CH402179A - Verfahren zur Herstellung einer gleichstrom-lumineszenten Phosphorschicht und deren Verwendung in einem elektrischen Bauelement - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer gleichstrom-lumineszenten Phosphorschicht und deren Verwendung in einem elektrischen Bauelement

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CH402179A
CH402179A CH740060A CH740060A CH402179A CH 402179 A CH402179 A CH 402179A CH 740060 A CH740060 A CH 740060A CH 740060 A CH740060 A CH 740060A CH 402179 A CH402179 A CH 402179A
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     gleichstrom-lumineszenten    Phosphorschicht  und deren Verwendung in einem elektrischen Bauelement         Marcel    Joseph Vogel, San Jose (Cal., USA), ist als     Erfinder    genannt worden    Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren     zur    Herstel  lung von     gleichstrom-lumineszenten    Phosphorschich  ten und deren Verwendung in einem Bauelement, das  in elektrischen Schaltkreisen Anwendung finden  kann.  



  Während durch Wechselstrom hervorgerufene  Elektrolumineszenz bekannt und auch bereits zur  Herstellung     neuartiger    sog.     kalter    Lichtquellen (im  Gegensatz zu den herkömmlichen Temperaturstrah  lern) benutzt wurde, konnte die     Gleichstrom-Elektro-          lumineszenz    wegen ihres sehr geringen Wirkungsgra  des bisher keinerlei Bedeutung erlangen. Weiterhin  ist bekannt, dass die Lichtintensität für Werte > 2 W  linear mit der aufgewendeten elektrischen Energie  und etwa quadratisch mit der Frequenz der angeleg  ten Spannung anwächst.

   Alle praktischen auf den  Erscheinungen der Elektrolumineszenz beruhenden  Anordnungen zur Umwandlung von elektrischer  Energie in Licht arbeiten daher mit Frequenzen,     die     bei 3000 Hz oder darüber liegen.  



  Die einzigen bisher bekannten     gleichstrom-lumi-          neszenten        Stoffe    bestehen aus Suspensionen von  Stoffen wie Zinksulfid in Flüssigkeit zwischen zwei  leitenden Platten. Die in solchen Anordnungen er  zeugte     Lumineszenz    reicht nicht     einmal    aus,, um ver  fügbare Photometer zu erregen, selbst wenn ein In  strument mit einer Empfindlichkeit von 0,005     W/em2     benutzt wird.  



  Die Erfindung richtet sich auf ein     Verfahren,     nach dem in bekannten Phosphoren Elektrolumines  zenz einer Intensität erzeugt wird, die weit über der  bisher durch     Wechselstrom-Lumineszenz    erreichba  ren liegt. Es hat sich gezeigt, dass die nach dem     erfin-          dungsgemässen    Verfahren hergestellten Phosphore    bei einer Gleichstromerregung von 250 V eine Licht  ausbeute von 15,8     W/cm2    besitzen.  



  Das Verfahren zur Herstellung einer     gleichstrom-          lumineszenten    Phosphorschicht ist dadurch gekenn  zeichnet, dass eine erste Seite einer     tribolumineszen-          ten    Phosphorschicht mit einem Elektrolyten in Kon  takt gebracht wird, der Elektrolyt und     die    zweite  Seite der Schicht zur Aktivierung der Schicht an die  beiden Pole einer Gleichstromquelle angelegt werden  und dass die Schicht gleichzeitig einer     Strahlung    einer  solchen     Wellenlänge        ausgesetzt        wird,    die vom Phos  phor absorbiert wird.  



  Neben dem     Herstellungverfahren    der     gleich-          strom-lumineszenten    Phosphorschicht betrifft die Er  findung die Anwendung der nach diesem Verfahren  hergestellten Schicht in elektrischen Bauelementen.  



  Ausführungsbeispiele der Erfindung werden  anschliessend an Hand der beigefügten Zeichnungen  beschrieben. Es zeigen:       Fig.    1 eine schematische Darstellung der erfin  dungsgemässen Anordnung zur Aktivierung einer       tribolumineszenten    Schicht;       Fig.    2 ein Schaltbild, das     Anwendungsmöglich,          keiten    der erfindungsgemässen Schaltelemente ver  anschaulicht.  



  Die     erfindungsgemässe    Phosphorschicht kann  beispielsweise hergestellt werden, indem  a) ein     tribolumineszenter    Phosphor in Form von  getrennten winzigen     Teilchen    vorgesehen     wird,     b)     diese    Teilchen     getrennt    in     ein,        transparentes     oder durchscheinendes Bindemittel, das vorzugsweise  thermoplastisch ist, eingebettet werden,  c) das mit den Teilchen durchsetzte     Bindemittel    in  dünner Schicht auf ein     Dielektrikum,    wie z. B.

   Glas,  aufgebracht wird und      d) ein Fluss von     Halogen-Ionen,    vorzugsweise  Chlorionen, durch den Phosphor geleitet wird. Letz  teres kann am einfachsten wie folgt geschehen:  1) Aufbringung eines Elektrolyten auf die zu akti  vierende dünne Schicht, wobei der Elektrolyt vor  zugsweise nichtflüchtig und viskos ist.  



  2) Einwirkung von Strahlung einer Wellenlänge  auf den zu aktivierenden Bereich, die durch den Phos  phor absorbiert wird.  



  3)     Durchfluss    eines Gleichstroms durch den Elek  trolyten und die Schicht in einer solchen Richtung,  dass die Elektronen zunächst in den Elektrolyten und  dann in den Phosphor gelangen.  



  4) Aufrechterhaltung der Strahlung und des  Stroms, bis die gewünschte Aktivierung erreicht wird.  Nach der Aktivierung zeigt der Phosphor unter  Gleich- oder     Wechselstromanregung    Elektrolumines  zenz, wobei die Gegenwart des Elektrolyten oder der  Strahlung nicht mehr erforderlich ist. Der aktive Be  reich ist ausserdem stark     photolumineszent.     



  Interessant ist es, dass die Aktivierung durch die  Anwendung von     Infrarotstrahlung        während    der Ein  wirkung des Stroms rückgängig gemacht oder aufge  hoben werden kann.  



  Der     aktivierte    Bereich behält seine Elektrolumi  neszenz unbegrenzt lange bei, wenn sie nicht durch  physikalische, chemische oder thermische Mittel  rückgängig gemacht wird.  



  Ein bevorzugtes Beispiel für den Phosphor  ist eine     Zink-Schwefel-Mangan-Chlor    Verbindung       (ZnSMnCCl).    Zu deren Herstellung wurden 50 g Zink  sulfid, 1 g     Kaliumehlorid    und 0,18 g     Manganchlorid          (MnC12+4H20)    benutzt. Bei der Herstellung dieser       Verbindung    wurde das     Manganchlorid    mit Kali  umchlorid, und diese Mischung dann ihrerseits  gründlich mit dem Zinksulfid gemischt. Die resultie  rende Mischung wurde in einen Tiegel eingeschichtet,  der Deckel befestigt und die Mischung 45 Minuten  lang bei 1000  C gebrannt und dann schnell in Luft  abgekühlt.

   Der Phosphor wies dann eine     rosaweisse     Fluoreszenz bei langwelliger     Ultraviolettbestrahlung     auf.  



  Dann wurde eine Glastafel in derselben Weise  vorbereitet, wie es bei der Herstellung von normalen       elektrolumineszenten        Wechselstromphosphoren    ge  schieht. Eine solche Tafel (10 in     Fig.    1) wurde mit  einem Anschluss 11 für eine positive Elektrode ver  sehen. Ein dünner durchsichtiger     Überzug    von Zinn  oxyd 12 wurde auf die eine Oberfläche des Glases  aufgebracht und darüber die Schicht 13 aus in einem  thermoplastischen Bindemittel eingebetteten Phos  phor. Dann wurde ein viskoser Elektrolyt 14 über  einen Teil oder die ganze Fläche der Phosphorschicht  aufgebracht und mit einem Kontakt 15 versehen.

    Anschliessend wurde die Anordnung an eine Gleich  stromquelle angeschlossen: der Kontakt 15 an den  negativen, der Anschluss 11 an den positiven Pol.  



  Vorzugsweise wird die Schicht des mit Phosphor  teilchen durchsetzten     Bindemittels    nicht viel dicker  als 6,5 X     10-3    cm gewählt, wobei sehr kleine Teil-         chen    verwendet werden, beispielsweise mit Abmes  sungen unter     50,u.    Bei Teilchen dieser Grösse be  trägt das bevorzugte Volumenverhältnis des Phos  phors zum Bindemittel etwa 3 zu 1; bei diesem Ver  hältnis hat sich eine Schichtdicke von 4 x     l0-3    bis  6,5 X 10-3 cm am besten geeignet erwiesen.  



  Eine Schicht kann wie folgt hergestellt wer  den: Eine Mischung aus Bindemittel und Phosphor  wird auf eine mit einem     Zinnoxydüberzug    versehene  Glastafel aufgesprüht, wobei die Schicht langsam  aufgebaut werden sollte. Ein Beispiel für die Zusam  mensetzung des Bindemittels ist nachfolgend angege  ben: 50 ccm einer Lösung, die zu 50 Volumenteilen  aus     butyliertemHarnstoff-Formaldehydharz    und zu<B>30</B>  bzw. 20 Teilen aus als Lösungsmittel dienendem     Bu-          tylalkohol    und     Xylol    besteht.

   Hierzu werden 200 ccm  einer harzigen Lösung zugesetzt, die aus 20 g     Epoxy-          harz    für je 80 ccm     Toluol    und 20 ccm     Butylalkohol     besteht. Weiterhin werden 20 ccm     Silikonharz    als       Flussmittel        zugesetzt,        welches        60        %        Harz        mit        Xylol     als Lösungsmittel enthält.

   Das Ganze wird gemischt  im Volumenverhältnis 3/1 mit einem aus gleichen  Volumenteilen     Isophoren,        Äthylamylketon    und     Xylol     bestehenden Gemisch.  



  Dieser Mischung von Lösungsmitteln wird der  Phosphor im Verhältnis von 9,8 g pro 20 ccm unter  Zusatz von 0,3 g     Methylnadicanhydrid    für dasselbe  Volumen zugefügt. Nach dem Trocknen beträgt das  Volumenverhältnis des Phosphors zum Bindemittel 3  zu 1.  



  Das     Methylnadicanhydrid    hat sich als besonders  günstig für eine hohe Adhäsion der aktiven Schicht  an Glasflächen erwiesen. Wenn ein     abstreifbarer     Überzug gewünscht wird, ergibt     Methylsubzinylanhy-          drid    im gleichen Verhältnis eine schlechte Adhäsion  und ermöglicht das Abstreifen.  



  Vorzugsweise wird der Phosphor mit dem Träger  unter möglichst wenig Rühren gemischt. Das Auf  sprühen kann erfolgen durch eine     Pasche-Spritzpisto-          le,    Modell V, wobei 1,25 cm' des Materials auf  20     cm2    der Glasplatte aufgesprüht werden. Um die  Einheitlichkeit zu gewährleisten, kann die     Verteilung     des Überzugs im     Ultraviolettlicht    beobachtet werden.  Nach der Aufbringung wird jede Stoffprobe bis zum  Erstarren gebrannt. Zehn Minuten bis eine Stunde  bei l70  C genügen normalerweise.  



  Eine bevorzugte Art der Aufbringung der Phos  phorschicht auf das mit leitendem     Überzug    versehe  ne Glas besteht darin, eine klare     Plastikgrundschicht     aufzubringen, die aus     Silikonharz    und     Epoxyharz    be  steht und eine Stärke von weniger als  2,5 X 10-3 cm hat und 2 Minuten lang bei 170  C  erhitzt wird, so dass sie nur teilweise     erstarrt.    Dann  wird ein zweiter klarer Überzug von etwa derselben  Stärke     daraufgesprüht,    und während dieser Film  noch im klebrigen Stadium ist, wird der Phosphor mit  einem Gebläse aufgesprüht.

   Hierdurch werden die  Teilchen in die klebrige Oberfläche einheitlich einge  bettet, aber sie bleiben noch zur Kontaktgabe mit  dem     Elektrolyten    frei. Dann kann auf die     Oberfläche         eine 5     o/oige    Lösung von     Tetrabutyltitanat    in norma  lem     Butylalkohol    aufgesprüht werden.     Hierdurch     wird die Oberfläche des     Epoxyharzes    verkettet, die  Phosphorteilchen werden     räumlich        fixiert,    und das  Einsinken und überschwemmen der Phosphorteil  chen während der Erhitzung wird verhindert.

   Da  durch     entsteht    nach dem Brennen eine dünne Phos  phorschicht auf der Oberfläche des     Plastikmaterials     und eine gesamte Filmstärke innerhalb der oben an  gegebenen Grenzen von 6,5 X l0-3 cm.  



  Der bei der Aktivierung verwendete Elektrolyt ist  vorzugsweise viskos, damit er nicht von der zu akti  vierenden Oberfläche abläuft. Geeignet ist eine  5     %-ige,        wässrige        Polyvinyl-Alkohol-Lösung.        Vor-          zugsweise    werden jedoch 10 Gewichtsprozente     Ar-          quad-Harz    zugesetzt.  



  Die negative Klemme einer Gleichstromquelle  wird an die     Elektrolytlösung    angeschlossen und     Ul-          traviolettlicht    auf die zu aktivierende     Oberfläche    ein  gestrahlt. Die verwendete Wellenlänge hängt ab von  den Absorptionseigenschaften des Phosphors. Lang  welliges Ultraviolett bei etwa 3600 A eignet sich  bei vielen Phosphoren. Die Menge und Qualität der       induzierten    Elektrolumineszenz hängt ab von der  Zeitdauer, während welcher die Stoffprobe ultravio  lett belichtet wird, während sie unter dem Einfluss  des Stroms steht. Ausserdem hängt sie ab von der  angelegten Spannung, und zwar werden Spannungen  von etwa 100 bis 500 Volt bevorzugt.  



  Es wird angenommen, dass während der Aktivie  rung ein Oxydationseffekt durch die Wanderung von       Halogen-Ionen    durch den Elektrolyten erzeugt wird  und dass diese auf der Oberfläche mindestens einiger  der     Phosphorteilchen    in das. Kristallgitter des Phos  phors.     eindringen.     



  Wenn die Glasplatte wie erwähnt mit einem kla  ren     Grundmaterial    besprüht wird, sie dann jedoch  eine halbe Stunde lang bei l70  C brennt, bleibt die  Aufbringung der Phosphorschicht auf diese Fläche  häufig wirkungslos. Das ist offensichtlich darauf zu  rückzuführen, dass- die Teilchen keinen Kontakt mit  der Barunterliegenden leitenden Fläche haben, wäh  rend bei Verwendung des nicht erstarrten     überzugs     die Teilchen sich anscheinend räumlich zu einer lei  tenden Verbindung anordnen. In anderen Worten,  die Phosphorteilchen müssen als Kette durch den  Film hindurch angeordnet sein. Ist jedoch der Film  zu dünn, so erfolgt ein Kurzschluss, und die Aktivie  rung findet nicht statt.  



  Es wird ein Elektrolyt verwendet, der vorzugs  weise ein Halogen und insbesondere Chlor enthält.  Es wird jedoch nicht viel Chlor benötigt, denn ohne  gründliche Reinigung ist genügend Chlor in fast jeder  Substanz oder in fast jeder Wasserprobe vorhanden,  um die nötige Aktivierung zu erreichen. Vorzugswei  se wird jedoch     Kaliumchlorid,    Salzsäure, Natrium  chlorid oder     ein        Ammoniumchloridsalz        verwendet.     



  Offensichtlich erzeugt der Elektrolyt zusammen  mit dem ultravioletten Licht eine lichtelektrische  Leitfähigkeit in den Phosphorteilchen, die ausreicht,    um einen schwachen Strom durch den Film dringe  zu lassen. Die Phosphorteilchen sind positiv     geladet     und Chlorionen können zu ihnen transportiert     un     dort abgelagert werden, was eine     chemische        Wirkun     auf den Kristall bewirkt.  



  Wenn die allgemein gültigen Theorien über     di          Kristallgitterstruktur    von Halbleitern zu Grunde     gf     legt werden, scheint es, dass flache     Donatorpegel        vo     Chloratomen in den belichteten Phosphorkristalle  induziert worden.

   Dies     stimmt        überein        mit    der     beot     achteten Zunahme der     lichtelektrischen        Leitfähii          keit.    Mit wachsender induzierter     Elektrolumineszer          nimmt    auch die lichtelektrische Leitfähigkeit zu     un     der damit stärker werdende Gleichstrom gestattet ei  tieferes Eindringen der Chloratome in die untere  Phosphorschichten.  



  Anstelle des oben angegebenen Beispiels könne  auch andere Phosphore     benutzt    werden:    a)     ZnS(Mn),     b)     ZnCdS(Mn),     c)     ZnS(Cu+Mn),     d)     ZnCdS(Cu+Mn),     e)     ZnS(Pb+Mn),     f)     ZnCdS(Pb+Mn).       Wie     Fig.    2 zeigt, kann die erfindungsgemäss her  gestellte     elektrolumineszente    Phosphorschicht als  Schaltelement in Schaltkreisen angewendet werden.  



  Gemäss     Fig.    2 wird die     elektrolumineszente    Phos  phorschicht, die hier mit 20     bezeichnet    ist,     zwischen     eine leitende Platte 21 und eine durchsichtige leitende  Schicht 22 gelegt. Auf der anderen Seite der Schicht  22 befindet sich eine lichtelektrisch leitende Schicht  23, z. B. aus     Kadmiumsulfid.    Auf der anderen Seite  dieser Schicht befindet sich eine weitere durchsichtige  leitende Schicht 24.  



  Ein Stromkreis verbindet die leitenden Platten 21  und 24. Er umfasst den Schalter 25, die Batterie 26  und den Lastwiderstand 27. Eine Strahlungsquelle 28  ist so angeordnet, dass sie eine elektromagnetische  Strahlung (z. B. Licht) durch die leitende Schicht 24  zu der lichtelektrisch leitenden Schicht 23 sendet.  



  Das Potential der Batterie 26 und der     Stromkreis     werden so gewählt, dass das Potential an der     elektro-          lumineszenten    Phosphorschicht 20 nicht     genügt,    um  sie zur Erzeugung einer Strahlung zu veranlassen, die  ausreicht, um die lichtelektrisch leitende Schicht 23  zu erregen.  



  Wenn jedoch durch die Strahlungsquelle 28 ein  Lichtblitz erzeugt wird, wird die Impedanz der licht  elektrischen Schicht 23 genügend weit reduziert, und  der erhöhte Strom bewirkt, dass die     elektrolumines-          zente    Phosphorschicht 20 genügend Strahlung abgibt,  um die Impedanz der lichtelektrisch leitenden Schicht  23 auch nach Abklingen des     Lichtblitzes    niedrig zu  halten. Der durch erhöhten Strom     gekennzeichnete     Zustand der     Schaltanordnung    wird     aufrechterhalten,     solange das Potential der Batterie angelegt bleibt.

   Die  Schaltung bildet eine     Verriegelungsschaltung    oder      einen     Trigger,    der unter dem     Einfluss    von Strah  lungsenergie den     Stromkreis        einschaltet,    wobei dieser  Zustand durch Zuführung elektrischer Energie beibe  halten wird.  



  Die Schaltung kann gelöscht werden durch öff  nen des Schalters 25, wodurch die Impedanz der  lichtelektrisch leitenden Schicht auf ihren ursprüngli  chen hohen Wert zurückgeht. Nach einem weiteren  Schliessen des Schalters wird der Phosphor erst dann       reaktiviert,    wenn wiederum ein Lichtimpuls von der  Quelle 28 ausgesendet wird.  



  Ein anderes     Verfahren    zur Einschaltung des Sy  stems     ist    angedeutet durch den Stromkreis links     in     der Zeichnung, der aus einer     Batterie    30, einem  Schalter 31 und den Anschlüssen zu den Platten 21  und 22 besteht. Beim Schliessen des Schalters 31       wird    eine ausreichende Spannung an die Phosphor  schicht 20 gelegt, um ihn zur Abgabe einer hinrei  chenden Strahlung zu veranlassen, die die Impedanz  der lichtelektrisch leitenden Schicht 23 reduziert.

    Hierdurch     vermindert    sich der innerhalb des ersten       Stromkreises    über der Schicht 23 liegende Span  nungsabfall, so     dass    nunmehr die Elektrolumineszenz  der Phosphorschicht von der Batterie 26 aufrecht  erhalten wird. Der Schalter 31 braucht nur kurzzeitig  geschlossen zu werden. Dieses System kann wie das  erste durch Öffnen des Schalters 25     in    den Dunkel  zustand zurückgeführt werden.  



  Ein drittes Verfahren zur Erregung des Systems  ist angedeutet durch die Kapazität 40 und eine Klem  me 41, der ein positiver Impuls     zugeführt    werden  kann. Durch die Anlegung eines positiven Impulses  kann das Potential sowohl an dem Phosphor 20 als    auch an der lichtelektrisch leitenden Schicht 23 so  erhöht werden, dass die Einschaltung des Systems  erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung einer gleichstrom- -lumineszenten Phosphorschicht, dadurch gekenn zeichnet, dass eine erste Seite einer tribolumineszen- ten Phosphorschicht (13) mit einem Elektrolyten (14) in Kontakt gebracht wird, der Elektrolyt und die zweite Seite der Schicht zur Aktivierung der Schicht an die beiden Pole (11, 15) einer Gleichstromquelle angelegt werden und dass die Schicht gleichzeitig einer Strahlung einer solchen Wellenlänge ausgesetzt wird, die vom Phosphor absorbiert wird.
    II. Verwendung der nach dem im Patentanspruch I angegebenen Verfahren hergestellten Phosphor schicht in einem elektrischen Bauelement, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsintensität der gleichstrom-lumineszenten Schicht (20) den elektri schen Widerstand einer lichtelektrisch leitenden Schicht (23) beeinflusst. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Phosphorschicht aus in einem lichtdurchlässigen Bindemittel eingebetteten Phos phorpartikeln besteht. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Phosphor aus einer Zink und Mangan enthaltenden Verbindung besteht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Elektrolyt ein Halogen ent hält.
CH740060A 1959-07-02 1960-06-30 Verfahren zur Herstellung einer gleichstrom-lumineszenten Phosphorschicht und deren Verwendung in einem elektrischen Bauelement CH402179A (de)

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