CH404073A - Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzspinnen synthetischen linearen Polymers - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzspinnen synthetischen linearen PolymersInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzspinnen synthetischen linearen Polymers Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zum Schmelzspinnen synthetischen linea ren Polymers gemäss Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1 und 2 des Hauptpatentes sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch II des Hauptpatentes.
In der Beschreibung des Hauptpatentes wurden ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, bei welchen eine seichte Schicht eines inerten Gases, wie Dampf, unmittelbar unterhalb der Spinndüsen platte der Schmelzspinneinheit vorgesehen ist, um die äussere Oberfläche der Spinndüse von Luft ab zuschirmen, so dass aber dabei der Schmelzspinn- vorgang wie üblich ablaufen kann und nicht gestört wird.
Zwei z'ufriedenstellendeMöglichkeiten zur Er zeugung dieser seichten Gasschicht werden in der genannten Hauptpatentschrift beschrieben. Bei der einen, welche bevorzugt ist, wird das Gas in die Nachbarschaft der Spinndüsenplatte mittels eines un unterbrochenen ringförmig geschlossenen Schlitzes gebracht. Bei der anderen Möglichkeit wird das Gas nur von einer Seite der Spinndüsenplatte zugeführt, um quer über diese in einen gleichmässigen in einer Richtung verlaufenden Querstrom hinwegzuziehen.
Während die beiden obgenannten Methoden in den meisten Fällen zufriedenstellende Ergebnisse zeitigen, so ist es in manchen Fällen wünschenswert, gegenläufige Querströmungen des Gases vorzusehen. Ein Fall, in welchem diese gekreuzten Strömungen von Vorteil sind, ist z. B. dann gegeben, wenn. eine in einer Ebene längliche Spinndüsenplatte verwendet wird, welche beispielsweise die Form eines Rechtek- kes mit konvex gerundeten Kurzseiten hat:: Diese Form hat z.
B. eine Dattelschachtel, also eine Schach tel, in welcher die Früchte der Dattelpalme zum Verkauf gelangen; aus welchem Grunde in manchen Fachkreisen die Spinndüse zusammen mit dem Filter pack bei dieser Formgebung als ein Dattelschachtel pack bezeichnet wird..
Ein solches Dattelschachtel pack hat erhebliche Produktivitätsvorteile gegenüber von runden Spinndüsen, insbesondere dann, wenn man aus einer Düse begrenzter Oberfläche eine grosse Anzahl Einzelfasern verspinnen will. Wenn man nun die Schicht des inerten Gases in Form von parallelen, entgegengesetzten Strömun gen von beiden Seiten der Spinndüse sicherstellt, dann ist damit eine gleichmässige Abschirmung jener gesamten Spinndü.senfläche gewährleistet, aus welcher die Fasern ausgepresst werden, und man erreicht dies in einer Art und Weise,
welche den Fadenfluss von der Spinndüse am wenigsten beeinträchtigt. Dabei treffen sich die beiden Gasströme entlang der Längs achse der Spinndüsenfläche, fliessen von dort nach unten von der Spinndüse hinweg und wenden sich schliesslich gegen aussen, um seitlich an den unteren Teilen des Schmelzspinnkopfes vorbeizufliessen. Eine solche Gasführung ist manchmal der ringförmigen Gasströmung, wie sie im Hauptpatent beschrieben ist, vorzuziehen, weil beispielsweise die erforderliche Vorrichtung einfacher ist und die Spinndüse dem Abwischen,
Besprühen oder der Kontrolle zugäng licher ist.
Die Erfindung betrifft daher das eingangs ge nannte Verfahren, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Wasserdampfschicht durch zwei Strö mungen erzeugt wird, welche von entgegengesetzten Seiten der Spinndüsenfläche austreten, wobei die Breite und Richtung jeder solchen Strömung so beschaffen ist, dass jener Teil dar Spinndüsenplatten- oberfläche, welcher die Düsenöffnungen enthält, ganz von diesem Dampf bedeckt und von ihm abgeschirmt wird.
Die eingangs genannte, erfindungsgemässe Vor richtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur kontinuierlichen Zufuhr des Wasserdampfes in die Nachbarschaft der Spinndüsenplatte Flanschen besitzen, welche längliche Schlitze auf entgegenge setzten Seiten der Spinndüsenplatte aufweisen, wobei die Längsrichtung dieser Schlitze im wesentlichen parallel zum längsten Durchmesser der Spinndüsen platte verlaufen.
Nachstehend werden Ausführungs beispiele der Erfindung erörtert: Vorzugsweise ist die Länge dieser Schlitze so bemessen, dass sich die Schlitze in beiden Richtungen bis zu jenen Punkten erstrecken, welche mindestens so weit voneinander entfernt sind wie jene Schnitt punkte der genannten Schlitze mit geraden Linien, die senkrecht zu den Schlitzen stehen und jenen Teil der Spinndüsenfläche begrenzen, auf welchem sich die Düsenöffnungen befinden.
Es wird. hier als inertes Gas überhitzter Wasser dampf verwendet von solcher Temperatur, dass er annähernd die Spinndüsentemperatur aufweist, wenn er in ihre Nähe gelangt.
Vorzugsweise .sind auch Mittel für die Diffusion der Gasströme innerhalb der Schlitze vorgesehen, so dass die Strömungen im wesentlichen ungebrochen und über ihre Breite gleichmässig sind. Als solche Diffusionsmittel verwendet man mit Vorteil eine mit Gewinderillung versehene Stangenfitting mit enger Passung in der Lippe des Schlitzes, wodurch der Gasstrom weitgehend diffundiert wird, indem er zwi schen den Rillen des Gewindes und der Kante des Schlitzes hindurchtreten muss.
In manchen Fällen ist es möglich und auch wünschenswert, ohne die Diffusionsmittel in den Spalten selbst auszukommen. In jenen Fällen wird es aber erforderlich sein, unter jenen Bedingungen zu arbeiten, welche im einen oder anderen oder in beiden der anderen Zusatzpatente beschrieben sind. Also wird in Übereinstimmung mit den vorangehen den Zusatzpatenten der Dampf in der Nachbarschaft der Spinndüsenplatte im wesentlichen sich auf Atmo sphärendruck entspannt haben, und entsprechend dem letztgenannten Zusatzpatent wird der Dampf vordiffundiert sein, bevor er beim Schlitz anlangt, damit er den Schlitz gleichmässig füllt.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nach stehend bezugnehmend auf die Zeichnungen beschrie ben.
Fig. 1 stellt dabei einen Querschnitt durch ein Pack und eine Spinndüsenzusammensetzung dieser Ausführungsform dar, während Fig. 2 eine perspektivische Ansicht, teilweise geschnitten, der unteren Seite der Spinndüse dar stellt.
In dieser Ausführungsform wird überhitzter Wasserdampf unter Druck jedem der beiden nach innen gerichteten länglichen Schlitze 1 und 2 in den Flanschen parallel und anliegend den langen. ge- raden Seiten der Spinndüse 3 des Dattelschachtel packs 4 zugeleitet. Die Schlitze erstrecken sich in ihrer Längsrichtung nach aussen bis zu Punkten jenseits der konvexen Enden 5 und 6 der Spinn düse, damit die äusseren Düsenöffnungen 7 an diesen Enden vollständig mit Dampf überzogen werden können.
Das Dattelschachtelpack umfasst einen Pack halter 10 und Deckel 11, welcher mittels einer Dich tung 12 gedichtet ist. Der Packhalter enthält fein unterteiltes Filtermaterial 13, beispielsweise Sand, welcher zwischen dem Obersieb 14 und dem Spinn- düsen,sieb 15 gehalten wird. Die Spinndüse 3 ist auf einer Schulter am Boden des Halters gehalten.
Der Dampf wird vom Zufuhrrohr 16 den Schlit zen 1 und 2 durch Bohrungen 8 und 9 im Deckel 11 und Packhalter 10 zugeführt; Staukörper bzw. Räume 18 und 17 sind dort vorgesehen, wo sich die Bohrungen in die Schlitze öffnen, damit der Dampf der Länge der Schlitze entlang in beiden Richtungen fliesst, bevor er aus den Schlitzen über die Düsenfläche austritt, so dass die Oberfläche, welche die Düsenöffnungen enthält, ganz vom Dampf bedeckt und von ihm abgeschirmt wird.
Gewindestangen 19 und 20, als Dampfdiffusions- mittel, sind zwischen die Lippen der Schlitze 1 und 2 eingepasst und bedingen eine gleichmässige Vertei lung des Dampfes über die gesamte Länge jedes Schlitzes.
Der Dampf, welcher sich in Spinndüsennähe praktisch bei Atmosphärendruck befinden wird, fliesst kontinuierlich von jedem der Schlitze nach innen gegen den Mittelteil der Spinndüsenfläche in einem schwach divergierenden Strom, und von da kann der Dampf nach aussen gegen die konvexen Enden der Spinndüse und nach unten von der Spinn düse hinwegfliessen, bevor er gegen aussen an den Teilen der Schmelzspinneinheit vorbei, in welchen das Pack gehalten ist, abfliessen kann. Dank der niedrigen Dichte des Dampfes gegenüber Luft tritt der Dampf mit der ganzen Oberfläche der Spinn düse, in welcher die Düsenöffnungen sind, in Kon takt.
Im Falle eines Dattelschachtelpacks können weit über<B>100</B> solcher Öffnungen vorhanden sein, und die so ersponnenen Fäden können beispielsweise für Reifencord zu Garn verarbeitet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1 und 2 des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserdampfschicht durch zwei Strömungen erzeugt wird, welche von entge gengesetzten Seiten der Spinndüsenfläche austreten, wobei die Breite und Richtung jeder solchen Strö mung so beschaffen ist, dass jener Teil der Spinn düsenplattenoberfläche, welcher die Düsenöffnungen enthält, ganz von diesem Dampf bedeckt und von ihm abgeschirmt wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und gemäss Patentanspruch II des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur kontinuierlichen Zufuhr des Wasser dampfes in die Nachbarschaft der Spinndüsenplatte Flanschen besitzen, welche auf entgegengesetzten Seiten der Spinndüsenplatte längliche Schlitze auf weisen, wobei die Längsrichtung der Schlitze im wesentlichen parallel zum längsten Durchmesser der Spinndüsenplatte ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die entgegengesetzten Strömun gen von den Längsseiten eines dattelschachtelartigen Spinnpacks ausgehen. 2. Vorrichtung gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Spinndüsenplatte die Form einer Dattelschachtel hat.
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