CH401094A - Hydraulische Regeleinrichtung für Dampfturbinen - Google Patents
Hydraulische Regeleinrichtung für DampfturbinenInfo
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Description
Hydraulische Regeleinrichtung für Dampfturbinen Es ist bereits ein Verfahren zur Steuerung bzw. Regelung von solchen Dampfturbinen vorgeschlagen worden, deren Einströmdüsen in Düsengruppen aufgeteilt sind, denen Düsengruppenventile vorge schaltet sind, die während des Betriebes der Turbine in einem unteren Leistungsbereich von Dampf durch strömt und in einem oberen Leistungsbereich zur Mengenregelung nacheinander geöffnet bzw. geschlos sen werden. Bei diesem Verfahren bleiben sämtliche Düsengruppenventile während des Betriebes im unteren Leistungsbereich teilweise oder voll geöffnet, und die Steuerung bzw.
Regelung wird allein von einem diesen Düsengruppenventilen vorgeschalteten Drosselventil übernommen. In einem anschliessenden übergangsbereich zu dem oberen Leistungsbereich wird das Drosselventil weiter geöffnet. Gleichzeitig werden alle Düsengruppenventile bis auf ein einziges geschlossen.
Gegenstand der Erfindung ist eine hydraulische Regeleinrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens bei solchen Dampfturbinen, bei denen die Düsen gruppenventile entweder jeweils einzeln mittels eines hydraulischen Kolbenmotors oder durch einen ein zigen Kolbenmotor unter Zwischenschaltung eines mechanischen Übertragungssystems - beispielweise einer Nockenwelle - zwischen dem gemeinsamen Kolbenmotor und den einzelnen Düsengruppenven- tilen geöffnet werden und bei denen das vorgeschaltete Drosselventil ebenfalls mittels eines hydraulischen Kolbenmotors geöffnet wird.
Die hydraulischen Kolbenmotoren werden dabei jeweils durch hydrau lische Impulsdruckempfänger gesteuert. Zur Ver einfachung sind in der Beschreibung und in der Zeichnung die hydraulischen Kolbenmotoren mit den in bekannter Weise zu ihnen gehörigen Impulsdruck empfängern gleichgesetzt. Das Funktionsprinzip wird dadurch nicht verändert.
Die Erfindung besteht darin, dass die Abfluss blenden zweier im Steuerflüssigkeitskreislauf parallel geschalteter Zweiblendensysteme durch das Ausgangs glied des Drehzahlmesswerkes der Dampfturbine in einander entgegengesetztem Sinne gesteuert werden, dass die beiden Kolbenflächen eines Schaltkolbens je weils von einem der beiden von den Zweiblenden systemen ausgehenden Impulsdrücke beaufschlagt werden,
dass der Schaltkolben bei Überwiegen der von dem mit zunehmender Drehzahl steigenden Impuls druck aufgebrachten Druckkraft gegenüber der von dem anderen Impulsdruck aufgebrachten Druckkraft eine Durchtrittsöffnung zur Übertragung des erst genannten Impulsdruckes zu dem oder den an die Düsengruppenventile angeschlossenen Impulsdruck- empfänger offenhält und diese Impulsdruckempfänger dabei übersteuert bleiben,
dass der Schaltkolben bei Überwiegen der von dem mit zunehmender Drehzahl sinkenden Impulsdruck aufgebrachten Druckkraft diesen Durchtrittsquerschnitt schliesst und zugleich einen zweiten Durchtrittsquerschnitt zur Übertragung des letztgenannten Impulsdruckes zu diesen Impuls- druckempfängern öffnet,
wobei die Übersteuerung dieser Impulsdruckempfänger abbricht und dass der an das Drosselventil angeschlossene Impulsdruck- empfänger dauernd vom letztgenannten Impulsdruck beaufschlagt ist und dieser und die in dem Impuls- druckempfänger wirkende Federkraft so aufeinander abgestimmt sind, dass das Drosselventil bei Über schreiten des letztgenannten Impulsdruckes über einen festgelegten Betrag völlig geöffnet bleibt.
Der Aufbau und die Wirkungsweise der hydrau lischen Regeleinrichtung gemäss der Erfindung sollen an Hand der Zeichnung als Ausführungsbeispiel dar gelegt werden.
In Fig. 1 ist in einem Schaubild näherungsweise der- geforderte Verlauf der Öffnung F'D des vorgeschal- teten Drosselventils und der Öffnung Fm der diesem Drosselventil nachfolgenden Düsengruppenventile in Abhängigkeit von der auf die Nennleistung N nenn bezogenen Leistung N der Dampfturbine aufgezeich net.
Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung den Auf bau der hydraulischen Regeleinrichtung gemäss der Erfindung.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, soll in dem von der Leistung Null bis z. B. ?-Last angenommenen un teren Leistungsbereich I die Regelung so erfolgen, dass sämtliche Düsengruppenventile 29 teilweise oder, wie in Fig 1 dargestellt, vollständig geöffnet bleiben und das vorgeschaltete Drosselventil 19 entsprechend der mit zunehmender Belastung gemäss der Statik der Regelung sinkenden Drehzahl der Turbine so geöffnet wird, dass ein kontinuierlicher Leistungsanstieg eintritt.
Dies geschieht dadurch, dass das Augangsglied des Drehzahlmesswerkes 3, nämlich die Spindel 33, sich mit sinkender Drehzahl so bewegt, dass der Querschnitt der Abflussblende 12 des aus der Eintrittsblende 11 und dieser Abflussblende 12 bestehenden, von der Steuerflüssigkeit durchströmten Zweiblendensystems 10 verringert wird.
Die dabei eintretende Erhöhung des von diesem Zweiblendensystem 10 ausgehenden Impuls druckes P, bewirkt eine Auslenkung des an das Dros selventil 19 angeschlossenen Impulsdruckempfängers 15 im Öffnungssinne. Während dieser Drehzahlab senkung vergrössert sich der Querschnitt der Abfluss blende 22 des zweiten, ebenfalls von der Steuer flüssigkeit durchflossenen Zweiblendensystems 20, dessen Eintrittsblende die Ziffer 21 trägt.
Dabei ver ringert sich der von diesem Zweiblendensystem 20 ausgehende Impulsdruck P2. Durch entsprechende Auslegung der Abflussblenden 12 und 22 in Verbin dung mit den querschnittssteuernden Drosselkegeln 31 und 32 kann aber erreicht werden, dass der Impuls druck P, während dieser Drehzahlsenkung im unteren Leistungsbereich stets grösser bleibt als der Impuls druck P1. Der von diesen beiden Impulsdrücken P1 und P, beaufschlagte Schaltkolben 4 befindet sich also in derjenigen Stellung,
in welcher der Durchtritts- querschnitt 41 zur Übertragung des Impulsdruckes P, zu dem oder den Impulsdruckempfängern 25 ge schlossen ist.
Der Impulsdruck P2 und die in diesem bzw. diesen Impulsdruckempfängern 25 entgegen wirkende Kraft einer oder mehrerer Federn 26 sind so aufeinander abgestimmt, dass in dem unteren Lei stungsbereich I die von dem Impulsdruck P2 aufge brachte Druckkraft grösser bleibt als die ihr entgegen gerichtete Federkraft, dass also der oder die Impuls- druckempfänger 25 übersteuert und damit die Düsengruppenventile 29 voll geöffnet bleiben.
In dem sich an diesem unteren Leistungsbereich I anschliessenden Übergangsbereich 1I tritt eine weitere Drehzahlsenkung ein, welche durch Erhöhung des Impulsdruckes P, ein weiteres Öffnen des Drosselven- tiles 19 verursacht. Zugleich sinkt der Impulsdruck P2 so weit ab, dass die Übersteuerung des oder der Impulsdruckempfänger 25 abbricht und sämtliche Düsengruppenventile 29 allmählich bis auf ein ein ziges, im allgemeinen teilweise geöffnet bleibendes Düsengruppenventil, geschlossen werden.
Auch inner halb dieses Übergangsbereiches 1I überwiegt am Schaltkolben 4 die von dem Impulsdruck P2 erzeugte Druckkraft gegenüber der Druckkraft des Impuls druckes P1, so dass weiterhin der Durchtrittsquer- schnitt 41 geschlossen bleibt.
An den Übergangsbereich I1 schliesst sich der obere Leistungsbereich<B>111</B> an, in dem auf Grund der zunehmenden Belastung die Drehzahl der Turbine weiter absinkt. Beim Eintritt 'in diesen oberen Leistungsbereich III beginnt die von dem Impuls druck P1 aufgebrachte Druckkraft gegenüber der von dem Impulsdruck P2 herrührenden Druckkraft am Schaltkolben 4 zu überwiegen, so dass dieser beim Eintritt in diesen Bereich von seiner in der Zeichnung ausgezogen eingezeichneten Endstellung in die an dere, gestrichelt eingezeichnete Endstellung verschoben wird.
Dabei wird durch Öffnen des Durchtrittsquer- schnittes 41 die Übertragung des Impulsdruckes P1 zu dem oder den an die Düsengruppenventile 29 angeschlossenen Impulsdruckempfängern freigegeben und zugleich die Übertragung des Impulsdruckes P, zu diesem oder diesen Impulsdruckempfängern 25 durch Schliessen des Durchtrittquerschnittes 42 unter brochen.
Im oberen Leistungsbereich übernimmt also der Impulsdruck P1 die Steuerung sowohl der an das Drosselventil 19 als auch an die Düsengruppenventile 29 angeschlossenen Impulsdruckempfänger. Dabei ist die in dem Impulsdruckempfänger 15 wirkende Federkraft gegenüber diesem Impulsdruck P1 so be messen, dass das vorgeschaltete Drosselventil 19 während dieses ganzen Bereiches voll geöffnet bleibt.
Die beiden Zweiblendensysteme 10 und 20 können in einem Bauteil 5 zusammengefasst sein. Dabei können deren Abflussblenden 12 und 22 jeweils mittels der beiden Drosselkegel 31 und 32 gesteuert werden, welche an der gemeinsamen Spindel 33 angebracht sind. Ein gleichmässiger Leistungsanstieg in dem Übergangsbereich 1I kann dadurch gewähr leistet werden, dass die Drosselkegel 31 und 32 in an sich bekannter Weise abgesetzt, dass heisst, mit zwei oder mehreren Abschnitten unterschiedlichen Kegel winkels versehen werden. Ebenso ist es möglich, die Drosselkegel in bekannter Weise so zu gestalten, dass deren Erzeugende eine gekrümmte Linie darstellt.
Eine an dem Schaltkolben 4 angelenkte Einrich tung zur Dämpfung seiner Bewegungen, beispielsweise ein Dämpferkolben 43, dient dazu, um bei einer plötz lich erfolgenden Absenkung der auf die Dampfturbine wirkenden Belastung durch Schnellschluss sowohl des Drosselventiles 19 als auch sämtlicher Düsengruppen ventile 29 die weitere Zufuhr von Frischdampf zur Turbine zu unterbinden und damit ein Überschreiten der höchstzulässigen Läuferdrehzahl mit Sicherheit zu verhindern. Die bei einer solchen plötzlichen Lastabsenkung auftretende Drehzahlerhöhung be wirkt,
dass die Abflussblenden 12 und 22 beider Zweiblendensysteme 10 und 20 durch Übersteuerung der an das Drehzahlmesswerk 3 angelenkten Spindel 33 völlig geöffnet werden. Durch die Einrichtung zur Dämpfung der Bewegungen des Schaltkolbens 4 wird verhindert, dass bei der dabei auftretenden plötzlichen Absenkung beider Impulsdrücke P1 und P2 der Schaltkolben 4 in nicht genau vorausbestimmter Weise bewegt wird.
Dadurch bleiben die jeweils offenen Leistungsquerschnitte für die aus den Empfängern 15 und 25 zurückfliessende Steuerflüssigkeit während des Schnellschlussvorganges mit Sicherheit geöffnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hydraulische Regeleinrichtung für Dampftur binen, bei denen die Einströmdüsen in Düsengruppen aufgeteilt sind, denen Düsengruppenventile vorge schaltet sind, welche entweder jeweils einzeln mittels eines hydraulischen Kolbenmotors oder durch einen einzigen Kolbenmotor unter Zwischenschaltung eines mechanischen Übertragungssystems zwischen dem gemeinsamen Kolbenmotor und den einzelnen Düsen gruppen geöffnet werden und bei denen den Düsen gruppenventilen ein ebenfalls mittels eines hydrau lischen Kolbenmotors zu öffnendes Drosselventil vor geschaltet ist,wobei die hydraulischen Kolbenmotoren jeweils durch hydraulische Impulsdruckempfänger gesteuert werden und die Regelung so erfolgt, dass in einem unteren Leistungsbereich sämtliche Düsen gruppenventile teilweise oder voll geöffnet bleiben und das Drosselventil allein als Stellglied wirkt, in einem anschliessenden Übergangsbereich das Drossel ventil weiter geöffnet und gleichzeitig alle Düsen gruppenventile bis auf ein einziges geschlossen werden und in einem oberen Leistungsbereich die Düsen gruppenventile nacheinander geöffnet bzw.geschlos sen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab- flussblend'en (12, 22) zweier im Steuerflüssigkeits- kreislauf einander parallel geschalteter Zweiblenden systeme (10, 20) durch das Ausgangsglied (33) des Drehzahlmesswerkes (3) der Dampfturbine in einander entgegengesetztem Sinne gesteuert werden, dass die beiden Kolbenflächen eines Schaltkolbens (4) jeweils von einem der beiden von den Zweiblendensystemen (10, 20) ausgehenden Impulsdrücke (P1, P2) beauf- schlagt werden, dass der Schaltkolben (4)bei über wiegen der von dem mit zunehmender Drehzahl steigenden Impulsdruck (P2) aufgebrachten Druck kraft gegenüber der von dem anderen Impulsdruck (P1) aufgebrachten Druckkraft eine Durchtritts- öffnung (42) zur Übertragung des erstgenannten Im pulsdruckes (P2) zu dem oder den an die Düsen- gruppenventile(29) angeschlossenenImpulsdruckemp- fängern (25)offenhält und diese Impulsd'ruckemp- fänger dabei übersteuert bleiben, dass der Schalt kolben (4) bei Überwiegen der von dem mit zuneh mender Drehzahl sinkenden Impulsdruck (P1) auf gebrachten Druckkraft diesen Durchtrittsquerschnitt (42) schliesst und zugleich einen zweiten Durchtritts- querschnitt (41) zur Übertragung des letztgenannten Impulsdruckes (P1) zu diesen Impulsdruckempfängern (25) öffnet, wobei die Übersteuerung dieser Impuls druckempfänger abbricht und dass der an das Drossel ventil (19)angeschlossene Impulsdruckempfänger (15) dauernd vom letztgenannten Impulsdruck (Pi) beaufschlagt ist und dieser und die in dem Impuls- druckempfänger (15) wirkende Federkraft so auf einander abgestimmt sind, dass das Drosselventil (19) bei Überschreiten des letztgenannten Impuls druckes (Pi) über einen festgelegten Betrag völlig ge öffnet bleibt. UNTERANSRÜCHE 1.Hydraulische Regeleinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zweiblendensysteme (10, 20) in einem Bauteil (5) zusammengefasst sind, und deren Abflussblenden (12, 22) jeweils mittels Drosselkegel (31, 32) gesteuert werden, welche an einer gemeinsamen Spindel (33) angebracht sind. 2. Hydraulische Regeleinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass an den Schaltkolben (4) eine Einrichtung zur Dämpfung seiner Bewegungen, beispielsweise ein Dämpferkolben (43), angeschlossen ist.
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