CH405106A - Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- oder Lederstreifen - Google Patents
Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- oder LederstreifenInfo
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- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
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Description
Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- oder Lederstreifen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Rit zen von Gummi- oder Lederstreifen.
Zur Prüfung von Gummi oder Kunstleder wird etwa 1 X 10 cm grosser Streifen Inder Mitte mit einer etwa 0,2 mm tiefen Einkerbung versehen, wel che sich über die gesamte Breite des Streifens er streckt. Anschliessend wird der so vorgekerbte Strei fen so lange durch Auf- und Abbewegen der Enden gebogen, bis er bricht. Die Zahl dieser Biegungen ist ein Mass für die Güte des jeweiligen Werkstof fes (Rttzprüfung gemäss: Technische Forderung an Schuhwerk - Ausführung, Güte und Prüfung - zu VTL 8335-002/3, Fassung Januar 1961).
Um nun eine gleichbleibende Kerbung, z. B. von 0,2 mm, zu erreichen, kann - wie aus Fig. 1 er ,sichtlich - eine Rasierklinge schräg in einen aus zwei Teilen<I>A</I> und<I>B</I> bestehenden Block eingespannt werden, so dass nur eine Ecke E etwas über die gemeinsame Oberfläche beider Blockteile hinausragt. Anschliessend legt man den Streifen auf diese ge meinsame Oberfläche und schiebt ihn dann über die herausstehende Klingenecke hinweg. Bei dieser ma nuellen Arbeitsweise fallen trotz der immer gleichen Höhe der herausstehenden Klingen ungleiche Proben an. Diese Nachteile können mit Hilfe der erfindungs gemässen Vorrichtung beseitigt werden.
Die Erfin dung gemäss Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- und Lederstreifen besteht aus: a) einem schräg zwischen zwei Blöcken<I>A, B</I> eingespanntem Schneidemesser E, dessen Schneide kante einige Millimeter über die gemeinsame Ober fläche der Blöcke<I>A, B</I> herausragt; b) einem Grund-Block<I>GB,</I> der die Blöcke<I>A, B</I> auf drei Seiten umgibt;
c) einem oberhalb der Oberfläche der Blöcke <I>A, B</I> und GB aufgesetzten verschiebbaren Würfel <I>W,</I> der eine Bohrung Bo und eine Einkerbung K sowie mindestens eine weitere Bohrung Br aufweist, durch welche ein Stempel<I>St</I> führt, der mit einer Schiene <I>Sch</I> verbunden ist, die sich über die gesamte Länge der Bohrung Bo erstreckt und wobei die Schiene <I>Sch</I> durch eine auf der Oberfläche des Würfels W an gebrachte Hebelvorrichtung<I>Heb</I> auf und ab bewegt werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes wird nachstehend anhand der Figuren er läutert: Man spannt in den aus den Teilen<I>A</I> und<I>B</I> bestehenden Block eine schrägliegende Klinge, wie aus Fig. 1 ersichtlich, ein. Auf die Oberfläche dieses Blocks setzt man dann einen Würfel (siehe Fsg.2) auf. Dieser besitzt am unteren Ende eine recht eckige Bohrung Bo, die sich in etwa 1 mm Abstand über der Bodenfläche durch den gesamten Würfel erstreckt (siehe Fig.3 Aufsicht sowie Fig.2 Per spektive).
Ausserdem ist in der Bodenfläche des Wür fels eine Einkerbung vorhanden (Fsg. 2, K). Wird der an der Bodenfläche gekerbte Würfel iso auf die Ober fläche des Blockes<I>AB</I> aufgesetzt, dass die hervor stehende Klingenecke E sich innerhalb der Boden kerbung K befindet, so kann der Würfel W nach links und rechts (vom Ort der hervorstehenden Klinge betrachtet) bewegt werden.
Schiebt man nun in diese Bohrung einen Test-Streifen, so wird er beim Hin- und Herschieben des Würfels bereits von dem her vorstehenden Klingenende geritzt werden.
Um nun die Ritzung immer mit demselben An- druck durchzuführen, baut man in den Würfel noch einen Andruckstempel ein. Zu diesem Zweck wird der Würfel von oben nach unten ein oder mehrere Male durchbohrt (Fig.4, Bohrung Bo). In diese Bohrungen werden Stempel<I>St</I> eingesetzt, an deren Ende<I>n</I> eine Schiene<I>Sch,</I> die sich über die gesamte Länge der Bohrung erstreckt, angebracht ist (Fig. 5).
Um den (oder die) Stempel herum ist eine gespannte Druckfeder Dr angeordnet, welche gegen die Innen fläche der oberen Platte des Würfels drückt. Auf diese Weise wird die Schiene dauernd nach unten gedrückt.
Wenn man mit dieser Vorrichtung einen Test- Streifen ritzen will, so zieht man zunächst den (die) Stempel mit der Schiene hoch, was zweckmässiger weise über eine Hilfs-Hebevorrichtung <I>Heb</I> gesche hen kann (siehe Fig. 6). Anschliessend schiebt man den Test-Streifen in die rechteckige Bohrung und lässt die hochgehobene Schiene wieder los. Sie drückt dann den Streifen fest an. Anschliessend fährt man mit dem in der rechteckigen Bohrung festgehaltenen Teststreifen durch Bewegung des gesamten Würfels über die hervorstehende Schneide hinweg.
Da die Höhe der Schneide sowie der Andruck des Streifens immer gleich ist, erhält man auch gleichmässig geritzte Testprodukte.
Um nun die gewünschte Höhe der Schneide ein stellen zu können, baut man den Block<I>AB</I> in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise in einen grossen Block <I>GB</I> derart ein, dass alle drei Blöcke, also<I>A, B</I> und GB, ungefähr eine gemeinsame Oberfläche auf weisen. Zwischen Block<I>A</I> und<I>B</I>ist überhaupt kein Höhenunterschied. Die gemeinsame Oberfläche von <I>AB</I> liegt aber etwas ober- oder unterhalb der Ober fläche von Block<I>GB.</I> Dies kommt daher, dass Block B in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise durch eine Druckfeder nach oben gedrückt wird.
Da beide Blöcke<I>A</I> und<I>B</I> ferner mindestens eine gemeinsame Bohrung haben, durch welche ein Stift 1 führt, wer den sie gemeinsam nach oben gedrückt.
Dieses Nach-oben-Drücken gestattet nun, das herausragende Klingenende E bis zu einer gewünsch ten Stellung nach oben zu drücken und auf diese Weise die Einritztiefe zu variieren.
Um z. B. eine exakte Ritztiefe von 0,2 mm zu erhalten, schiebt man in die rechteckige Bohrung Bo einen geeichten Messstab Me, der einen 0,2 mm tiefen Ausschnitt hat. Dieser wird durch den Stempel<I>St</I> gegen die untere Fläche der rechteckigen Bohrung Bo gedrückt.
Anderseits wird das Blockpaar<I>AB</I> mit dem herausstehenden Klingenende so lange nach oben gedrückt, bis letzteres an den Ausschnitt des Mess- stabes He anstösst.
In die Bohrung Bo dieses derart eingestellten Ritzgerätes schiebt man nun die Teststreifen. Zweck mässigerweise schiebt man dazu den Würfel W, der auf einer Kugelführung gleitet, nach rechts (siehe Fig. 6) und hebt dann die Schiene<I>Sch</I> (Fig. 5) durch Niederdrücken des Hebels<I>Heb</I> (Fig. 6), dann schiebt man den Teststreifen in die Bohrung Bo und lässt den Hebel<I>Heb</I> wieder los. Jetzt drückt die Schiene<I>Sch</I> den Teststreifen gegen die Auflagefläche.
Dann schiebt man den Würfel W samt dem in die Bohrung Bo eingelegten Streifen zum linken Ende. Während dieses Weges findet die Ritzung des Teststreifens statt. Man nimmt ihn dann durch Niederdrücken des Hebels<I>Heb</I> am linken Ende der Apaaratur heraus, schiebt den leeren Würfel nach rechts, legt einen neuen Streifen ein und wiederholt den Ritzvorgang.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- oder Leder streifen, gekennzeichnet durch die Kombination eines schräg zwischen zwei Blöcken (A, B) eingespannten Schneidemessers (E), dessen Schneidekante einige Millimeter über die gemeinsame Oberfläche der Blöcke<I>(A, B)</I> herausragt; eines Grund-Blocks<I>(GB),</I> der die Blöcke<I>(A, B)</I> auf 3 Seiten umgibt;eines oberhalb der Oberfläche der Blöcke<I>(A, B</I> und<I>GB)</I> aufgesetzten verschiebbaren Würfels (W), der eine Bohrung (Bo) und eine Einkerbung (K) sowie minde stens eine weitere Bohrung (Br) aufweist, durch wel che ein Stempel (St) führt, der mit einer Schiene <I>(Sch)</I> verbunden ist, die sich über die gesamte Länge der Bohrung (Bo) erstreckt und wobei die Schiene (.Sch) durch einen auf der Oberfläche des Würfels<I>(W)</I> angebrachte Hebelvorrichtung<I>(Heb)</I> auf und ab be wegt werden kann.UNTERANSPRUCH Vorrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Blockpaar<I>(A, B)</I> derart auf Federn gelagert ist, dass es im nicht durch Schrauben (1) oder dergleichen arretierten Zustand gegen den Würfel (W) gedrückt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH412162A CH405106A (de) | 1962-04-04 | 1962-04-04 | Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- oder Lederstreifen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH412162A CH405106A (de) | 1962-04-04 | 1962-04-04 | Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- oder Lederstreifen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH405106A true CH405106A (de) | 1965-12-31 |
Family
ID=4270200
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH412162A CH405106A (de) | 1962-04-04 | 1962-04-04 | Vorrichtung zum Ritzen von Gummi- oder Lederstreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH405106A (de) |
-
1962
- 1962-04-04 CH CH412162A patent/CH405106A/de unknown
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