Trennschalter für eine metallgekapselte Hochspannungsschaltanlage Die Strombahn normaler Trennschalter für Hoch spannung besteht üblicherweise aus zwei auf einer Geraden angeordneten, von Stützisolatoren getrage nen Anschlussstücken, die durch ein in der Ein schaltstellung ebenfalls in dieser Geraden liegendes Trennmesser verbunden sind. Man hat diese Form u. a. im Hinblick darauf gewählt, dass hierbei keine Stromkräfte auftreten können, die das Trennmesser zu öffnen suchen.
Es ist ferner ein Hochspannungsschalter für Röntgenanlagen bekannt, bei dem keine Anschluss- stücke im üblichen Sinne vorhanden sind, weil die als Zuleitungen vorgesehenen Kabel unmittelbar in einem Isolierstoffgehäuse mit einer geerdeten Metal linierung bzw. einem darin schwenkbar gelagerten Schaltstück enden. Die Achsen der Kabel bilden in der Ausschaltstellung einen rechten Winkel. Da die bei Röntgenanlagen auftretenden Ströme nur sehr klein sind, können ihre mechanischen Wirkungen auf das bewegliche Schaltstück vernachlässigt werden.
Für Starkstromanlagen ist der bekannte Schalter je doch im Hinblick auf die Stromkräfte nicht ohne weiteres geeignet. Ausserdem ist der bekannte Schal ter für Röntgenanlagen für Starkstromanlagen auch aus einem anderen Grunde nicht verwendbar. Wie erwähnt, endet das eine Kabel in einem Kabelend- verschluss, der das bewegliche Schaltstück des Schal ters bildet, so dass das Kabel beim Schalten mitbe wegt werden muss.
Kabel für Starkstromanlagen mit den für grosse Ströme erforderlichen grossen Leiter querschnitten sowie gegebenenfalls mit einer Beweh rung sind jedoch viel zu wenig flexibel, als dass mit dem Kabelendverschluss als beweglichem Schalt stück eine genügend grosse Schaltbewegung erreicht werden könnte. Ausserdem würde eine solche Bau- weise unwirtschaftlich grosse Betätigungskräfte er fordern.
Für metallgekapselte Hochspannungsschaltanla gen, deren Hochspannung führende Teile mit einer Umhüllung aus verfestigtem Isoliermaterial, insbe sondere aus Giessharz, versehen sind, ist ferner ein Trennschalter angegeben worden, bei dem das be wegliche Schaltstück in einem geschlossenen Raum angeordnet ist, der mit einer Isolierflüssigkeit ge füllt ist. Das Schaltstück ist stiftförmig ausgebildet und wird in Richtung seiner Achse translatorisch bewegt.
Als Antrieb soll entweder ein Druckmittel antrieb oder ein Elektromotor vorgesehen sein, der auf Hochspannungspotential angeordnet ist und über einen Isoliertransformator von Erdpotential aus ge speist wird. Der bekannte Trennschalter ist daher verhältnismässig aufwendig. Ausserdem beansprucht er viel Raum in Längsrichtung des beweglichen Schaltstückes.
Seine Länge beträgt mindestens das Doppelte der Trennstrecke. Hinzu kommt noch der Raum für die ebenfalls in dieser Richtung verlau fenden Anschlussstücke.
Die Erfindung befasst sich mit einem Trenn schalter für eine metallgekapselte Hochspannungs- schaltanlage, deren Hochspannung führende Teile mit einer Umhüllung aus verfestigtem Isoliermaterial, insbesondere aus Giessharz, versehen sind, auf der die Metallkapselung sitzt. Erfindungsgemäss bildet die mit der Metallkapselung versehene Umhüllung ein geschlossenes Gehäuse, in das zwei Anschluss- bolzen im rechten Winkel zueinander eingesetzt sind.
Mit dem im Gehäuseinneren liegenden Teil des einen Anschlussbolzens wirkt ein an dem anderen Anschluss- bolzen schwenkbar gelagertes Trennmesser zusam men, das von einem auf der den Anschlussbolzen abgekehrten Seite des Trennmessers gelegenen An triebsglied betätigt wird.
Dadurch werden folgende Vorteile erreicht: Die rechtwinklige Anordnung der Anschlussbol- zen zueinander macht es möglich, den an die Trenn schalter angeschlossenen Leistungsschalter aus dem Zuge der Hochspannungsschaltanlage auszubauen, ohne dass die benachbarten Teile, beispielsweie die Sammelschienen oder ein Kabelabgang, vorher be wegt werden müssen. Dies gilt auch für den Fall, dass zwischen den Geräten der Schaltanlage Steck kupplungen mit konisch ineinander greifenden Tei len vorgesehen sind, um die notwendige elektrische Festigkeit zu erhalten.
Im Gegensatz zu dem für Röntgenanlagen bekannten Schalter ist dabei durch die fest in der Gehäusewand sitzenden Anschluss- bolzen für eine grosse Stromtragfähigkeit gesorgt, da die feststehenden Bolzen ohne weiteres mit einem für hohe Stromstärken geeigneten Querschnitt aus geführt werden können.
Das die Anschlussbolzen verbindende Trennmes ser wird zum Schalten geschwenkt. Die Schwenk bewegung lässt sich einfacher als die translatorische Bewegung des vorgenannten bekannten Trennschal ters erreichen. Ausserdem erfordert sie nicht so viel Raum in einer Richtung.
Das Gehäuse enthält beim Schalter nach der Erfindung auch das Antriebsglied für das Trenn messer. Dies ist deshalb günstig, weil man innerhalb des Gehäuses für eine gute Isolationsfestigkeit sor gen kann. Beispielsweise kann man das Gehäuse mit einem Isoliermittel hoher elektrischer Festigkeit, vorzugsweise mit einem Isolieröl, füllen. Die Isolier strecken des Antriebsgliedes, z. B. einer von dem Trennmesser zu einer geerdeten Antriebswelle führen den Isolierstoffstange, können dann kurz sein.
Des halb kann das Antriebsglied bei geringem Gewicht eine grosse mechanische Festigkeit aufweisen, so dass es als Verriegelung des Trennmessers gut geeignet ist, durch die ein Ausschalten unter dem Einfluss von Stromkräften verhindert wirrt. Eine solche Verrie gelung ergibt sich z. B. für Schalter mit einer An triebskurbel dadurch, dass Isolierstoffstange und Kur bel in der Einschaltstellung ein in Strecklage be findliches Stützgelenk bilden.
Um die Montage des Schalters nach der Er findung zu erleichtern, ist es vorteilhaft, das Ge häuse auf der den Anschlussbolzen abgekehrten Seite mit einem lösbaren Deckel zu versehen. Der Deckel kann aus Metall bestehen und mit der Metallkapse- lung des Schalters leitend verbunden sein. Wegen der guten Isolationsfestigkeit, die sich im Gehäuse inneren erreichen lässt, brauchen die Abmessungen des Gehäuses auch in diesem Fall nur verhältnis mässig klein zu sein. Man kann aber auch einen Isolierstoffdeckel oder einen Metalldeckel mit einer dem Gehäuseinneren zugekehrten Isolierstoffschicht verwenden.
Zur Erhöhung der Betriebssicherheit des Schal ters ist in Weiterbildung der Erfindung eine Bruch- membran in der Wand des Schaltergehäuses vorge sehen. Die Bruchmembran hat die Aufgabe, bei einer Störung, beispielsweise einem durch Überspan nung verursachten Lichtbogen im Gehäuse, eine schnelle Druckentlastung zu ermöglichen. Hierdurch wird das explosionsartige Zersprengen des Gehäuses vermieden. Die Bruchmembran wird zweckmässig im Bereich des Deckels vorgesehen, da dann die zum Anbringen des Deckels vorgesehenen Mittel, z. B. Metallteile mit Gewindebohrungen oder dergleichen, auch zum Befestigen der Bruchmembran dienen kön nen. Man kann die Bruchmembran auch mit dem Deckel baulich vereinigen und erhält so eine be sonders einfache Ausführung.
Die Auschlussbolzen des Trennschalters nach der Erfindung können auswechselbar sein. Dies ist bei spielsweise dann vorteilhaft, wenn man gleiche Ge häuse für Schalter unterschiedlicher Stromstärke ver wenden will. Man kann sich dann durch Bolzen mit entsprechend abgestuften Querschnitten den Er fordernissen anpassen. Ferner sina auswechselbare Anschlussbolzen deshalb günstig, weil sie einen Er satz im Falle von Beschädigungen an den Kontakt flächen möglich machen und leicht zu justieren sind.
Die Anschlussbolzen sind zweckmässig in Hülsen ein gesetzt, die in das verfestigte Isoliermaterial des Gehäuses unlösbar eingelassen sind. Die Hüten kön nen aus Metall, z. B. aus Messing, bestehen. Ist keine grosse mechanische Festigkeit erforderlich, kann man auch Isolierstoffhülsen verwenden. Hierbei muss man durch elektrische Abschirmungen, z. B. eine leitende Schicht auf der Innenseite der Hülse, sicher stellen, dass keine elektrisch beanspruchten Spalten vorhanden sind. Die Hülsen sind zweckmässig durch Vorsprünge mit dem Giessharz besonders verankert.
Die Anschlussbolzen können in den Hülsen durch Verschrauben festgelegt sein. Bei Verwendung eines Deckels ist es besonders günstig, die Bolzen vom Gehäuseinneren aus durch die Hülsen zu stecken und durch ein von aussen in die Hülse ragendes und. mit einem Flansch auf der Aussenseite der Hülse aufliegendes Rohrstück zu verschrauben, weil dann die von den Bolzen getragenen Schaltstücke im Gehäuseinneren grösser gemacht werden können als die lichte Weite der Hülse, ohne dass eine Unterteilung notwendig ist, durch die der L7ber- gangswiderstand erhöht wird.
Das Rohrstück zen triert den Anschlussbolzen. Es kann für unterschied liche Anschlussbolzen mit einem dem Bolzenaussen- durchmesser angepassten Innendurchmesser ausge führt sein.
Das Trennmesser wird bei der Erfindung zweck mässig über eine Isolierstoffstange, die mit einer Kurbel einer Antriebswelle verbunden ist, betätigt. Dieser an sich bekannte und bewährte Aufbau des Antriebes erfolgt mit Vorteil in der Weise, dass die Antriebswelle angrenzend an den Deckel im Gehäuse gelagert ist. Dabei ergibt sich eine einfache Bauweise, weil die für die Befestigung des Deckels notwendigen Teile mit dem Lager für die Welle vereinigt werden können. Beispielsweise kann die Antriebswelle in Metalleinsätzen des Gehäuses ge lagert sein, an denen der Deckel befestigt ist. Man erhält dadurch ohne grossen Aufwand eine beträcht liche mechanische Festigkeit.
Dies ist besonders dann günstig, wenn der Schalter in Weiterbildung der Erfindung mit Hilfe .der Antriebswelle um diese schwenkbar befestigt ist, um eine gewisse Beweglich keit des Schalters zum Ausgleich von Fertigungs toleranzen zu erhalten. In diesem Fall lastet das Gewicht des gesamten Schalters auf der Lagerung der Welle.
Das geschlossene Gehäuse des Schalters nach der Erfindung kann zur Steigerung der Isolations festigkeit mit einer Isolierflüssigkeit, z. B. Öl, gefüllt sein. Es können aber auch gasförmige Isoliermittel, wie Schwefelhexafluorid, und bei geringen Span nungsbeanspruchungen auch Luft verwendet werden. Im letzten Falle ist es zweckmässig, eine Feuchtig keit aufnehmende Substanz, z. B. eine Silika-Gel- Patrone, vorzusehen, um bei einer gasförmigen Iso lierung einen Feuchtigkeitsniederschlag im Gehäuse inneren zu vermeiden, der das Isolationsvermögen herabsetzen könnte.
Die Patrone kann man in vorteil hafter Weise leicht überwachbar ausserhalb des Ge häuses anbringen, wenn die Antriebswelle hohl aus gebildet und als Verbindungsleitung von dem Inneren des Gehäuses zu dem ausserhalb liegenden Behälter mit der die Feuchtigkeit aufnehmenden Substanz verwendet wird. Beispielsweise kann der Behälter an der einen Stirnseite der Hohlwelle angeordnet sein. Eine hohle Antriebswelle kann in ähnlicher Weise auch für mehrere, in getrennten Gehäusen angeord nete Pole eines mehrpoligen Trennschalters verwen det werden.
Sie bildet hierbei eine durchgehende Verbindungsleitung zu einem für alle Pole gemein samen Behälter mit der die Feuchtigkeit aufnehmen- den Substanz. Die den :einzelnen Gehäusen zuge ordneten Bohrungen versieht man zweckmässig mit Ventilen, die bei einem plötzlichen Druckanstieg schliessen. Man erreicht dadurch, dass die bei einem Überschlag in einem Gehäuse entstehenden heissen Gase nicht in die anderen Gehäuse gelangen können.
Die Ventile können in einfacher Weise von einer Blattfeder gebildet werden, die über eine in das Innere der Hohlwelle führende Bohrung ragt und bei einem Überdruck gegen die Welle gepresst wird.
Wegen der grossen elektrischen Festigkeit, die sich in dem geschlossenen Gehäuse bei dem Schalter nach der Erfindung erreichen lässt, ist es günstig, gegebenenfalls notwendige Erdungseinrichtungen ebenfalls im Gehäuseinneren unterzubringen, weil man dann mit geringen Abmessungen auskommen kann.
Beispielsweise kann im Gehäuse ein Erdungs- messer angeordnet sein, das in der Ausschaltstellung des Trennmessers in Eingriff mit dem mit dem Trennmesser zusammenwirkenden Anchlussbolzen gebracht werden kann. Das Erdungsmesser ist zweck mässig an einer im Gehäuse gelagerten Metallwelle befestigt.
Falls auch der Anschlussbolzen geerdet wer- den soll, an dem das Trennmesser gelagert ist; kann das Trennmesser in der Ausschaltstellung mit der geerdeten Metallwelle in Eingriff stehen. Zu diesem Zweck kann man bei Trennschaltern, bei denen die geerdete Metallwelle parallel zur Antriebswelle des Trennmessers verläuft, eine Metallscheibe auf der Antriebswelle des Trennmessers vorsehen, mit der das Trennmesser in der Ausschaltstellung zusammen wirkt.
Es ist ferner möglich, auch Mittel zur Stellung meldung im Gehäuse des Trennschalters unterzu- bringen. Zum Beispiel kann man auf der dem An schlussbolzen abgekehrten Seite des Gehäuses zwei Endschalter anordnen, die an einem mit der Kapse- lung verbundenen Bügel befestigt sind. Die End- schalter führen dann das Potential der Kapselung, üblicherweise also Erdpotential, so dass die Leitungen der Endschalter ohne besondere Isolierung direkt nach aussen geführt werden können.
Wenn die End- schalter von dem Trennmesser unmittelbar über eine besondere Isolierstoffstange betätigt werden, können auch bei einem Bruch des Antriebsgestänges des Trennmessers keine Fehlmeldungen erfolgen.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 als Ausführungsbeispiel ein Trenn schalter in einem Querschnitt und einem Längs schnitt dargestellt, der im folgenden beschrieben wird. Fig. 3 zeigt die Ausbildung eines Rückschlagventils an der Antriebswelle.
Das Gehäuse 3 des Trennschalters besteht aus einer Giessharzumhüllung 1, auf der eine geerdete Kapselung 2 sitzt. Es hat annähernd die Form eines Quaders. Jedoch ist die obere Stirnseite z. T. ab geschrägt (Fig. 1). In dem rechten Bereich der oberen Stirnseite ist ein im wesentlichen zylindrischer, aus Kupfer bestehender Anschlussbolzen 5 vorge sehen.
Das der Aussenseite zugekehrte Ende des Anschlussbolzens ist mit einem Gewinde 6 versehen, an das sich eine abgeflachte Kugel 7 anschliesst, wie aus der Figur ersichtlich ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt der An schlussbolzen im Inneren des Gehäuses 3 mit einem Bund 8 in einer Messinghülse 9, die in die Um hüllung 1 eingegossen und mit einer Scheibe 11 verankert ist, die zugleich eine Steuerung des elektri schen Feldes bewirkt. Mit einem Flansch 10 stützt sich der Bolzen 5 gegen die innere Stirnseite der Hülse 9 ab. Das innere Ende des Bolzens 5 bildet ein feststehendes Schaltstück 12.
Der Anschlussbolzen 5 ist mit Hilfe eines Rohr stückes 13 festgelegt, das auf das Gewinde 6 auf geschraubt ist. Das Rohrstück besitzt einen Flansch 14, der sich auf die äussere Stirnseite der Hülse 9 abstützt. Der Flansch 14 ist kreisförmig ausgebildet und mit Bohrungen an der Stirnseite versehen, in die ein Hakenschlüssel eingreifen kann.
In der in Fig. 1 linken Seite des Trennschalter gehäuses ist unterhalb der Abschrägung ein zweiter Anschlussbolzen 15 in der gleichen Weise wie der Anschlussbolzen 5 in der Umhüllung 1 festgelegt, wie aus der Figur ersichtlich ist.
Seine Achse bildet jedoch mit der Achse des Anschlussbolzens 5 einen rechten Winkel. Das innere Ende 16 des Anschluss- bolzens 15 ist als Lager für ein Trennmesser 17 ausgebildet, wobei der Drehpunkt mit 18 bezeichnet ist. Das Trennmesser 17 besteht, wie aus Fig. 2 hervorgeht, aus zwei symmetrisch angeordneten Mes serteilen 19 und 20 mit einem U-förmigen Profil. Die beiden Messerteile werden durch nicht darge stellte Feder gegeneinandergedrückt.
Auf der den Anschlussbolzen 5, 15 abgekehrten Seite des Trennmessers 17 ist eine Isolierstoffstange 25 mit dem Messer 17 bei 26 gelenkig verbunden. Das andere Ende der Stange 25 ist bei 27 mit einer gabelförmigen Kurbel 28 verbunden. Die Kurbel 28 ist an ein Rohr 22 angeschweisst, das auf einer aus Metall bestehenden hohlen Antriebswelle 29 sitzt.
Durch einen durch das Rohr 22 und die Hohl welle 29 gesteckten Bolzen 23, der mit einer Mutter 24 befestigt ist, sind Rohr und Hohlwelle unverdreh- bar gegeneinander festgelegt.
Ebenfalls auf der dem Anschlussbolzen abgekehr ten Seite ist das Gehäuse des Trennschalters unter halb der Antriebswelle 29 mit einem metallischen Deckel 32 verschlossen. Der Deckel ist mit Schrau ben 33 an einem Metallrahmen 34 angeschraubt, der mit der Kapselung 2 verschweisst ist. Angren zend an den Deckel ist auf der rechten Seite in Fig. 1 eine Bruchmembran 35 vorgesehen. Die Bruchmembran wird von einem dünnen Blech ge bildet, das an seinem Rand mit einem Metallring 36 gegen die Kapselung 2 gedrückt wird.
Der Ring 36 ist mit Schrauben 37 befestigt, die in eine Metall fassung 38 auf der Innenseite der Kapselung ein greifen. Beim Anziehen der Schrauben 37 werden also Fassung 38, Ring 36 und Membran 35 gleich zeitig gegen die Kapselung 2 gepresst und. festgelegt.
Die Antriebswelle 29 des Schalters ist, wie er wähnt, hohl ausgebildet. Der Hohlraum 40 (Fig. 2) steht über eine Bohrung 41 mit dem Inneren des Schaltergehäuses in Verbindung. Er führt zu einem ausserhalb des Trennschaltergehäuses angeordneten, in der Figur nicht dargestellten Behälter mit einer Feuchtigkeit aufnehmenden Substanz, z.
B. Silika-Gel. Hierdurch wird eine Isolationsminderung im Ge- häuseinneren vermieden, die bei einem gasförmigen Isoliermittel oder beispielsweise bei Luft durch Feuchtigkeitsniederschlag im Schalterinneren auftre- i ten könnte.
Wie in Fig. 2 angedeutet ist, können bei neben- einanderliegenden Trennerpolen mit getrennten Ge häusen 3, 3a und einer gemeinsamen Antriebswelle 29 alle Trennergehäuse durch den Hohlraum 40 verbunden und an einen gemeinsamen Behälter ange schlossen sein. In diesem Fall ist, wie in Fig.- 3 angedeutet ist, mit der Antriebswelle 29 des Trenn schalters eine Blattfeder 45 bei 46 verschraubt, die über die Bohrung 41 greift.
Die Blattfeder hat nur eine geringe Federkraft. Bei einem plötzlichen über druck im Schalterinneren wird sie auf die Welle gepresst und deckt dabei die Bohrung 41 ab.
Die Welle 29 ist in zwei Wälzlagern 48 und 49 gelagert, die in Metallteile 50 und 51 in der Gehäusewand eingesetzt sind. Die Metallteile sind mit der Kapselung 2 verschweisst. Ausserdem sind sie dadurch festgelegt, dass mit Schrauben 55 Lager schilde 56 und 57 von aussen gegen die Kapselung 2 gedrückt werden, wobei die Metallteile 50 und 51 von innen an die Kapselung 2 gepresst werden. In jedem der Lagerschilde ist eine Ringnut 58 mit einem Rundschnurring 59 als Dichtung vorgesehen.
Das in Fig. 2 links aus dem Gehäuse 3 ragende Ende der Welle 29 dient zur Befestigung des Trenn schalters. Es wird von einem Wälzlager 60 auf genommen, das in einem an der Gehäusewand 61 befestigten Deckel 62 sitzt. Das andere, rechte Ende der Welle ragt durch ein zweites Gehäuse<I>3a</I> für einen gleich ausgebildeten weiteren Trennerpol, bei dreipoligen Schaltern noch durch einen dritten Tren- nerpol und ist ausserhalb des am weitesten rechts liegenden Trennergehäuses in ähnlicher Weise wie bei 60 gelagert.
Die Trennschaltergehäuse können deshalb unabhängig voneinander um die Antriebs welle 29 geschwenkt werden, um Fertigungstoleran zen auszugleichen. Die Festlegung erfolgt mit Hilfe der an der Kapselung 1 angebrachten Öse 63 (Fig. 1). Dort kann eine vorzugsweise einstellbare Verbin dung, z. B. eine Spannschraube, angreifen, die zu einer ortsfesten Abstützung führt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist im Gehäuseinneren ein Erdungsmesser 65 untergebracht, das an einer Me tallwelle 66 befestigt ist. Am freien Ende des Er dungsmessers ist ein U-förmiger federnder Bügel 67 angenietet, der über ein mit dem Schaltstück 12 verschraubtes Erdungsschaltstück 68 greifen kann (Fig. 2). Die Erderwelle verläuft parallel zur Welle 29. Sie ist daher in Metalleinsätzen 70 und 71 in dem Gehäuse 3 gelagert, die mit der Kapselung 2 verschweisst sind.
Auf der in Fig. 2 linken Seite ist die Welle durch zwei Federringe 72 und 73 festgelegt, die in Nuten 74 bzw. 75 einer zylindri schen Verdickung 76 der Erderwelle 66 eingesetzt sind. Zur Abdichtung des Gehäuses im Bereich der Erderwelle sind Rundschnurringe 80 und 81 in Nuten 82 bzw. 83 der Metalleinsätze 70 und 71 vorgesehen.
Auf der Erderwelle sitzt eine Scheibe 85, die in der Ausschaltstellung des Schalters mit dem Trenn messer 17 zusammenwirkt. Zur Verbesserung des Stromüberganges zwischen der Erderwelle und der geerdeten Metallkapselung 2 ist ein als Biegefeder ausgebildeter Leiter 86 vorgesehen, der gegen die Erderwelle 66 anliegt und bei 87 mit Hilfe einer Schraube 88 gegen den Deckel 32 gepresst wird. Auf der ausserhalb des Deckels liegenden Seite 89 der Schraube kann eine nicht dargestellte Erdleitung befestigt werden.
Die Biegefeder 86 ist, wie ins besondere aus Fig. 2 hervorgeht, an ihrem oberen Ende bei 90 geschlitzt, um eine gute Kontaktgabe auf der Erderwelle 66 zu erreichen.
An dem in Fig. 2 rechten Ende 77 der Erder- welle ist ein Nocken 78 mit einer Schraube 79 befestigt. Der Nocken ragt in eine Ausnehmung 91 der Erderwelle des benachbarten Trennschalterpoles, ,so dass die Erderwellen durch einen nicht darge stellten Antrieb gleichmässig bewegt werden können, obwohl sie im Gegensatz zur Antriebswelle nicht einstückig ausgebildet sind, um von Fertigungsto leranzen unabhängig zu sein.
Unterhalb des Lagers 18 des Trennmessers 17 sind im Gehäuse zwei Endschalter 93 und 94 unter gebracht, die mit Hilfe eines Metallbügels 95 an der Kapselung, d. h. dem mit der Kapselung in Verbindung stehenden Metalleinsatz 51, angebracht ,sind. Die beiden Schalter werden durch eine Iso- lierstoffstange 96 betätigt, die bei 97 gelenkig am Trennmesser 17 befestigt ist. Sie dienen als Schalt stellungsmelder. In der Ausschaltstellung des Schal ters wird der Schalter 93 betätigt, in der Einschalt stellung der Schalter 94.
Da die Schalter das Poten tial der Kapselung führen, üblicherweise also Erd- potential, können die nicht dargestellten Leitungen der Schalter unmittelbar durch die Kapselung nach aussen geführt werden.
Der Trennschalter ist in der Ausschaltstellung dargestellt. Dabei ist das Trennmesser 17 von dem feststehenden Schaltstück 12 weggeschwenkt. Es greift über die Metallscheibe 85. Dadurch ist es zusammen mit dem an dem Bolzen 15 angeschlos senen Gerät, z. B. einem Leistungsschalter, geerdet. Das Schaltstück 12 ist über das Erdungsschaltstück 68 durch das Erdungsmesser 65 ebenfalls auf Erd- potential gebracht, so dass die Ladung einer mit dem Anschlussbolzen 5 verbundenen, nicht darge stellten Leitung, z. B. eines Kabels, abgeführt ist.
Zum Einschalten des Schalters muss zunächst das Erdungsmesser 65 in die gestrichelt gezeichnete Ausschaltstellung gebracht werden. Dies kann durch eine geeignete, nicht dargestellte mechanische Ver riegelung sichergestellt werden, die ebenfalls im Ge häuse 3 untergebracht sein könnte. Dann wird die Welle 29 in Fig. 1 im Uhrzeigersinn gedreht, so dass das Messer 17 entgegen dem Uhrzeigersinn in die gestrichelt gezeichnete Einschaltstellung gelangt.
In der Einschaltstellung bilden die Antriebsstange 25 und die Kurbel 28 ein Stützgelenk in der Strecklage. Dadurch ist ein öffnen des Trennschalters unter der Einwirkung von Stromkräften ausgeschlossen.
Die Anschlussbolzen 5, 15 sind beim Ausfüh rungsbeispiel bei 7 kugelförmig gerundet. Sie wirken dort mit einem über die Kugel greifenden Gegen kontakt, z. B. einem nicht dargestellten rohrförmigen Kuppelkontaktstück zusammen. Der Isolierstoffteil der benachbarten Geräte ist den konischen Vor sprüngen 100 derart angepasst, dass eine Fuge ent steht. Die Fuge kann über die Isolierstoffrohrstutzen 101 mit Isolierflüssigkeit, z. B. mit Öl, gefüllt sein.
Abweichend davon können aber auch andere Ver bindungen gewählt werden, um die benachbarten Geräte, vor allem also den Leistungsschalter, an den Trennschalter nach der Erfindung anzuschliessen.
Bei einem normalen Abgang einer Hochspan nungsschaltanlage sind üblicherweise zwei Trenn schalter nach der Erfindung vorgesehen. Die beiden Trennschalter sind spiegelbildlich zueinander ange- ordnet, wobei die mit dem Deckel 32 versehenen Enden einander zugekehrt sind. Die dann parallel verlaufenden Anschlussbolzen 15 führen zu einem Leistungsschalter, die anderen zu den Sammelschie nen bzw. einem Kabelabgang.
Hierbei kann der dem Kabelabgang zugeordnete Trennschalter noch in fol gender Weise weitergebildet werden: Zwischen dem Teil 16 des Anschlussbolzens 15 und dem Schaltstück 12 des Anschlussbolzens 5 kann ein mit diesem fest verbundenes Leiterstück und anstelle der Erderwelle ein feststehendes Erdungs- schaltstück vorgesehen sein. In diesem Fall bildet das Trennmesser in der Einschaltstellung nur einen zusätzlichen Strompfad zwischen den beiden An schlussbolzen, so dass der für den Nennstrom des Schalters erforderliche Leiterquerschnitt erreicht wird.
In der Ausschaltstellung greift das Trennmesser 17 in das Erdungsschaltstück. Durch das erwähnte Leiterstück ist dann zwangläufig sichergestellt, dass nicht nur der an den Bolzen 15 angeschlossene Leistungsschalter, sondern über das Leiterstück auch der Kabelabgang geerdet ist. Ein besonderes Er dungsmesser 65 sowie die Erderwelle 66 können bei dieser Ausführung entfallen. Der Schalteraufbau kann dadurch beträchtlich vereinfacht werden.