CH405387A - Antriebsvorrichtung - Google Patents

Antriebsvorrichtung

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CH405387A
CH405387A CH1504563A CH1504563A CH405387A CH 405387 A CH405387 A CH 405387A CH 1504563 A CH1504563 A CH 1504563A CH 1504563 A CH1504563 A CH 1504563A CH 405387 A CH405387 A CH 405387A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description


      Antriebsvorrichtung       Die vorliegende Erfindung     betrifft    eine Antriebs  vorrichtung, insbesondere für Seilbahnen.  



  Bei den zwischen zwei Kopfstationen verkehren  den, durch ein Seil angetriebenen Bahnen, wie z. B.  Schwebebahnen, muss die Kabine bei Beginn der  Fahrt langsam auf die normale Fahrgeschwindigkeit  beschleunigt und vor Beendigung der Fahrt langsam  auf Stillstand verzögert werden. Um die Kabine bzw.  das Zugseil mit der hierfür notwendigen variablen  Geschwindigkeit antreiben zu können, besitzen üb  liche Seilbahn-Antriebsvorrichtungen Antriebsmoto  ren, deren Drehzahl betriebsmässig regelbar ist; es  werden hierzu vielfach Ward-Leonard Gruppen ver  wendet, um die elektrische Energie dem zur Verfü  gung stehenden Netz entnehmen zu können. Solche  stufenlose Antriebe sind recht teuer, was hauptsäch  lich dort ins Gewicht fällt, wo sich die Bahn nur pe  riodisch in Betrieb befindet, d. h. die Frequenz der  Fahrten gering ist.  



  Die vorliegende Erfindung     bezweckt    nun die  Schaffung einer Antriebsvorrichtung, die den er  wähnten Nachteil vermeidet und trotzdem leistungs  fähig ist. Die erfindungsgemässe     Antriebsvorrichtung     mit einer Kraftmaschine, die über eine Kupplung mit  einer Antriebswelle     in    Verbindung steht, zeichnet  sich dadurch aus, dass parallel zur Kupplung ein hy  drostatisches Getriebe vorgesehen ist, dessen     Ölpum-          pe    ein veränderliches Fördervolumen aufweist und  mit der Kraftmaschine in Antriebsverbindung steht  und dessen mit der Antriebswelle verbundener öl  motor parallel zu einem im Kreislauf des Arbeitsme  diums eingeschalteten Leerlaufventil angeordnet ist,

    wobei Schaltmittel mit der Kupplung und mit dem  Leerlaufventil verbunden sind, um die Kraftübertra  gung alternativ über die Kupplung oder das hydrosta  tische Getriebe zu bewerkstelligen.    In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh  rungsform der erfindungsgemässen Antriebsvorrich  tung für eine Seilbahn dargestellt.  



  Mit 1 ist ein Antriebsmotor, z. B.     ein        Dieselmotor     oder ein. Asynchronmotor bezeichnet, dessen Wellen  ende 2 eine     Kupplungsscheibe    4a     einer        elektroma-          gnetisch    betätigbaren Kupplung 4 und dessen Wellen  ende 3 über eine starre Kupplung 5 eine Pumpe 6  antreibt. Die Kupplung 4 besitzt eine mit einer An  triebswelle 7 drehstarr verbundene Kupplungsscheibe  4b, wobei die Antriebswelle mit einer nicht dargestell  ten Antriebsseilrolle verbunden ist und eine Keilrie  menscheibe 8 trägt.  



  Die Pumpe 6 ist     bezüglich    ihres Fördervolumens  und der     Förderrichtung    verstellbar; es handelt sich  z. B. um :eine hydrostatische Axialkolbenpumpe, die  durch Verschwenkung der Birne 6a verstellt werden  kann. Die beiden Druckseiten der Pumpe sind einer  seits über Leitungen 9 und 10     mit    einem hydrostati  schen Ölmotor 11 und anderseits über Leitungen 12  und 13 mit einem     Leerlaufventil    14 verbunden. Die  Welle 15 des     Ölmotors    11 trägt eine     Riemenscheibe     16, die über     Keilriemen    17 mit der Riemenscheibe 8  in Antriebsverbindung steht.  



  Ein Schaltkasten 18 steht über einen Leiter 19  mit dem     Solenoid    20 des     Leerlaufventils    und über  einen Leiter 21 mit dem Kupplungsmagneten 22 in       Verbindung.    Den beiden Kupplungsscheiben 4a und  4b ist ein elektrisches Geberelement 23 zugeordnet,  das die Drehzahlen der beiden Scheiben vergleicht  und ein elektrisches Signal auslöst, wenn beide Schei  ben die gleiche Drehzahl haben. Die Schaltung im  Kasten     kann    nun so gewählt sein, dass das vom Ge  berelement 23 erzeugte Signal, das dem Schaltkasten  über einen Leiter 24 zugeführt wird, einerseits den  Kupplungsmagneten 22 unter Strom setzt und ander-      seits das Solenoid 20 stromlos macht, so dass das  Leerlaufventil 14 geöffnet und die Kupplung 4 einge  rückt wird.

   Bei Ausfall des Signals, z. B. durch öff  nen eines nicht dargestellten Schalters im Leiter 24  wird die Kupplung 4 ausgerückt, und das Solenoid 20  schliesst das Ventil 14.  



  Beim Anfahren der Seilbahn ist die Kupplung 4       ausgerückt,    der Kupplungsmagnet 22 ist stromlos.  Hingegen steht das Solenoid 20 unter Strom und hält  das Ventil 14 geschlossen. Die bei der     allmählichen     Ausschwenkung der Birne 6a entstehende Förderung  von Drucköl erzeugt eine Drehung der Welle 15 des  Ölmotors 11. Die Riemenscheibe 16 treibt somit über  die Keilriemen 17 und die Riemenscheibe 8 die An  triebswelle 7 an, womit die Seilbahn in Bewegung  gesetzt wird. Mit grösser werdender Ausschwenkung  der Birne nimmt die     Förderung    und damit die Dreh  zahl der Welle 15 zu. Sobald nun die Drehzahl der  beiden Kupplungsscheiben 4a und 4b den gleichen  Wert erreicht hat, was durch das Geberelement 23  festgestellt wird, erzeugt dieses ein Signal im Schalt  kasten 18.

   Dadurch wird die Kupplung 4 eingerückt,  so dass die Kraftübertragung vom Motor 1 nunmehr  über diese an die Welle 7 erfolgt. Das hydrostatische  Getriebe     wird    hingegen     unwirksam    bzw. entlastet, da  das Leerlaufventil 14 geöffnet wird; die Pumpe 6  wird damit kurz geschlossen und der Ölmotor 11  wird durch das Keilriemengetriebe 8, 16, 17 leer mit  genommen.  



  Hat sich die Kabine der Seilbahn der entgegenge  setzten Endstation auf eine vorbestimmte     Distanz     genähert, so kann durch Ausrücken der Kupplung 4  und Schliessen des Ventiles 14 wiederum das hydro  statische Getriebe wirksam gemacht werden, um die  notwendige     Verzögerung        herbeizuführen.    Dies ge  schieht dadurch, dass die Birne 2     allmählich    aus der  vollausgeschwenkten Endlage, in welcher das maxi  male Schluckvermögen vorhanden ist, gegen die  Null-Lage mit minimalem Schluckvermögen     ver-          schwenkt    wird.

   Die mit der Drehzahl des Motors 1  angetriebene Pumpe     hilft    somit, den     Ölmotor    11 ab  zubremsen und die Kabinengeschwindigkeit herabzu  setzen, bzw. die Kabine langsam zum     Stillstand    zu  bringen.  



  Die beschriebene Antriebsvorrichtung hat den       Vorteil,    dass das hydrostatische Getriebe, von Aus  nahmefällen abgesehen, nur während des Anfahrens  und des Verzögerns der Kabine in Betrieb sein muss.  Es ergibt sich somit eine relativ kurzzeitige Bela  stung, womit die Lebensdauer des hydrostatischen  Getriebes relativ vergrössert werden kann. Das hy  drostatische Getriebe kann infolge der kurzen Ein  schaltdauer auch verhältnismässig kleiner ausgelegt  werden, als wenn sich dieses ständig in Betrieb befin  den würde. Trotzdem ist das hydrostatische Getriebe  ausreichend, um die meist mit reduzierter Geschwin  digkeit erfolgenden Revisionsfahrten durchführen zu  können.  



  Es ist zu beachten, dass die beschriebene     An-          triebsvorrichtung    auch für Sesselbahnen und Schlepp-    lifte anwendbar ist, wobei in einem solchen Falle  zweckmässigerweise eine Möglichkeit geschaffen  wird, sowohl die Pumpe 6 wie auch den     Ölmotor     11 stillzusetzen, da dann ein Dauerbetrieb in kon  stanter Geschwindigkeit die Regel ist und lediglich in  Ausnahmefällen, so z. B. bei besonders hoher Bela  stung beim Anfahren, eine Veränderung der Seilge  schwindigkeit notwendig werden kann.    Der Einfachheit halber sind in der Beschreibung  des dargestellten Ausführungsbeispieles die norma  lerweise bei Seilbahnenantrieb vorhandenen Siche  rungseinrichtungen, wie z. B. eine automatisch wir  kende Seilbremse usw., vernachlässigt worden.

   Steht  kein elektrisches Kraftnetz zur     Verfügung    und erfolgt  der Antrieb von einer Verbrennungskraftmaschine  aus, so wird zweckmässigerweise die Steuerung bzw.  Schaltung hydraulisch statt     elektrisch    vorgenommen.  In einem solchen Fall kann die für das Lösen der Si  cherheitseinrichtungen, z. B. der Sicherheitsbremse,  notwendige Kraft hydraulisch erzeugt werden, und  zwar von der Pumpe 6 aus. In diesem Falle muss le  diglich dafür gesorgt werden, dass, solange sich der  Antriebsmotor in Betrieb befindet, die Pumpe stets  einen minimalen Druck erzeugt, um die Sicherheits  einrichtungen unwirksam zu machen.

      Die beschriebene Antriebsvorrichtung kommt  nicht allein für Seilbahnen, sondern     grundsätzlich    für  alle Antriebe in Frage, bei denen zwischen einer kur  zen Beschleunigungs- und einer Verzögerungsphase  eine längere Betriebsphase konstanter     Fahrt    vorliegt,  also z. B. bei     Schacht-Förderanlagen    oder auch als  Antrieb im Fahrzeug einer Zahnradbahn.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Antriebsvorrichtung insbesondere für Seilbahnen, mit einer Kraftmaschine, die über eine Kupplung mit einer Antriebswelle in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Kupplung ein hy drostatisches Getriebe vorgesehen ist, dessen ölpum- pe ein veränderliches Fördervolumen aufweist und mit der Kraftmaschine in Antriebsverbindung steht und dessen mit der Antriebswelle verbundener Öl- motor parallel zu einem im Kreislauf des Arbeitsme diums eingeschalteten Leerlaufventil angeordnet ist,
    wobei Schaltmittel mit der Kupplung und mit dem Leerlaufventil verbunden sind, um die Kraftübertra gung alternativ über die Kupplung oder das hydrosta tische Getriebe zu bewerkstelligen. UNTERANSPRÜCHE 1. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Schaltmittel automatisch zu betätigen. 2. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Pumpe zwischen zwei Förderrichtungen umsteuerbar ist. 3. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Wellen von Pumpe und Ölmotor über je eine Kupplung mit dem An- triebsmotor bzw. mit der Antriebswelle in Verbin dung stehen.
CH1504563A 1963-12-09 1963-12-09 Antriebsvorrichtung CH405387A (de)

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DE2645455C3 (de) * 1976-10-08 1981-10-22 Habegger, Willy, Hünibach Vorrichtung zum Beschleunigen bzw. Verzögern von Fahrzeugen einer Seilschwebebahn

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