CH406809A - Verfahren zur Härtung künstlicher Hüllen für Selchwaren - Google Patents

Verfahren zur Härtung künstlicher Hüllen für Selchwaren

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CH406809A
CH406809A CH7950259A CH7950259A CH406809A CH 406809 A CH406809 A CH 406809A CH 7950259 A CH7950259 A CH 7950259A CH 7950259 A CH7950259 A CH 7950259A CH 406809 A CH406809 A CH 406809A
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CH
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hardening
casings
protein
artificial casings
dependent
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Application number
CH7950259A
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Inventor
Vladimir Dr Jancik
Original Assignee
Cutisin Vyroba Umeiych Strev N
Vladimir Dr Jancik
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C13/00Sausage casings
    • A22C13/0013Chemical composition of synthetic sausage casings
    • A22C13/0016Chemical composition of synthetic sausage casings based on proteins, e.g. collagen
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B25/00Packaging other articles presenting special problems
    • B65B25/06Packaging slices or specially-shaped pieces of meat, cheese, or other plastic or tacky products
    • B65B25/065Packaging slices or specially-shaped pieces of meat, cheese, or other plastic or tacky products of meat
    • B65B25/067Packaging slices or specially-shaped pieces of meat, cheese, or other plastic or tacky products of meat combined with its conservation

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Description


  
 



  Verfahren zur Härtung künstlicher Hüllen für   Selchwaren   
Bei der Herstellung künstlicher Hüllen für   Seich-    waren auf der Basis von Eiweissstoffen wurde bisher meist so verfahren, dass die zerfaserte, homogenisierte und gequollene eiweissstoffartige Masse verformt und dann in der Form einer Spirale im aufgeblähten Zustand im Luftstrom getrocknet wird. Hiernach wird die aufgeblähte Hülle mit einer durch nasse Destillation bzw. Schwelen von geeignetem Sägemehl erhaltenen und noch verdünnten Lösung besprüht. Die so hergestellte Hülle wird getrocknet und längere Zeit, z. B. einen Monat, gelagert, um eine vollständige Härtung zu erreichen.



   Das bekannte Verfahren weist mehrere technische Nachteile auf. So muss die Hülle mehrmals besprüht und zwischendurch jeweils getrocknet werden, wodurch der gesamte Fertigungsprozess verhältnismässig viel Zeit in Anspruch nimmt. Ferner verlangt das bekannte Verfahren einen grossen Luftstrom, um ein vollständiges Austrocknen der Hülle zu gewährleisten, was die Fertigung umständlich macht. Eine Verteuerung tritt auch dadurch ein, dass das aus Sägemehl gewonnene Destillat als Abfallprodukt des Härtungsverfahrens für andere Zwecke nicht verwendet werden kann.



   Man hat deshalb bereits andere Härtungsmittel für die Herstellung der Kunsthüllen aus Eiweissstoffen verwendet, so z. B. Glyoxal. Die Anwendung dieser Härtungsmittel verlangt aber eine verhältnismässig hohe Härtungstemperatur (65-1200C), wodurch   die    Qualität der Kunsthülle ungünstig beeinflusst wird, da die Schrumpfungstemperatur des Kollagens bei etwa 600C liegt.



   Nach   einem    anderen bekannten Verfahren werden zur Härtung der Kunsthüllen Ketogruppen enthaltende Phenole verwendet.   Hier    zeigte sich der Nachteil, dass diese Substanzen bei der Härtung störende Nebenwirkungen haben. So verursachen sie eine Herabsetzung der Schrumpfungstemperatur des Kollagens. Ferner rufen die mehrwertigen Phenole (Resorcin-Pyrogallol, Hydrochinon) eine unerwünschte Färbung der Hülle hervor, was auf die Anwesenheit von Eisen und auf Oxydationserscheinungen zurückzuführen ist. Die unerwünschte Färbung kann auch nicht durch Zugabe von reduzierenden Stoffen oder   komplexbildenden    Verbindungen wie chelate beseitigt werden.



   Einige andere bekannte Härtungsmittel für Kunsthüllen, z. B. Eugenol,   Koniferylalkohol,    klassen sich bei der Fertigung der Kunsthüllen   verhälltnismässig    schwer handhaben und sind auch relativ teuer. Ferner sind toxische Nebenwirkungen bei der Anwendung dieser Substanzen nicht ausgeschlossen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Härtung von aus faserigem, Eiweiss   enthaitendem    Material hergestellten künstlichen Hüllen für   Seichwaren,    wobei das   Härtungsmittel    der zerfaserten eiweisshaltigen Masse zugesetzt wird, die anschliessend verformt wird, soll die vorgenannten technischen Mängel beseitigen. Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass als Härtungsmittel aliphatische Aldehydketone (Ketonaldehyd), vorzugsweise Brenztraubensäurealdehyd (Propanonal), verwendet werden.



  Die Besonderheit dieser Verbindungen besteht darin, dass sie in einem einzigen Molekül sowohl eine Ketonals auch eine   Aidehydgruppe    aufweisen. Die gute   Härtungswirkung dieser Verbindungen ist an und für sich überraschend, da bekanntlich Ketogruppen im Gegensatz zu Aldehydgruppen keine Härtungswirkung aufweisen. So ist beispielsweise Aceton bezüglich eines Härtungseffektes auf Kunsthüllen völlig inaktiv.



   Es genügen   verhältnismässig    geringe Mengen der erfindungsgemäss verwendeten Aldehydketone, um zufriedenstellende Härtungsergebnisse zu erzielen. Im   all-    gemeinen werden weniger als 1% dieser Verbindungen, bezogen auf die Trockensubstanz der eiweissstoffartigen Masse, angewandt.



   Ein besonderer Vorteil der beim erfindungsgemässen Verfahren verwendeten Härtungsmittel, insbesondere des Brenztraubensäurealdehyds, besteht darin, dass sie Produkte biochemischer und biologischer Prozesse, z. B. der Gärung, darstellen und demzufolge bezüglich etwaiger toxischer Nebenwirkungen völlig unbedenklich sind.



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Kunsthüllen weisen ferner eine ausgezeichnete   Zug- und    Biegefestigkeit sowie Beständigkeit beim Kochen auf. Von weiterem Vorteil ist, dass die Hüllen insbesondere gegenüber Wasserdampf undurchlässig sind und eine gute Adhäsion zum Füllgut aufweisen. Ferner ist die helle bzw. braungelbe Farbe der erfindungsgemäss hergestellten Kunsthüllen im Hinblick auf deren Verwendungsweck günstig.



   Die Eigenschaften der Kunsthüllen können noch dadurch verbessert werden, dass die Hüllen nach der Formgebung auf eine Temperatur unterhalb der Schrumpftemperatur des Kollagens erhitzt werden. Die Behandlungstemperaturen liegen hierbei im allgemeinen zwischen 30 und 550C. Die Anwendung derart niedriger Veredlungstemperaturen ist durch die hohe Wirksamkeit der erfindungsgemäss verwendeten aliphatischen Aldehydketone möglich. Dadurch wird eine Beschädigung der Struktur der Kollagenfasern ausgeschlossen, mit der bei der Anwendung höherer Temperaturen im Bereich bzw. oberhalb der Schrumpfungstemperatur des Kollagens gerechnet werden muss.



      Beispiels   
Zu einer zerfaserten, sauer   gevquollenen    leimstoffartigen Masse wird   0,95%    Brenztraubensäurealdehyd, bezogen auf das Trockengewicht der eiweissstoffartigen Masse, zugesetzt, wonach die Masse in an sich bekannter Weise weiter verarbeitet wird. Der ausgezogene zusammenhängende Schlauch der Kunsthülle wird zurest im Luftstrom getrocknet und hiernach während 10 Std. auf eine Temperatur von 550C erwärmt.



   Beispiel 2
Zu einer zerfaserten, sauer gequollenen leimstoffartigen Masse wird   1,2%    Acetessig-Aldehyd und 0,02 Paraffinöl, bezogen auf die Trockensubstanz der eiweissstoffartigen Masse, zugegeben. Die Masse wird dann in an sich bekannter Weise weiter verarbeitet.



  Nach der Trocknung des ausgezogenen Schlauchs der Kunsthülle wird diese während 8-10 Std. bei einer Temperatur von   55C    erhitzt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Härtung von aus faserigem, Eiweiss enthaltendem Material hergestellten künstlichen Hüllen für Selchwaren, wobei das Härtungsmittel der zerfaserten eiweisshaltigen Masse zugesetzt wird, die anschliessend verformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Härtungsmittel aliphatische Aldehydketone verwendet werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Härtungsmittel Brenztraubensäurealdehyd verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der Härtungsmittel etwa 1%, bezogen auf die trockene eiweisshaltige Masse, beträgt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Formgebung erhaltene Kunsthülle durch Erhitzen bei Temperatur unterhalb der Schrumpfungstemperatur des Kollagens veredelt wird.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllen auf 30-500C erwärmt werden.
CH7950259A 1958-10-24 1959-10-16 Verfahren zur Härtung künstlicher Hüllen für Selchwaren CH406809A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE972854C (de) * 1954-04-14 1959-10-08 Freudenberg Carl Kg Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Wursthuellen
BE560431A (de) * 1956-09-01

Also Published As

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DE1145003B (de) 1963-03-07

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