CH402471A - Halbaddierer mit Tunneldioden - Google Patents

Halbaddierer mit Tunneldioden

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CH402471A
CH402471A CH1190663A CH1190663A CH402471A CH 402471 A CH402471 A CH 402471A CH 1190663 A CH1190663 A CH 1190663A CH 1190663 A CH1190663 A CH 1190663A CH 402471 A CH402471 A CH 402471A
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CH
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tunnel diode
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half adder
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tunnel
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CH1190663A
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Johan Dipl-Ing Melhus Ole
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Standard Telephon & Radio Ag
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Description


      Halbaddierer        mit        Tunneldioden       Die Erfindung betrifft einen     Halbaddierer    für  hohe Arbeitsgeschwindigkeiten, der     mit    Tunneldioden  aufgebaut ist.  



       Halbaddierer    sind solche Schaltungen, die an  einen ersten Ausgang dann und nur dann ein Aus  gangssignal abgeben, wenn nur eine von zwei Ein  gangsgrössen vorhanden ist. Ist     keine    oder     sind    beide  Eingangsgrössen vorhanden, so erscheint am ersten  Ausgang kein Ausgangssignal; im zweiten Fall wird  jedoch ein     übertragsimpuls    an einen zweiten Ausgang  gegeben.  



  Mit Tunneldioden lassen sich wesentlich höhere  Arbeitsgeschwindigkeiten erreichen als z. B.     mit    Ma  gnetkernen oder Transistoren. Es sind logische       Grundschaltungen,    wie     UND-Schaltungen,        ODER-          Schaltungen    und     Negationsschaltungen,        bekannt,    die  mit Tunneldioden aufgebaut sind.  



       Weiterhin    ist     eine    Schaltungsanordnung mit Tun  neldioden     bekannt,    die die Funktion eines     Halbad-          dierers        erfüllen    soll. Diese     Schaltungsanordnung    be  steht aus einer UND-Schaltung und einer ODER  Schaltung, die über Widerstände von den zu ver  knüpfenden Eingangsgrössen an ersten Steuereingänge  angesteuert werden und mit je einer im bistabilen  Betrieb arbeitenden Tunneldiode aufgebaut sind. Der  Ausgang der     UND-Schaltung    ist mit einem zweiten,  dem ersten Steuereingang gegenphasigen Steuerein  gang der die ODER-Schaltung bildenden Tunnel  diode verbunden.  



  Bei dieser Schaltungsanordnung soll dann, wenn  beide Eingangsgrössen vorhanden sind, durch das  Ausgangssignal der     UND-Schaltung    ein     Kippen    der  ODER-Schaltung auf Grund der beiden     Eingangs-          grössen    verhindert werden. Dieser Funktionsablauf  ist jedoch     mit    der eben beschriebenen     .Schaltung    nicht  zu erfüllen. Sind beide     Eingangsgrössen    vorhanden,  so kippen beide Tunneldioden, also die der UND-    und die der ODER-Schaltung um. Es erscheint also  am ersten Ausgang (Summe) und am zweiten Aus  gang (Übertrag) je ein Ausgangssignal.

   Dies ent  spricht     nicht    der am Anfang gestellten     Bedingung     für die Funktion eines     Halbaddierers.     



  Gemäss der Erfindung wird eine Schaltungsan  ordnung vorgeschlagen, die der eben beschriebenen  ähnlich ist und dadurch     gekennzeichnet    ist, dass der  erste Steuereingang der die ODER-Schaltung bil  denden Tunneldiode über ein Verzögerungsglied von  den zu verknüpfenden     Eingangsgrössen    angesteuert  wird. Das     Verzögerungsglied    kann     vorteilhafterweise     eine     Induktivität    sein.  



  Der Gegenstand der Erfindung wird nun anhand  der     Fig.    1 und 2 beispielsweise näher erläutert. Es  zeigen:       Fig.    1 die     Strom-Spannungs-Kennlinie    einer Tun  neldiode,       Fig.    2 ein     Ausführungsbeispiel    des     Halbaddie-          rers    gemäss der     Erfindung.     



  Schliesst man die     Tunneldiode    über einen geeignet  bemessenen     Vorwiderstand    an eine geeignete Vor,  Spannung an, so ergibt sich die Arbeitsgerade 2,  die die     Kennlinie    1 der Tunneldiode in den beiden  stabilen Arbeitspunkten<I>A</I> und<I>B</I> schneidet. Der  Arbeitspunkt A liegt     im        niederohmigen        Kennlinien-          bereich,    der Arbeitspunkt B im vergleichsweise     hö-          herohmigen        Kennlinienbereich.    Die Umschaltung zwi  schen den beiden Arbeitspunkten ist durch kurzzeitige       Erhöhung    bzw.

   Erniedrigung der an der Tunneldiode  abfallenden Spannung möglich.  



       Fig.    2 zeigt ein     vorteilhaftes    Ausführungsbeispiel       gemäss    der Erfindung. Die Tunneldiode     TD1    ist über  die beiden     Vorwiderstände    R6 und R7 gemäss     Fig.    1       eingestellt.    Sie befindet sich im Ruhezustand in dem       höherohmigen    Arbeitspunkt<I>B.</I> Die Tunneldiode     TD2     ist über die Widerstände R7 und R8 ebenfalls ent-      sprechend     Fig.    1 eingestellt. Sie befinden sich jedoch  im Ruhezustand im     niederohmigen    Arbeitspunkt A.

    An den     Eingängen    El und E2 werden die zu ad  dierenden binären     Informationen    zugeführt. Eine bi  näre<B> l </B> ist dabei durch eine positive Spannung,  eine binäre  0  durch fehlende Spannung gekenn  zeichnet.     Falls    an der Eingangsklemme El oder E2  eine binäre<B> l ,</B> d. h. positive Spannung anliegt, so  wird über den Widerstand R4 oder R5 und das Ver  zögerungsglied V (z. B. eine     Induktivität)    die Tunnel  dioden     TD2    von dem     niederohmigen    Arbeitspunkt<I>A</I>  in den     höherobmigen    Arbeitspunkt B umgeschaltet.

    An der     Klemme    S' tritt eine     Spannungserhöhung    auf  und     kennzeichnet    die     binäre    Summe als      l .    Über  den Widerstand R1 oder R2 gelangt: die     an    der  Klemme El oder E2 anliegende positive Spannung  an die Kathode der     Tunneldiode        TD1.    Diese Kathode  ist über einen Widerstand R3 an eine negative Span  nung angeschlossen.

   Die     Widerstände    R1, R2 und  R3 sowie     diese    negative Spannung sind so     gewählt,     dass, falls nur an einer     Eingangsklemme    El oder E2       positive    Spannung anliegt, die Spannung an der  Kathode der Tunneldiode     TD1    nur so weit erhöht       wird,

      dass die Tunneldiode     TD1    nicht von dem       höherohmigen    Arbeitspunkt B in den     niederohmigen          Arbeitspunkt    A umgeschaltet     wird.    An der Aus  gangsklemme Ü     tritt    also keine     Spannungserhöhung     auf, d. h. der     Übertrag    ist Null.  



  Befindet sich die     Schaltungsanordnung    nach       Fig.    2 wieder im     Ausgangszustand,    und liegen nun  mehr an beiden     Eingangsklemmen    El und E2 je  weils eine     binäre   <B> l ,</B> d. h.

       jeweils        eine    positive  Spannung an, so steigt die Spannung an der Kathode  der Tunneldiode     TD1    so stark an, dass diese Tunnel  diode von dem     höherohmigen        Arbeitspunkt    B in den       niederohmigen        \Arbeitspunkt    A     kippt.    Der Strom  fluss durch die Widerstände R6 und R7 erhöht sich  also sprunghaft, und an der Ausgangsklemme Ü tritt  nunmehr eine positive     Spannung    auf, d. h. der Über  trag ist<B> 1 .</B> Auch an dem     Verbindungspunkt    der  Widerstände R6 und R7 tritt eine Spannungserhö  hung auf.

   Dadurch wird die Betriebsspannung für  die Tunneldiode     TD2    so weit     erniedrigt,    dass diese       Tunneldiode    nicht mehr über die Widerstände R4  und R5 in den     höherohmigen    Arbeitspunkt B um  geschaltet werden kann. Die     Kathode    der Tunnel  diode     TD2    kann gegenüber der Anode als ein zweiter,  gegenphasiger     Eingang    betrachtet werden.     An    der       Ausgangsklemme    S' tritt also keine Spannungser  höhung auf, d. h. die Summe S' ist  0 .

      Dass bei zwei positiven     Eingangssignalen    an den  Klemmen El und E2     zuerst    die     Tunneldiode        TD1     kippt und hierdurch die Tunneldiode     TD2    sperrt,  so dass diese nicht mehr auf Grund der beiden  positiven Eingangssignale kippen kann, war mit der  bekannten Schaltungsanordnung, die die     Funktion          eines        Halbaddierers    erfüllen sollte, nicht zu erfüllen.

    Bei dieser     bekannten    Schaltung fehlte     nämlich    das  Verzögerungsglied     V.       Gelangten an die beiden Klemmen El und E2  positive Signale, so kippte zunächst die zweite Tun  neldiode     TD2    um (von<I>A</I> nach<I>B)</I> und dann erst  die erste Tunneldiode (von<I>B</I> und<I>A).</I> Dies kommt  daher, weil die mit der Tunneldiode     TD2    aufgebaute  bistabile Kippschaltung empfindlicher ist und sein  muss als die mit der Tunneldiode     TD1    aufgebaute.

    Dies ist dadurch bedingt, dass die Tunneldiode     TD2     als ODER-Schaltung arbeitet und schon bei einem  positiven Eingangssignal kippen muss,     während    die  Tunneldiode     TD1    als UND-Schaltung arbeitet und  erst bei zwei positiven Eingangssignalen kippen darf.  Ausserdem ist das     Schaltverhalten    einer Tunneldiode  vom     hochohmigen    Zustand in der     niederohmigen          (TD1)    langsamer als umgekehrt     (TD2);    weil sie im  Zustand B eine höhere Eingangskapazität als im  Zustand A besitzt.  



  Schaltet jedoch im eben beschriebenen Fall die  Tunneldiode     TD2    zuerst und erst dann die Tunnel  diode     TD1,    so erscheint an beiden Ausgängen<I>S'</I> und  Ü je ein Ausgangssignal, was jedoch nicht der Ar  beitsbedingung eines     Halbaddierers    entspricht.  



  Hier wurde nun zwischen dem Verbindungspunkt  der Widerstände R4 und R5 und der Anode der       Tunneldiode        TD2    ein Verzögerungsglied     V    eingefügt,  das z. B. aus einer     Induktivität    bestehen     kann.    Durch  dieses Glied wird     gewährleistet,    dass bei zwei positi  ven Eingangssignalen zuerst die Tunneldiode     TD1     kippt und durch die Spannungserhöhung in positiver       Richtung    an dem Widerstand R7 ein Kippen der       Tunneldiode        TD2    durch die beiden Eingangssignale  El und E2 verhindert wird,

   weil die Sperrspannung  am R7 früher zur Wirkung kommt als das über das  Verzögerungsglied V verzögerte Eingangssignal.  



  Wie     ersichtlich,        erfüllt    die in     Fig.    2 dargestellte  Schaltungsanordnung auf Grund des     eingefügten    Ver  zögerungsgliedes     V    sämtliche eingangs erwähnten  Forderungen an einen     Halbaddierer.     



  Da die Tunneldioden in     bistabiler    Schaltung be  trieben werden, kippen sie nicht von selbst in die  Ausgangslage     zurück,    sondern müssen     zurückgestellt     werden. Das     Zurückstellen    der Tunneldiode     TD1    in  den     höherohmigen    Arbeitspunkt B ist durch kurz  zeitige Erhöhung der an dieser Tunneldiode abfallen  den Betriebsspannung, das Zurückstellen der Tunnel  diode     TD2    in den     niederohmigen    Arbeitspunkt<I>A</I>  durch     kurzzeitige    Erniedrigung der an dieser Tunnel  diode abfallenden Betriebsspannung möglich.

   Bei  spielsweise kann der Anode der Tunneldiode     TD   <I>1</I>  und der Kathode der Tunneldiode     TD2    je     ein    posi  tiver Impuls bestimmter     Mindestamplitude    zugeführt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Halbaddierer für hohe Arbeitsgeschwindigkeiten, der aus einer UND-Schaltung und einer ODER- Schaltung besteht, die über Widerstände von den zu verknüpfenden Eingangsgrössen an ersten Steuerein gängen angesteuert werden und mit je einer im bi- stabilen Betrieb arbeitenden Tunneldiode aufgebaut sind, bei welchem Halbaddierer weiterhin der Aus- gang der UND-Schaltung mit einem gegenphasigen Steuereingang der die ODER-Schaltung bildenden Tunneldiode verbunden ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass der erste Steuereingang (Anode TD2) der die ODER-Schaltung bildenden Tunneldiode (TD2) über ein Verzögerungsglied (V) von den zu verknüpfen den Eingangsgrössen angesteuert wird. UNTERANSPRUCH Halbaddierer nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Verzögerungsglied aus einer Induktivität (V) besteht.
CH1190663A 1962-10-03 1963-09-27 Halbaddierer mit Tunneldioden CH402471A (de)

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