CH404507A - Verfahren zur Herstellung einer unlöslichen Tabakfolie oder -bahn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer unlöslichen Tabakfolie oder -bahn

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CH404507A
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CH7510959A
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Pihl Lennart
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Arenco Ab
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/10Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/12Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of reconstituted tobacco

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung     einer        unlöslichen        Tabakfolie    oder     -bahn       Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf     ein     Verfahren zur Herstellung einer wasserbeständigen  Folie oder Bahn aus fein     zerkleinertem    Tabak,  welches den Geschmack des natürlichen ganzen  Tabakblattes aufweist.  



  Es ist bekannt, bei der Herstellung von künst  lichen Tabakprodukten fein     zerkleinerte    oder pul  verisierte Tabakblätter oder Teile solcher Blätter  mit Wasser zu mischen, die erhaltene Suspension  auf eine Platte zu giessen und sie trocknen zu  lassen, um eine Tabakfolie zu bilden. Das Tabak  pulver enthält jedoch nicht genügend Fasern oder       Klebstoffe,    um dem Blatt oder der Bahn die er  forderliche Festigkeit zu verleihen, und demzufolge  müssen klebende Bindemittel zugesetzt werden. Es  ist natürlich wünschenswert, den Zusatz solcher  Fremdstoffe so stark wie möglich herabzusetzen,  und diese Stoffe sollten den Geschmack des fertigen  Produktes nicht beeinträchtigen.  



  Das meist verwendete     Bindemittel    war bisher  ein     Zelhiloseklebstoff,    welcher den Geschmack si  cher wenig beeinträchtigt, jedoch den grossen Nach  teil aufweist, dass die Folie wasserlöslich wird. Die  Bahn oder Folie wird bei der Herstellung von Zi  garetten wie Zigarren nass verwendet und muss eine  gewisse Festigkeit aufweisen. Um diese Festigkeit  auch in der nassen     Folie        aufrechtzuerhalten,        muss-          ein    wasserunlösliches     Bindemittel    (oder     ein    wasser  lösliches     Bindemittel,    das derart behandelt ist, dass  es unlöslich wird) verwendet werden.

   Es ist wohl  bekannt, dass ein lösliches     Bindemittel    auf ver  schiedene Arten unlöslich gemacht werden kann,  z. B. durch Zusatz eines     Härters    wie     Glyoxal    zu  einem     Zellulosederivat    wie     Carboxymethylzellulöse;     wobei der Härter     mit    dem     Zellulosederivat    reagiert  und sie in eine     unlösliche    Form umwandelt. Die  Zellulose kann auch durch Fällung der Carboxy-         methylzellulose    oder eines     ihrer    unlöslichen Salze;  z.

   B. das Kupfer-, Magnesium- oder     Aluminiumsalz;     in unlösliche Form verwandelt werden. Die erfor  derliche     Unlöslichkeit        kann    ferner durch Verwendung  von     Carboxymethylzellulosesäure    selbst als Binde  mittel erzielt werden, indem eine stärkere Säure  als die     Carboxymethylzellulosesäure    zugesetzt     wird,     um den     pH-Wert    der Tabakpaste unter 2,6 zu       bringen.    In diesem letzteren Fall kann die Säure  entweder aus einer Lösung eines     Bindemittels    in  Wasser mit Hilfe einer stärkeren Säure, z. B.

   Schwe  felsäure, ausgefällt,     sodann    gewaschen und in Wasser       dispergiert    werden, oder sie kann direkt in einer  Zusammensetzung von fein zerkleinertem Tabak und       einem    Bindemittel in Wasser ausgefällt und an  schliessend     zusammen        mit    dem fein zerkleinerten  Tabak     dispergiert    werden.  



  Ungeachtet der Art, wie die     Carboxymethyl-          zellulosesäure    erhalten     wird,    muss der     pH-Wert    der  Tabakzusammensetzung genügend tief sein, um die       Carboxymethylzellulosesäure    in fester Form zu be  wahren und eine     unlösliche        Tabakfolie    zu ergeben.

    Die Tabakfolie     wird    daher sehr sauer     isein,    und dies       führt    zu Veränderungen des Geschmackes, des Aro  mas und der     Verbrennungseigenschaften.    Diese Ver  änderungen treten ebenfalls auf, wenn die     Unlös-          lichkeit    durch Fällung der Säure mit     Metallionen     erzielt wird, wobei beträchtliche Veränderungen der       Verbrennungseigenschaften    des Tabakblattes beobach  tet werden.

   Die kleinen Mengen an Zusätzen wie       Glyoxal,    welche verwendet werden können, ohne  diese unerwünschten Veränderungen hervorzurufen,  ergeben eine unbefriedigende     Wasserfestigkeit.     



       Salze    von     Alginsäure,    welche in derselben Weise  wie     Carboxymethylzellulose    in     unlösliche        Form    ver  wandelt werden können, wurden ebenfalls     als    Binde  mittel für Tabakblätter vorgeschlagen.

   Die Algin-      säure     wird    bei einem höheren     pH-Wert    als die       Carboxymethylcellulosesäure        gefällt    (etwa 4 bis 5)  und weist daher gewisse     Vorteile    gegenüber der       Carboxymethylcellulosesäure    bei der Herstellung von  unlöslichen     Tabakfolien    auf.  



  Es ist jedoch sehr schwierig, ein lösliches     Alginat     (beispielsweise     Natriumalginat)    und Tabakpulver zu  vermischen, da das Tabakpulver infolge seines hohen       Alkaloidgehaltes        während    des     Vermischens        mit    dem       Alginat    reagiert und     einen    Niederschlag bildet, wel  cher die Verarbeitung des     Gemisches    zu einer Folie  erschwert.  



  Gemäss der     vorliegenden        Erfindung    werden die  obigen Nachteile ausgeschaltet durch Verwendung  einer     Kombination    eines     Alginats        mit        Carboxy-          methylcellulose        als        Bindemittel    für das Tabakpulver       zwecks    Bildung einer     unlöslichen    Tabakfolie oder  -bahn.

   So kann das     Zellulosebindemittel        (Carboxy-          methylzellulose)    und beispielsweise     Natriumalginat          mit    Wasser vermischt und dem fein zerkleinerten  Tabak zugesetzt werden. Eine Reaktion zwischen  den löslichen Salzen des Tabaks und der     Alginsäure     wird auf diese Weise verhindert, und man     erhält     eine homogene Paste von Tabak und Bindemittel.  Wenn das     pH    dieser Paste auf 3 bis 4 eingestellt  wird, z. B. mittels Zitronensäure, entsteht nach dem  Trocknen einer     Giessfolie    eine     unlösliche    Folie.  



  Die vorliegende     Erfindung    ermöglicht ein Ver  fahren zur Herstellung einer     unlöslichen    Tabakfolie  oder -bahn, welches dadurch     gekennzeichnet    ist, dass  man fein zerkleinerten Tabak     mit    Wasser und  einem löslichen     Alginat-Carboxymethylzellulose-Bin-          demittel,    welches     mindestens    10     Gew.    %     Alginat    ent  hält, mischt, das erhaltene Gemisch homogenisiert,  eine Säure zusetzt, um das     pH    auf 3 bis 4 einzu  stellen,

   das     Gemisch    in Form einer dünnen     Folie     ausbreitet oder giesst und zu einer Folie oder Bahn  trocknet.  



  Vorzugsweise werden zur Einstellung des     pH-          Wertes    der Mischung kleine Mengen schwacher or  ganischer Säuren verwendet, welche den Geschmack  des Tabaks verbessern. Organische Säuren, wie     Oxal-          säure,    Zitronensäure und     Ameisensäure    finden sich       im    Tabak in seinem natürlichen Zustand und ver  leihen dem Tabak beim Rauchen einen neutralen  Geschmack.  



  Es     ist    ferner von     Vorteil,    wenn der     pH-Wert     nicht unter 3 beträgt. Unterhalb dieses     Wertes     wirkt der Tabak als starker     Puffer    und     erfordert     eine starke Säure,     beispielsweise    Salpetersäure, um  den     pH-Wert    auf 2,

  6 herunterzusetzen zur Erzie  lung einer     unlöslichen    Folie bei     Verwendung    von       Carboxymethylzellulosc.    Der Zusatz     eines    sehr ge  ringen Prozentsatzes eines     Alginats    zur     Carboxy-          methylzellulose    ergibt eine     unlösliche    Folie, obwohl  das     pH        nicht    genügend tief ist, um die     Carboxy-          methylzellulosesäure    zu fällen.

   Die     Kombination    von       Carboxymethylzellulose        mit    einem     Alginat        führt     zu einer     Tabakfolie    von sehr guten physikalischen  Eigenschaften, wie z.

   B. hohe Zugfestigkeit und    Bruchdehnung.     Tabakfolien    mit einem Bindemittel,  welches aus     einem        Alginat,        Carboxymethylzellulose     und einem Weichmacher wie     Glycerin    oder     Äthylen-          glykol    (welche die Löslichkeit der Folie zu erhöhen  trachten) besteht, besitzen ebenfalls eine gute Was  serbeständigkeit. Ein Zusatz von mindestens<B>10%</B>       Alginat    zu     Carboxymethylzellulose    hat sich als ge  eignet zur Erzielung einer guten Wasserfestigkeit  des Blattes erwiesen, sofern das     pH    der Tabakpaste  auf weniger als 4 eingestellt ist.

   Die Menge des  zugesetzten     Alginats    beträgt     zweckmässigerweise    10  bis 30     Gew.    % für die üblichen Tabaksorten, doch  können gewisse Tabaksorten eine     beträchtlich    höhere       Alginatmenge    benötigen, um die gewünschten Ei  genschaften zu erzielen.  



  <I>Beispiel</I>  8 g     entrippter    und gemahlener Tabak, welcher  durch ein Sieb     DIN    60 durchgeht, wurde in 40     ml     Wasser     aufgeschlämmt    und mit einer Lösung von  1,5 g     Carboxymethylzellulose    (z. B.      Cellufix    L 900 )  und 0,5 g eines     Alginats    (z. B.      Protanal        L )    in  50 ml Wasser vermischt. Das Gemisch wurde homo  genisiert, 1,75 ml Glycerin zugesetzt und das     pH     durch Zusatz     einer    gesättigten     wässrigen    Zitronen  säurelösung auf 3,5 eingestellt.

   Die erhaltene Paste  wurde auf eine Platte ausgebreitet und bei erhöhter  Temperatur, z. B. 80  C     trocknen    gelassen. Nach  dem Trocknen wurde eine Folie aus Tabak mit  guter     Wasser-Unlöslichkeit    von der Platte entfernt,  die sich beispielsweise als     Zigarren-Deckblatt    eignete.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer unlöslichen Ta bakfolie oder -bahn, dadurch gekennzeichnet, dass man fein zerkleinerten Tabak mit Wasser und einem löslichen Alginat-Carboxymethylzellulose-Bindemittel, welches mindestens 10 Gew. % Alginat enthält, mischt, das Gemisch homogenisiert, eine Säure zu setzt, um das pH auf 3-4 einzustellen, das Ge misch in Form einer dünnen Folie ausbreitet oder giesst und zu einer Folie oder Bahn trocknet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Natriumalginat verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine organische Säure verwendet wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Ameisen-, Oxal- oder Zitronen säure verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Gemisch ausserdem ein Weichmacher zugesetzt wird. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Glycerin oder Äthylenglykol verwendet wird.
CH7510959A 1958-06-30 1959-06-30 Verfahren zur Herstellung einer unlöslichen Tabakfolie oder -bahn CH404507A (de)

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