Schaltgerät, insbesondere Installationsselbstschalter Im Zuge ,der zunehmenden Elektrifizierung wer den bei den Installationsselbstschaltern bei gleich zeitigem Bestreben, die Schalterabmessungen zu verkleinern, immer höhere Anforderungen an die Schaltleistung gestellt. Um diesen Forderungen ge recht werden zu können, spielt die Ausbildung des Schalters, besonders die der Lichtbogenkammer,eine ausschlaggebende Rolle. Mit der Anordnung der Lichtbogenkarnmer im Schaltergehäuse steht auch die Kontaktanordnung im engen Zusammenhang, denn die Ausbreitungsmöglichkeit des Lichtbogens ist sehr wesentlich für die Schaltleistung des betref fenden Gerätes.
Bei den bekannten Schaltern sind nach dem der zeitigen Stand der Technik schon wesentliche Ver besserungen dadurch erzielt worden, dass der Licht bogenkammer die ganze Höhe oder Tiefe des Schal ters zur Verfügung gestellt wurde. Bei dieser Ausfüh rung wird entweder ein Einfach-Unterbrechungskon- takt an einem Ende der Kammer oder ein Zweifach- Unterbrechungskontakt, d. h. eine zentral gelagerte Kontaktbrücke verwendet, so dass in allen Fällen eine raumnützende Ausbreitungsmöglichkeit des oder der entstehenden öffnungslichtbögen gegeben ist.
Darüber hinaus sind solche Lichtbogenkammern teil weise noch auf U-Form erweitert worden.
Es sind auch schon Schalter bekannt geworden, bei denen die Lichtbogenkammer unterteilt ist. Von den bekannten Schaltern dieser Art seien einige we nige erwähnt, auf die die vorliegende Erfindung auf baut. So gibt es beispielsweise Schalter, bei denen beiderseits einer mittig angeordneten magnetischen Auslösespule die ortsfesten Kontakte vorgesehen sind und jedem Kontakt eine eigene Lichtbogenkammer zugeordnet ist, die die gesamte Höhe der Auslösespu- le besitzt.
Der Raum oberhalb der Lichtbogenkam- mer und der Auslösespule wird von dem Schaltme chanismus eingenommen. Die Aufteilung der Licht bogenkammer in zwei getrennte Räume ist zwar sehr günstig, jedoch ist die Schaltleistung eines solchen Schalters noch dadurch begrenzt, ,dass die in den ein zelnen Kammern entstehenden Lichtbögen keine ge nügende Ausbreitungsmöglichkeit haben.
Bei anderen Schaltern ist die Auslösespule und der Mechanismusraum so in der Schaltermitte ange ordnet, dass zwei Lichtbogenkammern, die sich beid seitig von Mechanismusraum und Auslösespule be finden, über die ganze Schalterhöhe erstrecken. Auch bei diesen Schaltern sind die beiden Lichtbogenräu- me, von denen jeder ein Kontaktpaar enthält, vonein ander getrennt.
Die Anordnung ist insofern günsti ger als die bei .dem zuerst erwähnten Schalter, weil dem Lichtbogen ein grösserer Raum zur Verfügung steht, jedoch entsprechen auch solche Schalter noch nicht den heute gestellten Forderungen.
Bei allen diesen bekannten Schaltern wird aber für einen an einer Kontaktstelle entstehenden Licht bogen günstigstenfalls nur ein Raum ausgenutzt, der kaum grösser als die grösste Schalterabmessung ist.
Die Erfindung betrifft ein Schaltgerät, insbeson dere einen Installationsselbstschalter, mit einer mitti- gen Anordnung von Schaltmechanismus und Auslö- sespule und seitlich davon befindlichen, sich über die ganze oder über einen grösseren Teil einer Schalter seite erstreckenden Lichbbogenkammern. Erfin- dungsgemäss sind die Lichtbogenkammern in ihrer Längsrichtung durch Zwischenwände in Teilräume, unterteilt,
von denen je zwei an einem Ende mitein ander in Verbindung stehen und von denen die zen tral gelegenen jeweils am anderen Ende die Einfach unterbrechungsschalterkontakte enthalten, während die anderen am anderen Ende Entlüftungslöcher auf weisen. Bei einem Schalter, bei dem die Lichtbogen kammern sich über die Schalterhöhe erstrecken, sind zweckmässigerweise die Zwischenwände entweder parallel zu dem sich über die Schalterbreite erstrek- kenden Mechanismusraum oder senkrecht dazu an geordnet. Bei Parallelanordnung werden beiderseits des Mechanismusraumes mit Vorteil zwei etwa gleich breite Teilräume gebildet, von denen die inneren die Kontakte enthalten.
Die Kontaktöffnungsrichtung ist bei dieser Ausführung zweckmässig senkrecht zur Schalterlängsachse. Bei senkrecht zum Mechanis- musraum angeordneten Zwischenwänden werden auf jeder Seite des Mechanismusraumes vorteilhaft drei Teilräume gebildet, von denen die mittleren im Kon taktbereich miteinander in Verbindung stehen. Die ortsfesten Kontakte arbeiten hierbei z. B. mit einer in Schalterlängsachse verschiebbaren Kontaktbrücke zusammen.
Die den Mechanismusraum von den Lichtbogenkammern trennenden Wände und die Zwischenwände in den Lichtbogenkammern werden zweckmässig vom Schaltergehäuse und/oder vom Schalterdeckel gebildet. In den einzelnen Teilen der Lichtbogenkammern können auch noch Löschbleche angeordnet sein. Bei Sockelschaltgeräten kann auch im Sockelraum durch Einlegen einer Querplatte un terhalb der Entlüfungslöcher noch zusätzlicher Licht bogenraum geschaffen werden.
Die Auslösespule kann bei dieser Raumaufteilung, je nach Bedarf, als Blasspule herangezogen werden oder aber auch so untergebracht werden, dass sie keine Blasung auf den Lichtbogen ausübt.
Anhand der Zeichnung seien Ausführungsbei spiele der Erfindung näher erläutert.
In den Fig. la bis 1c ist in verschiedenen Schnitt ansichten ein Sockelschaltgerät mit parallel zur Me- chanismusraumlänge angeordneten Lichtbogenkam- merzwischenwänden dargestellt, während Fig. 1d die elektrische Schaltung eines solchen Gerätes wieder gibt.
Die Fig. 2a bis 2c zeigen dieselbe Raumauftei lung bei einem Schraubschalter. In den Fig. 3a bis 3c ist ein Schraubschalter mit senkrecht zum Mechanis- musraum verlaufenden Lichtbogenkammerzwischen- wänden dargestellt. Fig.3d zeigt die elektrische Schaltung des zuletzt genannten Schalters.
Fig.4a stellt einen Längsschnitt durch einen mit Löschble- chen ausgerüsteten Installationsschraubsockelschalter dar, während Fig. 4b einen Schnitt gemäss der Linie <I>A -B</I> nach Fig.4a zeigt. In Fig.4c ist ein Schnitt durch den Schalter gemäss C-D nach Fig. <I>4b</I> wie dergegeben.
Ein Installationsschraubsockelschalter mit besonders ausgeführten Lichtbogenlöschblechen ist in Fig. 5a und 5b gezeigt. Fig. 5a gibt dabei einen Längsschnitt durch den Schalter wieder, während Fig. 5b eine Draufsicht der auf der einen Schalter hälfte angeordneten Lichtbogenräume zeigt.
Fig. la zeigt einen Schnitt gemäss der Linie A-B nach Fig. 1c, während Fig. 1b einen Schnitt nach der Linie<B>C -D</B> der Fig. l a wiedergibt. Fig. l c ist die Schnittdarstellung nach E-F von Fig. la.
Bei diesem Sockelschalter wird durch die am Sockel 1 angepress- ten Trennwände 2, 3 der Mechanismusraum 4 gebil det, der auch in nicht dargestellter Weise die Auslö- sespule und ein thermisches Auslöseglied enthält. Der Sockel bildet auch die Lichtbogenkammerzwischen- wände 5, 6, die die beiderseits des Mechanismusrau- mes befindlichen Lichtbogenkammern in zwei gleich grosse Teilräume 7, 8 bzw. 9, 10 aufteilt.
Die Licht bogenkammern erstrecken sich beiderseits des Me- chanismusraumes über den grösseren Teil der Schal terhöhe. Die Räume werden zusammen mit der Ab deckkappe 11 gebildet, die mit dem Sockel und den Mechanismusraumwänden in nicht dargestellter Weise verfalzt ist. Die inneren Teilräume 8 und 10 enthalten an ihrem unteren Ende die ortsfesten Kon takte 12 und 13 und die an einer gemeinsamen Achse befindlichen beweglichen Kontakte 14 und 15, so dass auf jeder Seite des Mechanismusraumes eine Einfachunterbrechungsstelle gebildet wird.
Die äus- seren Teilräume besitzen Entlüftungslöcher 16 und 17 zum Schalterboden hin, durch die die bei einer Kurzschlussabschaltung auftretenden heissen Gase entweichen können. Der Lichtbogen ist in den Fig. la und 1b durch die dick gestrichelte Linie dargestellt. Er bewegt sich an beiden Kontakten nach Schalter auslösung zunächst in den inneren Teilräumen und wandert schliesslich mit seiner Schleife in die äusse- ren Teilräume, wodurch eine enorme Längung und damit eine grosse Abkühlung und schliesslich seine Löschung eintritt.
Die elektrische Schaltung nach Fig. 1d lässt erkennen, dass die beweglichen Kon taktteile 14 und 15 eine sogenannte Schwenkbrücke darstellen, die die elektrische Verbindung von der Anschlussklemme 18 über das thermische Auslöse glied 19 und die Auslösespule 20 zur Anschlussklem- me 21 herstellt.
Der Schalter nach Fig. 2a bis 2e entspricht im wesentlichen dem eben beschriebenen Sockelschalter. Er unterscheidet sich nur insofern von dem Sockel schalter, als er als Schraubsicherung ausgebildet ist. In Fig. 2a ist wieder ein Schnitt gemäss der Linie A-B gemäss Fig. 2c und in Fig. <I>2b</I> ein Schnitt nach der Linie C-D von Fig. <I>2a</I> wiedergegeben. Die Fig.2c stellt einen Schnitt gemäss der Linie E-F nach der Fig. 2a dar.
Der Mechanismusraum 22 bil det auch bei diesem Schraubschalter das Zentrum und erstreckt sich über die ganze Schalterbreite. In dem Schraubteil des Sockels 23 ist unterhalb des Me- chanismusraumes eine Kammer 24, in der z. B. die Auslösespule untergebracht werden kann. Beiderseits des Mechanismusraumes sind die Lichtbogenkam- merteilräume 25 bis 28 vorgesehen, von denen die Räume 25, 26 durch eine Zwischenwand 29 und die Räume 27, 28 durch eine Zwischenwand 30 getrennt sind.
Die Schalterabdeckung 31 kann je nach den Erfordernissen entweder als flache Kappe oder als eine den ganzen oberen Schalterteil umfassende Haube ausgebildet sein, d. h. die Trennung zwischen Gehäuse und Kappe ist für die Wirkung der Lichtbo- genräume bedeutungslos und richtet sich nur nach fertigungstechnischen Gesichtspunkten. Die Zwi schenwände 29, 30 reichen nicht bis an die Abdek- kungen heran, so dass die Teilräume an ihren oberen Enden miteinander in Verbindung stehen. In den in neren Teilräumen 26 und 28 sind die Kontakte 32 bis 35 untergebracht, die etwa den Kontakten des vorher beschriebenen Sockelschalters entsprechen.
Die äus- seren Teilräume 25, 27 besitzen an ihrem unteren Ende Entlüftungslöcher 36. Die elektrische Schaltung ist die gleiche wie bei dem Sockelschalter. Die Licht bogenlöschung erfolgt bei diesem Schalter in dersel ben Weise wie beim Sockelschalter.
Bei dem Schraubschalter nach den Fig. 3a bis 3c stellt wieder die Fig. 3a einen Schnitt gemäss<I>A -B</I> der Fig. 3c und die Fig. 3b einen Schnitt gemäss C-D nach Fig. 3a dar, während Fig. 3c einen Schnitt entsprechend E-F von Fig.3a wiedergibt. Der Schaltersockel 37 enthält den Mechanismusraum 38, der sich über die ganze Schalterbreite erstreckt.
Zu sammen mit der Gehäuseabdeckung 39 werden bei derseits des Mechanismusraumes Lichtbogenkam- mern gebildet, die durch senkrecht zum Mechanis- musraum verlaufende Trennwände 40 bis 43 dreige teilt sind. Von den gebildeten Teilräumen stehen die grösseren, mittleren Teilräume 44, 45 über einen Durchbruch 46 miteinander in Verbindung. Diese mittleren Teilräume enthalten die ortsfesten Kontakte 47, 48 und eine in Schalterlängsrichtung verschieb bare Kontaktbrücke 49. Die Trennwände 42, 43 rei chen nicht bis an die Schalterabdeckung, so dass die äusseren Teilräume 50 bis 53 mit den mittleren in Verbindung stehen.
Die äusseren Teilräume besitzen an ihren unteren Enden Entlüftungslöcher 54. Der im Schaltersockel vorhandene Raum 55 dient zur Auf nahme der Auslösespule des Schalters. Aus der elek trischen Schaltung nach Fig. 3d ist zu entnehmen, dass der Stromverlauf im Schalter vom Anschluss 56, also von dem Schraubgewinde zu dem ortsfesten Kontakt 47 über die Kontaktbrücke 49 zu dem ande ren ortsfesten Kontakt 48 und von dort über ein ther misches Auslöseelement 57 und eine magnetische Ausiösespule 58 zu dem anderen Anschluss 59, also zu dem Stift des Schalters,
erfolgt. Die sich bei Schal terauslösung entwickelnden Lichtbögen verlaufen zunächst beiderseits des Mechanismusraumes in den inneren Teilräumen 44 bzw. 45 und verzweigen sich dann in die äusseren Teilräume 50, 52 bzw. 51, 53. Die an sich günstige Zweifachunterbrechung, die also für jeden Lichtbogen nur die halbe Spannung zur Verfügung stellt, wird bei der Erfindung noch da durch verbessert, dass die Ausbreitung der einzelnen Lichtbögen in voneinander entfernt liegenden Räu men erfolgt und dass ausserdem jedem Teillichtbogen zwei weitere Räume zur Verfügung stehen.
In Fig. 3a und 3b ist durch die dick gestrichelte Linie der sich etwa ergebende Lichtbogenverlauf dargestellt. Fig. 3b zeigt dabei die Ausbreitung in den mittleren Teilräu- men, während Fig. 3a erkennen lässt, wie sich der Lichtbogen auf die seitlichen Teilräume verteilt. Der Bogen wird beim Eintreten in die beiden seitlichen Teilräume so gelängt, dass er schnell abreisst. Fig. 3a zeigt schon den abgerissenen Zustand.
Der erfindungsgemässe Schalter ist besonders vorteilhaft, weil bei ihm unabhängig von der Anzahl der Unterbrechungsstellen, für jeden an einer Kon taktstelle entstehenden Lichtbogen nicht nur die grösste Länge einer Schalterabmessung, sondern praktisch diese Länge ,doppelt ausgenützt wird. Übli cherweise wird die als längste Schalterabmessung an zusehende Höhe des Schalters verwendet. Bei Schal tern, bei denen die Breiten- oder Tiefenabmessungen grösser als die Höhe sind, wird natürlich für die Lichtbogenkammern die grösste Abmessung ausge nutzt.
Der Schalter nach Fig. 4a - 4c, der in seinem konstruktiven Aufbau dem nach Fig. 2a bis 2c ent spricht, besteht aus einem Gehäuse, das durch meh rere parallel verlaufende Trennwände in der bei Fig. 2a bis 2c beschriebenen Weise in fünf Räume unterteilt ist. Der mittlere Raum 22, der durch Trennwände 62, 63 gebildet ist, nimmt den nicht dar gestelltcn Schaltmechanismus auf.
Beidseitig vom Mechanismus sind die Lichtbogenkammern 25, 26, 27 und 28, die durch Zwischenwände 29, 30 jeweils in zwei Teilräume unterteilt sind, vorgesehen. Die magnetische Auslösespule 24 ist unterhalb des Me- chanismusraumes in dem Gewindekorb unterge bracht. Die dem Mechanismusraum benachbarten Teilräume enthalten die Schalterkontakte 32 bis 35, von denen die beweglichen Kontakte 32, 33 leitend miteinander in Verbindung stehen und somit eine Kontaktbrücke bilden.
In den oberen Hälften der in neren Lichtbogenkammerteilräume sind Löschbleche 60 bzw. 61 angeordnet, die lediglich in Nuten des Gehäuses gehalten werden. Die Nuten sind in Schal terlängsrichtung in den Trennwänden 61, 62 und den Zwischenwänden 29, 30 eingelassen, so dass die Löschbleche mit ihrer Ebene parallel zur Schalter längsrichtung über den Kontakten angeordnet sind. Sie sind lediglich in den Nuten eingehängt und benö tigen daher keine besonderen Befestigungsmittel.
Die den beweglichen Kontakten 32, 33 benachbarten Endbleche der so gebildeten Löschblechfächer sind durch einen Potentialdraht 64 leitend miteinander verbunden. In den äusseren Lichtbogenkammerteil- räumen 25, 27 sind Blasspulen 65, 66 angeordnet, die mit den ortsfesten Kontakten in leitender Verbindung stehen (Fig. 4). Die ortsfesten Kontakte sind dabei so unterteilt, dass die vorgesehenen Ablaufhörner (in Fig. 4c ist Ablaufhorn 32 sichtbar) von den eigentli chen Kontakten elektrisch getrennt sind.
Die Blas- spulen bilden Strombrücken zwischen den Ablaufhör- nern und den eigentlichen Kontakten und werden somit nur eingeschaltet, wenn der Lichtbogen zwi schen der Kontaktbrücke bzw. den Endblechen und den Ablaufhörnern steht.
Die Ausbreitung der bei der Überstrom- oder Kurzschlusstromabschaltung auftretenden Lichtbögen ist anhand der Fig. 4c für den Bogen auf der einen Seite erläutert. Der andere Bogen verhält sich analog. Der Bogen nimmt zunächst die in Fig. 4c gestrichelt dargestellte Lage zwischen dem beweglichen Kontakt 34 und dem ortsfesten Kontakt 32 ein; er wandert dann allmählich nach oben und schaltet, wenn er in die strichpunktierte Stellung gelangt, die Blasspule 65 in den Stromkreis ein, die für eine beschleunigte Ausbreitung des Lichtbogens sorgt.
Er wird in den Löschblechfächer hineingetriebenundgelangtschliess- lich in die äussere Lichtbogenteilkammer 27. Ent sprechend gelangt der andere Bogen in die Kammer 25. Die Lichtbogengase werden bis zu ihrem Austritt aus den Entlüftungslöchern 36 (Fig. 4a) in den äusse- ren Teilkammern noch weiter abgekühlt, so dass es möglich ist, mit relativ kurzer Löschblechlänge auszu kommen.
Der Raumbedarf der Lichtbogenkammern in Schalterlängsrichtung wird durch die Wirkung der axial orientierten Löschbleche so wesentlich einge schränkt, dass die Bauhöhe auf ein Mindestmass verkleinert werden kann. Der Vorteil der erfindungs- gemässen Anordnung besteht vor allen Dingen darin, dass die bei kleinen Lichtbogenkammern grosse Ge fahr wiederholter Rückzündungen der Lichtbögen im Bereich der Kontakte und ihrer Ablaufhörner prak tisch entfällt, wenn die Bögen in die Löschblechfächer eingelaufen sind.
Die kühlenden Fächer schirmen die Umgebung gegen die ionisierende Wirkung der Lichtbögen ab. Da die Lichtbögen innerhalb des Fä- chers auch ohne wesentliche Spannungsspitzen abren nen, die bekanntlich das Auftreten von Rückzündun gen stark begünstigen, können die Kontakte sehr nahe an die Löschblechfächer herangelegt werden, d. h. es werden mit der erfindungsgemässen Anordnung räumlich stabil brennende Lichtbögen kleiner Bogen höhe, d. h. kleiner Ausdehnung in Schalterlängsrich tung, die sich jedoch durch grosse Spannungsgradien ten auszeichnen, erreicht.
Besonders günstig ist auch, dass nach Einlaufen der Lichtbögen in die Lösch- blechfäeher der sonst über die Kontaktbrücke flies sende Strom von dem Pot ntialdraht übernommen wird, so dass Abbrandansatz an den Hörnern der Kontaktbrücke, der die mechanische Beweglichkeit gefährdet, weitgehend vermieden wird. Ausserdem wird die Gefahr der Rückzündung zwischen den orts festen und den beweglichen Kontakten weiter durch die Blasspulen herabgesetzt, durch die das Fussfassen der Bögen auf den Löschblechen beschleunigt wird.
Vorteilhaft macht sich auch die Tatsache, dass die Blasspulen erst durch den Lichtbogen in den Strom kreis geschaltet werden, bemerkbar, denn dadurch brauchen die Spulen lediglich auf Kurzschlussfestig- keit, nicht jedoch auf Dauerbelastbarkeit durch den Betriebsstrom ausgelegt zu sein und benötigen daher einen verhältnismässig geringen Raum. Günstig ist auch die Herstellung des Schalters, der für die Lösch- bleche keine besonderen Befestigungsmittel benötigt. Die Nuten werden beim Pressen des Gehäuses mit eingepresst, so dass die Bleche später nur eingelegt zu werden brauchen.
Ebenso werden die Trennwände mit eingepresst.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass durch alle Massnahmen ein Schalter mit beträchtli chen Schaltleistungen geschaffen wird, der eine äus- serst niedrige Bauhöhe benötigt.
Die Raumaufteilung nach Fig.5a und 5b ent spricht der der Schalter nach Fig. 3a bis 3c und 4a bis 4c. Der Schalter unterscheidet sich nur in der An ordnung und Ausbildung seiner Löschbleche. Aus- serdem fallen hierbei ;besondere Blasspulen fort.
Die oberen Enden der Zwischenwände 29, 30 be sitzen Einschnitte, in die Löschbleche 67 bzw. 68 eingehängt sind. Die Löschbleche besitzen ungleich schenklige U-Form und sind so in die Lichtbogen kammern eingesetzt, dass ihre langen Schenkel in die Aussenräume 27 und 25 hineinragen, während die kurzen Schenkel in die die Unterbrechungskontakte enthaltenden inneren Teilräume 26 und 28 eingrei fen. Durch die ungleichschenklige Ausbildung der Bleche ist eine sehr gedrungene Bauform des Schal ters möglich, denn der Abstand zwischen den Kon takten und den Löschblechen ist auch bei grosser Re duzierung der Bauhöhe noch so gross, dass eine ge nügende Ausweitung des Lichtbogens vor seinem Eintritt in das Blechpaket möglich ist.
Zur Vermei dung von Rückzündungen sind an den Einmün- dungsstellen der Bleche in die äusseren Teilräume Ab winkelungen an den Blechen vorgesehen, durch die der gegenseitige Blechabstand an diesen Stellen ver ringert ist. Durch die Abwinkelungen wird erreicht, dass der bei Kontaktöffnung entstehende Lichtbogen in die an der Stirnfront des Blechpaketes weitgehalte- nen Blechabstände schnell eindringt und in der Zone geringerer Blechabstände im Inneren des Blechpake tes festgehalten wird.
Da die kurzen Teillichtbögen an den Engstellen auf die den Kontakten gegenüber liegende Stirnfront des Blechpaketes keine ionisie rende Wirkung auszuüben vermögen, wird ein Rück zünden des Bogens an der Stirnfront des Paketes in wirksamer Weise vermieden. Ausserdem wird durch das Stehenbleiben des Lichtbogens eine gute Kühlung der Abgase erreicht.
Die Ausbildung der Löschbleche ist im einzelnen aus Fig. 5b ersichtlich, in der die eine Hälfte des Schalters dargestellt ist. Die Löschbleche sind zur besseren Raumausnutzung unterschiedlich ausgebil det und sind daher auch mit verschiedenen Bezugs zeichen versehen. Von dem Paket sind die Bleche 67a gleichartig ausgeführt. Sie besitzen Abwinkelun- gen 69a, die nach derselben Seite hingzrichtet sind.
Der Steg des einen Endbleches 67d ist infolge des kreisförmigen Querschnitts des Schalters kürzer als die Stege der Bleche 67a gehalten, er besitzt jedoch eine Abwinkelung 69d, die in derselben Ebene wie die Abwinkelung 69a liegt. Das andere Endblech 67c ist spiegelbildlich zu dem Endblech 67d, d. h. seine Abwinklung 69c weist in entgegengesetzte Richtung als die Abwinkelungen der bisher genannten Bleche.
Zwischen dem Blech 67c und dem ersten Blech 67a ist ein Blech<I>67b</I> ohne Abwinkelung vorgesehen, des sen Steg der Länge der Stege der Bleche 67a ent spricht. Die einzelnen Bleche sind in gleichem Ab- stand a voneinander angeordnet, der an der Stelle der Abwinkelungen, die in ihrer Länge etwa der Blech breite entsprechen, auf das Mass b verkürzt ist.
Selbstverständlich sind auch andere Ausfüh rungsformen der Erfindung möglich. So können bei spielsweise an Stelle der urigleichschenkligen U-Ble- che auch L-förmige Bleche benutzt werden. Dadurch kann eine noch weitergehende Verkleinerung der Schalterbauhöhe erreicht werden.
Die Bleche müssen allerdings so bemessen sein, dass sie die Länge der Verbindungsöffnung voll ausfüllen und sich an den Schalterwänden abstützen, damit an den Lagerstellen auf den Zwischenwänden keine Verschiebungen stattfinden können. Zweckmässigerweise sind die Ble che sowohl in U- als auch in L-Form auch an ihren Enden in den äusseren Teilräumen zur Lagesiche rung in Gehäusenuten eingesetzt.