CH403903A - Verfahren und Spinnkopf zum Herstellen von mit Faserstoffläden umhüllten Drähten, insbesondere von isolierten elektrischen Leitern - Google Patents

Verfahren und Spinnkopf zum Herstellen von mit Faserstoffläden umhüllten Drähten, insbesondere von isolierten elektrischen Leitern

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CH403903A
CH403903A CH1101462A CH1101462A CH403903A CH 403903 A CH403903 A CH 403903A CH 1101462 A CH1101462 A CH 1101462A CH 1101462 A CH1101462 A CH 1101462A CH 403903 A CH403903 A CH 403903A
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CH1101462A
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Peter Dipl Ing David
Georg Dipl Ing Hevenesi
Jozsef Dipl Ing Miszlivetz
Jeno Dipl Ing Szabady
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Villamos Ipari Kutato Intezet
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/22Sheathing; Armouring; Screening; Applying other protective layers
    • H01B13/26Sheathing; Armouring; Screening; Applying other protective layers by winding, braiding or longitudinal lapping
    • H01B13/2606Sheathing; Armouring; Screening; Applying other protective layers by winding, braiding or longitudinal lapping by braiding

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Description


  Verfahren und Spinnkopf zum     Herstellen    von mit     Faserstoffäden        umhüllten    Drähten,       insbesondere    von     isolierten    elektrischen Leitern    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren und einen  Spinnkopf zum Herstellen von mit     Faserstoffäden     umhüllten Drähten, insbesondere von isolierten elek  trischen Leitern.  



  Wie bekannt, wird bei der Herstellung von Dräh  ten der erwähnten Art der Draht in seiner Längs  richtung mitgenommen und dabei mit den Fäden  umsponnen, die um den Draht kreisen. Es ist ferner  bekannt, dass die Herstellung von Drähten mit ge  sponnenem Mantel jene von Drähten mit geflochte  nem Mantel hinsichtlich der Produktivität und  Einfachheit wesentlich     übertrifft,    wogegen die me  chanische Haltbarkeit z. B. der Isolation von elektri  schen Leitern mit     geflochtenem    Mantel jene der im  Spinnverfahren hergestellten Umhüllungen überragt.  Wo z.

   B. die Fäden eines gesponnenen Mantels unter  beinahe 90  zur Längsachse des Drahtes liegen, ent  fernen sich die Windungen der     Umhüllung    bei Defor  mationen, insbesondere beim Biegen des Drahtes von  einander, wobei sie sich auf die Art einer gebogenen  Spiralfeder     fächerartig    ausbreiten. Eine auf der Draht  oberfläche befindliche Lackschicht erleidet dabei not  wendigerweise Beschädigungen, die in Brüchen der  Lackschicht erscheinen und die isolierende Wirkung  des Mantels örtlich aufheben.  



  Bei     geflochtenen    Umhüllungen dagegen liegen  die Fäden des Mantels unter einem spitzen Winkel  zur Längsachse des Drahtes, der wesentlich     geringer     ist als 90 . Dies hat zur Folge, dass sie bei Biegung  einen wesentlichen Teil der Biegebeanspruchung des  Mantels aufnehmen, so dass durch Biegungen bedingte  Dehnungen durch die gesamte Isolierschicht,     nämlich     durch den Lack und den Faserstoff     aufgenommen     werden. Die Lackschicht ist somit wesentlich geringe-         ren    Beanspruchungen ausgesetzt, so dass sie ihre Un  versehrtheit wesentlich länger bewahren kann.  



  Wird die Isolationsschicht     verletzt,    so besteht bei  gesponnenen Mänteln die Möglichkeit einer Auf  lösung, da     ihre    Fäden sich nicht gegenseitig nieder  halten. Demgegenüber werden die Fäden eines ge  flochtenen Mantels gegenseitig niedergehalten, so dass  der Mantel bei Verletzung der     Isolierschicht    nicht  zerfällt.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, gesponnene  Mäntel herzustellen, deren Fäden bereits nicht unter  rechtem Winkel zur Längsachse des     Drahtes    auf die  sem aufliegen, sondern einen spitzen Winkel mit der  Drahtlängsachse     einschliessen.    Eine     Verdrillung    der  verschiedenen Fäden des Mantels erfolgt aber auch  hier nicht. Es wird     vielmehr    ein Faden bei grosser  Gewindehöhe entlang des Drahtes gelegt und dann  diese Schicht in der gleichen     Richtung,    aber unter       symmetrisch    entgegengesetztem     Winkel    bei gleicher  Gewindehöhe mit einem zweiten Faden umsponnen.

    Auf diese Weise entstehen zwei voneinander unab  hängig     abwickelbare        gleichmittige    Fadenschichten,  die am     Aufbau        ihrer        Nachbarschaft    nicht teilnehmen.  Bei geflochtenen Umhüllungen dagegen nehmen sämt  liche Fäden am Aufbau einer Schutzschicht teil, da  sie beim Flechten     verstürzt    werden.  



  Bei den jüngsten durch Spinnen     hergestellten    Um  hüllungen sind somit die erwähnten Nachteile einer  geringen Gewindehöhe zwar behoben, so dass bereits  vorteilhaftere mechanische     Eigenschaften    auftreten,  sie sind aber noch immer mit dem Mangel an einer       Verstürzung    der Fäden behaftet, wodurch sie die  Qualität der geflochtenen Mäntel noch immer nicht  erreichen.

        Die Erfindung bezweckt die     Beseitigung    dieser       Unvollkommenheit    und die     Schaffung    eines Verfah  rens zum Herstellen von gesponnenen Umhüllungen  oder Mänteln, bei welchen die Fäden einander ge  genseitig niederhalten, d. h.     verstürzt    sind, so dass  durch Spinnverfahren gleichsam geflochtene Umhüllun  gen     verfertigt    werden können, deren Eigenschaften  jene der geflochtenen Mäntel praktisch erreichen  oder mindestens annähern.

   Beim     erfindungsgemässen     gesponnenen Mantel sind demnach die Vorteile von  durch Spinnen bzw. durch Flechten hergestellten Um  hüllungen, d. h. die Produktivität und Einfachheit  des Spinnverfahrens mit der     Verstürzung    beim Flech  ten vereinigt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch  erreicht, dass die Fäden je volle Umdrehung paarweise  miteinander mindestens einmal gekreuzt und verdrillt  auf den Draht geführt werden. Es ist leicht     einzuse-          hen,    dass anstatt zwei Fäden jeweils deren mehrere  gekreuzt und     verdrillt    werden und nicht nur paar  weise, sondern auch einander anders zugeordnet zur  Anwendung gelangen können. In allen Fällen wird ein  prinzipiell gleicher Mantel erhalten.

   Bei mehr als  zwei Fäden handelt es sich eben um eine     Vermehr-          fachung    des     Grundvorganges,    der in     einer        Kreuzung     und     Verdrillung    von jeweils zwei Fäden besteht.  



  Handelt es sich z. B. um in der     Elektroindustrie     weit verbreitete     sögenännte    Flachdrähte,     scr    wer  den zweckmässig     zwei    Fäden     zur    Umhüllung ver  wendet, die sich tatsächlich je 180  halbe Umdre  hung eines Spinnkopfes einmal     kreuzen    und     einmal     miteinander verdrillt werden,     während    der     Draht    in  seiner Längsrichtung fortschreitet. Bei entsprechen  der Einstellung kann erreicht werden,. dass Kreuzuri=  gen bzw.     Verdrillungen    jeweils auf den beiden ein  ander gegenüberliegenden Flachseiten des Drahtes  zu liegen kommen.  



  Je nach der Zahl der am Aufbau der Umhüllung  oder des Mantels teilnehmenden Fäden wird jeweils  ein anderer Spinnkopf verwendet, während die Zahl  der einander kreuzenden und miteinander     verdrillten     Fäden ihrerseits von der     Querschnittsform    des zu       umhüllenden    Drahtes abhängt, durch die Wahl der       Art    des Spinnens und hierdurch die Zahl der am Auf  bau der Umhüllung teilnehmenden Fäden weitgehend  bestimmt wird.  



  Bei praktisch derselben Qualität des gesponnenen  Mantels wie bei geflochtenen     Mänteln.    weist das er  findungsgemässe     Verfahren    selbst dem Flechten ge  genüber bedeutende Vorteile auf.     Seine    Produktivität  beträgt ein Mehrfaches der Produktivität beim Flech  ten.

   Umhüllungen oder Mäntel von guter Qualität  können ohne     kostspielige        Flecht-    oder     Klöppelmaschi-          nen    hergestellt     werdest.    Bereits bestehende übliche  Spinnmaschinen     können    bei geringem Umbau zum  Durchführen des Verfahrens gemäss     der        Erfindung     verwendet werden. Glasfäden, die     behri        Flechten     oder Klöppeln sehr heikel und     empfindlich    sind, kön  nen ziemlich leicht verarbeitet werden.  



  Mit Draht sollen     iss    dieser     13eschteibung    auch an  dere     längliche    Körper, wie     Dochtgarne    usw., bezeiCh-         net    werden. Der Ausdruck Faden bedeutet dabei nicht  nur     Faserstoffäden    von verschiedensten Arten wie  Glas-, Seiden-,     Baumwollfäden    usw., sondern alle  Fäden aus organischen, anorganischen oder metalli  schen Stoffen, die durch Ziehen, Spinnen, Weben,  Verdrillen usw. hergestellt worden sind und einen  einzigen Faden, einen Strang oder ein Band bilden.  



  Zum Ausüben des erfindungsgemässen Verfahrens  ist ein Spinnkopf mit Fadenführern verwendet, bei  welchem die Fadenführer um eine zur Achse des  Spinnkopfes quergerichtete Achse mindestens jede  halbe Umdrehung     zwangläufig    um 180      verschwenk-          bar    angeordnet sind. Ein Spinnkopf dieser Art ist  z. B. geeignet, zwei     Spinnfäden    zwei verschiedenen  Seiten eines zu umhüllenden Drahtes zuzuführen. Mit  dem     erfindungsgemässen    Spinnkopf können die zu  kreuzenden und miteinander zu verdrillenden Fäden  an derselben Seite eines zu verhüllenden Drahtes mit  eckigem     Querschnitt    zugeführt werden.  



  Anhand der Zeichnungen wird der Aufbau von  erfindungsgemäss hergestellten Umhüllungen bzw.  zwei     Ausführungsbeispiele    für deren Herstellung er  läutert.  



  Die     Fig.    1 zeigt dabei die Draufsicht eines er  findungsgemäss umhüllten Drahtes.  



       Fig.2    ist ein Querschnitt des Drahtes gemäss       Fig.    1,     wrlbei    je eine     Windring    der Umhüllung in die       Zeichnungsebene        verschwenkt    dargestellt ist.  



       Fig.    3     bzw.4    zeigen je ein     Ausführungsbeispiel     der     Herstellungsart.     



       Fig.    5 stellt einen Längsschnitt eines Spinnkopfes  für die     Herstellungsart    gemäss     Fig.    4 dar.  



       Fig.    6 ist eine Draufsicht zur     Fig.    5.  



  Gleiche Bezugszeichen in den Zeichnungen weisen  auf ähnliche     Einzelheiten    hin.  



  Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist ein     Draht     11 mit einem Mantel versehen, der bei den dar  gestellten Ausführungsbeispielen aus zwei gesponne  nen Schichten besteht. Die eine Schicht ist in der  Zeichnung mit starken     Linien    gezeichnet und besteht  aus aufeinanderfolgenden Windungen eines Fadens  12, die unter einem spitzen Winkel Alpha zur Längs  achse 13 des Drahtes 11 liegen. Die andere Schicht  wird aus einem in den Zeichnungen mit dünnen  Linien dargestellten Faden 14 aufgebaut, dessen auf  einanderfolgende Windungen sich mit den Windungen  des Fadens 12 schneiden und somit ebenfalls einen       spitzen    Winkel Alpha mit der Längsachse 13 des  Drahtes 11 einschliessen.

   Somit werden die Windun  gen der einen Schicht durch jene andere niederge  halten, wie dies bei zeitgemässen gesponnenen Draht  umhüllungen üblich ist.  



  Bei der     Umhüllung    worden aber die sich kreuzen  den Fäden 12, 14 an zwei Seiten     lla    bzw. 11b     Fig.    2  des     Drahtes    11 verdrillt angebracht, wodurch die       übereinander        liegenden    beiden Schichten abwechselnd  oben     hzw.    unten     zu    liegen kommen.

   Dies bedeutet,  dass die     Fäden    12, 14 nicht nur senkrecht zueinander  liegen und sich gegenseitig niederhalten, sondern auch           verstürzt    sind, wie dies bei einem geflochtenen Man  tel der Fall ist, ohne dass hierdurch aus dem Mantel       hervorstehende    nahtartige Wulste entstehen würden.  



  Es ist auch leicht einzusehen, dass bei einer Ver  doppelung der Kreuzungen und     Verdrillungen    auch  an den schmalen Seiten 11c, 11d     (Fig.    2) des Drahtes  11     Verstürzungsstellen    zwischen den beiden Fäden  12 und 14 entstehen, wodurch die Formbeständigkeit  des Mantels weiter zunimmt. Es ist auch     möglich,     mehr als zwei Schichten aus mehr als zwei Fäden       herzustellen,    wobei aber die Kreuzung und     Ver-          drillung    der Fäden     immer    paarweise erfolgt.  



  In     Fig.    3 ist     eine        Ausführungsform    des erfindungs  gemässen     Verfahrens    dargestellt, bei welchem die Fä  den 12 und 14 sich auf derselben     Seite    11b des Drah  tes 11 in der Längsachse 13 desselben kreuzen und  verdrillen.

   16 und 17 bezeichnen dabei     Fadenführer,     die     derart    bewegt werden, dass die     erfindungsgemässe     Kreuzung und     Verdrillung    der Fäden 12 und 14       zustandekommt.    Zu diesem Zweck werden die Faden  führer 16 und 17 nicht nur um die Längsachse des  Drahtes<B>11</B> in kreisende Bewegung versetzt, sondern  entsprechend der gewünschten Zahl der     Verdrillungen     bzw.

   der     Verdrillungsstellen    um 180  um eine Achse  18 auch     verschwenkt,    die zur Achse 13 senkrecht  liegt und sich mit     ihr        im    Kreuzungspunkt P     (Fig.    1)  schneidet. Die Kreisbahnen der Fadenführer 16, 17  sollen mit I bzw.     1I    bezeichnet sein.  



  Nun     erfolgt    der     Spinnvorgang    der dargestellten  Art des erfindungsgemässen Herstellungsverfahrens in  folgender Weise:  Die Fäden 12 bzw. 14 kommen von nicht dar  gestellten Vorratsspulen über die Fadenführer 16 bzw.  17 zur in der Zeichnung oberen flachen Seite 11b  des Drahtes 11, wo sie sich kreuzen.  



  Bei Bewegung der Fadenführer 16 bzw. 17     in          Richtung    der Pfeile 21 bzw. 22 beschreiben sie die  Kreise I bzw.     1I    um die Längsachse 36 des     Drahtes     11 als Stelle der Kreismittelpunkte, solange die auch  nicht um die Achse 18 in     Richtung    des Pfeiles 19  bewegt werden. Erfolgt diese Bewegung um die Achse  18 um 180 , so bedeutet dies, dass die Fadenführer  16, 17 ihren Platz gewechselt haben,     indem    nun der  Fadenführer 17 sich auf der Kreisbahn I und der  Fadenführer 16 sich auf der Kreisbahn     1I    fortbe  wegt, wobei die Fäden 12 bzw. 14 sich naturgemäss  miteinander verdrillt haben.  



  Es sei angenommen, dass Fadenführer 16 auf der  Kreisbahn I aus seiner dargestellten Lage bis zur  Stelle 23 vorgerückt ist. Dann ist auch der Faden  führer 17 auf der     Kreisbahn        1I    bis zu einer Stelle 24       vorgerückt.    Nun sollen die Fadenführer 16, 17 und  die Achse 18 im Sinne des Pfeiles 19 um 180      ver-          schwenkt    werden. Dies bedeutet, dass der Faden  führer 16 bei der     Stelle    23 die Kreisbahn I verlässt  und um die Achse 18 sich der anderen Kreisbahn     II     nähert, die sie bei einer Stelle 26 betreten wird.

   Des  gleichen wird der Fadenführer 17 um die Achse 18  im Sinne des Pfeiles 19     verschwenkt,    so dass er die       Kreisbahn        Il    verlässt und sich der     Kreisbahn    I     nähert,       die sie bei     einer        Stelle    27     betritt.        Inzwischen    hat sich  keiner der     Fadenführer    auf den     Kreisbahnen        bewegt,

       so     dag    die     Strecken    von 23 bis 27 der Kreisbahn I       bzw.    von 24 bis 26 auf der     Kreisbahn        II    von     keinem          Fadenführer        besetzt        sind,    da diese     dann    irgendwo  zwischen den beiden Ebenen der     Kreisbahnen    I und     II     schweben.

   Da beide Fadenführer 16, 17 auf     einem          gemeinsamen    Träger 28 angebracht sind, erfolgt so  wohl ihre     Verschwenlcung    um die Achse 18 wie  auch     ihre        Kreisbewegung    um die Achse 13 gleich  förmig. Demgemäss werden sie die Kreisbahnen I bzw.       1I    bei den Stellen 23 bzw. 24 gleichzeitig verlassen  und bei den Stellen 27 bzw. 26 gleichzeitig     betreten.     Die Folge ist die     dargestellte    Lage bzw.     Verdrillung     der beiden Fäden 12 und 14     in    der     Kreuzungsstelle     entlang der Drahtachse 13.  



       Sobald    der Träger 28 nach Hinterlegung einer  Strecke um die Achse 13 von etwa eines halben       Kreisumfanges    der     Kreisbahnen    I     bzw.        II    eine Lage       erreicht,        in,    welcher der sich nun auf der Kreisbahn  I bewegende Fadenführer 17     eine        Stelle    31 erreicht,  während der     dann    auf der Kreisbahn     II    fortschrei  tende Fadenführer 16 eine     Stelle    32 erreicht,

         erfolgt    wieder eine     Verschwenkung    des Trägers 28  um die Achse 18 im     Sinne    des Pfeiles 19 um 180 ,  so dass nun wieder beide Fadenführer 16 und 17       jeweils    auf die     andere        Kreisbahn    hin mitgenommen  werden.

   Der Fadenführer 16 erreicht die Kreisbahn I  an einer     Stelle    33, die der     Stelle    27     diametral    gegen  überliegt.     In    gleicher Weise betritt der Fadenführer  17 die     Kreisbahn        1I    bei     einer        Stelle    34, die der Stelle  26 diametral gegenüberliegt.

       Damit    haben die     Faden-          führer    16 und 17 ihre Plätze gewechselt und eine er  neute     Verdrillung    auf der     in    der Zeichnung unteren  Seite     lla    des Drahtes 11 der Fäden 12 und 14 be  wirkt.  



  Auf diese Weise entsteht ein Mantel oder     eine          Umhüllung,    wie er     in    den     Fig.    1 und 2 dargestellt ist.  Es ist     ersichtlich,    dass beide Fäden halbwegs eine  untere Schicht und halbwegs eine obere     (innere    oder  äussere) Schicht     bilden.     



  In gleicher Weise erfolgt die     erfindungsgemässe          Herstellung    gemäss der     Fig.4.    Diese Ausführungs  form unterscheidet sich von der vorherigen insbeson  dere     darin,    dass die Fäden 12 und 14 an zwei ver  schiedenen Flachseiten     llb    bzw. 11a des Drahtes il  zugeführt werden.

   Um die     Verdrillungen        herbeizu-          führen,    muss dann der Träger 28 nicht um 180      ver-          schwenkt,    sondern     in    der Achsrichtung 13 auf der       Mittellinie    36 des Drahtes 11     in    alternative Bewe  gung gebracht werden, wie dies durch einen Doppel  pfeil 31 angedeutet ist.  



  Der Spinnvorgang ist auf Grund der     Fig.    4 leicht  zu verfolgen:  Beim Drehen des Trägers 28 um die     Leitstange     36 in der     Richtung    des Pfeiles 22 bewegen sich beide       Fadenführer    16 bzw. 17 zunächst auf der     Kreisbahn     Il. Sobald der Fadenführer 16 die Stelle 32 bzw.  der Fadenführer 17 die Stelle 24 erreichen, wird der  Träger 28 entlang der     Leitstange    36 in Richtung des      Pfeiles 15     verstellt,    wobei die Fadenführer 16 und 17  die Kreisbahn     II    gleichzeitig verlassen.

   Sie werden  in     Richtung    des Pfeiles 15 so lange mitgenommen, bis  sie an den Stellen 33 bzw. 27 die Kreisbahn I betreten  und von nun an auf dieser     fortschreiten.    Dies be  deutet aber eine     Verdrillung    der beiden Fäden 12  und 14 bei ihrer Kreuzung, so dass wieder der in       Fig.    1 und 2 dargestellte Mantel am Draht 11 ent  steht.  



       Fig.    5 und 6 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines       erfindungsgemässen        Spinnkopfes    zum Ausüben des an  hand der     Fig.    4     erläuterten    Spinnverfahrens. Wie er  sichtlich, ist dieser Spinnkopf den bekannten     üblichen     Spinnköpfen bis auf die Anordnung der Fadenführer  16 und 17 ähnlich. Auf einer Scheibe 41 sind in an  sich bekannter Weise ein Paar von Spulen 42 und 43,  sowie ein Paar von Federn 44 und 45 zum Bremsen  der Spulen 42 bzw. 43 vorgesehen. Ein Paar von       fadenführenden    Schleifen 47 und 48 sind auf einer  Hülse 36a befestigt, die mit der Scheibe 41 ortsfest  verbunden ist.

   An Schleifen 51 bzw. 52 werden die  Fäden von den Spulen 42 bzw. 43 den Schleifen 47       bzw.    48 zugeführt.  



  Die Scheibe 41 ist in an sich     bekannter    Weise mit  einer Hohlwelle 53 starr verbunden. Über die Boh  rung 53a der Hohlwelle 53 wird der     umzuspinnende     Draht 11 in     Richtung    des     Pfeiles    15     mitgenommen.     Die Hohlwelle 53 trägt eine     Schnurscheibe    54 und  ist in einem Wellenlager 56 drehbar     gelagert.     



  Am Wellenlager 56 ist eine     Nockenbahn    57 be  festigt, auf der das untere Ende eines Stiftes 58 auf  liegt. Oberhalb der Scheibe 41 wird der Stift 58 in  einer     Hülse    59     geführt,    die mit der Scheibe 41 fest  verbunden ist. Zwischen Stift 58 und Hülse 59 ist  eine Feder 61 vorgesehen, die     einerseits    auf einem       Anschlag    62 und anderseits auf einer     überwurfmutter     63     aufliegt.     



  Das aus der Hülse 59 hervorstehende Ende des  Stiftes 58 trägt     einen    Arm 64, der sich mit der Hülse  36a in     Eingriff    befindet. Zu diesem Zweck ist das  freie Ende des Armes 64 als ein Auge 64a ausge  bildet, das zugleich die Fadenführer 16 und 17 trägt.  Es ist leicht einzusehen, dass der Arm 64 in Rich  tung des Doppelpfeiles 31 auf der Hülse 36a alter  native Bewegungen ausführen     kann,    wenn der Stift  58 durch die     Nockenbahn    57 entgegen der Kraft der  Feder 61 in     alternative    Bewegungen versetzt wird.  



  Das     dargestellte        Ausführungsbeispiel    des erfin  dungsgemässen     Spinnkopfes    gemäss     Fig.    5 und 6 ar  beitet wie folgt:  Die Hohlwelle 53 wird über die     Schnurscheibe    54  in Drehung versetzt, wobei auch der     Stift    58 zu  kreisen     beginnt    und     somit    zum Teil auf der Nocken  bahn 57 und zum Teil auf der oberen     Stirnfläche    des  Wellenlagers 56, läuft.

   In der     dargestellten    Lage läuft  der Stift 58 auf der oberen     Stirnfläche    des Wellen  lagers 56, wobei der     Arm    64 am oberen Ende des  Stiftes 58 mit den beiden     Fadenführern    16 und 17  seine in     Fig.    5 untere Lage einnimmt.

   Sobald der Stift  58 bei Drehung der Hohlwelle 53     die        Nockenbahn    57    erreicht, wird er gegen die Feder 61 in     Fig.    5 aufwärts  gedrückt, wobei das Auge 64a des Armes 64 auf der  Hülse 36a in     Fig.    5 ebenfalls aufwärts, das heisst in  der gleichen Richtung gleitet, das heisst die Faden  führer 16, 17 aus der Kreisbahn     II    in die Kreisbahn I  verlegt     (Fig.    4).  



  Dies     dauert    so lange an, bis der     Stift    58 die       Nockenbahn    57 wieder verlässt und auf der in     Fig.    5  oberen Stirnfläche des Wellenlagers 56     weiterläuft.     Dieser Streckenabschnitt entspricht der dargestellten  Lage des Armes 64 und somit der     Fadenführer    16  und 17. Die Übergangsabschnitte, das heisst die An  lauf- und Ablauframpen der     Nockenbahn    57, entspre  chen jenen Kreisabschnitten der Kreisbahnen 1 bzw.

         1I,    an denen die Fadenführer 16 bzw. 17 sich ausserhalb  der Kreisbahnen I bzw.     1I,    das heisst     zwischen    den  Ebenen dieser Kreisbahnen bewegen. Dies ist in     Fig.    4  mit der Anführung der Bezugszeichen 24, 32 bzw. 27,  33 (Stellen, bei welchen die Fadenführer die Kreisbahn  Il verlassen und die Kreisbahn I betreten) angedeutet.  Inzwischen wird über den Hohlraum 53a der     Hohl-          welle    53 in Richtung des Pfeiles 15 ein Draht mit  genommen, der dabei durch von den Spulen 42 bzw.  43 abgewickelten Fäden in der in     Fig.    4 dargestellten  Art umsponnen wird.  



  Wird eine Wechsel der Lage der Fadenführer 16  und 17 zwischen den Kreisbahnen I und     1I    je Um  drehung der Scheibe 41 mehr als zweimal vorgenom  men, so entstehen am durch den Hohlraum 53a hin  durchgeführten Draht Windungen mit mehr als zwei  Kreuzungen und     Verdrillungen.    Es ist leicht einzu  sehen, dass dies durch geeignet ausgebildete Nocken  bahnen erreicht werden kann. Bei vier Kreuzungen  und     Verdri'llungen    je Umdrehung werden z.

   B. ein  Paar von     Nockenbahnen    57 angewendet, deren jede  sich auf etwa eine     Viertelkreislänge    erstreckt und die  durch je eine     ebenfalls    etwa     viertelkreislange    Strecke  auf der in     Fig.    5 oberen Stirnfläche des Wellenlagers  56 voneinander getrennt sind.  



  Ein Spinnkopf zum Ausüben des Verfahrens nach       Art    der     Fig.3    kann in ähnlicher Weise aufgebaut  werden. Die Fadenführer 16 und 17 können aber  dann nicht diametral einander gegenüber angeordnet  sein und auch ihre Steuerung     mu'ss    je gesondert durch  geführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Herstellen von mit Faserstoff- fäden umhüllten Drähten, insbesondere von isolierten elektrischen Leitern, bei welchen der Draht in seiner Längsrichtung mitgenommen und dabei mit um den Draht Umdrehungen ausführenden Fäden umsponnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden (12, 14) je volle Umdrehung paarweise miteinander mindestens einmal gekreuzt und verdrillt auf den Draht (11) ge führt werden.
    II. Spinnkopf mit Fadenführern zum Ausüben des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fadenführer (16, 17) um eine zur Achse (15), des Spinnkopfes quergerichtete Achse (18) mindestens jede halbe Umdrehung zwangläufig um 180 verschwenkbar angeordnet sind (Fig. 3). UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden (12, 14) von einer Seite (11b) auf den Draht (11) geführt werden, wobei die durch die Fäden bestimmte Ebene mindestens je halbe Umdrehung um eine Achse (18) quer zum Draht um 180 verschwenkt wird (Fig. 3). 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden (12, 14) von entgegen gesetzten Seiten auf den Draht (11) geführt und in der Längsrichtung (15) desselben mindestens je halbe Umdrehung alternativ (31) bewegt werden (Fig. 4).
    3. Spinnkopf nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer (16, 17) in der Achsrichtung (15) des Spinnkopfes gegen einen Kraft- speicher (61) beweglich angeordnet, mindestens jede zweite halbe Umdrehung gegen den Kraftspeicher in axialer Richtung zwangläufig verstellbar und inzwi schen durch den Kraftspeicher in ihre Ausgangslagen zurückführbar angeordnet sind (Fig. 5 und 6).
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