CH405474A - Von einem Elektromagneten betätigte Scheibenbremse zum Anbau an einen Elektromotor - Google Patents

Von einem Elektromagneten betätigte Scheibenbremse zum Anbau an einen Elektromotor

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CH405474A
CH405474A CH968660A CH968660A CH405474A CH 405474 A CH405474 A CH 405474A CH 968660 A CH968660 A CH 968660A CH 968660 A CH968660 A CH 968660A CH 405474 A CH405474 A CH 405474A
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Description


  Von einem     Elektromagneten        betätigte    Scheibenbremse zum     Anbau    an einen     Elektromotor       In den Fällen, in denen es notwendig äst, die  Läuferwelle eines Elektromotors sofort nach dem  Abschalten des Elektromotors stillzusetzen und wäh  rend der Zeitdauer bis zur nächsten Einschaltung  des Elektromotors zu gewährleisten, dass die Läufer  welle beispielsweise entgegen einem auf sie einwir  kenden Lastdrehmoment festgehalten wird, wird üb  licherweise an den Elektromotor eine Bremse ange  baut, für deren Betätigung bereits verschiedene An  ordnungen geschaffen wurden, die jedoch noch zahl  reiche Mängel, insbesondere den einer grossen An  sprechzeit, aufweisen.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine von einem  Elektromagneten betätigte Scheibenbremse zum An  bau an einen Elektromotor. Erfindungsgemäss ist eine  mit der Läuferwelle verbundene Bremsscheibe zwi  schen zwei Bremsringen angeordnet, von denen der  feststehende die Widerlager für wenigstens zwei ein  armige Betätigungshebel trägt, während der axial  bewegliche gelenkig mit den Betätigungshebeln ver  bunden ist.  



  Die durch die Erfindung erzielten Vorteile liegen  darin, dass einmal die Bremsscheibe zwischen zwei  Bremsringen angeordnet ist,     wodurch    es möglich ist,  zwei Bremsbeläge zu verwenden und damit die  Bremswirkung zu erhöhen, und zum anderen in der  Anordnung der einarmigen Betätigungshebel, welche  die Verwendung eines Elektromagneten kleiner Lei  stung gestattet.  



  Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den  Zeichnungen dargestellt.  



  Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine sche  matisch dargestellte Bremseinrichtung. In  Fig. 2 ist der gleiche Schnitt durch eine praktische  Ausführungsform dargestellt, und in  Fig. 3 ist die Stirnansicht einer Bremseinrichtung,  aus der insbesondere die Ausbildung und gegenseitige    Lage der Betätigungshebel hervorgeht, wiedergege  ben.  



  Nach Fig. 1 ist die Haube 1 der Scheibenbremse  an dem Flansch 2 des Lagerschildes 3 des Motors 4  befestigt. An dem Lagerschild 3 äst ferner durch hier  nicht näher dargestellte Elemente der feststehende  Bremsring 5 befestigt, mit dem seinerseits der Träger  6 des Bremslüftmagneten 7 verbunden ist. Dieser  Träger 6 dient gleichzeitig als Widerlager für die  Bremsfedern 8, von denen mehrere, z. B. vier, auf  dem Kreisumfang des Drucktellers 9 gleichmässig ver  teilt angeordnet sind.  



  Der motorseitig gelegene Bremsring 10 ist axial  verschiebbar gelagert und mittels des Bügels 11, der  in eine Kerbe 12 des Betätigungshebels 13 eingreift,  mit diesem Betätigungshebel 13 verbunden. Das ferste  Widerlager 14 des Betätigungshebels 13 besteht aus  einem schneiderförmig auslaufenden Winkelstück 15,  das fest mit dem festen Bremsring 5 verbunden ist  und dessen Schneide in einer entsprechenden Kerbe  des Betätigungshebels 13 ruht.  



  Auf seinem abgewandten Ende greift der Betäti  gungshebel 13, wie angedeutet, gelenkig an der Stelle  16 am Druckteller 9 an. Umeine möglichst gleich  mässige Übertragung der Bremskraft von den Brems  federn 8 über den Druckteller 9 und die Betätigungs  hebel 13 auf den beweglichen Bremsring 10 zu er  zielen, werden, wie auch insbesondere aus Fig.

   3 her  vorgeht, insgesamt zwei Betätigungshebel 13 so an  geordnet, dass sie beiderseits der Achse des     Brems-          lüftmagneten    7 symmetrisch um 180  versetzt sind       und    ,an     ihrem,    (dem     .äusseren        Umfang    der     Bremsein-          richtung        ,zugewandten    Enden     gabelförmig        ausgebildet          sind,    so     da.ss        insgesamt    vier     ,

  achssymmetrische        Teil-          hobel    17 an     vier    Punkten auf (den     ,beweglichen        Brems-          Ting   <B>10</B>     @emwirken.         Diese Anordnung der Bremshebel 13 erlaubt die  Verwendung besonders langer Bremshebel, so dass  sich das erwünschte grosse Untersetzungsverhältnis  zwischen dem Hub des Bremslüftmagneten 7, der  beim Lüften des beweglichen Bremsringes 10 in  Richtung des Pfeiles 18 erfolgt, und denn dadurch  ermöglichten Lüfthub des beweglichen Bremsringes  10 ergibt.

   Die daraus folgende günstige Kraftüber  setzung erlaubt die Verwendung eines besonders klei  nen Elektromagneten mit entsprechend     kleiner    An  sprechzeitkonstanten, so dass das Lüften der Schei  benbremse mit ausserordentlich geringer Verzögerung  durchgeführt werden kann.  



  Ferner bewirkt die hohe Hubuntersetzung, dass  ldie Bewegungsgeschwindigkeit des Bremsringes beim  Einfallen der Bremse nur einen Bruchteil, beispiels  weise 1/30, der Ankerabfallgeschwindigkeit beträgt,  was ein weiches und praktisch stossfreies Einsetzen  des Bremsvorganges ergibt. Darüber hinaus kommt  der grosse Ankerhub des Bremslüftmagneten vorteil  haft bei der Nachstellung der Bremse zum Ausgleich  des Verschleisses zur Geltung. Es ist dabei Zweck  mässig, nur ungefähr 1/3 des Hubes des     Bremslüft-          magneten    für die Bremslüftung und 2/3 des Magnet  hubes für den Verschleissausgleich auszunutzen.  



  Die Bremsscheibe 19 ist, wie bereits vorgeschla  gen wurde, auf Ansätzen 20l des Lüfters 21 befestigt.  Sie besitzt zu diesem Zweck hier nicht weiter darge  stellte radiale Schlitze, mittels derer säe über die An  sätze 20, die gleichmässig auf dem Umfang des  Lüfters 21 verteilt sind, greift. Diese Anordnung hat  eine vollständige Trennung der Bremswärme von dem  Motor 3 und damit besonders günstige Betriebs  bedingungen für diesen Motor 3 zur Folge, weil der  zwischen der Bremseinrichtung und dem Motor 3  in Richtung der Pfeile 22 geführte Kühlluftstrom eine  Wärmeübertragung verhindert. Um sämtliche An  sätze 20 bzw. sämtliche Lüfterflügel 23 (s.

   Fig. 2),  zur Kraftübertragung auf die Bremsscheibe 19 aus  zunutzen und dennoch keine zu sengen Toleranzen in  der Fertigung vorschreiben zu müssen, werden die  Lüfterflügel 23 in Umfangsrichtung etwas federnd  ausgebildet.  



  Ausserdem erhalten nach einem weiteren Erfin  dungsgedanken die radialen Schlitze der Brems  scheibe 19 eine elastische Auskleidung, die eine  entsprechende Verschiebung der Bremsscheibe 19  auf den Ansätzen 20 bzw. den Lüfterflügeln 23  gestattet, ohne dass ein Aufeinandergleiten von  Bremsscheibe 19 und Lüfterflügeln 23 bzw. An  sätzen 20 eintritt. Eine allmähliche Verschiebung  der Bremsscheibe 19 auf den Ansätzen 20 bzw.  den Lüfterflügeln 23 feindet nur in dem Masse statt,  wie sich die beiderseitigen Bremsbeläge 24 der  Bremsscheibe 19 abnutzen.  



  Die erfindungsgemäss aufgebaute Bremseinrich    tung arbeitet also folgendermassen: Bei abgeschalte  tem Motor 3 ist auch der Bremslüftmagnet 7     ent-          regt,    und die Bremsfedern 8 wirken in Richtung  des Pfeiles 25 auf den Druckteller 9 ein, wodurch    der bewegliche Bremsring 10 an die Bremsscheibe 19  und diese wiederum an den festen Bremsring 5 ge  presst wird. Damit isst der abgebremste Zustand er  reicht. Zwecks Lüftung wird der Bremslüftmagnet 7  erregt, so dass der Anker 26 desselben in Richtung    des Pfeiles 18 auf den Druckteller 9 einwirkt und  damit der bewegliche Bremsring 10 freigegeben wird.  so dass dessen Abheben von der Bremsscheibe 19  durch hier nicht näher     dargestellte    Druckfedern er  folgen kann.  



  Den     tatsächlichen    Aufbau der einzelnen Elemente  einer erfindungsgemässen Bremseinrichtung zeigt  Fig. 2. Danach ist die Bremsfeder 8 als Teleskop  fader, bestehend aus den Teilfedern 27 und 28, aus  gebildet. Der Federteller 29, auf dem die innere Teil  feder 27 der Bremsfeder 8 aufliegt, ruht seinerseits  auf einem Gewindebolzen 30, der zwecks genauer  Einstellung der Spannung der Bremsfeder 8 verschie  den tief in die Gewindeplatte 31 eingeschraubt wer  den kann. Diese Federanordnung erlaubt also bei  kleiner Baulänge eine sehr weiche Federung und da  mit sehr genaue Einstellung des Federdruckes.  



  Das Nachstellen der Bremseinrichtung wird an  hand von Fig. 2 des näheren erläutert. An dem be  weglichen Bremsring 32 ist das Zugblech 33 befestigt,  das mittels der Schraube 34, die eine Exzenterscheibe  35 trägt, in dem     U-förmigen    Bügel 36 festgeklemmt  ist. Der U-förmige Bügel 36 hat eine Schneide 37,  die in     eine    Kerbe des     Betätigungshebels    38, der  dem Betätigungshebel 13 nach Fg. 1 entspricht, ein  greift. Das feste Widerlager des Betätigungshebels 38  wird durch das Schneidenstüek 39 gebildet, das sei  nerseits mittels der Schraube 40 mit dem feststehen  den Bremsring 41 verbunden ist. Der Betätigungs  hebel 38 ist zwecks Lagerung durch eine Öffnung 42  des U-förmigen Bügels 36 geführt.  



  Wenn der Verschleiss der Bremsbeläge 24 ein  bestimmtes Mass überschreitet, so wandert die  Schneide 37 relativ zum Druckteller 43 nach links,  und damit geht ein Teil des Hubes des     Bremslüft-          magneten    für das Lüften der Bremse verloren.

   Eine  Korrektur der Verlagerung der Schneide 37 lässt  sich mit der erfindungsgemässen Einrichtung dadurch  durchführen, dass die Schraube 34 gelöst und die  Exzenterscheibe 35 mit Hilfe des Zapfens 44 gedreht  wird,     bis        nach    entsprechender     Verschiebung    des U  fÖrmigen Bügels 36 :

  auf     ldem        Zugblech    33     die     Schneide 37     ldie    ursprüngliche Lage wieder     ein-          nimmt.    Der erwähnte grosse     Hub    des     Bremslüftma-          gneten    7, der nur     zum        geringen    Teil für den     kleinen          Lüfthub        kiesbeweglichen    Bremsringes 32 ausgenutzt       wird,

      !erlaubt     eine        relativ    grosse     Verlagerung    der  Schneide 37     infolge        Verschleisses        lder    Bremsbeläge 24,  (ehe     Idas        lbeschräebene    Nachstellen der     Bremseinrich-          tung,erforderlich        wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Von einem Elektromagneten betätigte Scheiben bremse zum Anbau .an einen Elektromotor, ,dadurch lgekennzeichnet, dass eine mit ,der Läuferwelle ver- bundene Bremsscheibe zwischen zwei Bremsringen angeordnet ist, von denen der feststehende die Widerlager für wenigstens zwei einarmige Betätigungs hebel trägt, während der axial bewegliche gelenkig mit den Betätigungshebeln verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Scheibenbremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnst, dass zwei einarmige Betätigungshebel um 180 gegeneinander versetzt wirksam sind. 2.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Ende jedes der Betätigungshebel gelenkig mit einem zentral angeordneten und axial geführten Druckteller verbunden ist, während das andere äu ssere Ende über je ein Schneidenlager mit dem festen Bremsring verbunden ist. 3. Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Betätigungshebel an seinem mit den Brems ringen in Eingriff stehenden Ende gabelförmig ausge bildet ist, so dass dort zwei achssymmetrische Teil hebel wirksam sind. 4.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zentralangeordneten Druckteller mehrere über den Umfang gleichmässig verteilte Bremsfedern angreifen, deren Federkraft unter Ausnutzung der Hebelwirkung des Hebels (13) auf eine Bremsscheibe (19) übertragen wird. 5. Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckteller an dem Anker des zentralangeordne ten Bremslüftmagneten befestigt ist. 6. Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsfedern als aus mindestens zwei hintereinen dergeschalteten Teilfedern zusammengesetzten Tele skopfedern ausgebildet sind. 7.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das die Verbindung zwischen den Teilfedern einer Bremsfeder herstellende Rohrelement auf seinem äu sseren, dem Motor abgewandten Ende durch eine Gewindeplatte abgeschlossen ist, in die ein Gewinde bolzen eingeschraubt ist, der mit seinem in das Rohr element hineinragenden Ende den Federteller der inneren Teilfeder trägt. B. Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen durch eine Öffnung in dem Druckteller zugänglich ist. 9. Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des zwischen Bremshebel und beweg lichem Bremsring wirksamen Schneidenlagers von diesem beweglichen Bremsring einstellbar ist. 10.
    Scheibenbremse nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass für die genaue Einstel lung des Abstandes ein Exzenter vorgesehen ist, mit tels dessen nach dem Lösen einer das Zugblech (33) und den die Schneide (37) enthaltenden Bügel (36) zusammenpressenden Schraube (34) eine Verschie bung zwischen dem Zugblech (33) und dem Bügel (36) bewirkt wenden kann. 11. Scheibenbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Bremsscheibe (19) an den Lüfter flügeln (23) befestigt und diese in Umfangsrichtung federnd ausgebildet sind. 12.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bremsscheibe t(19) enthaltene Schlitze, die zur Verbindung mit den Lüfterflügeln (23) dienen, eine elastische Auskleidung enthalten, die einte Ver- schiobung (der Bremsscheibe (gestattet. 1.3.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 12, dadurch ;gekennzeichnet, ,dass die Betätigungshebel<B>(</B>13) so lang sind, dass sie sich überschneiden.
CH968660A 1959-09-11 1960-08-26 Von einem Elektromagneten betätigte Scheibenbremse zum Anbau an einen Elektromotor CH405474A (de)

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