Zusatzpatent zum Hauptpatent <B>Nr. 375 846</B> Maschine zum kontinuierlichen Giessen von Metallstreifen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum kontinuierlichen Giessen von Metallstreifen zwi schen zwei mitbewegten Hilfsmetallbändern,
wobei jedes der beiden Hilfsmetallbänder um eine Trag rolle am Anfang des Giessbereiches läuft und die Rolle auf ihrem Umfang Rinnen zur Aufnahme von Kühlmittel-Zufuhrleitungen zum Kühlen des Hilfs- metallbandes aufweist.
Diese Maschine kennzeichnet sich dadurch, dass die mit Rinnen versehenen Rollen am Einlaufende der Giesszone einander gegenüber angeordnet sind und dass beide Bänder am Einlaufende der Maschine durch zusätzliche Rollen getragen und geführt sind, welche von den mit Rinnen versehenen Rollen im Ab stand angeordnet sind, und die beiden Giessbänder bei der Annäherung an das Einlaufende der Giess zone in Bahnen umlenken, die von entgegengesetzten Richtungen her aufeinander zulaufen rund angenähert senkrecht zur Ebene der Giesszone liegen, und dass eine Düse zum Einspritzen geschmolzenen Metalls in die Giesszone in der Nähe beider Bänder vorge sehen ist, wobei das durch die Rohre zugeführte Kühlmittel so gerichtet ist,
dass es den Bereich beider Bänder in der Nähe der Einspritzdüse kühlt.
Im Hauptpatent ist eine Vorrichtung beschrie ben, bei der das Metall zwischen ein Paar Giessbän der gegossen wird, die in einem flachen Winkel zur Horizontalen angeordnet ,sind. Bei dieser Anordnung wird das Metall aus einem Giessbehälter an einer Stelle nahe beim Beginn der Giesszone, die durch die parallelen Längen der Giessbänder begrenzt wird, auf das untere Giessband gegossen.
Um eine schnelle Erzeugung und die gewünschten Giesseigenschaften zu erreichen, ist eine rasche Wärmeableitung durch die Giessbänder erforderlich und dafür werden auf der Rückseite des oberen und des unteren Giessbandes rasch bewegte Flüssigkeits- filme gebildet. Diese werden am Einlaufende der Maschine durch Austritt des Kühlmittels in Strahl form aus Reihen von Zuführungsrohren geschaffen, die in Nuten der Walzen liegen, die die Giessbänder am Einlaufende der Bandlängen abstützen, die zu sammenwirkend die Giesszone bilden.
Die beiden Stützrollen sind ziemlich weit voneinander getrennt und auf das untere Giessband gelangt stromaufwärts zum Einlaufende der Giesszone eine Menge Metall. Dieses Metall unterliegt natürlich der Kühlwirkung von der Unterseite des Giessbandes her.
Es hat sich in einigen Fällen als zweckmässig erwiesen, geschmolzenes Metall ohne über ein da zwischen angeordnetes Schmelzbad direkt in die Giesszone zuzuführen. Die im oben genannten Haupt patent beschriebene Vorrichtung zeigte sich für die sen Zweck nicht geeignet, da es praktisch unmöglich war, in dem zur Verfügung stehenden Raum einen Zufluss von geschmolzenem Metall über einen Trich ter oder dergleichen Einrichtung anzuordnen.
Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, sind nach der vorliegenden Erfindung, wie bereits erwähnt, zwei mit Rinnen versehene Rollen einander gegen überstehend angeordnet, so dass sich die genutete Stützrolle für das untere Giessband beim Einlaufende der Giesszone befindet, statt wie bisher in erhebli chem Masse stromaufwärts. Ausserdem sind die Giess bänder über einen Winkel von angenähert 90 um die beiden Rollen geführt, so dass der ankommende oder einlaufende Giessbandteil die Zufuhr des ge schmolzenen Metalls nicht behindert.
Das geschmol zene Metall kann so richtig geführt und einem be stimmten Druck unterworfen werden, wenn es durch eine Einführvorrichtung in die Giesszone zwischen den Giessbändern eingeführt wird, wo es an dem oberen und an dem unteren Giessband der Zone un mittelbar intensiver Kühlung unterworfen wird. Vor- zugsweise sind die beiden Giessbänder jedes für sich auf eine von zwei Bandtragvorrichtungen montiert und jedes Giessband ist in einer solchen Bahn um seine Tragvorrichtung geführt, dass es leicht gespannt und gelenkt werden kann.
Die Maschine nach vorliegender Erfindung er möglicht die Einstellung verschiedener Bedingungen bei dem kontinuierlichen Giessen, um diese nach Wunsch den verschiedenen Metallen oder Legie rungen anzupassen. Ausser für die Zufuhr des ge schmolzener. Metalls durch eine Einspritzdüse kann die Maschine auch für das Giessen des Metalls aus offenem Bad oder halboffenem Bad verwendet wer den, bei dem die Quelle für geschmolzenes Metall diese Quelle selber den Eingang zur Giesszone bildet. Die obere Bandtragvorrichtung ist zweckmässig in ihrer Stellung gegenüber der unteren Bandtragvor- richtung verstellbar, um ihre Stellung entsprechend den verschiedenen Arten des Giessens anzupassen.
Auch können Mittel vorgesehen sein, um die Lage der Giesszone zwischen dem oberen und unteren be weglichen Giessband hinsichtlich des Winkels gegen über einer horizontalen Ebene einstellen zu können. Um diese Einstellung der Neigung der Giesszone bewirken zu können, sind die obere und die untere Bandtragvorrichtung vorzugsweise so montiert, dass sie eine gemeinsan?e Schwenkachse besitzen, die sich quer zur Giessebene erstreckt und durch die untere Bandtragvorrichtung verläuft.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn die obere Bandtragvorrichtung so montiert ist, dass sie ange hoben und seitlich gekippt werden kann, so dass die Giesszone für den bequemen Zugriff oder die be queme Einsichtnahme weit geöffnet werden kann. Dabei kann die Konstruktion so sein, dass die obere Bandtragvorrichtung sich beim Absenken mit der unteren Bandtragvorrichtung von selbst in Arbeits stellung so ausrichtet, dass sie für den Giessvorgang bereit ist.
Die beiden Giessbänder folgen vorzugsweise je des einer Dreieckbahn, wobei beide Bahnen gleich ausgebildet sind und für jedes Band zwei lange ge rade Stücke von zumindest angenähert gleicher Länge bilden. Diese beiden langen geraden Stücke eines jeden Giessbandes erstrecken sich zweckmässig zu einer Umhnkrolle bzw. von dieser weg. Diese Um lenkrollen können mit ihren Achsen im einen oder anderen Sinne schräg gestellt werden, um dem Be streben der Giessbänder, nach der einen oder anderen Seite zu laufen, entgegenzuwirken. Die Lenkung der Giessbänder wird durch diese Anwendung sehr er leichtert.
Vorzugsweise bildet jedes Giessband bei der ge= nannten zusätzlichen Rolle einen Winkel von 90 oder mehr. Die zusätzlichen Rollen können an schwingenden Spannhebelarmen befestigt sein, die in volle Spannstellung gehen, wenn sich die Hebelarme der Halbierungslinie des spitzen Winkels nähern. Dadurch wird grössere Stabilität erhalten, und es ist für die stärkste Spannung der Giessbänder weniger Kraft erforderlich, denn bei Erreichen der Stellung der grössten Spannung wird eine merkliche Zunahme der mechanischen Kraft erhalten.
Auch kann über die ganze Breite eines Giessbandes ohne Rücksicht auf die Auslenkung der Hebelarme, die als Folge ho her Spannungen im Giessband während des Betriebes auftreten kann, eine einheitliche Spannkraft erzeugt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der konti nuierlich arbeitenden Streifengiessmaschine mit Blick auf das Einlaufende der Maschine, in das das ge schmolzene Metall eingeführt wird (zwecks Verein fachung der Konstruktion ist der Behälter für das er schmolzene Metall und die Einspritzdüse zum Ein bringen des geschmolzenen Metalls in die Maschine weggelassen), Fig.2 eine perspektivische Ansicht dieser Ma schine mit Blick auf das Austragsende, Fig. 3 einen Längsschnitt in einer zu den Achsen der verschiedenen Rollen senkrechten Ebene,
mit dem Schmelzbehälter und der Einspritzdüse zum Einbringen von geschmolzenem Metall in die Ma schine, Fig.4 einen Querschnitt durch die Maschine nach der Linie 4-4 in Fig. 3 und 5, im Blick auf das Einlaufende, Fig.5 eine Draufsicht, in der der obere Gurt weggenommen ist und gewisse Teile teilweise weg gebrochen bzw. im Schnitt gezeigt sind, zwecks bes serer Darstellung, Fig.6 einen Längsschnitt in einem grösseren Massstab, mit dem Schmelzbehälter und der Ein spritzdüse für geschmolzenes Metall in Zusammen arbeit mit dem Giessband-Kühlsystem am Maschi neneinlaufende.
Diese Ansicht stimmt im allgemei nen überein mit dem Maschineneinlaufende nach Fig. 3, Fig. 7 einen Querschnitt nach der Linie 7-7 der Fig.6 durch die Einspritzdüse, in noch grösserem Massstab als Fig. 6 und mit gewissen Teilen weg gebrochen, Fig. 8 einen weiteren Querschnitt nach .der Linie 8-8 der Fig. 7, mit den ovalen, in die tiefen Nuten der Einiaufrolle eingelegten Kühlmittelröhren,
Fig.9 einen vergrösserten Querschnitt nach der Achse einer der Kühlmittelauslaufdüsen in Zusam menarbeit mit dem Giessband oder -gurt am Ein laufende der Maschine, Fig. 10 einen Querschnitt durch die Kühlmittel düse nach der Linie 10-10 der Fig. 9, Fig. <B>11</B> einen Axialschnitt durch eine Variante der Kühlmittelabgabedüse, zusammen mit dem Giess band am Einlaufende der Giesszone,
Fig. 13 den Neigungseinstellträger zum Verstel len der Neigung der Giesszone zwischen den Giess bändern, Fig. 14A und 14C bis 14E schematische Dar stellungen der verschiedenen Maschinenbetriebszu- stände,
Fig.14B einen Horizontalschnitt in grösserem Massstab der Einspritzdüse für geschmolzenes Metall nach der Linie 14B-14B in Fig. 14A und Fig. 15 einen Aufriss zum Veranschaulichen des Betriebes des Giessbandspannmechanismus. <I>Allgemeine Beschreibung</I> Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel der kon tinuierlich arbeitenden Giessmaschine oder Vorrich tung nach der Erfindung wird das schmelzflüssige Metall 1 (Fig. 6) von einer Giesspfanne 2 geliefert.
Durch Verstellen eines konischen, an einem Bedie nungsstab 8 befestigten Pfropfens 6 kann die Be dienungsperson die Geschwindigkeit einstellen, mit der das Metall durch ein Giessrohr 4 in einen Be hälter 5 abfliesst. Von letzterem gelangt das schmelz flüssige Metall 10 durch eine Einspritzdüse 12 in eine zwischen den zueinander parallelen Seiten eines oberen und unteren endlosen, biegsamen Giessbandes oder -gurtes 14 bzw. 16, gebildete Giesszone oder -region C.
Die Giesspfanne 2, der Behälter 5 und die Ein spritzdüse 12 sind mit einer Lage von wärmeisolie- rendem Material 18 ausgekleidet; so kann diese Iso- lierlage z. B. beim Giessen von Aluminium und des sen Legierungen aus Asbest und einem anorgani schen Binder gebildet sein, welches Material z. B. im Handel unter der Marke Marinit der Firma Johns-Manville Co. erhältlich ist. Im Behälter 5 ist ein Notablass 20 mit einem wegnehmbaren Ton zapfen 21 vorgesehen.
Um Änderungen in der Dicke des Metalls beim Giessvorgang zu erleichtern, weist die Einspritzdüse 12 eine vorspringende, rechteckige, mittels Konsolen 24 starr an der Metallaussenwand 23 des Behälters 5 befestigte Stahlhülle 22 auf. Eine wegnehmbare Isolierauskleidung 25 bestimmt die Bohrung 26 der Hülse 22 und springt in den Raum zwischen den oberen und unteren Giessgurt 14 bzw. 16 am Einlauf ende der Giessregion C vor. Das schmelzflüssige Me tall gelangt durch die Bohrung 26 in die Giessregion C, wo es allmählich zwischen den zueinander paralle len Seiten der beiden Giessgurte erstarrt, die sich im Gleichlauf von der Düse 12 wegbewegen.
Die beiden Giessgurte 14, 16 sind aus biegsa mem und wärmebeständigem Blech von relativ hoher Zugfestigkeit hergestellt. Bei vielen Beispielen ist die Vorderseite dieser beiden Gurte, d. h. die dem schmelzflüssigen Metall zugekehrte Seite, mit einem Schutzüberzug verkleidet. Diese Gurte sind breit und dünn, z. B. 1,25 m breit und 0,35-1,5 mm dick. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen die beiden Gurte eine Dicke von 1,2 mm auf.
Die beiden Giessgurte werden von einer obern und einer untern Bandtragvorrichtung <I>U</I> bzw.<I>L</I> (Fig.l bis 3) getragen und angetrieben. Jede dieser beiden Bandtragvorrichtungen weist drei Hauptrollen auf zum Aufnehmen, Antreiben und Steuern des entsprechenden Gurtes um den ganzen Wagenumfang auf. Es ist eine obere und eine untere Tragrolle 28 bzw. 30 vorhanden, von denen jede tiefe und eng nebeneinandergereihte Umfangsrillen 31 neben der sich krümmenden Kehrseite des ent sprechenden Gurtes aufweist, wie am besten aus Fig. 7 ersichtlich ist.
Die Rillen 31 dienen zum in tensiven Kühlen der Giessgurte in der Nähe der Einspritzdüse 12, wie weiter unten näher erklärt ist.
Am Abgabeende jeder Bandtragvorrichtung, d. h. am rechten Ende in Fig. 1, befindet sich eine obere und untere Ausgangsrolle, 32 bzw. 34. Um die beiden Gurte zu steuern, ist jede dieser beiden Aus gangsrollen so gelagert, dass sie in bezug auf die beiden andern Rollen in der Bandtragvorrichtung winklig verstellt werden kann, wie das weiter unten näher dargestellt ist. Die beiden Ausgangsrollen 32, 34 weisen tiefe Umfangsrillen 35 auf, ähnlich den Rillen 31 in den beiden Tragrollen. Ein Paar Antriebswellen 42, 43 (Fig.2 und 5) dienen zum Umlaufenlassen der beiden Gurte.
Die dritte Hauptrolle in jeder der beiden Band tragvorrichtungen<I>U, L</I> ist die obere und untere Gurfspannrolle 36 bzw. 38, und die Tätigkeit dersel ben geht aus Fig. 15 hervor. Jede dieser beiden Rol len 36, 38 weist einen am Gurt zum Angriff kom menden elastischen Gummiüberzug auf. Im Betrieb der Maschine werden die beiden Gurte 14, 16 mit der gleichen Geschwindigkeit angetrieben und sind dabei einer hohen Zugkraft unterworfen, z. B. 700-1400 kg pro em2 ihrer Querschnittfläche.
Beim vorliegenden Beispiel beträgt die auf jeden der beiden Gurte einwirkende Zugkraft 22 700 kg, d. h. rund 1425 kg/cm2.
Die beiden sich bewegenden Gurte werden je von einer Reihe von zueinander parallelen Walzen 44 so getragen und geführt, dass ihre einander gegen überliegenden Vorderseiten über die ganze Länge der Giessregion C im gewünschten Abstand vonein ander gehalten sind. Diese Stützrollen 44 weisen Umfangsrippen 45 mit scharfem Anzug auf zum Angriff an der Gurtunterseite, wie am besten in Fig. 7 gezeigt ,ist. Wie ersichtlich, weist die erste Stützrolle 46 für jeden Gurt kleinere Umfangsrippen 47 auf, und ihre Achse liegt näher am Gurt.
Der Grund für diese wünschenswerte Beziehung ist wei ter unten erläutert.
Um das Metall in der Giessregion C zum Er starren bringen zu können, wird diesem durch jeden der beiden Gurte hindurch von einer schnell über die Rückseite des Gurtes fliessenden Kühlmittel schicht 48 Wärme entzogen. Die Steilrippen 45, 47 der Stützrollen. ermöglichen es dieser Kühlmittel schicht 48, sich praktisch kontinuierlich über die Rückseite der beiden Gurte auszudehnen.
Wie aus Fig.4 ersichtlich, wird dieses Kühl mittel 50 einem grossen, zwischen den Tragsäulen 53 unter dem Bettrahmen 54 der Maschine angeord- neten Vorratstank 52 entnommen. Dieses Kühlmittel 50 ist vorzugsweise Wasser, dem ein Antirostmittel, z. B. Natriumchromat zugesetzt worden ist. Es wird aus dein Reservoir 52 abgezogen und wird in eine längs der Maschine und im allgemeinen parallel zur Ebene der Giessregion liegende Hauptzuleitung 55 (Fig. 1, 2 und 5) gepumpt.
Es ist ein Vorteil der Ma schine, dass die Achse der Verteilleitung 55 im we sentlichen mit der Ebene der Giessregion C zu sammenfällt, und dadurch entsteht ein symmetri sches Verteilmuster für den obern und den untern Wagen<I>U bzw. L.</I>
Wird die Neigung der Giessregion C geändert, wie unten ausgeführt, so wird das Verteilrohr 55 beweglich so angeordnet, dass seine Achse mit der Ebene der Giessregion C dauernd zusammenfällt. Um eine solche Bewegung zu ermöglichen, führt vom Auslaufende der Pumpe (nicht gezeigt) eine biegsame Leitung 56 (Fig. 5) weg und ist an einem Flansch 57 des Einlaufendes der Verteilleitung 55 befestigt.
Diese biegsame Leitung 56 widersteht dem Druck der grossen gepumpten Kühlmittelmenge und ist im vorliegenden Fall ein Metallspiralschlauch. Die Pumpe weist eine grosse Kapazität auf, hier z. B.<B>1<I>1</I>500</B> Liter pro Minute bei einem Überdruck von 1,4 kg/cm=. Mittels einer ans Verteilerrohr ende angeschlossenen Druckübertragungsleitung 51 (Fig. 1) karm der Druck des Kühlmittels im Verteiler 55 fortlaufend gemessen werden.
Vom festen Verteiler 55 aus strömt das Kühl mittel durch ein ausgeglichenes Verteilsystem, be stehend aus einer Reihe von biegsamen Druck schläuchen 58, die über eine Reihe von Kühlmittel abgabe- und -aufnahmevorrichtungen 60 an die ein zelnen Verteilerleitungen 59 angeschlossen sind.
Die Vorrichtungen 60 liegen quer zu beiden Bandtrag- vorrichtungen und parallel zur Rückseite der beiden Gurte 14, 16 und jede Vorrichtung 60 weist eine Reihe von an die Verteilerleitung 59 angeschlossenen Kühlmittelabgabedüsen 61 auf, die gegen den Gurt gerichtet sind, um die mit hoher Geschwindigkeit fliessend--n Kühlmittelschichten 48 aufrechtzuhalten.
Zum Aufrechterhalten der Kühlmittelstxom- schicht 48 weisen diese Vorrichtungen 60 schaufel artige Oberflächen auf zum Abschöpfen von über schüssigem Kühlmittel und zum Ableiten dieser weg genommenen Kühlmittelmenge in eine Reihe von Rinnen 63 (Fig. 3); in Fig. 3 ist nur eine einzige dieser Rinnen 63 gezeigt. Für jeden der beiden Gurte ist eine erste Kühlmittelabgabevorrichtung 62 vorgesehen, die im Gegensatz den andern Vor richtungen 60 keine Schaufelflächen aufweist.
Die Funktion dieser beiden ersten Kühlmittelabgabevor- richtungen 62, von denen eine in Fig. 6 gezeigt ist, be steht im Zuführen von zusätzlichem Kühlmittel, um den Anfangsteil 48' der Kühlmittelschicht 48 zu vergrössern und wieder zu beschleunigen, nachdem dieser den engen Spalt unterhalb der ersten Stütz rolle 46 durchsetzt hat. Wie durch die Pfeile 65 in Fig.4 angedeutet, wird das Kühlmittel, das in die entsprechenden Rinnen 63 abgeschöpft worden ist, am Ende letzte rer gegen den Verteiler 55 abgeleitet und gelangt ins Reservoir 52.
Letzteres kann natürlich auch in einiger Entfernung von der Maschine angeordnet sein, in welchem Fall das rückfliessende Kühlmittel 65 in einem Trog aufgefangen und ins Reservoir zurückgeleitet wird.
Zum Einnivellieren der Maschine ruhen die Ecken des Bettrahmens 54 auf Kappen 66 (Fig.4 und 5) an den entsprechenden Tragsäulen 53, und zum Anheben des Rahmens sind Verstellschrauben 67 vorgesehen. Wie aus Fig.4 hervorgeht, weisen die beiden Bandtragvorrichtungen <I>U, L</I> einen Über hang auf, so dass ihre Aussenbordseiten - d. h. die linken Seiten in Fig. 4 - frei von Hindernissen sind und daher der Aus- und Einbau der beiden Band tragvorrichtungen erleichtert wird.
Durch Freigabe der Spannrolle 36 oder 38 kann der entsprechende Giessgurt 14 oder 16 von der Aussenbordseite der Bandtragvorrichtung abgenommen werden.
Um zu verhindern, dass das schmelzflüssige Me tall seitlich aus der Giessregion C ausbricht, sind zwischen den beiden Giessgurten zwei bewegliche Randwehre 68, 70 angeordnet. Jedes dieser beiden Wehre weist eine grosse Anzahl von auf einem bieg samen Metallstreifen 72 nebeneinander aufgereihten Stahlblöcken 71 auf. Wie aus Fig. 2 und 4 hervor geht, legt der seitliche Abstand zwischen diesen beiden Randwehren die Breite des gegossenen Strei fens fest. Dieser Abstand kann leicht mittels eines weiter unten eingehender beschriebenen Mechanis mus verstellt werden. Die beiden Randwehre 68, 70 sind gleich und länger als der untere Giessgurt, so dass sie beide bei ihrem Rücklauf frei unter der untern Bandtragvorrichtung L durchhängen.
Soll nun die Dicke des zu giessenden Streifens geändert wer den, so werden die beiden Randwehre 68, 70 von der Aussenbordseite der untern Bandtragvorrichtung abgeschoben und je nach Erfordernis durch zwei dickere oder dünnere Wehre ersetzt.
Einspritzgiessverfahren <I>und</I> -apparat <I>mit inten-</I> <I>siver Kühlung der Giessgurte</I> atz <I>der Einspritzzone</I> Beim Einspritzgiessverfahren, wie es aus Fig.6 hervorgeht, wird das schmelzflüssige Metall 10 auf geradem Weg eingespritzt, während die benachbar ten Abschnitte 75, 76 des obern bzw. untern Giess gurtes 14, 16 von entgegengesetzten Richtungen zu sammenlaufen, worauf diese Abschnitte dann tangen- tial zum Weg des eingespritzten Metalls abbiegen und weiter die Giessregion C bilden.
Bei diesem Ver fahren werden die abbiegenden Teile der beiden Giessgurte beim Zusammenlaufen gegen den Weg des eingespritzten Metalls intensiv gekühlt. Das ein gespritzte Metall wird durch die Bohrungen 26 des Einspritzdüsenaggregates 12 in die Giessregion eingeführt, Zwecks Aufrechthaltens bzw. Verstellung kann die Isolierdüse 25 durch die Hülse 22 hindurch nach aussen oder innen verschoben werden, und sie kann, wenn abgenutzt oder gebrochen, auch leicht ausgeb-,ut und ersetzt werden. Die nahe beieinander liegenden parallelen Bohrungen 26 weisen einen Durchmesser auf, der annähernd gleich der halben Dicke der Düse 25 ist.
Diese Düse 25 kann dieselbe Dicke aufweisen wie der zu giessende Streifen oder 0,25 mm kleiner sein, um einen geringen Spielraum zwischen der eingesetz ten Düse und den Flächen der beiden Gurte zu bil den und @so ein Reiben zu verhindern; die Düse kann aber auch dicker sein als der zu giessende Strei fen, je nach dem angewandten Giessverfahren und der Streifendicke. Beim Giessen eines Metallstreifens von vorbestimmter Dicke, z. B. 12 mm und mehr, ist die Düse 25 so konstruiert, dass sie die gleiche Dicke wie der gegossene Streifen aufweist, und sie wird direkt an der Klemmstelle der beiden Giessgurte am Einzugende der Giessregion C eingesetzt.
Wie gezeigt, ragt der Isolierteil 25 dieser Düse beim Gie ssen von dickeren Metallstreifen nach vorn über das Ende der Stahlverstärkungshülse 22 hinaus bis zu einem Punkt zwischen den, beiden Gurten, der gerade auf der andern Seite einer durch die Achsen A und B der Einzugsrolle 28 bzw. 30 verlaufenden Linie 74 liegt. Beim -Giessen kontinuierlicher Streifen dün ner als diese vorbestimmte Grösse wird der Düsen teil 25 dicker als der Giessstreifen gehalten, indem dann ein Einspritzverfahren benützt wird, das weiter unten näher beschrieben ist und bei dem das Düsen ende gegen die zusammenlaufenden Gurte stösst.
Dank der Anordnung in Form eines rechtwinkli gen Dreiecks, wie aus Fig. 6 hervorgeht, laufen die Abschnitte 75, 76 der beiden sich einander nähern den Gurten 14 bzw. 16 aus entgegengesetzten Rich tungen zusammen, annähernd senkrecht zur Ebene der Giessregion C. Diese Konvergenz der beiden Gurte aus entgegengesetzten Richtungen bewirkt einen bequemen Zugang zum Einzugende der Ma schine und nimmt somit den Behälter 5 auf, der sich unmittelbar an den sich abkrümmenden Teilen der beiden um die Einzugsrollen 28 und 30 laufenden Gurte befindet, so dass also eine kurze Einspritz düse verwendet werden kann.
Jeder der beiden Gurte krümmt sich etwa um 90 um die entspre chende Einzugsrolle 28 und 30.
Um nun die nahe bei der Einspritzdüse 12 be findlichen Teile der beiden Giessgurte intensiv zu kühlen, weisen die beiden Einzugwalzen 28, 30 tiefe Umfangsrillen 31 mit hohen und schmalen Rippen 27 auf, die an der Unterseite des entsprechenden Gurtes angreifen, nachdem sich dieser um etwa 90 um die Rolle gekrümmt hat. Zwei Kühlmittel-Ver- teilleitungen 78, 80 grosser Kapazität liegen parallel zu den Achsen der beiden Einzugsrollen und sind mittels grossen, biegsamen Leitungen 81, 82 (Fig. 1) mit dem Kühlmittelzuleiter verbunden.
Eine Reihe von Kühlmittelspeiseröhren 84 sind an jeden Kühlmittelverteiler angeschlossen und liegen in den Rillen 31, wie am besten aus Fig.6 und 8 hervorgeht. Diese Kühlmittelspeiseröhren 84 weisen einen ovalen Querschnitt auf, um in dem zur Ver fügung stehenden Raum einen möglichst hohen Kühlmitteldurchfluss und gleichzeitig zusätzliche Fe stigkeit zu erzielen gegen jegliches Bestreben der Röhren,
sich unter dem benützten hohen Kühlmittel- druck wieder gerade zu biegen. Jede dieser Röhren 84 krümmt sich um seine Einzugsrolle gegen die Giessregion und endigt an einem Punkt hinter dem Gurt, der beinahe unmittelbar gegenüber dem Ende der Aussenhülse 22 der Einspritzdüse liegt.
Jede der Kiihlmittelspeiseröhren schliesst eine Spezialdüse mit ein, wie sie in Fig. 9-12 gezeigt ist, zum Be schleunigen der Kühlmittelströme, wenn diese das Ende der Speiseröhren verlassen, wie ,in Fig. 9 ge zeigt ist. Daher beaufschlagen die Kühlmittelstrah- len die Unterseite jedes Gurtes unter einem sehr kleinen Winkel, d. h. sie verlaufen fast tangential zum Gurt an der Kontaktstelle.
Diese schnellfliessen den Kühlmittelströme breiten sich über die ganze Breite jeder Rille 31 aus und bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit über die Gurtunterseite als unein geschränkte Kühlmittelschicht. Auf diese Weise wird ein sehr hoher Wirkungsgrad der Wärmeübertragung erzielt, und die beiden Gurte werden in der Nähe der Düse 25 intensiv gekühlt.
Diese schnellfliessenden, uneingeschränkten Kühl mittelschichten 48' bewegen sich auf den ebenen Teilen beider Gurte weiter, unmittelbar über das Ende der Einspritzdüse 25 hinaus, bis der erste Satz 62 der Kühlmittel-Abgabevorrichtungen erreicht wird.
Alle diese Kühlmittel-Abgabevorrichtungen 60 sind gleich, ausgenommen dass dieser erste Satz 62, wie am besten aus Fig. 6 ersichtlich ist, kein Kühl mittel von der Gurtunterseite abschöpft, sondern zu sätzlich Kühlmittel abgibt, um die schnell über und mit dem Gurt fliessende, uneingeschränkte Kühlmit telschicht 48 erneut zu beschleunigen und aufzu bauen.
Um die beiden Giessgurte so nahe als möglich hinter den Einzugsrollen 28, 30 abzustützen und zu führen, ist der erste Satz 46 der Stützrollen gegenüber den übrigen Stützrollen 44 verschieden konstruiert. Wie am besten aus Fig. 6 und 7 hervorgeht, ist die Höhe der Umfangsrippen 47 dieses ersten Stützrol- lensatzes 46 verringert, so dass die Rollenachse selbst näher an den Gurt herangebracht werden kann, und ferner ragen diese Umfangsrinnen 47 in die Rillen 31 der Einzugsrollen. So ist also die erste Stützrolle 46 vorteilhafterweise in den keilförmigen Raum hin ter und unter der Einzugsrolle gedrängt.
Die von den Speiseröhren 84 gebildete schnellfliessende, uneinge schränkte Kühlmittelschicht 48' ist genügend dünn, um unter der ersten Stützrolle 46 durchzutreten, be vor sie von den Kühlmittel-Abgabevorrichtungen wie der beschleunigt und zur weiterfliessenden Schicht 48 aufgebaut wird.
Wie schon erwähnt und- am besten aus Fig. 9 und 11 ersichtlich, leiten die Düsen 85 und <I>85A</I> an den Enden der ovalen Kühlmittelspeiseröhren 84 Kühlmittelstrahlen gegen die sich krümmende Unterseite des Gurtes unter einem kleinen Winkel an eine Tangente an der Region 87, wo die Strahlen zuerst in Berührung mit dem Gurt kommen. In Fig. 9 und 11 ist eine Tangente 88 zum Gurt in der Region 87 gezeichnet, und der Winkel zwischen der Strahlrichtung und dieser Tangente ist weniger als 10 .
Um diesen Winkel möglichst klein zu machen, wird die Bohrung 89 der Düse 85 von der Mittel linie des Endes der ovalen Speiseröhre 86 abgesetzt, so dass sich diese Bohrung nahe an der Gurtfläche be findet. Überdies steht ein mit der Bohrung 89 konver- gierender Strömungskanal 90 der Düse 85 in Ver bindung mit dem Ende der Speiseröhre 84 auf der der Bohrung 89 gegenüberliegenden Seite der Mittel linie und wird unter einem viel grösseren Winkel als die Bohrung 89 gegen den Gurt geleitet. Dieser kon vergierende Kanal 90 mündet in die Bohrung 89, und die Wucht des über diesen konvergierenden Weg fliessenden Kühlmittels bewirkt, dass der Strahl 86 sich beim Verlassen des Düsenendes seitlich auszu breiten beginnt.
Dies ist vorteilhaft zum seitlichen Verteilen und Ausbreiten des Kühlmittels über den Gurt, wodurch nahe der Region des anfänglichen Kontaktes 87 eine im wesentlichen gleichmässige Schicht gebildet wird. Das Innenende der Bohrung 89 weist einen konischen Anzug 91 auf. Diese Düse 85 ist hier aus einem Metallblock gebildet, der z. B. mittels Hartlötung am Ende der Speiseröhre 84 be festigt ist.
Die Variante<I>85A</I> der Düse (Fig. 11, 12) ist ge bildet durch Abflachen von ungefähr der Hälfte des Endes der ovalen Speiseröhre 84, so dass ein konver gierender Strömungskanal 90A entsteht, der in die Bohrung 89A übergeht. Die anliegenden Wandflä chen 92 des Röhrenendes sind durch Hartlöten mit einander verbunden. Diese Düsenvariante 85A bietet dieselbe vorteilhafte seitliche Verteilung und Verbrei tung wie die Düse 85 für den aus der Bohrung 89A austreteden Strahl 86.
<I>Die Form der beiden</I> Bandtragvorrichtungen zwecks Begünstigens <I>des</I> Steuerns Offensichtlich können diese breiten Giessgurte, von denen jeder unter einer hohen Zugspannung von 700-1400 kg/cm2 umläuft, bestrebt sein, axial in der einen oder andern Richtung abzukriechen, je nach einem kleinen Unterschied in bezug auf seine beiden einander gegenüberliegenden Ränder, z. B. kleinen Differenzen in der Wärmeausdehnung, da die Wirkung von einem solchen kleinen Unterschied beim weiteren Umlauf des Gurtes sich kumuliert.
Da her muss jeder der beiden Gurte zwangläufig gesteuert werden. Auf diese Weise wird jeder Gurt lagemässig gesteuert und auf den drei Hauptrollen des Wagens richtig zentriert. Um diese Steuerung herbeizuführen, wird die seitliche Lage jedes Gurtes auf seinem Wa gen mittels Sonden 95 (Fig. 3) fortlaufend abgetastet, wobei diese Sonden die Innenbordränder der Gurte berühren.
Beim Ansprechen auf dieses fortlaufende Abtasten der Gurtlage werden die Achsen der Ab gaberollen 32, 34 (die die Steuerrollen sind) leicht im einen oder andern Sinn in einer zur Ebene der Giessregion senkrechten Ebene verschwenkt werden. Dadurch wird der Gurt mit einer kleinen Abweichung von der Maschinenlängsachse an die entsprechenden Spannrollen 36, 38 heranbewegt. Das Ergebnis ist, dass der Gurt allmählich seitlich im einen oder an dern Sinn in der gewünschten Richtung verschoben wird.
Die Steuermechanismen für den obern und den untern Gurt sind einander gleich, und in der Zeich nung tragen gleiche Teile gleiche Bezugszahlen. Ein hydraulischer Zylinder 86 verschwenkt einen Arm 87 so, dass ein Exzentermechanismus 88 gedreht wird. Letzterer bewirkt ein leichtes Verschieben des Lagerstandes 89 am Aussenbordende der Steuerrolle 32 oder 34, während der andere Lagerstand am Innenbordende der gleichen Rolle ortsfest bleibt. Das Ergebnis .ist ein Schrägstellen der Rolle 32 oder 34, wodurch die gewünschte Steuerwirkung hervor gerufen wird.
Wie am besten aus Fig. 3 zu sehen, sind die bei den Bandtragvorrichtungen U, L so angeordnet, dass sie die Giessgurte 14, 16 über einen länglichen, drei- eckförmigen Weg führen. Die Steuerrolle 32 oder 34 weist einen grösseren Durchmesser auf als die andern beiden Rollen in der Bandtragvorrichtung und be findet sich in beträchtlicher Entfernung von den andern Rollen im Wagen. Dank dieser Konfigura tion sind beidseitig jeder Steuetrolle zwei lange par allele Abschnitte des Giessgurtes in jedem Wagen ge bildet, deren Länge angenähert gleich ist und die nur um einen kleinen Winkel divergieren.
Es hat sich gezeigt, dass diese Anordnung den Kraftaufwand verringert, der aufgewendet werden muss, um die Steuerrolle schrägzustellen, und weiter auch die bei einem solchen Schrägstellen an der Bandtragvorrich- tung angreifenden Reck- und Streckkräfte verringert. Daher wird die Steuerung viel leichter und wirkungs voller, und die Ausrichtung der beiden Bandtragvor- richtungen kann in sehr engen Grenzen gehalten wer den, wodurch die Gleichmässigkeit in der Dicke der Gussstücke verbessert wird.
Um solche Steuervorteile zu erhalten, liegt die Achse der Steuerrolle 32 oder 34 um eine Strecke von der Achse jeder der beiden andern Rollen 28, 36 oder 30, 38 weg, die grösser ist als der doppelte Abstand zwischen den Achsen der andern beiden Rollen. Beim vorliegenden Beispiel ist die Strecke, um die die obere Steuerrolle 32 von der Achse der Rolle 28 oder 36 abgesetzt ist, grösser als das 2,8fache des Abstandes zwischen den letzteren Rollen, und die untere Rolle weist einen Abstand auf, der grö sser ist als 3,3mal der Abstand zwischen den Achsen der Rollen 30 und 38. Überdies hat es sich als wich tig gezeigt, den Divergenzwinkel zwischen den Gurt abschnitten an der Steuerrolle kleiner als 20 zu hal ten.
Wird dieser Winkel überschritten, so wachsen die an der Bandtragvorrichtung angreifenden Reck- und Streckkräfte, ebenso wie die die zum Steuern benötigten Kräfte stark an. Beim vorliegenden Bei spiel divergieren die langen Giessgurtabschnitte in der obern Bandtragvorrichtung unter einem Winkel von nur 14', und diejenigen in der untern Bandtragvor- richtung unter einem Winkel von nur 15 .
Um symmetrische Steuerwirkungen herbeizufüh ren, sollte die Ebene der Schrägstellbewegung der Steuerrolle um nicht mehr als 1 von der Senkrech ten zu einer den Winkel zwischen den langen Giess gurtabschnitten halbierenden Ebene abweichen. Beim vorliegenden Beispiel befindet sich die Ebene der Schrägstellung der obern Rolle 32 unter einem Win kel von 7' zu einer den Winkel zwischen den langen Gurtabschnitten halbierenden Ebene, und für ,die untere Rolle 32 beträgt dieser Winkel<B>61/2'.</B> Es ist auch wichtig, dass die Gurtabschnitte beidseitig der Steuerrolle annähernd gleich lang sind,
so dass in diesen Gurtabschnitten beim Schrägstellen der Steuer rollenachse aus der Parallelität mit der Ebene der Giessregion heraus, symmetrische Wirkungen ausge löst werden.
1V eigungseinstellung <I>der Giessregion</I> In dieser Maschine kann die Ebene der Giessre gion C aus der Horizontalen bis zu 25 unter diese geneigt werden, um so einem weiten Bereich von Giessvorgängen genügen zu können. Die ganze Ma schine ist auf zwei Tragzapfen 100, 102 montiert, die die Maschine mit zwei am Bettrahmen befestigten Sockeln oder Lagerböcken 104, 106 verbinden. Die gemeinsame Achse dieser beiden Tragzapfen 100, 102 durchsetzt den untern Wagen in der vom Weg des Gurtes 16 umgebenen Region.
Zur Aufnahme des Gewichtes der ganzen Ma schine sind diese Tragzapfen 100, 102 mit einem ersten Hnuptauslegerbalken 108 verbunden, wie am besten aus Fig. 3 und 4 ersichtlich ist. Dieser Balken 108 weist einen im allgemeinen U-förmigen Quer schnitt auf, wie aus Fig. 3 hervorgeht, gebildet von einer Vorderplatte 109, einer Hinterplatte 110 und einem Bodensteg 111. Die Innenenden, d. h. in Fig. 2 und 4 die rechten Enden, der Balkenplatten 109 und <B>110</B> ragen in einem weiten Bogen nach oben und sind starr am Vorderende eines den Rahmen gegen Verdrehung absteifenden Rohres 112 befestigt.
Das Innenende der Balkenvorderplatte 109 setzt sich nach oben fort und trägt einen längsverstellbaren Schwenkzapfenmechanismus 114, der die obere Bandtragvorrichtung trägt und weiter unten näher be schrieben ist. Das Innenende der Balkenhinterplatte <B>110</B> schweift vom Oberende des Versteifers 112 ab wärts und trägt in starrer Anordnung den Kühlmittel zuleiter 55.
Am Bettrahmen 54 und ausgefluchtet mit dem Sockel 104 ist ein Neigungseinstellsockel 116 be festigt. Zum Ändern der Neigung der Giessregion C ist am Sockel 116 in der gewünschten Winkellage ein Untersatz 118 wegnehmbar befestigt. Die Ver- schwenkung wird ermöglicht durch Bolzen 119, die mit im Bogen angeordneten Anschlägen 120 ver bunden sind. Letztere sind als Bolzenlöcher gezeigt und auf um die gemeinsame Achse der Haupttrag- zapfen 100, 102 konzentrischen Bogen angeordnet.
Der Untersatz 118 ist an einem zweiten Hauptausle- gerbalken 122 befestigt, der parallel zum ersten Bal ken 108 liegt und diesem ähnlich aufgebaut ist, mit einer Bodenplatte 123, einer Hinterplatte 124 und einem Bodensteg 125. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist das Innenende der Hinterplatte 124 nach oben ge schweift zur Aufnahme des Schwenkzapfenmecha- nismus 114.
In den Zeichnungen ist die Ebene der Giessregion C horizontal. Ist die Maschine abwärts in ihre ex treme Neigung gekippt, so nimmt der Untersatz 118 die in Fig. 3 gestrichelt gezeichnete Lage 118' ein. In Fig.4 bezeichnet die gestrichelte Linie 34' die unterste Lage des Bodens der Ausgaberolle 34 in bezug auf den Bettrahmen 54, wenn die Maschine am weitesten abwärts gekippt ist.
Verschwenkbarkeit <I>der obern</I> Bandtragvorrichtung zum <I>weiten Öffnen der Giessregion</I> Die untere Bandtragvorrichtung L weist einen äussern und einen innern Längsseitenrahmenteil 126 bzw. 127 auf, die durch die beiden Auslegerbalken 108 und 122, eine flache Bettplatte 128 und einen vertikalen Steg 129 starr miteinander verbunden sind.
Weiter ist ein weites Rohr 130 als Versteifet gegen Verdrehen vorhanden, das die beiden Seiten teile 126, 127 starr miteinander verbindet, wie in Fig. 3 und 5 gezeigt ist.
Die obere Bandtragvorrichtung U ist im allge meinen gleich konstruiert wie der untere und weist ein äusseres und ein inneres Seitenrahmenteil 132 bzw. 133 auf, die durch eine erste und zweite Quer tragstütze 134 und 136 starr miteinander verbunden sind. Jede dieser beiden Stützstreben weist ein Paar von parallelen Stäben 137, 138 und 139, 140 auf, und zwischen den Mittelteilen dieser beiden Stäbe sind Schwenkzapfenträger 142, 144 befestigt, die abwärts ragen und ein Paar von längsausgefluchte- ten Schwenkzapfen 146 bzw. 148 aufnehmen.
Weitere ist eine vertikale Stegplatte 141 und ein gegen Ver winden aussteifendes Rohr 143 vorgesehen, die die beiden Seitenrahmenteile der oberen Bandtragvor- richtung starr miteinander verbinden.
Zum Aufwärtsverschwenken der oberen Band tragvorrichtung U sind zwei zueinander parallele Aus legerschwenkarme 150, 152 vorgesehen. Das Innen ende dieser beiden Schwenkarme 150, 152 ist auf dem einstellbaren Schwenkzapfenmechanismus 114 gelagert, und das Aussenende der Arme ist mit dem entsprechenden Schwenkzapfen 146, 148 verbun den. Um nun die obere Bandtragvorrichtung U heben und senken zu können, ist zwischen den Innenenden der beiden Hauptquerbalken 108, 122 ein grosser mit tels Öldruck betätigbarer Hebezylinder 154 (Fig. 4) montiert.
Das obere Ende dieses Hebezylinders 154 ist an zwei Längsträgern 156, 158 befestigt, die starr zwischen den beiden Hauptbalken 108, 122 angeord net sind. Eine Kolbenstange 160 ragt aufwärts zu einem Schwenkzapfen 162, der mit einem gleitend einen Rohrträger 166 untergreifenden Sattel 164 ver bunden ist. Der Rohrträger 166 ist starr zwischen den Auslegerschwenkarmen 150, 152 eingesetzt, und eine Sattelkappe 168 ruht auf dem Rohrträger 166 und ist beidseitig mit dem Sattel 164 verbunden. Um die Kolbenstange 160 in vertikaler Lage zu halten, weist sie eine untere Verlängerung 160A auf, die nach unten ein Gleitlager 170 am untern Ende des hydraulischen Zylinders 154 durchsetzt.
Um die beiden Schwenkarme 150,<B>152</B> noch wei ter zu versteifen und sie so zueinander parallel zu halten, ragt eine breite gewölbte Stegplatte 172 über den Rohrträger 166 und ist starr an den beiden Schwenkarmen befestigt. Weiter ist zwischen letzte ren in der Nähe des verstellbaren Schwenkzapfenme- chanismus 114 eine vertikale Versteifungsplatte 174 angeordnet.
Wird die Kolbenstange 160 aufwärts getrieben, so hebt der Sattel 164 die beiden Schwenkarme 150 und 152, so dass diese aufwärts um die Achse des Schwenkmechanismus 114 verschwenkt werden. Um diese Verschwenkung der beiden Arme 150, 152 aufzunehmen, weist der Mechanismus 114 eine kräf tige Drehwelle 176 (Fig. 5) auf, und die Innenenden (rechts in Fig. 5) dieser Arme drehen sich um diese Welle 176. Beim Aufwärtsverschwenken der beiden Arme wird die Giessregion C geöffnet, so dass diese für den Arbeiter von aussen, d. h. von links in Fig. 3, leicht zugänglich wird.
Durch dieses Aufwärtsverschwenken entsteht ein grosser Kopfspielraum für den Zugang in die Region zwisch-,zn den beiden Bandtragvorrichtungen. Über dies wird die Aussenseite der oberen Bandtragvor- richtung U noch höher angehoben als die Innenseite, wodurch der beste Arbeitsraum zwischen den beiden Wagen entsteht, z. B. zur Vornahme von Einstel lungen oder Auswechslungen an der Maschine.
Die beiden Schwenkzapfen 146, 148 bilden eine Gelenkverbindung für die obere Bandtragvorrich- tung U, so dass diese parallel zur unteren Bandtrab vorrichtung L eingestellt werden kann, ungeachtet der Dicke des zu giessenden Streifens.
Wird die Ma schine in die gewünschte Betriebsstellung geschlossen, wie sie durch die :spezielle Höhe der beiden zu be nützenden beweglichen Randwehre 68, 70 bestimmt wird, dann ermöglichen die beiden Schwenkzapfen 146, 148 der Giessgurtfläche der oberen Bandtrag- vorrichtung, parallel zur Giessgurtfläche der unteren Bandtragvorrichtung zu bleiben. Dadurch ist diese Parallelführung der beiden Wagen für alle Dicken des Gussmaterials erhältlich.
Es versteht sich ohne weiteres, dass die beiden beweglichen Randwehre 68, 70 zum Giessen von dickeren oder dünneren Bändern durch höhere bzw. niedrigere Wehre ersetzt werden. Das volle Gewicht der oberen Bandtragvorrichtung darf nicht auf diesen beiden beweglichen Wehren ruhen, denn es sind meh- rere Abstandahalter 178 auf gegenüberliegenden Sei ten der Giessregion zwischen den Rändern der ent sprechenden Paare von Rahmenteilen<B>126,</B> 132 und 127, 133 angeordnet. Die Höhe dieser Abstandhalter 178 entspricht derjenigen der beweglichen Rand wehre 58, 70 und sie werden beim Verwenden einer andern Grösse der beweglichen Randwehre ausge wechselt.
Die Gelenklagerung der oberen Bandtrag- vorrichtung ermöglicht dieser, sich mit der unteren Bandtragvorrichtung auszurichten, da er auf den Abstandhaltern 178 ruht.
<I>Verstellung der oberen</I> Bandtragvorrichtung <I>in</I> <I>Längsrichtung zur Anpassung an die verschiedenen</I> <I>Giessvorgänge</I> Zu den wesentlichen Vorteilen der hier beschrie benen Vorrichtung zählt die Tatsache, dass die obere Bandtragvorrichtung U gegenüber der unteren Band tragvorrichtung L in Längsrichtung verstellt werden kann, wodurch sich eine Möglichkeit der Anpassung an die verschiedenen Giessvorgänge ergibt und die Bedienungsperson nach Wunsch die entsprechenden Massnahmen treffen kann. Für diese Einstellung dreht die Bedienungsperson ein Handrad 180 des Einstell mechanismus 114.
Das Handrad 180 ist am Vorder ende einer Förderschnecke 182 befestigt, die in einer Lagerscheibe 184 gelagert ist, die vom Vorderende einer rohrförmigen Stütze 186 gehalten wird, die ihrerseits an dem Teil der Frontplatte 109 sitzt, die die Welle 176 umgibt. Die mit Gewinde versehene Länge 188 der Förderschnecke 182 greift in eine mit Gewinde versehene Ringmutter 190, die am Vorderende der für die Aufnahme der Förder- schnecke hohlen Welle 176 befestigt ist.
Beim Drehen des Handrades 180 bewegt die Schraube 188 die Welle 176 in Längsrichtung durch ein Gleitlager 192, das in der Frontplatte 109 mon tiert ist, und in Längsrichtung durch ein Gleitlager 194, das in der hinteren Platte 124 montiert ist. In Fig.5 ist diese Welle 176 in ihrer vordersten Stellung gezeigt und kann rückwärts bewegt werden, bis die Ringmutter 190 gegen das Gleitlager 192 an liegt.
Um diese Längsbewegung der Welle 176 auf der oberen Bandtragvorrichtung U zu übertragen, sind die Auslegerschwenkarme 150 und 152 mit Keilen in die Umfangsnuten der Welle 176 eingesetzt, so dass diese Schwenkarme um die Welle 176 frei ver- schwenkbar sind. Doch kann die Welle nicht durch die Schwenkarme gleiten. Ein Ringelement 196 greift in eine Nute 198 und ist mit dem Schwenkarm 150 verbunden und eine ähnliche ringförmige (nicht gezeigte) Keilanordnung ist für den Schwenkarm <B>152</B> vorgesehen.
Während der Einstellung der oberen Bandtragvorrichtung gleitet der Rohrträger <B>166</B> durch den Sattel 164 und der Hebezylinder 154 bleibt sta tionär.
Wenn die obere Bandtragvorrichtung U sich in seiner in Fig. d und 14A gezeigten vorderen Ex tremstellung befindet, ist die Vorrichtung geeignet, geschmolzenes Metall durch Einspritzen zuzuführen. Nach Fig. 6 wird ein verhältnismässig dicker Streifen 73 gegossen, d. h. 12,7, 25,4 mm dick oder noch dicker, und der isolierende Teil 25 der Düse wird wie oben beschrieben, direkt zwischen die parallel verlaufenden Teile der beiden Giessbänder einge führt. Wie ersichtlich, wirkt sich das Vorragen des Düsenteiles 25 nach innen vorteilhaft aus und die beiden beweglichen Randwehre 68 und 70 bewegen sich eng anliegend längs des Düsenteiles 25.
Auf diese Weise verhütet die Düse 25 mit den beiden seitlichen Randwehren einen seitlichen Abfluss des geschmolzenen Metalls am Einlaufende der Giess zone. Mit anderen Worten greift das vorragende Ende der Düse 25 zwischen .die bewegten Randwehre 68 und 70 und diese wirken so zusammen, dass sie das Einlaufende zur Giesszone gegen Metallverlust abdichten. Die Oberflächenspannung des geschmol- zenen Metalls verhütet ein Ausfliessen von Metall durch enge Öffnungen von 1,25 mm oder weniger, so dass ein Verlust des geschmolzenen Metalls ver hütet wird, auch wenn die Abstände zwischen den bewegten Randwehren und dem feststehenden Teil der Düse nicht wasserdicht sind.
Wenn dünnere Streifen 73A (siehe Fig. 14A) gegossen werden, d. h. Streifen von weniger als 12,7 mm Dicke, dann bleibt die isolierende Düse 25A dicker als der gegossene Streifen. Diese Düse 25A liegt gegen den gekrümmten Teil der beiden Giessbänder beim Einlaufende der Giesszone an. Um zu verhüten, dass das geschmolzene Metall durch die Abstände zwischen den bewegten Randwehren 68 und 70 und dem Ende der Düse 25A austritt, ist ein Paar konischer Verschlüsse 200 und 207 ein gesetzt. Diese Verschlüsse bestehen aus feuerbe ständigem Material, z. B. Asbest-Material 18, und sind bei 203 und 204 an der Innenseite so ausge schnitten, dass sie Spiel für die Metallhülse 22 der Einspritzdüse bieten.
Die Ober- und Unterseite die ser Verschlüsse 200 und 202 sind gekrümmt ausge bildet, so dass sie sich den benachbarten gekrümmten Abschnitten der Giessbänder 14 und 16 anpassen, während diese um die Einzugsrollen 28 und 30 um laufen und in die Giesszone übergehen. An ihren Vorderspitzen sind die Innenflächen dieser Ver schlüsse, wie bei 205 und 206 gezeigt .ist, nach aussen gebogen, so dass das geschmolzene Metall gegen die bewegten Randwehre 68 und 70 fliesst, während es an den Enden der Verschlüsse 200 und 202 vorbei vorwärts strömt. Die aufeinander zu verlaufenden Teile 75 und 76 der Giessbänder 14 und 16 geben für die Düse 25A einen guten Zugang zum Ein laufende der Giesszone C und bieten genügend Spiel, um den Behälter 5 nahe beim Vorderende der Vor richtung unterzubringen.
Infolge der Längseinstellung der oberen Band tragvorrichtung und der vorteilhaften Ausbildung beider Bandtragvorrichtungen, so dass die Teile 75 und 76 der Giessbänder gemäss Fig. 14C aufeinander zu verlaufen, kann die Bedienungsperson auch mit einem halboffenen Bad 208 aus geschmolzenem Me tall arbeiten.
In Fig. 14C wird die obere Bandtrag- vorrichtung in Längsrichtung gegen das Auslaufende der Vorrichtung geschoben und die Ebene der Giess zone C ist abwärts gerichtet. Der Zulaufteil 75 des oberen Giessbandes U nähert sich der Giesszone in senkrechter Richtung zu der Zone, so dass die Be dienungsDerson ein klares Gesichtsfeld auf das halb offene B.ad 208 besitzt, während der Zulaufteil 76 des unteren Giessbandes genügend Platz für den Giessbehälter 5 freigibt.
Die Isolierdüse 25A ruht auf der obersten Krümmung des unteren Giessbandes, das über die untere Einzugsrolle 30 läuft, und wird durch ein querlaufendes Stützglied 210, z. B. ein I-Eisen, gehalten, das von oben gegen die Düse drückt. Auf diese Weise bildet die Düse 25A einen Teil der Begrenzung für das halboffene Bad 208. Bewegte Randwehre liegen gegen die beiden Seiten der Düse 25A, so dass sie ähnlich wie zwischen den bewegten Randwehren und der Düse in Fig. 6 den Ausfluss verhüten.
Natürlich sind auch ortsfeste Randwehre vorge sehen, um das geschmolzene Metall an beiden Seiten des offenen Bades oberhalb der beweglichen Rand wehre 68 und 70 zu begrenzen.
In Fig. 14D ist die Vorrichtung mit freiem Aus lauf des geschmolzenen Metalls aus dem Giessbehäl ter gezeigt. Das Metall kann nicht rückwärts vom Giessbad 212 wegfliessen, da sein Niveau unterhalb des obersten Punktes des unteren Giessbandes 14 liegt, das über die untere Einzugsrolle 30 läuft. Zu beiden Seiten ist das geschmolzene Bad 212 ober halb der begrenzten Randwehre 68 und 70 durch örtlich feste Randwehre begrenzt, wie das bei Fig. 14C beschrieben wurde. Natürlich werden bei dem Schmelzbad 214 in Fig. 14E .in gleicher Weise örtlich feste Randwehre benutzt.
Der Streifen 73c, der gemäss Anordnung nach Fig. 14D gegossen wird, ist verhältnismässig dünn und Fig. 14E zeigt eine entsprechende Anordnung für das Giessen eines dik- keren Streifens 73d. Für diesen dickeren Streifen 73d ist die obere Bandtragvorrichtung U weiter in Richtung zum Ausgang der Giesszone verschoben. Auch ist die Bandtragvorrichtung etwas angehoben, um die Giesszone etwas mehr zu öffnen und es wer den grössere Abstandsblöcke und grössere bewegliche Randwehre benutzt.
Das offene Bad 214 hat dem zufolge eine grössere freiliegende Oberfläche als das Bad 212.
Es ist zu beachten, dass bei der Einrichtung mit dem ganz freien Zufluss, wie es in den Fig. 14D und 14E gezeigt wird, die obere Bandtragvorrichtung umso weiter nach rechts geschoben wird, je dicker der gegossene Streifen ist. Diese Längsverschiebung gibt ein zunehmend grösseres Schmelzbad 212 und 214 frei und stellt sicher, dass die Badoberfläche das obere Giessband im Punkt P benützt, bevor das obere Giessband in die Giesszone eingetreten ist. Das verhütet den Einschluss von Gas zwischen der Ober- fläche des Bades und dem oberen Giessband, wenn dieses in die Giesszone vorrückt.
Die Einstellung der oberen Bandtragvorrichtung U in Längsrichtung setzt die Bedienungsperson in den Stand, die Oberfläche des Schmelzbades 221 und 214 immer auf gleicher Höhe zu halten, nämlich gerade unter dem obersten Punkt der Walze 30. Dadurch hat das aus dem Giessbehälter austretende Metall von der Düse 25a bis zu dem Schmelzbad immer die gleiche Fallhöhe, so dass ein unerwünschtes Durch- einanderstrümen im Schmelzbad vermieden wird.
Giessbandspannmechanismus Es ist ein besonderer Vorteil des Spannmechanis mus der vorliegenden Vorrichtung, dass er die ge wünschte hohe Spannung der Giessbänder 14 und 16 bewirkt und doch die Spannung über die ganze Breite der Giessbänder gleich hält. Ausserdem ergibt das Loslassen des Spannungsmechanismus einen gro ssen Durchhang in den Giessbändern 14 und 16, so dass diese leicht herausgenommen oder eingesetzt werden können. Im vorliegenden Falle haben die Giessbänder eine Dicke von 1,27 mm und sind ver hältnismässig steif. Der grosse Durchhang ist vorteil haft, wenn beim Installieren das Giessband um die betreffenden Rollen gelegt wird.
Der Spannmechanis mus hat den Vorteil, dass die zum Spannen erforder liche grösste Kraft, um eine bestimmte gewünschte Spannung zu erreichen, gegenüber früheren Anord nungen wesentlich kleiner ist.
Wie in den Fig. 1, 4 und 5 gezeigt ist, ist der Spannmechanismus für beide Giessbänder allgemein gesehen der gleiche, so dass gleiche Teile mit glei chen Überweisungszeichen versehen wurden. Das eine Ende eines Zylinders 216 ist gelenkig mit einem Veranlerungsteil 218 verbunden, der fest an dem Aussenrahmenteil 126 oder 132 sitzt, und eine Kol benstange 220 erstreckt sich aus dem Zylinder zu einem Gelenkpunkt 221 am Ende eines Kurbelarmes 222.
Dieser Kurbelarm 222 dreht eine Spannwelle 224 so, dass ein Spannhebelarm 226 zwischen seiner das Giessband spannenden und seiner das Giessband freigebenden Stellung verschwenkt wird.
Fig. 15 zeigt in voll ausgezogenen Linien den Bandspannmechanismus in seiner Normalstellung für das volle Spannen des Bandes. Die gestrichelten Linien zeigen mit dem Index a den Mechanismus in seiner Stellung, in der er das Band freigibt, und in strichpunktierten Linien mit dem Index b die Stellung, in die der Mechanismus noch gespannt wer den kann, um volle Spannung des gestreckten und breiter gewordenen Riemens noch zu erreichen.
Die<U>Bandspann</U> olle 36 ist ein Hohlzylinder, der an beiden Enden in entsprechende Lager 228 mon tiert ist, z. B. Rollenlager an einer festen inneren Welle, die sich zwischen dem Spannhebelarm 226 und einem entsprechenden Spannhebelarm 227 auf der Innenbordseite des Wagens befindet. Für ein ein heitliches Spannen des Giessbandes über seine ganze Breite muss jede Bewegung, die dem Spannhebelarm 226 durch die Kolbenstange erteilt wird, mit einer entsprechenden Bewegung des andern Spannhebel armes 227 verbunden sein.
Diese Konstruktion, die eine feste innere Welle oder Achse 230 ergibt, ist vorteilhaft, da die Achse 230 die beiden Hebelarme 226 und 227 miteinander verbindet. Auch sind die Lager 228 frei von Kipp-Beanspruchung, da die stationäre Achse 230 die Achsen dieser Lager 228 ständig miteinander ausgerichtet hält. Um zwischen den Spannhebelarmen 226 und 227 eine starre Ver bindung aufrechtzuerhalten, ist zwischen Teilen der Spannhebelarme, die sich allgemein gesehen an entgegengesetzten Seiten der Achse der Welle 224 von der Achse 230 befinden, ein breites, steifes Drehrohr 232 festgemacht. Dieses Drehrohr 232 ist gegenüber der Achse des Drehgelenkes 224 gegen die Mitte des Wagens versetzt, und als Folge davon ist der Mechanismus kompakt und die Gesamtgrösse des Wagens verringert.
Es ist zu beachten, dass die Ebenen der beiden flachen Stücke des Riemens bei der Spannrolle 36 einen spitzen Winkel B bilden. Ausserdem nähern sich die wirksamen Hebelarme der Spannhebel 226 und 227, wenn diese in ihrer Bandspannstellung sind, einer Stellung parallel zu der Winkelhalbierenden 234 des Winkels B. Der wirksame Hebelarm des Spannhebelarmes 226 oder 227 ist definiert als Linie 236 durch die Mittelpunkte der Wellen 224 und 230.
Als Folge dieser vorteilhaften Beziehung wird ein Knebeleffekt bewirkt, der die Grösse der zur Erzeugung der gewünschten Spannung notwendigen Kraft unter die für frühere Anordnungen notwendige Kraft verringert und dadurch ermöglicht, dass breitere Bandtragvorrichtungen und Giessbänder für das Gie ssen breiterer Platten verwendet werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Grösse der Spannung für kleine Winkelbewegungen des Hebelarmes 236 gegenüber der Winkelhalbierenden 234 sich nicht viel ändert.
Wenn also einer der Spannhebelarme ein wenig aus seiner Sollstellung abgelenkt wird, so wird dadurch kein merklicher Unterschied in der wirklichen Spannung an den beiden Kanten des Giessbandes bewirkt.
Es kann also zusammenfassend gesagt werden, dass der Spannmechanismus leichter und wirksamer betätigt werden kann und dass er in seiner Stellung weniger kritisch ist und eine einheitliche Spannung über die Breite des Giessbandes bewirkt. Wenn das Giessband gestreckt oder breiter wird, so kann es über seine Normalstellung hinaus wirksam werden, wie das strichpunktiert in Fig. 15 dargestellt ist, um die ge@vünschte Spannung des Riemens herbeizu führen.
Im vorliegenden Erfindungsbeispiel hat der spitze Winkel B den Wert 77 und in voll gespannter Stel lung nähert sich der Hebelarm 236 einer Stellung parallel zu der Winkelhalbierenden 234 auf einen Winkel von weniger als 22 . Die Winkeldifferenz von weniger als 22 gibt einen Arbeitsbereich für das oben angegebene weitere Anspannen.
<I>Führungsmechanismus der bewegten</I> Randwehr Beim Umlaufen der bewegten Randwehr wird diese in die Giesszone C durch einen Führungsme chanismus 240 (Fig. 1) geführt, der unterhalb und bei dem Einlaufende der Giesszone angeordnet ist. Es ist ein Vorteil dieses Führungsmechanismus, dass er nur innenbordseitig in der Maschine abgestützt ist, so dass das untere Giessband entfernt und wieder an gebracht werden kann, ohne dass eine der bewegli chen Randwehren oder ein Teil des Führungsmecha nismus entfernt werden muss.
Wie Fig. 1 zeigt, be sitzt der innenbordseitige Rahmen 127 des unteren Wagens einen nach vorn gerichteten Vorsprung 242 und eine daran befestigte, freitragende, horizontale Stütze 244. Die beweglichen Randwehren 68 und 70 werden durch Glieder 246 und 248 geführt, die in Fig. 1 gesehen in Form eines abnehmenden Halb mondes ausgebildet sind und eine Anzahl mit Flansch versehener Führungsräder 250 besitzen, die in Ab stand voneinander längs des konvexen Aussenrandes der Glieder 246,und 248 angeordnet sind.
Nach Lö sen der Klemmen 252 kann die Breite des gegossenen Streifens durch Verändern des horizontalen Abstan des zwischen den Führungsgliedern 246 und 248 ver ändert werden. An ihren oberen Enden besitzen die Führungsglieder 246 und 248 einstellbare längliche Parallelführungen 254, die sich seitlich längs der be weglichen Randwehren, wo diese in die Giesszone eintreten, erstrecken, um zu verhindern, dass das ge- schmolzen.. Metall die bewegten Randwehren aus ihrem zueinander parallelen Verlauf verdrängt.
Die halbmondförmigen Führungsglieder 246 und 248 sind so eingestellt, dass die bewegten Randweh ren 68 und 70 beim Passieren des obersten Führungs rades 250 gerade gestreckt und mit der Ebene der Giesszone ausgerichtet werden, bevor sie mir einem der Giessbänder in Kontakt kommen. Auf diese Weise werden die benachbarten Enden der einzelnen Glieder oder Blöcke 71 einer jeden dieser Randweh ren parallel zueinander und ganz zusammengebracht, bevor der betreffende Teil der Randwehre sich in die Giesszone zwischen den Giessbändern bewegt. Antriebsmechanismus <I>für die Giessbänder</I> Die beiden Giessbänder 14 und 16 werden durch die Antriebswellen 42 und 43 angetrieben, die mit einem Schneckenreduziergetriebe 256 verbunden sind.
Die durch Splint gesicherten Teile 256 der Wellen 42 und 43 passen sich Längenänderungen infolge der Veränderung der Stellung der oberen Bandtrk4gvorrichtung an. Eine Eingangswelle 258 (Fig. 5) erstreckt sich von diesem Getriebe 256 zu einem Kettenrad 260, das über eine Kette 262 von einem Kettenrad 264 angetrieben wird, das mit einer solenoidgesteuerten, von einem Motor 268 ange triebenen Kupplung 266 verbunden ist. Die Spannung der Kette 262 wird durch ein Spannschloss 270 zum Bewegen der gelenkigen Motorstütze 272 eingestellt.
Um die Geschwindigkeit des Giessbandes zu messen, wird ein Mechanismus 274 zum Messen der Dreh zahl von der Welle 258 über ein geeignetes Getriebe 276 angetrieben.