Vorrichtung zum Verschlüsseln von zur Fernzählung dienenden Impulsen eines Geberzählers In den Kreisen der Wirtschaft, die sich mit der Versorgung von fliessenden Medien, wie Elektrizität, Gas und Wasser befassen, herrscht das Bestreben, an einer Zentralstelle möglichst umfassend über die an den wichtigsten Stellen abgenommenen Mengen des jeweiligen Mediums orientiert zu werden.
Eine solche Orientierung kann dazu dienen, um darauf gewisse Verrechnungsarbeiten zu basieren, aber auch um an gewissen Zeitpunkten eine Gesamtübersicht von den an verschiedenen Messtellen durchfliessenden Men gen pro Zeiteinheit zu gewinnen. Dieses Bestreben herrscht insbesondere bei der Elektrizitätsversorgung in jenen Ländern vor, in denen die Elektrizitätswerke im Verbundbetrieb arbeiten, wobei jedes Elektrizi- tätswerk eine nach der jeweiligen Sachlage im gesam ten Netz bestimmte Energiemenge liefert.
Die Bela stungsspitzen und -täler können so wenigstens teil weise ausgeglichen werden, so dass das ganze Netz mit erhöhtem Wirkungsgrad arbeitet. Um die sich aus dem Verbundbetrieb ergebende Möglichkeit einer Verbesserung des Wirkungsgrades voll ausnutzen zu können, ist es jedoch erforderlich, dass die zentrale Auswerte- und Befehlsstelle, welche die im Gesamt netz anfallende Energiemenge nach Grösse und Richtung zu steuern hat, periodisch über die in den Messtellen vorliegenden Messwerte unterrichtet wird.
Im allgemeinen bedient man sich für die ,Übertragung der Messwerte dem Impuls-Code-Verfahren, bei dem die Impulse, die einer bestimmten Festmenge ent sprechen können, erst nach Verschlüsselung übertra gen werden. In der Zentralstelle kann eine Rechen maschine aufgestellt sein, welche die eintreffenden Messergebnisse auswertet und die Belastungsvertei lung ermittelt, mit der ein optimaler Wirkungsgrad erzielt wird.
Es ist klar, dass an ein übertragungssy- stem für solche Zwecke sehr hohe Anforderungen bezüglich seiner Betriebssicherheit gestellt werden, da durch Ausfallen oder mangelhaftes Funktionieren von gewissen Teilen ganze Reihen von Messergeb- nissen wegfallen können, so dass eine Optimalisie- rung illusorisch wird.
Die Erfindung bezweckt nun, eine der Fernzäh- lung dienende Vorrichtung der im Titel erwähnten Art zu schaffen, die sich durch grosse Betriebssicher heit und Impulsverarbeitungskapazität auszeichnet.
Sie kennzeichnet sich dadurch, dass die vom Geber zähler erzeugten Impulse einem Fortschaltwerk zuge führt werden, das diese Impulse in einen Pufferspei cher überführt, der mit einer Ablaufhemmung in Wirkverbindung steht,
die von einer Start-Stopp-Ein- richtung beim Eintreffen eines Startbefehls bereitge stellt und beim Eintreffen eines Stoppbefehls blok- kiert wird und in der zwischen einem Startbefehl und dem daräuffolgenden Stoppbefehl liegenden Bereit stellungsperiode jeweils nach Speichern eines Impul ses in dem Pufferspeicher von diesem entsperrt wird und dann einerseits eine Bewegung auf den Puffer speicher überträgt,
durch die dieser in seine Aus gangslage zurückgestellt wird, in der die Ablaufhem- mung von neuem gesperrt ist und andererseits eine Bewegung an einen Verschlüssler weiterleitet, der für jede Dekade des zu übertragenden Messwertes eine dem verwendeten Code entsprechende Anzahl Code scheiben aufweist, denen je ein aus zwei Kontaktfe dern bestehender Kontakt zugeordnet ist, und ferner ein Doppelgesperre vorgesehen ist,
das von einem Abtast- und Abhebebefehl gesteuert wird und nach Eintreffen des Abtastbefehls eine Steuereinrichtung freigibt, die eine Kontaktfeder eines jeden Kontaktes an die zugehörige Codescheibe heranbewegt, wonach das Doppelgesperre die Steuereinrichtung selbsttätig sperrt, so dass sämtliche Kontaktfedern in der Ab taststellung verbleiben, in der der Schaltzustand der zugehörigen Kontakte, je nach der Stellung der von den Kontaktfedern abgetasteten Codescheiben, geän dert wird oder gleich bleibt,
und das Doppelgesperre beim Eintreffen des Abhebebefehls die Sperrung der Steuereinrichtung aufhebt, wonach sich diese wieder in ihre Ausgangslage bewegt und dabei die Kontakt federn von den Codescheiben abhebt.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeich nung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläu tert.
Es zeigen: Fig. 1 eine Vorrichtung zum Verschlüsseln von Geberzählerimpulsen, Fig. 2, 3 und 4 Teile der Vorrichtung gemäss der Fig. 1 im Detail und Fig. 5 eine detaillierte Ausführung von bestimm ten Teilen in der Vorrichtung gemäss der Fig. 1.
In der Fig. 1 ist mit 1 ein Elektrizitätszähler an gedeutet, von dem angenommen sei, dass ein vierstel liger Zählerstand übertragen werden soll. Der Elek trizitätszähler 1 weist zu diesem Zweck ein an sich bekanntes und nicht dargestelltes Kontaktgabewerk auf, das Stromimpulse liefert, die je einer bestimmten elektrischen Arbeit entsprechen. Diese Impulse wer den über die Leitungen 2, 3 einem Elektromagneten 4 zugeführt. Dieser weist einen Anker 5 auf, der an einem festen Drehpunkt 113 schwenkbar angeordnet ist.
Der Anker 5 umgreift mit seinem anderen, gabel förmig ausgebildeten Ende einen Stift 114, der fest mit einem Gabelhebel 115 verbunden ist. Dieser ist um den Punkt 116 schwenkbar angeordnet und mit zwei Klauen 6 und 7 versehen, die wechselweise mit einem Steigrad 8 in Eingriff gebracht werden. Der Anker 5 und der Gabelhebel 115 sind deutlichkeits- halber in der Zeichenebene dargestellt, in Wirklich keit aber senkrecht dazu angeordnet.
Der Gabelhebel 115 weist einen Dämpfungsflügel 9 auf, der zwischen den Polen eines Bremsmagneten 10 bewegt, um die Bewegung des Gabelhebels 115 zu dämpfen. In der dargestellten Lage wird das Steigrad 8 von der Klaue 6 des Gabelhebels 115, welcher von einer Feder 186 an den Anschlag 187 gedrückt wird, gesperrt.
Das Steigrad 8, das mit dem Gabelhebel 115 ein Fortschaltwerk bildet, ist mit einer Nabe 11 verse hen, auf der ein Zahnrad 12 sitzt, das über ein Vor gelege 13 von einem Elektromotor 14 angetrieben wird. Dieser steht dauernd unter Spannung und zieht einen Federspeicher 15 auf, der einerseits fest mit einem Zahnrad 16 und andererseits mit einer Welle 17 verbunden ist. Mit der Antriebswelle 18 des Elek tromotors 14 ist ein nur schematisch dargestellter Drehmomentbegrenzer 19 gekuppelt, dessen Aufbau und Funktion später anhand der Fig. 4 erläutert wird.
Auf der Nabe 11 des Steigrades 8 sitzt weiter ein Sonnenrad 20 eines Differentialgetriebes 21, dessen anderes Sonnenrad 22 einen Pufferspeicher 23 an treibt. Der Pufferspeicher 23 weist vier Nockenschei- ben 24 bis 27 auf, die lose auf der Kreuzwelle 28 des Differentialgetriebes 21 angeordnet sind, und über Ritzel 29 bis 31, Zahnräder 32 bis 34 und Unterset zungsgetriebe 35 bis 37 miteinander gekuppelt sind.
Mit den Nockenscheiben 24 bis 27 arbeiten vier Rol len 38 bis 41 einer Ablaufhemmung 42 zusammen, welche Rollen frei drehbar auf einer Rollenachse 43 gelagert sind. Auf der Rollenachse 43 ist ein Hebel 44 fest angeordnet, der eine Sperrnase 45 aufweist, die mit einer Fahne 46 eines Hebels 47 zusammenar beitet. Der Hebel 47 sitzt mit seiner Nabe 48 auf einer Welle 49, die einerseits über ein Vorgelege 50 mit der Kreuzwelle 28 und andererseits mit einem schematisch dargestellten Bremsregler 51 gekuppelt ist. Der Bremsregler 51 wird später anhand der Fig. 2 näher erläutert.
Der Zählerstand wird von der Kreuzwelle 28 über ein Vorgelege 54 auf ein Zählwerk 55 übertra gen. Die Welle 49 steht über Zahnräder 56, 57 mit einem Sonnenrad 58 eines zweiten Differentialgetrie- bes 59 in Wirkverbindung, dessen anderes Sonnenrad 60 über ein Zahnrad 61 und Ritzel 62 von einem Elektromotor 63 angetrieben wird, der ebenfalls wie der Elektromotor 14 dauernd an Spannung liegt. Mit dem Zahnrad 57 ist ein Zahnrad 64 fest verbunden, das über Zahnräder 65, 66 eine Welle 67 antreibt.
Auf der Welle 67 ist für jede Dekade des zu übertra genden Messwertes eine Coderolle eines Verschlüss- lers 68 angeordnet.
Da der zu übertragende Zählerstand höchstens vier Dekaden aufweist, sind somit vier Coderollen vorgesehen, von denen nur die Coderolle 69 ganz sichtbar ist. Diese sitzt fest auf der Welle 67, wäh rend die drei übrigen Coderollen lose auf der Welle 67 angeordnet sind.
Die Coderollen sind über Zeh- nerübertragungen miteinander gekuppelt, von denen nur die Zehnerübertragung 70 dargestellt ist, und weisen eine dem verwendeten Code entsprechende Anzahl Codescheiben auf. Da die Messwerte in einen Fünfercode umgewandelt werden, sind fünf Code scheiben 71 bis 75 für jede coderolle 69 vorgesehen, die an ihrem Umfang je vier Ausnehmungen in einer bestimmten Konfiguration aufweisen.
Jeder Code scheibe einer Coderolle ist eine bestimmte Wertigkeit zugeordnet. Die Codescheibe 71 entspricht dem Wert 0, die Codescheibe 72 dem Wert 1, die Codescheibe 73 dem Wert 2, die Codescheibe 74 dem Wert 4 und die Codescheibe 75 dem Wert 7. Dasselbe gilt für die Codescheiben der anderen drei Coderollen. Jeder Codescheibe einer Coderolle ist eine Kontaktfeder eines elektrischen Kontakte zugeordnet. So arbeiten z. B. die Codescheiben 71 bis 75 mit den Kontaktfe dern 76 bis 80 der Kontakte 81 bis 85 zusammen. Die Kontaktfedern 76 bis 80 sind mit ihrem oberen Ende an einem Arm 86 einer Steuereinrichtung 87 befestigt.
Die Steuereinrichtung 87 enthält eine Nocken scheibe 88, die auf der Kreuzwelle 89 des Differenti- algetriebes 599 angeordnet ist, und an der der Arm 86 unter Druck .einer Feder 90 anliegt. Die Kreuz- welle 89 kann von einem Doppelgesperre 91, das nur im Prinzip dargestellt ist, blockiert werden. Es besteht aus zwei auf der Kreuzwelle 89 fest angeord neten Nockenscheiben 92, 93, an denen unter Druck der Federn 94, 95 Sperrstifte 96, 97 anliegen. Auf der Kreuzwelle 89 ist weiter ein Zahnrad 98 vorgese hen, das mit einem Zahnrad 99 kämmt.
Dieses sitzt auf einer Welle 100, an der zwei Sperrflügel 101, 102 befestigt sind, die mit den Nasen 103, 104 an den Sperrstiften 96 bzw. 97 zusammenarbeiten. Zwei weitere Nasen 105, 106 an den Sperrstiften 96, 97 arbeiten mit den Ankern 107, 108 von zwei Elektro magneten 109, 110 zusammen, deren Erregerwick lungen mit 111 bzw. 112 angedeutet sind.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet folgender- massen: Beim Eintreffen eines Stromimpulses vom Ge berzähler 1 wird der Elektromagnet 4 kurzzeitig er regt und zieht den Anker 5 an.
Das Steigrad 8 wird durch den Gabelhebel 115 kurze Zeit freigegeben und unter Einfluss des vom Elektromotor 14 über das Vorgelege 13 ausgeübten Drehmomentes um einen Zahn fortgeschaltet. Diese Drehung wird über das Sonnenrad 20 und das Planetenrad des Differen- tialgetriebes 21 an den Pufferspeicher 23 übertragen. Die Kreuzwelle 28 ist dabei von der Ablaufhemmung 42 gesperrt.
Die Rolle 38, die sich vor Eintreffen des Geberzählerimpulses in der Ausnehmung der Nok- kenscheibe 24 befand, wird zufolge der Drehung die ser Nockenscheibe aus dieser Ausnehmung herausbe- wegt und hebt damit über die Rollenachse 43 auch die drei anderen Rollen 39, 40 und 41 von den ihnen zugeordneten Nockenscheiben 25, 26 und 27 ab. Die Rollenachse 43 nimmt dabei den Hebel 44 mit, so dass die Sperrnase 45 von der Fahne 46 abgleitet und so die Sperrung der Welle 49 aufhebt.
Diese wird nunmehr über die Zahnräder 56, 57 und das Diffe- rentialgetriebe 59 von dem Elektromotor 63 gedreht. Die Kreuzwelle 89 bleibt vorerst von dem Doppelge- sperre 91 blockiert.
Die Drehung der Welle 49 wird über das Vorgelege 50 und über das Differentialge- triebe 21 einerseits auf das Zählwerk 55 und ande rerseits auf den Pufferspeicher 23 übertragen, und zwar mit einem solchen Drehsinn, dass dieser sich entleert, d. h. die Nockenscheiben 24 bis 27 werden wieder in ihre Ausgangslage zurückgedreht.
Die Rol len 38 bis 41, die mit Federkraft an den Nocken scheiben 24 bis 27 anliegen, bewegen sich in ihre Ausgangslage zurück und bringen den Hebel 44 mit tels der Rollenachse 43 wieder in Sperrstellung, so dass die Welle 49 nach Auftreffen der Fahne 46 des Hebels 47 auf die Sperrnase 45 an einer weiteren Drehung verhindert wird. Der Bremsregler 51 soll die Auftreffgeschwindigkeit des Hebels 47 auf den Hebel 44 verkleinern und den Rückprall des Hebels 47 dämpfen. Auf der Welle 49 ist mit dem Hebel 47 das Segment 52 fest verbunden.
Knapp vor dem Auftref fen des Hebels 47 auf den Hebel 44 bewegt sich das Segment 52 durch den Luftspalt eines Bremsmagne ten 53, wobei durch die dann auftretende Wirbel- Strombremsung die Geschwindigkeit unmittelbar vor dem Aufprall herabgesetzt wird. Beim Zurückprallen des Hebels 47 gelangt das Segment 52 wieder in den Bereich des Bremsmagneten und wird wiederum ge bremst. Gleichzeitig mit der Drehung der Welle 49 wird der Antrieb vom Elektromotor 63 über die Zahnräder 64, 65 auf die Welle 67 mit der Coderolle 69 des Verschlüsslers 68 übertragen.
Die Fig. 3 zeigt den in der Zeichenebene abge wickelten Umfang der Codescheiben. Zwei axial ne beneinander liegende Aussparungen stellen jeweils die Ziffer der entsprechenden Dekade dar. Diese Zif fer ergibt sich durch Addieren der Werte, die den Co descheiben, in denen sich diese zwei axial nebenein ander liegenden; Aussparungen befinden, zuerkannt sind. Eine Ausnahme bilden die Aussparungen 119 und 120, die zusammen den Wert Null ergeben.
Bei spielsweise ergibt sich die Ziffer 5 aus den Ausneh- mungen 117 und 118 der Codescheiben, welche die Wertigkeit 1 bzw. 4 haben. Sind nun fünf Arbeitsein heiten. registriert worden, so befindet sich die Code rolle 69, welche die Einer angibt, in einer Stellung, in der die Ausnehmungen 117 und 118 gegenüber den Kontaktfedern 77 bzw:
79 liegen. Die drei anderen Coderollen, welche respektiv die Zehner, Hunderter und Tausender angeben, nehmen dann alle die den Wert Null angebende Stellung ein, in der jeweils die Ausnehmungen 119 und 120 ihrer Codescheiben den ihnen zugeordneten Kontaktfedern gegenüberstehen. Die Aussparungen können auch aus dem vollen Ma terial der Coderolle ausgefräst sein. Eine Codeschei be wird dann von demjenigen Teil der Coderolle ge bildet, an dessen Umfang sich eine Anzahl einer be stimmten Wertigkeit entsprechender Ausnehmungen befindet.
Wünscht man nun in einer Zentralstelle, in der alle Messergebnisse zusammentreffen, über den Stand eines bestimmten Zählers orientiert zu wer den, so wird von der Zentralstelle aus ein Stoppim puls auf den übertragungsweg zum betreffenden Zählerstandsverschlüssler gesendet.
Dieser Stoppim puls wird einem Stoppmagneten 121 einer Start- Stopp-Einrichtung 122 zugeführt, die weiter aus einem Startmagneten 123 und zwei fest miteinander verbundenen Kippankern 124, 125 besteht. Die Kipp- anker 124 und 125 sind. um eine Achse 126 drehbar gelagert und weisen einen beiden gemeinsamen Arm 127 auf, der mit einem seitlichen Vorsprung 128 ver sehen ist.
Der Arm 127 hat zwei stabile Lägen, deren eine sich nach Erregen des Stoppmagneten 121 und deren andere sich nach Erregen des Startmagneten 123 ergibt. Welche Lage der Arm 127 jeweils ein nimmt hängt somit davon ab, ob der Stopp- oder der Startmagnet als letzter erregt wurde.
Nach Erregen des Stoppmagneten 121 befindet sich der Arm 127 somit in einer Lage, in der der Kippanker 124 vom Stoppmagneten 121 angezogen ist, wobei der Vor sprung 128 an der Fahne 46 des Hebels 47 anliegt. Die Welle 49 wird dadurch gesperrt, so dass der Puf ferspeicher 23 nicht mehr zurückgestellt werden kann, bevor ein Startimpuls eintrifft,
Nach Eintreffen des Stoppimpulses und der darauffolgenden Sperrung der Welle 49 wird der Elektromagnet 109 von einem Abtastimpuls erregt und zieht seinen Anker 107 an. Dieser nimmt über die Nase 105 den Sperrstift 96 mit, so dass dessen andere Nase 103 von dem Sperr flügel 101 abgeleitet und die Welle 100 mit dem Zahnrad 99 freigibt. Die Sperrung der Kreuzwelle 89 ist damit aufgehoben, und diese wird über das- Zahn radpaar 61, 62, das Sonnenrad 60 und das Planeten rad des Differentialgetriebes 59 vom Elektromotor 63 angetrieben.
Das Differentialgetriebe 59 arbeitet somit gleich sam als mechanische Weiche, welche die Bewegung des Elektromotors 63 in der Startstellung der Start Stopp-Einrichtung 122 auf den Verschlüssler 68 und den Pufferspeicher 23 und in der Stoppstellung auf das Doppelgesperre 91 überträgt.
Nach dem Abklingen des Abtastimpulses hat sich die Nockenscheibe 92 so weit gedreht, dass sie die Nase 103 des Sperrstiftes 96 ausserhalb des Berei ches des Sperrflügels 101 hält. In dieser Weise wird dafür gesorgt, dass nach Abfallen des Ankers 107 nicht sofort wieder das Zahnradpaar 98, 99 und die Welle 89 gesperrt werden. Der Steuerarm 86 gleitet nun unter Druck der Feder 90 entlang der sich dre henden Nockenscheibe 88 und wird demzufolge nach rechts bewegt.
Die mitbewegten Kontaktfedern 76 bis 80 tasten dabei die Codescheiben 71 bis 75 ab. Wenn sie eine Ausnehmung in diesen vorfinden, legen sie sich in diese ein und schliessen den entsprechenden Kontakt.
Die Nockenscheibe 93 hat sich inzwischen so weit gedreht, dass die Nase 104 des Sperrstiftes 97 in die Bahn des Sperrflügels 102 gekommen ist, wo rauf die Kreuzwelle 89 wieder gesperrt wird. Die in eine Ausnehmung eingelegten Kontaktfedern können Stromimpulse weiterleiten, die von einem nicht ge zeigten Sender an die Zentralstelle übertragen wer den.
Nachdem alle abgefragten Messergebnisse in der Zentralstelle eingetroffen sind, wird der Elektroma gnet 110 von einem Abhebeimpuls erregt. Dieses zieht seinen Anker 108 an, der über die Nase 106 den Sperrstift 97 mitnimmt und so die Sperrung der Kreuzwelle 89 wieder aufhebt.
Die Nockenscheibe 88 wird darauf wieder in Drehung versetzt und bewegt den Steuerarm 86 nach links, so dass die Kontaktfe dern von den Nockenscheiben abgehoben und die geschlossenen Kontakte geöffnet werden.
Die Sper rung der Kreuzwelle 89 bleibt so lange aufgehoben, bis die Nockenscheiben 92 und 93 wieder in die dar gestellte Ausgangslage gelangt sind, in der der Sperr- flügel 101 wieder von der Nase 103 angehalten wird.
Die Zentralstelle sendet darauf einen Startimpuls, der den Startmagneten 123 erregt, der den Kippanker 125 anzieht und so die Sperrung der Welle 49 auf hebt. Die während der Abfrageperiode eingetroffenen Impulse des Elektrizitätszählers 1 sind in dem Puf ferspeicher 23 aufgehoben, der nach Freigabe der Welle 49 vom Elektromotor 63 in die Ausgangslage zurückgebracht wird. Hierbei werden sämtliche im Pufferspeicher 23 registrierten Impulse auf den Verschlüssler 68 übertragen.
Nach dem Entleeren des Pufferspeicher wird jeder einzelne Geberzählerimpuls bis zum Eintreffen des nächsten Stoppimpulses von neuem direkt vom Pufferspeicher in den Verschlüssler 68 übergeführt. Ein vollständiger Zyklus wird somit von einem Stopp impuls eingeleitet und spielt sich bis zum Eintreffen des nächsten Stoppimpulses in einem vorgegebenen Takt ab.
Anhand der Fig. 4 wird nun der Aufbau und die Wirkungsweise des Drehmomentbegrenzers 19 erläu tert, der das überziehen des Federspeichers 15 ver hindern soll. In dieser Figur ist mit 129 eine Brems scheibe angedeutet, die fest auf der Antriebswelle 18 des nicht dargestellten Elektromotors 14 (s. Fig. 1) sitzt.
Die Bremsscheibe 129 arbeitet mit einem Bremshebel 130 zusammen, der um den Zapfen 131 drehbar gelagert ist und bei normalem Betrieb von der Feder 132 an den Anschlag 133 gedrückt wird. Auf der Welle 18 ist weiter ein Zahnrad 134 fest an geordnet, das über das Zahnradpaar 135, 136 ein Zahnrad 137 antreibt. Dieses sitzt lose auf der Welle 138, die mit dem in Fig. 1 dargestellten Vorgelege 13 gekuppelt ist. Auf der Welle 138 ist eine Nabe 139 eines Armes 140 fest angeordnet, der mit einem Stift 141 versehen ist.
Das Zahnrad 137 trägt einen Zap fen 142, auf dem ein Kupplungshebel 143 frei dreh bar gelagert ist. Der Kupplungshebel 143 wird von einer Feder 144, die einerseits mit dem Zahnrad 137 und andererseits mit dem Kupplungshebel 143 ver bunden ist, an einen Anschlag 145 auf dem Zahnrad 137 gedrückt und liegt dabei mit einem Zahn 146 an dem Stift 141. Der Kupplungshebel 143 weist einen zweiten Zahn 147 auf, der mit dem Bremshebel 130 zusammenarbeitet. Ein zweiter Anschlag 148 am Zahnrad 137 legt die andere Extremlage des Kupp lungshebels 143 fest.
Der beschriebene Drehmomentbegrenzer arbeitet folgendermassen: Die Welle 18 treibt über die Zahnräder 134, 135 und<B>136</B> das Zahnrad 137 in der Pfeilrichtung an. Dieses bildet mit dem Kupplungshebel 143, dem Zahn 146, dem Stift 141, dem Arm 140 und der Welle 138 eine Kupplung, über die der Elektromotor 14 den Federspeicher 15 (Fig. 1) aufzieht. In bezug auf den Zapfen 142 wird nun auf den Kupplungshe bel 143 über den Zahn 146 ein Gegendrehmoment ausgeübt, das dem von der Feder 144 herrührenden Drehmoment entgegengerichtet ist.
Ist der Federspei cher so weit aufgezogen, dass das Gegendrehmoment überwiegt, so hebt sich der Kupplungshebel 143 von dem Anschlag 145 ab und nimmt eine Zwischenstel lung zwischen den Anschlägen 145 und 148 ein. Wird der Federspeicher mehr aufgezogen, vergrössert sich das Gegendrehmoment und schwenkt den Kupp lungshebel 143 auf den Anschlag 148 zu. Bei über schreiten eines bestimmten Gegendrehmomentes, das mit der Feder 144 einzustellen ist, gerät der Hebel 130 in die Bahn des Zahnes 147. Der Hebel 130 wird dann um den Zapfen 131 geschwenkt und an die Bremsscheibe 129 gedrückt, so dass die Welle 18 des Elektromotors zum Stillstand kommt.
Sinkt das Ge gendrehmoment, so bewegt sich der Kupplungshebel 143 wieder dem Anschlag 145 zu, bis der Zahn 147 von dem Hebel 130 abgeleitet und so den Antrieb wieder freigibt.
Die Fig. 5 zeigt eine elektromechanische Einrich tung, in der das Doppelgesperre 91, die Start-Stopp- Einrichtung 122, die Steuereinrichtung 87 und ein Teil der Ablaufhemmung 42, wie sie die Fig. 1 zei gen, enthalten sind.
Der Startmagnet 123 arbeitet mit einem Kippan- ker 125 zusammen, der um den Zapfen 149 schwenkbar angeordnet ist. Der Anker 125 trägt einen seitlichen Vorsprung 150 mit einem Stift 151, der auf einem Arm 152 eines Dreifachhebels 153 aufliegt. Der Arm 152 hat eine Ausnehmung 154, in die der Stift 151 einfallen kann. Der Dreifachhebel 153 weist weiter zwei Arme 127 und 155 auf und sitzt mit dem Blockierhebel 156 auf der Welle 125.
Der Arm 127 weist einen Vorsprung 128 auf, der mit einer Nockenscheibe 47a auf der Welle 49 zusam menarbeitet, die der Welle 49 in Fig. 1 entspricht. Der Arm 155 ist mit einem Schlitz 157 versehen, in dem ein Stift 158 des Kippankers 124 vom Stoppma gneten 121 geführt ist. Der Kippanker 124 ist mittels eines Zapfens 159 drehbar gelagert und wird unter Zug einer Feder 160 an einen Anschlag 161 ge drückt.
Der Elektromagnet 110, der von den Abhebeim- pulsen erregt wird, weist einen Anker 108 auf, der mittels des Zapfens 161 drehbar ist und von einer Feder 162 an einem Anschlag 163 gehalten wird. Der Anker 108 ist mit einem Stift 164 versehen, der mit einem Sperrhebel 165 zusammenarbeitet. Dieser ist mit einem Hebel 166, der einen Stift 167 aufweist, auf einer Welle 168 angeordnet. Der Sperrhebel 165 trägt einen Sperrstift 104 und liegt unter Druck einer Feder 169 auf einer Nockenscheibe 93 auf.
Der Elektromagnet 109, dem der Abtastimpuls zugeführt wird, weist einen Anker 107 auf, der mit tels des Zapfens 170 drehbar ist und von einer Feder 171 an einem Anschlag 172 gehalten wird. Der Anker 107 ist mit einem Stift 173 versehen, der mit einem zweiten Sperrhebel 174 zusammenarbeitet.
Dieser ist um einen Zapfen 175 schwenkbar ange ordnet und mit einem Sperrstift 103 versehen und wird von einer Feder 176 in die Ausnehmung einer Nockenscheibe 92 gedrückt. In dieser Stellung des Sperrhebels 174 liegt an dem Sperrstift 103 ein Sperrflügel 177 an, der auf der Welle 100 sitzt.
Die Welle 100 ist über das Zahnradpaar 98, 99 mit der Welle 89 gekuppelt, auf der die Nockenscheiben 92, 93 und eine Nockenscheibe 88 sitzen. Die Wellen 89 und 100 erhalten ihren Antrieb über das Differential getriebe 59 und das Zahnradpaar 61, 62 von dem Elektromotor 63. Mit der Nockenscheibe 88 steht über ein Röllchen 178 ein Winkelhebel 179 in Wirkverbin- dung, der einen Arm 180 mit einem Stift 181 auf weist. Der Stift 181 steuert die Kontaktfedern 76, 77 der Kontakte 81 bzw. 82.
Die Kontaktfedern 76, 77 sind mit Stiften 182 bzw. 183 versehen, die in die Ausnehmungen der Codescheiben 71, 72 einfallen können, die sich auf der Welle 67 befinden.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet folgender- massen: Beim Eintreffen eines Stoppimpulses wird der Stoppmagnet 121 erregt, der seinen Kippanker 124 anzieht.
Dieser schwenkt über den Stift 158 den Dreifachhebel 153 rechtsum, dessen Vorsprung 128 die Nockenscheibe 47a und damit die Welle 49 blok- kiert. Gleichzeitig fällt der Stift 151 in die Ausneh- mung 154, so dass der Dreifachhebel 153 gesperrt wird.
Nach Abklingen des Stoppimpulses kann er daher nicht mehr sofort in seine Ausgangslage zu- rückkehren. Ausserdem hat der Hebel 156 den Sperr hebel 174 freigegeben, der aber vorerst in seiner von der Feder 176 auferlegten Lage beharrt. Erst wenn der Abtastimpuls eintrifft und den Elektromagneten 109 erregt, wird dessen Anker 107 angezogen und hebt den Sperrhebel 174 über den Stift 173 aus der Ausnehmung der Nockenscheibe 92 heraus, während der Sperrstift 103 den Sperrflügel 177 freigibt.
Der Blockierhebel 156 liegt dann auf dem Sperrhebel 174 auf. Die Welle 89 wird nun über die Zahnräder 62, 61, das Sonnenrad 60 und das Planetenrad des Diffe- rentialgetriebes 58 vom Elektromotor 63 angetrie ben, bis der Sperrhebel 165 nach einer halben Um drehung der Welle 89 in die Ausnehmung der Nolc kenscheibe 93 einfällt. Damit kommt der Sperrstift 104 in die Bahn des Sperrflügels 177 und blockiert die Wellen 89 und 100.
Durch Verdrehen der Nok- kenscheibe 88 wird der Winkelhebel 179 mit seinem Stift 181 entriegelt. Die Kontaktfedern 76 und 77 können sich mit ihren Stiften 182 und 183 in Rich tung zu den Codescheiben 71, 72 bewegen und diese abtasten. Bei Vorfinden einer Lücke in den Code scheiben 71, 72 schliessen die Kontakte 81, 82. An derenfalls stützen sich die Kontaktfedern mittels der Stifte 182, 183 am Aussendurchmesser der Code scheiben ab und die Kontakte 81, 82 bleiben geöffnet.
Wird darauf der Elektromagnet 110 von einem Abhebeimpuls erregt, so zieht er den Anker 108 an, der über den Stift 164 den Sperrhebel 165 linksum dreht. Der Sperrstift 104 gibt den Sperrflügel 177 mit der Welle 100 frei, die sich nun so langte dreht,
bis der Sperrhebel 174 nach einer halben Umdrehung der Welle 89 wieder in die Ausnehmung der Nocken scheibe 92 fällt und mit seinem Sperrstift 103 den Sperrflügel 177 mit der Welle 100 von neuem blok- kiert. Der Dreifachhebel 153 wird nunmehr nur noch von dem Stift 151 blockiert, da der Blockierhebel 156 nicht mehr auf dem Sperrhebel 174 aufliegt. Die Welle 49 und die mit ihr gekuppelte Welle 67 (s.
Fig. 1) sind nach dem Stoppimpuls während des Ein legens und Abhebens der Kontaktfedern gesperrt ge- blieben, :. so dass diese -,nicht beschäftigt werden können. Wird nun der Startmagnet 123 durch einen Startimpuls erregt, so zieht er seinen Kippanker 125 an, der den Stift 151 aus der Ausnehmung 154 des Armes 152 heraushebt.
Unter Mitwirkung der Feder 160 wird der Dreifachhebel <B>153</B> durch den Stift 158 linksum gedreht, so dass der Arm 127 mit seinemVor- sprung 128 die Sperrung der Nockenscheibe 47a mit der Welle 49 aushebt. Von diesem Augenblick an wird jeder einzelne Geberzählerimpuls vom Pufferspeicher 23 wieder direkt an den Verschlüssler 68 übertragen, wie dies anhand der Fig. 1 bereits erläutert wurde.
Nach Abklingen des Startimpulses befindet sich die beschriebene Einrichtung wieder in der dargestellten Startstellung.
Die Einrichtung weist einige besonders vorteil hafte Merkmale auf: 1. In der Startstellung bleiben etwaige Fehlimpul se, die den Elektromagneten 109 noch vor dem Ein treffen des Stoppimpulses erregen sollten, unwirk- sam, da in dieser Stellung der Sperrhebel 174 von dem Blockierhebel<B>156</B> der Blockiervorrichtung 126 blok kiest ist. Erst beim Eintreffen des Stoppimpulses wird das Doppelgesperre unter Steuerung des Abtastim- pulses gestellt.
2. Sollte nach dem Abtastimpuls der Abhebeim- puls unterbleiben, so besorgt der Startmagnet 123 über die Kupplungsvorrichtung 166, 167, 168 das Abheben der Kontaktfedern. Trifft der Startimpuls ein, so nimmt der Kippanker 125 über den Stift 167 den Hebel 166 mit, dessen Drehung von der Welle 168 auf den Sperrhebel 165 übertragen wird.
Die normalerweise erfolgte Freigabe der Nockenscheibe 47 mit der Welle 49 unterbleibt vorerst, da der Blok- kierhebel 156 noch auf dem Sperrhebel 174 aufliegt und damit den Dreifachhebel 153 blockiert hält. Erst wenn das Abheben beendet ist, kann der Sperrhebel 174 durch Einfallen in die Ausnehmung der Nocken scheibe 92 die Blockierung des Dreifachhebels 153 und damit der Nockenscheibe 47 mit der Welle 49 aufheben.
3. Ein um den Zapfen 184 drehbarer Kipphebel 185 arbeitet mit den Ankern 107 und 108 und den Elektromagneten 109 bzw. 110 zusammen und sorgt dafür, dass beide Relais gegenseitig verriegelt sind. Es kann daher nicht vorkommen, dass beide Re lais gleichzeitig die Sperrhebel 174, 165 betätigen.
4. Dank der Übersetzung ins Schnelle mit dem Zahnzapfen 98, 99 und der Abtriebswelle 100 sind die zwischen dem Sperrflügel 177 und den Sperrstif ten 103, 104 auftretenden Reibungsmoment kleiner als es der Fall wäre, wenn deren Funktion durch die Nockenscheiben 92, 93 mit den Sperrhebeln 174, 165 übernommen würde.
Mit der beschriebenen Einrichtung wird somit erreicht, dass nicht nur die richtige Reihenfolge Start-Stopp-Abtasten-Abheben eingehalten wird, sondern auch bei Ausbleiben des Abhebeimpulses der Arbeitszyklus vollständig durchgeführt wird.
Über dies erfordern die Elektromagnete 109, 110 nur eine verhältnismässig geringe Impulsleistung, da sie nur die Vorgänge Abtasten der Codescheiben und Abhe ben der Kontaktfedern zu steuern brauchen, während die eigentliche, zur Durchführung dieser Vorgänge notwendige Leistung von dem Elektromotor 63 auf gebracht wird. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch den Federspeicher 15. Fällt die Speisung des Elek tromotors 14 aus, so liefert der Federspeicher 15 das Drehmoment, um die ankommenden Impulse dem Speicher 23 zuführen zu können.
Der Pufferspeicher 23 kann eine Speicherkapazität bis zu mehreren Tau send Impulsen aufweisen.