Magnetische Triggervorrichtung, beispielsweise für Codierungseinrichtungen Die vorliegende Erfindung betrifft eine magne tische Triggervorrichtung, wie sie beispielsweise in Codierungseinrichtungen für elektrische Pulscode modulationsanlagen zur Nachrichtenübertragung ver wendet wird. Die Erfindung betrifft eine Weiterausbildung der im Hauptpatent beschriebenen Vorrichtung.
In Pulscodierungseinrichtungen, welche Trigger- vorrichtungen mit Magnetkernen verwenden, wie sie im Patent Nr. 384 630 beschrieben sind, sind die Quantelungspegel bestimmt durch eine Gruppe von Kernen aus sättigbarem ferromagnetischem Material, wie z. B. Ferrit, welche Kerne mit Windungen ver sehen sind und ein Kern jedem Pegel entspricht. Alle Kerne sind verschieden vorgespannt, beispielsweise vormagnetisiert, und die zu codierende Signalwelle wird den Wicklungen aller Kerne zugeführt.
Die An ordnung ist so getroffen, dass alle Kerne gesättigt werden mit Ausnahme desjenigen, in welchem der durch die Signalwelle erzeugte Fluss den Vorspann- fluss praktisch aufhebt. Dieser Kern ist der einzige, welcher durch einen angelegten Abtastimpuls ge- triggert werden kann, und der Kern weist Ausgangs ziffernwicklungen auf, welche die Ziffernimpulskom- binationen erzeugen, die dem entsprechenden Signal pegel zugeordnet sind.
Diese Anordnung hat sich als unzureichend er wiesen, wenn die Änderungen der Signalwelle ver hältnismässig rasch erfolgen, da unerwünschte Aus gangssignale direkt in Abhängigkeit dieser Ände rungen erhalten werden können und da ausserdem diese Änderungen tatsächlich die Wirkung des Abtast- impulses aufheben können, so dass kein. Kern getrig gert wird und die entsprechende Codekombination ausfällt.
Das Hauptpatent beschreibt eine Einrichtung, in welcher ein Kernpaar zur Bestimmung jedes Signalpegels verwendet wird, wodurch die vor genannten Schwierigkeiten behoben werden.
Die in Frage stehende Codierungseinrichtung hat unabhängig ,davon, ob sie gemäss dem Hauptpatent ausgebildet ist oder nicht, einen weiteren Nachteil, welcher auf der Tatsache beruht, dass die Hysteresis- schleife des. ferromagnetischen Materials, aus welchem die Kerne bestehen, von der idealen Rechteckform ab weicht.
Die grundlegende Annahme, welche getroffen wird, besteht darin, dass, wenn der Triggerimpuls an die Kerne angelegt wird, in keinem Kern eine wesent liche Flussänderung auftritt mit Ausnahme desjenigen, welcher getriggert wird, d. h. in welchem der Sätti gungszustand umgekehrt wird.
In der Praxis ist jedoch ein Kern nie vollständig gesättigt, so dass der Fluss weiter ansteigt, wenn das angelegte Feld über den angenommenen Sättigungspunkt zunimmt. Ausser- dem ist die Krümmung am oberen und unteren Knie der Kurve nicht vernachlässigbar und verstärkt die vorgenannte Wirkung. Daraus folgt, dass. in Ab hängigkeit eines Abtastimpulses jeder Kern abgesehen vom getriggerten Kern einen Falschimpuls erzeugt, welcher nicht vernachlässigbar ist.
Um die Wirkung dieser Falschimpulse zu ver mindern, war es bisher üblich, für die Kerne aufein- anderfolgender Pegel grosse Vorspann-Inkremente zu verwenden, was aber zur Verwendung grosser Ströme in den Wicklungen führt, und dies führt wiederum zu beträchtlichen Leistungsverlusten und der Erzeugung beträchtlicher Temperaturen. Diese Umstände wirken sich auf die Wahl des Kernmate rials und die Kerngrösse aus,
so dass grosse Hyste- resisverluste auftreten und die Arbeitsgeschwindig keit vermindert wird. Ausserdem bewirkt der Um stand, dass grosse Ströme an die Wicklungen abzu- geben sind, dass auch die Steuerstromkreise eine ver hältnismässig grosse Leistungskapazität aufweisen.
Diese Schwierigkeiten stehen auch der Verwen dung einer einzelnen gemeinsamen Codierungseinrich- tung für eine Anzahl Kanäle in einem Mehrkanal- system entgegen, da die Codierungseinrichtung in die sem Falle ständig im Betrieb steht und keine Pausen vorhanden sind, während welcher sie abkühlen kann.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, die im Hauptpatent beschriebene Codierungs einrichtung so zu verändern und zu verbessern, dass die Wirkung der erwähnten Falschimpulse weit gehend vermindert wird, so dass kleinere Steuer ströme für die Codierungseinrichtung verwendet wer den können.
Die Triggervorrichtung gemäss dem Patent anspruch des Hauptpatentes, welche mindestens zwei gleiche Kreise aus ferromagnetischem Material auf weist, zeichnet sich aus durch einen ersten, einen zweiten und einen dritten elektrischen Kreis, welche Kreise mit beiden magnetischen Kreisen verkettet sind, weiter durch Mittel, um dem ersten elektrischen Kreis einen ersten Strom derart zuzuführen, dass in jedem magnetischen Kreis ein Fluss in einer ge gebenen Richtung auftritt, weiter durch Mittel, um dem zweiten elektrischen Kreis einen Umschaltimpuls von einem bestimmten Spannungs-Zeit-Produkt der art zuzuführen,
dass in einem Magnetkreis ein Fluss in der gegebenen Richtung auftritt und im andern magnetischen Kreis ein Fluss in der Gegenrichtung auftritt, und durch einen mit dem dritten elektrischen Kreis derart verbundenen Ausgangskreis, dass ein Ausgangsimpuls der gleichen Polarität im Ausgangs kreis erzeugt wird, wenn der Sättigungszustand im einen oder andern magnetischen Kreis durch die Wirkung eines Umschaltimpulses umgekehrt wird.
Demgegenüber zeichnet sich die Triggervorrich- tung der vorliegenden Erfindung, welche nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes ausgebildet ist und eine Anzahl von Paaren von gleichen Kreisen aus ferromagnetischem Material aufweist, dadurch aus, dass die genannten ersten, zweiten und dritten elek trischen Kreise mit allen magnetischen Kreisen ver kettet sind, dass weiter die dem zweiten elektrischen Kreis einen Umschaltimpuls von einem bestimmten Spannungszeitprodukt zuführenden Mittel diesen Im puls dem zweiten elektrischen Kreis derart zuführen,
dass in einem magnetischen Kreis jedes Paares ein Fluss in der gegebenen Richtung auftritt und im andern magnetischen Kreis jedes Paares ein Fluss in der Gegenrichtung auftritt, das Ganze derart, dass im Falle jedes Paares von magnetischen Kreisen ein Ausgangsimpuls der gleichen Polarität im Ausgangs kreis erzeugt wird, wenn der Zustand. der magne tischen Sättigung im einen oder andern magnetischen Kreis in Abhängigkeit vom Triggerimpuls umgekehrt wird, und dass ausserdem die Polarität des.
Ausgangs impulses, welcher jeden von einem oder mehreren Paaren von sättigbaren magnetischen Kreisen ent spricht, entgegengesetzt zur Polariät des Ausgangs- impulses ist, welcher jedem der verbleibenden Paare von sättigbaren magnetischen Kreisen entspricht.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert: Fig. 1 zeigt schematisch einen Teil einer Codie- rungseinrichtung, und die Fig. 2 ein Schema über die Art und Weise, in welcher die Ziffernwicklungen auf den Kernen der Fig. 1 angeordnet sind.
Die normalerweise in Pulscode-Modulations- anlagen verwendeten Codes sind binäre Codes, bei welchen jede Kombination eine feste Anzahl von Codeelement-Perioden aufweist. In gewissen dieser Element-Perioden sind Ziffernimpulse vorhanden und in anderen nicht. Demgemäss ist bisher jeder Codie rungskern nur mit denjenigen Ziffernausgangswick- lungen versehen worden, welche den Ziffernimpulsen entsprechen, die bei der entsprechenden Codekombi nation vorhanden sein müssen.
Jeder Kern ist ausser- dem mit umgekehrten Ziffernausgangswicklungen ver sehen, welche den nicht vorhandenen Ziffernimpulsen entsprechen, so dass die Codierungseinrichtung nun tatsächlich Codecombinationen erzeugt, welche aus positiven und negativen Ziffernimpulsen anstatt aus Ziffernimpulsen und leeren Zwischenräumen be stehen. Um die Codekombinationen in der üblichen Form zu erzeugen, werden alle Ziffernimpulse eines. Vorzeichens durch übliche Mittel unterdrückt.
Diese Anordnung bewirkt nun praktisch die Aufhebung der vorgenannten Falschimpulse, und zwar aus dem fol genden Grund. Wenn eine bestimmte Ziffernlage im Falle des gewöhnlichen binären Codes oder des binären zyklischen Permutations-Codes betrachtet wird, weist die Hälfte der Code-Kombination in der betrachteten Ziffernlage einen Ziffernimpuls auf und in der andern Hälfte der Code-Kombination keinen Ziffernimpuls auf.
Somit verlaufen im vorliegenden Falle, bei welchen alle Ausgangsziffernwicklungen <B>in</B> Serie liegen, ungefähr die Hälfte der Falschimpulse in einer Richtung und die andere Hälfte in der entgegen gesetzten Richtung, so dass unter der Annahme glei cher Apmlitude für alle Falschimpulse das durch diese Falschimpulse erzeugte Ausgangssignal prak tisch gleich Null ist. In der Praxis ist selbstverständ lich die Amplitude des Falschimpulses irgendeines Kerns von der gesamten effektiven Vorspannung die ses Kerns abhängig, aber im ganzen gesehen ergibt sich eine weitgehende Aufhebung des durch die Falschimpulse erzeugten Ausgangssignals.
Dieser Vorteil ist nicht beschränkt auf die eben erwähnten besonderen Code-Arten, sondern er lässt sich mit irgendeiner Form von binärem Code er reichen, welche so aufgebaut ist, dass für jede Zif fernlage die Anzahl von Kombinationen, welche einen Ziffernimpuls in der genannten Lage aufweisen, prak tisch gleich der Anzahl von Kombinationen ist, welche in der genannten Lage keinen Ziffernimpuls auf weisen.
Die Fig. 1 zeigt nun drei Paare von Magnet kernen, von welchen der Einfachheit halber angenom- men wird, dass sie einen Teil einer Codierungs einrichtung bilden, welche zur Erzeugung eines binären zyklischen Permutationscodes dient, bei welchem sich in allen Codekombinationen die Anzahl der durch Ziffernimpulse belegten Codeelementlagen um 1 unterscheidet. Ein derartiger Code ist in Patent Nr. 374 719 beschrieben.
Es wird angenommen, dass die Codierungseinrichtung im Prinzip so aufgebaut ist, wie dies in den Fig.7 und 8 des Patentes 384 630 dargelegt ist, mit der Ausnahme, dass für jeden Amplitudenpegel zwei Codierungskerne anstatt eines einzigen vorgesehen sind. Somit weist die Codie rungsvorrichtung ausser den in der Fig. 1 dargestell ten Paaren von Kernen noch 64 weitere Paare von Kernen auf.
Die Fig. 1 der vorliegenden Zeichnung ist gleich aufgebaut, wie die Fig. 1 des Hauptpatentes mit Aus nahme, dass ein zusätzliches Paar von Kernen vor handen ist. Die drei Paare von Kernen, welche aus Ferrit oder einem anderen geeigneten ferromagne- tischen Material bestehen, bestimmen drei benach barte Amplitudenpegel. Die Kerne 1 und 2 sollen vor- aussetzungsgemäss den m ten Amplitudenpegel, die Kerne 3 und 4 den (m-@1)
ten Amplitudenpegel und die Kerne 5 und 6 den (m--!-2) ten Amplitudenpegel bestimmen. Diese Kerne sind schematisch als horizon tale gerade Stäbe dargestellt, obwohl sie in der Praxis vorzugsweise aus Ringkernen oder anderen geschlos senen magnetischen Kreisen bestehen. Es werden die gleichen Symbole verwendet wie im Hauptpatent. Demnach zeigt eine nach links oben geneigte Linie eine .gerade gewickelte Wicklung auf einen Kern an, während eine nach rechts oben verlaufende ge neigte Linie eine umgekehrt gewickelte Wicklung darstellt.
Eine Vertikale durch den Schnittpunkt einer Wicklungslinie mit dem Kern geführte Linie stellt einen Leiter dar, mit welchem die Wicklung in Serie geschaltet ist. Ein durch eine gerade Wicklung nach unten fliessender Strom soll voraussetzungsgemäss im Kern einen von links nach rechts verlaufenden Fluss erzeugen.
Der Kern 1 ist mit einer Abtastwicklung 7, einer Signalwicklung 8, einer Vorspannwicklung 9 und einer Ausgangsziffernwicklung 10 versehen. Die Wicklungen 7, 8 und 10 sind gerade gewickelt, wäh rend die Wicklung 9 umgekehrt gewickelt ist. Gleiche Wicklungen sind auf dem Kern 2 vorgesehen mit der Ausnahme, dass die Abtastwicklung und die Ziffern wicklung nicht gerade, sondern umgekehrt gewickelt sind.
Die Kerne 3 und 4 haben gleiche Wicklungen wie die Kerne 1 bzw. 2, und die Kerne 5 und 6 eben falls gleiche Wicklungen wie die Kerne 1 bzw. 2 mit der Ausnahme, dass die Ziffernwicklungen entgegen gesetzt gewickelt sind wie auf den Kernen 1 und 2.
Alle Abtastwicklungen 7 haben die gleiche Win- dungszahl, und ebenso alle Signalwicklungen 8 und alle Ausgangswicklungen 10. Die Vorspannwicklun- gen 9 auf den Kernen 1 und 2 haben m Windungen; auf den Kernen 3 und 4 weisen sie (fn+ <I>1)</I> Windungen und auf den Kernen 5 und 6 weisen sie (m+2) Win dungen auf.
Die Vorspannwicklungen könnten irgend ein ganzzahliges Vielfaches der angegebenen Win- dungszahl aufweisen, solange in jedem Falle das. gleiche Vielfache verwendet wird.
Die Signalwicklungen 8 sind mit einer Signal wellenquelle 11 in Serie geschaltet, während alle Vor- spannwicklungen 9 mit einer Gleichstrom-Vorspann- quelle 12 verbunden sind, welche in allen Kernen einen Vorspannfluss erzeugt, welcher von links nach rechts verläuft. Die Ausgangsziffernwicklungen 10 sind mit einem Ziffernleiter 13 in Serie geschaltet, welcher über einen Gleichrichter 14 und einen nor malerweise gesperrten Torverstärker 15 mit einer Ziffernausgangsklemme 16 verbunden ist.
Man erkennst, dass ausser dem Leiter 13 tatsäch lich 6 (nicht gezeigte) zusätzliche Ziffernausgangs leiter vorhanden sind, welche über die (nicht gezeig ten) entsprechenden Ziffernwicklungen der Kerne 1 bis 6 geführt sind. Die Anordnung der Ziffernwick lungen wird später anhand der Fig. 2 näher erläutert.
Weiter ist eine Quelle vorhanden, welche Abtast- impulse mit bestimmtem Spannungszeitprodukt liefert. Diese Quelle ist eine Sinuswellenquelle 17 mit hoher Impedanz, welche mit einer gerade gewickelten Ein gangswicklung 18 eines Abtastkerns 19 verbunden ist, welcher von gleicher Art wie die Kerne 1 bis 6 ist. Dieser Kern weist eine Ausgangswicklung 20 auf, welche mit allen Abtastwicklungen 7 aller Kerne 1 bis 6 durch :einen Seriestromkreis verbunden ist, wel cher einen vernachlässigbaren Widerstand aufweist.
Die Ausgangswicklung 20 weist die gleiche Windungs- zahl wie die Abtastwicklungen 7 auf.
Der Begriff Impuls mit bestimmtem Spannungs- zeitprodukt ist im Hauptpatent erläutert.
Man erkennt, dass die Wicklungen aller übrigen 67 (nicht gezeigten) Kernpaare mit den entsprechen den Wicklungen der Kerne 1 bis 6 in Serie geschal- te@t sind.
Die Sinuswellen der Quelle 17 gelangen auch an einen Torimpulsgenerator 21, welcher für jeden Zyklus der Sinuswelle einen Torimpuls erzeugt. Die Torimpulse werden dem Verstärker 15 zugeführt, um diesen während der Perioden zu entsperren, wenn Ausgangsziffernimpulse von den Kernen 1 bis 6 fällig sind, wie dies später erläutert wird.
Die Art und Weise, in welcher die Paare von Kernen arbeiten, um unerwünschte Ausgangssignale infolge von Änderungen der Signalamplitude zu ver- hindern, ist im Hauptpatent dargelegt und wird hier nicht wiederholt.
Es genügt, zu erwähnen, dass die Sinuswellenquelle 17 den Abtastkern 19 in der Vor wärtsrichtung triggert, und zwar unmittelbar nach dem die Sinuswelle die Nullachse in der positiven Richtung .durchlaufen hat, wobei dann ein Abtast- impuls vom bestimmten Spannungszeitprodukt durch die Ausgangswicklung 20 erzeugt wird, welcher den Sättigungszustand eines der Codierungskerne um kehrt,
in welchem der durch die Signalwelle aus der Quelle 11 erzeugte Fluss den durch die Vorspann- quelle 12 erzeugten Vorspannfluss praktisch neutrali siert, so dass ein entsprechender Ausgangsziffern- impuls von der Wicklung 10 an den Leiter 13 abge geben wird.
Im Falle er Fig. 1 wird angenommen, dass auf dem Leiter 13 ein Ziffernimpuls vorhanden sein soll, wenn der Signalpegel m oder m-1-1 ist, aber kein Ziffernimpuls vorhanden sein soll, wenn der Signal pegel m+2 ist.
Die Ausgangswicklungen 10 auf den Kernen 1 bis 4 weisen einen solchen Wicklungssinn auf, dass, wenn irgendeiner dieser Kerne umgeschal tet wird, ein positiver Ausgangsimpuls an den Ziffern leiter 13 und über den Gleichrichter 14 an den Ver stärker 15 gelangt, welcher in diesem Zeitpunkt durch einen vom Generator 21 herrührenden Im puls entsperrt wird. Wenn der Signalpegel jedoch m+2 ist, wird einer der Kerne 5 oder 6 umge schaltet.
Da aber die Ausgangsziffernwicklungen 10 dieser Kerne bezüglich der entsprechenden Wick lungen der Kerne 1 und 2 entgegengesetzt gewickelt sind, ist der bei Anschaltung eines der Kerne 5 oder 6 an den Leiter 13 abgegebene Ausgangsimpuls nega tiv, so dass er durch den Gleichrichter 14 gesperrt wird. Somit wird der Klemme 16 ein Ziffernimpuls zugeführt, wenn der Signalpegel m oder m+1 ist, aber kein Ziffernimpuls, wenn der Signalpegel m+2 ist.
Wenn die Abtastsinuswelle der Quelle 17 eine halbe Periode später ihr Vorzeichen von einem posi tiven auf einen negativen Wert ändert, wird der Ab tastkern 19 in seinen ursprünglichen Zustand zurück geschaltet, so dass ein umgekehrter Abtastimpuls an alle Wicklungen 7 der Kerne 1 bis 6 gelangt, wo durch der zuvor, umgeschaltete Kern wieder in die Ausgangslage zurückgeschaltet wird. Falls dieser Kern einer der Kerne 5 oder 6 ist, würde ein uner wünschter positiver Ausgangsimpuls an den Leiter 13 gelangen und vom Gleichrichter 14 durchgelassen werden.
Da aber in diesem Zeitpunkt der Verstärker 15 gesperrt ist, wird der unerwünschte Impuls unter drückt.
Falls der Verstärker 15 so ausgebildet ist, dass er nur auf positive Ausgangsimpulse anspricht, kann der Gleichrichter 14 weggelassen werden. Selbstver ständlich können andere geeignete Toranordnungen verwendet werden.
Während im allgemeinen der Code Codeelement lagen aufweist, von denen einige mit Ziffernimpul sen belegt und andere unbelegt sind, kann es gü- legentlich erforderlich sein, dass alle Codeelement lagen mit Impulsen belegt sind, von denen einige po sitiv und andere negativ sind. In diesem Falle wird der Gleichrichter 14 weggelassen und der Verstärker 15 so ausgebildet, dass er sowohl auf positive als auch auf negative Impulse anspricht.
Die geschilderte Anordnung nach Fig. 1 unter scheidet sich von derjenigen nach Patent Nr. 384 630 insofern, als jeder Codierungskern eine Ausgangs- im aufweist und nicht nur diejenigen Kerne; welche gemäss dem Code Ausgangsziffern- impulse erzeugen müssen, und zwar unabhängig da von, ob die Anordnung gemäss dem Hauptpatent ausgebildet ist oder nicht. Wie bereits erwähnt, wird bei den hier in Frage stehenden Codierungseinrich tungen angenommen, dass nur von demjenigen Kern ein Ausgangssignal erhalten wird, welcher umgeschal tet wird.
Diese Forderung ist nicht erfüllt, da die Hysteresisschleife des Magnetkernmaterials beträcht lich von der idealen Rechteckform abweicht, so dass eine .Änderung des angelegten Magnetfeldes immer eine kleine, aber nicht vernachlässigbare Flussände rung in einem Kern erzeugt, welcher nicht umgeschal tet wird, bei der Anordnung nach Fig. 1, in welcher z.
B. total 70 Kernpaare vorhanden sind, verlaufen jedoch die Falschimpulse, welche ungefähr durch die Hälfte der Kerne entstehen, bezüglich der durch die übrigen Kerne erzeugten Falschimpulse in entgegen gesetzter Richtung, da für eine gegebene Ziffernlage ungefähr die Hälfte .der Codekombinationen in dieser Ziffernlage einen Impuls aufweisen. Die durch die nicht umgeschalteten Kerne erzeugten Falschimpulse werden daher praktisch ausgelöscht, so dass die Co dierungseinrichtung praktisch so arbeitet, wie wenn die Hysteresisschleife des Kernmaterials rechteckig wäre.
Die erfindungsgemässe Anordnung ist nicht auf irgend eine besondere Form des binären Codes be schränkt, aber es ist darauf hinzuweisen, dass, wenn nicht irgendeine verhältnismässig grosse Anzahl von Codekombinationen verwendet wird, die Bedingung für eine, praktische Auslöschung der Falschimpulse unter Umständen nicht erfüllt ist, solange die wegzu lassenden Kombinationen in geeigneter Weise ausge wählt werden, und zwar so, dass in den verbleiben den Kombinationen für jede Ziffer ungefähr Bleich viele Ziffernimpulse vorhanden und nicht vorhanden sind.
Diese Bedingung ist erfüllt durch den 70 Pegel aufweisenden Code, für welchen die Fig. 1 entworfen ist.
Um klarer darzulegen, wie die Ziffernwicklungen angeordnet sind, zeigt die Fig. 2 die Codierungskerne für die vier aufeinanderfolgenden Signalpegel 26 bis 29 für den Code, der für die im Patent Nr. 384 630 dargestellte Codierungseinrichtung verwendet wird. Es sind die dem Leiter 13 entsprechenden 7 Ziffern leiter dargestellt und die enstprechenden Ziffernwick lungen 10 auf jedem Kern. Die Wicklungen 7, 8 und 9 der Fiz. 1 sind nicht gezeigt, aber diese sind selbst verständlich in der in der Fig. 1 gezeigten Art auf den Kernen angeordnet.
Neben jedem Kernpaar ist die Pegelnummer angegeben und hinter dieser die entsprechende Codekombination, wobei eine<B> 1>,</B> einen Ziffernimpuls und eine 0 das Fehlen eines Ziffernimpulses anzeigt. Man erkennt, dass jeder der Kerne A eine gerade gewickelte Ziffernwicklung auf aufweist, wo die Codekombination eine 0 enthält. jeder Kern B eine gerade gewickelte Ziffernwicklung aufweist, wo die Codekombination eine 0 enthält. Die anderen (nicht gezeigten) 66 Paare von Kernen sind in gleicher Weise mit Wicklungen versehen.
Es versteht sich, dass jeder der 7 Ziffernleiter der Fig. 2 mit einem Torverstärker von gleicher Art wie der Verstärker 15 der Fig. 1 verbunden ist, wobei alle diese Verstärker gleichzeitig durch Impulse vom Tor impulsgenerator 21 entsperrt werden. Falls nötig, ist für jeden Ziffernleiter auch ein Gleichrichter 14 vor gesehen.
Es ist zu erwähnen, dass jedes Paar von Kernen gemäss Fig. 1 und 2 aus einem Toroid aus Ferrit bestehen könnte, welches ein kleines Loch im Material des Ringes aufweist, durch welches Loch die Wicklungen 7 und 10 hindurchgeführt sind, wie dies in den Fig. 3 und 4 des Hauptpatentes gezeigt ist.
Es ist zu erwähnen, dass in einem praktischen Falle durch die Verwendung des dargelegten Prin zips die den Kernen zuzuführenden Ströme etwa bei '/1o des Wertes verwendet werden könnten, welcher früher benötigt wurde. Dies bedeutet, dass die ge samte Leistung ungefähr auf 1 ü/o ihres früheren Wer tes vermindert wird. Daraus, ergibt sich, dass kleinere Kerne, Drähte kleineren Durchmessers für die Wick lungen und günstigere magnetische Stoffe verwendet werden können, so dass rascher arbeitende Kerne er halten werden.
Im Falle einer Codierungseinrichtung mit 70 Pegeln hatte jeder Kern einen Innendurch messer von ca. 1,8 mm, einen Aussendurchmesser von 2,5 mm und eine Dicke von 0,76 mm. Die Wick lungen 7, 8 und 10 (Fig. 1) hatten alle nur eine Windung, und die Durchmesser des Kupferdrahtes, welcher für die Wicklungen verwendet wurde, hatten die folgenden Werte:
EMI0005.0021
Drahtdurchmesser
<tb> Triggerwicklung <SEP> 7 <SEP> 0,3 <SEP> mm
<tb> Signalwicklung <SEP> 8 <SEP> 0,46 <SEP> mm
<tb> Vorspannwicklung <SEP> 9 <SEP> 0,081 <SEP> mm
<tb> Ziffernwicklung <SEP> 10 <SEP> 0,081 <SEP> mm