Verfahren zur Herstellung eines Phthaloeyaninfarbstoffes Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Phthalocyanin-Farbstoffen, ins besondere von löslichen Phthalocyanin-Farbstoffen, die Textilfasern. in grünblauen Schattierungen mit verbesserten Eigenschaften zu färben vermögen und Färbungen mit verbesserten Eigenschaften, wie Echt heit und/oder Leuchtkraft und dergleichen, liefern.
Neue wasserlösliche Farbstoffe mit im Kern ge bundenen Sulfonsäuregruppen eignen sich gut zum Färben und fallen während Färbe- oder Klotz operationen nicht vorzeitig aus. Ferner lassen sich die neuen Farbstoffe leicht ohne übermässigen Abbau des Farbstoffes und andere unerwünschte Auswir kungen. herstellen. Die erhaltenen Farbstoffe weisen die den auf andere Weise erzeugten Phthalocyanin- farbstoffen eigenen Nachteile nicht auf.
Erfindungsgemäss erhält man neue Phthalocyanin- farbstoffe der Formel
EMI0001.0016
indem man ein Mol einer Verbindung der Formel (MO3S-);
U(-PCy-)-(-S02C1)n2 1l mit W Molen einer Verbindung der Formel
EMI0001.0021
umsetzt, wobei in den obigen Formeln A Wasserstoff oder eine Gruppe der Formel SO3M und M Wasser stoff oder ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder eine Ammonium- oder Aminogruppe, Pcy ein Phthalo- cyaninmolekül,
Y und Z Wasserstoff oder niedrige Alkyl- oder niedrige Alkoxygruppen oder -CHz-SO2-CHz-CHIOH bedeuten und n1 einen. Wert von 0 bis 3, n2 einen Wert von 1 bis 4 besitzt und die Summe von n1 und n2 nicht mehr als 4 beträgt. Das neue Verfahren lässt sich leicht und wirt schaftlich durchführen. Die so erhaltenen Farbstoffe lassen sich leicht aus der Lösung auf Textilfasern und dergleichen durch Färben, Klotzen oder Drucken aufbringen, wobei man verbesserte Ausfärbungen er hält.
Es sei darauf hingewiesen, dass die A-Oxyäthyl- sulfonylmethyl-Gruppen in diesen Farbstoffen an am Phthaloeyaninkern hängende Arylkerne gebunden sind, wodurch solche! Farbstoffe eine grössere Anzahl solcher Gruppen enthalten können.
Dies ist deshalb der Fall, weil die am Phthalocyaninkern hängenden Arylkerne in den erfindungsgemäss hergestellten Farbstoffen einer mehrfachen Substitution durch A-Oxyäthylsulfonylmethyl-Gruppen viel zugänglicher sind als die Kerne im Phthalocyaninmolekül selbst (die Grund-Phthalocyaninkerne). Es ist demnach möglich,
mit Hilfe des vorliegenden Verfahrens Farb stoffe mit 2 oder mehreren an denselben Arylkern gebundenen A-Oxyäthylsulfonylmethyl-Gruppen und/ oder mit mehr an dieses Farbstoffmolekül gebun denen derartigen Gruppen herzustellen, als es mit den bis jetzt bekannten Verfahren zur Herstellung dieser Farbstoffe möglich war.
Es ist gefunden worden, dass in diesen Farb stoffen die Anwesenheit einer nicht entfernbaren, im Kern gebundenen, löslich machenden Gruppe (S03M) ausgesprochen vorteilhaft zur Verhütung eines vorzeitigen Ausfällens während des Färbe vorganges ist. Während man früher annahm, dass die Beibehaltung einer nicht entfernbaren wasser löslichen Gruppe im Farbstoffteil die Waschechtheit beeinträchtigen würde, ist jetzt unerwarteterweise ge funden worden, dass in dem Fall der erfindungs gemäss hergestellten Farbstoffe dieser Effekt durch eine verbesserte Bindung oder Anziehung zwischen dem Farbstoff und der Faser ausgeglichen wird.
In der oben angeführten Formel kann Pcy ein nichtmetallisiertes Phthalocyaninmolekül oder ein Metallphthalocyaninmolekiil vom bekannten Typus bedeuten. Als Beispiele solcher Metallphthalocyanin- moleküle können genannt werden: Kupfer-, Kobalt-, Aluminium-, Vanadium-, Zinn-, Zink-, Nickel-, Eisen-, Magnesium-, Chrom- und andere Metall phthalocyanine.
Weiter kann Pcy, ob nun metalli siert oder nichtmetallisiert, ein unsubstituiertes Phthalocyaninmolekül oder ein im Kern durch ein niedriges Alkyl, wie Methyl, Halogen, wie Chlor oder Brom, oder Phen.yl substituiertes Phthalocyanin- molekül sein. Einer oder mehrere solcher Substituen- ten können anwesend sein.
Falls Pcy ein Phenyl- substituiertes Phthalocyanin bedeutet, können keine, einige oder alle zur rechten oder zur linken ein geklammerten Teile in der oben angegebenen. Formel an den oder die Phenylsubstituenten gebunden sein.
Wie in der oben angegebenen Formel gezeigt wurde, können Y und Z Wasserstoff, ein niedriges Alkyl, wie Methyl und Äthyl, niedriges Alkoxy, wie Methoxy und Äthoxy, und die A-Oxyäthylsulfonyl- methyl-Gruppe bedeuten.
M kann für Wasserstoff, Natrium, Kalium, Lithium, Caleium, Barium, Magne sium, Ammonium, Mono-, Di- und Triäthanol-, -propanol-, -methyl-, -äthyl- und -propylamin, Cyclo- hexylamin, Morpholin, Pyridin, Picolin und derglei chen stehen.
Die erfindungsgemäss hergestellten Produkte sind meistens Gemische, die verschiedene Mengen von an Pey in der obigen Formel gebundenen Substi- tuenten enthalten, wobei n1 und n2 den Durchschnitt derartiger darin enthaltenen Substituenten. darstellen.
Zur Herstellung der Ausgangsstoffe wird zweck mässig eine metallisierte oder nichtmetallisierte und substituierte oder nichtsubstituierte Phthalocyanin- verbindung der oben beschriebenen Art auf bekannte Weise zur Einführung von 1 bis 4 Sulfonylchlorid- gruppen und 0 bis 3 Sulfonsäuregruppen mit Chlor- sulfonsäure umgesetzt,
wobei die Summe dieser in jedes einzelne Phthalocyaninmolekül eingeführten Sulfonylchlorid- und Sulfonsäuregruppen nicht mehr als 4 ist. Es ist erwünscht, dass mindestens eine der Gruppen Y und Z der Verbindung der Formel III -CH2-S02CH.CH20A sei.
Die Sulfamidierungsreaktion wird in Fällen, in welchen die Verbindung der Formel III nicht ge nügend in wässrigen Medien löslich ist, vorteilhafter weise in Gegenwart eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels für die genannte Verbin dung ausgeführt.
Als Beispiele von solchen Lösungs mitteln können genannt werden: Methanol, Äthanol, Butanol, Cellosolve (niedrige Alkyl- und Benzyläther des Äthylenglycols), Carbitole (niedrige Alkyläther von Diäthylenglycol), Dioxan, Aceton, Methyläthyl- keton und dergleichen.
Das Reaktionsgemisch enthält auch vorteilhafterweise ein organisches oder an organisches säurebindendes Mittel vom bekannten Typus. Pyridin oder andere organische Basen haben den zweifachen Vorteil', gleichzeitig als gemeinsames Lösungsmittel und säurebindendes Mittel wirksam zu sein. Das säurebindende Mittel neutralisiert den als Nebenprodukt auftretenden HCl und verhindert die Bildung des nichtreaktiven HCl-Salzes des Amin- Zwischenproduktes.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird 5-Amino-2-me- thyl-m-xylylen-al,a3-bis-(2-CH2S02CH2CH20-A) mit chlorsulfoniertem Kupferphthalocyanin umgesetzt.
Das neue 5-Amino-2-methyl-m-xylylen-al,a3-bis-(2- sulfonyläthanol) kann so hergestellt werden, dass man 4-Nitrotoluol in Schwefelsäure oder Chlorsulfon- säure bischlormethyliert, das so erhaltene bischlor- methylierte Derivat mit Mereaptoäthanol kondensiert, das Sulfid über das Sulfoxyd zum Sulfon oxydiert und endlich das Nitroderivat zum entsprechenden Amin reduziert.
Der Phthalocyaninvorläufer kann in bekannter Weise, z. B. wie im USA-Patent Nr. 2<B>219</B> 330 be schrieben, zur Herstellung des gewünschten Derivates mit mindestens einer und bis zu 4 Sulfonylchlorid- gruppen mit Chlorsulfonsäure umgesetzt werden. Diese Reaktion wird im allgemeinen bei erhöhten Temperaturen, im allgemeinen über 100 C und vor teilhafterweise in Gegenwart von ein wenig Phos- phorpentachlorid ausgeführt.
Das chlorsulfoniert;: Zwischenprodukt wird dann durch Giessen des Re aktionsgemisches in Eiswasser und Abfiltrieren des ausgefallenen Produktes isoliert. Das Produkt kann einen Durchschnitt von 0 bis 3 Sulfonsäuregruppen und 1 bis 4 Sulfonylchloridgruppen enthalten, welche Anzahl von der Variation der Reaktionsbedingungen, insbesondere der Temperatur und den Verhältnissen der Reaktionspartner im Chlorsulfonierungsverfahren, abhängt.
Bevorzugt werden Bedingungen verwendet, bei welchen das chlorsulfonierte Phthalocyanin min destens eine Sulfonsäuregruppe enthält, wobei die Anwendbarkeit des Farbstoffes für Färbezwecke da durch erhöht wird, dass das Ausfällen des Farb stoffes während des Färbens auf das Minimum herabgesetzt oder verhindert wird.
In jedem Falle werden in der nachfolgenden Sulfamidierungsreaktion einige der Sulfonylchloridgruppen im chlorsulfonier- ten Phthalocyanin im verwendeten wässrigen Medium zur Hydrolyse unter Bildung von im Kern gebun denen Sulfonsäure@gruppen neigen.
In einer andern Alternative kann der Farbstoff, der keine Sulfon- säuregruppen besitzt, hernach vor der Benützung zum Färben von Textilfasern und dergleichen sulfo- niert werden.
Es versteht sich, dass in dem oben beschriebenen Verfahren, falls ein Sulfatoäthylsulfonylme@thyl-enthal- tender Farbstoff gewünscht wird (A = -S03M), ent weder das entsprechende Oxyäthylsulfonylmethyl- enthaltende Zwischenprodukt oder der Endfarbstoff mit bekannten Sulfatierungsmitteln, wie Schwefel säure, verestert werden kann, gewünschtenfalls unter Bedingungen, die zur gleichzeitigen Sulfonierung der Verbindung, die sulfatiert werden soll, führen.
Es ist weiter gefunden worden, dass die Ausfüh rungsform des oben beschriebenen Verfahrens, worin eine Sulfatoäthylsulfonylmethyl-enthaltende Verbin dung der Formel III mit dem chlorsulfonierten Phthalocyanin umgesetzt wird, weitere unerwartete Vorteile bietet im Vergleich zur Benützung der ent sprechenden Oxyäthylsulfonylmethyl - enthaltenden Verbindung in der Reaktion, der dann die Sulfata- tion folgt.
Das letztere Verfahren erfordert im all gemeinen ein mit Wasser mischbares organisches Lö sungsmittel für das Zwischenprodukt; Pyridin wird hier wegen seiner säurebindenden Natur mit Vorteil verwendet. Anderseits erfordert das erste Verfahren bei der Sulfamidierungsreaktion kein organisches Lö sungsmittel, die für die Überführung in den Schwe- felsäureester erforderliche Menge Schwefelsäure ist verhältnismässig gering (z.
B. 1/,1 der im letzteren Prozess benützten Menge), der aus der Sulfamidie- rungsreaktion erhaltene Farbstoff liegt in besser fil- trierbarer Form vor, und der Endfarbstoff weist offensichtlich eine: grössere Reaktivität mit Cellu- losefasern auf, wie dies durch weniger Auswaschen der Farbe während des Seifens von gefärbten Fasern nachgewiesen wurde.
Das erstere Verfahren kann in Übereinstimmung mit der bevorzugten Ausführungs form auf die Weise erfolgen, dass man vorher das 5 -Amino-2-methyl-m-xylylen, al,as-bis (suafonylätha- nol) zu dem entsprechenden bis-Schwefelsäureester sulfatiert und hernach diesen bis-Schwefelsäureester mit der chlorsulfonierten Phthalocyaninverbindung in wässrigem Medium bei einem pH von etwa 4 bis 7 umsetzt.
Bei der Sulfamidierungsreaktion ist zweckmässig ein inertes säurebindendes Mittel von bekanntem Typus zum Neutralisieren des in der Reaktion ge bildeten HCl und zur Vermeidung der Bildung von nichtreaktiven HCl-Salzen des Amin-Zwischenpro- duktes anwesend.
Falls die erfindungsgemäss hergestellten Farb stoffe mit A = -S03M auf Baumwoll- oder Reyon- stückwaren in Gegenwart von Harnstoff und Natrium- bicarbonat geklotzt und bei etwa l49 C während etwa 1 Minute gehärtet werden, erhält man Färbun- gen, die ausgezeichnete Waschechtheit und gute Licht- und Reibechtheit sowie andere verbesserte Eigenschaften, wie Leuchtkraft und dergleichen, haben. Diese Farbstoffe können auch zum Be drucken von Baumwollstückwaren. und dergleichen in Gegenwart von.
Harnstoff, Natriumcarbonat und Natriumalginatgummi verwendet werden, worauf eine Wärmehärtung oder Dampfeinwirkung zur Er zielung ähnlicher verbesserter Ergebnisse folgt. Ob schon es noch nicht definitiv festgestellt wurde, wird doch angenommen, dass die, erreichten verbesserten Ergebnisse durch Benützung der erfindungsgemäss hergestellten Farbstoffe einer Reaktionsfähigkeit zwischen den Sulfatoäthylsulfonylmethylgruppen in in den Farbstoffen und reaktionsfähigen Gruppen in der Textilfaser,
wie der Oxygruppe in der Cellu- lose, und der Vernetzung des Fasermoleküls, z. B. Cellulose, durch die: in der m-Stellung gebundenen Sulfatoäthylsulfonylmethylgruppen in den bevorzug ten Farbstoffen zugeschrieben werden können.
Es ist gefunden worden, dass in den erfindungs gemäss hergestellten Farbstoffen die Gegenwart einer nichtentfernbaren, im Kern gebundenen löslich machenden Gruppe (S03M) sich entschieden vorteil haft zur Vermeidung einer vorzeitigen Ausfällung infolge der Reaktion der reaktionsfähigen Färbe gruppen untereinander während des Färbeprozesses ist.
Während die frühere Praxis zu der Annahme führte, dass die Beibehaltung einer nichtentfernbaren wasserlöslichen Gruppe im Farbstoffteil die Wasch echtheit beeinträchtigt, ist nun unerwarteterweise gefunden; worden, dass im Falle der erfindungsgemäss hergestellten Farbstoffe dieser Effekt durch eine reaktionsfähige Bindung zwischen dem Farbstoff und der Faser ausgeglichen wird.
Die erfindungsgemäss hergestellten Farbstoffe eignen sich in hohem Masse zum Färben und Be-. drucken von natürlichen und synthetischen Cellu- lose- und Polyamidfasern, insbesondere Wolle, in grünen bis blauen Farbtönen mit guten bis ausge zeichneten Echtheitseigenschaften, wie Waschecht heit und dergleichen. Das Fasermaterial kann in jeder gebräuchlichen Form, wie z.
B. in Form von Stapelfasern oder Endlosfasern in Form loser Waren oder in Form von Kabel, Strängen, Garnen, Vor garnen, Ketten, Stoffen, Filzen und dergleichen, vor liegen und kann als Wickelkörper, laufende Länge, Fasermaterial, lose Ware usw., behandelt werden.
Natürliche Proteinfasern, wie Seide, Ziegenhaar und andere tierische Haare, insbesondere Wolle, können mit den erfindungsgemäss hergestellten Farbstoffen gefärbt oder bedruckt werden. Auch zum Färben geeignet sind künstliche regenerierte Proteinfasern, wie Casein, Zein oder Sojabohnen oder dergleichen; solche regenerierte Proteinfasern sollen am besten gehärtet sein, z. B. durch Acety- lierung oder Behandlung mit Formaldehyd.
Synthetische Polyamidfasern, welche mit den er findungsgemäss hergestellten Farbstoffen gefärbt oder bedruckt werden können, sind die verschiedenen Nylonarten oder linearen Superpolyamide, wie Nylon 66, Nylon 6, Nylon 610, Perlon L und T, Silon, Steelon und Furon, und Polyurethane und derglei chen.
Die Fasern sollen mindestens <B>75%</B> der vor stehend genannten polymeren Materialien (Super polyamide, Polyurethane usw.), gewünschtenfalls mit bekannten Weichmachern, Farbaufnahmemitteln und andern funktionellen Mitteln vermischt, enthalten. Diese polymeren Substanzen können in Form von Homopolymeren, Copolymeren, Terpolymeren und andern Interpolymeren und Pfropfderivaten und/oder Gemischen derselben vorliegen.
Die erfindungsgemäss hergestellten Farbstoffe er möglichen die Herstellung von Färbungen von aus gezeichneter Wasch-, Licht-, Reibechtheit, saurer und alkalischer Schweissechtheit.
In den Beispielen sind Teile und Verhältnisse, falls nicht anders angegeben, auf das Gewicht be zogen. <I>Beispiel 1</I>
EMI0004.0018
<I>A.</I> Chlorosulfonierung: 10 Teile Phosphorpentachlorid werden bei Zimmertemperatur unter Rühren allmählich zu 177 Teilen Chlorsulfonsäure zugegeben und darin gelöst.
Nachdem eine vollkommene Lösung erhalten wurde, setzt man 29,8 Teile Kupferphthalocyanin portionen- weise innerhalb i/ Stunde zu dem Chl'orsulfonsäure- gemisch zu. Die Temperatur steigt während der Zu gabe auf 74 C. Das Reaktionsgemisch wird dann auf 120 C erhitzt und während 3 Stunden auf <B>120'C</B> gehalten.
Das Chlorsulfonierungsreaktions- gemisch wird auf 45 C gekühlt und in 900 Teile Eis geschüttet. Das ausgefallene chlorsulfonierte Kupferphthalocyanin wird filtriert und der Kuchen mit 200 Teilen kaltem Wasser (0-5 C) gewaschen und möglichst trocken gesaugt. Man erhält mit Hilfe dieses Verfahrens 174 Teile eines feuchten Press- kuchens.
<I>B.</I> .Sul <I>f</I> amidierung: 17,6 Teile 5-Amino-2-methyl-m-xylylen-al,ag-bis- (2-sulfonyläthanol) werden unter Erwärmen (40 bis 50 C) in einer Lösung von 76 Teilen Pyridin und 170 Teilen Wasser gelöst. Das Gemisch wird auf Zimmertemperatur gekühlt und allmählich mit 87 Teilen des oben hergestellten feuchten Kuchens von Kupferphthalocyaninsulfochlorid versetzt und über Nacht bei Zimmertemperatur gerührt.
Das Gemisch wird hernach durch allmähliche Zugabe von<B>119</B> Teilen konzentrierter Salzsäure (spez. Gewicht 1,188) angesäuert und gleichzeitig durch Hinzusetzen von 500 Teilen Eis und Wasser verdünnt. Das ausge fallene Sulfonamid wird abfiltriert und der Kuchen mit 100 Teilen 20%iger Natriumchloridlösung ge waschen.
Nach Trocknen im Vakuumofen bei 85 C erhält man 37,6 Teile des Sulfonamidderivates von Kupferphthalocyanin, das im Durchschnitt etwa eine Sulfonsäure- und 1,5-bis-Oxyäthylsulfonylmethyl- substituierte Arylkerne pro Molekül enthält.
<I>Färbevorschrift:</I> 10 Teile Wollstoff werden; in einer kochenden Lösung von 0,1 Teilen dieses Farbstoffes und 300 Teilen einer 2 % igen Ameisensäurelösung während 1 Stunde umgezogen. Die gefärbte Wolle wird her nach in kaltem Wasser gespült und getrocknet.
Die Wolle ist in einem leuchtenden grünlichblauen. Farb ton mit ausgezeichneten Echtheitseigenschaften ge- f ärbt. <I>Beispiel 2</I>
EMI0004.0061
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, .dass eine äquivalente Menge 4 - Amino - a2 - o - xylyl - 2 - sulfonyläthanol statt des 5 - Amino - 2 - methyl m xylylen-@ai,ass-bis-(2-sulfonyl# äthanols) verwendet wird.
Man erhält einen Farbstoff der oben angegebenen Formel der von etwas schlech terer Qualität ist als der von Beispiel 1. <I>Beispiel 3</I>
EMI0005.0012
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, dass eine äquivalente Menge 3 - p - Anisidylmethyl - 2 - sulfonyläthanol statt des 5 - Amino - 2 - methyl- m xylylen-al,a3-bis-(2-sulfonyl- äthanols) verwendet wird. Man erhält einen Farb stoff der oben angegebenen Formel, dessen Qualität etwas schlechter ist als die des Farbstoffes von Beispiel 1.
<I>Beispiel 4</I>
EMI0005.0018
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, dass eine äquivalente Menge 2 - o - Anisidylmethyl - 2 - sulfonyl'äthanol statt des 5 - Amino - 2 - methyl-m xylylen a1, a3-bis-(2-sulfonyl- äthanols) verwendet wird. Man erhält einen Farbstoff der obigen Formel, dessen Qualität etwas schlechter ist als die des Farbstoffes von Beispiel 1.
<I>Beispiel 5</I> Bis-Natriumschwefelsäureester 18,8 Teile des im Beispiel 1 hergestellten Farb stoffes werden allmählich unter Rühren bei Zimmer temperatur zu 131,6 Teilen 96 % iger Schwefelsäure gegeben und darin gelöst. Das Gemisch wird wäh rend 8 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt und dann in 300 Teile Eis, und Wasser geschüttet.
Der bis-Schwefelsäureester fällt bei 60 C nach Hinzu gabe von 60 Teilen Kochsalz aus und wird abfiltriert. Der Kuchen wird mit 200 Teilen Wasser aufge schlämmt und die restliche Säure mit Natriumbicar- bonat neutralisiert. Das bis-Schwefelsäureesterderivat wird durch Zugabe von 60 Teilen Kochsalz gefällt, abfiltriert und im Vakuumofen bei 85 C getrocknet.
Man erhält 28,9 Teile des Farbstoffes mit einem des Farbstoffes von Beispiel 1 Durchschnitt von einer Sulfonsäuregruppe und 1,5 bis - Sulfatoäthylsulfonylmethyl - substituierten Aryl kernen pro Molekül, der beim Klotzen auf Baum- wollstückware in Gegenwart von Harnstoff und Na- triumbicarbonat und Hitzehärten bei 149 C wäh rend 3 Minuten.
einen feuchtenden türkisblauen Farb ton mit ausgezeichneter Waschechtheit und auch guter Licht und Reibechtheit liefert. Der Farbstoff kann auch zum Drucken verwendet werden und er gibt beim Drucken auf Baumwollstückwaren in Ge genwart von Harnstoff, Natriumcarbonat und Na- triumalginatgummi leuchtende türkisblaue Drucke mit ausgezeichneten Echtheitseigenschaften.
<I>Beispiel 6</I> Sulfatation des Zwischenproduktes 17,6 g (0,05 Mole) 5-Amino-2-methyl-m xylylen- al,a3 -bis - (2 - sulfonyläthanol) werden in 70,4 g 96 % iger Schwefelsäure unter Rühren über Nacht während 14 bis 16 Stunden bei Zimmertemperatur gelöst. Die bis-3chwefelsäureesterlösung wird auf 200 g Eis geschüttet.
Die Lösung wird in einem Eis salzbad auf 0 bis 5 C gekühlt und die Masse der Schwefelsäure durch tropfenweises Hinzufügen von 74,5 cm3 50 % iger Natriumhydroxydlösung bis zum pH 4,7 neutralisiert. Das bis-Schwefelsäureester- Zwischenprodukt fällt aus.
Sulf amidierung: Eine Portion von 71,7 g des Presskuchens von Beispiel 1 A wird gleichzeitig mit 3 g wasserfreiem Natriumacetat nach und nach zu dem oben herge stellten bis-Schwefelsäureesterbrei zugesetzt. Das Ge misch wird 1 Stunde und 15 Minuten lang gerührt und der pH-Wert durch tropfenweise Zugabe von 2,2 cm3 50%iger Natriumhydroxydlösung auf 7,0 eingestellt. Nach Rühren über Nacht fällt der pH- Wert auf 4,5.
Durch Zugabe von 1,6 cm3 50%iger Natriumhydroxydlösung wird der pH-Wert wieder auf 7,0 gebracht. Nach 2 Stunden Rühren fällt der pH-Wert auf 6,0 und 0,4 cm3 50%iger Natrium hydroxydlösung werden zugesetzt, um den pH-Wert während 5 Stunden auf 7,0 zu halten. Im ganzen werden. 4,2 cm-3 50%iger Natriumhydroxydlösung verbraucht. Das Produkt ist leicht filtrierbar und wird in einem Vakuumofen bei 85 C getrocknet. Gewicht des Produktes = 53,7 g.
Dieses Produkt hat dieselbe Formel wie das von Beispiel 5, enthält aber 1,9 Arylgruppen und hat scheinbar eine grössere Reaktionsfähigkeit mit Cellu- fosefasern, wie durch weniger Auswaschen beim Kochen der gefärbten Fasern in einer Seifenlösung festgestellt wird. <I>Beispiel 7</I>
EMI0006.0033
Das Verfahren von Beispiel 5 wird wiederholt, aber auf den Farbstoff von Beispiel 2 angewendet. Man erhält einen Farbstoff der obigen Formel, der etwas weniger reaktionsfähig gegenüber Textilfasern als der Farbstoff von Beispiel 5 ist.
<I>Beispiel 8</I>
EMI0006.0037
Das Verfahren von Beispiel 5 wird wiederholt, aber auf den Farbstoff von Beispiel 3 angewendet. Man erhält einen Farbstoff der obigen Formel, der eine etwas geringere Reaktionsfähigkeit gegenüber Textilfasern als der Farbstoff von Beispiel 5 auf weist. <I>Beispiel 9</I>
EMI0006.0040
Das Verfahren von Beispiel 5 wird wiederholt, aber auf den Farbstoff von Beispiel 4 angewendet. Man erhält einen Farbstoff der obigen Formel, der eine etwas geringere Reaktionsfähigkeit gegenüber Textilfasern als der Farbstoff von Beispiel 5 zeigt.