Vorrichtung zur elektrophotographischen Bilderzeugung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur elek trophotographischen Bilderzeugung mit mindestens einer Entwicklungselektrode und einer elektrischen Aufladeeinrichtung für aerosolartige Entwickler eines Aufzeichnungsträgers.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art war die Aufladeeinrichtung für einen Entwickler stets in grö sserem Abstand von der zu entwickelnden Schicht angeordnet. Hierdurch ergaben sich für den Entwick ler grössere Transportwege zwischen Aufladung und Entwicklungsstelle, was häufig zu merklichen Ent- wicklerverlusten führte. Nicht selten wurde der Be trieb solcher Einrichtungen auch noch dadurch er schwert, dass die verhältnismässig langen Transport kanäle ziemlich eng waren und deshalb zu Verstop fungen neigten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrophotographische Vorrichtung der eingangs ge nannten Gattung zu verbessern. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Entwicklungs elektrode mindestens eine Durchtrittsöffnung für den Entwickler aufweist und die durch mindestens eine Sprühelektrode gebildete Aufladeeinrichtung unmit telbar vor der Durchtrittsöffnung der Entwicklungs elektrode in einem elektrische Überschläge verhin dernden Abstand angeordnet ist.
Hierdurch können die Transportwege des Ent wicklers von der Aufladestelle bis zum Entwicklungs raum äusserst kurz und damit die Entwicklerverluste äusserst gering gehalten werden, ohne die erforderli che elektrische Abschirmung des Entwicklungsraumes gegenüber der an hoher Spannung liegenden Auf ladevorrichtung zu beeinträchtigen. Die Vorrichtung zeichnet sich deshalb auch bei Dauerbetrieb durch eine geringe Störanfälligkeit aus und ermöglicht die Herstellung gleichmässiger Bilder. Dabei ist diese Vor- richtung in ihrem Aufbau verhältnismässig einfach und kostensparend.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt die Entwicklungsein richtung des ersten Ausführungsbeispieles.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in der gleichen Darstellung wie Fig. 1 in grösserem Massstab eine Einzelheit.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
Fig. 5 zeigt ein elektrisches Schaltbild.
Fig. 6 zeigt in der gleichen Darstellung wie Fig. 1 das zweite Ausführungsbeispiel.
Fig. 7 zeigt in der gleichen Darstellung in grösse rem Massstab eine Einzelheit.
Fig. 8 zeigt einen Schnitt längs der Linie VIII VIII in Fig. 7.
Die dargestellten Vorrichtungen zur elektrophoto graphischen Bilderzeugung umfassen ausser bekannten und in der Zeichnung deshalb weggelassenen Ein richtungen zur Aufladung und Belichtung des elektro photographischen Aufzeichnungsträgers eine Entwick lungseinrichtung, die dazu dient, ein auf dem photo elektrischen Aufzeichnungsträger vorhandenes laten tes Ladungsbild durch Niederschlag eines farbigen oder eine Farbreaktion auslösenden Aerosols in ein sichtbares Bild umzuwandeln.
Das elektrostatische Ladungsbild auf der photoleitfähigen Schicht des Aufzeichnungsträgers entsteht dadurch, dass nach gleichmässiger Aufladung und nach bildmässiger Be lichtung dieser Schicht die aufgebrachte Ladung an den belichteten Stellen je nach der örtlichen Intensität des Kopierlichtes mehr oder weniger abfliesst und nur an den nicht oder nicht maximal belichteten Stellen der Schicht zurückbleibt. Die Ladung weist somit eine der Intensitätsverteilung im Kopierlicht entsprechende Verteilung auf. Als Aufzeichnungsträger kann hier bei vorzugsweise ein mit einer photoleitfähigen Schicht versehenes Papier verwendet werden.
Die photoleitfähige Schicht kann z. B. in ein Bindemittel eingelagertes Zinkoxyd aufweisen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1-5 ist eine Entwicklungseinrichtung vorgesehen, die in einem Gehäuse 1 angeordnet ist und eine Baugruppe bildet, welche in der elektrophotographischen Vorrich tung auswechselbar gelagert ist. Im Gehäuse 1 be findet sich eine aus elektrisch leitfähigem Material bestehende Trommel 2, die um eine gehäusefeste Achse 3 drehbar gelagert ist und zur Führung eines bandförmigen Aufzeichnungsträgers 4 dient.
Dieser tritt nach Passieren der Lade- und Belichtungsein richtungen durch einen Spalt 5 in das Gehäuse 1 ein, wird durch die Trommel 2 um 180 umgelenkt und wird durch einen weiteren Spalt 6 aus dem Ge häuse 1 wieder herausgeführt, um beispielsweise einer nicht dargestellten Aufwickelspule, einer Schneide einrichtung oder einer Einrichtung zum Umdruck des entwickelten Bildes zugeführt zu werden. Das Band 4 wird durch eine ebenfalls nicht dargestellte elektro motorische Antriebsvorrichtung kontinuierlich an getrieben und versetzt die Trommel 2, bezogen auf Fig. 1, im Drehsinn des Uhrzeigers in Umlauf.
Beiderseits der vom Band 4 umschlungenen Hälfte der Trommel 2 ist in gegenseitigem Abstand je eine Behandlungseinrichtung 7 bzw. 8 angeordnet. Diese Einrichtungen erstrecken sich auf die ganze Länge der Trommel 2. Sie weisen zwar gesonderte Entwicklerzuleitungen 9, 10 auf, sind jedoch über ein Rohrstück 11 an eine gemeinsame Entwicklerversor- gungseinrichtung 12 angeschlossen. In den Zuleitun gen 9, 10 ist je ein Ventil 13 bzw. 14 angeordnet. Beide Ventile sind unabhängig voneinander einstell bar und sperren in der Schliessstellung den Zustrom des Entwicklers zu der jeweils zugeordneten Behand lungseinrichtung 7 bzw. B.
Sie können zum separaten Regulieren des den Behandlungseinrichtungen 7, 8 zugeführten Entwicklerstromes dienen. An den den Behandlungseinrichtungen 7, 8 zugewandten Enden gabeln sich die Zuleitungsrohre 9, 10 jeweils in drei Leitungen 9a,<I>9b, 9c</I> (Fig. 2) bzw. 10a, 10b, 10c, damit der Entwickler dem Aufzeichnungsträger 4 über dessen ganze Breite hinreichend gleichmässig zugeführt wird. Je nach dessen Breite können je weils auch weniger oder mehr als drei Zuführungs rohre vorgesehen werden.
Als Entwickler wird ein Aerosol benutzt, das durch Verdüsung einer Farbstofflösung unter Ver wendung von Pressluft gewonnen wird. Die hierzu erforderliche Düse ist Bestandteil der Einrichtung 12 und in der Zeichnung nicht dargestellt. Statt eines solchen Aerosols können jedoch auch andere aero- solartige Entwickler, z. B. staubförmige Entwickler, benutzt werden, die in einem Luft- oder Gasstrom durch die Rohre 9, 10, 11 den Behandlungseinrich tungen 7, 8 zugeführt werden.
Die Behandlungseinrichtung 7 ist in Fig. 2 in Ansicht und in Fig. 3 und 4 vergrössert im Quer- und Längsschnitt dargestellt. Sie weist eine vorzugs weise durch einen Zylinder 15 aus elektrisch nicht leitendem Material, z. B. Kunststoff, gebildete Auf ladekammer 16 auf, in welche an deren tiefster Stelle die Zuleitungsrohre 9a,<I>9b, 9c</I> münden, sowie eine aus Metall bestehende Entwicklungseleketrode, wel che den Mantel der Trommel 2 auf einem Teil der vom Band umschlungenen Umfangshälfte mit überall gleichem radialem Abstand umgibt, der vorzugsweise 1-5 mm beträgt.
Die Aufladekammer 16, in welcher Entwickler partiklen in weiter unten erklärter Weise aufgeladen werden, und die Entwicklungselektrode 17 sind starr miteinander verbunden, beispielsweise miteinander verschraubt. Die Entwicklungselektrode 17 weist einen mittig angeordneten Längsspalt 19 auf, der durch Leisten 20, 21 begrenzt ist. Diese bestehen aus elektrisch leitfähigem Material und ragen in einen entsprechenden Längsspalt des Kunststoffzylinders 15 hinein. Sie sind nicht unbedingt erforderlich und kön nen auch weggelassen werden.
Eine elektrische An schlussleitung 22 der Entwicklungselektrode 17 ist durch eine Seitenwand des aus elektrisch isolierendem Material gebildeten Gehäuses 1 hindurchgeführt und mit einer Lötfahne 23 verbunden.
Zur Aufladung der Entwicklerpartikeln ist in der Aufladekammer 16 vor dem Spalt 19 und parallel zu diesem ein Sprühdraht 24 angeordnet. Die Auf ladekammer 16 mit dem Spalt 19 und dem Sprüh draht 24 sowie die Entwicklungselektrode 17 erstrek- ken sich parallel zur Trommelachse und stimmen, in ihrer Länge, wie aus Fig. 2 hervorgeht, etwa mit der Länge der Trommel 2 und der Breite des Aufzeich nungsträgers 4 überein.
Die Halterung des Sprühdrahtes 24 an seinem einen Ende ist in Fig. 4 näher dargestellt. Die Hal terung an seinem anderen Ende kann analog erfolgen.
Wie vor allem aus Fig. 4 ersichtlich ist, weisen die beiden Stirnwände des die Aufladekammer 16 bildenden Zylinders 15 zentrale Ausnehmungen 26 mit nach aussen ragenden Naben 27 auf, die ihrerseits durch passende Ausnehmungen 28 des Gehäuses 1 hindurchragen. Auf diese Weise ist die Aufladekam- mer 16 mit der angesetzten Entwicklungselektrode 17 im Gehäuse 1 gelagert.
In die rohrförmigen Ansätze 27 sind aus elek trisch hochisolierendem: und kriechstromfestem Mate rial, z. B. PVC, bestehende Rohrstücke 29 eingesetzt, deren freie Enden Innengewinde 30 aufweisen, in die je ein Stopfen 31 eingeschraubt ist. In die Rohr stücke 29, deren Innenseite in gleichen axialen Ab ständen angeordnete Ringnuten 32 aufweist, ist an dem der Aufladekammer 16 zugewandten Ende je ein Metallring 33 eingesetzt. Zur Befestigung der Rohrstücke 29 in den Naben 27 dienen Schrauben 34, die mit je einem Ring 33 in elektrisch leitender Verbindung stehen und Lötfahnen 35 tragen.
Zur Aufhängung des Sprühdrahtes 24 dienen Spanndrähte 36, die einerseits Endschlaufen zum Ein hängen des Sprühdrahtes 24 aufweisen und ander seits durch enge, zentrale Bohrungen 37 der Stopfen 31 hindurchgeführt und an deren Aussenflächen mit tels Schrauben 38 befestigt sind. Mindestens eine der Schrauben 38 trägt eine Lötfahne 39.
Die Führungstrommel 2 liegt an Masse, desglei chen sind die Metallringe 33 über die Lötfahnen 35 mit Masse verbunden. Hingegen ist - wie weiter unten noch näher ausgeführt wird - die Entwicklungselek trode 17 über die Lötfahne 23 an eine Spannungs quelle und der Sprühdraht 24 über die Lötfahne 39 an eine Hochspannungsquelle angeschlossen.
Der Abstand des Sprühdrahtes 24 vom Spalt 19 richtet sich nach der Potentialdifferenz zwischen dem Hochspannung führenden Sprühdraht und der Ent wicklungselektrode 17 und ist so gross, dass zwischen diesen Teilen elektrische überschläge mit Sicherheit vermieden werden. Bei der beschriebenen Ausfüh rungsform beträgt dieser Abstand 10-50 mm.
LUberschläge zwischen den ebenfalls Hochspan nung führenden Spanndrähten 36 und den zugeord neten, an Masse liegenden Metallringen 33, welche mit den Spanndrähten in weiter unten beschriebener Weise als Elektrofilter für das Entwickleraerosol wir ken, werden trotz des geringeren gegenseitigen Ab standes dieser Teile vermieden, wenn die Spanndrähte 36 einen grösseren Durchmesser als der Sprühdraht 24 aufweisen, so dass sich an den Spanndrähten im Gegensatz zum Sprühdraht keine Sprühentladungen einstellen.
Die Behandlungseinrichtung 8 entspricht in ihrem Aufbau der vorbeschriebenen Einrichtung 7. Insbe sondere weist sie eine Entwicklungselektrode 18 auf, die in bezug auf die Transportrichtung des Aufzeich nungsträgers 4 hinter der Entwicklungselektrode 17 der Einrichtung 7 angeordnet ist, sowie einen Sprüh draht 25, der wie der Sprühdraht 24 der Einrich tung 7 zur Aerosolaufladung dient.
Der Anschluss der Entwicklungselektroden 7, 8 und der Sprühdrähte 24, 25 an zugeordnete Span nungsquellen ist in Fig. 5 schematisch veranschau licht. Das dort gezeigte Schaltbild umfasst die Schalt baugruppen 40, 41, 42, von denen die Baugruppe 40 zur Spannungsversorgung der Entwicklungselektro den 7, 8 und die Baugruppen 41, 42 zur Spannungs versorgung der Sprühdrähte 24, 25 dienen.
Die Baugruppe 40 besitzt ein am Wechselstrom netz 43, 44 liegendes Netzanschlussteil, das in be kannter Weise aus einem Transformator 45, einem Gleichrichter in Brückenschaltung 46 und einer aus den Kondensatoren 47, 48 und dem Widerstand 49 zusammengesetzten Siebkette besteht. Zwischen dem an Masse liegenden Leiter 50 und dem negative Gleichspannung führenden Leiter 51- sind parallel zueinander zwei Potentiometerwiderstände 52, 54 eingeschaltet, deren unabhängig voneinander verstell bare Abgriffe 5355 mit je einer der Entwicklungs elektroden 17, 18 verbunden sind. Durch Verstellen der Abgriffe kann das Potential einer jeden Elektrode 17, 18 zwischen 0 und r400 Volt verändert werden.
Im allgemeinen hat das Potential an den Elektroden 17, 18 das gleiche Vorzeichen wie die Aufladung des Aufzeichnungsträgers. Die Baugruppen 41, 42 sind im wesentlichen gleich aufgebaut und über Lei ter 56, 57 an das Wechselstromnetz 43, 44 an geschlossen. Jede dieser Baugruppen besitzt einen Hochspannungstransformator 58, 59, dessen Primär wicklung jeweils mehrere Anzapfungen hat und mit mehreren Kontaktelementen 60, 61 verbunden ist, die mit je einem Drehkontakt 62, 63 zusammenwirken. Sekundärseitig schliesst sich an die Hochspannungs transformatoren 58, 59 jeweils ein Gleichrichter 64, 65 mit je einem Glättungskondensator 66, 67 an.
Die Gleichspannung führenden Leiter 68, 69 bzw. 70, 71, in denen Schutzwiderstände 72, 73 bzw. 74, 75 liegen, sind mit Umschaltern 76, 77 bzw. 78, 79 verbunden. Die einen Kontaktelemente 76a, 77a bzw. <I>78a,, 79a</I> der Umschalter sind an einen mit Masse verbundenen Leiter 80 angeschlossen, während die anderen Kontaktelemente 76b, 77b bzw. 78b, 79b über Leiter 81, 82 mit je einem der Sprühdrähte 24, 25 verbunden sind. Die Umschalter 76, 77 und 78, 79 sind über mechanische Verbindungen 83, 84 je weils miteinander gekuppelt und können auch durch Relais gesteuert sein.
In der in Fig. 4 dargestellten Stellung erhalten die Sprühdrähte 24, 25 positive Hochspannung, wäh rend sie bei Umlegen der Umschalter negative Hoch spannung erhalten. Die Höhe des positiven oder nega tiven Sprühdrahtpotentials kann durch Verstellen der primärseitig angeordneten Drehkontakte 62, 63 bei spielsweise zwischen 0 und 7000 Volt stufenweise variiert werden.
Es ist auch möglich, die beiden Sprühdrähte 24, 25 bzw. die Elektroden 17, 18 durch jeweils eine gemeinsame Spannungsquelle zu versorgen.
Zum Betrieb wird zunächst der Aufzeichnungs träger 4 mit dem zu entwickelnden latenten Ladungs bild mit beispielsweise negativem Vorzeichen der Be handlungseinrichtung 7 zugeführt. Gleichzeitig wird diese von der Einrichtung 12 aus über die Rohrlei tungen 11,<I>9, 9a, 9b,</I> 9c mit einem kontinuierlich fliessenden Aerosolstrom versorgt, der beim Hin durchströmen durch die Aufladekammer 16 den Sprühdraht 24 passiert, wobei die Aerosolpartikeln im Wege einer Coronaentladung aufgeladen werden.
Die geladenen Aerosolpartikeln gelangen alsdann durch den Spalt 19 in den Raum zwischen dem auf der Trommel 2 aufliegenden Aufzeichnungsträger 4 und der Entwicklungseleketrode 17 und lagern sich auf ihm ab, wobei die Niederschlagsdichte von der Ladungsdichte auf dem Aufzeichnungsträger 4 ab hängt und bei bildmässiger Verteilung der Ladungs dichte ebenfalls-eine bildmässige Verteilung aufweist.
- Die'- Aerosolablagerung erfolgt auf den negativ geladenen Stellen des Aufzeichnungsträgers (Positiv- entwicklung), wenn die Umschalter 76, 77 die in Fig. 5 dargestellte Lage einnehmen und der Sprüh- draht 24 hierdurch positive Spannung (z. B. 4000 Volt) erhält, so dass die Aerosolpartikeln posi tiv geladen werden.
In diesem Fall kann es zweck mässig sein, an die Entwicklungselektrode 17 eine geringe negative Spannung anzulegen, Eine Negativentwicklung des Ladungsbildes er hält man hingegen, wenn man die negative Spannung der Entwicklungselektrode 17 durch Verstellen des Potentiometerabgriffes 53 (Fig. 5) nach oben stark erhöht (z.
B. auf -400 Volt) und den Sprühdraht 24 durch Umlegen der Umschalter 76, 77 (Fig. 5) nach oben an negative Hochspannung legt, so dass auch die Aerosolpartikeln negativ aufgeladen werden. In diesem Fall lagern sich die Entwicklerpartikeln an den ungeladenen Stellen des Aufzeichnungsträ gers 4 ab.
Ist der Aufzeichnungsträger positiv aufgeladen, so sind sinngemäss die Vorzeichen aller Spannungen entgegengesetzt.
Das elektrische Feld des Sprühdrahtes 24 wirkt sich bei der Aerosolablagerung auf dem Aufzeich nungsträger 4 auf das zwischen der Entwicklungs elektrode 17 und dem Aufzeichnungsträger beste hende elektrische Feld trotz des geringen Abstandes des Sprühdrahtes vom Aufzeichnungsträger infolge der abschirmenden Wirkung der Entwicklungselek trode 17 praktisch nicht störend aus.
Anderseits bringt jedoch die Anordnung des Sprühdrahtes 24 dicht vor dem Spalt 19 den Vorteil mit sich, dass infolge des kurzen Weges der Aerosolpartikeln zwi schen Aufladungsstelle und Aufzeichnungsträger un erwünschte Aerosolablagerungen in Transportkanälen und somit Entwicklerverluste weitgehend vermieden werden.
Zu Beginn des Einblasens des Aerosolstromes in die Kammer 16 setzt sich zwar ein Teil der auf geladenen Aerosolpartikeln an den Innenwänden der Kammer ab.
Da sie elektrisch isolierend sind, laden sie sich hierbei gleichnamig zum Sprühdraht 24 auf, so dass weitere Abscheidungen weitgehend unterbun den werden und das elektrische Feld zwischen dem Sprühdraht 24 und den Wandungen der Kammer 16 sinkt, während es' zwischen dem Sprühdraht 24 und den Begrenzungen 20, 21 des Spaltes 19 die volle Höhe behält. Unter dem Einfluss der hohen Feld stärke passieren die geladenen Aerosolpartikeln den Spalt 19 mit verhältnismässig hoher Geschwindigkeit,
so dass die unerwünschte Ablagerung von Aerosol- partikeln an den den Spalt 19 bildenden Leisten 20, 21, wo sie an sich am wahrscheinlichsten wäre, sehr gering bleibt.
Da der Aerosolstrom nach Passieren des Spaltes 19 in zwei entgegengesetzt gerichtete Teilströme auf gespalten wird, verringert sich die Strömungsge schwindigkeit der Aerosolpartikeln im Raum zwi schen dem Aufzeichnungsträger 4 und der Entwick lungselektrode 17, was die Verweilzeit im Entwick lungsraum und somit die Wahrscheinlichkeit der Aerosolablagerung auf dem Aufzeichnungsträger 4 in erwünschter Weise erhöht.
Ferner wird durch die Aufspaltung des Aero- solstromes in zwei entgegengesetzt gerichtete Teil ströme erreicht, dass sich die Geschwindigkeiten von Aerosol und Aufzeichnungsträger teils addieren, teils subtrahieren, und somit Ungleichmässigkeiten in der Entwicklung bei hohen Verarbeitungsgeschwindigkei ten ausgeglichen werden. In den Raum der Halterung des Sprühdrahtes 24 gelangen praktisch nur geladene Aerosolpartikeln, und zwar nur in geringem Masse.
Diese werden auf Grund des elektrischen Feldes der durch die Spann drähte 36 und die Metallzylinder 33 gebildeten Elek trofilter an den Innenflächen der Zylinder 33 ab geschieden. Infolge der durch die Ringnuten 32 im Längsschnitt mäanderförmigen Ausbildung der Innen fläche der Rohrstücke 29 wird der Kriechweg zwi schen den Durchtrittsstellen der Spanndrähte 36 durch die Stopfen 31 und den Metallringen 33 er heblich verlängert, so dass die Innenflächen der Stop fen 31 auch nach langem Betrieb völlig sauber blei ben. Auf diese Weise bleibt die hohe Isolation erhal ten, die wegen der an den Spanndrähten 36 und am Sprühdraht 24 liegenden Hochspannung erforderlich ist.
Flüssige Aerosolpartikeln, die sich auf der Ent wicklungselektrode 17 niederschlagen, können infolge der in der Zeichnung dargestellten Elektrodenanord- nung abtropfen, ohne den Aufzeichnungsträger zu beeinträchtigen. Insbesondere können Niederchläge an der oberen Hälfte der Entwicklungselektrode 17 durch den Spalt 19 in die Kammer 16 und von dort zusammen mit den in der Kammer sich bildenden Abscheidungen durch die Zuführungsrohre 9a, 9b, 9c zur Einrichtung 12 zurücklaufen.
Aerosole, die aus dem Entwicklungsraum in den freien Innenraum des Gehäuses 1 eintreten, werden durch einen Ab zugsstutzen 85 mittels einer nicht dargestellten Pumpe abgesaugt und durch ein hieran angeschlossenes, ebenfalls nicht dargestelltes Elektrofilter abgeschieden.
Wenn der Aufzeichnungsträger 4 den Entwick lungsraum der Behandlungseinrichtung 7 durchlaufen hat, wird er der Behandlungseinrichtung 8 zugeführt, die in gleicher Weise wirksam ist wie die Behand lungseinrichtung 7 und den bereits in der Einrich tung 7 durchgeführten Entwicklungsprozess vervoll ständigt. So werden z. B. Ungleichmässigkeiten, die sich bei der Entwicklung des Bildes in der Einrich tung 7 bei hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten noch ergeben können, in der Behandlungseinrich- tung 8 ausgeglichen.
Bildstellen, die in der ersten Be handlungseinrichtung 7 nur unvollkommen entwickelt werden, werden in der zweiten Behandlungseinrich- tung 8 völlig entwickelt. Auf diese Weise werden auch bei hohen Transportgeschwindigkeiten des Auf zeichnungsträgers 4, die im Interesse einer wirtschaft lichen Ausnutzung der elektrophotographischen Vor richtung wünschenswert sind, einwandfreie Bilder er halten.
Da die beiden Behandlungseinrichtungen 7, 8 ge trennte Vorrichtungen zur Aerosolaufladung aufwei sen, können die zur Entwicklung benutzten Aerosole in den beiden Behandlungseinrichtungen auch unter schiedlich aufgeladen werden. So ist es z. B. möglich, das der Einrichtung 7 zugeführte Aerosol weniger stark aufzuladen als das Aerosol, das der Einrich tung 8 zugeführt wird. Dann kann der Fall eintreten, dass in der Behandlungseinrichtung 7 die Ladung des Aufzeichnungsträgers 4 an den anzufärbenden Stel len durch den Aerosolniederschlag so weit kompen siert wird, dass weitere Aerosole im Entwicklungs raum der Elektrode 17 auf dem Aufzeichnungsträger nicht abgeschieden werden.
Wird daraufhin der be treffende Abschnitt des Aufzeichnungsträgers 4 der Behandlungseinrichtung 8 zugeführt, so wird dort bei gleichem Elektrodenpotential infolge der höheren Aufladung der Aerosolpartikeln eine weitere Aerosol- abscheidung auf dem Aufzeichnungsträger erreicht, wodurch die Schwärzung verbessert wird.
Es ist auch möglich, in der Behandlungseinrichtung 7 mit ungela denen Aerosolen nur die Ränder der wiederzugeben den Bildpartien zu entwickeln und in der Behand lungseinrichtung 8 mit aufgeladenen Aerosolen die inneren Flächen der zu entwickelnden Bereiche des Aufzeichnungsträgers anzufärben, was besonders gleichmässig eingefärbte Flächen liefert.
Die Verwendung von mindestens zwei Behand lungseinrichtungen gewährleistet eine einwandfreie Bildentwicklung auch bei hohen Verarbeitungsge schwindigkeiten und trägt dadurch wesentlich dazu bei, elektrophotographische Vorrichtungen wirtschaft- lich und kostensparend einsetzen zu können. Ferner ist es möglich, in einfacher Weise eine schnelle und mühelose Anpassung elektrophotographischer Geräte an unterschiedliche Methoden zur Behandlung des Aufzeichnungsträgers und somit eine universelle Ver wendung solcher Geräte zu erzielen.
Es ist auch möglich, ein und dasselbe Bild mit zwei verschiedenen Aerosolen oder anderen Entwick lern zu entwickeln, wie dies beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 6-8 vorgesehen ist, wobei anstelle der gemeinsamen Entwicklerversorgungseinrichtung 12 der Fig. 1 zwei getrennte Entwicklerversorgungs- einrichtungen 86, 87 vorgesehen sind (Fig. 6). Jede dieser beiden Einrichtungen ist mit einem Apparat zur Verdüsung von Farbstofflösungen ausgerüstet.
Die Einrichtung 86 ist über das Zuführungsrohr 9 mit einer Behandlungseinrichtung 88 verbunden, während die Einrichtung 87 über das Verbindungs rohr 10 mit einer Behandlungseinrichtung 89 in Ver bindung steht. Die Zuführungsrohre 9, 10 weisen an ihren den Behandlungseinrichtungen 88, 89 zu gewandten Enden wieder Verzweigungen auf, wie sie in Fig. 2 dargestellt sind. Die Behandlungseinrichtun gen 88, 89, deren Aufbau weiter unten noch näher erläutert wird, entsprechen in ihrer Wirkung den Be handlungseinrichtungen 7, 8 des Ausführungsbeispie- les gemäss den Fig. 1-5.
Werden die beiden Ent- wicklerversorgungseinrichtungen mit unterschiedli- chen Farbstofflösungen gespeist, so wird der Auf zeichnungsträger 4 nacheinander mit unterschiedli- chen Aerosolen entwickelt. Die Anwendung zweier verschieden gefärbter Aerosole ist beispielsweise zur Erzielung eines bestimmten Farbtones des entwickel ten Bildes vorteilhaft.
Für die beiden Entwicklerversorgungseinrichtun- gen 86, 87 können auch solche Farbstofflösungen gewählt werden, deren Aerosole nach dem Nieder schlag auf dem Aufzeichnungsträger 4 miteinander reagieren.
Das zweite Aerosol, das durch die Einrichtung 87 erzeugt wird, kann auch zur Nachbehandlung des Aufzeichnungsträgers dienen. Obgleich ein elektro photographisches Bild, das mit einem aus einer Farb- stofflösung gewonnenen Aerosol entwickelt wird, nor malerweise keiner zusätzlichen Fixierung bedarf, da bei Verdunstung des Lösungsmittels ein fester Farb- stoffniederschlag auf dem Aufzeichnungsträger ent steht, kann es in besonders gelagerten Fällen doch wünschenswert sein,
noch eine zusätzliche Fixierung des entwickelten Bildes vorzunehmen. In diesem Fall kann die Entwicklung des Bildes in der Behand lungseinrichtung 88 und die Fixierung in der Be- handlungseinrichtung 89 erfolgen, wobei die Einrich tung 87 anstatt mit einer Farbstofflösung beispiels weise mit dem Lösungsmittel der in der Einrichtung 86 benutzten Farbstofflösung gespeist wird.
Die Nachbehandlung des Aufzeichnungsträgers 4 in der Behandlungseinrichtung 89 kann anstatt mit einem Lösungsmittelaerosol auch mit dem Lösungsmittel dampf erfolgen. Sie kann auch für den Umdruck des entwickelten Bildes vorgenommen werden.
Die Ventile 13, 14 ermöglichen es, die Behand lungseinrichtungen 7, 8 (Fig. 1) bzw. 88, 89 (Fig. 6) auch alternativ zu verwenden. So ist es z. B. möglich, beim Gegenstand der Fig. 5 die Entwicklerversor- gungseinrichtung 86 mit einer solchen Entwickler- substanz zu speisen, die für die Positiventwicklung des elektrophotographischen Bildes besonders vorteil haft ist, und die Entwicklerversorgungseinrichtung 87 mit einer anderen Entwicklersubstanz zu füllen,
deren Verwendung bei der Negativentwicklung des elektro photographischen Bildes besonders zweckmässig ist. In diesem Fall wird die Behandlungseinrichtung 88 nur bei Positiventwicklung und die Behandlungsein richtung 89 nur bei Negativentwicklung des Bildes benutzt. Positiv- und Negativentwicklung können mit dieser Einrichtung in schnellem Wechsel durchgeführt werden.
Die Behandlungseinrichtung 88 des zweiten Aus führungsbeispiels unterscheidet sich von der Behand- lungseinrichtung 7 gemäss den Fig. 7 und 8 vor allem darin, dass die Aufladekammer 16 anstatt durch den Zylinder 15 durch ein kastenförmiges, aus elektrisch isolierendem Material bestehendes Gehäuse 90 gebil det ist und der zum Durchtritt des Entwicklers durch die Entwicklungselektrode 17 dienende schmale Spalt 19 durch eine grössere Ausnehmung 91 mit einem eingesetzten Drahtgitter 92 ersetzt ist,
ferner die Auf- ladeeinrichtung für den Entwickler anstatt durch den Sprühdraht 24 durch mehrere Spitzenelektroden 93 gebildet ist. Diese sind auf einem gemeinsamen Träger 95 angeordnet, der unter Wegfall der Spanndrähte 36 in den Stopfen 31, wie der Sprühdraht 24 befestigt und an Hochspannung anschliessbar ist, wobei er mit den Metallringen 33 Elektrofilter für die Entwickler partikeln bildet.
Die Aufladung der Entwicklerpartikeln erfolgt in diesem Fall durch Corona-Entladungen an den freien Enden der Spitzenelektroden 93. Auch in diesem Fall wirkt sich das elektrische Feld der Spitzenelek troden 93 auf das zum Aufzeichnungsträger 4 ge richtete Feld der Entwicklungselektrode 17 infolge der abschirmenden Wirkung des Gitters 92 praktisch nicht störend aus.
Das Gitter 92 der Entwicklungselektrode 17 kann anstatt durch ein Drahtsieb auch unmittelbar durch Ausnehmungen in der Elektrode gebildet sein. In der Aufladekammer 16 können auch mehrere Reihen von Spitzenelektroden 93 nebeneinander angeordnet sein.
Der Aufbau der Behandlungseinrichtung 89 ent spricht demjenigen der vorbeschriebenen Einrichtung 88. Insbesondere ist die Aufladeeinrichtung der Be handlungseinrichtung 89 durch Spitzenelektroden 94 gebildet, die hinsichtlich Anordnung und Wirkungs weise den Spitzenelektroden 93 der Behandlungsein richtung 88 entsprechen.
Die Zylinder 15 bzw. Gehäuse 90 der Behand lungseinrichtungen 7, 8 bzw. 88, 89 können anstatt aus isolierendem Material auch aus Metall bestehen. In diesem Fall ist es jedoch zweckmässig, die Innen flächen mit einer isolierenden Schicht zu versehen.
Die Verwendung mehrerer Behandlungseinrich tungen mit gesonderten Zuführungen für den Ent wickler ist auch dann vorteilhaft, wenn anstelle eines Ladungsbildes ein auf dem Aufzeichnungsträger 4 vorhandenes Leitfähigkeitsbild entwickelt wird. Jede der Behandlungseinrichtungen kann in diesem Fall hinsichtlich Aufbau und Wirkungsweise den Gegen ständen der deutschen Auslegeschrift Nr. 1093 384 entsprechen.
Auch wenn bei einem elektrophotographischen Gerät anstatt zweier oder mehrerer Behandlungsein richtungen 7, 8 bzw. 88, 89 nur eine einzige Be handlungseinrichtung vorgesehen ist, ist es zweck mässig, diese gemäss den beschriebenen Ausführungs beispielen auszubilden.