Elastische Abstätzeinrichtung Die Erfindung betrifft eine elastische Abstützein- richtung mit einem kegelstumpfförmigen und einem glockenförmigen Teil sowie mindestens einem zwi schen diesen Teilen abwälzbaren Ring aus gummiela- tischem Material.
Den bekannten Einrichtungen dieser Art haften bedeutende Mängel an. Beispielsweise sind die Gum mikörper der Verschmutzung und Zerstörung ausge setzt, da an den Stellen, an denen sich der Gummi befindet, mitunter unzugängliche Taschen gebildet werden, in welchen sich<B>öl,</B> Waschbenzin, mit Staub und Schmutz durchsetzte Reinigungsmittel usw. an sammeln, die als Schmiermittel wirken und den Gummi zum Gleiten bringen oder ihn schwellen und zerstören. Bei anderen Abstützeinrichtungen werden die glocken- und kegelstumpffönnigen Teile unter sich nicht zusammengehalten.
Die Lage des elasti schen Körpers ist daher nicht gesichert und schon von der Inbetriebsetzung an dem Zufall überlassen und daher in den meisten Fällen unrichtig. Abstütz- einrichtungen, deren Teile nicht zusammenhalten, können überdies nur für perrnanente Belastungen und bei solchen wiederum nur für vertikale Federbe wegungen benutzt werden. Sie scheiden für Horizon tallage oder überkopfanwendungen, wie auch bei Fahrzeugen und bewegten Mechanismen, wegen der Gefahr des Abhebens der Last, aus.
Werden die Teile in bekannter Weise mittels -eines zentralen Bolzens zusammengehalten, so ist zur Befestigung auf dem Boden ein entsprechender Flansch mit mehreren Be festigungslöchern erforderlich, wozu die Unterlage oft nicht ausreicht. Auch fehlt solchen Abstützeinrich- tungen in der Regel die Möglichkeit einer Vorbela stung und sie ist infolgedessen zu voluminös.
Die Erfindung bezweckt, eine Abstützeinrichtung zu schaffen, welche diese Mängel nicht aufweist. Er- findungsgemäss weist der glockenförmige Teil min destens einen nach innen gerichteten Rohransatz auf. Der Rohransatz wird vorzugsweise koaxial zum Ke- gelstumpfförmigen und glockenförmigen Teil ange ordnet. Der Robransatz kann Mittel aufweisen, durch welche der glockenförmige Teil mit dem kegel- stumpfförmigen Teil lösbar verbunden werden Bann, ohne die durch Lastwechsel bedingten Bewegungen der beiden Teile gegeneinander zu beeinträchtigen.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zei gen: Fig. <B>1</B> einen Axialschnitt durch eine erste Aus führungsform einer Abstützeinrichtung, wobei die linke Hälfte in entlasteter und die rechte Hälfte in maximal belasteter Lage dargestellt ist, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. <B>1,</B> Fig. <B>3</B> und Fig. 4 einen Axialschnitt und eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform einer Ab- stützeinrichtung,
Fig. <B>5</B> und Fig. <B>6</B> einen Axialschnitt und eine Draufsicht einer dritten Ausführungsform. einer Ab- stützeinrichtung, Fig. <B>7</B> und Fig. <B>8</B> axiale Teilschnitte durch den Bodenteil von zwei kegelstumpfförmigen Körpern, Fig. <B>9</B> eine Draufsicht auf den Körper nach Fig. <B>8</B> und Fig. <B>10</B> einen Axialschnitt durch eine Ausfüh rungsform einer Abstützeinrichtung für Zuglast,
wobei der glockenförmige Teil auch in der Lage bei maximaler Belastung dargestellt ist.
Bei der Abstützeinrichtung nach Fig. <B>1</B> und 2 weist der glockenförmige Teil 2 einen Rohransatz<B>1</B> auf, der mit dem Teil 2 ein einziges Stück bildet. Der Rohransatz<B>1</B> ragt mit seinem freien Ende in den ke- gelstumpfförmigen Teil<B>3</B> hinein, der in der Mitte sei nes Fusses eine Öffnung 4 aufweist, durch die eine Befestigungssehraube <B>5</B> eingreift. Zwischen den Tei len 2 und<B>3</B> liegt der elastische Ring<B>6</B> aus Gummi oder ähnlichem guminielastischem Material. Wenn auf die Teile 2 oder<B>3</B> eine axiale Kraft wirkt, wälzt sich der Ring<B>6</B> unter gleichzeitiger Verformung auf der Mantelfläche des Teiles<B>3</B> und der Innenfläche des Teiles 2 ab.
Das freie Ende des Rohres<B>1</B> ist nach aussen ausgekragt und weist vier Lappen<B>7</B> auf, zwi schen welche entsprechende Lappen<B>8</B> eingreifen, die am oberen Rand des Teiles<B>3</B> angeordnet sind. Ein Sprengring<B>9,</B> der auf dem Rohr<B>1</B> aufgesetzt ist, verunmöglicht ein Auseinanderziehen der Teile 2 und <B>3</B> über die auf der linken Seite der in Fig. <B>1</B> darge stellte Lage hinaus. Die Länge des Rohransatzes<B>1</B> kann verschieden gewählt werden. Auf diese Weise ist es möglich die Einrichtung im Bereiche der Lage in welcher die Teile 2 und<B>3</B> am weitesten voneinan der abstehen können bis zu derjenigen in welcher sie sich annähernd berühren, beliebig vorzuspannen und damit auf die Federkennlinie einzuwirken.
Der Ring <B>6</B> erfüllt neben seiner Aufgabe als elastisches, abwäl zendes Tragelement noch zwei weitere Funktionen, nämlich diejenige der Zentrierung der Teile 2 und<B>3</B> und zusammen mit dem Rohransatz<B>1,</B> diejenige der Abschirmung des Zwischenraumes zwischen diesen Teilen, indem beide zusammen verhindern, dass Fremdkörper und Schmutz in den Innenraum<B>10</B> des glockenförmigen Teils 2 eindringen können.
Die Ausführungsform nach den Fig. <B>3</B> und 4 weicht von derjenigen nach den Fig. <B>1</B> und 2 haupt sächlich dadurch ab, dass die Verbindung des glok- kenförmigen Teils 2 mit dem kegelstumpfförmigen Teil<B>3</B> ohne einen zusätzlichen Sprengring erfolgt. Der Rohransatz<B>1</B> weist zwei nach aussen vorstehen <B>de</B> Lappen<B>11</B> auf und der Teil<B>3</B> entsprechende Aus- nehmungen 12 in seinem oberen Rand. Der Teil 2 wird in den Teil<B>3</B> in der in Fig. 4 dargestellten Lage eingesetzt.
Nach dem Zusammenpressen der beiden Teile werden diese um<B>90</B> Grad gegeneinander ver dreht und verriegelt, indem die Lappen<B>11</B> die Rand teile 3a des Teils<B>3</B> untergreifen. Der grosse Rei bungswiderstand, den der Ring<B>6</B> der Verdrehung der beiden Teile 2,<B>3</B> entgegensetzt, bietet eine grosse Si cherheit gegen ein unerwünschtes Entriegeln der Teile, zumal dieser Widerstand mit zunehmender Be lastung der Abstützeinrichtung ebenfalls zunimmt. Um das Verdrehen der Teile 2 und<B>3</B> bei der Monta ge und Demontage zu erleichtern, können in den Böden dieser Teile Vertiefungen<B>13</B> vorgesehen wer den, die zum Ansetzen von geeigneten Werkzeugen bestimmt sind.
Wie das Beispiel nach den Fig. <B>5</B> und<B>6</B> zeigt, kann der Rohransatz<B>1</B> auch als ein vom glockenför migen Teil 2 getrenntes Stück ausgebildet sein. Es kann dem Boden des giockenförmigen Teils 2 von aussen oder innen her angelegt und an diesem ir gendwie befestigt, z. B. gebördelt, oder eingeschraubt werden. Zwecks Bördelung ist ein Werkzeug von oben her oder durch eine entsprechend grosse öff- nung im Fuss des Teils<B>3</B> von unten her einzuführen.
Der Boden des Teils<B>3</B> wird aber vorteilhafterweise, wie in Fig. <B>5</B> dargestellt, mit einer nach innen ragen den kegelförmigen Erhöhung 14 ausgebildet, welche als Bördelwerkzeug dient. Das Rohr<B>1</B> erhält die in- seitige Bördelung la durch Zusammenpressen der Teile 2 und<B>3</B> bis sich die Bördelung la des Rohres<B>1</B> am kegeligen Teil 14 des Bodens gebildet hat.
Da die Öffnung<B>5</B> im Fusse des Teils<B>3,</B> im Falle der Benut zung zur Werkzeugeinführung für die Bördelung für einen Befestigungsbolzen zu gross würde, empfielt sich das Einlegen eines gesonderten Bodens<B>15</B> mit tels eines Sprengringes<B>16</B> nach Fig. <B>7</B> oder einer überbrückungsplatte<B>17</B> nach den Fig. <B>8</B> und<B>9.</B>
Die beschriebenen Abstützeinrichtungen können zwar an sich nur Druckkräfte federnd aufnehmen. Durch geeignete zusätzliche Massnahmen können die Einrichtungen aber auch derart ausgebildet werden, dass sie Zugkräfte elastisch aufnehmen können. Die Fig. <B>10</B> zeigt beispielsweise eine Ausführungsform der Einrichtung nach Fig. <B>5,</B> jedoch mit zwei Gummi ringen<B>6,</B> bei der in den Boden des Teils 2 ein als Mutter ausgebildetes Einsatzstück<B>18</B> eingelegt ist, in das von unten eine Zugstange<B>19</B> mit einem Zugha ken 20 eingeschraubt ist.
Die Öffnung des Rohres<B>1</B> kann auch mit andern Zusatzteilen als einer Zugstange ausgerüstet werden, so etwa zur Aufnahme eines zylindrischen oder koni schen oder mit Gewinde versehenen Zusatzstückes als Verbindungsteil mit dem abzustützenden Gegen stand, etwa einer Maschine, einem Motor oder dgl., oder bei Verwendung als Puffer mit einem Teller oder für räumliche Bewegungen mit einem sphäri schen Körper.
Die Teile 2 und<B>3</B> können nicht nur von runder Querschnittsform sein, sondern z. B. ovale Form auf weisen. Der Ring<B>6,</B> auch wenn er ursprünglich rund ist, passt sich den Formabweichungen normalerweise an.
Für grosse Abstützeinrichtungen kann mehr als ein Rohransatz<B>1</B> vorgesehen werden.
Die beschriebenen Konstruktionen sind nicht nur geeignet, sich auf einfachste Weise befestigen zu las sen und die Ringe<B>6</B> zu sichern, sondern, wie bereits erwähnt, sie auch vorzuspannen. Besonders bei An wendung der Einrichtung als Maschinenabstützung wäre es sinnlos und verschwenderisch, mehr Material aufzuwenden als nötig ist, um sie innerhalb der Schwingungsamplituden wirken zu lassen. Das Vor spannen vermindert die Höhe oder gestattet, wie<B>üb-</B> rigens in allen anderen Fällen, mehrere Ringe überein ander anzubringen, wenn z. B. höhere Gewichte pro Abstützung aufgenommen werden sollen, z. B. ge- mäss Fig. <B>10.</B>
Bei Verwendung als Puffer, also zur kurzzeitigen Aufnahme von Lasten, Stössen und Schlägen ist da gegen eher ein grösserer Einfederungsweg erwünscht und zudem ein weiches Ansprechen, so dass in sol- eben Fällen nur so weit vorgespannt wird, als zum Zusammenhalten der Einrichtung und Fixierung des oder der Ringe erforderlich ist.