CH404393A - Vorrichtung zur selbsttätigen Befestigung des vorderen Filmendes an der Aufwickelspule eines fotografischen Gerätes - Google Patents
Vorrichtung zur selbsttätigen Befestigung des vorderen Filmendes an der Aufwickelspule eines fotografischen GerätesInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Vorrichtung zur selbsttätigen Befestigung des vorderen Filmendes an der Aufwickelspule eines fotografischen Gerätes Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur selbsttätigen Befestigung des vorderen Filmendes an einer auf eine Achse eines fotografischen Gerätes aufsteckbaren Spule mittels in die Spule einschwenk barer
Filmleitelemente.
Bekannt sind Kinogeräte mit zwei schwenkbaren Fihnleitelementen, die in der Einfädelstellung den Film von vier Seiten umschliessen und auch den Spu- lenkern mittels zweier halbzylindrischer Schalen um geben. Das vordere Filmende wird um den mit Mit nahmeelementen versehenen Spulenkern herumge führt und durch die schneller bewegten Mitnahmeele- mente erfasst.
Dabei kann auch der Spulenkern glatt ausgebildet sein und durch Reibung den Film mit nehmen. Diese Leitelemente müssen aber, nachdem der Film an der Aufwickelspule befestigt ist, wieder aus der Aufwickelspule herausgeschwenkt werden.
Ferner ist es bei fotografischen Geräten mit fester Aufwickelspule bekannt, mehrere federnd einge spannte oder ausschwenkbar gelagerte Leitfinger vorzusehen, welche ständig in die Spule eingreifen und so, z.
B. spiralenförmig, zum Spulenkern geneigt sind, dass sie den Film um diesen Kern herumlenken. Für Kinokameras mit auswechselbarer Spule ist diese Anordnung nicht ohne weiteres verwendbar, weil man die Spule beim Filmwechsel abziehen und gege benenfalls umlegen muss. Ausserdem lässt sich kein fester Filmwickel bilden, da der Wickel an mehreren Stellen seines Umfangs druckbelastet ist und die Mit nahmekräft am Filmanfang nicht ausreicht, die an diesen Stellen zwischen allen Filmlagen auftretende Reibung zu überwinden.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist nun die eingangs erwähnte Vorrichtung dadurch gekenn- zeichnet, dass von mehreren,
in Umfangsrichtung versetzt angeordneten und mit dem Spulenkern einen bogenkeilförmigen Einführspalt bildenden federnden oder federnd gelagerten Filmleitfingem nur der in Fihnlaufrichtung letzte Fihnleitfinger am Spulenkern anliegt, während die andern in einem Abstand vom Spulenkern gehalten sind.
Durch die letztgenannten Leitelemente wird der Film beim Einlauf zunächst in einer losen Schleife um den Kern herumgeführt. Kurz vor dem Vorbeilauf an der Filmeintrittsstelle wird der Film an den Kern angedrückt und gelangt dann in den zwischen dem einlaufenden Film und dem Spu- lenkern gebildeten Keilspalt.
Wenn auch die erste Windung noch etwas lose am Kern liegt, so wird sie doch infolge der grösseren Umfangsgeschwindigkeit - des Spulenkerns schnell festgezogen, wobei nur die Reibung an der einzigen Andruckstelle überwunden werden muss. Die weni gen, sich möglicherweise darüber bildenden: losen Filmlagen werden ebenso schnell festgezogen.
Zweckmässig ist es hierbei, wenn die Umfangsge- schwindigkeit des Spulenkerns wenigstens SO %, ins- besondere 100 0/ä; grösser als die mittlere Fümzu- führgeschwindigkeit ausgebildet ist.
Es ist vorteilhaft die Filmleitfinger an ein gemeinsames bewegbares Steuerelement anzuschliessen und durch die Bewe gung dieses Steuerelementes in die Spule ein- -bzw. aus dieser herausschwenkbar vorzusehen.
Durch einen einzigen Steuervorgang werden hierbei die Filmleitfinger so bewegt, dass sie einmal eine Fihn einfädelstellung einnehmen und zum anderen die Spule vollständig freigeben, so dass diese in der übli chen Weise durch Abziehen in Richtung ihrer Achse vom Gerät abgenommen bzw. an diesem angebracht werden kann.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer Kinokamera mit teilweise weggebrochenem Deckel.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie II/H in Fig. 1.
Die dargestellte Kinokamera weist ein Gehäuse G auf, in dem eine Abwickelachse 1 für eine Abwickel- spule 2 und eine Aufwickelachse 3 für eine Aufwik- kelspule 4 angeordnet sind. Die Kamera ist für die Verwendung von Doppel-8-Fihnen ausgerüstet, wobei beide Spulen mit dem Film geliefert werden. Die Aussenfläche des Kernes 3a der Spule 4 ist daher glatt.
Der Film 5 wird von der Abwickelspule 2 zwi schen einer Fihnfensterplatte 6 und einer Füman- druckplatte mittels eines nicht dargestellten Greifers entlang einem Umlenkbremsglied 8 in eine Trompete 9 gefördert, die bis dicht zum Aussenrand der Auf wickelspule 4 vorgezogen ist.
Konzentrisch zur Auf wickelspule 4 ist auf deren Achse 3 ein Schaltring 10 drehbar gelagert, der durch eine anderends gehäuse fest angelenkte Zugfeder 11 ausser Beeinflussung durch äussere Kräfte in der in Fig. 1 dargestellten ersten Schalt- Endstellung gehalten wird,
wobei er mit einer Kante 10a an einem gehäusefesten Stift 12 kraftschlüssig anliegt. Ausserhalb des Spulenumfan- ges sind am Gehäuse drei um je 120' gegeneinander versetzte Axialstifte 13 angeordnet, auf denen je ein Filmleitfinger 14a bzw. 14b bzw. 14c schwenkbar gelagert ist.
Diese Fihnleitfinger sind durch am Schaltring 10 abgestützte Zweischenkelfedern 15 im Einschwenksinn beeinflusst und weisen je einen nach aussen ragenden Hebelarm 16 auf, der an einem ge häusefesten Stift 17 anliegt. Durch die Zuordnung der Teile 16, 17 ist die Winkellage der einzelnen Filmleitstücke bestimmt.
Diese ist so gewählt, dass die Filmleitstücke 14a und 14b, mit welchen der Film beim Einführvorgang zuerst in Berührung kommt, noch verhältnismässig weit vom Spulenkern 3a weg gehalten sind, während das Filmleitstück 14 mit ge ringer Kraft an den Spulenkem angedrückt wird. Die freien Enden 18 der Filmleitstücke sind jeweils zum Spulenkem hingewölbt.
Am Aussenrand der Schaltscheibe 10 ist ein Keilstück 19 befestigt, was wie aus Fig. 2 hervorgeht mit einem an dem den Spulenraum abschliessenden Deckel 20 sitzenden Stift 21 derart zusammenarbei tet, dass beim Schliessen des Deckels, wobei der Stift 21 entlang der Keilfläche 19' gleitet, der Schaltring 10 entgegen der Tendenz der Feder 11 in die Stellung nach Fig. 1 gedreht wird.
Beim öffnen des Deckels zum Auswechseln oder Umlegen der Spule wird der Schaltring 10 durch die Feder 11 im Uhrzeigersinn geschwenkt, bis seine Kante 10a am Stift 12 zurAnla- ge kommt. Diese Schaltstellung ist zwar in der Zeich nung nicht dargestellt.
Es ist aber ohne weiteres ver ständlich, dass durch die Bewegung der Stifte 13 re lativ zu den Anschlägen 17 die Fihnleitfinger 14 ent gegen dem Uhrzeigersinn aus der Spule heraus bis über deren Umfang hinweggeschwenkt werden. Man kann daher die Spule ohne weiteres in Richtung ihrer Achse abziehen und umlegen oder andere Spulen einsetzen.
In jedem Fall genügt es, wenn man nach Einset zen einer neuen Spule .den Filmanfang von der Spule 2 abzieht und zwischen der Filmfensterplatte 6 und der Andruckplatte 7 so weit einführt, dass er vom Greifer erfasst werden kann. Durch kurze Einschal tung des Kameratriebwerkes wird dann der Filman- fang bis zum Austritt aus der Trompete 9 gefördert.
Anschliessend braucht man nur den Kameradeckel zu schliessen, wodurch die Filmleitfinger 14 in ihre Betriebsstellung nach Fig. 1 gebracht werden und den Film bei einem weiteren Einschalten des Kamera triebwerkes in der zuvor beschriebenen Weise am Spulenkem festlegen.
Dieses Festlegen braucht nicht unbedingt bei ge schlossenem Kameradeckel zu erfolgen. Bei geöff netem Kameradeckel kann der Schaltring 10 von Hand in die Stellung nach Fig. 1 gabrach:t werden; und dann das Kameratriebwerk so lange eingeschaltet bleiben, bis der anfänglich lose Filmwickel auf dem Spulenkem 3a sich etwas gefestigt hat. Die Fihnleit- finger greifen nur auf der Rückseite des Filmes an.
Trotzdem kann es gegebenenfalls zweckmässig sein, sie nur ausserhalb des Bildfeldes am Filmrand an greifen zu lassen.
Es ist auch möglich, die Aufwickelspule mit be sonderen Mitnahmeelementen zu versehen, die in die Filmperforation eingreifen. Der Film wird aber auch bei Spulen mit glatter Kernaussenfläche am Spulen kern zuverlässig angeschlagen, da sich die Spule beim Befestigungsvorgang schneller als der Film bewegt. Je grösser diese Geschwindigkeitsdifferenz ist, um so schneller ist der Befestigungsvorgang beendet.
Der Reibungswiderstand zwischen den Leitfingern und dem Film soll wesentlich kleinem bemessen, sein. als. der Reibwiderstand zwischen Spulenkern und Film. Auch die auf die Filmleitfinger einwirkenden Federn sollen möglichst schwach und weich sein, damit die Andruckkraft bei der Vergrösserung des Filmwickels sich nur wenig ändert.
Ausser an Kinokameras kann die Vorrichtung auch überall dort Anwendung finden, wo ein Film selbsttätig auf einer Spule aufgewickelt und diese Spule in Richtung ihrer Achse von ihrem Träger ab gezogen werden soll. Ferner kann auch ein Zweistu- fengetriebe zum Antrieb der Aufwickelachse Ver wendung finden und die grössere Antriebsgeschwin digkeit auf den Einfädelvorgang beschränkt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur selbsttätigen Befestigung des vorderen Filmendes an einer auf eine Achse eines photographischen Gerätes aufsteckbaren Spule mit tels in die Spule einschwenkbarer Filmleitelemente, dadurch gekennzeichnet, dass von mehreren, in Um fangrichtung versetzt angeordneten und mit dem Spulenkern einen bogenkeilförmigen Einführspalt bildenden federnden oder federnd gelagerten Fihn- leitfingern (14a, b, c)nur der in Filmlaufrichtung letzte Filmleitfinger (14c) am Spulenkern anliegt, während die andern (14a, b) in einem Abstand vom Spulenkern gehalten sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit des Spulenkernes (3a) wenigstens 50 %, z. B. 100 0/0 grösser ist als die mittlere Fihnzuführgeschwindigkeit. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Filmleitfinger (14a,<I>b, c) an</I> ein gemeinsames bewegbares Steuerelement (10) an geschlossen und durch die Bewegung dieses Steuer elementes in die Spule ein- bzw. aus dieser heraus schwenkbar sind. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement als konzen trisch zur Spulenachse schwenkbar gelagerter Steuer ring (10) ausgebildet ist. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Federn (15) im Ein- schwenksinne belasteten Filmleitfinger an dem Steu- erring (10) schwenkbar gelagert sind und mit gehäu sefesten Anschlägen (17) zusammenarbeiten, welche sie beim Schwenken des Steuerringes in eine erste von zwei Schaltstellungen aus der Spule heraus über deren Umfang nach aussen schwenken. 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerring unter dem Ein- fluss einer Feder (11) steht, die ihn ausser Beeinflus sung durch äussere Kräfte in der zweiten Schaltstel lung zum Auswechseln der Spule hält. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein zwischen dem Steuerring (10) und einem den Spulenraum abschliessenden Deckel (20) angeordnetes Getriebe, z.B. Keilflächen- getriebe (19, 20), aufweist, welches den Steuerring (10) gegen die Kraft seiner Feder (11) beim Schlies- sen des Deckels in die Schaltstellung zum Einführen des Filmes (Fig. 1) überführt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEA40315A DE1187914B (de) | 1962-05-29 | 1962-05-29 | Vorrichtung zur selbsttaetigen Befestigung des vorderen Filmendes an der Aufwickelspule eines fotografischen oder kinematografischen Geraetes |
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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Families Citing this family (3)
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1963
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Also Published As
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