Apparat zum elektrischen Erwärmen von Flüssigkeiten in einem Gefäss Die Erfindung bezieht sich auf einen Apparat zum elektrischen Erwärmen von Flüssigkeiten in einem Gefäss, insbesondere von Wasser in einem Be cher, mit einem das Gefäss aufnehmenden Fuss.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Apparates zur Erwärmung namentlich kleiner Flüs sigkeitsmengen, wobei dieser Apparat einfach und vergleichsweise billig herstellbar und in jeder Hin- sicht betriebssicher sein soll. Solche Flüssigkeiten sollen in einem Gefäss, namentlich in einem Becher, erwärmt werden, wobei die Erwärmung im wesentli chen bis auf Siedetemperatur gehen soll.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Trag organ für di,e elektrischen Heizorgane, das höhen verstellbar ist zwischen einer oberen Lage, in welcher die Heizorgane vom Gefäss entfernt sind, und einer untern Lage, in welcher die Heizorgane in das Gefässinnere hineinragen, Schaltorgane, welche be wirken, dass in der unteren Lage des Tragorganes der elektrische Heizstromkreis selbsttätig geschlossen wird, wenn sich das Gefäss auf dem Fuss befindet.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zei gen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Apparates in geöffneter Lage, Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt durch den Apparat nach der Linie 2-2 in Fig. 1, wobei sich der Apparat in geöffneter Lage befindet, Fig.3 ist eine Ansicht, ähnlich derjenigen in Fig. 2, jedoch in geschlossener Lage, Fig. 4 ist ein Detail einer Hemmeinrichtung für die Bewegung des Apparateoberteiles,
Fig.5 ist ein Detail einer Ausführungsvariante des Fuss-Stückes, Fig. 6 ist eine ähnliche Ansicht wie in Fig. 5, wobei jedoch der Becherboden eine elektrisch leitfä hige Folie aufweist, Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie 7-7 in Fig. 6 mit der Darstellung des Thermostaten, Fig. 8 ist ein Schnitt durch einen Becher in per spektivischer Darstellung, bei welchem der Bodenun terteil mit einer elektrisch leitfähigen Folie versehen ist, Fig.9 ist eine ähnliche Ansicht wie in Fig.8,
wobei jedoch der Boden aus einem einzigen Teil be steht, Fig. 10 ist ein ähnlicher Schnitt eines Bechers wie in Fig.9, jedoch mit einer perforierten Folie am Boden, Fig. 11 ist ein elektrisches Schaltschema für die Ausführungs-Variante nach Fig. 6, Fig. 12 ist ein elektrisches Schaltschema für die Ausführungsform gemäss Fig. 5, Fig. 13 ist eine Draufsicht auf zwei Teile eines elektrischen Verbindungsgliedes für die Verwendung in einem Schaltschema gemäss Fig. 11,
Fig. 14 ist eine Seitenansicht der Teile gemäss Fig. 13, Fig. 16 ist eine Klinkenhalte-Einrichtung für den oberen, beweglichen Teil des Apparates.
Gemäss den Fig..l-3 weist der Apparat einen Fuss 10 und eine von diesem ausgehende, nach oben ragende Wand 11 auf, wobei in dieser Wand eine Mantelöffnung 12 vorhanden ist, um einen Becher oder ein anderes geeignetes Gefäss auf eine Standflä che im Inneren des Fusses stellen zu können. Dieser Becher 13 wird auf einen Untersatz 14 gestellt, der seinerseits vom Fuss 10 getragen wird. Der Apparat weist ferner einen beweglichen oberen Teil auf, wel cher eine Haube 15 enthält, deren Öffnung sich unten befindet. Am Haubendeckel befindet sich zudem ein Knopf 16.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass am obersten Rand der Wand 11 ein Ring vorhanden ist, auf den eine aufrechtstehende Hülse 17 aufgesetzt ist. Im oberen Bereich dieser Hülse 17 befindet sich ein Führungs ring 18, in welchem eine oder mehrere Stangen 19 auf und ab beweglich gehalten sind. Das untere Stan genende 19 wirkt mit einer Zugfeder 20 zusammen, welche vom Führungsring 18 gehalten ist und den Zweck hat, den Oberteil des Apparates samt Haube nach oben zu drücken. Das obere Ende der Stange 19 ist an einer Abstützplatte 21 festgemacht, die ihrer seits in den oberen Bereich der Haubeninnenseite eingesetzt ist.
Mit der Abstützplatte 21 ist ferner eine Stange 22 starr verbunden, die an ihrem unteren Ende einen Kolben 23 trägt, welcher in einem Zylin der 24 auf- und abbewegbar geführt ist. Dieser Zylin der wird von einem Ring 18 starr gehalten. Kolben und Zylinder bilden zusammen ein Hemmwerk zur Begrenzung der Geschwindigkeit, mit der sich der Apparateoberteil nach aufwärts bewegen soll, nach dem er zuvor nach unten gedrückt wurde.
In einem radial geringeren Abstand von der Längsachse als die Stangen 19 und 22 befinden sich Bolzen 25, welche am oberen Ende mit der Abstütz- platte 21 und am unteren Ende mit einem Aufsatzbo den 26 fest verbunden sind. Der Aufsatzboden 26 trägt ein Relais 27 sowie ein elektrisches Verbin dungselement 28, in das ein elektrischer Heizkörper 29 eingesteckt ist. Auf der Unterseite des Aufsatzbo dens 26 befindet sich ferner ein kleiner Topf 31, der als Halter für den Becher bestimmt ist.
Der Untersatz 14 ist mit Anschlägen 30 oder einem Zentrierring versehen für die Ausrichtung des Bechers in die Mitte des Fusses. Im übrigen ist der Untersatz an seinem Oberteil flach und bündig, so dass keine vorstehenden Ecken oder Kanten vorhan den sind, an denen der untere Becherrand anstehen könnte, wenn dieser in das Innere des Apparates hin eingestellt oder aus diesem herausgehoben wird.
Der Untersatz 14 ist mit einem Ring 10a verse hen und durch eine Feder 32 nach aufwärts gedrückt, so dass also der Untersatz sich nach abwärts bewegen kann. In diesem Ring befindet sich ein Kragen 33 aus elektrischem Isoliermaterial, in dessen Inneren sich ein Thermostat 34 befindet, der mit dem Becherbo- den in Berührung kommt, wenn der Becher den Ring 10a nach abwärts stösst. Die Federn 35 sind bestrebt, den Kragen 33 nach aufwärts zu drücken, so dass er bündig zur Standfläche verläuft. Am Kragen 33 ist ein Anschlagorgan 36 befestigt, das nach unten ragt, und eine Begrenzung für die Bewegung des Kragens 33 nach aufwärts bildet, indem der äusserste An schlagteil am Schraubenkopf 37 anzuliegen kommt.
Wenn der Apparat durch Abwärtsbewegen der Haube 15 geschlossen wird, wie dies in Fig. 3 darge stellt ist, wirkt diese Haube mit dem Becher in dem Sinne zusammen, dass der Ring 10a und der Kragen 33 nach abwärts gedrückt werden, und zwar als Folge der Schulter an der Hülse 17. Die Haube 15 wird in ihrer untersten Lage entgegen der Wirkung der Feder 20 durch eine Klinke 38 gehalten, welche unter die Abstützplatte 21 greift. Diese Klinke 38 ragt durch eine Öffnung oder einen Schlitz durch den Ring 39 hindurch und kann durch Drücken auf den Knopf 40 im Öffnungssinne verschwenkt werden. Dieser Knopf 40, der vom Oberteil der Haube 15 getragen wird, steht über einen Zwischenhebel 41 mit der Klinke 38 in Verbindung.
Nach der Lösung der Klinke 38 sind die Haube 15 und die mit ihr verbundenen Teile bestrebt, sich nach aufwärts zu bewegen, und zwar unter der Wirkung der Feder 20. Dies bewirkt, dass der Heizkörper 29 ebenfalls gehoben wird und dadurch etwas Wasser oder andere im Becher 13 enthaltene Flüssigkeit her ausspritzt. Um dies zu verhüten, ist ein Dämpfer oder eine Hemmeinrichtung in Form des Kolbens 23 und des Zylinders 24 vorhanden. Der Zylinder 24 wird vorzugsweise mit einer Flüssigkeit, beispielsweise Öl, gefüllt, das relativ frei durch eine Öffnung im Kolben strömt, nämlich bei der Abwärtsbewegung der Haube von unten nach oben. Diese Öffnung wird jedoch im umgekehrten Bewegungssinne verschlossen, so dass die Aufwärtsbewegung nur im verlangsamten Sinne vor sich geht.
In Fig. 4 ist ein Ausführungsdetail einer solchen Hemmeinrichtung dargestellt, bei welcher die Stange 22 in ihrem untersten Teil mit einer Nute 42 verse hen ist, welche über den Bereich des Kolbens 23 hin ausragt. Ferner ist der Kolben mit einem gewissen axialen Spiel 43 an der Stange 23 befestigt. Wenn die Stange nach abwärts gestossen wird, liegt die Schulter der Stange gegen den Kolben 23 an, was bewirkt, dass Flüssigkeit durch die Nute 42 hindurchströmt; wenn dagegen die Stange 22 nach aufwärts gezogen wird, erfolgt eine Relativbewegung zwischen dieser Stange und dem Kolben, wodurch ein Dichtungsring 44 auf der unteren Kolbenseite zwischen dieser und einer Scheibe 45 zum Anliegen kommt. Dies bewirkt, dass die Flüssigkeit nun nicht mehr über die Nute 42 zurückfliessen kann.
Es ist dann lediglich noch die vergleichsweise kleinere Bohrung 46 offen, durch wel che Flüssigkeit hindurchfliessen kann.
Der Kolben hat eine Grösse, dass der Unterdruck auf der unteren Kolbenseite genügt, um die Bewe gung des Kolbens zu steuern und einen Austausch von Flüssigkeit zwischen der oberen und unteren Kammer zu bewirken. Damit bewegt sich die Stange 22 und mit dieser die Haube 15 mit einer vorbe stimmten, vergleichsweise geringen Geschwindigkeit nach oben, die in Abhängigkeit von der Grösse der Öffnung 46 ist.
Die Ausbildung des Ringes 10a und des Kragens 33 geht deutlicher aus den Fig. 5 und 6 hervor. In Fig. 5 weist der Kragen 33 ein Paar von Kontaktstif ten 60 auf, die durch den Kragen 33 hindurchragen und mit Lötfahnen 61 und 62 od. dgl. verbunden sind. Diese beiden Kontaktstifte 60 werden im Be- trieb durch eine Metallfolie 63 auf der Unterseite des Becherbodens untereinander kurzgeschlossen.
Gemäss Fig. 6 weist der Thermostat 34 Anschluss- drähte 64 auf, die in Lötfahnen 65 od. dgl. endi gen. Der Becherboden weist hier am Boden ebenfalls eine Folie 66 auf, welche Kontakt mit dem Gehäuse des Thermostaten macht. Diese Folie steht mit der Flüssigkeit im Innern des Bechers in Berührung und zwar über (Öffnungen 67 im Becherboden oberhalb der Folie.
Wie aus Fig. 7 hervorgeht, ist der Thermo stat 34 mit seinem Fühlereinsatz 68 vom Gehäuse 69 isoliert, so dass eine elektrische Verbindung zum Ge häuse 69 die Wirkungsweise des Wärmefühlers nicht beeinflusst und auch keine Steuervorgänge auslöst bezüglich der elektrischen Verbindung zwischen den Anschlüssen 70 und 71 des Thermostaten.
Die Ausbildung gemäss Fig. 6 setzt das Vorhan densein einer elektrischen Verbindung zwischen dem Thermostatgehäuse und der Flüssigkeit im Innern des Bechers voraus. Dies kann durch Becher erreicht werden, wie sie in Fig. 6 bzw. Fig. 10 dargestellt sind; es ist jedoch auch möglich, dass der Becherboden ganz aus einer leitenden Folie hergestellt wird, wie dies bei 72 in Fig. 9 gezeigt ist.
Die elektrischen Schaltschemata, welche den Ausführungsformen gemäss Fig. 5 und 6 zugeordnet sind, werden in den Fig.. 11 und 12 dargestellt. In Fig. 12 ist die elektrische Zuleitung mit 80 bezeichnet und führt in das Innere des Fusses 10 (Fig. 1). Der eine Zweig der elektrischen Zuleitung ist an einen Kontaktteil 81 angeschlossen, welcher als trennbare elektrische Kupplung ausgebildet ist. Der andere Zweig der Leitung ist ebenfalls mit einem ähnlich ausgebildeten Kontaktteil 82 am unteren Kupplungs teil verbunden.
Ein dritter Kontaktteil 83 ist mit einem Steckerteil 71 oder sonstigem Anschlussorgan des Thermostaten 34 verbunden, und der andere Steckerteil 70 ist mit einem elektrischen Anschluss- organ 60 verbunden, welches vom Kragen 33 getra gen wird. Das andere Anschlussorgan des Kragens 33 steht mit einem weiteren Kontaktteil 84 in Verbin dung.
Der andere Kupplungsteil weist ein Kontaktpaar 85 und 86 auf, welches parallel untereinander ver bunden ist und zum Zusammenwirken mit dem Kon taktteil 81, 83 eingerichtet ist, wenn die Kupplung geschlossen wird. Die Kontaktteile 85 und 86 stehen ferner mit dem beweglichen Kontaktarm 93 des Re lais 27 in Verbindung.
Ein Kontaktteil 87, welcher mit dem Kontaktteil 84 zusammenwirkt, ist mit einem Ende der Spule 88 des Relais 27 verbunden; das andere Ende der Spule 88 ist an eine Elektrode 94 angeschlossen, welche vom Aufsatzboden 26 ausgehend nach abwärts ragt und in die Flüssigkeit im Innern des Bechers ein taucht, wenn die Haube sich in Schliesstellung befin det.
Ein vierter Kontaktteil 91 am oberen Kupplungs teil ist mit einer zweiten Elektrode 92 verbunden und ferner mit dem einen Ende des Heizkörpers 29 und mit .dem einen Pol einer Lampe 90. Der andere Pol der Lampe 90 und des Heizkörpers 29 sind an den Kontakt 89 des. Relais 27 angeschlossen.
Aus den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, dass die bei den Elektroden 92 und 94 durch den Aufsatzboden 26 getragen und von diesem elektrisch isoliert sind, wobei sie eine solche Länge haben, dass, wenn sich der Apparat in geschlossener Lage befindet (Fig. 3), die Elektroden knapp in die Flüssigkeit im Innern des Bechers eintauchen. Die Isolierung erfolgt durch eine Isolierscheibe 95 (Fig. 13) im Apparateoberteil und ferner durch eine weiter unten liegende Isolier- scheibe 96, beispielsweise beim Ring 18.
Die Isolier- scheibe 95 weist drei Kontaktfinger 97 auf für die Ausführungsform gemäss Fig. 11 und vier derselben für die Ausführungsform gemäss Fig. 12.
Die Isolierscheibe 96 ist mit voneinander ge trennten Segmenten 98 versehen, von denen drei beim Schaltschema gemäss Fig. 11 und vier beim Schaltschema gemäss Fig. 12 notwendig sind. Diese Kontaktfinger 97 liegen gegen die Kontaktsegmente 98 an, wenn sich der Apparat in seiner geschlossenen Lage (Fig. 3) befindet, wodurch ein elektrischer Kon takt zwischen den Elementen 84 und 87; 81 und 85; 83 und 86 und 82 und 91 erfolgt.
Beim Schaltschema gemäss Fig. 11 wird die Zu fuhrleitung 80 einerseits mit dem Kontaktteil 99 des unteren Kupplungsteiles und ferner mit dem Kon taktteil 100 verbunden. Ein dritter Kontakt 101 des unteren Kupplungsteiles wird mit den Anschlussstif ten 70 des Thermostaten, der andere Anschlussstift 71 des Thermostaten mit dem Gehäuse 99 des Ther mostaten verbunden.
Der obere Kupplungsteil weist einen Kontaktteil 102 auf, welcher so ausgebildet ist, dass er mit dem Kontaktteil 99 zusammenwirken kann. Ferner ist dieser Leitungsweg mit der Spule 88 des Relais 37 verbunden und parallel dazu mit dem beweglichen Kontaktarm 99 des Relais. An das andere Ende der Spule 88 ist das obere Elektrodenende 105 ange schlossen, welches in isolierender Anordnung vom Aufsatzboden 26 getragen wird, wobei diese Elektro de in die Flüssigkeit des Gefässes eintauchen kann, wenn die Haube geschlossen ist.
Ferner weist der obere Kupplungsteil Kontakte 103 und 104 auf, die untereinander verbunden und so ausgebildet sind, dass sie mit den Kontakten<B>100</B> und 101 in Verbindung treten können. Die Kontakte <B>103</B> und 104 sind mit ihrem einen Anschlussdraht an den Heizkörper 29 angeschlossen; der andere An- schlussdraht steht mit dem Kontakt 106 des Relais 27 in Verbindung, welcher vom beweglichen Arm 93 be rührt wird, wenn das Relais angezogen ist.
Im Betrieb ist die Wirkungsweise des Apparates bei einer Schaltung gemäss Fig. 12 folgende: Ein Becher 13 oder ein anderes geeignetes Gefäss für die Aufnahme der gewünschten Flüssigkeitsmen ge weist auf der Unterseite des Bodens eine leitfähige Schicht auf und wird mit der gewünschten Flüssig keit, beispielsweise Wasser, gefüllt. Dieser Becher wird in das Innere des Apparates auf den Untersatz gestellt und die Haube geschlossen.
Dadurch entsteht ein Stromkreis (Fig. 12) vom Kontakt 81 zum Kon takt 85 und den Kontakten 86 und 83, zum Thermo staten 34 über seine beidenAnschlussklemmen71 und 70, hierauf zum Kontakt 60 über den leitfähigen Boden des Bechers zum andern Kontakt 60 und anschliessend zum Kontakt 84. Der Stromkreis wird hierauf über den Kontakt 87, die Spule 88, die Elek trode 94, die Flüssigkeit im Innern des Bechers, die Elektrode 92 und die Kontakte 91 und 82 geschlos sen. Dies bewirkt einen Stromkreis über das Relais 88, welches dadurch geschlossen wird und seinen Arm 93 an den Kontakt 89 anlegt.
Sobald das geschehen ist, wird ein Stromkreis gebildet von der einen Anschlussklemme der Strom zuführungsleitung über die Kontaktteile 81, 85 zum Heizkörper 29, von dort über die Anschlussklemme auf die Kontakte 91 und 82. Dies bewirkt, dass die Heizkörper 29 sich erwärmen, und zwar solange, bis der Thermostat 34 sich öffnet, wodurch das Relais abfällt, oder aber bis das Flüssigkeitsniveau im Innern des Bechers so tief fällt, dass die Elektroden 92 und 94 nicht mehr in die Flüssigkeit eintauchen.
Die Lampe 90 wird parallel zu den Heizkörpern 29 geschaltet und brennt immer dann, wenn der Heizkörper in Funktion ist, so dass von aussen sicht bar ist, ob sich der Heizkörper in Betrieb befindet oder nicht. Wenn die Erwärmung des Becherinhaltes beendet ist, wird der Knopf 40 auf der Oberseite der Haube betätigt, wodurch die Klinke 38 ausrastet und sich die Haube nach oben bewegt, wodurch sich die Elektroden und die Heizkörper vom Innern des Be chers entfernen. Dies bewirkt ferner eine Unterbre chung des Stromkreises von der Zufuhrleitung zu den elektrischen Apparateteilen.
Beim Stromkreis gemäss Fig. 11 bewirkt die Ab wärtsbewegung der Haube, dass die Heizkörper 29 in den Becher 19 hineinragen, welcher sich auf dem Untersatz befindet. Die Elektrode 105 taucht dabei in die Flüssigkeit im Innern des Bechers ein. Der Boden des Bechers kommt mit dem Gehäuse 69 des Ther mostaten in Berührung. Der Boden des Bechers 13 besteht bei diesem Stromkreis gemäss Fig. 11 entwe der aus einer leitfähigen Folie oder aber der Boden besteht aus Papier mit Öffnungen in demselben in Richtung gegen die Folie, welche den Boden bedeckt, so dass ein elektrischer Kontakt hergestellt wird zwi schen dem Gehäuse des Thermostaten, dem Becher boden und der Flüssigkeit im Innern des Bechers zur Elektrode 5.
Durch die Abwärtsbewegung der Haube schliesst der Trenn-Schalter, so dass ein Stromkreis gebildet wird von der einen Seite des elektrischen Anschlusses über die Kontakte 99 und 102 zur Spule 99 und von dort über die Elektrode 105, die Flüssig keit im Becherinnern zum Gehäuse des Thermostaten 34, durch die Anschlussklemmen 71, 70 des Thermo staten zum Kontakt 101. Von diesem Kontakt 101 führt der Strompfad über die Kontakte 104, 103 und 100. Vom Kontakt 102 aus wird ebenfalls der bewegli che Arm 93 des Relais elektrisch verbunden, welches Relais den Kontakt 106 schliesst, wenn dieser erregt wird. Dadurch wird der Heizkörper an die eine Lei tung angeschlossen.
Die andere Seite des Heizkörpers wird über die Kontakte 103 und 100 mit der andern Leitungsseite verbunden, wodurch die Heizkörper unter Strom gesetzt werden. Das Abschalten des Stromes dieses Heizkörpers wird durch den Thermo staten 34 bewirkt, welcher bewirkt, dass das Relais 27 abfällt, und als, Folge davon wird der Stromkreis des Heizkörpers unterbrochen. Die Lampe 90 ist in glei cher Weise im Stromkreis gemäss Fig. 12. Bei den beschriebenen Apparaten wird die Klinke zur Aus lösung der Aufwärtsbewegung der Haube von Hand ausser Eingriff gebracht.
Es wäre jedoch auch möglich, dies automatisch durch ein Solenoid oder andere Elektromagnete zu bewirken. In Fig. 16 ist eine Klinke 120 um einen Bolzen 121 schwenkbar gelagert und wird durch eine Feder 122 in die Ein- griffsposition mit dem Ring 18 gebracht, wie dies dargestellt ist. Eine Erregung des Solenoides 51 be wirkt, dass die Klinke vom Ring 18 zurückgezogen wird und dadurch die Aufwärtsbewegung der Haube und der mit ihr verbundenen Teile eingeleitet wird.
Das Solenoid kann in den Stromkreis gemäss den Fig. 11 und 12 eingeschaltet werden, indem das eine Ende mit der Anschlussleitung des Heizkörpers und das andere mit dem Kontakt 122 des Relais verbun den wird, worauf der Arm 93 des Relais abfällt. Beim Betrieb nach der einen oder andern Ausführungsform bewirkt ein Schliessen der Haube, dass das Relais aufzieht und alsdann das Solenoid 51 abfällt. Sobald jedoch das Relais abfällt, zieht das Solenoid an und bewirkt ein Lösen der Klinke, wodurch der Apparat in die Öffnungsstelle gelangt.
Bei beiden Stromkreisen gemäss Fig. 11 und 12 wird ein Spezialbecher mit leitendem Boden benötigt; es ist jedoch auch möglich, die üblichen Becher zu verwenden, bei einer Schaltung gemäss Fig.12, wobei jedoch ein Schalter LS1 verwendet werden muss, der im Fusse des Apparates eingebaut ist und durch die Abwärtsbewegung des Ringes 31 geschlos sen wird, zwecks Erzielung einer elektrischen Ver bindung zwischen den Kontakten 60.
In Fig. 15 ist eine weitere Ausführungsform einer Bremseinrichtung für die Begrenzung der Aufwärts geschwindigkeit der Haube dargestellt. Wenn sich diese Haube unter dem Einfluss der Feder 20 nach aufwärts bewegt, kommt ein Hemmwerk in Funktion. Eine gelochte Stange 50 ist mit der Abstützplatte 21 starr verbunden und erstreckt sich von dieser aus nach abwärts. Mit dieser Stange wirkt ein Hemmglied 51 zusammen, das auf dem Ring 18 montiert ist.
Mit diesem Hemmglied ist ein Gewicht 52 verbunden, welches beim Betrieb eine hin- und hergehende Schwingbewegung um den Bolzen 53 ausführt, und zwar als Folge der zugespitzten Nocken 54 und 55, welche wechselseitig in die Öffnungen der Stange eingreifen. Diese Nocken sind auf einer Feder 56 montiert, wobei die Ausbildung'so getroffen ist, dass sich die Stange nur mit einer begrenzten Geschwiti= digkeit nach aufwärts bewegen kann,
und zwar so schnell als das Hemmwerk von einer Öffnung zur andern springen kann. Wenn jedoch die Haube 15 nach abwärts gepresst wird, bewirkt die Feder 56 zu- zammen mit den angeschrägten Flächen der Nocken 54 und 55, dass die Abwärtsbewegung in beliebiger Geschwindigkeit erfolgen kann, da das Hemmwerk in dieser Bewegungsrichtung nicht wirksam ist.
Durch die Öffnungsbewegung der Haube werden alle elektrischen Anschlüsse innerhalb des Apparates abgeschaltet, so dass keine Möglichkeit besteht, dass der Apparat unbeabsichtigterweise unter Strom ge setzt bleibt. Es sind auch keine stromführenden, frei liegenden Teile vorhanden, welche unbeabsichtigter weise berührt werden könnten. Während der Auf heizzeit hingegen sind alle elektrischen Teile einge schlossen, wodurch ein höchstmögliches Mass von Sicherheit im Betrieb erreicht wird.
Die Geschwindigkeit, mit der sich die Haube als Folge der Federkraft der Feder 20 nach oben bewe gen kann, ist einstellbar, so dass also keine ruckartige Bewegung der Haube entsteht und somit verhütet wird, dass heisses Wasser oder andere Flüssigkeit so aus dem Becher verschüttet oder verspritzt werden kann.
Es kommt in bevorzugter Weise ein scheiben förmiger Heizkörper in Frage, doch wäre es auch möglich, diesen Heizkörper in Form der üblichen Tauchsieder oder als Stange oder Rohr auszubilden, in welch letzterem Fall die Aufwärtsbewegung der Haube schneller erfolgen kann, da die Gefahr des Verspritzens des Becherinhaltes kleiner ist.