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Kühlschrank Die Erfindung betrifft einen insbesondere zum Tiefkühlen von Backwaren bestimmten Kühlschrank mit mindestens zwei Kühlbehältern, in die Kühlluft durch Öffnungen in der Wand derselben mittels Ventilatoren eingeblasen wird.
In den Bäckereigrossbetrieben ist es bei der neuzeitlichen Arbeitszeiteinteilung nicht mehr möglich, Backwaren in der Nacht herzustellen, um sie am darauffolgenden Morgen frisch in die Verkaufsläden liefern zu können. Aus diesem Grunde werden die Backwaren gewöhnlich am Vortag hergestellt und, vom Backofen kommend, sofort tiefgekühlt, wodurch die dem Frischgebäck innewohnenden Eigenschaften wie Geschmack, Resche etc. erhalten bleiben und ein Alterungsprozess nicht einsetzt. Dieses Gebäck wird vor dem Ausliefern eventuell durch kurzzeitiges Einbringen in den Backofen aufgetaut, wodurch die konserviert gehaltenen Eigenschaften des Frischgebäcks zum Vorschein kommen und die Backwaren in kurzer Zeit ausgabebereit sind.
Bei den zum Tiefkühlen von Gebäck gebauten Kühlschränken besteht der Nachteil, dass das Abtauen des Verdampfers eine zu lange Zeit in Anspruch nimmt, während deren < der Betrieb im Kühlschrank unterbrochen werden muss. Weiterhin muss bei diesen Kühlschränken auch nach dem Einfrieren der Lebensmittel der Tiefkühlzustand derselben, durch Einblasen der Kaltluft aus dem Verdampfer mittels der Ventilatoren aufrechterhalten werden, wodurch der Betrieb der Kühlschränke verhältnismässig teuer wird.
Um diese Nachteile zu beheben, wird bei einem Kühlschrank der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss ein überdimensionierter Verdampfer vorgesehen, welcher bei natürlicher Luftumwälzung eine ausreichende Kaltluftzufuhr zu den Kühlbehältern gewährleistet, wobei zum Abtauen des Verdampfers und zum Einblasen der Kaltluft in die Kühlbehälter reversible Ventilatoren vorgesehen sind, welche unter Verwendung eines dreistufigen Schalters in der einen Drehrichtung Kaltluft aus dem Verdampfer in die Kühlbehälter treiben, in der anderen Drehrichtung bei geöffneter Türe zum Kühlbehälter durch diesen warme Aussenluft zum Abtauen des Verdampfers ansaugen und bei Stillstand die natürliche Umwälzung der Kaltluft aus dem Verdampfer durch die Kühlbehälter ermöglichen.
Es sind wohl Kühlschränke mit reversiblen Ventilatoren bekannt, doch dienen diese nur zur Umwälzung von Kaltluft in der einen oder anderen Richtung durch den Kühlraum.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in welcher ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Kühlschrankes dargestellt ist. Es zeigen: Fig. 1 die Vorderansicht eines Kühlschrankes mit vier Behältern, von denen zwei offen sind und bei einem derselben auch ein Teil der Rückwand abgebrochen ist, Fig. 2 einen waagrechten Querschnitt durch den Kühlschrank in grösserem Masstab und Fig. 3 die Lagerung der Ventilator- bzw. der Motorwelle.
Wie ersichtlich, besteht der Kühlschrank aus einem die Kühlbehälter 1, 1' bzw. 2, 2' enthaltenden Gehäuse 3 und einem die Kühlapparatur, z. B. Verdampfer, Motore und Ventilatoren einschliessenden Gehäuse 4, welches mit dem Gehäuse 3 lösbar, im vorliegenden Falle durch Schrauben 5 verbunden ist. Beide Gehäuse 3, 4 haben eine beispielsweise aus Holz, Kunststoff oder Metall bestehende von den Be-
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festigungsschrauben 5 durchsetzte Aussenwand 6, auf deren Innenfläche eine den Wärmedurchgang unterbindende Isolierwand 7 aufliegt.
Je zwei der Kühlbehälter 1, l' bzw. 2, 2' bilden eine Kühlschrankhälfte und sind übereinander angeordnet und untereinander so verbunden, dass sie praktisch einen einheitlichen Kühlraum bilden. Jeder der Behälter 1, 1', 2, 2' ist durch eine Türe 13 nach aussen abgeschlossen und besitzt an seiner Rückwand 14, Durchbrechungen, durch welche Kaltluft in den Kühlraum eingeblasen oder die in ihm befindliche Luft abgesaugt werden kann. Zu diesem Zwecke ist an der Aussenseite der Rückwand eines jeden Kühlbehälters ein reversibler Ventilator 15 vorgesehen. Die Ventilatoren der beiden zusammengehörenden Behälter 1, 1' bzw. 2, 2' sind über einen gemeinsamen Antriebsriemen 16 mit einem eigenen Motor 17 antriebsweise verbunden.
Für jedes einem Behälterpaar 1, 1' bzw. 2, 2' zugeordnete Belüftungsaggregat ist am Schaltbrett des Kühlschrankes ein eigener Schalter 18 vorgesehen, durch den die Ventilatoren des betreffenden Belüftungsaggregates in der einen oder in der anderen Drehrichtung laufen gelassen oder stillgesetzt werden können.
An der Berührungsstelle der beiden Gehäuse 3, 4 ist im Bereiche der Isolierwand 7 ein Absatz 8 vorgesehen, in welchem ein der Wärme- bzw. den Kältedurchgang hemmender Isolierstreifen 9 von grösserer Tiefe als die Tiefe des Absatzes 8 eingesetzt ist. Der Isolierstreifen wird beim Zusammenspannen der beiden Gehäuse 3, 4 zusammengedrückt, wodurch eine sehr gute Isolierung der Verbindungsstelle der beiden genannten Gehäuse bewirkt und verhindert wird, dass Kaltluft aus den Behältern 1 durch eine Fuge an der Verbindungsstelle zu der Aussenwand 6 gelangen könnte.
Mit dem erfindungsgemässen Kühlschrank ist es möglich, das in ihm gelagerte Gut zu kühlen oder im tiefgekühlten Zustand zu erhalten. Dies geschieht in folgender Weise: Während in die geschlossenen Behälter 1, 1' zum Tiefkühlen der darin befindlichen Backwaren bei laufenden Ventilatoren Kaltluft eingeblasen wird, können in den Behältern 2, 2' zum Zwecke des Abtauens des Verdampfers bei geöffneten Türen die Ventilatoren 15 in der umgekehrten Richtung umlaufen wie die zuvor genannten Ventilatoren der Behälter 1, 1', wodurch aus den Behältern 2, 2' Kaltluft abgesaugt und durch nachströmende, die Verdampfer 10 abtauende Warmluft aus der Umgebung ersetzt wird.
Sind die Backwaren in tiefgekühlten Zustand gebracht worden, so genügt zur Aufrechterhaltung dieses Zustandes eine geringere Kaltluftmenge pro Zeiteinheit, als sie zur Herbeiführung dieses Zustandes erforderlich war. Zu diesem Zwecke werden die Verdampfer 10 überdimensioniert, so dass sie in der Lage sind, bei abgeschalteten Ventilatoren durch die natürliche Luftumwälzung die Backwaren im tiefgekühlten Zustand zu erhalten und die Aggregatkapazität aufzunehmen. Soll diese Betriebsstufe beispiels- weise im Behälterpaar 1, 1', nachdem die darin befindlichen Backwaren tiefgekühlt wurden, eingeschaltet werden, so genügt es, mit dem zugehörigen Schalter 18 die betreffenden Ventilatoren stillzusetzen.
In vorteilhafter Weise sind im erfindungsgemäs- sen Kühlschrank zwei Thermostaten vorgesehen, von welchen der eine - der Gefrierthermostat - die beim Tiefkühlen erforderliche Temperatur, beispielsweise den Temperaturbereich von -22 bis -24 , und der andere - der Lagerthermostat - die beim Lagern der Ware erforderliche Temperatur, z. B. den Temperaturbereich von -14 bis -16 überwacht. Beim Tiefkühlen schaltet der Gefrierthermostat die Kühlmaschine beim Unterschreiten der tiefsten Einstelltemperatur ab und beim Überschreiten der höchsten Temperatur ein. Beim Lagern der Ware wird diese Funktion vom Lagerthermostaten ausgeübt.
Wenn es nach längerem Betrieb des Kühlschrankes erforderlich ist, den Verdampfer abzutauen, wird bei offenen Türen und Umkehrung der Ventilatoren die warme Luft der Backstube angesaugt und durch den Verdampfer getrieben, so dass dieser in kürzester Zeit abgetaut und wieder einsatzfähig ist. Bei Kühlschränken der beschriebenen Bauart, bei welchen für jeden der beiden Kühlraumpaare 1, l' bzw. 2, 2' ein eigener Verdampfer vorgesehen ist, ist es darüberhinaus noch möglich den einen Verdampfer rasch abzutauen, während der andere mit den ihn zugeordneten Kühlräumen voll im Einsatz steht.
Wie Fig. 3 zeigt, ist die Welle 11 sowohl des Ventilators 15 als auch des Motors 17 in zwei, in Abstand voneinander befindlichen Lagern 12, 12' gelagert, von welchen eines z. B. das Lager 12, fest und das andere 12' schwimmend auf der Welle 11 aufsitzt. Dadurch kann die Welle 11 ihren durch die hohen Temperaturschwankungen hervorgerufenen Längenänderungen ohne gefährliche Belastung der im Gehäuse fest eingespannten Lager folgen.
Das gleiche Ergebnis kann auch erzielt werden, wenn beide Lager auf der Welle festsitzen und eines davon im Gehäuse verschiebbar gelagert ist.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Änderungen vorgenommen werden. So ist es beispielsweise möglich jedem der Behälter 1, 1', 2, 2' in sich geschlossen auszuführen und mit einem eigenen Belüftungsaggregat auszustatten. Auch kann eine andere Anzahl von Behältern gewählt werden. Es müssen dabei aber mindestens zwei Behälter vorhanden sein. Schliess- lich ist es auch möglich, das Gehäuse mit der Kühlapparatur an Stelle der Rückwand auch an der Seitenwand der Tiefkühlbehälter anzuordnen.