Trogfürndger Vibrationsbehälter Die Erfindung bezieht sich auf trogförmige Vi- brationsbehälter mit im Querschnitt halbkreisförmi gem Boden zur Oberflächenbearbeitung wie z.B. zum Schleifen, Polieren, Entgraten, Metallisieren usw. von Werkstücken aus Metall, Kunststoffen und dergleichen durch Vibration mittels loser Schüttungen fester Bearbeitungsmittel in pulvriger bis stückiger Form in Gegenwart von Flüssigkeiten.
Behälter dieser Art hatten bisher in der Regel parallele den in Arbeitsstellung Seitenwände, die senkrecht von dem nach gewölbten oben verlie- Bo- fen. Hierbei tritt häufig die Schwierigkeit auf,
dass ein Teil der Beschickungsmasse an der Hauptumwälz- bewegung nicht teilnimmt, sondern eine rückläufige Bewegung entgegengesetzt zu der Hauptrichtung ausführt. Werkstücke, die sich in dieser toten Zone befinden, nehmen am Umlauf der gesamten Beschickungsmasse nicht mehr teil und erfahren da durch eine Unterbrechung der Behandlung. Ausser dem tritt durch die relativ schnelle rückläufige Be wegung der aus der Gesamtmasse ausgebetteten Teile in dieser toten Zone ein vorzeitiger Verschleiss der Behälterauskleidung ein.
Es wurde bereits versucht, diesen Missstand zu beseitigen, indem die Seitenwände nicht mehr paral lel, sondern nach innen zueinandergeneigt ausgebil det wurden. Hierdurch wurden die genannten Nach teile jedoch nicht vollständig behoben. Ausserdem trat dabei der Nachteil auf, dass diese Behälter beim Entleeren in erheblich weitere Winkel gekippt wer den mussten als bei der herkömmlichen Behälter form, oder von Hand nachgeholfen werden musste, um eine vollständige Entleerung zu erzielen. Beides war störend, zeitraubend und führte leichter zur Be schädigung der Werkstücke.
Es sind trommelförmige Vibrationsbehälter be kannt, bei denen der Umlauf der Werkstücke und Bearbeitungsmittel innerhalb des Behälters durch Abstimmung von Amplitude, Frequenz, federnde La gerung, Anteil an Bearbeitungsmaterial und/oder Raumgewichten des Bearbeitungsmaterials und der Werkstücke zueinander zu einer wendelförmigen Bahn gestaltet wird. Aber auch hierdurch ist es bisher nicht gelungen, die störende tote Zone und damit Unregelmässigkeiten in der Bearbeitung der Werkstücke und in der Beanspruchung der Behälter wandung zu vermeiden.
Es wurde nun gefunden, dass diese Nachteile in wesentlich geringerem Umfange in Erscheinung tre ten, wenn eine Seitenwand des trogförmigen Bear beitungsbehälters eben ausgebildet ist und in Ar beitsstellung senkrecht steht und die ihr gegenüber liegende Seitenwand über den im Querschnitt halb kreisförmigen Boden mit gleichem Radius wie der Boden in ununterbrochener Fortsetzung des Bodens gewölbt ausgebildet ist.
Diese Wölbung kann so weit geführt werden, dass sie im Querschnitt zusammen mit dem gewölb ten Boden einen Zentriwinkel von<B>2701</B> -über spannt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass am vor teilhaftesten eine Weiterführung des Bodens bis etwa 2400 ist. Dies ist nicht nur hinsichtlich der Füh rung des Behälterinhaltes günstig, sondern führt auch zu einer aussergewöhnlich guten Ausnutzung des Be hältervolumens. Die Behälteröffnung bleibt dabei klein und damit auch das Gewicht des Verschluss- deckels, der auch bei grösserem Behälterinhalt noch von Hand bewegt werden kann.
Eine weitere wesentliche Verbesserung bei der Vermeidung der rückläufigen Bewegung des Behäl terinhaltes und damit der oben erwähnten toten Zone kann dadurch erzielt werden, dass der Vibra- tionserreger, z.B. ein Vibrationsmotor, in einem Winkel zur senkrechten Behälterachse in Richtung der gewölbten Seitenwand direkt am Behälterboden angeordnet wird. Eine besonders gute Wirkung wurde z. B. bei einem Winkel von 45' erreicht.
Bei dieser Art der Anordnung des Vibrations- erregers ist es vorteilhaft, dessen Gewicht durch Federkräfte, insbesondere Druckfedern auf der Seite der gewölbten Seitenwand, aufzufangen. Dadurch wird zum Teil die Bewegung des Behälterinhaltes günstig beeinflusst, insbesondere aber auch eine über- lastung derjenigen Einrichtungen vermieden, die dazu dienen, den Behälter in Arbeitsstellung zu halten und das Kippen des Behälters beim Entleeren desselben zu bewirken.
Neben den bereits oben erwähnten Vorteilen weist der erfindungsgemässe Behälter auch eine sehr günstige Bauhöhe auf. Diese kann bei doppeltem Behältervolumen auf gleicher Höhe gehalten werden wie bei den herkömmlichen Bauarten.
In der schematischen Zeichnung ist die Erfin dung beispielsweise dargestellt.
Fig. <B>1</B> zeigt den Vibrationsbehälter mit Vibra- tionserreger und Abstützeinrichtung in Arbeitsstel lung im Querschnitt.
Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Seitenansicht mit Schwenkspindel des Arbeitsbehälters nach Fig. <B>1.</B>
Fig. <B>3</B> zeigt die gleiche Seitenansicht des Ar beitsbehälters wie Fig. 2, jedoch in Kippstellung.
In Fig. <B>1</B> ist<B>1</B> ein Arbeitsbehälter, 2 sind Ver steifungsrippen für denselben und<B>3</B> ist eine an der Aussenwand befestigte Achse, um die der Arbeits behälter<B>1</B> gekippt werden kann. 4 ist ein Vibra- tionsmotor mit Unwuchtwelle <B>6.
5</B> ist eine aus Werkstücken und Bearbeitungsmittel bestehende Be schickung des Vibrationsbehälters <B>1,</B> die durch die Drehung der Unwuchtwelle <B>6</B> und die dadurch er zeugten Rückstellkräfte in Richtung des an ihrer Oberfläche eingezeichneten Pfeiles in Bewegung ver setzt wird.<B>10</B> ist eine der Seitenwände des Arbeits behälters<B>1.</B> Sie ist in Fortsetzung des Behälter bodens mit gleichem Radius gewölbt hochgezogen und überspannt zusammen mit dem Behälterboden einen Zentriwinkel von 2401.<B>11</B> ist eine der ge wölbten Behälterwand gegenüberliegende ebene Seitenwand gemäss der Erfindung.<B>7</B> ist eine Druck feder zur Abstützung des Gewichtes des im Winkel von 451 zur senkrechten
Behälterachse angeordneten Motors 4.<B>8</B> ist einer der Kraganne, über die die Druckfedern<B>7</B> am Behälterrand angreifen.
In Fig. 2 ist<B>9</B> eine Schwenkspindel, die den Arbeitsbehälter<B>1</B> in Arbeitsstellung hält. In Fig. <B>3</B> hält die gleiche Schwenkspindel<B>9</B> den Arbeitsbehälter<B>1</B> in der Kippstellung, in die er durch Schwenk-spindel <B>9</B> gebracht worden ist.
Die bei Vibrationsmaschinen übliche federnde Abstützung des Vibrationsbehälters <B>1</B> ist hier nicht gezeigt. Sie kann z. B. aus um die Welle<B>3</B> des Be hälters angeordneten Schwingmetallelementen beste hen.
Wird der Vibrationsmotor 4 in Betrieb gesetzt, ,so dass die Unwuchtwelle <B>6</B> Rückstellkräfte derart hervorruft, dass sich der Inhalt des Behälters in dem durch den Richtungspfeil an der Oberfläche des Behälterinhaltes<B>5</B> angedeuteten Sinn,<B>d.</B> h. gegen die gerade Seitenwand des Behälters bewegt, so ent steht an keiner Stelle der Behälterwandung ein toter Raum und damit keine rückläufige Bewegung des Behälterinhaltes.