Gerät zum Entnehmen und Auftragen von Flüssigkeiten
Im Friseurbetrieb besteht die Aufgabe, verschiedene Flüssigkeiten, wie sie z. B. zum Legen von Dauerwellen verwendet werden, in der zu einer Behandlung notwendigen Menge aus einer Vorratsflasche in eine Schale zu füllen und aus dieser im Laufe der Behandlung mit einem Wattebausch oder Tupfer auf die Frisur zu geben.
Eine gute Lösung dieser Aufgabe setzt voraus, dass aus der Vorratsflasche zum Vermeiden einer Verschwendung der teueren Flüssigkeit jeweils nur die für eine Behandlung notwendige Menge entnommen wird. Die abgemessene und in eine Schale gefüllte Flüssigkeit muss dann weiter so auf die Frisur aufgetragen werden können, dass die Bedienungsperson zur Schonung ihrer Hände möglichst wenig oder überhaupt nicht mit der Flüssigkeit in Berührung gerät.
Mit den bisher bekannten Geräten wird die Aufgabe nur unvollständig gelöst. In den Friseur- betrieben bedient man sich heutzutage einer Vorratsflasche, aus der die Flüssigkeit, in eine Schale gegossen wird. Ein Verschütten und überfüllten der Schale ist möglich. Ein Zurückschütten überschüssiger Flüssigkeit lassen die üblichen Flaschenverschlüsse nicht zu, und eine Verwendung zu einer späteren Behandlung ist nicht möglich, da die Fixierflüssigkeit zum Beispiel bei zu langem Stehen in der Luft durch Oxydation unbrauchbar wird. Wegen der Umständlichkeit eines späteren Nachfüllens haben die Bedienungspersonen lauch die Angewohnheit, von vorne herein etwas mehr Flüssigkeit in die Schale zu giessen, um auf der sicheren Seite zu stehen.
In vielen Fällen bleibt dann Flüssigkeit übrig, die weggeschüttet wird.
Aus der Schale wird die Flüssigkeit mit einem insel oder einem Wattebausch entnommen und auf die Frisur aufgetragen. Hierbei gerät die Bedienungs Person mit ihren Fingern zu häufig in die Flüssigkeit, wodurchdieHaugverfärbtund entzündet werden kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zum Entnehmen und Auftragen von Flüssigkeiten, z. B.
Dauerwellflüssigkeit, aus einer Vorratsflasche, mit einer mit dieser verbundenen Pumpe und einem Tupfer. Das Gerät ist erfindungsgemäss gekennzeichnet durch eine unmittelbar auf die Pumpe aufgesetzte Schale. Mit dem Gerät nach der Erfindung lässt sich die eingangs genannte Aufgabe zweckmässig und vollständig lösen. Das Gerät arbeitet bei einfacher Bedienung derart genau, dass die Bedienungspersonen, ohne dass sie hierzu besonders ermahnt werden müssen, von sich aus zu einem genauen und sparsamen Gebrauch der verschiedenen Flüssigkeiten angehalten werden.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer Ausführung, wobei wesentliche Teile im Schnitt dargestellt sind.
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführung, bei der wesentliche Teile lebenfalls im Schnitt dargestellt sind.
Fig. 3 zeigt leine Aufsicht auf das in Fig. 2 gezeigte Gerät.
Fig. 4 zeigt eine Ansicht des zu dem Gerät gehörenden Tupfers.
Fig. 5 zeigt im Schnitt die zu dem Gerät gehörende Schale zur Aufnahme und Entnahme der Flüssigkeit.
Fig. 1 zeigt eine übliche Vorratsflasche 1, die in einem Hals 2 endet. In den Hals 2 ist eine Kammer 3 eingesetzt, die mit einem Deckel 4 verschlos- sen wird. Im Boden der Kammer 3 und im Deckel 4,sind Entlüftungsöffnungen 5. In der Kammer 3 befindet sich eine Pumpe in Form eines Faltenbalges 6. Am oberen Ende des Faltenbalges 6 ist eine Platte 7 angeordnet, die sich im Ruhezustand von unten an die eine Entlüftungsöffnung 5 anlegt und damit die in der Flasche 1 enthaltene Flüssigkeit gegenüber der Atmosphäre abschliesst. Das Ganze wird durch eine auf den Hals 2 aufgeschraubte Überwurfmutter 8 gehalten. In den Faltenbalg 6 ist ein Rohrstück 9 eingesetzt, das im gezeigten Beispiel die Platte 7 trägt.
Das Rohrstück 9 enthält weiter ein Ventil, das sich aus einem federnden und sich auf die Ventilöffnung auflegenden Ventilverschlusskörper 10 und seitlichen Austrittsöffnungen 11 zusammensetzt. Der Ventilverschlusskörper 10 ragt von einer elastischen Deckelplatte nach unten, so dass er beim Betätigen der Pumpe die notwendigen Bewegungen durchführt. Im unteren Teil des Faltenbalges 6 befindet sich das weiter erforderliche zweite Ventil, das aus dem an dem Ansaugrohr befestigten Stutzen 13, einem Ventilverschlusskörper 14 und seitlichen Öffnungen 15 besteht. Auch hier ist der Ventilverschlusskörper 14 an einer elastischen Deckelplatte angebracht. Die Öffnungen 15 liegen nicht unmittelbar, sondern in einer gewissen Entfernung oberhalb des Bodens des Faltenbalges 6.
Fig. 1 zeigt weiter die auf das Rohrstück 9 aufgesetzte Schale 17.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführung ist zum Unterschied nach der Ausführung in Fig. 1 der Faltenbalg 6 mit einem Ansatz 16 auf den Hals der Vorratsflasche 1 aufgeschraubt. Die Schale 17 sitzt unmittelbar auf dem oberen Ende des Faltenbalges 6 auf und ist mit Presssitz auf einem Ansatz 12 befestigt.
Auf der Schale 17 ruht ein schnullerförmig ausgebildetes Rohrstück 18, in das lein Schwamm 19 eingeklemmt ist. Das Rohrstück 18 endet in einem fingerartigen Teil 20, der als Handhabe dient. Vom unteren Ende des Rohrstückes 18 gehen drei Befestigungsplatten 21 aus, die nach der Darstellung in Fig. 2 und 3 auf der Oberkannte der Schale 17 aufliegen.
Die in Fig. 5 gezeigte Schale ist grösser als die bei den Ausführungen nach Fig. 1 und 2 dargestellte Schale und besteht aus einem unteren zylinderförmigen Teil, der über einen Bord 22 in einen sich konisch erweiternden Teil übergeht. Auf dem Bord 22 liegt das Rohrstück 18 mit den Auflageplatten 21 auf. Die Schale hat eine Masseinteilung 23a
Wie Fig. 4 zeigt, ist der Schwamm 19 an seiner Unterfläche bei 24 enfsprechend der Form eines Lockenwickels eingebuchtet.
Das in Fig. 1 dargestellte Gerät wird wie folgt bedient Durch leichtes Auf- und Abbewegen, wozu entweder die Schale 17 oder der in die Schale 17 eingesetzte Tupfer an der Handhabe 20 heruntergedrückt und freigegeben wird, wird durch den als Pumpe wirkenden Faltenbalg 6 Flüssigkeit in die Schale 17 gepumpt. Entsprechend der aus der Vorratsflasche 1 abgesaugten Flüssigkeit strömt über die Öffnungen 5 Luft nach. Die in einer gewissen Höhe über dem Boden des Faltenbalges liegenden Öffnungen 15 im Stutzen 13 bewirken dabei, dass nach einem ersten Anpumpen der Faltenbalg 6 immer mit ietwas Flüssigkeit gefüllt ist. Hierdurch wird das Ansaugen der Flüssigkeit aus der Vorratsflasche 1 in den Faltenbalg 6 erleichtert.
Wegen der starken Pumpwirkung des Faltenbalges 6 reicht der verhältnismässig kurze Hub aus, der durch das Anschlagen des Bodens der Schale 17 an der Über- wurfmutter 8 begrenzt wird. Nach wenigen Hüben ist die Schale 17 ausreichend gefüllt und der Schwamm 19 saugt die Flüssigkeit in sich auf.
Der Inhalt der Schale 17 entspricht der zu einer Behandlung notwendigen Menge. Durch Anfassen an dem Handgriff 20 lässt sich mit dem Tupfer die in dem Schwamm 19 eingesogene Flüssigkeit leicht auf die Frisur auftragen. Natürlich kann auch in althergebrachter Weise iein Pinsel zum Übertragen der Flüssigkeit aus der Schale 17 auf die Frisur verwendet werden.
Die Bedienung der in Fig. 2 gezeigten Ausführung entspricht der Bedienung der in Fig. 1 gezeigten Ausführung.
Werden für bestimmte Behandlungen grössere Mengen benötigt, als die in Fig. 1 und 2 gezeigten Schalen 17 aufnehmen, wird ein Gerät mit der in Fig. 5 gezeigten Schale verwendet. Auch bei einer solchen Schale lässt sich der gleiche, in Fig. 4 in seinen Einzelheiten dargestellte Tupfer verwenden, wobei dieser diesmal mit seinen Auflageplatten 21 auf dem Bord 22 aufliegt. Um die gezeigte Masseinteilung 23 beim Füllen der Schale auszunutzen, wird diese Schale nicht mittels des in Fig. 4 in seinen Einzelheiten dargestellten Tupfers, sondern unmittelbar durch Anfassen ihres Umfanges gefüllt. Bei Herunter- und Heraufbewegen der Schale bewegt sich der als Pumpe wirkende Faltenbalg 6 und saugt die Flüssigkeit aus der Vorratsflasche 1 nach oben.
Die Masseinteilung 23 ermöglicht der Bedienungsperson, genau die für die jeweilige Behandlung notwendige Menge der Vorratsflasche 1 zu entnehmen.
Device for removing and applying liquids
In the hairdressing business, the task is to use various liquids such. B. be used for laying permanent waves, to fill the necessary amount for a treatment from a storage bottle in a bowl and to give from this in the course of the treatment with a cotton ball or swab on the hairstyle.
A good solution to this problem assumes that only the amount necessary for one treatment is taken from the supply bottle to avoid wasting the expensive liquid. The liquid, which has been measured and filled into a bowl, must then be able to be applied to the hairstyle in such a way that the operator comes into contact with the liquid as little or not at all to protect his hands.
With the devices known so far, the task is only partially solved. Nowadays, in the hairdressing shops, a storage bottle is used, from which the liquid is poured into a bowl. Spilling and overfilling of the bowl is possible. The usual bottle closures do not allow excess liquid to be poured back, and it cannot be used for a later treatment, since the fixing liquid becomes unusable due to oxidation, for example if it is left standing in the air for too long. Because of the inconvenience of refilling it later, the operators also have the habit of pouring a little more liquid into the bowl from the start in order to be on the safe side.
In many cases there is liquid left that is thrown away.
The liquid is removed from the bowl with an island or a cotton ball and applied to the hairstyle. The operator's fingers get too often into the liquid, which can discolor and ignite the skin.
The present invention relates to a device for removing and applying liquids, e.g. B.
Permanent wave liquid, from a storage bottle, with a pump connected to it and a swab. According to the invention, the device is characterized by a shell placed directly on the pump. With the device according to the invention, the object mentioned at the beginning can be achieved in a practical and complete manner. With simple operation, the device works so precisely that the operators, without having to be specially warned to do so, are encouraged to use the various liquids precisely and sparingly.
The drawing shows two exemplary embodiments of the subject matter of the invention.
Fig. 1 shows a view of an embodiment, with essential parts being shown in section.
Fig. 2 shows a second embodiment, in which essential parts are shown in section if necessary.
FIG. 3 shows a top view of the device shown in FIG.
Fig. 4 shows a view of the swab belonging to the device.
Fig. 5 shows in section the bowl belonging to the device for receiving and removing the liquid.
1 shows a conventional storage bottle 1 which ends in a neck 2. A chamber 3, which is closed with a cover 4, is inserted into the neck 2. In the bottom of the chamber 3 and in the cover 4 there are ventilation openings 5. In the chamber 3 there is a pump in the form of a bellows 6. At the upper end of the bellows 6 there is a plate 7 which, when at rest, extends from below to the one ventilation opening 5 applies and thus closes the liquid contained in the bottle 1 from the atmosphere. The whole is held by a union nut 8 screwed onto the neck 2. A pipe section 9 is inserted into the bellows 6 and carries the plate 7 in the example shown.
The pipe section 9 furthermore contains a valve which is composed of a resilient valve closure body 10 resting on the valve opening and lateral outlet openings 11. The valve closure body 10 protrudes downward from an elastic cover plate so that it performs the necessary movements when the pump is actuated. In the lower part of the bellows 6 is the further required second valve, which consists of the nozzle 13 attached to the intake pipe, a valve closure body 14 and lateral openings 15. Here, too, the valve closure body 14 is attached to an elastic cover plate. The openings 15 are not located directly, but at a certain distance above the bottom of the bellows 6.
1 further shows the shell 17 placed on the pipe section 9.
In the embodiment shown in FIG. 2, in contrast to the embodiment in FIG. 1, the bellows 6 is screwed with a shoulder 16 onto the neck of the storage bottle 1. The shell 17 sits directly on the upper end of the bellows 6 and is fastened with a press fit on a shoulder 12.
On the shell 17 rests a pacifier-shaped piece of pipe 18, into which a sponge 19 is clamped. The pipe section 18 ends in a finger-like part 20 which serves as a handle. From the lower end of the pipe section 18, three fastening plates 21 extend which, as shown in FIGS. 2 and 3, rest on the upper edge of the shell 17.
The shell shown in FIG. 5 is larger than the shell shown in the embodiments according to FIGS. 1 and 2 and consists of a lower cylindrical part which merges via a rim 22 into a conically widening part. The pipe section 18 with the support plates 21 rests on the board 22. The shell has a graduation 23a
As FIG. 4 shows, the sponge 19 is indented on its lower surface at 24 in the shape of a curler of hair.
The device shown in Fig. 1 is operated as follows: By gently moving up and down, for which either the shell 17 or the swab inserted into the shell 17 is pressed down on the handle 20 and released, liquid is in through the bellows 6 acting as a pump the shell 17 is pumped. According to the liquid sucked out of the storage bottle 1, air flows in through the openings 5. The openings 15 in the connecting piece 13, which are located at a certain height above the bottom of the bellows, have the effect that after a first pumping action, the bellows 6 is always filled with some liquid. This makes it easier to suck in the liquid from the storage bottle 1 into the bellows 6.
Because of the strong pumping action of the bellows 6, the relatively short stroke is sufficient, which is limited by the impact of the bottom of the shell 17 on the union nut 8. After a few strokes, the shell 17 is sufficiently filled and the sponge 19 soaks up the liquid.
The content of the tray 17 corresponds to the amount necessary for a treatment. By grasping the handle 20, the liquid sucked into the sponge 19 can easily be applied to the hairstyle with the swab. Of course, a brush can also be used in the traditional manner to transfer the liquid from the bowl 17 onto the hairstyle.
The operation of the embodiment shown in FIG. 2 corresponds to the operation of the embodiment shown in FIG. 1.
If larger amounts are required for certain treatments than the bowls 17 shown in FIGS. 1 and 2 can hold, a device with the bowl shown in FIG. 5 is used. The same swab, shown in detail in FIG. 4, can also be used with such a bowl, this time resting with its support plates 21 on the board 22. In order to utilize the graduation 23 shown when filling the bowl, this bowl is not filled by means of the swab shown in detail in FIG. 4, but directly by touching its circumference. When the shell is moved up and down, the bellows 6 acting as a pump moves and sucks the liquid up from the storage bottle 1.
The graduation 23 enables the operator to take precisely the amount of the supply bottle 1 required for the respective treatment.