Gefässverscbluss mit federndem Abstandhalter
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gefässverschluss mit federndem Abstandhalter, der insbesondere zum Verschliessen von Röhrchen und Fläschchen für stückige Arzneimittel wie Tabletten, Kerne, Dragees und dgL bestimmt ist. Solche Verschlüsse, die meist als Stopfen oder Schraubenkappen ausgebildet sind, besitzen üblicherweise angeformte oder eingesetzte Abstandhalter, die eine rüttelfreie Lagerung des Gefässinhaltes auf dem Wege vom Hersteller oder Abfüller bis zum Endverbraucher bezwecken. Derartige Stopfen und Abstandhalter bestehen meist aus weichelastischem Kunststoff, für pharmazeutische Zwecke aus weichmacherfreiem naturelastischem Kunststoff wie Polyäthylen.
In der Regel handelt es sich um Abstandhalterstopfen mit schraubenlinienartig gewundenen Abstandhalterstegen, deren freie Enden durch Ringe oder Scheiben oder sonstwie untereinander verbunden sind.
Bei den bekannten Abstandhalterverschlüssen ist die für ein einwandfreies Arbeiten der Abstandhalterfortsätze zulässige Länge begrenzt. Sie beträgt meist nur etwa das Doppelte der üblichen Schaftlänge der Stopfen, so dass der Abstandhalter lediglich um etwa die Stopfenschaftlänge über den Stopfenschaft hinausragt. Diese Länge reichte nur für den jeweiligen Anwendungsfall aus, die Toleranzen in der Höhe der Tablettensäule oder des sonstigen Inhalts im Gefäss für eine rüttelfreie Lagerung des Inhalts zu überbrükken. Zum Zwecke einer Rationalisierung durch Typenbegrenzung, durch Vereinfachung der Lagerhaltung und durch Fertigung in grossen Stückzahlen sowie durch Einsatz automatischer Einrichtungen ist es aber erwünscht, nur wenige Gefässtypen und Gefässgrössen für möglichst viele Arten und Mengen an Verpackungsgut zu verwenden.
Die rütteifreie Lagerung des Gefässinhaltes verlangt dann vom Abstandhalter die Überbrückung sehr viel grösserer Leerräume über dem Behälterinhalt.
Die bekannten schraubenlinienförmig gewundenen Abstandhalterfllsse genügen diesen Anforderungen nicht. Die Schraubenlinien der Abstandhalterfüs- se sind sehr steilgängig, um den gewünschten Lagerdruck zu erzielen. An beiden Enden sind die Abstandhalterstege je unter sich verbunden, nämlich einerseits am Stopfengrund durch den Stopfenboden, bzw. bei zweiteiligen Verschlüssen mit eingesetztem Abstandhalter stopfenseitig durch den Einsetzring bzw. die Einsatzscheibe, und- andererseits am behälterseitigen Abstandhalterende durch die dort vorhandene Verbindung.
Das schraubenfederartige Zusammenfedern der Abstandhalterstege wird erheblich dadurch bzw. dann gestört, wenn die dazu erforderliche Drehung des freien Abstandhalterendes behindert ist Dies ist meist der Fall infolge der Reibung des Abstandhalterendes auf dem- Gefässinhalt und durch eine Verzahnung des Abstandhalterendes mit dem Gefässinhalt, insbesondere wenn. am Abstandhalterende ein Dragéekranz angeordnet ist. Dadurch wird das Bestreben der Stege zum seitlichen Ausbiegen vergrössert. Ferner kann die resultierende Druckkraft schräg zur Stopfenachse wirken und so zusätzlich eine einseitige Ausbiegung der Abstandhalterstege herbeiführen, wodurch das schraubenfederartige Zusammenfedern des Abstandhalters völlig verhindert wird.
Bisher konnte deshalb ein brauchbares Funktionieren des Abstandhalterverschlusses nur dann erreicht werden, wenn der Abstandhalterfortsatz entsprechend kurz gehalten war.
Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil und liefert einen Abstandhalterverschluss mit schraubenlinienförmig gewundenen Stegen, bei dem die erwünschte wesentliche Verlängerung des Abstandhal ters bei einwandfreier Funktion desselben ermöglicht ist.
Der erfindungsgemässe Gefässverschluss mit federndem Abstandhalter, der vorzugsweise aus naturelastischem Kunststoff wie Polyäthylen besteht und für die rütrellreie Verpackung von Tabletten oder Dragees oder dgl. bestimmt ist und der in bekannter Weise schraubenförmig gewundene Abstandhalterstege besitzt, die an ihren gefässseitigen Enden untereinander verbunden sind, ist gemäss dem Grundgedanken der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass an die gefässseitige Verbindungsstelle der schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstege eine Abstandhalterverlängerung angesetzt ist, die aus im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen besteht.
Dadurch braucht das auf dem Gefässinhalt aufsitzende Abstandhalterende beim Zusammenfedern des Abstandhalters keine Drehbewegung mehr auszuführen, da die Drehbewegung nunmehr vom Ab stand- halter in sich aufgenommen wird.
Gemäss einer Weiterbildung des Erfindungsge- genstandes sind auch die gefässeitig angesetzten im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstege an ihrem freien gefässeitigen Ende untereinander verbunden, zweckmässig ringförmig oder scheibenförmig. Ein solcher Gefässverschluss besitzt dann einen Abstandhalter, der aus zwei Windungsabschnitten besteht, die aufeinanderfolgend jeweils gegensinnig gewundene Stege besitzen, die an jedem Abschnittsende untereinander verbunden sind. Der Abstandhalter kann aber auch aus mehr als zwei Abschnitten bestehen bzw. zusammengesetzt sein, von denen jeder folgende Abschnitt gegenüber dem vorausgehenden Abschnitt einen gegensinnigen Verlauf der Schraublinien der Stege aufweist.
Wenn also beispielsweise der eine Abschnitt der Abstandhalterstege einen rechtsgängigen Schraubsinn hat, so hat der vorausgegangene Abschnitt und der nachfolgende Abschnitt einen linksgängigen Schraubsinn.
Bei den einzelnen Windungsabschnitten kann der Steigungswinkel der Stegwindung unterschiedlich sein, was eine Beeinflussung des Federungsvermögens des Abstandhalters erlaubt. So hat es sich bei einem Abstandhalter, der aus drei Windungsabschnitten besteht, als günstig erwiesen, beim mittleren Windungsabschnitt einen grösseren Steigungswinkel als bei den beiden anderen Windungsabschnitten vorzusehen. Es ist auch möglich, bei den einzelnen Windungsabschnitten einen unterschiedlichen Windungsdurchmesser zu wählen.
Gemäss einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann die Stegwindung der einzelnen Windungsabschnitte an den Abschnittsenden einen flacheren Steigungswinkel als in der Abschnittsmitte besitzen. Es hat sich erwiesen, dass dann die abschnittsweise jeweils im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstege ein besonders gutes Federungsvermögen besitzen.
Bei einem aus zwei Abstandhalterabschnitten mit gegenläufigem Schraubsinn bestehenden Abstandhalter, dessen Stege an der Übergangsstelle der beiden Abschnitte und am Ende verbunden sind, hat das gefässeitige Abstandhalterende beim Zusammendrükken des Abstandhalters kein Drehbestreben mehr, und die beiden Abschnitte unterstützen sich an der Verbindungsstelle in ihrem inneren Drehbestreben.
Dasselbe ergibt sich auch bei der Anordnung von drei Abschnitten, nämlich dass sich an beiden Abschnittsverbindungen das innere Drehbestreben addiert, ohne dass das Abstandhalterende ein Drehbestreben hat. Bei vier Abschnitten führt weder die Mittelverbindung noch das Abstandhalterende eine Drehbewegung aus, während sich an den beiden anderen Verbindungsstellen das innere Drehbestreben addiert. Wenn die einzelnen Abschnitte verschieden lang sind und verschiedene Steigung haben, sind die Bewegungsverhältnisse etwas komplizierter, insbesondere bei starker Zusammendrückung des Abstandhalters, jedoch ist das grundsätzliche Verhalten dasselbe. Ein solcher Aufbau ermöglicht eine weitestgehende Verlängerung des Abstandhalters.
Eine zusätzliche Verlängerung des Abstandhalters ist dadurch möglich, dass man zusätzlich Abstandhalterfortsätze bekannter Art auf der gefässeitigen Verbindung der Abstandhalterenden anordnet, beispielsweise gerade axial gerichtete Füsschen mit abgebogenen Enden oder schraubenlinienförmig gewundene oder windschief stehende Füsschen.
Durch die Erfindung wird auch bei einem sehr langen Abstandhalter, dessen Länge also in bezug auf die Schaftlänge des Verschlusses gross ist, erreicht, dass die schraubenlinienförmig gewundenen Stege beim Zusammendrücken ein schraubenfedermässiges Spiel ausführen. Dabei wird erstrebt, die Steigung der Stegwindung zu Lasten der Anzahl der Abstandhalterstege so gering wie möglich zu halten.
Die untere Grenze ist gegeben einerseits durch den Raum, der für das federnde Zusammenlegen der Stege verfügbar ist, und andererseits durch den für die rüttelfreie Lagerung des Gefässinhaltes erforderlichen Druck des Abstandhalters auf den Gefässinhalt.
Das bei einer Verlängerung der Abstandhalterstege bestehende Bestreben zum seitlichen (radialen) Ausbiegen der Abstandhalterstege bei sehr steilgängigem Verlauf und entsprechender Länge derselben begrenzt die mögliche Länge der einzelnen Ab stand- halterabschnitte. Eine Weiterbildung der Erfindung bezweckt deshalb eine Vergrösserung des statischen Trägheitsmomentes des Stegquerschnittes gegenüber einer seitlichen Ausbiegung, und zwar ohne Beeinträchtigung des für die Federkraft des Abstandhalters massgebenden Trägheitsmomentes. Diese Forderung kann dadurch erfüllt werden, dass an der Mitte des sich im wesentlichen tangential erstreckenden Stegquerschnittes ein radialer Schenkel angeordnet wird, also durch einen T-förmigen Querschnitt des Steges.
Bei der Anordnung eines radialen Schenkels an einem oder beiden Querschnittsenden, also durch einen winkel- oder U-förmigen Querschnitt, würde jedoch auch das für die Federung massgebende Trägheitsmoment lerhöht, weshalb dann entweder die tangentiale Erstreckung des Stegquerschnitts zu verringern oder die Steigung der Stege zu vermindern ist.
Beide Massnahmen begünstigen eine zulässige Verlängerung der Stegabschnitte und verbessern das Schraubenfederspiel der Abstandhalterstege.
Im gleichen Sinne können auch andere geeignete Querschnittsformen der Abstandhalterstege benutzt werden. Aus fertigungstechnischen Gründen sind linsenförmige, quasi-halb-kreisförmige, quasi-kreisförmige, mondsichelförmige und ähnliche Querschnitte der Abstandhalterstege vorteilhaft, welche die erstrebte Verlängerung des Abstandhalters gestatten und trotzdem das schraubenfederartige Spiel der Abstandhalterstege wahren.
Die erfindungsgemässen Gefässverschlüsse werden bei Gefässen für pharmazeutischen Inhalt in der Regel aus Hochdruckpolyäthylen (Weichpolyäthylen) hergestellt, und zwar mit Rücksicht auf die Abdichtung, die Kraftwirkung auf die Gefässe und die Anstrengung zum Öffnen des Verschlusses sowie wegen des neutralen Verhaltens gegenüber dem Gefässinhalt. Brauchbar sind aber auch noch andere flexible und elastische Kunststoffe wie Niederdruck-Polyäthylen (Hartpolyäthylen), Polypropylen, Polyamid u. a.
Bei Verwendung der erfindungsgemässen Verschlüsse für technische Zwecke und starkwandigere Gefässe oder solche aus Werkstoffen höherer Festigkeit können die Verschlüsse aus den genannten elastischen Kunststoffen höherer Festigkeit bzw. Zähigkeit sowie aus weichmacherhaltigen Kunststoffen wie Polyvinylchlorid (PVC) u.a. hergestellt werden. Die Verwendung von härteren elastischen Werkstoffen kann zur Verminderung der Querschnitte der Abstandhalterstege und zur Verringerung der Steigung der Schraubenlinie der Stege ausgenutzt werden, was zu Abstandhalter führt, die sich stärker den Schraubenfedern aus Stahl nähern und noch grössere Abstandhalterlängen zulassen. Sofern für den eigentlichen Stopfenteil ein weicheres Material wie z. B.
Weichpolyäthylen verwendet werden muss, lässt sich eine grössere Abstandhalterlänge dadurch erreichen, dass man in den weichelastischen Stopfenteil einen Abstandhalter aus härterem Kunststoff einsetzt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Erläuterung der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele, bei denen es sich um Abstandhalterverschlüsse in Stopfenform handelt, die aber auch als Schraubenverschlüsse ausgebildet sein könnten:
Die Fig. 1 zeigt teilweise im Vertikalschnitt einen als Hohlstopfen ausgebildeten Abstandhalterver- schluss mit einem federnden Abstandhalter aus drei schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstegen, an die eine Abstandhalterverlängerung aus drei im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen angesetzt ist.
Die Fig. 2 zeigt teilweise im Vertikalschnitt einen als Hohlstopfen ausgebildeten Abstandhalterverschluss, bei dem eine Abstandhalterverlängerung aus zwei Abschnitten von jeweils im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen angesetzt ist.
Die Fig. 3 zeigt teilweise im Vertikalschnitt einen als Hohistopfen ausgebildetenAbstandhalterverschluss mit einem konischen Abstandhalter, an den eine gleichfalls konische Abstandhalterverlängerung aus im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen angesetzt ist.
Die Fig. 4 zeigt teilweise im Vertikalschnitt einen alsHohlstopfen ausgebildeten Ab standhalterverschluss mit eingesetztem Abstandhalter aus drei in besonderer Weise schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstegen, an den eine gleichfalls in spezieller Art gegensinnig gewundene Abstandhalterverlängerung angesetzt ist.
Die Fig. 5 zeigt teilweise im Vertikalschnitt einen als Hohlstopfen ausgebildetenAbstandhalterverschluss mit zwei schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstegen, an die eine Abstandhalterverlängerung aus drei im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen angesetzt ist.
Die Fig. 6 bis 8 verdeutlichen verschiedene Querschnittsausführungen für die schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstege.
Bei den zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich um Hohlstopfen 1 aus naturelastischem Kunststoff wie Polyäthylen. Am Stopfenboden 2 sind innen schraubenförmig gewundene Abstandhalterstege 3 angeordnet. Die gefässeitigen Enden 4 der Abstandhalterstege 3 sind untereinander bzw. miteinander durch eine direkt angespritzte Verbindung 5, die hier ringförmig bzw. scheibenförmig ist, verbunden. Auch an ihren verschlusseitigen Enden 7 sind die schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstege 3 ebenfalls untereinander bzw. miteinander verbunden, und zwar entweder dadurch, dass die Abstandhalterstege direkt am Stopfenboden 2 innen angespritzt sind, oder aber durch einen angespritzten Teller 8 oder dgl., mit dem der federnde Abstandhalter in die Höhlung des Stopfens 1 eingesetzt ist.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 besteht der federnde Abstandhalter aus drei schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstegen 3, die der Einfachheit und Klarheit der Darstellung halber nur als Bänder gezeichnet sind. An ihren verschlusseitigen Enden 7 sind die schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstege 3 an einem Teller 8 angespritzt, mit dem der federnde Abstandhalter in die Höhlung des Stopfens 1 eingesetzt ist. An ihren gefässeitigen Enden 4 sind die Abstandhalterstege 3 durch eine ringförmige Verbindung 5 untereinander verbunden.
An die Verbindungsstelle 5 ist eine Abstandhalterverlängerung 10 angesetzt, die aus drei im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen 3' besteht, die ihrerseits an ihren gefässeitigen Enden 4' durch eine ringförmige Verbindung 5' untereinander verbunden sind. Der auf diese Weise auf die doppelte Höhe verlängerte Abstandhalter besteht insgesamt also aus zwei Windungsabschnitten a und aJ, die aufeinanderfolgend jeweils gegensinnig gewundene Stege 3 und 3' besitzen, die an jedem Abschnittsende 7 und 4 sowie 7' und 4' untereinander verbunden sind. Durch die gegensinnige Windung der Abstandhalterstege 3 und 3' braucht das auf dem Gefässinhalt aufsitzende Ende 5' beim Zusammenfedern des Abstandhalters keine Drehbewegung mehr auszuführen, da die Drehbewegung nunmehr vom Abstandhalter in sich aufgenommen wird.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel dreht sich bei Ausübung eines axialen Druckes auf den Abstandhalter die mittlere Stegverbindung 5 im Uhrzeigersinn, während sich das Endverbindungsstück 5' nicht dreht.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2 besteht der federnde Abstandhalter aus drei kürzeren schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstegen 3, die wiederum zur zeichnerischen Vereinfachung lediglich als Bänder gezeichnet sind. An ihren gefässeitigen Enden 4 sind die Abstandhalter 3 durch eine Stegverbindung 5 untereinander verbunden. An diese Verbindungsstelle 5 ist eine Abstandhalterverlängerung 10 angesetzt, die aus drei im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen 3' besteht, die ihrerseits an ihren gefässeitigen Enden gleichfalls durch eine Stegverbindung 5' untereinander verbunden sind.
An die Verbindungsstelle 5' ist eine weitere Abstandhalterverlängerung 7' angesetzt, die gleichfalls aus drei wiederum im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen 3" besteht, die gleichfalls an ihren gefässeitigen Enden 4" durch eine ringförmige Verbindung 5" untereinander verbunden sind. Auf diese Weise ergibt sich ein extrem verlängerter Abstandhalter, der insgesamt also aus drei Windungsabschnitten a und a, und a besteht, die aufeinanderfolgend jeweils gegensinnig gewundene Stege 3, 3' und 3" besitzen, die an jedem Abschnittsende 7 und 4 sowie 7' und 4' und ferner 7" und 4" untereinander verbunden sind.
Dadurch, dass sich die Stegverbindungen 5 und 5' in den endseitigen Viertelpunkten der Gesamthöhe des verlängerten Abstandhalters befinden, braucht das auf dem Gefässinhalt aufsitzende Ende 5" beim Zusammenfedern des Abstandhalters trotz des Umstandes, dass der Abschnitt a2 in gleicher Richtung wie der Abschnitt a gewunden ist, keine Drehbewegung mehr auszuführen, da die Drehbewegung des mittleren Abschnitts a, infolge seiner grösseren Höhe beide Drehbestreben in sich ausgleicht. Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel dreht sich bei Aus üben eines axialen Druckes auf den Abstandhalter die Stegverbindung 5 im Uhrzeigersinn und die Stegverbindung 5' im Gegensinn des Uhrzeigers, was sich gegeneinander aufhebt und genau den Bewegungen entspricht, die das Zusammendrücken des mittleren Abschnitts a1 benötigt.
Bei der Ausführungsform der Fig. 3, die prinzipmässig dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 entspricht, ist der Windungsdurchmesser bei den Abstandhalterstegen 3 und den Verlängerungsstegen 3' unterschiedlich, und zwar in der Weise, dass sich ein Konus statt des Zylinders der Fig. 1 ergibt. Eine solche konische Ausbildung der Abstandhalterverlängerung 10 und zweckmässig auch des Abstandhaltergrundabschnittes a kann für die rüttelfeste Verpakkung von Dragees und ähnlichen kleinstückigen Verpackungsgütern in Dragéefläschchen vorteilhaft sein, weil es bei diesen auf ein möglichst grossflächiges Abstandhalterende ankommt, zu welchem Zweck an der gefässeitigen Stegverbindung 5' der Abstandhalterverlängerung 10 zusätzlich sternförmig kleine Zungen 6 angesetzt sind, die einen Druckteller bilden.
Die Erfindung ist insbesondere bei einem solchen Drageeverschluss vorteilhaft, weil sich die Zungen 6 im kleinstückigen Gefässinhalt verfangen und durch die erfindungsgemässe gegensinnige Anordnung der Abstandhalterstege 3 und 3' beim Zusammendrücken keine Drehbewegung mehr auszuführen brauchen, weil nunmehr das Drehbestreben vom verlängerten Abstandhalter in sich aufgenommen und ausgeglichen wird. Die Abstandhalterverlängerung 10 ist an der Stegverbindung 5 derart angespritzt, dass die verschlusseitigen Enden 7' der Verlängerungsstege gegenüber den gefässeitigen Enden 4 der Abstandhalterstege 3 versetzt sind, was die Nachgiebigkeit gegenüber der Anordnung der Fig. 1 noch vergrössert.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4 besteht der federnde Abstandhalter aus drei Abstandhalterstegen 3, deren Schraubenwindung von spezieller Art ist. An ihren verschlusseitigen Enden 7 besitzen die gewundenen Abstandhalterstege 3 einen direkt angespritzten deckelförmigen Teller 8, mit dem der federnde Abstandhalter in die Höhlung des Stopfens 1 eingesetzt ist. An ihren gefässeitigen Enden sind die Abstandhalterstege 3 durch eine scheibenförmige Verbindung 5 untereinander verbunden. An diese Verbindungsstelle 5 ist eine Abstandhalterverlängerung 10 angesetzt, die aus drei im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen 3' besteht, die ihrerseits an ihren gefässeitigen Enden 4' durch eine scheibenförmige Verbindung 5' untereinander verbunden sind.
Der auf diese Weise auf die doppelte Höhe verlängerte Abstandhalter besteht also insgesamt aus zwei Windungsabschnitten a und a,, die aufeinanderfolgend jeweils gegensinnig gewundene Stege 3 und 3' besitzen. Die Abstandhalterstege 3 und 3' besitzen an ihren Enden 7 und 4 sowie 7' und 4' einen flacheren Steigungswinkel als in der Mitte der betreffenden Windungsabschnitte a und al, um die Federung der Stege 3 und 3' an allen drei Verbindungsstellen 5', 5 und 8 zu verbessern. Statt einer ausgesprochenen Schraubenlinienform kann jeder Windungsabschnitt a und al an seinen Enden als lediglich abgerundeter oder abgeflachter Übergang vom mittleren Abschnittsteil zur Stegverbindung ausgeführt werden, wodurch schon eine bessere Nachgiebigkeit der Stegenden erreicht wird.
Bei der Ausführungsform der Fig. 5 besteht der federnde Abstandhalter aus zwei schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstegen 3, die an ihren verschlusseitigen Enden 7 direkt am Boden 2 des Hohlstopfens 1 angespritzt und an ihren gefässeitigen Enden 4 durch ein Verbindungsstück 5 untereinander verbunden sind. Zur Verbesserung der Federung der Abstandhalterstege 3 ist ihr Steigungswinkel am verschlusseitigen Ende 7 flacher als in der Mitte des Windungsabschnittes a; die schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstege 3 sind also am Stopfenboden 2 mit einem flacheren Steigungswinkel angespritzt.
An die Stegverbindung 5 ist eine Abstandhalterverlängerung 10 angesetzt, die aus drei im Gegensinn gewundenen Abstandhalterstegen 3' besteht, die gegenüber den Abstandhalterstegen 3 eine wesentlich geringere Steigung haben und bei diesem Ausfüh rungsbeispiel freie Enden 4' besitzen. Bei den einzelnen Windungsabschnitten a und al ist also der Steigungswinkel der Stegwindung unterschiedlich.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine T-förmige, eine U-förmige und eine winkelförmige Ausbildung des Querschnitts der schraubenförmig gewundenen Abstandhalterstege 3, was auch bei den Verlängerungsstegen 3' und 3"angewandt werden kann. Die Fig. 8 zeigt eine linsenförmige, kreisförmige und mondsichelförmige Querschnittsausbildung für die Ab stand- halterstege 3, was auch bei den Verlängerungsstegen 3' bzw. 3" anwendbar ist.
Die Erfindung ist nicht auf einen Abstandhalterverschluss in Stopfenform oder als Schraubverschluss beschränkt, sondern kann bei allen in Frage kommenden Abstandhalterverschlüssen, z. B. auch in Kappenform oder als Bajonettverschluss, angewandt werden. Durch die Erfindung gelingt es, die verschiedensten Gefässverschlüsse mit federndem Abstandhalter aus Kunststoff oder anderen elastischen Werkstoffen in solcher Länge auszubilden, dass deren Abstandhalter auch noch kleinste Teile des Gefässinhaltes rüttelfrei lagern.