CH405026A - Schlauch aus Kunststoff, Verfahren zu seiner Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Schlauch aus Kunststoff, Verfahren zu seiner Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Schlauch aus Kunststoff, Verfahren zu seiner Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlauch aus einem spritzfähigen Kunststoff. Es sind armierte Schläuche bekannt, die meistens eine Gewebeeinlage oder einen schraubenförmigen Draht erhalten. Die Herstellung solcher Schläuche ist jedoch umständlich, auch die Schlauchlänge ist beschränkt. Bei solchen Schläuchen ist ein bedeutender Nachteil unter anderen, dass die bisher verwendeten Einlagen, besonders Metalldraht, keine Verwandtschaft mit der Schlauchmasse haben, was eine ungenügende Haftung zur Folge hat. Gemäss der Erfindung ist in die Wandung des Schlauches eine schraubenförmige Einlage aus dem gleichen oder verwandten jedoch härteren und widerstandsfähigeren Werkstoff als dem der Schlauchwandung eingebettet. Der Einfachheit halber wird der weichere bzw. nur bei der Spritztemperatur weicher werdende Kunststoff, in dem die Schraube eingebettet ist, nachstehend als weich bezeichnet. Diese eingebettete schraubenförmige Verstärkung erhöht die Festigkeit des Schlauches in radialer Richtung, in der die grössten Kräfte wirken, ohne dass jedoch die Festigkeit in der Längsrichtung vermindert wird. Dabei stellt die Schraube selbst einen Bestandteil der Wandung dar, so dass das Maximum an Festigkeiten mit einem Minimum an Werkstoff erreicht wird. Auf Grund der verschiedenen Festigkeiten der beiden zur Verwendung kommenden Kunststoffe kann die Dicke und auch die Steigung der schraubenförmigen Einlagen je nach den Erfordernissen variiert werden. Man erzielt eine entsprechende Belastbarkeit des Schlauches. Je nach der Dehnbarkeit des weichen Materials kann man mehr oder weniger flexible Schläuche erzielen, die sowohl für Druck als auch für Vakuum eingesetzt werden können. Bei den bisher üblichen Verfahren zum Strangpressen von Schläuchen wird das im Spritzkopf weitergedrängte Material durch die Dornhaltung in mehrere Stränge aufgeteilt, die sich sodann im Mundstück zu einem einheitlichen Schlauch vereinigen, weshalb dieser häufig schwache Bindestellen an der Längsrichtung aufweist. Ein anderer Nachteil ist der ungleichmässige Massenfluss im Spritzkopf. Demgegenüber ist das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung des Schlauches dadurch gekennzeichnet, dass einem Spritzkopf der härtere Werkstoff in Form eines im Querschnitt runden Stranges zugeführt wird, um den herum der weichere Werkstoff gepresst wird, wobei durch einen umlaufenden Teil des Spritzkopfes die Einlage umhüllt vom weicheren Werkstoff schraubenförmig einem Mundstück zugeführt wird, wo die zusammengedrängten Schraubenwindungen sich vereinigen und den Schlauch fortlaufend bilden. Dabei wird der Massenfluss leicht und gleichmässig bis zum Mundstück geleitet, da die weiche Umhüllung als Gleitmittel wirkend den Durchfluss des Stranges durch die Zuführungskanäle ermöglicht. Die innige Verbindung des harten und weichen Werkstoffes des Stranges ergibt sich bereits bei der Bildung desselben, und zwar dort, wo Druck und Werkstofftemperatur ihren Höhepunkt haben, wogegen anschliessend im Mundstück bei der Schlauchbildung es sich nur um die Verbindung von weichem mit weichem Werkstoff handelt; diese Verbindung wird sogar bei geringfügigem Druck einwandfrei erzielt. Für die Ausübung des neuen Verfahrens wird eine Vorrichtung verwendet, die so ausgebildet ist, dass in dem feststehenden Teil eines Spritzkopfes zum Zuführen zweier Kunststoffe zwei Einfüh rungsöffnungen mit Kanälen angeordnet sind, die in einen gemeinsamen Kanal münden, in dem der aus zwei Kunststoffen bestehende Strang erzeugt wird, und dass dieser Kanal zu einer im umlaufenden Teil angeordneten Austrittsdüse führt, die über einem ringförmigen Mundstück zur Abgabe der schraubenförmigen Lagen des Stranges umläuft. Auf der Zeichnung ist schematisch ein Längsschnitt durch eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung dargestellt. Auf ein feststehendes Gehäuse 1 ist ein Kopf 2 aufgeschraubt, der zwei Einführungsöffnungen 3 und 4 aufweist. Diesen Einführungsöffnungen wird von nicht dargestellten Schneckenpressen der zur Verwendung kommende Kunststoff oder dergleichen zugeführt. Die Eintrittsöffnung 3 führt durch einen Kanal 3a zu einer Düse 5, die sich in der Mittelachse der gesamten Vorrichtung befindet. Aus der Düse 5 tritt ein Strang 6 aus, der aus einem harten Werkstoff besteht. Der Querschnitt dieses Stranges ist rund. Innerhalb des Gehäuses 1 ist ein umlaufender Teil 7 angeordnet, der beispielsweise mit einer Kegelradzahnung 8 versehen und durch eine Welle 9 mit einem Kegelrad 10 angetrieben ist. Der Übergang zwischen dem feststehenden Gehäuse 1 und dem umlaufenden Teil 7 befindet sich ebenfalls noch in der Achsmitte der gesamten Vorrichtung. Durch die Einführungsöffnung 4 und den Kanal 4a wird ein weicherer Kunststoff eingeführt, der unterhalb der Düse 5 in dem gemeinsamen Kanal 4b den Strang 6 ringförmig umgibt, so dass beim Eintritt in den umlaufenden Teil 7 der Strang 6 allseitig von dem weicheren Werkstoff umhüllt ist. Getragen wird der umlaufende Teil 7 z. B. von einem Wälzlager 11. Abgeschlossen ist die Vorrichtung durch die Bodenplatte 12 und einen Ringteil 13, der an dem umlaufenden Teil 7 mittels des Kugellagers 14 gelagert ist. Dieser Teil 13 ist durch die Reibung des durch das Mundstück gedrängten Werkstückes gegen Drehen gesichert. Diese Unbeweglichkeit des Teiles 13 kann ausserdem durch zusätzliche weitere Mittel gewährleistet werden. Zwischen der Bodenplatte 12 und dem Ringteil 13 bildet sich ein kreisförmiges Mundstück 15, dessen Breite der Wandstärke des herzustellenden Schlauches entspricht. Die Austrittsdüse 7a kreist oberhalb dieses Mundstückes und drängt den gesamten Strang in das Mundstück hinein. Es wird auf diese Weise der Strang 6 schraubenförmig abgelegt, mit ihm aber auch der ihn umgebende Mantel aus weicherem Werkstoff. Auf diese Weise wird der Schlauch 16 gebildet, der in Richtung des Pfeiles 17 die gesamte Vorrichtung verlässt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Aus einem spritzfähigen Kunststoff hergestellter Schlauch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wandung des Schlauches eine schraubenförmige Einlage aus dem gleichen oder verwandten jedoch härteren und widerstandsfähigeren Werkstoff als dem der Schlauchwandung eingebettet ist.II. Verfahren zum Herstellen eines Schlauches nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass einem Spritzkopf der härtere Werkstoff in Form eines im Querschnitt runden Stranges zugeführt wird, um den herum der weichere Werkstoff gepresst wird, wobei durch einen umlaufenden Teil des Spritzkopfes die Einlage umhüllt vom weicheren Werkstoff schraubförmig einem Mundstück zugeführt wird, wo die zusammengedrängten Schraubenwindungen sich vereinigen und den Schlauch fortlaufend bilden.III. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in dem feststehenden Teil (1, 2) eines Spritzkopfes zum Zuführen zweier Kunststoffe zwei Binfüh- rungsöffnungen (3, 4) mit Kanälen (3a, 4a) angeordnet sind, die in einen gemeinsamen Kanal (4b) münden, in dem der aus zwei Kunststoffen bestehende Strang erzeugt wird, und dass dieser Kanal (4b) zu einer im umlaufenden Teil (7) angeordneten Austrittsdüse (7a) führt, die über ein ringförmiges Mundstück (15) zur Abgabe der schraubenförmigen Lagen des Stranges umläuft.
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