CH401664A - Verfahren und Einrichtung zur Fliessfertigung von Hohlkörpern aus flachen, geschichteten Stoffbahnen sowie daraus hergestellter Hohlkörper - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Fliessfertigung von Hohlkörpern aus flachen, geschichteten Stoffbahnen sowie daraus hergestellter Hohlkörper

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CH401664A
CH401664A CH965161A CH965161A CH401664A CH 401664 A CH401664 A CH 401664A CH 965161 A CH965161 A CH 965161A CH 965161 A CH965161 A CH 965161A CH 401664 A CH401664 A CH 401664A
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Janosfia Attila
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  Verfahren und     Einrichtung    zur Fliessfertigung von     Hohlkörpern    aus     flachen,          geschichteten    Stoffbahnen sowie daraus hergestellter     Hohlkörper       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein     Verfahren     zur Herstellung von Hohlkörpern     unterschiedlicher     Form (Tuben, Röhrchen, Dosen, Büchsen usw.) aus  flachen, beschichteten oderkund geschichteten Stoff  bahnen mittels     einheitlicher    Fertigungsmethode und  unter     möglichstem    Ausschluss unproduktiver Mani  pulationen,

   eine Einrichtung zur Durchführung des       Verfahrens    und nach dem Verfahren     hergestellten     Hohlkörper.  



  Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik sind  Hohlkörper der Verpackungsindustrie vorwiegend aus  einem Stoff (Metall, Kunststoff, Papier, Karton, Glas,  Keramik)     hergestellt.    Einige homogene Wände haben       diinne        überzüge    (z. B. Zinn und Lack bei Weiss  blech, Kunststoffe bei Papier).  



  Weil jeder homogene Stoff mittels spezieller,       materialangepasster    Verfahren verarbeitet werden  muss, gelangen Schneiden,     Stanzen,    Rollen, Kleben,  Löten, Bördeln, Giessen, Tiefziehen, Spritzen usw.,  alle in der Technik üblichen Formungsverfahren  wahlweise zur Anwendung, und eine Vereinheit  lichung der Herstellungsverfahren erscheint ausge  schlossen.  



  Die meisten Hohlkörper werden nicht -am Ver  braucherort,     unmittelbar    vor der Abfüllung ange  fertigt, weil dies umfangreiche Hilfsbetriebe     erforderty     sondern im füllfertigen Zustand von auswärts be  zogen.  



  Um den     Neuheitsgehalt    der Erfindungsidee zu  treffend einschätzen zu können, müssen     einige    der  gegenwärtig wichtigsten Herstellungsverfahren ange  geben werden.  



  Metalltuben werden mittels     Fliessdruck    angefer  tigt. Runde Metallzuschnitte werden durch starke,  schlagartige Druckeinwirkung eines Stempels     plasti-          fiziert    und in der Form hochgetrieben, dann mit    Gewinde versehen und     abgelängt.    Die     Anschaffung     der Automaten ist kostspielig, aber die Arbeit relativ       billig.    Die nachfolgenden Phasen der     Fertigstellung     sind     umständlich    und teuer.

       Aluminiumtuben    werden       geglüht,        innen    und aussen lackiert, bedruckt, Lacke  und Farben     eingebrannt.    Blei- und     Zinntuben,    wel  che nur     schwindenden    Anteil am Markt     haben,    sind  einfacher ausgestattet. Die Anlagen benötigen gute  Kapazitätsausnutzung und     grosse    Auflagen.

   Darum  stehen solche     Fertigungslinien    in spezialisierten Fa  briken, welche füllfertige     Leertuben        liefern.    Die Be  steller müssen grosse Auflagen beziehen, beträcht  liches Lager an Leertuben halten und mehrfache  unproduktive Manipulation hinnehmen. Diese zu  sätzlichen Kosten machen die     Metalltuben    teuer.  Trotzdem finden diese     zunehmende    Verwendung,  wobei die Aluminiumtube     gegenwärtig    denn Markt  beherrscht.

   Der Verbrauch an Tuben     könnte    gestei  gert werden, wenn     d.ie    Selbstherstellung von Metall  tuben durch die Verbraucherbetriebe     technisch    mög  lich und lohnend wäre.  



  Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik ist  eine Dezentralisierung der Erzeugung von     Metaill-          tuben    und eine     Verbilligung    durch Entfall     unpro-          duktiver    Phasen undurchführbar.  



  Kunststofftuben haben derzeit noch: keinen gro  ssen Anteil am Markt. Sie     werdenr    mittels Spritzen,  Blasen, Pressen erzeugt. Sie haben relativ dicke  Wände, deren starrelastische Eigenschaften uner  wünscht sind. Die Herstellungsautomaten haben ge  ringe Kadenzen,     wiel    die     Wärmeübergänge        in     Thermoplasten zögernd     erfdilgen.        Mehrfachwerkzeuge     verteuern die     Anlagekosten.    Versuche,     durch    Tief  ziehen oder mittels Wicklung     dünnwandige    Tuben       herzustellen,    haben zu keinen brauchbaren: Resultaten  geführt.

   Die Herstellung ist gleichfalls     Spezialfabriken         überlassen. Die. Transport- und Lagerprobleme sind  etwas vereinfacht, aber noch unzureichend gelöst.  Eine wesentliche Senkung der     Einstandskosten    ge  genüber den     Metalltuben    ergibt sich für den Ver  braucher nicht.  



  Die einzige Ähnlichkeit bei der     Herstellung    von  Metall- und Kunststofftuben besteht in der     Plastifi-          zierung    des verwendeten Materials. Beide Tuben  arten sind durch dünne     überzüge    (Lacke, Farben)  veredelte     Einstoff-Hohlkörper,    welche auf unterschied  lichen Maschinen angefertigt     werden    müssen. Die  Wände sind aus     fabrikatorischen    Gründen     stärker,     das Leergewicht grösser, als dies für den Verwen  dungszweck erforderlich wäre. Für beide Arten ist  eine Dezentralisierung der Erzeugung derzeit     nicht     möglich.  



  Bei den Dosen, Büchsen sind die Verhältnisse  etwas     differenzierter.    Entweder bestehen diese aus  einem Stoff (z. B. Dosen, Röhrchen aus Glas, Alu  minium) oder haben     überzüge    zwecks Verbesserung  der     Oberflächeneigenschaften    (z. B. Zinn bei Stahl  blech; Paraffin, Lacke, Kunststoffe bei     Becherkarton)     oder sind     mit    einem zweiten Stoff     ergänzt    (z. B.

    Wickeldosen aus Graukarton mit     Aluminium-Folien          bekleid@\ung,    eingebördelte     Metallböden).    Die meisten  Arten werden     ebenfalls    in     Spezialfabriken    hergestellt.  



  Nur die Herstellung von Weissblechdosen ist  durchorganisiert. Die Kosten sind infolge der rationel  len     Herstellung,    sowohl der Dosenteile wie des Stahls,  relativ niedrig. Die Anlagen sind     zwar    teuer und  umfangreich, lohnen sich aber in grossen Fabriken.  Mittlere Verbraucherbetriebe können derartige An  lagen weder     anschaffen    noch ausnützen, weshalb  Leerdosen bezogen werden müssen. Die     Herstellung     von Dosen in mittleren oder kleinen Auflagen, mit  einfachen und billigen Automaten und     in        wechselnder     Materialzusammensetzung,     unmittelbar    vor der Ab  füllung, ist derzeit ebenfalls nicht möglich.

   Bei dem  grossen Verbrauch an Konservendosen kommt der  Beseitigung von aufgebrochenen und geleerten Dosen  eine gewisse Bedeutung zu; Metalle, Glas     sollten     ersetzt werden.  



  Aus langfaserigem Karton werden Dosen mit ein  geklebtem oder eingebördeltem Boden und     Deckel,          evtl.        Stülpdeckel,    angefertigt. Entweder ist schon  das Ausgangsmaterial wasserdicht, oder die fertigen  Dosen werden     paraffiniert,    lackiert,     siliconisiert.     Dünnwandige Dosen aus Kunststoff werden tief  gezogen und sind billig, allerdings nicht für alle Füll  güter geeignet. Hohlkörper aus Glas sind ebenfalls  billig und haben gute Oberflächeneigenschaften, aber  grosses Eigengewicht und die     Schlagempfindlichkeit     beschränken die Anwendung.  



  Diese Aufzählung genügt, um darzutun, dass ge  genwärtig den sehr     vielfältigen        Bedürfnissen    des  Marktes an Verpackungen nur durch die Verwendung  verschiedener Stoffe und sehr unterschiedlicher Fer  tigungsverfahren entsprochen werden kann.  



  Derzeit ist das Eigengewicht der meisten Ver  packungen     grösser,    als für die Verwendung not-    wendig wäre. Die Erzeugung der Hohlkörper ist  mit weniger Ausnahmen in Spezialfabriken kon  zentriert. Stoffe und Verfahren können nicht     stell-          vertretend    gegeneinander ausgetauscht werden.     Eine     Fliessfertigung ohne Abfall ist nach dem gegen  wärtigen Stand der Technik nicht     möglich.     



  Betrachtet man die Erfordernisse, welche an eine  gute Verpackung in Gestalt eines Hohlkörpers ge  stellt werden können (gute     Oberflächeneigenschaften,     hohe Druck-, Biege-, Schlagfestigkeit, Dichtigkeit,       Sterilisierbarkeit,    Standfestigkeit, geringes Eigen  gewicht, Preiswürdigkeit, bequemes Öffnen, voll  ständige     Entleerbarkeit,    Herstellung vor der Füllung,  guter Verschluss, leichte     Vernichtbarkeit    gebrauchter  Hohlkörper), leuchtet ein, dass Hohlkörper aus homo  genem     Stoff    jeweils nur einige wenige Erfordernisse  erfüllen können.  



  Erst die Kombination verschiedener Stoffe in  Form dünner Schichten mit unterschiedlichen Eigen  schaften schafft Variationsmöglichkeiten, welche den  meisten oder allen Erfordernissen entsprechen  können.  



  Die     Herstellung    dünner Materialbahnen aus ver  schiedenen     Stoffen    (z. B. aus Fasern durch     Nass-          verfilzung,    aus Metallen mittels Walzen, aus Kunst  stoffen mittels     Extrusion    oder chemischer Fällung)  sowie deren     adhäsive    Verbindung ist 'bereits hoch  entwickelt und eröffnet die grundsätzliche Möglich  keit, für jede abzupackende Ware die optimale Stoff  kombination anzuwenden.  



  Sowohl die Herstellung der Einzelschichten als  deren Verbindung zu einer Kombination von Schich  ten erfolgt in Bahnen von beträchtlicher Breite, mit       hohen        Laufgeschwindigkeiten    der Bahnen und vor  wiegend     mittels    rotierenden     (Walzen)    oder parallel  laufenden. (Siebe, Bänder) Bearbeitungselementen.  



  Eine technisch     und        wirtschaftlich    adäquate Wei  terentwicklung der beschriebenen     Technik    ist erst  dann gegeben, wenn die     Verformung    flachliegender  Bahnen zu Hohlkörpern mit ähnlichen, fliessenden  Methoden erfolgt.  



  Dies ist mit bekannten Mitteln nicht möglich, weil  bei der     Einrollung    einer zylindrischen Mantelfläche  nur schmale Materialstreifen (z.     :B        Falzleisten)    ab  gekantet werden können, denn infolge eines über  Schusses an Fläche entsteht ein Materialstau,     welcher     nachträglich nicht     behoben    werden kann und durch  eine     wellenförmige    Verwerfung der abgewinkelten  Kante gekennzeichnet ist.

   In     Fig.    1 ist eine solche  Verwerfung eines breiten Materialstreifens bei der       Abk'antung        dargestellt.    über ein dornartiges Werk  zeug 1 wird ein flaches, starres Material zur Mantel  fläche 2 eingerollt, wobei ein breiter Materialstreifen  3 gleichzeitig abgekantet wird. Bei diesem Vorgang  wird die abgewinkelte Kante 4 des Materialzuschnit  tes     wellenförmig    verworfen, weil ein Materialstau  entsteht.  



  Wenn die Mantelfläche und ein seitlicher     Ab-          schluss    eines Hohlkörpers aus einem einzigen, ebenen       Materialzuschnitt    gleichzeitig gebildet werden soll,      bedarf es neuer     Verfahrensschritte,    deren Grund  lagen am     nachfolgenden    Beispiel erläutert werden.  



  Aus einem Zuschnitt in der Grösse von  18,84 X 22,00 cm = 414,48     cm2    Fläche  soll ein zylindrischer Behälter mit Boden im Durch  messer von 6 cm und mit 19 cm Mantellänge ent  stehen.  



  Für die, ohne Naht gedachte,     Mantelfläche    be  nötigt man (d -     -t    . 19 = 6 - 3,14 - 19 =) 357,96     cm2.     Für den Boden stünden 56,52 cm- zur Verfügung,       wovon        jedoch        bloss        die        Hälfte        (r2        -,-t,        .=        32-3,14        =)     28,26     cm2    benötigt werden.  



  Die Aufgabe besteht darin, den     Flächenüber-          schuss    zu beseitigen,     d'ass    sowohl die Beseitigung, Ein  rollurig und     Abkantung    ohne Verlust und     Material-          stauungen    möglich werden.  



       Untersucht    man die Verwerfung bei der     Ab-          kantung    und zylindrischen     Einrollung    breiter Ma  terialstreifen entlang der Kante, findet man von der  Kante gegen den Mittelpunkt der     Kreisfläche    hin  zielende Kraftlinien, deren Verlauf und     Krümmung     sowohl vom Material, als den räumlichen Versu  chungsbedingungen abhängig ist.

   Als Beispiel ist     in          Fig.    1 eine     flach        bogenförmige        Kraftlinie    6 darge  stellt, welche bei der     Abkantung    breiter Material  streifen auftreten kann.  



  Aufbauend auf diese     Untersuchungen,        wird    die       Herstellung    von Hohlkörpern aus     bahnförmigen,    flu  chen Stoffschichten     und#/oder        Stoffbahnkombina-          tionen        erfindungsgemäss    in zwei verschiedenartigen.  Verfahrensschritten     durchgeführt.     



  Der erste     erfindungsgemäss    durchgeführte Ver  fahrensschritt kann als verlustlose Flächentransfor  mation bezeichnet werden, weil die Fläche im Be  reiche des später zur Boden- oder     Konusbildung     herangezogenen Bahnteiles durch die     Anbringung     von Einschnitten in die Bahn, welche aus den     Ver-          werfungskraftlinien    abgeleitet mit     wechselnder    Rich  tung angebracht werden, zwischen zwei benachbarten       Bahnteilen        hälftig    geteilt wird.  



  Auf     Fig.2    ist schematisch eine     ungeteilte        La-          minatrolle    7 dargestellt, von welcher ein unbehandel  ter Bahnteil 8 abgezogen ist. Mittels schwach bogen  förmigen, mit     wechselnder    Richtung geführten Ein  schnitten in die Bahn 9, welche einen     zickzackför-          mige.n    Randschnitt ergeben, ist diese in dem darge  stellten Beispiel in zwei gleichartige     Hälften    10, 11  unterteilt.  



  Wenngleich die     Verwerfungskraftlinien        vornehm-          lich    bogenförmigen Verlauf zeigen und die     Ein          schnitte    in die Bahn     diesem:    Verlauf     möglichst        ange-          passt    werden     sollen,    damit die Weiterverarbeitung  einwandfrei und ohne Materialstauung     verläuft,    kön  nen praktische     Bedürfnisse    (z. B. Vereinfachung der  Werkzeuge) andere     Formen    der Einschnitte erfor  derlich machen.

   Als Beispiele für     diese    mehr kon  struierten Formen sind in den     Fig.    3, 4, 5, 6, 7       einige        unterschiedliche    Ausführungen angegeben.  



  Die Bahnteilung kann als Endphase der     letzte.     Beschichtung, der     .adhäsiven    Verbindung     der        Bahnen       oder nachher, z. B. bei der Umwicklung,     bewerk-          stelligt    werden. Die     Zuschneidung    der Bahnen auf  die     erforderlichen    Abmessungen der anzufertigenden  Hohlkörper     kann    in gleicher Weise     durchgeführt     werden. Es ist unerheblich, ob Rollen oder     Stapel     von     Zuschnitten    der Formung zugeführt werden.  



  Im zweiten Verfahrensschnitt erfolgt die     For-          mu        ng.    Zwecks Formung des flachen Materials zu       einem    Hohlkörper werden     erfindungsgemäss    die     Zu-          oder        Abschnitte        derart        gerollt,        dass-die        beiden     glatten     Schnittkanten    die     Mantelnaht     bilden und die     Abwinkelung    der     gezackten    Kante,  je nach Konfiguration,

   einen vollständigen oder einen       unvollständigen        stirnseitigen    Abschluss ergibt, wobei  sich die     Zackenkanten    im Extremfall fugenlos     an-          nähern.     



  In     Fig.    8 ist die Bildung eines vollständigen seit  lichen Abschlusses (Bodens)     dargestellt.    Die Bahn  10 mit Aden Zacken 9a wird derart um einen     zy-          lindrischen        Dorn,    12 gerollt, dass die     glatten        Kanten     13 die     Mantelnaht    bilden und die Zacken 9a sich  einander fugenlos annähern und die geschlossene,  vollständige Bodenfläche 14 ergeben.  



  In     Fig.    9     wird    eine     Zackenform    9b der Bahn 10       dangestellt,    welche bei vollendeter     Einrollung    der       Mantelfläche    nur einen unvollständigen     seitlichen     Abschluss     (Konus)    ergibt.  



  Ein dauerhafter, fester Abschluss bildet sich erst  nach der dichten     Verbindung    der     Zackenkanten        aus.     Grundsätzlich     sind    hierbei zwei     unterschiedliche    Me  thoden, sowie eine     Kombination    beider möglich, und  zwar die Verbindung der     Zackenkanten    durch       Schweissurig,        Heissklebung        benachbarter    Kanten oder  durch     Flächenhaftung    auf eingefügten oderkund vor  fabrizierten Bestandteilen.  



  Für die     Schweissurig    benachbarter Kanten eignen  sich z. B.     einschichtige    Metalle oder     Mehrschicht-          laminate        mit    thermoplastischen Schichten.

   In beiden  Fällen     wird    die     Verbindung    durch     vorlübergehende          Materialplastifizierung        erzielt.    Ein     Unterschied    be  steht insofern, als bei dem     mehrschichtigen    Material  aus der Schichtung so viel     Thermoplast    austreten  muss,     d.ass        alle    Nähte     dicht,    fest     und    dauerhaft ver  bunden und     zufällige    Lücken eben ausgefüllt werden.

    Wenn in, der Schichtung     Material        gespart    werden     soll,     kann der erforderliche     überschuss    auch in Form     einfies     besonderen Bandes oder gestapelter Formzuschnitte       zugeführt    werden. Bei schweissbaren Einzelschichten       genügt        die    Erweichung der     Zackenkanten    und     eine          kurze"ebnendie        Druckeinwirkung.     



       Eine        Flächenhaftung    kann     sicherheitshalber    auch  dann angewendet werden,     wenn        eine    Verbindung ent  lang der Kanten erfolgt. Sie ist     unerlässlich,    wenn  die     Annäherung    der Zacken     absichtlich    nur unvoll  ständig erfolgt, wie auf     Fig.    9 dargestellt.     In    diesem  Fall werden die Zacken mittels Heiss     odtr/und          Druckklebung    z.

   B. mit eingefügten     und/oder        vor-          fabrizierten    Bestandteilen     verbuniden.     



       Ein,    Beispiel für     diese    Art der Verbindung ist in       Fig.10    dargestellt.     Ein    vorfabrizierter Konus 15,      welcher auf einem Dorn 12 aufgesteckt ist, dient  als Unterlage für die flächenmässige     Anheftung    der  in     Fig.    9 dargestellten Zacken 9b, welche noch durch  eine ebenfalls angeheftete     Abdeckrondelle    16, in  diesem Fall von     ebenfalls    konischer Form, zu einer       glatten:    Fläche ergänzt werden.  



  Nach erfolgter Bildung eines seitlichen Abschlus  ses wird der Hohlkörper durch einen allseitigen,  kurzen Druck unter     Wärmeeinwirkung    (mechanisch,  hydraulisch,     pneumatisch,        elektromagnetisch)    auf     den     Dorn gepresst, wodurch die Stoffe verdichtet, die     in     den Schichten     evtl.    vorhandenen Spannungen     ausge-          glichen    bzw. zweckmässig gerichtet werden und     eine     Reckurig des Hohlkörpers bewerkstelligt wird.  



  Je vollendeter die Konfigurationen der Zacken  den     Verwerfungskraftlinien    des Materials bei der       Abkantung    angepasst sind, um so     einfacher    können  die Einrichtungen zur Formung sein. Weil die Ka  denzen der Formungseinrichtungen von den beweg  ten Massen und dem zurückgelegten Weg der Werk  zeuge abhängen, sind kurze Wege und kleine Massen       Voraussetzungen    für Einfachheit, Betriebssicherheit,  geringe     Anschaffungs-    und Unterhaltskosten.  



  Sind für die Zacken Konfigurationen gewählt  worden, welche die Stoffeigenschaften, bezogen auf  den gedachten Durchmesser des Hohlkörpers ge  bührend     berücksichtigen    und somit einen Material  stau bei der     Abkantung    ausschliessen, ist es möglich,  die Zacken durch einen geradlinig ausgeübten Druck  in die Richtung der Längsachse des Hohlkörpers zu       schliessen.     



  Hieraus folgt, dass im     einfachsten    Fall und von  der     Verbindungsarbeit    abgesehen die Formung durch  die     Einrollung    des Zuschnittes über einen Dorn  zur Mantelfläche mittels Drehung und durch die  lückenlose Annäherung der     Zackenkanten    zu     einer     geschlossenen     Fläche    mittels geradlinig ausgeübtem  Druck und     Abkantung    der Zacken     erfolgen    kann.  



  Auf den     Fig.    11 und 12 ist eine Einrichtung  zur Formung der     flachen,    nach dem erfindungs  gemässen Verfahren bearbeiteten Stoffbahnen zu  Hohlkörpern dargestellt.  



  Als     Ausführungsbeispiel    wird die Formung     eines          zylindrischen    Hohlkörpers mit konischem seitlichem  Abschluss dargestellt.     Fig.ll    ist ein     Querschnitt     durch die Einrichtung. Ein zylindrischer Dorn 17  mit Saug- und Haftleiste 18 ist drehbar angeordnet.  Er wird von drei Backen 19, 20, 21     unvolIständig     umgeben. Die erste Backe 19 ist fest und bildet     mit     dem Dorn 17 einen     feinen    Spalt 22, welcher ein       Durchziehen    des einzurollenden Materials gerade  noch gestattet.

   Die zweite Backe 20 ist auf einer  kurzen Strecke von wenigen     Millimetern    linear von  und zu der ersten Backe 19 beweglich. Die dritte  Backe 21 ist um das Gelenk     21a        drehbar.    Ein       Materialzuschnitt    23 wird auf die Haft- oder Saug  leiste 18 gebracht und bei geschlossener dritter Backe  21, aber, nicht     eingerückter    zweiter Backe 20 und  bei     Anlaufen    des Dornes 17     in    die     Drehrichtung,     mittels einer vollständigen Drehung derart     gerollt,

         dass bei     Stillstand    nach Umdrehung eine     Oberlappung     der Längskanten entsteht. Eine Schweissleiste 25  verschliesst die     überlappung    zu einer festen Naht.  Die Schweissleiste rückt in. den Zwischenraum der  ersten und dritten Backe 19 und 21 ein und kann       diesen        voIlständ@ig        schliessen.    Nach Andrücken der  Backen ist der     Materialzuschnitt,    welcher bereits zu  einem Rohr geformt und verbunden ist, fest     umfasst     und kann     nötigenfalls    durch Druck     und,/oder    Wärme  gereckt werden.  



       Fig.    12 zeigt einen teilweisen Längsschnitt der  ersten Backe 19 mit dem Dorn 17, dessen Vorderteil  im dargestellten Beispiel konische Form hat und  etwas hervorragt 26. Die Zacken 27 des Materials 23  stehen noch frei. Bei geradliniger     Annäherung    der  Form 28 legen sich die richtig konstruierten Zacken  27     mit    ihren Kanten fugenlos aneinander und können  durch hinzutretende     Wirkung    (Wärme, Druck, elek  trischer     Impuls,        kapazitive        Aufladunig)    an den Kanten  der Zacken durch.

       vorübergehende        Plastifizierung          mindestens    einer Schicht der Kantenzone zu einer  geschlossenen Fläche fest     verbunden    werden. Der  zylindrische Hohlkörper mit einem vollständigen seit  lichen Abschluss ist gebildet. Es ist hierbei unerheb  lich, ob dieser seitliche Abschluss plan, konisch oder       bombiert    ausgeführt wird. Werkzeuge, Material und  Einwirkungen müssen jeweils auf die konkrete Auf  gabe berechnet und     abgestimmt    sein.  



  Die Hohlkörper, welche nach. dem     vorgängig    be  schriebenen Verfahren und mittels der beispielsweise  dargestellten Einrichtung angefertigt werden, sind  dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche ohne  Unterbruch der Materialfläche in den vollständigen  oder unvollständigen seitlichen Abschluss übergeht  und dieser     seitliche    Abschluss ohne Verlust     oder     Stauung von Material     erzeugt    wird.  



  Weil die Herstellungsart und das durch diese 'be  dingte Aussehen der fertigen Hohlkörper eindeutig  kennzeichnend, .auf     den    ersten Blick erkennbar und  im Schnitt identifizierbar ist, erübrigt sich die Auf  zählung verschiedener Ausführungsbeispiele.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Fliessfertigung von Hohlkörpern aus flachen, beschichteten oderkund geschichteten Stoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stoff bahn oder ein Stoffbahn-Zu- oder -Abschnitt inner halb zweier virtueller Linien in der annähernden Breite des halben Aussendurchmessers des herzu stellenden Hohlkörpers., in gleichen, an den genanntem Linien versetzten Abständen mit wechselnder Rich tung kurvenförmige oderkund geradlinige Einschnitte erhalten, welche einen zickzackartigen Randschnitt ergeben, wodurch Bahntcile mit mindestens auf einer Seite stank verlängerter Kante entstehen,
    welche ohne weitere Aufteilung oder nach weiterer Aufteilung, derart um ein dornartiges Werkzeug gewickelt und mit mindestens einem Aussenwerkzeug geformt wer den, dass die gegenüberliegenden glatten Schnitt kanten die Mantelnaht bilden, und durch Abwinke- hing der gezackten Kante je nach Konfiguration ein vollständiger oder unvollständiger stirnseitiger Ab schluss geformt wird und nachfolgend mindestens eine Schicht,an den Fügestellen benachbarter Kanten oder ihre Flächen mit einem zweiten Teil fest,
    dicht und dauerhaft verbunden werden. 1I. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Formung der Mantelfläche ein im, Aus sehen und Abmessungen austauschbaren drehbaren Dorn und zur Bildung des vollständigen oder unvoll ständigen stirnseitigen Abschlusses durch Zusammen legung von Zacken mittels kurzhubiger Bewegung mindestens ein,
    in den Abmessungen und der Form auf die herzustellende Aussenfläche abgestimmtes Aussenwerkzeug aufweist. III. Hohlkörper aus Laminaten oderkund, La- minatkombirnationen,hergestellt mach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche ohne Unterbruch in den voll- ständigen oder unvollständigen stirnseitigen Abschluss übergeht. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass bei der dauerhaften Verbindung der stirnseitigen Abschlussfläche vorfabrizierte Er gänzungsbestandteile des Hohlkörpers. miteingeschlos sen werden.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, d.ass der zentral angebrachte For mungsdorn. durch backenförnmige Maschinenelemente vollständig oder unvollständig umfasst wird. 3. Hohlkörper nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die stirnseitigen Abschlüsse durch flächig angeheftete Materialzugaben verstärkt oder und zu permanenten Entnahmeöffnungen ergänzt sind.
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