CH402932A - Einrichtung zum Vergleich und zur Überwachung eines gerechneten, auf einem Triebfahrzeug aufgezeichneten Weg-Geschwindigkeits-Programms - Google Patents
Einrichtung zum Vergleich und zur Überwachung eines gerechneten, auf einem Triebfahrzeug aufgezeichneten Weg-Geschwindigkeits-ProgrammsInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L15/00—Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
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Description
Einrichtung zum Vergleich und zur Überwachung eines gerechneten, auf einem Triebfahrzeug aufgezeichneten Weg-Geschwindigkeits-Programms Unter einem automatischen Zugbetrieb ist eine Betriebsart zu verstehen, .bei der das Triebfahrzeug eines Eisenbahnbetriebes entweder unbesetzt oder nur mit einer Begleitperson besetzt ist, die normalerweise nicht in die Steuerung einzugreifen hat und lediglich im Falle einer Störung in Funktion tritt.
Ein solcher automatischer Zugbetrieb ist möglich mit Hilfe einer Fernsteuerung oder mittels einer Programmsteue rung, die einem auf denn Triebfahrzeug mitgeführten gespeicherten Fahrtprogramm gehorcht. Das Pro grammwerk kann durch eine ausserhalb des Fahr zeuges angeordnete Signalgebeeinrichtung, die einen auf dem Triebfahrzeug angeordneten Signalempfän ger steuert,
beeinflusst werden. Das Ausbleiben eines einzigen Signales, das z. B. das Kommando Schnell fahrt löschen und das Kommando langsam der Steuerung übermitteln soll, kann verständlicherweise bereits zu schweren Unfällen, z. B. durch eine Zug entgleisung führen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Unsicherheit, die eine solche von aussen -beeinflusste Programm steuerung aufweist, zu beseitigen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Überwachung eines gerechneten, auf ;einem Trieb fahrzeug in einem Programmwerk in Form von Loch karten, Lochstreifen oder Magnetbändern aufgezeich neten Weg-Geschwindgkeitsprogrammes mit denn tatsächlichen Ablauf bei einer in reit verschieden grossen zulässigen Geschwindigkeiten befahrbaren Streckenabschnitten eingeteilten Strecke.
Die Erfin dung besteht darin, dass jeweils .an der Stosstelle von zwei mit verschiedenen grossen zulässigen Ge schwindigkeiten befahrbaren Streckenabschnitten Si gnalgeber angeordnet sind, die eine Weiterschaltung des Programmwerkes bewirken, und dass eine Wege- messeinrichtung des Programmwerkes in der Weise überwacht, dass bei einem Überfahren der Länge des jeweiligen. Streckenabschnittes, ohne dass ein Fortschaltsignal auf das Programmwerk .einwirkt,
ein Warnungssignal für eine mitfahrende Begleitperson ausgelöst oder das Triebfahrzeug stillgesetzt wird.
In folgendem ,soll der Gegenstand der Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert wer den. In der Fig. 1 ist das Geschwindigkeitswegdia gramm und in der Fig. 2 .das Blockschaltbild einer Einrichtung gemäss der Erfindung .dargestellt.
Ein Triebfahrzeug möge z. B. ;die Aufgabe ha ben, die im Diagramm der Fig. 1 dargestellte Strecke von Punkt O bis zum Punkt E zu .durchfahren. Die Strecke ist unterteilt in verschiedene Streckenab- schnitte 0A, AB, BC, CD und DE.
Für jeden Strek- kenabschnitt ist eine bestimmte, vom Profil der Strecke abhängige Höchstgeschwindigkeit zulässig, die aus Sicherheitsgründen nicht überschritten wer den darf.
Zwecks guter Ausnutzung der Strecken- kapazität soll das Triebfahrzeug möglichst mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit fahren.
Auf dem Triebfahrzeug ist ein Programmwerk 1 (siehe Fig. 2) mit einer Leseeinrichtung für einen Lochstreifen eingebaut. Auf dem Lochstreifen sind Informationen eingestanzt, die für die einzelnen Streckenabschnitte, z.
B. drei Daten, nämlich die ge wünschte Geschwindigkeit, ,die gewünschte Beschleu- nigung, mit der dieser Ges.ohwindigkeitswert ange fahren werden soll, und die Weglänge, für die die beiden. vorhergegangenen Informationen geiten sol len, aufgezeichnet ist.
Eine Aufzeichnung der Fahr zeit als Informationswert .ist nicht erforderlich, da ,dieser Wert durch den Geschwindigkeitswert und den Wegwert bereits festgelegt isst. Diese Wertwind unter Zugrundelegung des Streckenprofiles, :des Zug gewichtes und der bei dem Triebfahrzeug zur Ver fügung stehenden Zugkraft vorher, z. B. auf einem Digitalrechner errechnet und in den Lochstreifen eingestanzt worden.
Im wesentlichen, wird der Be schleunigungswert variabel sein, da dieser auf Stei- gungsstrecken, bei grösseren Zuggewichten beschr'änk't ist. Diese drei Werte werden durch :das Lesegerät von dem Lochstreifen entnommen und je einem In formationsspeicher 2, 3, 4, :der z. B. aus :einem Fer ritkernspeicher bestehen kann, für jeden dieser Werte eingegeben.
Bei der Betrachtung soll angenommen. werden, dass das Triebfahrzeug O steht und :der Startbefehl durch eine Einwirkung von aussen erhält. Aus dem Programmwerk 1 werden die drei Informationswerte durch die Leseeinrichtung entnommen und den ent sprechenden Speichern 2, 3 und 4 zugeführt. Die in den Speichern 2 und 3 für die Sollgeschwindigkeit v und die Sollgeschwindigkeit b gespeicherten Werte wer dender Regeleinrichtung 5 zugeführt, .durch die wie derum die Einstellung des Schaltwerkes 6 ,
des Trieb fahrzeuges in der erforderlichen Weise bewirkt wird. Das Triebfahrzeug setzt sich nun in Bewegung und beschleunigt seine Geschwindigkeit mit dem vorge gebenen Beschleunigungswert so lange, bis die Soll geschwindigkeit erreicht ist und behält diese bei, bis neue Daten in die drei Informationsspeicher 2-4 eingegeben, werden.
Der dritte Wert, nämlich die mit .den zwei ersten Werten zurückzulegende Weglänge s wird einem dritten Speicher 4 zugef'ü'hrt und von ,diesem auf ein subtrahierendes Zählwerk 7 als Wegsollwert über tragen. Von einer Wegmesseinrichtung 6, die z. B. auf digitalem Weg arbeiten kann, und pro Radum drehung eine bestimmte Anzahl von Impulsen er zeugt, die der Weglänge proportional sind, wird der Weg Istwert, also .der von O an zurückgelegte Weg dem Zählwerk 7 zugeführt und von dem Weg-Soll wert subtrahiert.
Wenn der Sollweg zurückgelegt ist, muss :das subtrahierte Zählwerk 7, also den Wert O erreicht haben.
Die Wegmessung kann nur für einen ganz be stimmten Radreifendurrhmesser richtig sein. Zweck- mässigerweise wird man diese so einrichten, dass bei einem halbabgenutzten Radsatz .der angezeigte Mess wert mit dem wirklich zurückgelegten Weg überein stimmt. Bei neuen, oder stark abgenutzten Radreifen, wird der Zählerstand O demnach noch nicht oder später erreicht werden, als das Fahrzeug den Strek- kenpunkt A erreicht. Entsprechend einer zulässigen Radreifenabnutzung von 3 Prozentdes Aussendurch messers vom neuen Zustand :des Radreifens aus kann die in dem Zählwerk angezeigte Weglänge um -!- 1,5'0/o differieren.
Die Genauigkeit einer Steuerung, die den zurückgelegten Weg in der beschriebenen Weise ermittelt, ist nicht ausreichend.
An den Stosstellen zweier mit verschiedenen Ge- schwindigkeiten zu befahrenen Streckenabschnitten, z. B. an Punkt A, ist daher eine Signaleinrichtung 9 angeordnet, die auf den auf dem Triebfahrzeug an. geordneten Empfänger 8 ein Signal übertragen kann, das dazu führt, dass der Lochstreifen des Programm wertes 1 um eine Teilung weitergeführt wird, in den Speichern 2, 3 und 4 für :die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und den Weg :die Daten gelöscht werden und neue Werte :für diese Werte in die Speicher eingegeben werden.
Diese Werte wirken in der vorher beschriebenen Weise auf die Regelein richtung 5 und das Schaltwerk 6 des Triebfahr zeuges ein, so dass das Fahrzeug auf .den neuen Ge schwindigkeitswert beschleunigt wird. Die weitere Fahrt spielt sich bei den übrigen Streckenabschnit ten in der vorher beschriebenen Weise ab.
Es soll nun angenommen werden, dass entweder die Signaleinrichtung 9 kein Signal an das Triebfahr zeug abgibt, oder dass der Empfänger 8 des Trieb fahrzeuges aus: irgendeinem Grunde dieses Signal nicht empfängt. Das Triebfahrzeug fährt dann mit unveränderter Geschwindigkeit weiter. Die Zählein richtung 7 subtrahiert weiter und zeigt je nach dem Radreifendurchmesser nach Zurücklegung eines be stimmten Weges: negative Wegwerte an:.
Das über schreiten eines bestimmten negativen Zählwertes ist ein Kriterium dafür, dass auch bei neuen Radreifen der Streckenpunkt A überfahren worden ist, ohne dass die entsprechende Beeinflussung der Steuerung durch die Einwirkung eines Signales erfolgt ist. Bei einem bestimmten negativen Zählwert wird daher ein akustisches oder optisches. Signal 10 für eine gegebenenfalls auf. dem Triebfahrzeug mitfahrende Begleitperson ausgelöst, die dann das Triebfahrzeug manuell gesteuert weiterführen kann.
Bei einem un besetzten Triebfahrzeug wird die Bremseinrichtung ausgelöst und das Fahrzeug stillgesetzt, wobei zweck mässigerweise eine Störungsmeldung an eine feste Befehlsstelle ausgelöst wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Überwachung der Übereinstim mung eines gerechneten, auf einem Triebfahrzeug in einem Programmwerk in Form von Lochkarten, Lochstreifen oder Magnetbändern aufgezeichneten Web Geschwindigkeits-Programmes mit .dem tatsäch- liehen Ablauf bei einer in mit verschieden grossen zulässigen Geschwindigkeiten befahrbaren Strecken abschnitten eingeteilten Strecke, dadurch gekenn zeichnet, dass jeweils an der Stosstelle von zwei mit verschieden grossen zulässigen Geschwindigkeiten be fahrbaren Streckenabschnitten. Signalgeber angeord- net sind, die eine Weiterschaltung des Programmwer kes bewirken,und dass eine Wegemesseinrichtung die Weiterschaltung des Programmwerkes in der Weise überwacht, dass bei einem Überfahren der Länge des jeweiligen Streckenabschnittes, ohne dass ein Fortschaltsignal auf :das Programmwerk einwirkt, ein Warnsignal für eine mitfahrende Begleitperson ausgelöst oder das Triebfahrzeug stillgesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB68560A DE1247371B (de) | 1962-08-24 | 1962-08-24 | Verfahren und Anordnung zur UEberwachung des ordnungsgemaessen Ablaufes eines auf einem Triebfahrzeug in einem Programmwerk aufgezeichnenten Weg-Geschwindigkeitsprogramms |
Publications (1)
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|---|---|---|---|
| CH1034963A CH402932A (de) | 1962-08-24 | 1963-08-22 | Einrichtung zum Vergleich und zur Überwachung eines gerechneten, auf einem Triebfahrzeug aufgezeichneten Weg-Geschwindigkeits-Programms |
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Family Cites Families (1)
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Also Published As
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