CH404712A - Elektrisches Triebfahrzeug, insbesondere Schienentriebfahrzeug - Google Patents
Elektrisches Triebfahrzeug, insbesondere SchienentriebfahrzeugInfo
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Description
Elektrisches Triebfahrzeug, insbesondere Schienentriebfahrzeug Die Erfindung befasst sich mit einem elektri schen Triebfahrzeug und insbesondere einem Schie nentriebfahrzeug, wie es als Nah- oder Fernver kehrsmittel eingesetzt ist. An die Antriebsvorrich tungen solcher Triebfahrzeuge werden hohe Anfor derungen gestellt. So müssen die Triebfahrzeuge bei spielsweise eine hohe Geschwindigkeit sowie eine schnelle Beschleunigung und ein schnelles Bremsver mögen zulassen, damit sie den Anforderungen des modernen Verkehrs genügen.
Um den Vorteil neuzeitlicher hochtouriger, als Antriebsmotoren verwendeter Elektromotoren voll ausnützen zu können, ist es bekannt, die Achse des Antriebsmotors und die Treibachse parallel zu einander anzuordnen. Eine solche parallele Zuord nung der beiden Achsen in den Fahrgestellen elektri scher Triebfahrzeuge ist wegen ihrer Einfachheit und ihrer Zuverlässigkeit während des Betriebes er wünscht.
Die neuere Entwicklung zielt darauf ab, die Leistung der Triebfahrzeuge zu steigern und ihr Ge wicht herabzusetzen, um die gewünschten Eigen schaften eines wirtschaftlichen Schnellverkehrs zu er zielen. Damit die Fahrgestellrahmen der Triebfahr zeuge in gegenüber den bekannten Fahrzeugen leich terer Bauweise ausgeführt werden können, werden Fahrgestellrahmen mit innenliegenden Achslagern be vorzugt. Derartige Fahrgestellrahmen mit innenlie genden Achslagern verringern jedoch notwendiger weise den für die Montage der Antriebsmotoren und der zugehörigen Getriebe zur Verfügung stehenden Raum zwischen den Rahmenteilen.
Auch ist ein Antrieb für elektrische Triebfahr zeuge bekannt, bei dem der Antriebsmotor fest im Fahrgestellrahmen gelagert und zwischen dem Mo toranker und dem Antriebsritzel eine Kupplung in Form einer Kardanwelle vorgesehen ist. Zur Ver- bindung der Kardanwelle mit dem Motoranker und dem Antriebsritzel dienen elastische Kupplungsschei ben. Bei der Verwendung der bekannten Anordnung insbesondere für solche Triebfahrzeuge, deren Fahr gestellrahmen mit innenliegenden Achslagern ausge führt ist, ergeben sich jedoch Schwierigkeiten infolge des hierbei nur geringen zur Verfügung stehenden Raumes zwischen den Seitenteilen des Fahrgestell rahmens.
Diese Schwierigkeiten werden durch die Erfin dung überwunden. Gemäss der Erfindung wird bei einem elektrischen Triebfahrzeug, dessen Treibachse parallel zur Achse des antreibenden Motors ver läuft und dessen Getriebe mindestens aus einem un- mittelbar mit der Motorwelle fest verbundenen An triebsritzel und einem konzentrisch zur Treibachse angeordneten Grossrad besteht, das Drehmoment vom Antriebsritzel mit Hilfe einer parallel oder nahe zu parallel zur Treibachse angeordneten Kardan welle auf eine diese Kardanwelle mit Spiel umgebende Hohlwelle übertragen;
diese Hohlwelle wirkt ihrer seits mit Hilfe einer Aussenverzahnung mittelbar oder unmittelbar auf das Grossrad ein. Hierdurch ist eine gelenkige Verbindung zwischen dem Antriebsritzel und dem Grossrad geschaffen, so dass sich Stösse, die von den Treibrädern auf die Treibachse und damit auf das Grossrad übertragen werden, nicht auf die Motorwelle auswirken können.
Da ferner durch die konzentrische Anordnung der Kardanwelle und der mit einer Aussenverzahnung versehenen Hohlwelle eine raumsparende Anordnung des Ge triebes erzielt wird, lassen sich auch Hochleistungs- moboren mit entsprechend grösseren Abmessungen in den zur Verfügung stehenden Raum innerhalb des Fahrgestellrahmens unterbringen. Die parallele Zu ordnung von Treibachse und Motorachse, die die bekannten Vorteile, wie einfachen. Aufbau und Zu- verlässigkeit im Betrieb, mit sich bringt, kann bei einem gemäss der Erfindung ausgebildeten Trieb fahrzeug ebenfalls beibehalten werden.
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann die gelenkige Verbindung der Kardanwelle mit der Hohlwelle oder auch mit dem Antriebsritzel durch konzentrisch zueinander angeordnete Zahnräder er folgen. Es empfiehlt sich, die Hohlwelle bei dem gemäss der Erfindung ausgebildeten Triebfahrzeug in dem das Getriebe umgebenden Getriebekasten drehbar zu lagern.
Die Erfindung sei an Hand des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispieles näher er läutert.
In Fig. 1 ist das Fahrgestell eines elektrischen Schienentriebfahrzeuges mit innenliegenden Achsla gern und zwei Antriebsmotoren in einer Draufsicht dargestellt, während in Fig.2 in einem Schnitt längs der Linie II-II die Abstützung des Getriebekastens bzw. der quer zum Fahrgestellrahmen liegenden Motoraufhängung dargestellt ist.
Die Fig. 3 schliesslich zeigt einen Querschnitt durch den Getriebekasten.
Der Fahrgestellrahmen des elektrischen Trieb fahrzeuges, der aus den Seitenrahmenteilen 10 und 11 besteht, ist mit den Achslagern 12 bis 15 für die beiden Treibachsen 16 und 19 ausgestattet. Die Treibachse 16 ist mit den Treibrädern 17 und 18 und die Treibachse 19 mit den Treibrädern 20 und 21 verbunden. Zur federnden Abstützung der Auf bauten des Triebfahrzeuges dient das Lager 25, das auf einem quer zu den Teilen 10 und 11 des Fahr gestellrahmens liegenden brückenförmigen Teil 24 angeordnet ist.
Die beiden Antriebsmotoren 30 und 31 sind an dem Fahrgestellrahmen über die beiden brücken- förmigen Träger 32 und 33 befestigt. Zu diesem Zweck sind an jedem Antriebsmotor die beiden Hal terungsklemmen 35 und 36 vorgesehen, die mit den Flanschen 39 bis 42 des brückenförmigen Trägers 32 des Fahrgestellrahmens verbunden sind. Als Ver bindungsteile dienen die Trägerplatten 37 und 38, die mit den Flanschen des brückenförmigen Trä gers 32 und den Halterungsklemmen mittels Bolzen verschraubt sind. Falls erwünscht, können zusätz lich stossdämpfende Zwischenlagen aus Gummi oder auch Federelemente verwendet werden.
Zur Aufnahme des Getriebes der beiden An triebe dienen die Getriebekästen 50 und 51. Diese Getriebekästen sind mit dem einen Ende auf der jeweiligen Treibachse gelagert, während das andere Ende jedes Getriebekastens, z. B. das des Getriebe kastens 50, auf dem Flansch 52 des brückenförmi- gen Trägers 33 des Fahrgestellrahmens mittels des Abstützbolzens 54 und der Stossdämpfer 55 und 56 befestigt ist. Da die Treibachsen federnd in dem Fahrgestellrahmen angeordnet sind, können sich die Enden der Getriebekästen, die auf der Treibachse gelagert sind, entsprechend der Bewegung von Treib- rädern und Treibachse relativ zu dem Fahrgestell rahmen bewegen.
Das gleiche gilt auch für das der Treibachse abgekehrte Ende des jeweiligen Getriebe kastens, das federnd auf dem Abstützbolzen 54 ge lagert ist.
Wie in Fig. 3 dargestellt, ist im Innern des Getriebekastens 50, der auf der Treibachse 16 mit tels der Rollenlager 64 und 65 gelagert ist, das zum Antriebsmotor 31 gehörende Getriebe unter gebracht. In Durchführung des Erfindungsgedankens wird das Drehmoment von dem Antriebsritzel 83 mit Hilfe der parallel zur Treibachse 16 angeordne ten Kardanwelle 71 übertragen, die von der Hohl welle 67 umgeben ist. Diese Hohlwelle wirkt mit Hilfe der Aussenverzahnung 70 auf das mit der Treibachse 16 fest verbundene Grossrad 63 ein.
Zur Verbindung der Kardanwelle mit dem Antriebs ritzel 83 sowie mit der Hohlwelle 67 dienen die jeweils an den Enden der Kardanwelle angeordneten Zahnräder 82 und 84, von denen das Zahnrad 82 konzentrisch zu dem Antriebsritzel 83 und das Zahn rad 84 konzentrisch zu dem auf das Ende 81 der Hohlwelle 67 aufgeflanschten Zahnrad 80 angeord net ist. .Auf diese Weise ergibt sich eine gelenkige Verbindung zwischen dem Grossrad 63 und dem Antriebsritzel 83, das mittels des Antriebsflansches 61 und der Mutter 62 starr an der Motorwelle 60 befestigt ist.
Infolgedessen können sich Stösse, die während der Fahrt von den Treibrädern 17 und 18 auf die Treibachse 16 und damit auf das Gross rad 63 übertragen werden, nicht auf die Welle 60 des Antriebsmotors 31 auswirken, so dass Flach stellenbildungen des Kommutators des Antriebsmo tors vermieden werden.
Zweckmässig ist die Hohlwelle 67 im Getriebe kasten 50, der zusammen mit dem Grossrad 63 auf der federnden Treibachse 16 gelagert ist, mit Hilfe der Rollenlager 68 und 69 drehbar ange ordnet. Das mix dem Zahnrad 80 der Hohlwelle 67 in Eingriff stehende Zahnrad 84 ist mittels Bolzen an dem Flansch 85 der Kardanwelle befestigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrisches Triebfahrzeug, insbesondere Schie nentriebfahrzeug, dessen Treibachse parallel zur Achse des antreibenden Motors verläuft und dessen Getriebe mindestens aus einem unmittelbar mit der Motorwelle fest verbundenen Antriebsritzel und ei nem konzentrisch zur Treibachse angeordneten Gross rad besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Dreh moment vom Antriebsritzel mit Hilfe einer parallel oder nahezu parallel zur Treibachse angeordneten Kardanwelle auf eine diese Kardanwelle mit Spiel umgebende Hoblwelle übertragen wird,die mit Hilfe einer Aussenverzahnung mittelbar oder unmittelbar auf das Grossrad einwirkt. UNTERANSPRÜCHE 1. Elektrisches Triebfahrzeug nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur gelenkigen Verbindung der Kardanwelle mit dem Antriebsritzel konzentrisch zueinander angeordnete Zahnräder die nen. 2. Elektrisches Triebfahrzeug nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur gelenkigen Verbindung der Kardanwelle mit der Hohlwelle kon zentrisch zueinander angeordnete Zahnräder dienen. 3. Elektrisches Triebfahrzeug nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlwelle in einem das Getriebe umgebenden Getriebekasten drehbar gelagert ist.
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