CH401224A - Anordnung zur selektiven Erfassung von Störungen in Starkstromnetzen - Google Patents
Anordnung zur selektiven Erfassung von Störungen in StarkstromnetzenInfo
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Description
Anordnung zur selektiven Erfassung von Störungen in Starkstromnetzen Es sind Anordnungen zur selektiven Erfassung von Störungen in Starkstromnetzen unter Verwen dung der Spannungsabfälle an der von der Störung betroffenen Leitungsschleife und an einer Nachbil dung mindestens eines Teiles der Leitungsschleife be kanntgeworden.
Bei ihnen werden während der ersten Halbwelle des Überstromes die Momentanwerte der Spannungsabfälle<I>u</I> an der Leitungsschleife und<I>Au</I> an der Nachbildung einem Vergleichssystem zuge führt, welches aus diesen Momentanwerten ein Ent- fernungs- und ein Richtungskriterium für die Lage der Störstelle bildet und das aus diesen beiden Kri terien die Entscheidung über die Auslösung des zu gehörigen Schalters trifft.
Bei gleichem Verhältnis von Widerstand zu In duktivität der gestörten Leitungsschleife (R/L) und der Nachbildung (r/p ist das Verhältnis des Span- nungsabfalles u längs der Leitungsschleife und des Spannungsabfalls<I>Au</I> an der Nachbildung, unabhän gig vom zeitlichen Verlauf des Stromes, in jedem Moment ein exaktes Entfernungskriterium. Die Mo- mentanwerimessung gibt somit auch bei stark verla gertem Kurzschlusstrom den richtigen Wert der Ent fernung bis zur Kurzschlusstelle wieder.
Leider ist es aber zunächst nicht möglich, die übereinstimmung des Verhältnisses von. Widerstand zur Induktivität zwi schen Leitungsschleife und Nachbildung für alle Stö rungsfälle zu gewährleisten. Bei einer Abweichung der Nachbildung von der Leitungsschleife treten Pol stellen auf, an denen der Quotient u/Au sehr grosse Werte annimmt, aber auch durch Null geht. Wird die Messung in einem ausreichenden zeitlichen Abstand von den Polstellen durchgeführt, so kann der Fehler auch dann in zulässigen Grenzen gehalten werden. Bei Doppelerdschluss muss z.
B. berücksichtigt wer- den, dass der Widerstand des Erdreiches je nach Bo denbeschaffenheit verschieden sein kann, was wieder um einen Einfluss auf den ohmschen Anteil der Lei tungsschleife hat.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung der beschriebenen Art zur selektiven Erfassung von Störungen in Starkstromnetzen und bezweckt, den für eine genaue Entfernungsmessung erforderlichen zeitlichen Abstand von den Polstellen (Au = 0) mög lichst klein zu machen.
Sie ist dadurch gekennzeich net, dass Schaltmittel vorgesehen sind, die das Ver hältnis von Widerstand zu Induktivität der Nachbil dung (r/p nach Einsetzen des überstromes entspre chend dem Verhältnis von Widerstand zu Induktivität (R/L) der gestörten Leitungsschleife einstellen.
Dabei werden die Spannungsabfälle u an der Lei tungsschleife und Au' an der angepassten Nachbil dung einem Vergleichssystem zugeführt, das aus die sen Momentanwerten ein Entfernungs- und ein Rich- tungskriterium für die Lage der Störstelle bildet.
Die Anpassung der Nachbildung an die gestörte Leitungsschleife lässt sich in einem Ausführungsbei spiel der Erfindung wie folgt verwirklichen: Dem Stromkreis von Fig. 1 entspricht für ganz beliebigen zeitlichen Verlauf des Stromes i die Differentialglei chung.
EMI0001.0042
die sich auch wie folgt schreiben lässt
EMI0001.0043
Da bei Kurzschluss der Strom<I>i</I> der Spannung<I>u</I> immer nacheilt, sind die Grössen dildt und<B>1</B> im Zeit- punkt, da<I>u (t)</I> = 0 wird, wohl definiert. Es gilt dann die Beziehung
EMI0002.0004
Die Aussage von G1. (2) wird nachstehend an Hand von Fig. 2 erläutert.
Darin bedeutet<I>u (t)</I> die treibende Spannung an dem R -L-Kreis, die im Zeit punkt t* durch Null geht. i*, und i*. sind zwei Ströme, wie sie sich in dem Kreis der Fig. 1 für verschiedene Absolutwerte von R und L, jedoch bei gleichem Verhältnis R/L ergeben mögen.
Die Stromsteilheiten im Zeitpunkt t# sind durch die Tangenten T*1 und T*angedeutet. Man erkennt leicht, dass das Ver hältnis von Stromsteilheit zum Momentanwert des Stromes im Zeitpunkt t* unabhängig von der Grösse des Stromes und gemäss G1. (2) ein Mass für das Verhältnis R/L des Stromkreises ist. Ein Quotientenmesser, der die Grösse misst, gibt somit im Zeitpunkt, da u = 0 ist, das
EMI0002.0025
Verhält nis R/L der Leitungsschleife exakt wieder.
Auf Grund dieser Erkenntnis lässt sich eine Schaltung zur Anpassung der Nachbildung an die gestörte Lei tungsschleife entwickeln, wie sie beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist.
Darin bedeuten 1 und 2 zwei Stationen, die durch die zweiphasige Leitung 3 miteinander verbunden sind, 4 ist ein an die Sammelschiene der Station 1 angeschlossener Spannungswandler, 5 ein Strom wandler, der in der Lage ist, auch grosse Überströme formgetreu zu übertragen. 6 und 7 die beiden räum lich um 90() versetzten Spulen eines Dreheisenquo- tientenmessers, dessen bewegliches System 8 als leich ter Eisenflügel ausgebildet ist.
Damit fest verbunden ist ein Kontaktdraht 9, der ein kleines Eisenplättchen 10 trägt. 11 sind kreisbogenförmige Pole eines Ma gnetsystems, über dem sich das Eisenplättchen 10 in ganz geringem Abstand bewegt. Mit 12 ist die als konstant angenommene Induktivität der Nachbildung bezeichnet, während 13 den potentiometerähnlichen Widerstand der Nachbildung mit dem Abgriff durch den Kontaktdraht 9 bedeutet.
Die Spule 6 des Dreh eisenquotientenmessers wird direkt vom Sekundär strom des Stromwandlers 5 durchflossen, die Spule 7 liegt unter Vorschaltung des hochohmigen Wider standes 14 an der vom Sekundärstrom durchflossenen Induktivität 15 ;
der Strom in der Spule 7 ist des halb der zeitlichen Ableitung des Sekundärstromes proportional. Der Dreheisenquotientenmesser 6, 7, 8 misst somit das Verhältnis seine Stellung ist also im Nulldurchgang der
EMI0002.0048
Schleifenspannung je weils ein Mass für das Verhältnis R/L der Leitungs schleife.
Zur Festhaltung dieses Messzeitpunktes dient der kleine Ringkern 16, der von dem über den ohmschen Widerstand 17 fliessenden Sekundärstrom des Span- nungswandlers 4 erregt wird. Im Augenblick, da die Spannung u und damit auch der über den Widerstand 17 fliessende Strom durch Null gehen, wird der Ring kern 16 ummagnetisiert und erzeugt in seiner Sekun därwicklung 18 einen Stromimpuls, durch den das Magnetsystem 11 erregt wird.
Dies hat zur Folge, dass das. Eisenplättchen 10 angezogen und damit der Kontaktdraht 9 auf das Potentiometer 13 gepresst wird. Der Quotientenmesser wird hierdurch für eine kurze Zeit blockiert. Das Potentiometer 13 soll dem Quotientenmesser nun so zugeordnet sein,
dass das Verhältnis des durch den Kontaktdraht 9 abgegriffe nen Widerstandswertes des Potentiometers zu der festen Induktivität 12 stets dem durch die Stellung des Quotientenmessers angegebenen Wert
EMI0002.0071
ent spricht. Damit stimmt dieses Verhältnis im Null durchgang der Spannung an der Leitungsschleife auch exakt mit dem Verhältnis R/L der Leitungsschleife überein.
Die Spannung tr an der Leitungsschleife und die von diesem Augenblick ab vorhandene angepasste Spannung<I>Au'</I> an der Nachbildung sind in Phase, und es kann daher beispielsweise mit Hilfe eines Vergleichssystems die selektive Abschaltung eingelei tet werden. Nach Abklingen des vom Ringkern 16 erzeugten Stromimpulses wird der Quotientenmesser wieder freigegeben und steht damit für die nächste Ausmessung zur Verfügung. Bei sehr kleiner Schleifenspannung cc erfolgt die Ummagnetisierung des Ringkerns 16 unter Umstän den verhältnismässig langsam.
Es kann daher zweck- mässig sein, zwischen dessen Sekundärwicklung 18 und der Erregerwicklung des Magnetsystems 11 einen geeigneten Verstärker 19, insbesondere einen Trans- i@tor-Kippverstärker, vorzusehen, der zugleich die Aufgabe übernimmt, den Erregerstrom ausreichend lange, z. B. während einer Halbwelle, aufrecht zu erhalten. Der Quotientenmesser selbst muss so aus geführt sein, dass er in der Lage ist, den Momentan werten von dildt und<I>i</I> verzögerungsfrei zu folgen. Dies lässt sich erreichen durch kräftige Magnetfelder und möglichst geringe Masse des beweglichen Sy stems. B.
Da im Störungsfalle der Strom in der ge störten Leitungsschleife fast ausnahmslos grösser als der Nennstrom ist, bestehen hinsichtlich einer kräfti gen Erregung des Quotientenmessers keine nennens werten Schwierigkeiten.
Zusammenfassend erkennt man, dass bei guter Abstimmung zwischen rll der Nachbildung und R/L der Leitungsschleife, wobei in R ein zusätzlicher Lichtbogen- oder Erdwiderstand mit enthalten ist, annähernd die gesamte Halbwelle zur Messung der Momentanwerte von u und Au zur Verfügung steht. Nur die unmittelbare zeitliche Umgebung von Au = 0 muss ausgeschlossen werden, da die Auswertung von ulAu .-;: 0/0 bzw. af <I>- c .
Au</I> --v <I>0 - 0</I> messtech- nisch kaum erfassbar ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur selektiven Erfassung von Störun gen in Starkstromnetzen unter Verwendung der Spannungsabfälle an der von der Störung betroffenen Leitungsschleife und an einer Nachbildung minde stens eines Teiles der Leitungsschleife, wobei wäh rend der ersten Halbwelle des überstromes die Mo mentanwerte der Spannungsabfälle u an der Leitungs schleife und Du an der Nachbildung einem Ver gleichssystem zugeführt werden, das aus diesen Mo mentunwerten ein Entfernungs- und ein Richtungs kriterium für die Lage der Störstelle bildet und das aus diesen beiden Kriterien die Enscheidung über die Auslösung des zugehörigen Schalters trifft,dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel vorgesehen sind, die das Verhältnis von Widerstand zu Induktivität der Nachbildung (r/p nach Einsetzen des Überstromes entsprechend dem Verhältnis von Widerstand zu In duktivität (R/L) der gestörten Leitungsschleife ein stellen.UNTERANSPRUCH Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass im Augenblick, da der Spannungs abfall an der gestörten Leitungsschleife durch Null geht, die Abbildspannung an einer Induktivität und einem Widerstand abgegriffen wird, dessen Wert vom laufend gemessenen Quotienten EMI0003.0016 abhängig ist.
Applications Claiming Priority (2)
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Family
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Family Applications (1)
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Also Published As
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