Reaktionsmischung in zwei Schichten getrennt.

    Die obere Schicht mit einem Gehalt an den während  der Reaktion gebildeten     Carbonsäuren    wird durch die  Leitung 7     aus    dem System entfernt. Die untere      Schicht, die zusätzlich zum Katalysator hauptsäch  lich organische Nebenprodukte enthält, wird durch  die Leitung 8 abgezogen. Ein Teil dieser unteren  Schicht wird durch die Leitung 9 in das Reaktions  gefäss 1 zurückgeführt.  



  Der andere Teil der erwähnten unteren Schicht  wird durch die     Leitung    10 zu einem Mischgefäss 11  geführt, welches ebenfalls mit einem     Rührer    ver  sehen ist und in welchem die Mischung mit durch  die Leitung 12 zugeführtem Wasser verdünnt wird.  Die verdünnte Mischung gelangt dann durch die Lei  tung 13 in das Trenngefäss 14, in welchem sich wie  derum zwei Schichten bilden. Die obere Schicht be  steht nun hauptsächlich aus organischen Nebenpro  dukten, die     zusammen    mit dieser Schicht durch die  Leitung 15 entfernt werden. Die untere Schicht, das  heisst der     gereinigte    und verdünnte Katalysator, wird  schliesslich durch die Leitung 16 in das Reaktions  gefäss     zurückgeführt.     



  In der     Fig.        1I    beziehen sich die Zahlen 1 bis 15  auf ähnliche Bauteile wie in     Fig.    I. Die im Trenn  gefäss 14     erhaltene    untere Schicht wird durch die  Leitung 17 in das gerührte Gefäss 18 geführt, in  welches auch die obere Schicht geleitet wird, die sich  im Trenngefäss 6 bildet und die rohen     Carbonsäuren     enthält. Diese rohen     Carbonsäuren    enthalten noch  eine Menge Katalysator.

   Als Ergebnis des     Ver-          mischens    im Gefäss 18 mit dem durch die Leitung 17       zu:gespeisten    verdünnten Katalysator werden die     Car-          bonsäuren    von einer beträchtlichen Menge des     Kata-          lysators    .befreit. Die im Gefäss 18 gebildete Mischung  wird durch die Leitung 20 abgezogen und zum Trenn  gefäss 21 geleitet. Die untere Schicht des Gefässes 21,  bestehend aus verdünntem Katalysator, wird     durch     die Leitung 22 in das Reaktionsgefäss 1 zurück  geführt.

   Es scheidet sich im     Trenngefäss    21 gerei  nigte     Carbonsäure    als obere Schicht aus, die durch  die Leitung 23 abgeführt wird.  



  In     Fig.        III    bedeuten die Zahlen 1 bis 6, 8 bis 11,  13 bis 15 und 17 bis 22 ähnliche Bauteile wie in       Fig.        1I.    Die obere Schicht aus dem Trenngefäss 21,  bestehend aus     Carbonsäure,    die bereits einmal ge  waschen wurde, wird durch die Leitung 24 dem  Mischer 25 zugeführt, welchem     durch    die Leitung 26  frisches Wasser     zugespeist    wird. Die     im    Mischer 25       gebildete    Mischung gelangt durch die Leitung 27 zur  Trennvorrichtung 28.

   Die untere Schicht aus der  Trennvorrichtung 28 wird durch die Leitung 29     zum     Mischer 11 geführt, um die aus dem Trenngefäss 6  stammende untere Schicht zu verdünnen.     Die    obere  Schicht aus der Trennvorrichtung 28 ist die gerei  nigte     Carbonsäure,    die durch die Leitung 30 abge  führt wird.  



       Fig.IV    bezieht sich     auf    eine Abwandlung der  Ausführungsform nach     Fig.    I, bei welcher der ver  dünnte Katalysator nicht in den Reaktionsraum ge  leitet, sondern mit dem aus dem Reaktionsgefäss  ausströmenden Material vermischt wird. Die Zahlen 1  bis 4 und 6 bis 15 beziehen sich auf ähnliche Bau  teile wie in     Fig.    I. Das aus dem Reaktionsgefäss 1 aus-    strömende Material tritt durch die Leitung 31 in das  Mischgefäss 32 ein, welches mit einem     Rührer    ver  sehen ist, und welchem verdünnter Katalysator, das       heisst,    die untere Schicht aus dem     Trenngefäss    14,  durch die Leitung 33 zugeführt wird.

   Die im Misch  gefäss 32 gebildete Mischung gelangt durch die Lei  tung 34 in das Trenngefäss 6.  



  Nach den Abbildungen wird das erfindungsge  mässe Verfahren z. B. bei Systemen angewandt, bei  welchen die flüssige     Reaktionsmischung    im Reaktions  raum ihre     Zusammensetzung    im wesentlichen bei  behält und im wesentlichen homogen gehalten wird.  Die Bezeichnung  homogen  ist dahin zu verstehen,  dass sie den Fall umfasst, in welchem zwei flüssige  Phasen im Reaktionsraum vorhanden sind, von denen  eine in der anderen im wesentlichen gleichmässig ver  teilt ist.  



  Die     Erfindung    kann jedoch auch dann angewandt  werden, wenn die     Reaktionsmischung    durch ein     rohr-          förmiges    Reaktionsgefäss in     Längsrichtung    kontinuier  lich strömt, das heisst,     wenn    die     Reaktionsmischung     ihre     Zusammensetzung    beim Durchgang durch das  Rohr infolge der fortschreitenden Reaktion allmählich  ändert.  



  Schliesslich ist die Erfindung auch dann brauch  bar, wenn die Reaktion absatzweise durchgeführt  wird. Die von einem gegebenen Ansatz am Ende der  Reaktion abgetrennte     Katalysatorphase    wird dann     im          allgemeinen    durch Verdünnen eines     Teils    der     Kataly-          satorphase        mit    dem Ersatzwasser und Entfernen des  durch dieses Verdünnen abgetrennten organischen  Materials zur Verwendung in einem darauffolgenden  Ansatz in geeigneter Weise hergerichtet.  



  Die Bedingungen, unter welchen die     olefinisch     ungesättigten Verbindungen     mit    Kohlenmonoxyd und  Wasser umgesetzt werden, können beträchtlich va  riiert werden. Um     optimale    Ergebnisse zu erzielen,  wird bei der Auswahl der Temperatur, des. Druckes  und' des Wassergehalts der     Reaktionsmischung    vor  zugsweise auf die Art der zu behandelnden     olefinisch     ungesättigten Verbindungen und des     gewählten        Kata-          lysators    geachtet. Brauchbare Temperaturen betragen  im allgemeinen -10 bis 150  C, obwohl auch höhere  und niedrigere Temperaturen möglich sind.

   Der       Kohlenmonoxyddruck    ist im allgemeinen höher als  20 atü. Brauchbare Druckwerte betragen im allge  meinen 50 bis 150 atü. Statt reinen     Kohlenmonoxyds     können auch Kohlenmonoxyd enthaltende Gas  mischungen, wie Wassergas,     Generatorgas        bzw.          Kokereigas,    verwendet werden. Wenn die Reaktion in  einer homogenen     Reaktionsmischung,    deren Zusam  mensetzung konstant bleibt, kontinuierlich durchge  führt wird, dann variiert die     Verweilzeit    der Reak  tionsmischung im Reaktionsraum unter günstigen  Bedingungen im allgemeinen zwischen 1 und 4 Stun  den.  



  Bei Verwendung von flüssigen Komplexmischun  gen von Phosphorsäure,     Bortrifluorid    und Wasser, bei  welchen das     H@p04    :     BF.-        Molverhältnis    0,8:1,2 bis  1,2:0,8 beträgt, werden im allgemeinen in einem      gegebenen Reaktionsraum, je nach der Art der     ole-          finisch        ungesättigten    Verbindungen,     vorzugsweise     ein Wassergehalt von 5 bis 11     GewA    (bezogen auf  die Summe von     H.P04,        BF3    und     H20    im Reaktions  raum) und Temperaturen von 40 bis 100  C ver  wendet.

   Ein niedrigerer bzw. höherer Wassergehalt ist  zu empfehlen, wenn das     H3P04    :     BF,-    Verhältnis     zu-          bzw.    abnimmt.  



  Andere geeignete Kombinationen von Bedingun  gen sind aus dem Schrifttum zu entnehmen oder  durch Versuche zu ermitteln.  



  Die     Verminderung    des Gehaltes an     organischem     Material im     erfindungsgemäss    erhaltenen umlaufen  den Katalysator     führt    zu einer Verbesserung sowohl  der Umwandlung von     olefinisch    ungesättigten Verbin  dungen in     Carbonsäuren    als auch des     Verhältnisses     dieser Umwandlung     zur    gesamten Umsetzung der       olefinisch    ungesättigten Verbindungen.    <I>Beispiel</I>  Es wurden Fettsäuren aus einer     Mischung    von       Olefinen    mit 8 bis 10     Kohlenstoffatomen    hergestellt.

    Der Betrieb war dem nach     Fig.        III        ähnlich,    aber die  beiden Waschoperationen des Produktes wurden in  je zwei Stufen durchgeführt.  



  Die     als    Ausgangsstoffe verwendeten     Alkene     waren eine Mischung, bestehend aus 76     Gew.%          Monoalkenen    mit 8 bis 10     Kohlenstoffatomen    und  einem Rest aus gesättigten und aromatischen Kohlen  wasserstoffen.    Der Katalysator enthielt     äquimolare    Mengen an       H.P04    und     BF3    sowie Wasser.  



  Die Stellen der Anlage, die mit dem Katalysator  in Berührung kamen, bestanden aus rostfreiem Stahl.  Die Reaktion wurde in einem zylindrischen     5-Liter-          Reaktionsgefäss    durchgeführt, das mit einer Um  mantelung für die Versorgung mit Dampf und Kühl  wasser zum Zwecke der Steuerung der Temperatur  der Reaktionsmischung und mit einem     Rührer    ver  sehen war.  



  Die Kohlenwasserstoffmischung mit einem Gehalt  an     Olefinen    wurde mit einer Geschwindigkeit von  275     g/Stunde    kontinuierlich     zugeführt.    Das Volumen  der flüssigen Reaktionsmischung im Reaktionsgefäss  wurde unverändert auf 3 Liter gehalten. - Als Ergeb  nis des     kräftigen        Rührens    (750 Umdrehungen je  Minute) blieb die flüssige Reaktionsmischung homo  gen. Es wurde reines Kohlenmonoxyd unter einem  Druck von 100 atü in das Reaktionsgefäss gepresst.  Die Temperatur im Reaktionsgefäss betrug 60  C.  



  In der folgenden     Tabclle    ist die Materialbilanz zu  sehen, wobei für jede Verbindungsleitung in     Fig.        III     die Menge der verschiedenen durch sie strömenden  Bestandteile in g, bezogen auf das     Mol    (128 g) des  am Anfang zugeführten     Olefins    angegeben ist. Die  letzte Spalte gibt an, aus welchen Leitungen das Mate  rial in einer bestimmten Leitung stammt oder auf  welche Leitungen das Material aus einer gegebenen  Leitung verteilt wird.

    
EMI0004.0049     
  
    Leitung <SEP> Organisches <SEP> H3P04 <SEP> + <SEP> BF3 <SEP> H20
<tb>  Material
<tb>  2 <SEP> 168,5 <SEP> - <SEP>   5 <SEP> 261,8 <SEP> 596,5 <SEP> 54,2 <SEP> 2 <SEP> + <SEP> 3 <SEP> + <SEP> 9 <SEP> + <SEP> 22 <SEP> = <SEP> 5
<tb>  8 <SEP> 68,5 <SEP> 574,2 <SEP> 52,4 <SEP> 5 <SEP> = <SEP> 8 <SEP> + <SEP> 19
<tb>  9 <SEP> 63,9 <SEP> 536,0 <SEP> 48,9 <SEP> 8 <SEP> = <SEP> 9 <SEP> + <SEP> 10
<tb>  10 <SEP> 4,6 <SEP> 38,2 <SEP> 3,5 <SEP> <B>10+</B> <SEP> 29 <SEP> = <SEP> 13
<tb>  13 <SEP> 4,6 <SEP> 40,5 <SEP> 15,0
<tb>  15 <SEP> 4,6 <SEP> - <SEP> - <SEP> 13=15+17
<tb>  17 <SEP> - <SEP> 40,5 <SEP> 15,0
<tb>  19 <SEP> 193,3 <SEP> 22,3 <SEP> 1,8 <SEP> 17 <SEP> + <SEP> 19 <SEP> = <SEP> 20
<tb>  20 <SEP> 193,3 <SEP> 62,8 <SEP> 16,8 <SEP> 20 <SEP> = <SEP> 22 <SEP> + <SEP> 24
<tb>  22 <SEP> 1,6 <SEP> 60,5 <SEP> 16,6
<tb>  24 <SEP> 191,7 <SEP> 2,3 <SEP> 0,

  2
<tb>  26 <SEP> - <SEP> - <SEP> 11,3 <SEP> 24 <SEP> + <SEP> 26 <SEP> = <SEP> 27
<tb>  27 <SEP> 191,7 <SEP> 2,3 <SEP> 11,5 <SEP> 27 <SEP> = <SEP> 29 <SEP> + <SEP> 30
<tb>  29 <SEP> - <SEP> 2,3 <SEP> 11,5
<tb>  30 <SEP> 191,7 <SEP> - <SEP> -       Das bei 15 und 30 abgeführte organische Mate  rial wurde vereinigt.     Die    Fettsäure     wurde    mit  25     %        iger        NaOH-Lösung    neutralisiert.

   Die Lösung der  Seifen wurde von den nicht umgesetzten     Alkenen     und den     Nebenprodukten    getrennt, mit einem von    aromatischen Verbindungen freien Leichtbenzin extra  hiert, mit einer Mineralsäure angesäuert und erneut  mit einem von aromatischen Verbindungen freien       Leichtbenzin    extrahiert. Vom zuletzt erhaltenen Aus  zug wurde     das    Leichtbenzin     abdestilliert,    so dass die      Fettsäure übrigblieb. Die nicht     umgesetzten        Alkene     wurden durch Destillation von den Nebenprodukten  abgetrennt.  



  Die Zusammensetzung des abgezogenen orga  nischen Materials war wie folgt:  99,5 g Fettsäuren  25,0 g Nebenprodukte  21,3 g nicht umgesetzte     Alkene     40,5 g gesättigte und aromatische       Kohlenwasserstoffe     196,3 g organisches     Gesamtmaterial.     



  Eine Menge von 57,2 % der     Alkene        wurde    in  Fettsäuren überführt. Die gesamte     Umsetzung    der       Alkene    betrug 83,4 %. Die Umsetzung der     Alkene    zu  Fettsäuren macht also<B>68,6%</B> der gesamten Um  setzung der     Alkene    aus. Diese Ergebnisse wurden  bei einem Gehalt von 9     Gew.    % an organischem Mate  rial im in das Reaktionsgefäss     eingeführten    Katalysa  tor (bezogen auf den Katalysator einschliesslich     dieses     organischen Materials) erhalten.

   Es wurde festgestellt,  dass dieser Gehalt konstant blieb, wenn das orga  nische Material einem verhältnismässig geringen Teil  des Katalysators kontinuierlich entzogen wurde.  



  Wenn kein organisches Material aus dem umlau  fenden Katalysator entfernt wurde, die Temperatur,  der CO-Druck, die Zuführungsgeschwindigkeit der       Alkene    enthaltenden Beschickung, das Volumen der  flüssigen Reaktionsmischung im Reaktionsgefäss und  die Geschwindigkeit des     Rührens    jedoch dieselben  waren wie oben, dann stieg der Gehalt des     Kataly-          sators    an organischem Material auf 15     GeWA,    die  Umsetzung der     Alkene    zu Fettsäuren belief sich auf  nur etwa 51     r ö,

      die gesamte Umsetzung betrug etwa  78 % und die Umsetzung der     Alkene    in Fettsäuren  bildete etwa 65 % der gesamten Umsetzung der       Alkene.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren durch Umsetzung von olefinischen Verbindungen mit Kohlenmonoxyd und Wasser in Gegenwart von stark sauren anorganischen Katalysatoren, anschliessende Trennung der Reaktionsmischung in eine Phase, die den grössten Teil der Carbonsäure enthält, und in eine andere Phase, in welcher sich der grösste Teil des Katalysators befindet, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens einen Teil der abgetrennten letzteren Phase mit Wasser oder einer Wasser ent haltenden Flüssigkeit verdünnt,
    die durch dieses Ver dünnen ausgefällten organischen Stoffe entfernt und die so gereinigte Katalysatorphase wieder für die Umsetzung verwendet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man mit dem verdünnten Kataly sator in das System nicht mehr als die Menge Wasser einbringt, welche erforderlich ist, um das durch Bil dung der Carbonsäure verbrauchte Wasser und die durch andere Ursachen bedingten Wasserverluste zu ersetzen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den mit Wasser verdünnten Katalysator vor dem Zurück führen in das System zum Waschen der rohen Car- bonsäuren verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das zum Verdünnen verwendete Wasser vorher zum Waschen der rohen Carbonsäuren verwendet.
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