CH406056A - Tubenverschluss an einer zusammendrückbaren Tubenhülle - Google Patents
Tubenverschluss an einer zusammendrückbaren TubenhülleInfo
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Description
Tubenverschluss an einer zusammendrüekbaren Tubenhülle Die Erfindung betrifft einen Tubenverschluss an einer zusammendrückbaren Tubenhülle und bezweckt, einen leicht bedienbaren Tubenverschluss zu schaffen, der keine verlierbaren Teile aufweist, hygienisch einwandfrei ist, eine vollständige Ausnützung des Tubeninhaltes gewährleistet und wirtschaftlich hergestellt werden kann. Der Tubenverschluss nach der Erfindung zeichnet sich hierzu aus durch eine zylindrische Hülse, die oben durch einen Deckteil fest abgeschlossen ist und mindestens eine Austrittsöffnung aufweist, und durch einen in dieser Hülse verschiebbaren Kolben, der unter dem Einfluss eines elastischen Organes steht, das im Ruhezustand diesen Kolben in einer Lage festhält, in der er die Austrittsöffnung schliesst (Fig. 1) während er beim Zusammendrücken der Tubenhülle durch den Druck des Tubeninhaltes gegen die Kraft des elastischen Organes verschoben wird und die Austrittsöffnung für den Durchtritt des Tubeninhaltes frei gibt (Fig. 2). In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig. 1 eine Ansicht einer Tube mit im Längsschnitt dargestelltem Tubenverschluss in der Schliesslage; Fig. 2 ein Längsschnitt des Tubenverschlusses nach Fig. 1 in der Öffnungslage, und Fig. 3 ein Längsschnitt durch einen anderen Tubenverschluss in der Schliesslage. Der Verschluss der in Fig. 1 gezeigten Tube weist eine zylindrische Metallhülse 1 auf, die mit der Hülle 2 der Tube aus einem Stück gezogen ist. Die Hülse 1 ist oben durch einen flachen Deckteil 3 fest abgeschlossen und weist auf ihrer Innenseite eine Ringschulter 4 auf, die als Anschlag für das obere, offene Ende eines Hohlkolbens 5 dient. Der Hohlkolben 5, der z. B. aus Kunststoff bestehen kann, gleitet mit geringem Spiel in der Hülse 1 und ist durch einen 0-Ring 6 gegen dieselbe abgedichtet. Der 0-Ring 6 liegt in einer äusseren Ringnut 7 des Kolbens 5, dessen Boden 8 auf seiner unteren Seite leicht konkav ist. Das untere Ende des Kolbens 5 ruht in der in Fig. 1 gezeigten Schliesslage des Verschlusses auf einem nach innen ragenden Ringwulst 9, der sich an der Stelle befindet, an welcher die Hülse 1 in die Tubenhülle 2 übergeht. In dieser Lage verschliesst ein oberer, zylindrischer Teil 10 des Kolbens 5 eine in der Hülse 1 vorgesehene, nach aussen hin konisch divergierende Austrittsöffnung 11. Der Kolben 5 wird durch eine Druckfeder 12 in seiner Schliesslage gehalten, wobei sich diese Feder 12 einerseits am Deckteil 3 und andererseits an einer inneren Ringschulter 13 des Kolbens 5 abstützt. Um den Tubeninhalt auspressen zu können, ist nichts weiteres nötig, als die Hülle 2 an ihrem unteren Ende 14 zusammenzudrücken, wobei man die entleerten Teile dieses unteren Endes wie üblich aufrollt. Durch den auf diese Weise in der Hülle 2 erzeugten Druck wird der Kolben 5 bis zur Ringschulter 4 nach oben verschoben (siehe Fig. 2), wobei er die Öffnung 3 frei gibt, so dass die in der Tube enthaltene, mehr oder weniger zähflüssige Masse, z. B. Zahnpasta, Senf oder dergleichen, durch dieselbe austritt. Sobald man nicht mehr auf das untere Ende 14 der Hülle 2 drückt, bringt die Feder 12 den Kolben 5 in die Schliesslage nach Fig. 1 zurück. Gegenüber bisher üblichen Tubenverschlüssen weist der beschriebene Verschluss sehr grosse Vorteile auf: 1) Man braucht keinen Deckel ab- und wieder aufzuschrauben; 2) Es kann beim Gebrauch kein Teil verloren gehen; 3) Luft, Feuchtigkeit und Schmutz haben keinen Zugang zum Tubeninhalt, so dass letzterer in sehr hygienischer Weise vor Verderben geschützt ist. Die Wahl der Materialien der verschiedenen Bestandteile, insbesondere auch der Dichtung 6, richtet sich dabei selbstverständlich nach dem vorgesehenen Inhalt der Tube. Die Feder 12 kann gegebenenfalls mit einer Schutzschicht aus Lack, Kunststoff oder dergleichen versehen werden; 4) Da zum Auspressen des Inhaltes wegen der Feder 12 ein stärkerer Druck in der Hülle 2 herrschen muss, als bei den Tubenverschlüssen, bei denen nach dem Entfernen eines Deckels die Austrittsöffnung dauernd frei bleibt, mus man praktisch diese Hülle 2 an ihrem unteren Ende 14 zusammendrücken. Drückt man die Hülle 2 nämlich in einer mittleren Zone, z. B. in einem mit 15 bezeichneten Punkt, so hat der zum Verschieben des Kolbens 5 in seine Öffnungslage nötige, relativ stärke Druck die Neigung, das untere Ende 14 der Hülle 2 wieder aufzurollen. Der Benützer sucht dies selbstverständlich zu vermeiden und fasst daher die Hülle 2 an diesem unteren Ende 14 selbst. Infolgedessen wird die Tube viel besser entleert, als bei den erwähnten Verschlüssen; 5) Die Herstellung des Verschlusses ist sehr einfach und billig. Selbstverständlich werden die Federn 12, sowie der Kolben 5 mit der Dichtung 6, vom unteren, noch unverschlossenen Ende der Hülle 2 her in die Hülse 1 eingebracht, bevor die Hülle 2 gefüllt wird. Dieselben Vorteile weist auch der in Fig. 3 dargestellte Tubenverschluss auf. In dieser Figur sind für entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet wie in Fig. 1 und 2. Der Hohlkolben 5 weist eine äussere Zylinderfläche 16 auf, die an einer ringförmigen Innenschulter 17 einer Buchse 18 geführt ist. Am unteren Ende des Kolbens 5 ist eine ringförmige Aussenschulter 19 vorgesehen, die in der Hülse 1 geführt ist. Am oberen Ende des Kolbens 5 ist ferner eine ringförmige Aussenschulter 20 vorgesehen, die in der Buchse 18 geführt ist. Die Buchse 18 ist von oben in die Hülse 1 eingesetzt und mit einem Deckteil 21 versehen, der ein zentrales Loch 22 für den Durchtritt von Luft aufweist. Die Feder 12, die sich am Kolbenboden 8 und am Deckteil 21 abstützt ist durch den Hohlkolben 5 und die Buchse 18 sehr wirksam vor Berührung mit dem Tubeninhalt geschützt, indem drei Dichtungsstellen hintereinander wirksam sind, nämlich an den Schultern 19, 17 und 20. Die Buchse 18 wird auf der Hülse 1 durch eine ringförmige Innenschulter 23 dieser Buchse festgehalten, die in eine äussere Ringnut 24 der Buchse 18 eingreift. Die Höhe der Schultern 17, 20 und 23, die in der Zeichnung etwas übertrieben dargestellt ist, ist in Wirklichkeit so gering, dass die elastische Nachgiebigkeit des Materials der Hülse 1 des Kolbens 5 und der Buchse 18 die Montage dieser Teile gestattet. Alle diese Teile können z. B. aus Kunststoff bestehen, wobei auch in diesem Falle die Hülse 1 mit der Tubenhülle 2 aus einem Stück gebildet ist. Man kann den Tubenverschluss aber auch von der Tubenhülle 2 getrennt herstellen. In diesem Falle wird man z. B. das untere Ende der Hülse 1 mit einem Innengewinde versehen und an der Tubenhülle 2 oben einen mit Aussengewinde versehenen Hals vorsehen. Der ganze Verschluss kann dann anstelle des üblichen Deckels auf die Tube geschraubt werden, wobei im übrigen sowohl die Ausführung nach Fig. 1 und 2, als diejenige nach Fig. 3 vorgesehen werden kann. Es ist klar, dass prinzipiell auch mehrere Austritts öffnungen in der Hülse 1 vorgesehen werden können. Doch wird im allgemeinen die beschriebene Ausführungsform mit einer einzigen Austrittsöffnung vorteilhafter sein. Anstelle einer Schraubenfeder 12 kann man auch Tellerfedern oder auch elastische Organe anderer Art verwenden, z. B. weiche Gummizapfen oder dergleichen. Die Tubenhülle kann prinzipiell auch aus einem starren Mantel und einem von unten nach oben in demselben verschiebbaren Kolben bestehen, der zum Zusammendrücken der Hülle nach oben geschoben wird. Diese Variante ist aber praktisch kaum interessant.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Tubenverschluss an einer zusammendrückbaren Tubenhülle, gekennzeichnet durch eine zylindrische Hülse (1), die oben durch einen Deckteil (3) fest abgeschlossen ist und mindestens eine Austrittsöffnung (11) aufweist, und durch einen in dieser Hülse verschiebbaren Kolben (5), der unter dem Einfluss eines elastischen Organes (12) steht, das im Ruhezustand diesen Kolben in einer Lage festhält, in der er die Austrittsöffnung schliesst (Fig. 1) während er beim Zusammendrücken der Tubenhülle (2) durch den Druck des Tubeninhaltes gegen die Kraft des elastischen Organes verschoben wird und die Austritts öffnung für den Durchtritt des Tubeninhaltes frei gibt (Fig. 2).UNTERANSPRÜCHE 1. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (1), ihr Deckteil (3) und die Tubenhülle (2) in einem Stück bestehen.2. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben ein Hohlkolben (5) ist und dass das elastische Organ aus einer Druckfeder (12) besteht, die sich einerseits am Deckteil (3) und andererseits an einer inneren Ringschulter (13) des Hohlkolbens abstützt.3. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (5) durch eine in einer äusseren Ringnut (7) desselben befindlichen Dichtung (6) gegen die Hülse (1) abgedichtet ist.4. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Anschläge (4, 9) vorgesehen sind, um den Weg des Kolbens (5) zu begrenzen.5. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (11) konisch nach aussen divergiert.6. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Hülse (1) eine mit einem Deckteil (21) versehene Buchse (18) eingesetzt ist, die eine ringförmige Innenschulter (17) aufweist, die eine zylindrische Aussenfläche (16) des Kolbens (5) führt und mit derselben eine Abdichtung bildet, um das elastische Organ (12) vor Berührung mit dem Tubeninhalt zu schützen.7. Tubenverschluss nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben als Hohlkolben (5) ausgebildet ist und eine untere, in der Hülse (1) geführte Aussenschulter (19 )und eine obere, in der Buchse (18) geführte Aussenschulter (20) aufweist, so dass insgesamt eine dreifache Abdichtung erzielt ist.8. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckteil (21) mit einer Luftdurchtrittsöffnung (22) versehen ist.9. Tubenverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse und die Tubenhülle aus getrennten Teilen bestehen.10. Tubenverschluss nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse auf einen an der Hülle vorgesehenen, mit Aussengewinde versehenen Hals aufgeschraubt ist.
Priority Applications (1)
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| CH1115863A CH406056A (de) | 1963-09-10 | 1963-09-10 | Tubenverschluss an einer zusammendrückbaren Tubenhülle |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH406056A true CH406056A (de) | 1966-01-15 |
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1963
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