CH405176A - Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung und Entkeimung von Schwimmbeckenwasser - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung und Entkeimung von Schwimmbeckenwasser

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Publication number
CH405176A
CH405176A CH764363A CH764363A CH405176A CH 405176 A CH405176 A CH 405176A CH 764363 A CH764363 A CH 764363A CH 764363 A CH764363 A CH 764363A CH 405176 A CH405176 A CH 405176A
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CH
Switzerland
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water
chlorine
swimming pool
dependent
supply line
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Application number
CH764363A
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Inventor
Rudolf Kuettel Max
Original Assignee
Linde Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/72Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
    • C02F1/76Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with halogens or compounds of halogens
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K63/00Receptacles for live fish, e.g. aquaria; Terraria
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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Description


      Verfahren    und Vorrichtung zur     Reinigung    und Entkeimung von     Schwimmbeckenwasser       Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine  Vorrichtung zur     Reinigung    und Entkeimung von       Schwimmbeckenwasser,    auf das in grossen     zeitlichen     Abständen ein     Fällungs-    und     Entkeimungsmittel    auf  gesprüht wird.  



  Es ist bekannt,     Schwimmbeckenwasser    dadurch  von Verunreinigungen, insbesondere von     Trübstoffen,     zu befreien, dass in grösseren zeitlichen Abständen   vorzugsweise im Abstand von mehreren Tagen   abends ein     Füllungsmittel    auf die Wasseroberfläche  aufgesprüht wird und die sich anschliessend absetzen  den kolloidalen     Ausfällungen    am nächsten Tag vom  Boden des Schwimmbeckens     abgesaugt    werden.  Gleichzeitig wird das Wasser durch     Aufsprühen    eines  Desinfektionsmittels, insbesondere einer Lösung von       Natriumhypochlorid,        keimfrei    gemacht.

   Dieses Ver  fahren zeichnet sich zwar durch besondere Einfach  heit aus, es hat jedoch den Nachteil, dass die Menge  des im Wasser gelösten freien Chlors im Laufe eines  Tages nachlässt und insbesondere bei starker Benut  zung des Bades und bei warmen Wetter der vorge  schriebene Chlorgehalt am Ende eines Tages nicht       immer    eingehalten werden kann.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen  Nachteil zu überwinden, ohne auf die Vorteile der  stossweisen Reinigung und Entkeimung     zu    verzichten.  



  Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch  gelöst, dass in kürzeren Zeitabständen oder laufend  ein kleiner Teil des     Schwimmbeckenwassers    abge  zweigt, mit einem     Entkeimungsmittel    versehen und  dann dem Schwimmbecken wieder zugeführt wird.  Gemäss einer besonderen Ausbildung des Erfindungs  gedankens wird dem abgezweigten Wasser gasförmi  ges Chlor beigemischt. Die     Zumischung    kann in  regelmässigen Zeitabständen erfolgen, oder es kann  eine entsprechend kleinere Dosis laufend zugeführt    werden. Es ist weiterhin möglich, die     Zumischung     automatisch - vorzugsweise in Abhängigkeit von der       Chlorkonzentration    des Badewassers - durchzufüh  ren.

      Der Vorteil der vorliegenden     Erfindung    gegen  über normalen     Umwälzverfahren    ist darin zu sehen,  dass nur ein sehr     kleiner    Teil des Schwimmbecken  wassers entnommen und wieder     zugeführt    zu werden  braucht, weshalb hierfür nur kleine und damit bil  lige Aggregate notwendig werden. Durch die Zugabe  von     gasförmigem    Chlor     wird    der Zusatz von Na  triumhypochlorid wesentlich verringert bzw. es kann  gegebenenfalls auf einen Zusatz dieser Substanz  ganz verzichtet werden. Auch dadurch wird eine  wesentliche     Verbilligung    des Betriebs erreicht.  



  Der Zusatz des gasförmigen Chlors zu der ab  gezweigten Wassermenge kann     mit        Hilfe    bekannter,  handelsüblicher     Dosiereinrichtungen    zugesetzt wer  den. Eine solche ist beispielsweise unter der Bezeich  nung      Chlorinette     (eingetragene Marke) bekannt.  Besonders     zweckmässig    ist es, den abzuzweigenden  Teil des Beckenwassers durch wenig -     vorzugsweise     etwa 20 bis 50 cm - über der Beckensohle     liegende     Öffnungen abzuziehen, damit     evtl.    ausgefallene     Trüb-          stoffe    nicht mit dem Wasser abgezogen bzw. auf  gewühlt werden.

   Das mit Chlor versehene Wasser  wird an einer anderen Stelle des Schwimmbeckens  wenig - vorzugsweise 10 bis 50 cm - unterhalb des  Wasserspiegels wieder zugeführt. Dies hat den be  sonderen     Vorteil,    dass kein Chlorverlust und damit  Chlorgeruch auftritt, der bei der Zuführung oberhalb  des Wasserspiegels unvermeidlich ist. Bei der Anlage  der Zu- und     Abflussöffnungen    ist darauf zu achten,  dass im Becken möglichst keine     Toträume    entstehen       können,    in denen keine Strömung     auftritt,        damit         eine gleichmässige     Chlorkonzentration    im ganzen  Beckenwasser gewährleistet ist.  



  Die Einzelheiten der Erfindung sollen an Hand  des in der Zeichnung schematisch dargestellten Aus  führungsbeispiels     näher    erläutert werden.  



  In     Fig.    1 ist     mit    1 ein Schwimmbecken bezeich  net, das einen Inhalt von etwa 1000     m3    hat. Mit  2 sind die etwa 40 cm oberhalb der Beckensohle  liegenden     Abflussöffnungen    bezeichnet, an die die  Leitung 3 angeschlossen ist.

   Durch diese gelangt das  Wasser über ein Absperrventil 4 und ein     Haarfilter    5,  in dem gegebenenfalls     mitgerissene        Schwebstoffe    aus  geschieden werden, zu einer von einem Elektromotor  7 angetriebenen     Umwälzpumpe    6, mit der es auf  einen Druck von etwa 0,2 atü gefördert wird, und  von dieser weiter durch die Leitung 8 zum     Injektor     9 und von diesem über ein     Absperrventil    10 weiter  durch die Leitung 8 und die     Zuflussöffnungen    11,  die etwa 40 cm unterhalb des Wasserspiegels liegen,  wieder zum Schwimmbecken 1 zurück.

   Der     Injektor     9 ist in     Fig.    2 vergrössert dargestellt. Durch diesen  wird eine regelbare Menge mit Chlor versehenen  Wassers, das durch die Leitung 13 zuströmt, in  das durch die Leitung 8 strömende Wasser mit etwa  dem 4- bis 5fachen des dort herrschenden Druckes   vorzugsweise mit etwa 1 atü -     zugeführt.     



  Dieses     chlorierte    Wasser wird in dem kleinen       Dosier-Chlorierungsgerät         Chlorinette     (eingetragene  Marke) 14 aus dem der Stahlflasche 15 durch die  Leitung 16 entnommenen Chlor und dem bei 17  zugeführten Frischwasser gebildet. 18 ist ein elek  trisch schliessendes, automatisches Ventil, 19 ein       Reduzierventil,    20 ein Manometer zur Messung des  Chlordruckes und 21 ein Chlorfilter. 22 ist eine       Abblaseleitung,    23 eine Entlüftungsleitung.

   Das elek  trisch betätigte Ventil 18 ist bei Ausfall der Netz  spannung automatisch geschlossen; damit kann dem       Dosiergerät    kein Wasser     zugführt    werden und, da  dieses nur dann die Leitung zum Chlor öffnet, auch  kein     Chlor.     



  Die Anlage wird durch Betätigung eines elek  trischen Schalters dann in Tätigkeit gesetzt, wenn  der Chlorgehalt unter den vorgeschriebenen Wert  von beispielsweise 0,2 mg pro Liter abgesunken ist,  was durch eine automatische Anzeigevorrichtung  oder mittels bekannter     Indikator-Lösungen    festge  stellt wird. Durch die Pumpe 6 werden dann etwa  100 bis 200     m3/Std.    Wasser so lange     umgewälzt,     bis der geforderte Chlorgehalt wieder eingestellt ist.  Dies ist in relativ kurzer Zeit - meist schon nach  einer Stunde - der Fall. Sodann wird die Anlage  wieder     abgeschaltet.    Dieses     Ein-    und Ausschalten  kann - wie schon erwähnt - automatisch geschehen.

    Die Anlage kann jedoch auch so ausgelegt werden,  dass die Menge des zugeführten     Chlors    abhängig  von dem Benutzungsgrad und der     Wassertemperatur     so     eingeregelt    wird, dass während der Benutzungs  zeit des Schwimmbeckens dauernd eine kleine Menge       chlorierten    Wassers     zugeführt    wird.

      Wenn nach einer gewissen Zeit am Ende eines  Betriebstages das     Fällungsmittel    für die     Trübstoffe     aufgesprüht wird, kann gleichzeitig auch noch eine  gewisse Menge Desinfektionsmittel - vorzugsweise       Natriumhypochlorid    - aufgegeben werden, wodurch  die     Ausfällung    unterstützt wird. Die     ausgefällten          Trübstoffe    werden in bekannter Weise durch Ab  saugleitungen, die an die unter der Wasseroberfläche  liegenden und     normalerweise    verschlossenen     öffnun-          gen    12 angeschlossen werden, vom Boden abgesaugt.

    Die     öffnungen    12 stehen über die Leitungen 24  und die Siphons 25 mit der Abwasserleitung<B>26</B> in  Verbindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Reinigung und Entkeimung von Schwimmbeckenwasser, auf das in grossen zeitlichen Abständen ein Fällungs- und Entkeimungsmittel auf gesprüht wird, dadurch gekennzeichnet, dass in kür zeren Zeitabständen oder laufend ein kleiner Teil des Schwimmbeckenwassers abgezweigt, mit einem Entkeimungsmittel versehen und dann dem Schwimm becken wieder zugeführt wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwimmbecken mit Abflussöffnungen, die 20 bis 50 cm oberhalb des Bodens liegen, und mit Zuflussöffnungen, die 10 bis 50 cm unterhalb der Wasseroberfläche liegen, versehen ist, welche durch mindestens eine Leitung verbunden sind, in die ein Haarfilter, eine Umwälzpumpe und ein Chlorinjektor eingeschaltet sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem abgezweigten Wasser gas förmiges Chlor beigemischt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zumischung in regelmässigen Zeitabständen erfolgt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zumischung automatisch er folgt. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zumischung in Abhängig keit von der Chlorkonzentration erfolgt. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwimmbecken mindestens eine weitere unter der Wasseroberfläche liegende Öffnung aufweist, die über einen Siphon mit einer Abwasserleitung verbunden ist und an die eine Ein richtung zum Absaugen von Bodenschlamm an schliessbar ist. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Injektor mit einem einstell baren Chlordosiergerät verbunden ist, das einerseits an eine Chlorgasflasche, anderseits an eine Wasser zuführungsleitung angeschlossen ist. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Wasserzuführungsleitung ein elektrisches Schaltventil eingeschaltet ist, das in stromlosem Zustand schliesst. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Un teransprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Chlorinjektor aus einem in die Wasserzuführungs- leitung ragenden Röhrchen besteht. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Röhrchen in spitzem Winkel in die Wasserzuführungsleitung ragt.
CH764363A 1962-07-27 1963-06-20 Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung und Entkeimung von Schwimmbeckenwasser CH405176A (de)

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