CH405918A - Gewebe-Trockenfilz für die Papierindustrie und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Gewebe-Trockenfilz für die Papierindustrie und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Gewebe-Trockenfilz für die Papierindustrie und Verfahren zu dessen Herstellung Die vorliegende Erfindung ist ein Zusatz zur Erfindung gemäss Hauptpatent (und betrifft einen Gewebe-Trockenfilz für die Papierindustrie und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Die bekannten Trockenfilze wurden gewöhnlich aus Baumwolle oder Gennischen .aus Baumwolle und Asbestgarn hergestellt. Ein .bevorzugter, gemäss dem Hauptpatent hergestellter Trockenfilz hatte eine we sentlich längere Lebensdauer .als die aus Baumvolle und Asbestgarn he bestellten, was @dadurch zustagde kam, edass ,als Kette oder :
als Schuss oder für beide .ein Garn verwendet wird, bei welchen ein Kunststoff- faden, z. B. Nylonfaden, um einen Kern aus Baum wolle :oder einer andern Naturfaser gewickelt wird, so ;dass sich eine offene, schraubenlinsenförmige Schutzwicklung ergibt, wobei der Gewichtsanteil der Kunststoffäden im Filz 6 .bis 14 % ausmacht.
Der Gewebe-Trockenfilz für edie Papierindustrie gemäss :dem Hauptpatent, rder Garne aus natürlichen Fasern enthält, ist ,dadurch gekennzeichnet, dass min- destens ein Teil der Garne :schraubenlinienförmig verlaufende Kunststoffäden :
aufweist, edie !bezwecken, ,die Lebensdauer des Filzes .zu vergrössern. Nach (dem Unteranspruch 1 (des Hauptpatentes können die schraubenlinienförmig verlaufenden Kunststoffäden 6 Abis 14 Gewichtsprozentedes Filzes,ausmachen.
Ferner ist im Hauptpatent Idas Verfahrene zur Herstellung :
dieses Trockenfilzes beschrieben, das da durch gekennzeichnet ist, @dass durch Verzwirnen ei ner Mehrzahl von Baumwollfäden mit mindestens einem mehrfibrilligen Kunstfaserfaden Garne herge stellt wenden, indem die Baumwollfäden der Dre- hungsstelle unter Spannung zugeleitet werden, wäh rend der Kunstfaserfaden wenigstens annähernd ohne jede Spannung zur Drehungsstelle gefördert wird,
so :dass der Kunstfaserfaden edahin tendiert, im fertigen ,Garn sich um die Baumwollfäden zu legen, und dass (dieses G :enägstens zum Teil als Kette und Schuss beim 'en des Trockenfilzes verwendet wind.
Inn Hauptpatent sind auch ein Asbesttrockenfilz, bei walchem die untere Lage :oder Lagen des Filzes :
solche Garne enthalten, welche schraubenlinienförmig verlaufende Kunststoffäden -aufweisen, und ?in Ver fahren zur Herstellung eines solchen Asbesttrocken- filzes ebeschrieben.
Im Hauptpatent ist iangegeben, dass die untere Grenze wies Gewichtsanteils ider Kunststoffäden 6 sein soll, Ida der nicht proportionale Anstieig der Lebensdauer des Trockenfilzes (mit den damals er- hältlichen synthetischen Garnen) nicht möglich war,
wenn der Gewichtsanteil weniger als 6 % betrug, und die :obere Grenze wurde mit 14 % angegeben, weil. Verseuche ergeben hatten, dass, wenn der Kunststoff- fadenanteil 14 % überstieg,
der Zuwachs der Lebens- (dauer des Trockenfilzes pro Prozent Zunahme des synthetischen Materials verhältnismässig :kleiner war als derjenige, welcher unter 14 % erhalten wurde.
In der vorliegenden :Erfindung wird der Ge wichtsanteil der Kunststoffiden in idie Bereiche von .3-6 % und 14-30 % :gelegt, so @dass ider vom Unter- anspruch .1 Idas Hauptpatentes und die vom vor- liegenden Zusatzpatent umfassten :
Bereiche zusammen den ganzen Bereich von 3-30% ausmachen.
Der Gewebe-Trookenfilz gemäss dem vorliagenden Patent ;ist demgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffäden entweder 3 bis 6 Gewichtsprozent oder 14 'bis 30 Gewichtsprozent des Filzes aus- nmach:en.
Das Verfahren Dur Herstellung ides P.apierm:a- @schinentrockenfiilzesgemäss idem vorliegenden Patent Lit dadurch "gekennzeichnet,
@dass Abes der Durchfüh- rungwies Verfahrens gemäss Patentanspruch II des Hauptpatentes die Kunststoffäden in solcher Menge verarbeitet werden, dass sie entweder 3 bis 6 oder 14 bis 30 Gewichtsprozent des Filzes rausmachen.
In :der einzigen Figur sind als Ondinate die Le- bensdauer relativ zu bekannten Filzen (gestrichelte Schräglinie) und .als Abszisse die Gewichtsprozente an Kunststoff-undBaumwollfäden gezeigt.
Der Grund zur Senkung oder -unteren Grenze des Kunststoffadenanteiles beim erfindungsgemässen Trockenfilz ist :der folgende:
Seit dem Zeitpunkt der Anmeldung ,des Hauptpatentes sind in )der Her stellung hochfester Kunststoffäden Fortschritte er zielt wonden. Es sind jetzt hochfeste Kunststoffäden von niedrigerer Denierzahl und von höherer Festig- keit pro Denier erhältlich als früher,
so (d@ass es haute möglich ist, feinere Kunststoffäden in engeren Win dungen um den Baumwolle-, Asbest- oder sonstigen Naturfaserkern zu wickeln und :
aus so gebildeten Garnen Trockenfilze herzustellen, die einen zwischen nur 3 % und 6 % liegenden Gewichtsanteil an Kunst stoffäden enthalten und dennoch gegenüber her kömmlichen Trockenfilzen einen wirtschaftlich loh- nenden Zuwachs .an Betricbsdauer zeigen.
Der Grund zur Erhöhung der oberen Grenze ist der folgende: Wenn als Folge oder ursprünglichen Versuche mit Trockenfilzen ,auf Papiermaschinen mit den Kunststoffäden ,gemäss :dem Hauptpatent ange nommen wurde, dass :der Zuwachs der Lxbensdauer 50-l00 % :betrug, :dann stellten 14 Gewichtsprozent an Kunststoffäden :
die obere Grenze zum Ersatz ,der Baumwolle oder anderen Naturfasern durch ein synthetisches Material dar. Wegen (der relativ langen Betriebsdauer der Trockenfilze vergehen viele Jahre, bis die Vorteile übersehen werden können.
Im vor- liegenden Fall hat es sich herausgestellt, dass der mittlere Zuwachs der Betriebsdauer in den Grenzen von 6 bis 14 % Kunststoff zwischen 100 bis 200 schwankte, gegenüber den vorausgesagten 50 %, die sich aus sich über zwei Jahre vor der Anmeldung des Hauptpatentes :erstreckenden Versuchen ergeben hat ten.
Daher stellen die 14 % nicht mehr die wirtschaft- liche obere Grenze des ,Ersatzes oder Baumwolle oder anderer Naturfasern durch synthetische Fasern dar, da, wie aus (dem die einzige Figur bildenden Dia gramm ersichtlich isst,
wo die Linie x die untere Grenze oder verlängerten Betriebsdauer während des normalen Betriebes und -die Linie y die obere Grenze ,der verlängerten Betriabsidauer während ides normalen Betriebes darstellt, selbst dort, wo diese Kurven linear werden,
ein wirtschaftlicher Zuwachs der Be- triebsdauer,erhalten wird. Es hat sich herausgestellt, tdass die Tendenz der Kurve zur Unearität bei etwa 30 Gewichtsprozent Kunststoffäden liegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Gewobener,Papiermaschinentrockenfilz nach Pa- tentanspruch I ides Hauptpatentes, dadurch :gekenn- zeichnet, dass die Kunststoffäden entweder 3 bis 6 oder 14 bis 30 Gewichtsprozent des Filzes aus machen.UNTERANSPRÜCHE 1. Papiermaschinentrockenfnlz nach Patentan- spruch I, (dadurch ,gekennzeichnet, dass das Kettgarn aus Verbundgarn ;der genannten Art !besteht. 2. Papiermaschinentrockenfilz nach Unteran spruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Schuss- garn aus Verbundgarn .der genannten Art besteht. 3. Papiermaschinentrockenfilz nach Ratentan- spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass :das Verbund garn mehrere Litzen aus Naturfasergarn, z. B.Baum wolle, aufweist, die mit mindestens einem Kunststoff- faden doubli:ert sind. 4. Papiermaschinentrockenfilz nach Patentan spruch I, einen Alsbesttrockenfilz darstellend, worin das Kett- und Schussgarn zu einem Mehrlagengewebe verwoben sind, wobei an :der Arbeitsoberfläche des Filzes ,erscheinende Garne Asbestfasern enthalten, dadurch :gekennzeichnet, dass mindestens die untere Lage oder .Lagen des Filzes Garne enthalten, die schraubenlnienförmige Wicklungen aas Kunststoff- fäden aufweisen.5. Papiermaschinentrockenfilz nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Asbest fasern enthaltenden Garne auch eine schraubenlinien- förmige Wicklung aus Kunststoffäden aufweisen. 6. Papienn@asahinentrockenfilz nach Patentan spruch I, ;dadurch gekennzeichnet, dass :die Kunst- stoffäden hochfest sind. 7. Papiermaschinentrockenfilz nach Patentan spruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kunst stoffaden aus mindestens einem Nylonfilament be- steht. B. Papiermasch:inentrockenfilz nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kunst- stoffaden aus mindestens einem Polyäthylen-tereph- thalatfilament besteht. PATENTANSPRUCH 1I Verfahren nach Patentanspruch 1I ödes Haupt- patentes zur Herstellung des P,apiermaschinentrok- kenfilzes nach obigemRTIID="0002.0235" WI="23" HE="4" LX="1523" LY="2188"> Patentanspruch I, idadurch gekennzeichnet, idass die Kunststoffäden in solcher Menge verarbeitet werden, dass sie entweder 3 bis 6 oder 14 bis 30 Gewichtsprozent des Filzes aus machen.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB2954759 | 1959-08-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH405918A true CH405918A (de) | 1966-01-15 |
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ID=10293257
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH972960A CH405918A (de) | 1959-08-29 | 1960-08-29 | Gewebe-Trockenfilz für die Papierindustrie und Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (2)
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| BE (1) | BE594472R (de) |
| CH (1) | CH405918A (de) |
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1960
- 1960-08-26 BE BE594472A patent/BE594472R/fr active
- 1960-08-29 CH CH972960A patent/CH405918A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE594472R (fr) | 1960-12-16 |
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