CH404310A - Steuerschaltung für einen Antrieb mit wechselweise elektromagnetisch gesteuerter Antriebs- und Bremskupplung mit zwei bistabilen elektronischen Schaltern - Google Patents

Steuerschaltung für einen Antrieb mit wechselweise elektromagnetisch gesteuerter Antriebs- und Bremskupplung mit zwei bistabilen elektronischen Schaltern

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CH404310A
CH404310A CH1193862A CH1193862A CH404310A CH 404310 A CH404310 A CH 404310A CH 1193862 A CH1193862 A CH 1193862A CH 1193862 A CH1193862 A CH 1193862A CH 404310 A CH404310 A CH 404310A
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CH
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resistor
clutch
brake
thyratron
current
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Application number
CH1193862A
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Robin Hulls Leonard
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Sperry Rand Corp
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    • H02P29/0016Control of angular speed of one shaft without controlling the prime mover
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Description


  Steuerschaltung für einen     Antrieb    mit wechselweise elektromagnetisch  gesteuerter     Antriebs-    und     Bremskupplung    mit zwei bistabilen  elektronischen Schaltern    Die     Erfindung    betrifft eine Steuerschaltung für  einen Antrieb mit wechselweise elektromagnetisch ge  steuerter Antriebs- und Bremskupplung mit zwei  bistabilen     elektronischen    Schaltern, von denen     der     eine mit der Magnetspule der Antriebskupplung und  der andere mit der Magnetspule der Bremskupplung  eine Serienschaltung bildet, und mit einem Energie  speicher in Form von Kondensatoren, der dazu dient,

    beim Einschalten einer der beiden Kupplungen durch  Schliessen eines Schalters einen das Ansprechen der  betreffenden Kupplung beschleunigenden vorüberge  henden Stromstoss zu erzeugen..  



  Derartige Steuerschaltungen benötigt man in erster  Linie für den Betrieb von     Gleichlaufrollen    in Ma  gnetton- oder Bandsteuergeräten, die zusammen mit  schnellaufenden Rechenmaschinen oder anderen Ar  beitsmaschinen verwendet werden. So werden     bei-          spielsweise    die Bewegungen eines Aggregates mit       Gleichlaufrolle        (Capstan),    welches das Band antreibt,  durch einen elektromagnetischen     Kupplungs-    und  Bremsmechanismus oder eine in einer Richtung wirk  ende Kupplung gesteuert. Bei derartigen Antrieben  treten relativ hohe Beschleunigungen und Verzöge  rungen auf.

   Diese ausserordentlich hohen Beschleuni  gungen oder Verzögerungen     sind        erforderlich,        um    die  Informationen ohne Verzerrungen aus dem Band  herauslesen zu können und die     Informationsdichte    auf  dem Band möglichst günstig gestalten zu     können.     



  Erfolgt der Antrieb des Bandes durch ein     System     mit     Gleichlaufrolle,    dann muss auch diese schnell be  schleunigt und verzögert werden. Dies erfordert aber  auch eine sehr schnelle Bewegung des Kupplungs-         bremsmechanismus.    Ausserdem müssen die Bewe  gungen der Bremse bzw. der Kupplung völlig un  abhängig voneinander erfolgen, damit das     Capstan-          Aggregat    nicht durch die Kupplung     beeinflusst    wird,  wenn die Bremse in Tätigkeit ist, oder umgekehrt.

    Wegen der grossen Massen der Spulen und Anker, die  in den Elektromagneten der     Antriebe    verwendet wer  den, ist ein starker Stromstoss erforderlich, um die  vorhandene Trägheit zu überwinden und den Mecha  nismus in der gewünschten Weise anzutreiben.  



  Es ist bereits eine Steuerschaltung der eingangs  erwähnten: Art für einen Antrieb mit elektromagne  tisch gesteuerter Antriebs- und Bremskupplung mit  Schnellbremse durch     Stosserregungbekanntgeworden,     bei welcher der     Wicklung    der Kupplung beim Ein  schalten der Erregung eine erhöhte     Spannung    zuge  führt wird und ein     Kondensator    zunächst auf eine  Überspannung     aufgeladen    und dann über die Wick  lung der zu     betätigenden        Kupplung        entladen    wird.

   Bei  dieser bekannten     Steuerschaltung    ist der Erreger  stromkreis für die Spulen über Vakuumschalter oder  auch elektronische     Schaltelemente        geführt.        Ausser-          dem    sind zwei     Stosskondensatoren    vorgesehen, die  aus einer     Anzapfung    erhöhter Spannung des Trans  formators über einen Gleichrichter und     Vorschalt-          widerstände    aufgeladen werden.  



  Wird eines der     beiden    Schaltelemente geschlossen,  dann wird der zuvor aufgeladene zugehörige Konden  sator über die entsprechende Spule entladen, so dass  das gewünschte Feld in dieser Spule sehr rasch auf  gebaut und anschliessend durch die an     .normaler     Spannung angeschlossenen Speisegleichrichter auf-           rechterhalten    wird. Bei Unterbrechung des Strom  kreises durch Öffnen des zugehörigen Schaltelementes  reisst der Stromfluss sofort ab, so dass das Feld mit  grösster Geschwindigkeit abklingt und die Kupplung  infolgedessen freigegeben wird.  



  Diese bekannte Steuerschaltung ist nicht nur     ver-          hältnismässig    aufwendig, sondern hat den Nachteil,  dass bei ihrem Betrieb kurz aufeinanderfolgendes  wechselweises Betätigen der Antriebs- bzw. der  Bremskupplung von der Ladezeit der entsprechenden  Kondensatoren     abhängig    ist. Ein genügend hoher  Stromstoss für eine rasche und einwandfreie Betäti  gung der Bremskupplung kann sich nur dann ein  stellen, wenn die Antriebskupplung vorher eine aus  reichende Zeit lang in Betrieb war,. um ein vollständi  ges     Aufladen    des entsprechenden Kondensators zu  gewährleisten.  



  Neuerdings werden an magnetische Antriebs- und  Bremskupplungen aus den oben angegebenen Grün  den ausserordentlich hohe Anforderungen gestellt.  Werden die Kupplungen beispielsweise für Band  wickel für     magnetisierbare    Bänder in Datenverarbei  tungsmaschinen     verwendet,    dann müssen die Bänder,  die mit hoher Bandgeschwindigkeit angetrieben wer  den, häufig innerhalb winziger Bruchteile von Sekun  den angehalten werden, um eine aufgespeicherte     In-          formation    herauslesen zu können.  



  Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,  die Steuerschaltungen dieser Art zu verbessern.  



  Diese Aufgabe wird nach der     Erfindung    dadurch  gelöst, dass der Speicherkondensator einerseits mit  der einen der beiden Serienschaltungen in Reihe und  andererseits zu der anderen Serienschaltung parallel  geschaltet ist, so dass der Kondensator beim     Schlies-          sen    des einen Schalters über die die eine Serienschal  tung enthaltende Magnetspule aufgeladen und beim  Schliessen des anderen Schalters auf die die andere  Magnetspule enthaltende Serienschaltung entladen  wird.  



  Vorzugsweise wird dem ersten Kondensator ein  Widerstand, der gegebenenfalls auch veränderbar sein  kann, parallel geschaltet.  



  Der entscheidende Vorteil der neuen Steuerschal  tung besteht darin, dass der Kondensator Stromstösse  in ausserordentlich rascher Folge abgeben kann, weil  er abwechselnd geladen und entladen wird. Dabei ist  es nicht     erforderlich,    den Kondensator nach einer       plötzlichen        Entladung    über einen Widerstand lang  sam wieder aufzuladen. Durch die neue Steuerschal  tung wird die erreichbare Schaltgeschwindigkeit für  die Kupplungen ausserordentlich stark erhöht. Ein  weiterer     Vorteil    der neuen     Steuerschaltung        besteht     darin, dass sie wesentlich weniger Teile erfordert als  die bekannten Schaltungen dieser Art.  



  Weitere Vorteile der Erfindung gehen an Hand  eines Ausführungsbeispiels aus der folgenden Be  schreibung hervor,     in,    der auf die Zeichnung Bezug  genommen wird. In. der Zeichnung stellt dar:       Fig.    1 im Querschnitt eine übliche Kupplungs  bremse;         Fig.    2 schematisch den Kreis, der zur Steuerung  der Kupplungsbremse dient, und       Fig.    3 eine graphische Darstellung des Stromver  laufs in der     Kupplungs-    bzw. Bremsspule, wenn das  entsprechende     Thyratron    gezündet ist.  



  In     Fig.    1 ist im Querschnitt eine übliche, in einer  Richtung wirkende Kupplung oder Kupplungsbremse  dargestellt. Dieser Mechanismus ist nicht Teil der Er  findung, und die Erfindung ist nicht auf die darge  stellte spezielle Kupplungsbremse beschränkt. Der in       Fig.    1 veranschaulichte Mechanismus dient     lediglich     als Beispiel. Um die Wirkungsweise des Steuerkreises,  der Gegenstand der Erfindung ist, besser verstehen zu  können, ist jedoch eine Beschreibung der Kupplungs  bremse angebracht. Der     Fig.    1 ist zu entnehmen, dass  die Ausgangswelle 100 geeignet ist, an ihrem einen  Ende eine Vorrichtung aufzunehmen, welche einen       Rotationseingang    aufweist, z.

   B. ein ein Band an  treibendes     Capstan-Aggregat    (nicht dargestellt). An  ihrem anderen Ende ist die Ausgangswelle 100 mit  einem Teller 102 verbunden, wobei als Verbindungs  mittel Bolzen oder Muttern dienen können, die auf  einem mit Gewinde versehenen Teil eines Zapfens  sitzen. Natürlich können der Teller 102 und die     Welle     100 aus einem Stück bestehen, das in üblicher Weise,  z. B. maschinell oder durch Giessen, hergestellt ist.  Die Welle 100 läuft durch eine im wesentlichen zylin  drisch geformte Buchse 104. Ein     Muffenlager    106  sorgt für eine axiale Zentrierung der Welle 100 in der  zylindrischen Verlängerung der Buchse 104. Auf der  flachen     Oberfläche    des Bodens der Buchse ist ein  Bremsring 108 angebracht. Dieser kann z.

   B. aus  hartem Gummi oder Kork oder einem ähnlichen Ma  terial bestehen. Die Buchse 104 wird von einer Brems  spule 110 umgeben. Diese ist besonders gross und  kann einen Strom von der Grössenordnung einiger  Ampere aufnehmen. Die Spule 110 ist dasjenige Mit  tel, welches den     Solenoideffekt    der Bremse erzeugt,  wie weiter unten näher     erläutert    wird. Ausserdem ist  die Bremsspule<B>110</B> mit dem Rahmengestell. des band  gesteuerten Systems fest verbunden, so dass sie sich  in keiner Richtung bewegen kann. Ein     Muffenlager     112 sitzt in einer axialen     Ausbohrung    eines Ringteiles  110a, welches als Aufnahme für die Bremsspule 110  dient.

   Das Lager 112 besitzt Mittel, um die Buchse  104 zentrieren zu können, und ermöglicht eine Bewe  gung der Buchse 104 innerhalb der zentralen Boh  rung der Ringteils 110a. Eine Bremsarmatur 114 ist  am rechten Ende der Buchse 104 angeordnet. Die  Buchse 104 und die Armatur 114 sitzen konisch in  einander und sind auf diese Weise kraftschlüssig mit  einander verbunden, so dass beide Teile eine Einheit  bilden. Die Armatur 114 besteht aus magnetischem  Material, z. B. Weicheisen, und zwischen ihr und der  Spule 110 ist ein sehr kleiner Zwischenraum. Dieser  ist von der Grössenordnung einiger Tausendstel, so  dass eine schnelle Wirkung des     Bremsmechanismus     erzielt wird.  



  Mit der Armatur 114 ist ein     Kuppelteil    116 ver  bunden. Dieses     kann    an der     Armatur    114 mittels      Schrauben 118 befestigt sein. Diese     Schrauben    kön  nen auf der Oberfläche der     ringförmigen        Armatur     verteilt sein und voneinander einen Abstand von etwa  120      haben.    Ein weiteres     Kuppelteil    116a ist an dem  Rahmen des Apparates ähnlich wie das Ringteil 110a       befestigt.    Das     Kuppelteil    116a kann an dem Rahmen  ebenfalls mittels Schrauben 120 befestigt sein,

   die in  einem Abstand von 120  auf der ringförmigen Ober  fläche des Rahmens angeordnet sein können. Zwi  schen den     Kuppelteilen    116 und 116a sitzt ein drittes       Kuppelteil    122. Dieses Element     dient    dazu, die     Kup-          pelteile    116 und 116a miteinander zu verbinden, wo  bei sie sich in radialer, aber nicht in     peripherischer     Richtung relativ zueinander bewegen. Dabei gleitet  die Armatur 114 auf der Welle 100 in Richtung auf  die Bremsspule 110 (oder von ihr fort), aber sie     kann.     nicht um die Welle 110 rotieren.

   Eine     Druckfeder        124     regelt den Zwischenraum zwischen Armatur 114 und  Spule 110. Diese Feder muss in der Lage sein,     die     Armatur 114 gegen die Spule 110 zu drücken, wobei  beide Teile völlig in Kontakt miteinander stehen. Der  Figur ist zu entnehmen, dass die Welle 100 in einem  ringförmigen Rahmen 126 sitzt und von diesem ge  trennt ist durch ein Lager, das aus einer inneren La  gerschale 128a, einer äusseren Lagerschale 128 und  Druckelementen 128b besteht. Die innere Lagerschale  und die äussere Lagerschale sind in bekannter Weise  ausgebildet, so dass sie für Operationen der genannten  Art zusammen mit den Druckelementen 128b; die  beispielsweise als     Kugeln    ausgebildet sein können, ge  eignet sind.

   Die Welle 100 wird durch die innere La  gerschale 128a zentriert und kann innerhalb des festen  Rahmens 126 rotieren. Eine Lageranordnung der ge  schilderten Art ist für -die Erfindung nicht unbedingt  wesentlich, jedoch stellt sie eine bevorzugte Ausfüh  rungsform der Erfindung dar:  Die Kupplung ist dem Bremsmechanismus sehr  ähnlich. Die Kupplungsspule 130 liegt     innerhalb    eines  Ringteils 130a, das mit dem Rahmengestell des Ap  parates verbunden ist. Durch eine zentrale     Ausneh-          mung    in dem Ringteil läuft eine Buchse 132. Diese  wird in der     Ausnehmung    durch ein     Muffenlager    134  zentriert. Das im wesentlichen flache Ende der  Buchse 132 ist mit einem Kupplungsring 136 verse  hen.

   Dieser ist     ähnlich    ausgebildet wie der Bremsring  108 und kann aus Kork, hartem Gummi oder einem  ähnlichen Stoff     bestehen.    Ein bevorzugtes Material     :ist          Rulon    A. Das linke, konisch ausgebildete Ende der  Buchse 132 sitzt in einer Armatur 138. Zwischen die  ,     ser    und der Spule 130 ist ein Zwischenraum 140.  Letzterer ist sehr klein, um die durch die     Trägheits-          kräfte    auftretenden     Schwierigkeiten    zu     überwinden,     eine schnelle Bewegung der Armatur und eine kurze  Ansprechzeit der     Kupplungsbremse    zu erreichen.

   We  gen des Kraftschlusses     infolge    des     konischen    Sitzes der  Armatur 138 auf der Buchse 132 bewegt sich letztere  mit der Armatur 138 mit, wenn diese durch die Spule  130 angezogen wird. Die Armatur 138 ist z. B. mittels  Schrauben 146 ebenfalls an einem Kupplungsglied be  festigt, das Kupplungselemente 142 und 142a und ein    Kupplungsorgan 144 aufweist.

   Das     Kupplungselement     142a ist an dem     ringförmigen        Rahmen    148 beispiels  weise mittels Schrauben 150     befestigt.    Das Kupplungs  organ 144 verbindet die Elemente 142 und 142a, so  dass eine lineare Bewegung möglich ist.     Im    Gegen  satz zu dem     ringförmigen    Rahmen 126 ist das Ge  häuseteil 148 nicht an dem Rahmengestell des Appa  rates befestigt und kann     infolgedessen    frei rotieren.  Die Kupplungselemente 142, 142a und 144 drehen  sich also zusammen mit dem Gehäuseteil 148.

   Die  Druckfeder 152 erzeugt     ähnlich    wie die Druckfeder  124 eine Vorbelastung der Armatur 138, so dass ein  bestimmter Zwischenraum 140 eingehalten wird. Ein  Stift 154 sitzt in einer     öffnung    des Gehäuseteils 148  und einem Loch der Motorwelle 156, so dass     auf    .diese       Weise    das Gehäuseteil 148 mit der Welle 156 verbun  den ist. Letztere stellt die Ausgangswelle eines Motors       od.    dgl., also eines ersten     Antriebsaggregates        klar.    In  folge der Verbindung rotiert die Motorwelle 156,  wenn sich der Motor dreht, wobei der ganze Kupp  lungsmechanismus ausser der Kupplungsspule 130       mitrotiert.     



  Die Wirkungsweise der Kupplungsbremse ist der  art, dass, wie oben beschrieben, die     Kupplungdauernd     rotiert. Zwischen dem Kupplungsring 136 und dem  Teller 102 der Ausgangswelle existiert ein sehr     kleiner     Abstand, so dass die     Ausgangswelle   <B>100</B> nicht mit  rotiert, es sei denn, die Spule 130 wird mit Strom       beaufschlagt.    Dabei wird die Armatur 138 nach vorn  gezogen. Diese nimmt die Buchse 132 mit, wobei der  Kupplungsring 136 gegen den Teller 102 der Aus  gangswelle 100     gedrückt    wird.

   Dadurch wird eben  falls die Welle 100 in Rotation versetzt.     Wenn        der     Strom für die Kupplungsspule 130 abgeschaltet wird  und die Welle 100 in Drehung versetzt worden ist,  setzt letztere ihre Rotation     infolge    der     Trägheits-          kräfte    fort, und zwar auch dann noch, wenn die  Kupplungsspule 130 nicht mehr stromdurchflossen  ist. Das hat zur Folge, dass der Bremsmechanismus  betätigt werden kann, um     die    Welle 100 anzuhalten..  Diese Operation wird durch einen Strom erreicht, der  die Bremsspule 110     durchfliesst,    wobei die Armatur  114 von der Spule 110 angezogen wird.

   Da sich die  Armatur 114 bewegt, bewegt sich die Buchse 104       ebenfalls,    was bedeutet, dass der Bremsring 108 die  Ausgangswelle 102 berührt. Da die Buchse 104, die  mit der     Armatur    114 verbunden ist,     nicht    rotieren  kann, weil die     Kupplungsglieder    116, 116a und 122  fest mit dem Rahmen 126 verbunden sind, wird auch  die Welle 100 an der Rotation     gehindert,    obgleich die  Motorwelle 156 sich     weiterhin    dreht und die Kupp  lungsbuchse 132 antreibt, die jedoch nicht mehr mit  dem Teller 102 der Ausgangswelle verbunden ist.  



  Für     den    Mechanismus ist ein Steuerkreis nötig, der  die Zeiten,     in,    denen die Brems- und     Kupplungsspulen     mit Strom     beaufschlagt        werden,    steuert.     In    der     Fig.    2  ist ein derartiger Kreis dargestellt. Der Teil des Krei  ses, der für den     Bremsmechanismus        verantwortlich    ist,  weist eine Röhre 200 auf.

   Dafür     nimmt    man vorzugs  weise ein     Thyratron,    bei dem ein. hoher Stromfluss           möglich    ist.<I>Die</I> Kathode des     Thyratrons    200     liegt    an  Erde.     Ihre    Anode ist mit dem     einen        Ende        eines    Wi  derstandes 204 verbunden. Das andere Ende dieses  Widerstandes ist mit dem einen Ende der Bremsspule  206 verbunden.

   Das     andere    Ende dieser Spule ist mit  dem     einen    Ende der variablen     Impedanz    208 zusam  mengeschaltet, dessen anderes Ende mit der Span  nungsquelle     -I-        El    verbunden ist. Letztere erzeugt     eine     hohe Spannung, z. B. von 600 Volt.

   Die variable     Im-          pedanz    208     kann    beispielsweise ein     Potentiometer     oder ein variabler     Widerstand    sein, dessen     Mittelab-          griff    mit demjenigen Ende des Widerstandes 208 ver  bunden ist, das an dem einen Ende der Bremsspule  206 liegt. Typische Werte für diesen Widerstand sind  2,5 k     52    und 400 W. Dieser Widerstand, der     in;    Serie  mit dem Widerstand 204 liegt, der z.

   B. die Werte  500<B>9</B> und 500 W aufweist, steuert den Strom, der  durch die Bremsspule 206 und das     Thyratron    200       fliesst.    Eine Kapazität 210 liegt parallel zu dem Wi  derstand 208. Die Kapazität 210 kann beispielsweise  4     #uF    betragen. Die eine Seite     derselben    ist mit der       Spannungsquelle        -I-        E,.    und die andere Seite mit dem       Mittelabgriff    des Widerstandes 208 verbunden.

   Diese  Kapazität stellt eine     Leitung    dar, die bewirkt,     dass    ein  grosser Stromstoss durch die     Bremsspule    206     fliessen     kann, wie im     einzelnen    weiter unten auseinander  gelegt wird. Das     Eingangsgitter    des     Thyratrons    200 ist  mit einem     Spannungsteilernetzwerk    verbunden, das  aus den Widerständen 212, 214 und 216 besteht. Der  Widerstand 212 liegt zwischen dem Gitter des     Thyra-          trons    200 und der Verbindungsstelle zwischen den  Widerständen 214 und 216.

   Ein typischer Wert für  den Widerstand 212 wäre 100 k     S2.    Der     Widerstand     214, der beispielsweise 150 k     b2    betragen kann, ist  einerseits mit Erde und andererseits     nut    dem einen  Ende des Widerstands 212 und einem Ende des Wi  derstands 216 verbunden. Letzterer ist etwa von der  Grösse 637 k     Q,    1 W. Sein anderes Ende ist mit der       Spannungsquelle    -     E2    verbunden, die etwa - 150 V  liefert.

   Das     Spannungsteilernetzwerk,    welches mit dem  ersten Gitter des     Thyratrons    200 verbunden ist, dient  dazu, bei Abwesenheit eines Eingangssignals das       Thyratron    normalerweise in der Schliessstellung zu  halten.  



  Mit dem Widerstand 212 ist eine     Flip-Flop-Steuer-          schaltung    218 verbunden. Diese     Flip-Flop-Schaltung     ist als Eingangsquelle für das     Thyratron        dargestellt     und ist in bekannter Weise aufgebaut.

   Wenn die Flip  Flop-Schaltung 218 ein Signal an die Verbindungs  stelle     zwischen    dem     Spannungsteilernetzwerk    und  dem     Widerstand    212 gibt, zündet das     Thyratron    200,  und die Bremsspule 206 wird mit Strom     beaufschlagt.     Das zweite Gitter des     Thyratrons    200 ist mit einem       Filterkreis    verbunden, der aus einer     Kapazität    220  und einem Widerstand 222 besteht. Ausserdem ist das  zweite Gitter mit einer Diode 224 zusammengeschal  tet.

   Die Polarität dieser Diode ist so gewählt, dass ihre       Anode    mit dem Gitter des     Thyratrons    200 und ihre  Kathode mit einem Widerstand 226 verbunden ist, der  mit seinem anderen Ende mit einem Widerstand 228    zusammengeschaltet ist, der seinerseits an Erde liegt.  Die Kapazität 220 beträgt etwa     O,1gF,    der Widerstand  222 etwa 12 k     Q,    der Widerstand 226 etwa 4,7 k     62.     und der Widerstand 228 100 k     Q.    Der Kreis  dient dazu, das     zweite    Gitter des     Thyra-          trons    200 auf einen bestimmten Arbeitspunkt einzu  stellen.

   Die Diode 224 ist ausserdem derart geschaltet,  dass das     Thyratron    200 durch ein Signal, welches von  dem     Thyratron    202 über die Kapazität 230 abgegeben       wird,    nicht eingeschaltet werden kann.     Letztere    liegt  zwischen der Anode des     Thyratrons    202 und der Ver  bindungsstelle des Widerstandes 226 mit dem Wider  stand 228. Die Kapazität 230 beträgt etwa     0,01[tF    und  wird in Verbindung mit der Diode 224 benutzt, um  eine Kreuzverbindung zwischen dem     Thyratron    200  und dem     Thyratron    202 zu schaffen.

   Dadurch wird  erreicht, dass das     Thyratron    202 in     derSchliessstellung     gehalten wird, wenn das     Thyratron.    200 eingeschaltet  und das     Thyratron    202 automatisch gelöscht worden  ist, wie noch weiter unten beschrieben wird.  



  Der Kupplungsteil des Kreises weist ein     Thyratron     202 als Steuerelement auf. Die Anode dieses     Thyra-          trons    ist über einen Widerstand 232 (z. B. 50     Q,    50 W)  mit der Kupplungsspule 234 verbunden, die mit ihrem       anderen    Ende an der     Spannungsquelle        -i-        El    liegt.  Die Kathode des     Thyratrons    202 liegt an einem     va-          riablen    Widerstand 236 (z. B. 2,5 k     SZ,    400 W), dessen  anderes Ende an Erde liegt.

   Ausserdem ist der     Mit-          telabgriff    mit der Erde verbunden. Die Widerstände  236 und 232 steuern den Strom, der durch das       Thyratron    202     fliesst,    wenn die Kupplungsspule 234  mit Strom     beaufschlagt    wird. Die Kathode des       Thyratrons    202 ist ausserdem mit der Verbindungs  stelle zwischen der Kapazität 210 und dem Wider  stand 208 verbunden. Zwischen dem ersten Gitter des       Thyratrons    202 und seiner Kathode     .liegt    ein Wider  standsnetzwerk, das aus dem Widerstand 238 (z. B.  10 k 9) und     dem    Widerstand 240 (z. B. 100 k<B>9)</B>  besteht.

   Die Verbindungsstelle des Widerstandsnetz  werkes ist mit dem einen Ende des     Widerstands    242  (z. B. 681 k     SZ,    2 W) zusammengeschaltet, dessen  anderes Ende an -     E2    liegt. Das Widerstandsnetz  werk dient zusammen mit dem Widerstand 236 dazu,  die     Steuerspannungen    an der Kathode und dem ersten  Gitter des     Thyratrons    202 zu regeln. Zwischen dem  Gitter und der Kathode des     Thyratrons    202 liegt ein  Filternetzwerk, das aus der Kapazität 244 und dem       variablen    Widerstand 246 besteht. Der Widerstand  246 kann beispielsweise 20 k 9 und die Kapazität 244  0,1F gross sein.

   Der veränderbare     Abgriff    des Wi  derstandes 246 liegt an dem einen Ende dieses Wi  derstandes, das mit der Kathode des     Thyratrons    202  verbunden ist. Ferner ist an das Gitter     des        Thyratrons     202 eine Diode 248 angeschlossen. Letztere ist so  gewählt, dass die Anode mit dem Gitter des     Thyra-          trons    202 und die Kathode mit dem Widerstand 250  verbunden ist, der beispielsweise 4,7 k     S2        gross    sein  kann. Das andere Ende des Widerstandes 250 ist mit  dem Widerstand 253 und der Kapazität 254 verbun  den.

   Der Widerstand 252, der     beispielsweise    100 k     S2         betragen kann, ist mit seinem anderen Ende an die  Kathode des     Thyratrons    202 gelegt. Die Kapazität  254, die etwa     0,O1@F    betragen     kann,    ist mit ihrem  anderen Ende mit der Anode des     Thyratrons    200  verbunden.     (Falls    es     erwünscht    ist, kann natürlich die  Kapazität 254 auch mit     der    Verbindungsstelle zwi  schen dem Widerstand 204 und der Bremsspule 206  verbunden sein).

   Wie der Zeichnung zu entnehmen ist,  arbeitet der     zuletzt    beschriebene Kreis     ebenfalls    als  Kreuzverbindung zwischen den     Thyratrons    202 und  200, wobei das     Thyratron    200     in    der Schliessstellung  gehalten wird, wenn das     Thyratron    202 durch ein  Signal von der     Flip-Flop-Schaltung    218 an das erste  Gitter des     Thyratrons    202 über den Widerstand 238  eingeschaltet und das     Thyratron    200 ausgeschaltet  wird.  



  Zwischen den Anoden der     Thyratrons    200 und  202 liegt eine der     Löschung        dienende    Kreuzverbin  dung. Dieses Netzwerk weist einen Widerstand 256  (z. B. 250     S2,    25 W) auf, der in Serie mit einer Ka  pazität 258 (z. B.     0,25,F)    liegt. Dieses Netzwerk dient  dazu, das vorher eingeschaltete     Thyratron    zu     .löschen,     wenn das vorher ausgeschaltete     Thyratron    durch ein       Signal    der     Flip-Flop-Schaltung    218 eingeschaltet wird.  



  Wenn der Kreis in Tätigkeit ist, wird ein Brems  signal durch die     Flip-Flop-Schaltung    218 an das       Thyratron    200 über den Widerstand 212 gegeben, wobei  das     Thyratron    zündet. Die     Flip-Flop-Schaltung    218  zündet das     Bremsthyratron    200, wenn der Kreis an  fänglich betätigt wird. Auf diese Weise wird das     Thyra-          tron    200 von einem hohen Widerstand auf einen  niedrigeren Widerstand ;gebracht, und ein grosser  Strom fliesst von der Spannungsquelle     -I-        E,    zur Erde.

    Damit eine     plötzliche    Veränderung, die in etwa als  Stufenfunktion mit hohen Frequenzen     ausgebildet    ist,  in dem Kreis auftreten kann, ist die     Kapazität    210  vorhanden, die einen     niedrigeren    Widerstand in dem  Kreis darstellt.     Infolgedessen    fliesst ein     grosser    Strom  über die Kapazität 210, durch die Spule 206, durch  den Widerstand 204 und durch das     Thyratron    200 zur  Erde.

   Infolge der     Aufladung    der Kapazität 210  wächst     jedoch    ihr Widerstand sehr schnell     an.    Das hat  zur Folge, dass der Strom     beginnt,    mehr und mehr  über den kleineren Widerstand 208 zu fliessen. Es  entsteht also ein grosser     Anfangsstromstoss,    welcher  geeignet ist, die     Bremsarmatur    114 gegen die Brems  spule 110 zu bewegen     (Fig.    1). Wenn jedoch der Wi  derstand der Kapazität 210 hinreichend gross ist,  wird der Strom über den Widerstand 208 durch die  Spule 206 usw. geleitet. Dieser Strom ist der Halte  strom, durch den die Armatur 114 an der Spule 110  festgehalten wird     (Fig.    1).

   Ausserdem wird das     Thyra-          tron    202 über die Kreuzverbindung, die aus der Ka  pazität 258 und dem Widerstand 256 besteht, in seine  Schliessstellung gebracht.  



  Wenn andererseits ein Signal von der     Flip-Flop-          Schaltung    218 an das erste Gitter des     Thyratrons    202  über den Widerstand 238 gegeben wird, so schaltet  sich dieses     Thyratron    ein. Wegen der Verbindung  zwischen der Kathode dieses     Thyratrons    und der Ka-         pazität    210 wird diese Kapazität     augenblicklich    ent  laden, und zwar über das Netzwerk, welches aus der  Kupplungsspule 234, dem Widerstand 232, dem       Thyratron    202 und dem Draht 260 besteht.

   Dieser       kurzzeitige    Strom, der durch die Entladung der Ka  pazität 210 entsteht, erzeugt     einen        anfänglichen     Stromstoss, durch den die     Kupplungsarmatur    138 ge  gen die Kupplungsspule 130 gezogen wird, was zur  Folge hat, dass die Ausgangswelle 100 angetrieben  wird     (Fig.    1).

       Wenn,    die Kapazität 210 völlig entladen  ist,     fliesst    der Strom durch den     Kupplungsspulenkreis     von der Stromquelle     -I-        E,.    zur Erde über das     Thyra-          tron    202 und die den Strom     begrenzenden    Widerstän  de 232 und 236, die miteinander in Serie liegen. Über  diesen Strompfad fliesst der Haltestrom für den       Kupplungsspulenkreis.    Wegen der Kreuzverbindung  wird das     Thyratron    200 in der     Schliessstellung    gehal  ten, während das     Thyratron    202 leitet.  



  Man sieht, dass dieser Steuerkreis     eine    schnelle  und wirksame Arbeitsweise des     Kupplungsbremsme-          chanismus        ermöglicht.    Wenn der Bremskreis arbeitet,  wird die Kapazität 210     aufgeladen,    wobei ein     anfäng-          licher    Stromstoss entsteht, der die Trägheit der Arma  tur überwinden soll.

   Die Kapazität 210 ist vollständig  geladen und     infolgedessen        für        die    weitere     Benutzung     geeignet, wenn der     Kupplungskreis    durch     ein    Ein  gangssignal der     Flip-Flop-Schaltung    218 geschaltet  wird. Die Kapazität 210 kann also unabhängig durch  den einen oder anderen Kreis von dem Ladezustand  in den     Entladezustand    gebracht werden.

   Wenn der  nichtarbeitende Kreis geschaltet     und    dadurch in Tä  tigkeit     gesetzt    wird, steht ein     anfänglicher    Stromstoss  augenblicklich für den Kreis zur     Verfügung.    Da dieser  Stromstoss     entweder    für den Brems- oder für den  Kupplungskreis benutzt     werden        kann,    gibt es keine       Verzögerungszeiten,    die zum Laden     der        Kapazität     bei vielen anderen Steuerkreisen     erforderlich    sind.

    Eine typische     Arbeitscharakteristik    ist in der     Fig.    3  dargestellt.  



  Diese     Figur    zeigt graphisch den Strom, der     durch     die     Kupplungs-    und/oder Bremsspule fliesst in Ab  hängigkeit von der     Zeit.    Der Strom ist in Ampere und  die     Zeit    in Millisekunden dargestellt.

   Die Zeit t=0     ist     als diejenige Zeit     definiert,    bei     der    das     Eingangssi-          gnal    auf     eines    der     Thyratrons    durch die     Flip-Flop-          Schaltung    218 gegeben wird     (Fig.    2).     Dann        fliesst          augenblicklich    der Stromstoss durch die Spule über  die Kapazität 210. Die     Kapazität    210 wird entweder  geladen oder entladen,     wenn    der Stromstoss durch die  fragliche Spule -geht.

   Ungefähr 900     Mikrosekunden     nach Beginn des     Eingangssignals    der     Flip-Flop-Schal-          tung    218 erreicht der Stromstoss, der durch die Ka  pazität 210 erzeugt wird, seinen     Höhepunkt.    Der da  bei     fliessende    Strom liegt zwischen 1,5 und 2,0 Ampe  re. Er hängt von den Widerständen ab, die in Serie  mit den     verschiedenen    Spulen liegen.     (Natürlich    kön  nen die Parameter verändert werden, so dass man eine  grössere oder kleinere Stromspitze erhält).

   Man sieht,  dass im ungünstigsten     Falle    die Kupplung oder die  Bremse ungefähr 900     Millisekunden    nach dem Be-           ginn    des Stromstosses, der von der     Flip-Flop-Schal-          tung    218 geliefert wird, anspricht. Es ist klar, dass die  Spule nicht derart     ausgelegt    ist, dass sich der Spitzen  strom erst einstellen muss, um den Kupplungsoder  Bremsmechanismus in Tätigkeit zu setzen. Vielmehr  wird man die Anordnung so treffen, dass ein geringe  rer Strom ausreicht und die Ansprechzeit entspre  chend kürzer ist. Der Spitzenstrom gibt jedoch eine  gewisse Sicherheit, dass der Mechanismus auch  tatsächlich anspricht.

   Nachdem der Stromstoss einen  Höhepunkt erreicht hat, fällt er ab, bis der Halte  strom erreicht ist.  



  Dieser Haltestrom kann beispielsweise von der  Grössenordnung von 0,3 Ampere (300 Miniampere)  sein. Der Haltestrom ist derjenige Strom, durch den  die Kupplung oder Bremse in der Stellung gehalten  wird, in die sie gebracht worden ist. Es ist möglich,  dass in     unterschiedlichen    Mechanismen die     Kupp-          lungs-    und     Bremshalteströme    verschieden sind. Im be  schriebenen Beispiel ist der     erforderliche    Haltestrom  für die Kupplung etwa 300     Milliampere    und der er  forderliche Haltestrom für die Bremse etwa 270  Miniampere. Man sieht, dass die     Hateströme    etwa  gleich sind.

   Es bereitet keine Schwierigkeiten, die Wi  derstände in den verschiedenen     Kreisen    zu ändern,  um die erforderlichen Halteströme einzustellen. Die  kleinste Haltezeit für den Kreis ist etwa 3,0     Milli-          sekunden,    wie der     Fig.    3 zu entnehmen ist; die     grösste     Haltezeit für den Kreis ist unbestimmt. Das liegt da  ran, dass     ein    Haltestrom den     Kupplungs-    und Brems  mechanismus unter den gewünschten Bedingungen  hält, bis ein neues Signal von der     Flip-Flop-Schaltung     218 erzeugt wird.  



  Es gibt einen     kleinsten        Strom,    unterhalb welchen  die Spule die Armatur nicht     halten        kann,    und der  nicht in der Lage ist, den zugeordneten Mechanismus  in Tätigkeit zu setzen. Dieser Strom, der kleiner ist als  der kleinste Haltestrom, hängt von den speziellen Ge  gebenheiten ab; er ergibt sich im Beispiel der Figur 3  durch das Stromniveau, welches hinter 3,0     Millise-          kunden    liegt. Der Impuls, der mit der Bezugszahl 302       bezeichnet    ist, ist nicht in allen     Anwendungsfällen    des  Kreises notwendig.

   Jedoch ist er günstig, wenn die       Flip-Flop-Schaltung    218     (Fig.    2) das neue Signal an  den vorher stromlosen Kreis liefert. Wenn also der  Kreis, für den der Puls dargestellt ist, ausgeschaltet  wird, und der andere Kreis, der vorher ausgeschaltet  war,     eingeschaltet    wird, erscheint ein Puls ähnlich  dem Puls 302 in dem Stromverlauf des Kreises, der  ausgeschaltet ist. Da     jedoch    die Pulsspitzen ziemlich  klein sind,     können    sie sich     nicht    schädlich auswirken.  Hinter diesem Puls liegt das Stromniveau unter dem  kleinsten Haltestrom für den fraglichen Kreis.

   Auf  diese Weise wird erreicht, dass der     Kreis    ausgeschaltet    wird, wenn ein Eingangssignal an das     Thyratron,    wel  ches eingeschaltet ist, gelegt wird. Das Ausschalten er  folgt über die Kreuzverbindung zwischen den     Thyra-          trons    202 und 200 in     Fig.    2.  



  Die Einzelheiten des     vorbeschriebenen    Beispiels  können durch Variationen der verschiedenen Kompo  nenten und Parameter, welche die Stromhöhe und die  Länge der     Zeitperioden,    die für die Operation des  Kreises erforderlich sind, geändert werden. So können  z. B. die     Thyratrons    durch     silicongesteuerte    Gleich  richter ersetzt werden, vorausgesetzt, die Kreuzver  bindungen und Schaltnetzwerke werden entsprechend  geändert. Eine spezielle Änderung, die vorgenommen  werden kann, ergibt sich aus der     Fig.    2, in der eine  Kapazität 256 (gestrichelt gezeichnet) parallel zu dem  Widerstand 236 liegt.

   Durch diese frei wählbare Ka  pazität wird die Wirkungsweise des Kreises     verbessert,     wenn es notwendig oder wünschenswert     .ist,    dass der  Kupplungskreis zuerst     anspricht.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Steuerschaltung für einen Antrieb mit wechsel weise elektromagnetisch gesteuerter Antriebs- und Bremskupplung mit zwei bistabilen elektronischen Schaltern, von denen der eine mit der Magnetspule der Antriebskupplung und der andere mit der Ma gnetspule der Bremskupplung eine Serienschaltung bildet, und mit einem Energiespeicher in Form eines Kondensators, der dazu dient, beim Einschalten einer der beiden Kupplungen durch Schliessen eines Schal ters einen das Ansprechen der betreffenden Kupplung beschleunigenden vorübergehenden Stromstoss zu er zeugen, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicher kondensator (210) einerseits mit der einen der beiden Serienschaltungen (206, 200)
    in Reihe und andererseits zu der anderen Serienschaltung (234, 202) parallel ge schaltet ist, und dass der Kondensator beim Schliessen des einen Schalters (200) über die die eine Magnet spule enthaltende Serienschaltung aufgeladen und beim Schliessen des anderen Schalters (202) auf die die andere Magnetspule enthaltende Serienschaltung entladen wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Steuerschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Kondensator (210) ein Widerstand (208) parallel geschaltet ist. 2. Steuerschaltung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand (208) ein ver änderbarer Widerstand ist.
CH1193862A 1961-10-10 1962-10-09 Steuerschaltung für einen Antrieb mit wechselweise elektromagnetisch gesteuerter Antriebs- und Bremskupplung mit zwei bistabilen elektronischen Schaltern CH404310A (de)

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