CH401990A - Verfahren zur Herstellung von o,o'-disubstituierten p-Aminobenzoesäureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von o,o'-disubstituierten p-Aminobenzoesäureamiden

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CH401990A
CH401990A CH1154660A CH1154660A CH401990A CH 401990 A CH401990 A CH 401990A CH 1154660 A CH1154660 A CH 1154660A CH 1154660 A CH1154660 A CH 1154660A CH 401990 A CH401990 A CH 401990A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
disubstituted
preparation
acid amides
aminobenzoic acid
ether
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Application number
CH1154660A
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English (en)
Inventor
Juhani Hukki Jaakko
Juhani Honkanen Erkki
Original Assignee
Laaketehdas Orion Oy Fa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/12Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by halogen atoms or by nitro or nitroso groups

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von o,   o'-disubstituierten      p-Aminobenzoesäureamiden   
In der britischen Patentschrift Nr.   791 599    ist ein Verfahren beschrieben, wonach Titelverbindungen hergestellt werden können. Nach diesem Verfahren stellt man zuerst ein   ortho-disubstituiertes      p-Acylaminobenzoesäure-halogenid    her, setzt dieses mit einem Diamin um und hydrolysiert schliesslich das erhaltene ortho-disubstituierte p-Acylamino  benzoesäureamid,    um das Amid der entsprechenden   p-Aminobenzoesäure    zu bilden.



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von o,   o'-disubstituierten      p-Aminobenzoesäureamiden    der Formel :
EMI1.1     
 worin   Ri    eine Alkylgruppe oder ein Halogen, Rs eine Alkylgruppe, R ein tertiäres Aminoradikal und n 2 oder 3 ist. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Säurehalogenid der Formel
EMI1.2     
 mit einer tertiären Aminoverbindung der Formel    H2N- (CH2), 1-R    umsetzt und die so erhaltene Nitroverbindung reduziert.



   Die Reaktion zwischen dem Halogenid der o, o'-disubstituierten   p-Nitrobenzoesäure    und der tertiären Aminoverbindung wird vorzugsweise in Ge  genwart    eines indifferenten   organischen Lösungsmit-    tels, beispielsweise Äther, durchgeführt. Die   Reak-    tion vollzieht sich bereits bei Raumtemperatur. Die Ausbeute liegt bei dieser Reaktion bei mindestens 85 bis   90 po.   



   Die Reduktion der   p-Nitrobenzoesäureamide    zu den entsprechenden   p-Aminobenzoesäureamiden    kann durch irgendeine Verfahrensweise zum Reduzieren von aromatischen Nitroverbindungen durchgeführt werden. Beispielsweise ergeben sich gute Resultate bei katalytischem Hydrieren mit Raney-Nickel in Gegenwart von Äthanol bei Raumtemperatur und unter gewöhnlichem Druck. Die Ausbeute ist mindestens   85 %.    In dem Fall, dal3 Ri ein Halogen ist,, wird die Reduktion vorzugsweise mit Eisen und Salzsäure durchgeführt.



   Beispiel 1    N- (ss-Dimethylaminoäthyl)-2, 6-dimethyl-   
4-nitrobenzamid
In 50 cm3 trockenem Äther werden 5,3 g (0,06 Mol) N,   N-Dimethyläthylendiamin    gelöst. Zu dieser Lösung wird in kleinen Mengen unter Kühlen eine Lösung von 6,4 g (0,   03    Mol) 2,6-Dimethyl-4-nitro  benzoyichlorid    in 50 cm3 Äther hinzugefügt. Das Gemisch wird 24 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen. Dann wird die   Ätherlösung    zunächst mit 2n Natronlauge und dann mit Wasser geschüttelt und dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Der Äther wird abgedampft und der Rückstand unter vermindertem Druck destilliert.



  Es ergibt sich eine Ausbeute von 6,5 g   (82%),    das Produkt siedet zwischen 166 und   168     C bei 0,025 mm. Der Schmelzpunkt liegt zwischen 113 und   115  C.    Analyse : gefunden : N 15,60 ; berechnet für   Ci3H19N303    : N 15,84. 



   Ersetzt man   Dimethyläthylendiamin    durch   
Diäthyläthylendiamin,
Di-isopropyläthylendiamin,       Di-n-butyläthylendiamin    oder
Di-n-butylpropylendiamin, so erhält man :    N- ( (-Diäthylaminoäthyl)-2,    6-dimethyl-4-nitro benzamid mit einem Siedepunkt zwischen 117 und   119  C bei 0,    016 mm,    N- (ss-Di-isopropylaminoäthyl)-2,6-dimethyl-   
4-nitrobenzamid mit einem Siedepunkt zwi schen 190 und   192  C    bei 0,02 mm und einem Schmelzpunkt zwischen 89 und   90  C,       N- (f-Di-n-butylaminoäthyl)-2,6-dimethyl-4-    nitro-benzamid und    N-      (y-Di-n-butylaminopropyl)-2,    6-dimethyl
4-nitrobenzamid.



   Die beiden zuletzt genannten Verbindungen wurden unmittelbar ohne besondere Reinigung für die Herstellung der entsprechenden Amide benutzt.



      N- (f-Dimethylaminoäthyl)-2, 6-dimethyl-   
4-aminobenzamid
6,5 g   N-(/3-Dimethylaminoäthyl)-2,    6-dimethyl-4nitrobenzamid wird in 100 cm3 Äthanol gelöst und 3 g Raney-Nickel wird zugegeben. Die Hydrierung wird bei Raumtemperatur und unter normalem Druck ausgeführt, wobei die theoretische Wasserstoffmenge in 2 bis 3 Stunden aufgenommen wird. Das Gemisch wird filtriert, das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand im Vakuum destilliert. Man erzielt eine Ausbeute von 4,9 g   (85 qu').    Der Siedepunkt liegt zwischen 167 und   168  C    bei 0,025 mm, der Schmelzpunkt zwischen 101 und 103  C (aus   Benzol-Petroläther).    Analyse : gefunden : N 17,71 ; berechnet für   Cl3H2tN30    : N 17,86.



   In analoger Weise werden durch Hydrierung entsprechender Nitroverbindungen gewonnen :    N- (f-Diäthylaminoäthyl)-2, 6-dimethyl-4-amino-    benzamid mit einem Siedepunkt von   175  C    bei 0,025 mm und einem Schmelzpunkt zwi schen 57 und 59  C ;    N- (f Di-isopropylaminoäthyl)-2, 6-dimethyl-   
4-aminobenzamid mit einem Siedepunkt zwi schen 182 und 184  C bei   0,    05 mm ;
N-   ! 3-Di-n-butylaminoäthyl)-2,    6-dimethyl
4-aminobenzamid mit einem Siedepunkt zwi schen 185 und 187  C bei 0,015 mm ;    N- (y-Di-n-butylaminopropyl)-2,    6-dimethyl
4-aminobenzamid mit einem Siedepunkt zwi schen 191 und 193  C bei 0,02 mm und einem Schmelzpunkt zwischen 48 und   51  C.      



   Beispiel 2
N- (lS-Diäthylaminoäthyl)-2-chlor-6-methyl-   
4-nitrobenzamid
In 50   cm    trockenem Äther werden 7,0 g (0,06 Mol)   N,      N-Diäthyläthylendiamin    gelöst. Zu dieser Lösung wird in kleinen Mengen eine Lösung von 7,0 g (0,03 Mol)   2-Chlor-6-methyl-4-nitrobenzoyl-    chlorid in 50 cm3 Äther gegeben. Die   Verfahrens-    weise ist dann wie im Beispiel   1.    Es wird eine Ausbeute von 5,8 g (62%) erzielt. Der Siedepunkt liegt zwischen 190 und   195     C bei 0,025 mm (geringfügige Zersetzung).



   N- (-Diäthylaminoäthyl)-2-chlor-6-methyl
4-aminobenzamid
In 100 cm3 ln Salzsäure werden 5,3 g (0,0185 Mol) N-   (ss-Diäthylaminoäthyl)-2-chlor-6-methyl-4-    nitrobenzamid gelöst und 4,0 g   (0,    073 Mol) Eisenpulver zugefügt. Das Gemisch wird auf dem Wasserbad 3 Stunden erhitzt und mit Natronlauge basisch gemacht und filtriert. Die Fällung wird zunächst mit Äthanol und dann mehrmals mit Äther gewaschen.



  Die Ätherphase wird von dem Filtrat abgetrennt, und die wässrige Phase wird erneut mit Äther ausgeschüttelt.   Die Ätherlösungen    werden zusammengefügt und über Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wird abgedampft und der Rückstand im Vakuum destilliert. Man erhält eine Ausbeute von 3,2 g (61   %).    Der Siedepunkt liegt zwischen 168 und   170  C    bei 0,02 mm. Der Schmelzpunkt liegt zwischen 103 und   104  C.    Analyse : gefunden : N 14,78, Cl 12,23 ; berechnet für   C1. H22CIN30 : N    14,81, Cl 12,49.



   Beispiel 3    N- (ss-Diäthylaminoäthyl)-2, 6-diäthyl-   
4-nitrobenzamid
4,5 g (0,039 Mol)   N,      N-Diäthyläthylendiamin    werden in 50 cm3 trockenem Äther gelöst. Zu dieser Lösung wird unter Kühlen in kleinen Mengen eine Lösung von 4,5 g   (0,      0186    Mol) 2,6-Diäthyl-4-nitrobenzoylchlorid in 50 cm3 Äther gegeben. Das Gemisch wird 24 Stunden stehengelassen. Die Lösung wird dann zunächst mit 2n Natronlauge und dann mit Wasser geschüttelt und über wasserfreiem Na  triumsulfat    getrocknet. Das Lösungsmittel wird abgedampft und der Rückstand zur Herstellung von    N- 6-diäthyl-4-amino-    benzamid benutzt.



      N- (ss-Diäthylaminoäthyl)-2, 6-diäthyl-   
4-aminobenzamid
Rohes N- (ss-Diäthylaminoäthyl)-2, 6-diäthyl-4-nitrobenzamid wird in 100 cm3 Äthanol gelöst und 3 g Raney-Nickel werden zugefügt. Die Verfahrensweise wird wie im Beispiel 1 weitergeführt. Man erhält eine Ausbeute von 4,3 g   (80%).    Der Siedepunkt liegt zwischen   170    und 174  C bei 0,005 mm und der Schmelzpunkt zwischen 78 und   80  C.    Analyse : gefunden : N 14,35 ; berechnet für   C1TH  , NnO    : N 14,42.



   Die Verbindungen nach der Erfindung sind durch erhöhte   lokalanästetische    Wirksamkeit gekennzeichnet. Auf Grund ihrer   o,    o'-Disubstituierung sind die Verbindungen gegenüber Hydrolyse stabiler als die entsprechenden nicht o,   o'-disubstituierten    p-Amino  benzoesäure-Derivate.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung o, o'-disubstituierter p-Aminobenzoesäureamide der Formel EMI3.1 worin R, eine Alkylgruppe oder ein Halogen, Ra eine Alkylgruppe, R ein tertiäres Aminoradikal und n 2 oder 3 ist, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Säurehalogenid der Formel EMI3.2 mit einer tertiären Aminoverbindung der Formel H2N- (CH2),-R umsetzt und die so erhaltene Nitroverbindung reduziert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion der Nitroverbindung durch katalytisches Hydrieren unter Benutzung von Raney-Nickel als Katalysator erfolgt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion der Nitroverbindung unter Benutzung von Eisenpulver und Salzsäure erfolgt.
CH1154660A 1959-10-16 1960-10-15 Verfahren zur Herstellung von o,o'-disubstituierten p-Aminobenzoesäureamiden CH401990A (de)

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