Schaltung zum Verknüpfen von binären Signalen mit Übertragern, die während der Durchführung der Verknüpfung im linearen Teil der Magnetisierungskurve ausgesteuert sind Die Erfindung betrifft eine Schaltung zum Ver knüpfen von binären Signalen. Derartige binäre Si gnale können zwei verschiedene Werte annehmen, die vielfach mit 0 und L bezeichnet werden. Die Ver arbeitung führt hier zu einer Verknüpfung der ver schiedenen angelieferten Signale, bei der sich als Ergebnis ebenfalls binäres Signal ergibt. Derartige Schaltungen werden hier im folgenden als Ver knüpfungsschaltungen bezeichnet. Verknüpfungs schaltungen mit ganz bestimmten Verknüpfungsfunk tionen werden z.
B. als Oder-Gatterschaltungen, ex klusive Oder-Gatterschaltungen, Und-Gatterschaltun- gen usw. bezeichnet. Es sind bereits viele verschie dene Ausführungsformen für derartige Verknüp fungsschaltungen bekannt, welche unter Verwendung von verschiedenen Schaltelementen aufgebaut sind. Diese Verknüpfungsschaltungen können sich auch hin sichtlich ihrer Betriebsweise unterscheiden. So gibt es Verknüpfungsschaltungen, die für die ganze Zeit des Vorhandenseins der zu verknüpfenden Signale das sich ergebende Signal liefern. Es sind dies statisch arbeitende Verknüpfungsschaltungen, die z. B. mit Hilfe von Widerständen und Gleichrichtern aufge baut sind.
Verknüpfungsschaltungen können aber anstatt in statischer Weise auch impulsweise be trieben werden. In diesem Fall wird das Ergebnis der Verknüpfung anzeigende Signal, das Ergebnis signal, durch einen mehr oder weniger kurzen Impuls oder durch das Ausbleiben dieses Impulses darge stellt. Vielfach werden derartige Verknüpfungsschal tungen mit Hilfe von Übertragern aufgebaut. Hierbei handelt es sich meistens um Ringkerne, deren Wick lungen aus einigen wenigen Windungen bestehen. Der Kern eines solchen Übertragers besteht bei den be- kannten Schaltungen vorwiegend aus einem ferro- magnetischen Material mit rechteckförmiger Ma gnetisierungsschleife. Es werden dann z.
B. die beiden Remanenzpunkte der Magnetisierungsschleife zur Kennzeichnung der beiden Zustände binärer Signale ausgenutzt (s. NTZ 1957, Heft 8, Seite 391).. Dies gilt insbesondere auch für das das Ergebnis der Ver knüpfung von zugelieferten Signalen darstellende Er gebnissignal.
Es sind ferner auch Schaltungen zur Verarbeitung von mehr als zwei binären Signalen bekannt, siehe z. B. DBP Nr. 968 205, DAS 1098 540, USA-Pa- tentschrift Nr. 2<B>691193.</B> Hier sind mehrere über trager mit Kernen aus ferromagnetischem Material mit rechteckförmiger Magnetisierungsschleife verwen det. Die zu verarbeitenden Signale werden einzeln verschiedenen Reihenschaltungen von Wicklungen mehrerer derartiger Übertrager in Form von Impulsen zugeführt. Das Ergebnis wird dann jeweils von einer Wicklung eines der Übertrager geliefert.
In umfangreichen nachrichtenverarbeitenden An lagen ist es nun erwünscht, Verknüpfungsschaltungen zu verwenden, welche ausserordentlich schnell das ge wünschte Verknüpfungsergebnis liefern. Für die Durchführung derartiger Verknüpfungen steht näm lich hier im allgemeinen nur eine sehr kurze Zeit zur Verfügung, insbesondere bei Fernsprechanlagen, wo die Verknüpfungsergebnisse zur Einleitung anderer Funktionen in der Anlage benötigt werden und wo diese Verknüpfungsergebnisse vielfach zu ganz genau bestimmten Zeitpunkten zu liefern sind.
Bei den vor stehend erwähnten Verknüpfungsschaltungen haben nun die übertragerkerne bei der Verarbeitung der zu geführten Signale jeweils ihren Remanenzzustand zu ändern. Hierbei ist, wie sich gezeigt hat, jeweils eine gewisse Mindestzeitspanne erforderlich, welche die erreichbare Arbeitsgeschwindigkeit derartiger Schal tungen begrenzt.
Die Erfindung zeigt nun einen Weg, wie man Ver knüpfungsschaltungen aufbauen kann, die ausseror dentlich schnell arbeiten und daher das Verknüpfungs ergebnis bereits in Bruchteilen von Mikrosekunde liefern können. Es wird hier nämlich bei den ver wendeten Übertragern nur der lineare Teil der Ma- gentisierungskurve des Kernmaterials ausgenutzt, so dass es nicht nötig ist, die Magnetisierungskurve je weils bis in den Sättigungsbereich auszusteuern. Es sind hier jeweils Wicklungen vorgesehen, denen die zu verarbeitenden Signale zugeführt werden und be sondere Wicklungen vorgesehen, welche die Ergebnis signale liefern.
Es ergibt sich dadurch der Vorteil, dass eine galvanische Trennung zwischen den Strom kreisen, über die die zu verknüpfenden Signale an geliefert werden und den Stromkreisen, über die die Ergebnissignale abgegeben werden, vorliegt.
Bei der erfindungsgemässen Schaltung handelt es sich also um eine Verknüpfungsschaltung zur Durch führung der Verknüpfung zwischen zwei oder mehr binären Signalen oder Signalelementen zur Lieferung von mindestens einem binären Ergebnissignal unter Verwendung von mit mehreren Wicklungen ver- sehenen Übertragern, deren Sekundärwicklungen in Reihe geschaltet sind und die während der Durch führung der Verknüpfung im linearen Teil der Ma gnetisierungskurve ausgesteuert sind.
Diese Verknüp fungsschaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass jedem zu verarbeitenden binären Signal ein einziger über trager zugeordnet ist, dass den Primärwicklungen die ser Übertrager Eingabeimpulse in der einen oder anderen Richtung zugeführt werden, so dass in ihren Sekundärwicklungen Impulse der einen oder anderen Richtung induziert werden, dass der Wicklungssinn und die Verteilung der Sekundärwicklungen der über trager einer bestimmten Verknüpfungsfunktion ent spricht und dass ihre Reihenschaltungen zu minde stens einem Ausgang der Verknüpfungsschaltung führen, zum Zwecke das das Verknüpfungsergebnis angebende Ergebnissignal zu liefern, das durch das Auftreten oder Ausbleiben von Ausgabeimpulsen be stimmter Polarität und Amplitude dargestellt ist.
Da bei der erfindungsgemässen Verknüpfungs schaltung lediglich im linearen Teil der Magnetisie- rungskurve gearbeitet zu werden braucht, wird die Remanenz des magnetischen Kernmaterials nicht in Anspruch genommen. Es erübrigt sich daher bei der Abwicklung der Verknüpfungsfunktionen be sondere Rückstellimpulse vorzusehen, um jeweils vor einer Verknüpfung von Signalen einen bestimm ten magnetischen Anfangszustand des Kernmaterials zu erreichen.
Da die Remanenz des magnetischen Kernmaterials nicht in Anspruch genommen zu wer den braucht, ist es auch nicht notwendig, die Ma gnetisierungskurve bis zu ihren Remanenzpunkten auszusteuern. Es ist daher die vorgesehene Aussteue- rung der Magnetisierungskurve jeweils sehr schnell beendet. Man kann dadurch eine sehr grosse Arbeits geschwindigkeit bei den erfindungsgemässen Ver knüpfungsschaltungen erzielen. Wegen der damit ver bundenen grossen Änderung des Magnetflusses
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ergeben sich auch bei Verwendung kleiner Ringkerne mit nur wenigen oder nur einer Windung je Wicklung bereits sehr gut auswertbare Spannungen in den Sekundärwicklungen.
Alle diese Vorteile ermöglichen eine vielfältige Anwendung der erfindungsgemässen Verknüpfungsschaltung.
Anhand der Figuren wurden Ausführungsbei spiele der Erfindung erläutert. Hierbei ist eine ganz besondere Darstellungsmethode verwendet worden, zu deren Erläuterung die Fig. 1 bestimmt ist. Die Fig. 2 bis 12 zeigen verschiedene Beispiele für Ver knüpfungsschaltungen, welche Verknüpfungsfunk tionen verschiedener Art und Schwierigkeit ausführen können. Die Fig. 13 bis<B>16</B> zeigen Beispiele dafür, wie binäre Signale zugeführt werden können. An Hand der Fig. 17 und 18 ist ein Beispiel für die Zu sammenfassung bestimmter Wicklungen gezeigt.
Zunächst wird anhand der Fig. 1 die im folgenden benutzte Darstellungsweise erläutert (siehe auch Pro- ceedings of the IRE, May 1955, Seite 527 fg.). In der Fig. 1 ist der Kern des Übertragers durch den dicken waagrechten Strich M angedeutet. Dieser waagrechte Strich wird durch die Wicklungen I, 1 und 2 senkrecht gekreuzt. Der Wicklungssinn einer Wicklung ist jeweils mit Hilfe eines durch die Kreu zungsstelle gehenden Schrägstrichs angegeben. Wick lungen, deren dazugehörige Schrägstriche parallel ver laufen, haben gleichen Wicklungssinn.
Wicklungen, deren dazugehörige Schrägstriche senkrecht aufein- anderstehen, haben entgegengesetzten Wicklungssinn. Mit Hilfe der Schrägstriche lässt sich nun auch die Polarität eines in einer Wicklung induzierten Impulses feststellen. Wird z. B. der Wicklung I der in der Fig. 1 angedeutete positive Stromimpuls i zugeführt, so wird bekanntlich in dieser Wicklung eine Spannung induziert, deren Polarität derjenigen Spannung, welche den Stromimpuls i hervorruft, entgegengesetzt ist. In anderen Wicklungen, die den gleichen Wicklungs sinn wie die Wicklung I haben, wird ebenfalls eine Spannung mit dieser Polarität induziert. Die Wick lung 2 ist eine derartige Wicklung, da der dazuge hörige Schrägstrich parallel zu dem Schrägstrich von Wicklung I liegt.
Das Auftreten von induzierten Spannungen ist durch die mit e bezeichneten Pfeile angedeutet. Liegt die Wicklung 2 in einem geschlos senen Stromkreis, so fliesst ein Stromimpuls in der dort durch den Pfeil e angezeigten Richtung. Die Wicklung 1 hat, wie der zugehörige Schrägstrich an zeigt, entgegengesetzten Wicklungssinn wie die Wick lungen I und 2. Der dort eingezeichnete Pfeil e hat daher entgegengesetzte Richtung. Die den Wicklungs sinn angebenden Schrägstriche können auch als Spie gel für die Richtungen der in Frage kommenden elek trischen Grössen angesehen werden. Spiegelt man am Schrägstrich der Wicklung I die Richtung des zugeführten Impulses i, so erhält man die Richtung der magnetischen Feldstärke H und des magnetischen Flusses 0 im Kern.
Die Richtung der eine Span nung in einer Wicklung induzierenden Flussänderung, welche gleich ist, ist dann entgegengesetzt gerichtet. Spiegelt
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man diese Richtung an dem zu einer Wicklung gehörenden Schrägstrich, so erhält man die Polarität des dort induzierten Spannungs impulses und die Richtung des dort gegebenenfalls fliessenden Impulsstromes. In der Fig. 1 sind diese Spiegelungen durch gestrichelte und mit den vor stehend angegebenen Bezeichnungen versehene Pfeile angedeutet.
Als erstes Beispiel für eine Verknüpfungsschal tung gemäss der Erfindung wird nun die in Fig. 2 dargestellte Anordnung im einzelnen erläutert. Sie dient zur Verknüpfung von zwei binären Signalen und hat daher zwei Übertrager, welche die übertrager- kerne Kw und Kx haben und welche jeweils mehrere Wicklungen aufweisen. Das eine binäre Signal wird der Primärwicklung Iw auf dem Übertragungskern Kw über den Eingang W zugeführt.
Mit dem binären Wert L dieses Signals ist dabei ein Eingabeimpuls mit der durch den Pfeil iwL angedeuteten Richtung und mit dem binären Wert 0 dieses Signals ist ein Eingabeimpuls mit der durch den Pfeil iwO ange deuteten Richtung durch die Primärwicklung Iw ver bunden. Der übertragerkern Kw weist noch die Se kundärwicklungen 1w, 2w, 3w und 4w auf, welche untereinander zum Teil verschiedenen Wicklungssinn haben. Das andere binäre Signal wird der Primär wicklung Ix auf dem übertragerkern Kx über den Eingang X zugeführt.
Mit Hilfe der bei dieser Wick lung gezeichneten Pfeile ix0 und ixL wird die Rich tung der mit den binären Werten 0 und L verbun denen Eingabeimpulse angegeben. Der übertrager- kern Kx hat noch die Sekundärwicklungen<I>lx, 2x,</I> 3x und 4x. Es sei noch angegeben, dass die verschie denen Primärwicklungen unter sich und die verschie denen Sekundärwicklungen unter sich jeweils gleiche Windungszahl haben. Dies gilt auch für die anderen später noch zu beschreibenden Schaltungsbeispiele, sofern nichts anderes angegeben ist.
Bei dieser Verknüpfungsschaltung wird also der einem Signal entsprechende Eingabeimpuls jeweils einer Primärwicklung in der einen oder anderen Rich tung in Abhängigkeit vom binären Wert des be treffenden binären Signals zugeführt. Dadurch wer den in derselben Sekundärwicklung Impulse in der einen oder anderen Richtung induziert. Es sind nun jeweils zwei auf verschiedenen übertragern befind liche Sekundärwicklungen in Reihe geschaltet, wobei die Wicklungssinne der zusammengeschalteten Se kundärwicklungen jeweils in verschiedener Weise kombiniert sind. Die beiden zusammengeschalteten Sekundärwicklungen 4w und 4x haben z. B. unter sich gleichen Wicklungssinn. Er ist dem der Primär wicklung Iw und Ix entgegengesetzt.
Das eine Ende dieser Reihenschaltung ist an Erde gelegt. An das andere Ende der Reihenschaltung, das zum Ausgang LL führt, ist der Ergebnissignalempfänger <I>ES</I> ange schlossen. Er spricht an, wenn ihm ein positiver Im puls zugeführt wird. Da die Sekundärwicklungen 4w und 4x gleichen Wicklungssinn haben, kompensie ren sich nun die in ihnen induzierten Impulse, wenn die binären Werte der beiden den Eingängen W und X zugeführten binären Signale verschieden sind. Ha ben die beiden zugeführten binären Signale dagegen jeweils den Wert 0, so wird an dem Ausgang LL ein negativer Impuls geliefert.
In den vorstehend betrachteten Betriebsfällen spricht der Ergebnissignalempfänger ES also nicht an. Er spricht dagegen an, wenn die beiden zuge führten Signale den binären Wert L haben, da dann an dem Ausgang LL ein positiver Ausgabeimpuls ge liefert wird. Die zwischen den Eingängen<I>W</I> und<I>X</I> einerseits und dem Ausgang LL anderseits liegende Verknüpfungsschaltung führt also die Verknüpfungs- funktion einer Und-Gatterschaltung aus.
Schliesst man den Ergebnissignalempfänger <I>ES</I> statt an den Ausgang LL an den Ausgang 00 an, zu dem die Reihenschaltung der Sekundärwicklungen 1w und 1x führt, so ergibt sich, durch eine ähnliche Betrachtung wie die vorher durchgeführte, dass er nur dann anspricht, wenn die beiden zugeführten binären Signale den binären Wert 0 haben. Die Sekundärwicklungen 1w und 1x haben nämlich den umgekehrten Wicklungssinn wie die Sekundärwick lungen 4w und 4x. Die zwischen den Eingängen W und X einerseits und dem Ausgang 00 anderseits lie gende Verknüpfungsschaltung führt also die Ver- knüpfungsfunktion einer Nor-Gatterschaltung aus.
Zu den Ausgängen L0 und OL führen Reihen schaltungen aus Sekundärwicklungen, die verschie denen Wicklungssinn haben. Wenn der Ergebnis signalempfänger<I>ES</I> dort angeschlossen wird, so wird ein positiver Ausgabeimpuls nur dann geliefert, wenn die beiden zugeführten binären Signale verschiedene Werte besitzen, wobei diese beiden binären Werte jeweils in bestimmter Weise zu dem einen oder zu dem anderen Signal gehören müssen. An den Aus gang L0 wird ein positiver Ausgabeimpuls nur dann geliefert, wenn das dem Eingang W zugeführte binäre Signal den Wert<I>L</I> und das dem Eingang<I>X</I> zugeführte binäre Signal den Wert 0 hat.
Die zwischen den Ein gängen W und X einerseits und dem Ausgang L0 anderseits liegende Verknüpfungsschalter hat daher die Verknüpfungsfunktion einer Sperrgatterschaltung, bei der das bei der Klemme X zugeführte binäre Signal die Weitergabe des bei der Klemme W zu geführten binären Signals gegebenenfalls sperrt.
In entsprechender Weise ergibt sich, dass die zwischen den Eingängen<I>W</I> und<I>X</I> einerseits und dem Aus gang OL anderseits liegende Verknüpfungsschaltung die Verknüpfungsfunktion einer Sperrgatterschaltung hat, bei dem das der Klemme W zugeführte binäre Signal die Weitergabe des bei der Klemme X zuge führten binären Signals gegebenenfalls sperrt. Es gibt hier unter Berücksichtigung der binären Werte der beiden zugeführten binären Signale ver schiedene Kombinationen für sie, welche durch die Wertekombinationen LL, <I>L0,</I> OL und 00 angegeben werden.
Beim Auftreten einer dieser Wertekombi- nationen wird jeweils an dem gleichbezeichneten Ausgang der in der Fig. 2 gezeigten Verknüpfungs schaltung ein positiver Ausgabeimpuls geliefert, wie sich vorstehend ergeben hat.
Man kann nun die beiden zugeführten binären Signale auch als ein ein ziges binäres Signal mit zwei Signalelementen auf fassen, welches vier verschiedene Werte annehmen kann. Mit Hilfe der in Fig. 2 gezeigten Verknüpfungs schaltung wird nun ein derartiges zugeführtes Signal mit zwei binären Signalelementen, welches einen Binärkode aufweist, jeweils in ein Signal nach dem Kode 1 von 4 umgewandelt.
Es ist dazu an jeden der Ausgänge LL, <I>L0, OL</I> und 00 ein Ergebnissignal empfänger anzuschliessen. Eine Kodeumwandlung zum Kode 1 von n wird nun bekanntlich auch als Dekodierung bezeichnet. Die in Fig. 2 gezeigte Schal tung, welche auch eine Kodeumwandlung zum Kode 1 von 4 vornimmt, kann daher auch als Dekoder arbeiten.
Ein anderes Beispiel für eine Verknüpfungsschal tung gemäss der Erfindung ist in der Fig. 3 darge stellt. Den vier Eingängen<I>W, X, Y</I> und Z sind hier vier binäre Signale zuzuführen. Die Verknüpfungs schaltung besteht aus zwei Teilen. Der eine Teil ist an die Eingänge<I>W</I> und<I>X</I> angeschlossen. Dieser Teil entspricht vollständig der in Fig. 2 gezeigten Ver knüpfungsschaltung. Er hat die Ausgänge 00,<I>OL,</I> L0 und LL. Der andere Teil ist an die Eingänge<I>Y</I> und Z angeschlossen. Er entspricht ebenfalls der in Fig.2 dargestellten Verknüpfungsschaltung.
Dieser andere Teil hat die Ausgänge oo, ol, lo und<I>11.</I> Die Verknüpfungsfunktion der gesamten Verknüpfungs schaltung ist die folgende. In Abhängigkeit vom bi nären Wert der zugeführten vier Signale wird jeweils von einem der Ausgänge 00,<I>OL,</I> L0 und LL und von einem der Ausgänge oo, ol, lo und 11 ein positiver Ausgabeimpuls geliefert. Dies ergibt sich ohne wei teres auf Grund der anhand der Fig. 2 beschriebenen Funktionen der beiden Teile der Verknüpfungsschal tung.
Man kann nun die vier zugeführten binären Signale auch als ein einziges binäres Signal mit vier binären Signalelementen auffassen. Mit Hilfe der in Fig.3 gezeigten Verknüpfungsschaltung wird dann ein derartiges Signal mit vier Signalelementen in ein Signal mit nur zwei Signalelementen umkodiert, die jeweils an zwei der acht Ausgänge geliefert werden. Das gelieferte Signal hat daher den Kode 2 von B. Da die acht Ausgänge in zwei Gruppen zu je vier Ausgängen eingeteilt sind, in denen jeweils ein Signalelement geliefert wird, so kann der Kode auch die noch genauere Bezeichnung 1 von 4 und 1 von 4 erhalten.
Ein Signal mit vier binären Signalelementen hat bekanntlich sechzehn verschiedene Werte. Vielfach werden in der Praxis davon nur zehn Werte ver- wendet. Wenn nur zehn verschiedene Werte auf treten, kann die Schaltung gemäss Fig. 3 etwas ver einfacht werden. Zum Beispiel können die Sekundär wicklungen 2w und 2x auf den übertragerkernen Kw und Kx entfallen, wobei auch der Ausgang OL ent fällt. Man erhält dann Ergebnissignale nach dem Kode 2 von 7 oder genauer nach dem Kode 1 von 3 und 1 von 4.
Derartige Signale können bekantlich zwölf verschiedene Werte annehmen, von denen ge gebenenfalls jedoch nur zehn verwendet werden.
Wenn es erwünscht ist, dass den Ergebnissignal empfängern jeweils von vornherein lediglich Impulse einer bestimmten Polarität zugeführt werden, so sind den zu den betreffenden Ausgängen führenden Rei henschaltungen von Sekundärwicklungen Gleichrich ter vorzuschalten, die so gepolt sind, dass sie die Aus gabe von Impulsen unerwünschter Polarität ver binden. In dieser Weise können z. B. die Verknüp fungsschaltungen gemäss den Fig.2 und 3 ergänzt werden. Es können dann einfacher aufgebaute Er gebnissignalempfänger verwendet werden.
Weitere noch nicht erwähnte Verknüpfungs funktionen lassen sich erzielen, wenn man mehrere Reihenschaltungen von Sekundärwicklungen zum gleichen Ausgang führt. Hierbei werden zweck mässigerweise die vorgeschalteten Gleichrichter zu gleich als Entkoppelgleichrichter ausgenutzt.
In der Fig. 4 ist die in dieser Hinsicht ergänzte Verknüpfungsschaltung gemäss Fig.2 dargestellt. Zwischen den Eingängen<I>W</I> und<I>X</I> und den Aus gängen 00,<I>OL,</I> L0 und LL liegt die bereits in Fig.2 gezeigte Verknüpfungsschaltung. Die Aus gänge dieser Verknüpfungsschaltung sind in ver schiedenen Kombinationen über Gleichrichter zu den neuen Ausgängen OG, EOG und SSG geführt. An den neuen Ausgängen treten nur positive Impulse auf, da negative Impulse von den Gleichrichtern nicht durchgelassen werden.
Es können daher dort ein fachere Ergebnissignalempfänger als sonst ange schlossen werden.
Der neue Ausgang OG ist über die Gleichrichter <I>G4, G32</I> und G22 mit den bisherigen Ausgängen LL, L0 und OL verbunden. Am neuen Ausgang OG wird daher jeweils dann ein Ausgabeimpuls geliefert, wenn die beiden zugeführten Signale den binären Wert L haben oder wenn sie untereinander ver schieden sind. Es wird dort also jeweils dann ein Ausgabeimpuls geliefert, wenn mindestens einer der beiden binären Signale den Wert L hat. Die zwischen den Eingängen<I>W</I> und<I>X</I> und dem neuen Ausgang OG liegende Verknüpfungsschaltung hat also die Funktion einer Oder-Gatterschaltung.
Der neue Ausgang EOG ist über die Gleich richter G33 und G23 mit den bisherigen Ausgängen OL und L0 verbunden. An dem neuen Ausgang EOG wird daher nur dann ein Ausgabeimpuls geliefert, wenn die beiden zugeführten binären Signale ver schieden sind. Die zwischen den Eingängen<I>W</I> und<I>X</I> und dem neuen Ausgang EOG liegende Verknüp- fungsschaltung hat also die Verknüpfungsfunktion einer exklusiven Oder-Gatterschaltung.
Der neue Ausgang SSG ist über die Gleich richter G1, G21 und G31 mit den bisherigen Aus gängen L0, OL und 00 verbunden. Am neuen Aus gang SSG wird daher jeweils dann ein Ausgabeimpuls geliefert, wenn die zugeführten binären Signale beide den binären Wert 0 haben, oder wenn sie verschieden sind. Die zwischen den Eingängen<I>W</I> und<I>X</I> und dem neuen Ausgang SSG liegende Verknüpfungs schaltung erfüllt daher eine Verknüpfungsfunktion, wie sie unter der Bezeichnung Shefferscher Strich bekannt ist.
Bisher wurden Verknüpfungsschaltungen ange geben, bei denen die Reihenschaltungen von Sekun därwicklungen nicht mehr als zwei Sekundärwicklun gen aufweisen. Es ergibt sich daher bei den ver schiedenen Betriebsfällen, dass von einer derartigen Reihenschaltung entweder kein Impuls geliefert wird, nämlich wenn die in den beiden zugehörigen Se kundärwicklungen induzierten Impulse in der Reihen schaltung einander entgegengerichtet sind, oder dass ein positiver Impuls geliefert wird, nämlich wenn die in den beiden Sekundärwicklungen induzierten Im pulse in der Reihenschaltung mit positiver Richtung geliefert werden, oder dass ein negativer Impuls ge liefert wird,
nämlich wenn beide Impulse in der Reihenschaltung mit negativer Richtung geliefert wer den, sofern nicht Gleichrichter vorgeschaltet sind, die in diesem letzten Betreibsfall in Sperrichtung bean sprucht werden. Die gegebenenfalls gelieferten posi tiven Impulse haben dabei stets die gleiche Am plitude.
Wenn nun mehr als zwei Sekundärwicklungen in Reihe geschaltet sind, so gibt es noch mehr Möglich keiten für die vektorielle Summe der in den Reihen schaltungen entstehenden Impulse. Es ergeben sich dabei in den Reihenschaltungen auch positive und negative Summenimpulse verschiedener Grösse. Es sind jedoch vielfach unter den sich ergebenden Sum menimpulsen nur solche als Ausgabeimpulse auszu werten, die mindestens eine bestimmte Amplitude erreichen. Wenn der am betreffenden Ausgang an geschlossene Ergebnissignalempfänger einen einfa chen Aufbau haben soll, ist es zweckmässig, von vorn herein die Ausgabe von Summenimpulsen zu ver hindern, die nicht auszuwerten sind.
Durch Vor schaltung von Gleichrichtern mit Sperrwirkung wird nun auch beim Vorhandensein von mehr als zwei Sekundärwicklungen die Ausgabe negativer Impulse, auch wenn diese unterschiedliche Amplitude haben, verhindert. Man kann nun auch unter Mitbenutzung dieser Gleichrichter die Ausgabe unerwünschter po sitiver Summenimpulse verhindern, also solcher posi tiver Summenimpulse, die wegen ihrer zu kleinen Amplitude nicht auszuwerten sind.
Zu diesem Zweck werden die den Reihenschaltungen vorgeschalteten Gleichrichter mit Hilfe einer statisch angelegten Sperrspannung derart in Sperrichtung beansprucht, dass sie nur dann als Ausgabeimpuls wirkende Im- pulse durchlassen, wenn die vektorielle Summe der in den Sekundärwicklungen der betreffenden Reihen schaltungen induzierten Spannungen im Betrag grö sser als die Sperrspannung ist. Ausserdem muss sie der angelegten Sperrspannung entgegengerichtet sein.
Ein Beispiel für eine Verknüpfungsschaltung, bei der die Reihenschaltungen mehr als drei Sekundär wicklungen aufweisen, ist in der Fig. 5 gezeigt. Es sind hier die vier Eingänge<I>W, X, Y</I> und Z für die Zuführung von binären Signalen bzw. von binären Signalelementen vorhanden. Dementsprechend sind die vier übertragerkerne Kw, Kx, Ky und Kz vorhan den.
Die auf den übertagerkernen befindlichen Se kundärwicklungen sind zu zehn Reihenschaltungen mit je vier Sekundärwicklungen zusammengefasst und jeweils unter Vorschaltung eines Gleichrichters an einen besonderen Ausgang angeschlossen. Es sind dies die Ausgänge<I>DOLL,</I> 0L00<I>...</I> LL00 und die Gleichrichter G1 ... G10. Es können nun hinsicht lich ihres Wicklungssinnes je vier Sekundärwicklun gen insgesamt in sechzehn verschiedenen Kombina tionen in Reihe geschaltet werden. Von diesen sech zehn Kombinationen sind hier jedoch lediglich zehn verwendet. Wenn der Verknüpfungsschaltung vier binäre Signale bzw.
Signalelemente zugeführt werden und ihre binären Werte in geeigneten Kombinationen gewählt sind, so werden sich jeweils in einer Reihen schaltung von Sekundärwicklung die dort entstehenden vier Impulse gleichsinnig positiv summieren, so dass ein positiver Ausgabeimpuls geliefert wird, der vier mal so gross ist, wie ein in einer Sekundärwicklung induzierter Impuls. Bei einer anderen Reihenschal tung von Sekundärwicklungen kann zugleich der Fall eintreten, dass dort nur drei Impulse sich gleichsinnig positiv summieren, während der vierte Impuls diesen drei Impulsen entgegengerichtet ist.
Es entsteht dann in dieser Reihenschaltung ein Impuls, der nur zwei mal so gross ist, wie der in einer Sekundärwicklung induzierte. Dessen Spannung sei mit u bezeichnet. Dann hat ein zweitgrösster gegebenenfalls gelieferter positiver Impuls die Spannung 2u. Um nun zu ver hindern, dass auch ein derartiger Impuls von einem vorgeschalteten Gleichrichter durchgelassen wird, muss dieser Gleichrichter von vornherein mindestens mit der Sperrspannung -2u in Sperrichtung vorge spannt sein. Damit ein positiver Impuls mit der Spannung 4u sicher durchgelassen wird, um als Ausgabeimpuls wirken zu können, muss diese Sperr spannung kleiner als die Spannung -4.u sein.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Verknüpfungsschal tung sind nun die Gleichrichter G1 ... G10 durch die Sperrspannung -2u von vornherein in Sperrich tung beansprucht. Zu diesem Zweck sind die einen Pole der Gleichrichter über die Widerstände R 1<B>...</B> R10 an Erde gelegt, und die den Gleichrichtern ab gewendeten Enden der Reihenschaltungen. sind an die Spannung -2u gelegt. Dadurch ergibt sich, dass bei Zuführung von vier binären Signalen bzw.
Si gnalelementen jeweils nur an einem Ausgang ein Aus gabeimpuls, und zwar ein positiver abgegeben wird. Man kann die zugeführten vier binären Signale auch als die Signalelemente eines einzigen Signals mit vier binären Signalelementen auffassen. Mit Hilfe der zwischen den Eingängen<I>W, X, Y</I> und Z und den zehn Ausgängen<I>DOLL,</I> 0L00<I>...</I> LL00 liegenden Verknüpfungsschaltung werden dann dar aus Signale nach dem Kode 1 von 10 erhalten. Diese Verknüpfungsschaltung kann daher zur Dekodierung der Binärdarstellung der Zahlen 1 bis 10 verwendet werden und wird dann als Tretaden-Dekoder be zeichnet.
Die Verknüpfungsschaltung lässt sich auch so weit ergänzen, dass die in Binärdarstellung ge gebenen Zahlen 1 bis 16 dekodiert werden können.
Bei der vorstehend beschriebenen Verknüpfungs schaltung war die an die Gleichrichter angelegte Sperrspannung so gross gewählt, dass die Gleichrich ter nur dann einen Impuls als Ausgabeimpuls durch lassen, wenn sich die in allen Sekundärwicklungen der betreffenden Reihenschaltungen induzierten Span nungen jeweils gleichsinnig summieren. Falls eine Verknüpfungsfunktion zustande kommen soll, ge mäss der auch Ausgabeimpulse zu liefern sind, wenn sich nicht alle betreffenden induzierten Spannungen gleichsinnig summieren, so ist die angelegte Sperr spannung entsprechend kleiner zu wählen.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Verknüpfungsschal tung führt jede Reihenschaltung von Sekundärwick lungen zu einem eigenen Ausgang. Auch bei dieser Schaltung können, falls eine entsprechende Ver knüpfungsfunktion gewünscht wird, mehrere Aus gänge jeweils zu einem Ausgang zusammengefasst werden, wie es bereits in der Schaltung gemäss Fig. 4 geschehen ist.
Die Fig. 6 zeigt ein Beispiel für eine Verknüp fungsschaltung, bei der die den Reihenschaltungen vorgeschalteten Gleichrichter an eine Sperrspannung gelegt sind und bei der die Ausgänge in zwei Gruppen zusammengefasst sind. Diese Verknüpfungsschaltung hat die drei Eingänge<I>X, Y</I> und Z und die beiden Ausgänge S und T. Ein Teil der Reihenschaltungen ist über die Gleichrichter G1, G2 und G3 an den Ausgang S und ein Teil der Reihenschaltungen ist über die Gleichrichter G6, G5 und G4 an den Aus gang T angeschlossen. Eine Reihenschaltung ist über den Gleichrichter G71 sowohl an den Ausgang S als auch über den Gleichrichter G72 ein Ausgang T angeschlossen.
Da hier jede Reihenschaltung aus drei Sekundärwicklungen besteht, können an den Reihenschaltungen positive Impulse mit der Span nung 3u oder mit der Spannung u auftreten. Als Sperrspannung ist daher hier die Spannung -u ge wählt. Infolgedessen wirken sich nur solche Impulse als Ausgabeimpulse aus, die durch gleichsinnige Sum- mierung aller induzierten Spannungen in den drei betreffenden Sekundärwicklungen entstanden sind.
Diese Verknüpfungsschaltung erfüllt die an sich bekannte Verknüpfungsfunktion eines sogenannten Volladdierers. Die binären Signale, die den Ein gängen<I>X, Y</I> und Z zugeführt werden, entsprechen zu addierenden Binärzahlen. An den Ausgängen S und T wird dann ein einer zweistelligen Binärzahl entsprechendes binäres Signal mit zwei binären Si gnalelementen geliefert, bei denen das beim Ausgang S auftretende binäre Signalelement den Stellenwert 20 und das bei dem Ausgang T auftretende binäre Signalelement den Stellenwert 21 hat. Der Zahlen wert der gelieferten zweistelligen Binärzahl ist in allen Betriebsfällen gleich der Summe der Zahlen werte der zugeführten drei einstelligen Binärzahlen.
Die Lieferung eines Ausgabeimpulses stellt auch hier, wie in allen bisher beschriebenen Schaltungsbeipsie- len, den binären Wert L und das Ausbleiben eines Ausgabeimpulses stellt den binären Wert 0 dar.
Die in Fig. 6 gezeigte Verknüpfungsschaltung hat drei Eingänge und zwei Ausgänge. Die den Ein gängen zugeführten binären Signale können auch als Signalelemente eines Signals mit drei binären Signal elementen aufgefasst werden. Diese Signale mit drei binären Signalelementen werden mit Hilfe der Ver knüpfungsschaltung in Ergebnissignale mit zwei bi nären Signalelementen verwandelt, wobei zum Teil verschiedene zugeführte Signale das gleiche Ergebnis signal ergeben. Zum Beispiel ergeben die zuge führten Signale<I>OLL,</I> LLO und LOL dasselbe Ergeb nissignal OL, wobei der binäre Wert 0 am Ausgang S und der binäre Wert<I>L</I> am Ausgang<I>T</I> dargestellt wird.
Dagegen ergeben die zugeführten Signale L00, 0L0 und 00L das Ergebnissignal L0, wobei der binäre Wert L am Ausgang S und der binäre Wert <I>L</I> am Ausgang<I>T</I> dargestellt wird. Die in Fig.6 gezeigte Verknüpfungsschaltung teilt also auch die verschiedenen zugeführten Signale in bestimmte Gruppen ein. Es sei noch bemerkt, dass man auch mit Hilfe weiterer Gleichrichter noch weitere Aus gänge bei dieser Verknüpfungsschaltung schaffen kann. Es lässt sich mit ihrer Hilfe dann auch eine individuelle Umkodierung der zugeführten Signale vornehmen.
Eine andersartige Anordnung, mit der eine Um kodierung von Signalen mit mehreren Signalelemen ten vorgenommen werden kann, ist in Fig. 7 gezeigt. Das umzukodierende Signal wird über die Eingänge <I>V, W, X, Y</I> und Z im Kode 2 von 5 der zwischen diesen Eingängen und den Klemmen 1, 2, 3<B>...</B> 10 liegenden Verknüpfungsschaltung zugeführt. Es wird dann als Signal nach dem Kode 1 von 10 an den Klemmen 1 ... 10 ausgegeben, also dekodiert. Der eben erwähnte Teil der in Fig. 7 gezeigten gesamten Anordnung hat fünf übertrager. Jede Reihenschal tung von Sekundärwicklungen besteht hier aus fünf Sekundärwicklungen.
Von ihnen haben jeweils drei denselben Wicklungssinn wie die Primärwicklungen und zwei entgegengesetzten Wicklungssinn. Dadurch ergibt sich, dass nur bei einem Signal, bei dem zwei Signalelemente den binären Wert L haben, eine gleichsinnige derartige Summation von allen in den Sekundärwicklungen induzierten Spannungen statt findet, dass sich ein positiver Ausgabeimpuls ergibt. Er wird jeweils nur bei einer Reihenschaltung ge liefert. Mit Hilfe der zwischen Erde und der Span- nung -3u liegenden Gleichrichter G1 ... G10 wird die Ausgabe von positiven Impulsen kleinerer Ampli tude verhindert.
Zwischen den Klemmen 1 ... 10 und den Aus gängen<I>A, B,</I> C und<I>D</I> liegt der andere Teil der gesamten Anordnung. Er dient zur Kodierung der an den Klemmen 1<B>...</B> 10 auftretenden Signale. An jede der Klemmen 1<B>...</B> 10 ist eine Reihenschaltung von Primärwicklungen mehrerer linear auszusteuernder Übertrager angeschlossen. Der Wicklungssinn der Primärwicklungen einer Reihenschatung ist jeweils so gewählt, dass von Sekundärwicklungen dieser über trager bei Zuführung eines Impulses zu einer Reihen schaltung positive bzw. negative Impulse abgegeben werden, die zur Darstellung der Binärwerte von binären Signalelementen von Signalen gemäss der ge wünschten Kodierung geeignet sind.
Bei dem in Fig.7 gezeigten Schaltungsbeispiel werden von der an den Klemmen 1 ... 10 angeschlossenen Kodier- schaltung Signale mit einem sogenannten Tetraden- binärkode geliefert. An die Klemme 1 sind die Pri märwicklungen 1a, 1b, 1c und 1d der übertrager- kerne Ka, Kb, Kc und Kd angeschlossen.
An die Klemme 2 sind die Primärwicklungen<I>2a, 2b, 2c</I> und 2d dieser übertragerkerne angeschlossen usw. Der Übertragerkern Ka hat die Sekundärwicklung 1a, der übertragerken Kb hat die Sekundärwicklung 1b, der übertragerkern Kc hat die Sekundärwicklung 1c und der übertragerkern Kd hat die Sekundärwicklung 1d. Die Sekundärwicklungen liegen mit einem Ende an Erde.
Die anderen Enden führen zu den Aus gängen<I>A, B,</I> C und<I>D.</I> Wenn nun über die Klemme 1 ein positiver Ausgabeimpuls den Primärwicklungen <I>la,</I> 1b, 1c und 1d zugeführt wird, so wird über die Ausgänge<I>A, B</I> und<I>D</I> ein positiver Impuls abge geben, über den Ausgang C dagegen ein negativer Impuls. Wenn über die Klemme 2 ein positiver Aus gabeimpuls den Primärwicklungen<I>2a, 2b,</I> 2c und<I>2d</I> zugeführt wird, so wird über die Ausgänge A und B ein positiver Impuls abgegeben, über die Ausgänge C und D dagegen ein negativer Impuls.
Bei Zufüh rung von Ausgabeimpulsen zu andern Reihenschal tungen von Primärwicklungen werden positive und negative Impulse in anderen Kombinationen ausgege ben. Man erhält jeweils Signale gemäss einem beliebi gen Kode, wenn man den Primärwicklungen einer Reihenschaltung jeweils den geeigneten Wicklungs sinn gibt.
Es ist auch möglich, derartige Signale mit binären Signalelementen zu erhalten, bei denen die Werte L und 0 in anderer Form dargestellt werden. Es kann z. B. für den Verwendungszweck ausreichend sein, wenn der Wert L durch die Lieferung von Impulsen und der Wert -0 durch das Ausbleiben von Impulsen dargestellt wird. In diesem Fall können bei der Kodierschaltung auf den Übertragern die Primärwick lungen, über die Impulse einer bestimmten Polarität in den Sekundärwicklungen induziert werden, weg gelassen und durch Kurzschlüsse in den Reihen schaltungen ersetzt werden.
Eine Kodierschaltung, bei der diese Primärwick lungen weggelassen sind, ist u. a. in der Fig. 8 gezeigt.
Sie befindet sich dort zwischen den hier als Ein gänge dienenden Klemmen 1 ... 17 und den als Ausgänge dienenden Klemmen<I>A, B, C, D</I><B>...</B> Wird dort z. B. der Kodierschaltung über die Klemme 2 ein positiver Impuls zugeführt, so wird nur bei den als Ausgänge dienenden Klemmen <I>A, B</I> und C ein Ausgabeimpuls geliefert. Die anderen als Aus gänge dienenden Klemmen liefern dagegen keine Impulse.
Bei der in Fig. 8 gezeigten Anordnung werden der erwähnten Kodierschaltung zu verarbeitende Im pulse von einer als Dekoder arbeitenden Schaltung geliefert. Die Eingänge dieser Schaltung sind mit <I>Z, Y, X, W</I> ... bezeichnet. Als Ausgänge dienen die bereits erwähnten Klemmen 1 ... 17. Auch bei dieser Schaltung sind bei den Reihenschaltungen von Wicklungen jeweils die Wicklungen von einigen Über tragern nicht vertreten. Die betreffenden Wicklungen erübrigen sich hier in Anbetracht der beabsichtigten Verknüpfungsfunktion.
In diesem Zusammenhang ist die Anordnung gemäss Fig. 8 in analoger Weise wie die in Fig. 3 gezeigte Verknüpfungsschaltung aufge baut, bei der die Reihenschaltungen von Wicklungen ebenfalls jeweils nur die Wicklungen eines Teiles der insgesamt vorhandenen Übertrager umfassen.
Der bisher erwähnte Teil der in Fig. 8 gezeigten Anordnung, also der zwischen den Eingängen Z, Y, <I>X,</I> W<B>...</B> und den Klammern<I>A, B, C, D</I><B>...</B> liegende Teil besteht in entsprechender Weise wie die in Fig. 7 gezeigten Anordnung aus einem Dekoder und einer Kodierschaltung. Es werden daher die hier zugeführten Signale in andere Signale umkodiert. Die Reihenschaltungen weisen bei dem Dekoder ver schiedene Anzahlen von Wicklungen auf. Die Sperr spannungen<I>-u, -2u,</I> -3u und -4u für die Gleich richter G1 ...
G17 sind jeweils entsprechend der Anzahl von Wicklungen bei den zum Dekoder ge hörenden Reihenschaltungen gewählt.
Vielfach ist auch die Forderung zu erfüllen, dass die von einer Verknüpfungsschaltung zu liefernden Ergebnissignale jeweils mit genau bestimmten zeit lichen Verzögerungen zu liefern sind. Es sind dann dafür noch besondere Massnahmen zu treffen, wie sie nachfolgend beschrieben werden.
Die Kodierschal- tung, die zwischen den Klemmen 1 ... 17 und den Klemmen<I>A, B, C, D</I><B>...</B> liegt, ist hier so auf gebaut, dass sie jeweils Kodesignale mit mindestens zwei Signalelementen liefert, von denen das eine Signalelement die Verzögerung angibt und die ande ren Signalelemente den übrigen Informationsinhalt des ursprünglichen Signales vertreten. Das die Ver zögerung angebende Signalelement wird einem Lauf zeitglied zugeführt, welches diesem die betreffende Verzögerung erteilt.
Bei der Anordnung gemäss Fig. 8 sind die beiden Laufzeitglieder Atl und At2 vorge sehen. Die anderen Signalelemente werden jeweils Zwischenspeichern zugeführt, von denen sie min- destens so lange gemeldet werden, bis nach Ablauf der betreffenden Verzögerungszeit das die Verzöge rung angebende Signalelement vom betreffenden Laufzeitglied wieder ausgeliefert wird.
Wird z. B. von der zwischen den Klemmen 1<B>...</B> 17 und den Klemmen<I>A, B, C, D</I><B>...</B> liegenden Kodierschaltung ein Kodesignal über die Klemmen <I>A, B</I> und C ausgeliefert, so wird das an der Klemme <I>A</I> angeschlossene Laufzeitglieder Atl angelassen und ausserdem werden die an den Klemmen B und C angeschlossenen Zwischenspeicher K2 und K3 von der Ruhelage in die Arbeitslage gebracht. Während der Zeitdauer, in der sie sich in Arbeitslage be finden, melden sie die betreffenden Signalelemente.
Ausser den Zwischenspeichern K2 und K3 sind noch weitere an den Klemmen angeschlossene Zwi schenspeicher vorhanden, welche mit K1, K4 ... K9 bezeichnet sind. Je nach der Eigenart des be treffenden Signals wird jeweils ein bestimmtes Lauf zeitglied angelassen und mindestens ein Zwischen speicher in Arbeitslage gebracht hat.
Um zu erreichen, dass jeweils nur ein aus einem Signalelement bestehendes Ergebnissignal an einem bestimmten von der Eigenart des Signals abhängigen Ausgang geliefert wird, ist an die Laufzeitglieder Atl und At2 und an die Zwischenspeicher K1 ... K9 noch ein weiterer Dekoder angeschlossen. Als Eingänge dieses Dekoders dienen die Klemmen A', B',<B><I>C</I></B> ... Er hat die Ausgänge 21 ... 33.
Dieser Dekoder ist im Prinzip so aufgebaut, wie der zwi schen den Eingängen Z,<I>Y, X, W</I> ... und den Klemmen 1 ... 17 liegende Dekoder. Wenn ihm z. B. gleichzeitig über die Klemmen <I>A', B'</I> und C' jeweils ein positiver Impuls zugeführt wird, so wird über den Ausgang 23 ein Ausgabeimpuls als end gültiges Ergebnissignal geliefert.
Zur richtigen Funktion des Dekoders sind den Klemmen<I>A', B'</I> und<B>C</B> die betreffenden Impulse gleichzeitig zuzuführen. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, dass die Zwischenspeicher K2 und K3, solange sie sich in Arbeitslage befinden, ständig Impulse liefern, damit ein zeitliches Zusammen treffen dieser Impulse mit dem vom Laufzeitglied Atl gelieferten Impuls eintreten kann, der durch das die Verzögerung angebende Signal hervorge rufen wird.
Zweckmässigerweise wird dies aber auch auf andere Weise zustande gebracht. Die dazu erforder lichen Einrichtungen sind in der Fig.8 mit dar gestellt. Dazu gehören die Und-Gatterschaltungen Mll, M21, Ml ... M9. Ausserdem sind in diesem Fall die Verzögerungszeiten in bestimmter Weise zu stufen.
Dadurch wird ermöglicht, dass von Laufzeit gliedern impulsweise gelieferte Signalelemente und von Zwischenspeichern ständig gemeldete Signalele mente mit Hilfe von taktweise gelieferten Abfrage impulsen über die erwähnten Und-Gatterschaltungen abgefragt und damit impulsweise gleichzeitig der weiteren als Dekoder dienenden Verknüpfungsschal tung zugeführt werden. Bei Anwendung dieser Mass- nahme ist es ausreichend, wenn die betreffenden Zwischenspeicher die betreffenden Signalelemente ständig melden, z. B. durch das Auftreten einer kon stanten Spannung. Sie können dann besonders einfach aufgebaut sein.
Wenn nun den betreffenden Und- Gatterschaltungen diese mit Signalelementen verbun denen Spannungen und zugleich ein Abfrageimpuls gemeinsam über die Klemme QU zugeführt wird, werden von ihnen gleichzeitig Impulse an die be treffenden der Klemmen<I>A', B',<B>C</B></I> ... geliefert, so dass der dort angeschlossene Dekoder in der be nötigten Weise gesteuert wird. Die Zeitpunkte, zu denen die Abfrageimpulse auftreten, müssen an die Stufung der Verzögerungszeiten der Laufzeitglieder sinngemäss angepasst sein. Ausserdem müssen sie in geeigneter Weise den Zeitpunkten, zu denen zu verknüpfenden Signale bzw.
Signalelemente bei den Eingängen Z,<I>Y, X, W</I> ... zugeführt werden, zeit lich zugeordnet sein. Derartige Abfrageimpulse kön nen in an sich bekannter Technik erzeugt werden. Es erübrigt sich daher, hierauf näher einzugehen. Es sei noch erwähnt, dass die Zwischenspeicher nach Lieferung eines Ergebnissignals jeweils z. B. mit Hilfe eines besonderen Impulses wieder in Ruhe lage zu bringen sind, der ihnen hier über die Klemme RU gemeinsam zuzuführen ist.
Verwendet man anstelle der bisher beschriebenen Und-Gatterschaltungen etwas komplizierter aufge baute Abfrageschaltungen, so kann man erzielen, dass dem betreffenden Eingang des Dekoders beim Ab fragen entweder ein positiver Impuls, z. B. beim Vorliegen eines abzufragenden Signalelementes, oder ein negativer Impuls, nämlich beim Fehlen eines abzufragenden Signalelementes, zugeführt wird. Eine derartige Abfrageschaltung wird später noch im einzel nen beschrieben werden. Bei ihrer Verwendung las sen sich, wie noch an einem Beispiel beschrieben werden wird, besondere Effekte erzielen.
Auch bei der in Fig. 8 gezeigten Anordnung, wo die Ergebnissignale erst mit einer gewissen Verzö gerung zu liefern sind, ist es sehr vorteilhaft, dass die in den verschiedenen Teilen der Anordnung statt findenden Verknüpfungen jeweils sehr schnell vor sich gehen. Es lassen sich dann mit Hilfe der Ab frageimpulse ganz genau festliegende Verzögerungs zeiten erzielen. Die letzte Verknüpfung findet in dem zwischen den Klemmen<I>A', B',<B>C</B></I> ... und den Ausgängen 21 ... 33 liegenden Dekoder statt.
Wenn diese Verknüpfung sehr schnell vor sich geht, so ist auch die damit verbundene Toleranzzeit im Vergleich zur Verzögerungzeit klein, wodurch diese Verzögerungszeit sehr genau eingehalten werden kann.
Um die Funktion der in Fig. 8 gezeigten Anord nung im ganzen zu zeigen, werden noch einige Ver knüpfungsbeispiele im Zusammenhang beschrieben. Beim ersten Beispiel möge über die Eingänge Z, X, <I>Y, W</I> und<I>V</I> ein aus einem negativen Impuls und vier positiven Impulsen bestehendes Signal zuge führt werden. Der negative Impuls möge der Klemme Y zugeführt werden. Es ergibt sich dann, dass infolge- dessen in den Sekundärwicklungen 2z,<I>2y, 2x, 2w</I> und 2v Spannungen induziert werden, worauf über die Klemme 2 ein positiver Impuls geliefert wird, der, wie bereits beschrieben, der Kodierschaltung zugeführt wird und dort die Lieferung weiterer Impulse an den Klemmen<I>A, B</I> und C zur Folge hat.
Hierdurch werden das Laufzeitglied Atl an gelassen und die Zwischenspeicher P und C in Ar beitslage gebracht. Sowie dann ein Abfrageimpuls, der über die Klemme QU zugeführt wird, mit der Ausgabe des Impulses über das Laufzeitglied Atl zusammenfällt, der dem die Verzögerung angebenden Signalelement entspricht, wird der an den Klemmen <I>A', B'</I> und<B>C</B> angeschlossene Dekoder mit drei gleich zeitigen Impulsen versorgt, die einen als Ergebnis signal dienenden Ausgabeimpuls an dem Ausgang 23 zur Folge haben.
Das Laufzeitglied Atl kann nun, wie es auch hier vorgesehen ist, bei der Lieferung verschiedener Signale durch die Kodierschaltung benutzt werden. Die dort auftretenden Signale weisen im allgemeinen mehr als zwei Signalelemente auf. Es können daher für verschiedene Signale gleiche Zwischenspeicher, wenn auch in anderen Kombinationen, mehrfach verwendet werden. Das bedeutet eine Einsparung an Zwischenspeichern. Es ist nun hier der Aufwand für eine Dekodierung und eine Kodierung verhältnis mässig gering. Es ergibt sich daher, dass durch die Anwendung von mehreren Verknüpfungsschritten für die Verknüpfung, wie es hier vorgesehen ist, insge samt eine Einsparung an Schaltmitteln für den vor gesehenen Zweck möglich ist.
Es wird nun noch ein zweites Beispiel für eine Verknüpfung kurz beschrieben. In diesem Fall ist ein Signal zu verarbeiten, mit dem den Eingängen <I>U</I> und<I>W</I> positive Impulse und den Eingängen<I>T,</I> S und V negative Impulse zugeführt werden. über die Sekundärwicklungen 6u, 6t, 6w, 6s und 6v wird dann über die Klemme 6 ein Impuls an die Kodier- schaltung geliefert, welcher zur Folge hat, dass von dort Impulse über die Klemmen<I>A</I> und<I>D</I> ausgegeben werden. Durch diese Impulse werden das Laufzeit glied Atl angelassen und der Zwischenspeicher K8 in Arbeitslage gebracht.
Wenn dann im geeigneten Zeitpunkt über die Klemme<I>Q U</I> ein Abfrageimpuls zugeführt wird, so ergibt sich, dass dem an die Klem men<I>A', B'</I> usw. angeschlossenen Dekoder über die Klammer<I>A'</I> und<I>D'</I> positive Impulse zugeführt wer den. Wenn das Abfragen anstatt über Und-Gatter- schaltungen über die bereits erwähnten Abfrageschal- tungen durchgeführt werden, so werden dann diesem Dekoder über die anderen in Frage kommenden Klem men negative Impulse zugeführt, u. a. auch über die Klemme<B>E</B>.
Dadurch ergibt sich, dass in den Sekun därwicklungen 26a, 26d und 26e Impulse induziert werden, welche einen als Ergebnissignal wirkenden Ausgabeimpuls zur Folge haben, der über den Aus gang 26 ausgeliefert wird. Es sei noch bemerkt, dass die in den Skundärwicklungen der übrigen Rei- henschaltungen induzierten Impulse sich nicht der artig summieren, dass dort ein Ausgabeimpuls zu stande kommt.
Es kann nun auch der Fall eintreten, und dieser Fall ist bei der in Fig. 8 gezeigten Anordnung mit Absicht berücksichtigt, dass während der Verzöge rungszeit des Laufzeitgliedes Atl einigen der Ein gänge Z,<I>Y, X, W ...</I> des betreffenden Dekoders weitere Impulse jeweils gleichzeitig zugeführt wer den. Es kann dann sein, dass dadurch die gerade stattfindende Verknüpfung beeinflusst wird.
Werden während dieser Zeit bei dem vorstehend beschrie benen Betriebsbeispiel gleichzeitig auch den Ein gängen U und R mit einem Signal verbundene po sitive Impulse und dem Eingang Q ein mit demselben Signal verbundener negativer Impuls zugeführt, so wird von der an die Klemme 11 angeschlossenen Reihenschaltung der Sekundärwicklungen 11u, 11r und 11y ein positiver Impuls geliefert, der über die Wicklung 11 e usw. den an die Klemme E angeschlos senen Zwischenspeicher K5 in Arbeitslage bringt. Die zu diesem Zwischenspeicher gehörende Abfrageschal- tung liefert im Abfragen daher nunmehr einen positiven Impuls statt eines negativen Impulses wie bei dem vorher beschriebenen Betriebsfall.
Infolge dessen kann die Reihenschaltung der Sekundärwick lungen 26a, 26e und 26d nicht mehr einen positiven Ausgabeimpuls liefern. Stattdessen liefert aber nun mehr die Reihenschaltung aus den Sekundärwick lungen 25a, 25e und<I>25d</I> einen als Ergebnissignal wirkenden Ausgabeimpuls. Die Sekundärwicklung 26e hat nämlich den umgekehrten Wicklungssinn als die Sekundärwicklung 25e.
Mit Hilfe der in Fig. 8 gezeigten Anordnung kann also auch jeweils während eines gewissen Zeitraums, nämlich während der jeweiligen Verzögerungszeit, das Einlaufen weiterer Signale bzw. weiterer Signal elemente überwacht und mit ausgewertet werden. Eine derartige Anordnung ist z. B. von Bedeutung für Zeitmultiplex-Vermittlungssysteme gewisser Art, bei denen jeweils in gewissen Zeiträumen Einrichtungen, wie Teilnehmerschaltungen, Umlaufspeicher usw. auf ihren Betriebszustand abgefragt werden, damit die erhaltenen Meldungen verarbeitet werden können, und bei denen diese verschiedenen Meldungen zum Teil nacheinander geliefert werden.
Die in Fig. 8 gezeigte Anordnung erlaubt ausser den bereits im einzelnen beschriebenen Verknüp fungen noch eine grössere Anzahl anderer Verknüp fungen. Sie stellt ein Beispiel dafür dar, wie man mit Hilfe der zuerst beschriebenen Verknüpfungsschal tungen eine Anordnung schaffen kann, die sehr viele und recht umfangreiche Verknüpfungen ausführen kann, obwohl der schaltungstechnische Aufwand ver hältnismässig gering bleibt.
Die in Fig. 8 gezeigte Anordnung weist u. a. einen Dekoder auf, welcher 17 Ausgänge hat, nämlich die Klemmen 1 bis 17. Es kann nun der Fall eintreten, dass ein Dekoder benötigt wird, der noch eine wesent lich grössere Anzahl von Ausgängen aufzuweisen hat. In den Fig. 9 und 10 sind nun Beispiele dafür gezeigt, wie in einem derartigen Fall ein Dekoder in zweck mässiger Weise aufgebaut wird, damit der schal tungstechnische Aufwand möglichst gering bleibt.
Zunächst wird die in Fig. 9 gezeigte Anordnung betrachtet. Bei dieser Verknüpfungsschaltung sind die zu verarbeitenden Signale in zwei Gruppen zuzu führen. Die Signale der einen Gruppe werden über die Eingänge<I>U, V</I> und<I>W</I> und die Signale der an deren Gruppe werden über die Eingänge<I>X, Y</I> und Z zugeführt.
Reihenschaltungen von Sekundärwick lungen sind für jede Gruppe von Signalen für sich vorgesehen. die Sekundärwicklungen für die eine Gruppe befindet sich auf den übertragerkernen Ku, Kv und Kw und die Sekundärwicklungen für die andere Gruppe befinden sich auf den übertrager- kernen Kx,
Ky und Kz. Die Reihenschaltungen von zu verschiedenen Gruppen von Signalen gehörenden Sekundärwicklungen sind in allen Kombinationen über Entkoppelgleichrichter und Ergebnissignalemp- fänger miteinander verbunden. Die Entkoppelgleich- richter und die Ergebnissignalempfänger sind in der Fig. 9 der Übersichtlichkeit halber kreuzfeldartig an geordnet. Es sind dies die Entkoppelgleichrichter G11, G12 ...
G88 und die Ergebnissignalempfänger T1 1, T12<B>...</B> T88, Mit Hilfe der ständig anliegenden Sperrschaltung -4u sind die Entkoppelgleichrichter derart in Sperrichtung beansprucht, dass sie nur dann einen Impuls durchlassen, wenn die vektorielle Summe der in den Sekundärwicklungen der betreffen den Reihenschaltungen induzierten Spannungen im Betrag grösser als die Sperrspannung ist und der angelegten Sperrspannung entgegengerichtet ist. Die angelegte Sperrspannung wirkt hier also ganz ent sprechend wie bei den anderen bereits beschriebenen Verknüpfungsschaltungen mit angelegter Sperrspan nung.
Als Ergebnissignalempfänger sind hier z. B. Signalübertrager verwendet, deren Primärwicklungen zwischen die Reihenschaltungen eingefügt sind. Über ihre Sekundärwicklungen werden gegebenenfalls die Ausgabeimpulse weitergegeben. Sie werden dabei potentialfrei geliefert. Dies erleichtert ihre weitere Verwendung.
Die an die Eingänge<I>U,</I> V und<I>W</I> angeschlossenen Übertrager mit den Kernen Ku, Kv und Kw stellen für sich einen Dekoder für ein Signal mit drei bi nären Signalelementen dar. Dieses Signal kann acht verschiedene Werte einnehmen. Daher sind auch acht verschiedene Reihenschaltungen von Sekundärwick lungen vorhanden, bei denen die acht möglichen verschiedenen Kombinationen für den Wicklungssinn der jeweils drei Sekundärwicklungen in Reihenschal tungen vorgesehen sind.
Die Funktion dieses Deko- ders ist analog der Funktion des in Fig. 5 gezeigten Dekoders. Die an die Eingänge<I>X, Y</I> und Z ange schIossenen Übertrager mit den Kernen Kx, Ky und Kz stellen für sich einen Dekoder dar, der dem an die Eingänge<I>U, V</I> und<I>W</I> angeschlossenen völlig entspricht.
Die Ausgänge dieser beiden Dekoder sind nun in allen Kombinationen über Entkoppelgleichrichter verbunden, so dass die dazwischen eingefügten Er gebnissignalempfänger jeweils dann einen Ausgabe impuls weitergeben, wenn jeweils ein Ausgang dieser beiden Dekoder einen Impuls liefert. Es ergibt sich dabei, dass bei Zuführung einer beliebigen Kombina tion von Signalen jeweils nur einem Ergebnissignal empfänger ein Ausgabeimpuls geliefert wird. Wenn z. B. alle sechs zu verknüpfenden Signale den bi nären Wert L haben, so wird über die Eingänge <I>U, V, W</I> und<I>X, Y</I> und Z jeweils ein Impuls in der Richtung zugeführt, die die mit L bezeichneten Pfeile angeben.
Es ergibt sich dann, dass nur in den Reihen schaltungen aus den Sekundärwicklungen<I>l u, I v,</I> 1w, lx, ly und 1z die in den Sekundärwicklungen induzierten Impulse sich gleichsinnig summieren. Es wird daher in diesem Betriebsfall nur über den Ent- koppelgleichrichter Gll und über den Signalüber trager T11 ein Ausgabeimpuls geschickt. In ähnlicher Weise wird bei allen anderen Kombinationen von binären Werten ebenfalls jeweils nur über einen Signalübertrager ein Ausgabeimpuls geliefert.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervor geht, besteht der in der Fig. 9 gezeigte Dekoder aus zwei kleineren Dekodern, die im folgenden als Unter- dekoder bezeichnet werden. Der eine Unterdekoder hat die Eingänge<I>U, V</I> und<I>W</I> und der andere De- koder hat die Eingänge<I>X, Y</I> und Z.
Beide Unter- dekoder arbeiten über die erwähnten Signalübertrager zusammen, die dabei als stromgesteuerte Und-Gatter- schaltungen wirken, denn sie geben nur dann einen Ausgabeimpuls weiter, wenn die beiden jeweils an geschlossenen Reihenschaltungen im gleichen Sinne dazu beitragen. Durch die Gliederung des Dekoders in zwei Unterdekoder wird nun der benötigte Auf wand verringert.
Wenn nun ein Dekoder besonders viele Aus gänge zu haben hat, wird man bestrebt sein, den De- koder in mehr als zwei Unterdekoder aufzugliedern, um noch mehr an Aufwand zu sparen. Sieht man z. B. drei Unterdekoder vor, so ergibt sich, wenn man den Dekoder analog zu dem in Fig. 9 gezeigten aufbaut, dass die als Ergebnissignalempfänger zu verwendenden Einrichtungen als stromgesteuerte Und-Gatterschaltungen für eine dreifache Koinzidenz zu arbeiten haben.
Derartige Schaltungen bieten nun technisch gewisse Schwierigkeiten.
In der Fig. 10 ist nun ein Dekoder mit sehr vielen Ausgängen gezeigt, der aus drei Teilschaltungen be steht und bei dem man diese Schwierigkeit umgangen hat. Dieser Dekoder ist zunächst in zwei unter sich gleiche Unterdekoder gegliedert, die jeweils dem in Fig. 5 gezeigten Dekoder weitgehend entsprechen. Es handelt sich hier um zwei Tetraden-Dekoder. Im folgenden werden sie als Unterdekoder bezeichnet.
Sie haben jeweils vier Eingänge, von denen die zum einen Unterdekoder gehörenden mit Z1 und die zum an deren Unterdekoder gehörenden mit Z2 bezeichnet sind. Ausserdem ist noch eine Teilschaltung vorhan den, die der in Fig. 3 gezeigten Schaltung entspricht. Es ist dort jedoch eine der zu den Ausgängen führen den Reihenschaltungen weggelassen. Diese Teilschal tung hat ebenfalls vier Eingänge, die insgesamt mit Z3 bezeichnet sind. Es handelt sich hier, wie bereits beschrieben wurde, um eine Umkodierschaltung, wel che die zugeführten Signale mit vier binären Signal elementen in Signale nach dem Kode 1 von 3 und 1 von 4 umkodiert.
Sie weist die vier übertragerkerne Kw, Kx, Ky und Kz auf. Die auf den übertrager- kernen Ky und Kz liegenden Sekundärwicklungen sind in vier Reihenschaltungen zusammengefasst, die mit den Reihenschaltungen des Unterdekoders mit den Eingängen Z1 kombiniert sind.
Die auf den Übertragerkernen Kw und Kx liegenden Sekundär wicklungen sind in drei Reihenschaltungen zusam- mengefasst, die mit den Reihenschaltungen des Unter- dekoders mit den Eingängen Z2 kombiniert sind. Im Zuge dieser Kombination sind nun die betreffenden Reihenschaltungen jeweils genauso wie in der An ordnung gemäss Fig.9 über Entkoppelgleichrichter und Signalübertrager zusammengefasst.
Man kann den Aufbau des bisher betrachteten Teils der in Fig. 10 gezeigten Anordnung auch noch etwas anders auffassen. Es sind hier nämlich auch zwei Dekoder aus je zwei Unterdekodern vorhanden, die jeweils im Prinzip dem in Fig. 9 gezeigten De- koder entsprechen.
Einer dieser beiden Dekoder be steht aus dem Unterdekoder mit den Eingängen Z1 und aus dem Unterdekoder aus den Übertragern mit den Kernen Ky und Kz. Der letztere Unterdekoder hat die beiden Eingänge 1Z3. Der andere Dekoder besteht aus dem Unterdekoder mit den Eingängen Z2 und dem Unterdekoder aus den Übertragern mit den Kernen Kw und Kx. Der letztere Unterdekoder hat die beiden Eingänge 2Z3.
Diese beiden Dekoder weisen nun jeweils Gruppen von Signalübertragern auf, deren Primärwicklungen mit 1lPt <I>...</I> 104Pt und mit PT <I>11</I><B>...</B> PT 103 bezeichnet sind. Die Se kundärwicklungen von Signalübertragern verschie dener Gruppen sind nun in allen Kombinationen über Entkoppelrichtleiter und weitere Signalübertrager mit einander verbunden, wie es in dem oberen Teil der Fig. 10 dargestellt ist.
Zu den Primärwicklungen 11PT <I>... 104PT</I> gehören die Sekundärwicklungen 11ST ...<I>104ST</I> und zu den Primärwicklungen PT 11<B>...</B><I>PT103</I> gehören die Sekundärwicklungen ST11 <B>...</B> ST103. Es ist z. B. die Sekundärwicklung <I>ST l</I> l über die Primärwicklung des Signalübertragers 1T1 und den Entkoppelgleichrichter 1G1 mit der Sekundärwicklung 11ST verbunden. Ferner ist z. B.
die Sekundärwicklung ST103 mit der Sekundärwick lung ST104 über die Primärwicklung des Signal übertragers 103T104 und den Entkoppelgleichrich- ter 103G104 verbunden usw. Die Signalübertrager 1T1 ... 103T104 dienen hier als Ergebnissignal- empfänger, denen die Ausgabeimpulse des Dekoders geliefert werden. über ihre Sekundärwicklungen er folgt die potentialfreie Weitergabe von Ausgabe impulsen zur weiteren Verwendung. Die Ausgänge des Dekoders gemäss Fig. 10 liegen also bei den Signalübertragern 1T1 ... 103T104.
Es ist nun noch die Versorgung dieses Dekoders mit Signalen zu betrachten. Die dazugehörigen Ein gänge sind, wie bereits erwähnt, mit Z1, Z2 und Z3 bezeichnet, wobei zu den Eingängen Z3 die Ein gänge 1Z3 und 2Z3 gehören. Es sind dies insgesamt zwölf Eingänge. Es können also von dem Dekoder z. B. zwölf Signale aus je einem binären Signalele ment verarbeitet werden, wobei jedoch bestimmte Signalkombinationen keinen Ausgabeimpuls zur Folge haben.
Es ist nämlich die Anzahl der Ausgänge dieses Dekoders nur gleich 30 X 40 - 1200 und daher kleiner als die Anzahl der für zwölf binäre Signale möglichen Kombinationen ihrer binären Werte, die gleich Z12 = 4096 ist. Da die Anordnung jedoch immerhin mehr als 1000 Ausgänge hat, dürfte sie ohne weiteres zur Verarbeitung der Zahlen 1 bis 1000 in binärer Darstellung geeignet sein, sofern diese geeignet gewählt ist.
Dies bestätigt sich, wenn man sich daran erinnert, dass den Eingängen Z1, Z2 und Z3 jeweils Binärdarstellungen einer Ziffer einer dreistelligen dekadischen Zahl zugeführt werden kön nen, wobei jeweils über einen Ausgang des Dekoders ein Ausgabeimpuls geliefert wird. Es sei noch be merkt, dass die Umkodierschaltung mit den Ein gängen Z3 insgesamt zwölf verschiedene Kodesignale nach dem Kode 1 und 3 und 1 von 4 zu liefern imstande ist. Hiervon werden nur zehn benötigt.
Der Übersichtlichkeit halber sind in der Fig. 9 jedoch alle Möglichkeiten berücksichtigt worden. Der Umkodier- schaltung mit den Klemmen Z3 können also sogar zwölf verschiedene Signale mit je vier binären Signal elementen zugeführt werden. Es sind dann alle 1200 Ausgänge des Dekoders ausgenutzt. Verwendet man hier nur zehn verschiedene Signale, so können 200 Ausgänge wegfallen. Welche Ausgänge wegzufallen haben, richtet sich danach, welche der zwölf mög lichen Signale verwendet werden.
Ganz kurz sei noch ein Beispiel für die Deko- dierung einer dreistelligen dekadischen Zahl beschrie ben, deren einzelne Ziffern in geeigneter Binärdar stellung gegeben sind. Den Binärdarstellungen der drei Ziffern entsprechen nun drei Signale mit je vier binären Signalelementen. Jedes dieser Signale wird einer der drei Gruppen Z1, Z2 und Z3 von Eingängen zugeführt. Es sind dabei alle drei Signale gleichzeitig diesen Klemmen zuzuführen.
Es wird dann über einen der Signalübertrager unter den Si gnalübertragern mit den Primärwicklungen PT <I>l 1</I><B>...</B> PT 103 und über einen der Signalübertrager unter den Signalübertragern mit den Primärwicklungen 11PT ... <I>104PT</I> ein Impuls weitergegeben. Es mögen dies gerade die Signalübertrager mit den Primärwicklun gen PTll und 11PT sein. Infolgedessen entsteht in den Sekundärwicklungen STl1 und<I>11ST</I> dieser Signalübertrager ebenfalls jeweils ein Impuls.
Die Sekundärwicklungen dieser Signalübertrager sind nun derart in Reihe geschaltet, dass sich derartige Im pulse jeweils gleichsinnig summieren. Zwischen den beiden Sekundärwicklungen STll und 11ST ist nun die Primärwicklung des weiteren Signalübertragers 1T1 eingefügt, der beim Auftreten der erwähnten beiden Impulse einen Ausgabeimpuls liefert, wodurch die Dekodierung abgeschlossen ist.
Vielfach wird es erwünscht sein, dass die geliefer ten Ausgabeimpulse besonders energiereich sind, da mit sie noch weitere Einrichtungen steuern können, in denen sie zu verarbeiten sind. Es kann in diesem Zusammenhang auch notwendig sein, die im Dekoder stattfindenden Energieverluste wettzumachen. Um energiereiche Ausgabeimpulse zu erhalten, ist es z. B. zweckmässig, den Sekundärwicklungen ST11 <I>...</I> ST103 und 11ST ... 104ST als Impulsverstärker dienende Transistoren in Reihe zu schalten.
Anhand der Fig. 11 ist gezeigt, wie diese Transistoren in die Schaltung eingefügt werden können. Die Fig. 11 zeigt nur einen Auszug aus dem oberen Teil der An ordnung gemäss Fig. 10. Es ist hier der über die Sekundärwicklungen 11ST, den Entkoppelgleichrich- ter 1G1, den Signalübertrager 1T1 und die Sekundär wicklung ST11 verlaufende Schaltungsweg gezeigt. Die Verzweigungen zu den anderen Schaltungszwei gen sind durch die Vielfachschaltungszeichen 10.4 und<B>10-3</B> angedeutet.
In Reihe zu der Sekundär wicklung<I>11ST</I> liegt der p-n-p-Transistor 11V in Emitterschaltung. In Reihe zur Sekundärwicklung STl1 liegt der n-p-n-Transistor V11 in Emitter- schaltung. Die Enden des gezeigten Schaltungszweiges liegen an der Spannungsquelle +-. Wenn nun über die beiden Sekundärwicklungen <I>11ST</I> und<I>ST11</I> je weils ein Impuls weitergegeben wird, so werden diese über die beiden Transistoren 11 V und V11 verstärkt, wodurch wie beabsichtigt ein verhältnismässig ener giereicher Ausgabeimpuls über den Signalübertrager 1T1 ausgegeben wird.
Die bisher beschriebenen Ausführungsbeispiele für Verknüpfungsschaltungen sind sehr verschieden. Es ist also auf diesem Wege möglich, die verschieden artigsten Verknüpfungen durchzuführen. In der Fig. 12 ist ein weiteres Beispiel für eine Verknüp fungsschaltung dargestellt, welches die Vielseitigkeit von Verknüpfungsschaltungen vor Augen führt. Es handelt sich hier um eine Schaltung zum Vergleich von zwei Gruppen von binären Signalen bzw. Signal elementen. Diese Schaltung liefert dann einen Aus gabeimpuls, wenn die Signale bzw. Signalelemente der beiden Gruppen in ihren binären Werten vollständig übereinstimmen.
Um diese Funktion der Verknüpfungsschaltung zu erzielen, sind auf den der ersten Gruppe von bi nären Signalen zugeordneten übertragerkernen Rei henschaltungen von Sekundärwicklungen in allen Wicklungssinnkombinationen vorgesehen. In der glei chen Weise sind auf den der zweiten Gruppe von binären Signalen zugeordneten übertragerkernen Rei henschaltungen von Sekundärwicklungen vorgesehen. Bei dem in Fig. 12 gezeigten Beispiel für eine derar tige Verknüpfungsschaltung besteht jede Gruppe von Signalen aus drei Signalen. Die Signale der ersten Gruppe werden den Eingängen<I>X, Y</I> und Z zuge führt.
Die Signale der zweiten Gruppe werden den Eingängen X',<I>Y'</I> und Z' zugeführt. Es sind nun die jeweils gleichen Reihenschaltungen auf den den beiden Gruppen von Signalen zugeordneten über tragerkernen in Reihe geschaltet. Die einen Enden dieser Reihenschaltungen sind über die Gleichrichter G1 ... G8 an den Ausgang N angeschlossen. Hier wirkt sich im Ruhezustand der Schaltung über den Widerstand Rg Erde aus. Die anderen Enden der Reihenschaltung liegen an der Spannung -4u. Da durch sind die Gleichrichter in Sperrichtung bean sprucht.
Es sei noch bemerkt, dass die Sekundär wicklungen, die sich auf den zu einer Gruppe von Signalen zugeordneten übertragerkernen befinden, genauso angeordnet sind, wie die Sekundärwicklun gen auf den übertragerkernen Kx, Ky und Kz in der Schaltung gemäss Fig. 9.
Die Funktion der Schaltung wird nun anhand einiger Betriebsfälle erläutert. Es kann z. B. der Betriebsfall vorliegen, dass die drei den Eingängen <I>X, Y</I> und Z zugeführten Signalelemente den binären Wert L haben. Dann wird in der Reihenschaltung der Sekundärwicklungen der übertragerkerne Kx, Ky und Kz, ein positiver Impuls mit der Spannung 3u induziert. In den anderen Reihenschaltungen auf diesen übertragerkernen entstehen Impulse, welche eine kleinere positive Spannung oder eine negative Spannung haben, da dort die Wicklungen in ande ren Wicklungssinnkombinationen zusammengeschal tet sind.
Es sind nun jeweils gleiche Reihenschal tungen von Sekundärwicklungen der übertragerkerne Kx', Ky' und Kz mit den betreffenden Reihenschal tungen auf den übertragerkernen Kx, Ky und Kz verbunden.
Es entsteht, wenn die den Eingängen <I>X', Y'</I> und Z' zugeführten Signalelemente ebenfalls den binären Wert L haben, nun auch in der Reihen schaltung von Sekundärwicklungen der übertrager- kerne Ky', Kx' und Kz', die über den Gleichrichter G8 an den Ausgang N angeschlossen ist, ein positiver Impuls mit der Spannung 3u. Der insgesamt in diesen beiden Reihenschaltungen auftretende Impuls hat daher eine Amplitude, die grösser als die Sperrschal tung ist, so dass über den Gleichrichter G8 ein Aus gabeimpuls bei diesem Betriebsfall geliefert wird.
Hätten die den Eingängen X', Y' und Z' zuge führten Signalelemente andere binäre Werte, so würde sich weder bei den bisher betrachteten Reihen schaltungen noch bei anderen Reihenschaltungen ins gesamt ein Impuls ergeben, der eine Amplitude hat, die grösser als die Sperrspannung ist.
Für die anderen Reihenschaltungen von Sekun därwicklungen auf den übertragerkernen gibt es nun jeweils eine andere Kombination für die binären Werte der den Eingängen<I>X, Y</I> und Z und der den Eingängen<I>X', Y'</I> und Z' zugeführten Signalelemente, bei denen der dabei insgesamt entstehende Impuls eine Amplitude hat, die grösser als die Sperrspannung ist. Da nun alle möglichen Kombinationen für die Wicklungssinne der Sekundärwicklungen in den Rei- henschaltungen vertreten sind, so ergibt sich, dass jedesmal, wenn die den Eingängen<I>X</I> und X',<I>Y</I> und Y' sowie Z und Z zugeführten binären Signal elemente jeweils übereinstimmen, ein Ausgabeimpuls geliefert wird.
Diese Verknüpfungsschaltung arbeitet also als Vergleichsschaltung, welche Signalgruppen bzw. Signale mit mehreren Signalelementen mitein ander vergleicht. Hier hat jede Signalgruppe drei Signale. Die Verknüpfungsschaltung kann ohne wei teres sinngemäss für den Vergleich von Signalgruppen mit einer grösseren Zahl von Signalen erweitert werden. Es können in analoger Weise auch Ver knüpfungsschaltungen aufgebaut werden, die zum Ver gleich von mehr als zwei Signalgruppen geeignet sind.
Bei den bisher betrachteten Verknüpfungsschal tungen waren die Windungszahlen der Primärwick lungen und Sekundärwicklungen auf den für das Zustandekommen der Verknüpfungen verwendeten lr'Jbertrager jeweils unter sich gleich. Falls besondere Verknüpfungseffekte zu erzielen sind, können auch die Primär- und Sekundärwicklungen verschiedene Windungszahlen erhalten.
Ferner trägt bei den bisher betrachteten Ver knüpfungsschaltungen jeder für die betreffende Ver knüpfung dienende übertrager eine Primärwicklung, der jeweils ein Eingabeimpuls nach Massgabe des binären Signales in der einen oder der anderen Richtung zugeführt wird. Statt dessen kann auch vor gesehen sein, dass jeder dieser übertrager zwei Pimär- wicklungen mit verschiedenem Wicklungssinn trägt und dass jeweils nach Massgabe des binären Wertes der zugehörigen binären Signale ein Eingabeimpuls jeweils gleicher Polarität der einen oder anderen Primärwicklung zugeführt wird.
In der Fig. 13 ist ein übertrager einer Verknüpfungsschaltung gezeigt, welcher zwei derartige Primärwicklungen hat. Er besteht aus dem übertragerkern Kx, den Primärwick lungen Ix und IIx, sowie mehreren Sekundärwicklun gen, die mit lx .. .4x bezeichnet sind. Es sind hier die beiden Eingänge 1X und 2X vorhanden. Nach Massgabe des binären Wertes des zuzuführen den Signales wird über den Eingang 1X oder über den Eingang 2X ein Impuls in der durch die Pfeile ixL und ix0 angezeigten Richtung zugeführt.
Infolge dessen werden in den Sekundärwicklungen jeweils Im pulse in der einen oder anderen Richtung, wie es auch beabsichtigt ist, induziert.
Damit der Verknüpfungsvorgang bei den Ver knüpfungsschaltungen gemäss der Erfindung in der beabsichtigten Weise abläuft, sind die zu verknüpfen den Signale bzw. Signalelemente, wie bereits angege ben wurde, in Form von Impulsen zuzuführen. Diese Impulse müssen eine bestimmte Dauer und Ampli tude haben, damit sie sich in der vorgesehenen Weise auswirken. Damit das richtige Verknüpfungsergebnis sicher erhalten wird, sind sie dabei auch jeweils möglichst genau gleichzeitig zuzuführen. Es ist daher Vorsorge dafür zu treffen, dass diese Bedingungen für die Zuführung der Impulse eingehalten werden.
Wegen der übrigen sehr vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemässen Verknüpfungsschaltungen ist auch ihre Verwendung sehr günstig, wenn die zu verknüpfenden Signale nicht von vornherein in der vorgesehenen Form, nämlich als gleichzeitig auftre tende Impulse bestimmter Amplitude geliefert wer den. Es sind dann jedoch noch besonders Mass nahmen zu treffen, um den Signalen die benötigte Form und zeitliche Lage zu geben. Vielfach werden Signale infolge der Beschaffenheit der Signalquelle in ihrer Dauer und Amplitude etwas veränderlich sein. Es ist dann zweckmässig zur genauen Bemessung der zeitlichen Lage und Amplitude der Eingabe impulse diese jeweils über eine besondere dafür ge eignete Schaltung zuzuführen.
Als derartige Schaltung kann z. B. eine Ring- modulatorschaltung mit einem Eingangsübertrager und einem Ausgangsübertrager, welche über vier im Ring geschaltete Gleichrichter verbunden sind, verwendet werden.
Diese Ringmodulatorschaltung ist dann in der Weise zu betreiben, dass der Primär wicklung des Eingangsübertragers zur Auslösung der Verknüpfung jeweils ein für alle Ringmodulatorschal- tungen gemeinsamer Abfrageimpuls zugeführt wird, der je nach Polarität einer zum betreffenden zu ver arbeitenden Signal gehörenden und die Gleichrichter steuernden Eingabesignalspannung, die an die Se kundärwicklungen des Eingangsübertragers und an die Primärwicklungen des Ausgangsübertragers ange legt wird,
zu den Primärwicklungen des Ausgangs übertragers als Eingabeimpuls weitergegeben wird oder nicht. Der Ausgangsübertrager dient hier zu gleich als Träger von in Reihe geschalteten Sekundär wicklungen, die zur Ausführung der beabsichtigten Verknüpfungsfunktion dienen.
In der Fig. 14 ist eine derartige Ringmodulator- schaltung gezeigt. Der Eingangsübertrager hat den übertragerkern Ky und der Ausgangsübertrager hat den übertragerkern Kx. Der Abfrageimpuls wird über die Klemme QU der Primärwicklung 0q des Eingangsübertragers zugeführt. Seine Sekundärwick lungen 1 q und 2q sind mit den Primärwicklungen Ix und IIx des Ausgangsübertragers über die Gleich richter D1 und D2 sowie über
die Gleichrichter D3 und D4 verbunden. Die Gleichrichter werden durch die mit dem Eingabesignal verbundene Ein gabesignalspannung gesteuert, welche an den Ver bindungspunkten der Sekundärwicklungen 1q und 2q des Eingangsübertragers und an den Verbindungs punkt der Primärwicklungen Ix und IIx des Aus gangsübertragers angelegt wird. Der Verbindungs punkt zwischen den Sekundärwicklungen lq und 2q des Eingangsübertragers liegt hier fest an Erde.
Der Verbindungspunkt zwischen den Primärwick lungen Ix und IIx des Ausgangsübertragers ist über den Strombegrenzungswiderstand Rx an die Klemme X angeschlossen, welche als Signaleingang dient und der je nach dem binären Wert des zuzuführenden Signals ein positiver Impuls, angedeutet durch den Pfeil jxL, oder ein negativer Impuls, angedeutet durch den Pfeil jx0, zugeführt wird.
Wird ein positiver Impuls zugeführt, so sind während seiner Dauer die Gleichrichter Dl und D2 in Durchlassrichtung beansprucht und die Gleichrichter D3 und D4 in Sperrichtung beansprucht. Wenn nun über die Klemme QU der Primärwicklung 0q ein positiver Abfrageimpuls während der Zeitdauer des Eingangs impulses zugeführt wird, so haben die in den Se kundärwicklungen 1 q und 1 q induzierten Impulse, die sich gleichsinnig summieren, nur einen Stromfluss über die Gleichrichter<I>D 1</I> und<I>D2</I> zur Folge, sofern der Abfragimpuls nicht eine zu grosse Amplitude hat.
Infolgedessen wird auch den Primärwicklungen Ix und IIx ein Impuls bestimmter Richtung zugeführt. Dessen zeitliche Lage und Amplitude hängt dann nur von dem Abfragimpuls ab. Handelt es sich beim jeweiligen Eingabesignalimpuls um einen negativen Impuls, so sind die Gleichrichter D1 und D2 in Sperrichtung und die Gleichrichter D3 und D4 in Durchlassrichtung beansprucht. Ein währenddessen zugeführter entsprechender Abfragimpuls hat daher nur einen Stromfluss über die Gleichrichter D3 und D4 zur Folge.
Diese Gleichrichter sind so in die Schaltung eingefügt, dass den Primärwicklungen Ix und IIx nur ein Impuls umgekehrter Richtung als vorher zugeführt wird. Auch dessen zeitliche Lage und Amplitude hängt nur von dem Abfrageimpuls ab. Die mit den Abfrageimpulsen verbundenen Im pulse in den Primärwicklungen Ix und IIx summieren sich dort jeweils gleichsinnig wegen der entsprechend gewählten Schaltungsweise dieser Wicklungen und rufen in den Sekundärwicklungen lx, 2x ... des Ausgangsübertragers weitere Impulse hervor, die für die Verknüpfung ausgewertet werden.
Die Ein gabesignalimpulse dagegen kompensieren sich in der Reihenschaltung der Primärwicklungen Ix, und IIx und haben daher keine Impulse in den Sekundärwick lungen<I>1 x, 2x</I><B>...</B> zur Folge. Aus dem gleichen Grunde rufen sie auch über die Sekundärwicklungen 1 q und 1 q des Eingangsübertragers keine Impulse in weiteren Wicklungen dieses Übertragers hervor.
Der vorstehend beschriebene Sachverhalt ist noch anhand der Fig. 15 mit den Kurvenzügen a-c ver anschaulicht. Der dort gezeigte Kurvenzug b zeigt die Aufeinanderfolge der Spannungen ux0 und uxL von negativen und positiven Eingabesignalimpulsen an der Klemme<I>X.</I> Der Kurvenzug<I>a</I> zeigt das Auftreten der zu Abfrageimpulsen gehörenden Span nung uqu an der Klemme Q U.
Der Kurvenzug c zeigt die zeitliche Lage und Polarität der durch Ab frageimpulse in einer Sekundärwicklung auf dem Übertragerkern Kx erzeugten Spannungsimpulse. Sie sind mit uxL' und ux0' bezeichnet. Deren Polarität ändert sich mit der Polarität der Eingabesignal impulse. Ihre Amplitude und zeitliche Lage ist aber nur von den Abfrageimpulsen abhängig. Eingabe signalimpulse können daher gewisse Änderungen auf weisen, ohne dass dies die Arbeitsweise der Verknüp fungsschaltung beeinträchtigt.
Führt man einen Ab frageimpuls allen bei einer Verknüpfungsschaltung vorgesehenen Ringmodulatorschaltungen gemeinsam zu, so ist sichergestellt, dass in allen Sekundärwick lungen von zur Verknüpfung dienenden Übertragern die auszuwertenden Impulse gleichzeitig induziert werden. Es ist dann auch ein einwandfreies Zu standekommen der beabsichtigten Verknüpfung ge währleistet.
Zweckmässigerweise versieht man die Ringmodu- latorschaltungen, denen gemeinsam ein Abfragimpuls zugeführt wird, mit einem gemeinsamen Eingangs übertrager mit einer einzigen Primärwicklung. Auf diesem Übertrager befinden sich dann mehrere Paare von Sekundärwicklungen, die dann den Ringmodu- latorschaltungen individuell zugeordnet sind. Diese Schaltungsweise ist auch in der Fig. 14 mit ange deutet.
Auf dem übertragerkern Kq befinden sich ausser dem bereits erwähnten Sekundärwicklungspaar 1q und 2q noch die Sekundärwicklungspaare 3q und 4q sowie 5q und 6q. Die dazugehörigen Ring- modulatorschaltungen haben die Eingänge Y und Z. Meistens genügt es auch sogar nur ein Paar von Sekundärwicklungen vorzusehen. Die zu den ver schiedenen Ringmodulatorschaltungen gehörenden Paare von Gleichrichtern sind dann sinngemäss an dieses eine Paar von Sekundärwicklungen anzu schliessen.
In der Fig. 16 ist eine Variante der in Fig. 14 gezeigten Ringmodulatorschaltung gezeigt. Sie unter scheidet sich von dieser dadurch, dass die Sekundär wicklungen des Eingangsübertragers in die ersten Sekundärwicklungen lql und 2q1 und die zweiten Sekundärwicklungen 1q2 und 2q2 aufgespalten sind, die jeweils über die Gleichrichter D1 und D2 sowie D3 und D4 getrennt mit den Primärwicklungen Ix und IIx des Ausgangsübertragers verbunden sind.
Nach Massgabe der angelegten Eingabesignalspan- nung sind dann entweder nur die zu den beiden ersten Sekundärwicklungen 1q1 und 2q1 führenden Gleichrichter D1 und D2 durchlässig oder nur die zu den beiden zweiten Sekundärwicklungen 1q2 und 2q2 führenden Gleichrichter D1 und D4 durchlässig. Die Eingabesignalspannung wird über den Verbin dungspunkt der Primärwicklungen Ix und IIx des Ausgangsübertragers und über die Verbindungs punkte der zusammengehörigen Sekundärwicklungen 1q1 und 2q1 bzw. 1q2 und 2q 2 des Eingangsüber tragers zugeführt.
Die Primärwicklungen sind je weils über einen Widerstand an ein nach Massgabe des Eingabesignals wechselndes Potential und die Se- kundärwicklungen sind jeweils an konstante, jedoch verschiedene Potentiale gelegt, die zwischen den an den Primärwicklungen auftretenden Potentialen lie gen und so gewählt sind, dass ihre Differenz die zu lässige Höhe der Amplitude von Abfrageimpulsen be stimmt. Es ist hier vorgesehen, dass an den Primär wicklungen das Erdpotential oder das negative Po tential -U3 auftritt.
Erdpotential gelangt dorthin im Ruhezustand über den Widerstand Rxl. Das negative Potential U3 gelangt dorthin über den Widerstand Rx2, und zwar, wenn der Kontakt kx geschlossen wird. An den Sekundärwicklungen liegen dann die weniger negativen Potentiale -U1 und -U2, wobei das letztere unter diesen beiden Potentialen das ne- gativere ist.
Wenn der Kontakt kx geöffnet ist, so wirkt sich über den Widerstand Rxl Erdpotential auf die Ring- modulatorschaltung aus. Infolgedessen sind die Gleichrichter D3 und D4 in Sperrichtung und die Gleichrichter D1 und D2 in Durchlassrichtung bean sprucht. An den einen Polen der Gleichrichter D3 und<I>D4</I> liegt daher das Potential<I>-U2</I> und an ihren anderen Polen liegt das Potential -U1, welches dort hin über die Gleichrichter D1 und D2 gelangt.
An den Gleichrichtern D3 und D4 liegt daher eine Sperr spannung, die der Differenz der Potentiale -U1 und -U2 entspricht. Die in den Sekundärwicklungen des Eingangsübertragers gegebenenfalls induzierten Span nung darf diese Sperrspannung nicht überschreiten.
Die Amplitude des Eingabesignalimpulses kann daher eine dementsprechende Höhe haben. Haben die Sekundärwicklungen lql, 2q1, 1q2 und 2q2 jeweils dieselbe Windungszahl wie die Primärwick lungen 0q, s0, kann die Amplitude des Abfrage impulses gerade so gross wie diese Sperrspannung sein.
Wenn der Kontakt kx geschlossen ist, so wirkt sich nunmehr statt Erdpotential das Potential -U3 auf die Ringmodulatorschaltung aus. Im Unterschied zum vorher betrachteten Betriebsfall sind dann die Gleichrichter Dl und D2 gesperrt und die Gleichrichter D3 und D4 durchlässig. An den Gleich richtern D1 und D2 liegt dabei die gleiche Sperr spannung wie vorher an den Gleichrichtern D3 und D4, nämlich eine der Differenz der Potentiale -U1 und -U2 entsprechende. Für die zulässige Amplitude der Abfrageimpulse ergibt sich dann dieselbe Höhe.
Der besondere Vorteil der in Fig. 16 gezeigten Schal tung ist der, dass die zulässige Amplitude der Ab frageimpulse nur durch die an die Sekundärwicklun gen angelegten Potentiale bestimmt ist, dagegen von den Eigenschaften der verwendeten Gleichrichter un abhängig ist.
Zweckmässigerweise verwendet man die den Ab frageschaltungen zugeführten Abfrageimpulse auch zur Erzeugung der gegebenenfalls an die betreffende Verknüpfungsschaltung angelegten Sperrspannungen für Gleichrichter. Bei Anwendung von Spitzengleich richtung für diesen Zweck und entsprechender Ver stärkung erhält man dann Sperrspannungen, die von der Amplitude der Abfrageimpulse abhängen. Es ist dann zwangläufig sichergestellt, dass die Sperrspan nungen an die Amplitude der Abfrageimpulse ange passt sind und daher jeweils die richtige Grösse haben.
Schwankungen der Amplitude der Abfrageimpulse können dann keine Störungen der Verknüpfungs funktion hervorrufen.
Die vorstehend beschriebenen Ringmodulator- schaltungen können auch als Abfrageschaltungen bei der in Fig. 8 gezeigten Anordnung verwendet werden, da sie die Weiterleitung ständig anstehender oder impulsförmig auftretender Signale ermöglichen. Es ist nun auch möglich, bei Verknüpfungs schaltungen, die gemäss der Erfindung aufgebaut sind, eine Verringerung der Anzahl der benötigten Wick lungen zu erzielen, ohne dass dabei eine Veränderung der Funktionen dieser Verknüpfungsschaltungen ein tritt. Es ergibt sich also dadurch in vorteilhafter Weise, eine Einsparung an Wicklungen.
Diese Ver knüpfungsschaltungen zeichnen sich dadurch aus, dass mehrere Sekundärwicklungen gleichen Wick lungssinnes und gleicher Windungszahl, die auf dem gleichen übertrager zu liegen haben, jeweils durch eine einzige dieser Sekundärwicklungen vertreten wird, die in alle zugehörigen Reihenschaltungen ein gefügt ist.
Die Fig. 17 zeigt ein Beispiel für eine in Frage kommende Verknüpfungsschaltung, bei der noch alle Wicklungen vorhanden sind. Die Fig. 18 zeigt die entsprechende Verknüpfungsschaltung, bei der gemäss der Erfindung eine grosse Zahl von Wicklungen ein gespart ist.
Zunächst wird die in Fig. 17 gezeigte Verknüp fungsschaltung im einzelnen kurz erläutert. Die dort gezeigte Verknüpfungsschaltung dient zur Verknüp fung von drei binären Signalen und hat daher drei Übertrager, welche die übertragerkerne Kx, Ky und Kz haben und welche jeweils mehrere Wicklungen aufweisen. Das eine binäre Signal wird der Primär wicklung Ix auf dem übertragerkern Kx über den Eingang <I>X</I> zugeführt.
Mit dem binären Wert<I>L</I> dieses Signals ist dabei ein Eingabeimpuls mit der durch den Pfeil ixL angedeuteten Richtung und mit dem binären Wert 0 dieses Signals ist ein Eingabeimpuls mit der durch den Pfeil ix0 angedeuteten Richtung durch die Primärwicklung Ix verbunden. Der über- tragerkern Kx weist noch die Sekundärwicklungen lx, 2x ... 8x auf, welche untereinander zum Teil verschiedenen Wicklungssinn haben.
Das zweite bi näre Signal wird der Primärwicklung Iy auf dem übertragerkern Ky über den Eingang Y zugeführt. Mit Hilfe der bei dieser Wicklung gezeichneten Pfeile iyO und iyL sind die Richtungen der mit den binären Werten 0 und L verbundenen Eingabeimpulse an gegeben. Der übertragerkern Ky hat noch die Se kundärwicklungen 1y, 2y ... 8y.
Das dritte binäre Signal wird in entsprechender Weise über den Ein gang Z der Primärwicklung Iz auf dem übertrager- kern Kz zugeführt. Der übertragerkern Kz hat die Sekundärwicklungen lz, 2z<B>...</B> 8z. Es sei noch ange geben, dass die verschiedenen Primärwicklungen unter sich und die verschiedenen Sekundärwicklungen unter sich jeweils gleiche Windungszahl haben.
Bei Zu führung eines Impulses möge hier in einer Sekundär wicklung jeweils eine Spannung mit dem Betrag u induziert werden.
Bei dieser Verknüpfungsschaltung wird also der einem Signal entsprechende Eingabeimpuls jeweils einer Primärwicklung in der einen oder anderen Richtung in Abhängigkeit vom binären Wert des be treffenden Signals zugeführt. Dadurch werden in der zugehörigen Sekundärwicklung Impulse in der einen oder anderen Richtung induziert. Es sind nun jeweils drei aus verschiedenen Übertragern befindliche Se kundärwicklungen in Reihe geschaltet, wobei die Wicklungssinne der zusammengeschalteten Sekundär wicklungen jeweils in verschiedener Weise kom biniert sind. Insgesamt sind demgemäss acht Reihenschaltungen vorhanden, die mit ihren einen Enden individuell zu acht Ausgängen 1<B>...</B> 8 führen. Die anderen Enden der Reihenschaltungen liegen hier gemeinsam an Erde.
Bei der Zuführung von drei binären Signalen werden nun in den zu einer Reihenschaltung gehörenden Wicklungen jeweils Im pulse mit der Spannung u und mit der einen oder anderen Polarität induziert. Es ergibt sich dabei, dass nur bei einer Reihenschaltung ein Gesamtimpuls mit der Spannung +3u auftritt. Bei den anderen Reihenschaltungen ergeben sich Gesamtimpulse mit der Spannung<I>+u, -u</I> oder -3u. Der Ausgang der Reihenschaltung, welche jeweils einen Gesamtimpuls mit der Spannung +3u liefert, kann als dem be treffenden binären Signal zugeordnet aufgefasst wer den. Man kann die drei zugeführten binären Signale auch als ein Signal mit drei binären Signalelementen auffassen.
Bei Zuführung eines derartigen Signals wirkt dann die Schaltungsanordnung als ein Dekoder.
Die in dieser Fig.17 gezeigte Verknüpfungs schaltung weist nun Übertragerkerne mit jeweils meh reren Wicklungen auf. Auf dem übertragerkern Kz befinden sich acht Wicklungen, von denen vier je weils den gleichen Wicklungssinn haben. Sie können daher gemäss der Erfindung durch zwei Wicklungen vertreten werden. Bei der Verknüpfungsschaltung, die in Fig. 18 gezeigt ist, ist dies der Fall. Die Wicklun gen lz, 2z ... 4z werden hier durch die Wicklung 14z und die Wicklungen 5z ... 8z werden durch die Wicklung 58z vertreten. Ausserdem sind auch auf dem übertragerkern Ky Wicklungen eingespart.
Bei der Verknüpfungsschaltung gemäss Fig. 17 haben dort nämlich jeweils vier der Wicklungen 1y ... 8y gleichen Wicklungssinn. Es lassen sich dort jedoch nicht alle vier in Frage kommmenden Wicklungen zusammenfassen, da dann störende Verbindungen verschiedener Reihenschaltungen eintreten würden. Es werden jedoch jeweils zwei dieser Wicklungen durch eine einzige Wicklung vertreten. So werden z.
B. die Wicklungen 1y und 2y durch die Wicklung 12y vertreten. Anstelle von acht Wicklungen weist dementsprechend der übertragerkern Ky bei der Verknüpfungsschaltung gemäss Fig. 18 nur vier Wick lungen auf. Es sind dies ausser der bereits erwähnten Wicklung 12y noch die Wicklungen 34y, 56y und 78y.
Insgesamt ergibt sich, dass die in Fig. 18 gezeigte Verknüpfungsschaltung nur noch vierzehn Wicklun gen aufweist, während die in ihrer Funktion ent sprechende Verknüpfungsschaltung gemäss Fig.17 insgesamt vierundzwanzig Wicklungen hat. Diese Ein sparung ist umso vorteilhafter, je mehr Windungen die Wicklungen haben.
Die Verknüpfungsschaltung gemäss Fig. 18 hat dieselbe Verknüpfungsfunktion wie die Verknüp- fungsschaltung gemäss Fig. 17. Wird z. B. bei Zu führung eines Signals mit drei Signalelementen von den drei Wicklungen Ix, 1y und 1z der Verknüp fungsschaltung gemäss Fig.17 jeweils ein positiver Spannungsimpuls geliefert, so wird am Ausgang 1 ein positiver Spannungsimpuls mit der Amplitude +3u .geliefert.
Bei Zuführung des gleichen Signals wird vom Ausgang 1 der Verknüpfungsschaltung gemäss Fig.18 ebenfalls ein positiver Spannungs impuls mit der Amplitude +3u geliefert, denn auch hier werden in den den Ausgang 1 beliefernden Wicklungen 14z, 12y und Ix positive Impulse in duziert. Unter dem Einfluss desselben Signals wird jeweils zugleich sowohl vom Ausgang 2 der Ver knüpfungsschaltung gemäss Fig. 17 als auch vom Aus gang 2 der Verknüpfungsschaltung gemäss Fig. 18 ein Spannungsimpuls mit der Amplitude +u ge liefert. Bei der Verknüpfungsschaltung gemäss Fig. 17 sind an der Lieferung die Wicklungen 2x, 2y und 2z beteiligt.
Von ihnen liefern die beiden Wicklungen 2y und 2z positive Spannungsimpulse, während die Wicklung 2x einen negativen Spannungsimpuls lie fert. Bei der Verknüpfungsschaltung gemäss Fig. 18 sind an der Lieferung die Wicklungen 2x, 12y und l4z beteiligt. Hiervon liefern die Wicklungen 12y und 14z positive Impulse, während die Wicklung 2x einen negativen Spannungsimpuls liefert. Es wird daher bei den Ausgängen 2 bei beiden Verknüpfungs schaltungen der gleiche Spannungsimpuls geliefert. Auch von den anderen einander entsprechenden Aus gängen der beiden verglichenen Verknüpfungsschal tungen werden jeweils gleiche Spannungsimpulse ge liefert. Dies gilt auch bei Zuführung anderer binärer Signale.
Einer der Ausgänge einer Verknüpfungs schaltung liefert jeweils einen Spannungsimpuls mit der Amplitude +3u, der als Ergebnissignal ausge nutzt werden kann. Schaltet man an die Ausgänge der Verknüpfungsschaltungen Ergebnissignalempfänger an, die nur ansprechen, wenn ihnen ein positiver Spannungsimpuls mit einer Amplitude, die grösser als die Spannung +u ist, zugeführt wird, so spricht dann jeweils einer dieser Ergebnissignalempfänger an.
Es sei noch bemerkt, dass die Funktion der beiden Verknüpfungsschaltungen gemäss den Fig. 17 und 18 auch gleich ist, wenn man sie in etwas anderer Weise betreibt. Statt den Eingängen<I>X, Y</I> und Z ein Signal aus drei Impulsen zuzuführen, kann man nämlich auch jeweils einem der Ausgänge 1 ... 8 ein Signal aus einem Impuls zuführen. Es werden dann als Ergebnis an den Eingängen<I>X, Y</I> und Z positive oder negative Impulse geliefert. Die Schaltungen arbeiten in diesem Fall als Kodierschaltungen. Auch bei dieser Betriebsweise wird durch die Vertretung von jeweils mehreren Wicklungen durch eine Wicklung die Funktion der betreffenden Schaltung nicht ge ändert.
Vorstehend wurde eines von vielen möglichen Beispielen für die Vertretung von Wicklungen be schrieben. Diese Vertretung lässt sich auch bei anders aufgebauten entsprechenden Verknüpfungsschaltun- gen ohne weiteres durchführen, z. B. bei Verknüp fungsschaltungen, die mehr als drei Übertrager auf weisen.