CH407482A - Verfahren zur Herstellung von Sichtbeton mit Struktureffekt und Mittel zur Ausführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Sichtbeton mit Struktureffekt und Mittel zur Ausführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Sichtbeton mit Struktureffekt und Mittel zur Ausführung des Verfahrens Es war bisher üblich, Sichtbeton dadurch her zustellen, dass man den Mörtel zwischen glatten, ge gebenenfalls gehobelten Schalungselementen aus Holz oder Metall vergoss. Der so hergestellte Beton weist eine eintönige, leblose Oberfläche auf.
Zwar war es möglich, zur Erzeugung eines Struk tureffektes den so hergestellten Beton nachträglich steinmetzmässig zu bearbeiten, doch fiel dies in den meisten Fällen infolge der hohen Kosten ausser Be tracht.
Es wurde nun gefunden, dass man Struktureffekt aufweisenden Sichtbeton in einfachster Weise da durch herstellen kann, dass man den Mörtel in eine Schalung vergiesst, welche auf ihrer Innenseite eine Strukturmatrize aufweist.
Diese Strukturmatrize kann im Innern einer äus- seren druckaufnehmenden Schalung angeordnet sein, ohne Bestandteil der letzteren zu bilden, oder aber sie kann so ausgebildet sein, dass sie zugleich die druckaufnehmende Schalung bildet.
Als Strukturmatrizen kommen beispielsweise in Betracht - profilierte, insbesondere gewellte oder krepp artige Bleche aus Eisen, Aluminium oder Leicht- metall-Legierungen ; - profilierte Holzbretter ; - profilierte Platten aus Kunststoff oder Kaut schuk.
Die Zierstellung profilierter Holzbretter ist nach den bekannten spanabhebenden Methoden leicht möglich. Die Herstellung von profilierten Platten aus Kunststoff oder Kautschuk kann ebenfalls span abhebend erfolgen. Zweckmässig ist es jedoch, von einer Vorlage zuerst einen Gipsabguss zu erstellen und die Platten mittels dieses Abgusses nach den be kannten Methoden der Kunststoff- oder Kautschuk verarbeitung zu fertigen. Statt von einem Gipsabguss kann man dabei auch direkt von einer Betonvorlage ausgehen.
Besondere Vorteile bietet eine ebenfalls Gegen stand der Erfindung bildende Strukturmatrize, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aus parallelen, in einer Ebene nebeneinanderliegenden Eisenstäben besteht, welche an ihren Stirnseiten mit einem Steg, beispielsweise durch Schweissen, fest verbunden sind.
Diese Strukturmatrize zeichnet sich durch beson dere Robustheit aus und ist aus im Baugewerbe üb lichen Materialien leicht zu fertigen.
Durch Verwendung von profiliertem Armierungs- eisen verschiedenen Durchmessers und verschiedener Profilierung lassen sich überraschende Effekte er zielen, die so ausgeprägt sein können, dass die der art ausgeführten Bauten den Charakter von Beton bauten völlig verlieren.
Um bei der erwähnten, aus Eisenstäben beste henden Strukturmatrize ein Durchdringen des Mör tels auf die beim Giessen dem Beton abgewandte Seite zu verhindern, sind die Zwischenräume zwi- schen den Stäben auf der Aussenseite zweckmässig mit Kunststoff ausgefüllt. Zweckmässigerweise ist die Matrize dabei auf der beim Giessen dem Beton ab gewandten Seite mit einer kunststoffdurchtränkten Glasfasermatte beschichtet.
Zwecks Korrosionsschutz und zur Erleichterung des Ablösens dieser Strukturmatrize vom erhärteten Beton ist es vorteilhaft, wenn die Stäbe rundum mit Kunststoff überzogen sind.
Das Entfernen der Strukturmatrize von der Be tonoberfläche nach dessen Erhärten kann weiterhin durch ölen der Matrizen vor ihrer Verwendung er leichtert werden.
In den Zeichnungen sind verschiedene beispiels weise Ausführungsformen geeigneter Strukturmatri zen gezeigt, und zwar stellen dar Fig. 1 eine aus Armierungseisen, Fig. 2 eine aus gewelltem Blech, Fig. 3 eine aus profiliertem Holz, und Fig. 4 eine aus profiliertem Kunststoff oder Kautschuk bestehende Strukturmatrize in perspek tivischer Ansicht,
Fig. 5a-5c eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen, aus Eisenstäben bestehenden Strukturmatrize, und zwar in Fig. 5a in einer An sicht von vorn, in Fig. 5b im Schnitt nach 1-I und in Fig. 5c im Schnitt nach II-II.
Die in Fig. 1 dargestellte Strukturmatrize besteht aus Armierungseisen verschiedener Durchmesser, z. B. 6 bis 16 mm, und verschiedener Profilierung.
Die in Fig. 2 dargestellte Strukturmatrize kann aus Eisen-, Aluminium- oder einem anderen Leicht metallblech bestehen.
Die in Fig. 3 dargestellte Strukturmatrize aus Holz kann in einfacher Weise durch Behobeln der Bretter mit einem Profilhobel hergestellt werden.
Die in Fig. 4 dargestellte Strukturmatrize aus Kunststoff oder Kautschuk weist die Struktur von Armierungseisen auf. Sie kann über eine Gipspatrize aus der in Fig. 1 dargestellten Matrize oder aber unter Zugrundelegung des mittels der in Fig. 1 dar gestellten Matrize gefertigten Betons nach den be kannten Methoden der Kunststoff- und Kautschuk verarbeitung hergestellt werden.
Bei der in Fig. 50.-5c dargestellten Ausführungs form der erfindungsgemässen Strukturmatrize sind Eisenstäbe 1 in einer Ebene dicht nebeneinander an geordnet. An ihren Stirnflächen sind sie mit einem Rahmen 2 fest verbunden, z. B. durch Schweissung. Auf der dem Beton abgewandten Seite ist die Matrize mit einer kunststoffgetränkten Glasfasermatte 3 be schichtet.
Bei der Durchtiänkung wird zweckmäs- sigerweise so viel Kunststoff aufgebracht, dass die Zwischenräume zwischen den Stäben 1 auf der dem Beton abgewandten Seite mit Kunststoff ausgefüllt werden.
Zwecks leichterer Handhabung ist die Struktur- matrize an ihrem oberen Ende zweckmässig mit Auf hängeösen 4 versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1. Verfahren zur Herstellung von Sichtbeton mit Struktureffekt, dadurch gekennzeichnet, dass man den Mörtel in eine Schalung vergiesst, welche auf ihrer Innenseite eine Strukturmatrize aufweist. UNTERANSPRüGHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Strukturmatrize profi liertes Blech verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als StrukturriiatrIze profi liertes Holz verwendet. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Strukturmatrize profi lierten Kunststoff oder Kautschuk verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Strukturmatrize paral lele, in einer Ebene nebeneinander liegende Eisen stäbe verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Strukturmatrize im Innern einer äusseren druckaufnehmenden Schalung anordnet, wobei sie keinen Bestandteil der letzteren bildet. 6. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Strukturmatrize zu gleich als druckaufnehmende Schalung verwendet.PATENTANSPRUCH 1I. Strukturmatrize zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus parallelen, in einer Ebene ne beneinander liegenden Eisenstäben besteht, welche an ihren Stirnseiten mit einem Steg fest verbunden sind. UNTERANSPRüGHB 7. Strukturmatrize nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass auf der beim Giessen dem Beton abgewandten Seite die Zwischenräume zwischen den Stäben mit Kunststoff ausgefüllt sind. B.Strukturmatrize nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf der beim Giessen dem Beton abgewandten Seite mit einer kunststoffdurchtränkten Glasfaserrnatte be schichtet ist. 9. Strukturmatrize nach Patentanspruch<B>11</B> und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe rundum mit Kunststoff überzogen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH1404763A CH407482A (de) | 1963-11-15 | 1963-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Sichtbeton mit Struktureffekt und Mittel zur Ausführung des Verfahrens |
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| CH407482A true CH407482A (de) | 1966-02-15 |
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ID=4397498
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3400349A1 (de) * | 1984-01-07 | 1985-07-18 | Prinzing Georg Gmbh Co Kg | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von formteilen aus beton |
| DE102023112231A1 (de) | 2023-05-10 | 2024-11-14 | Reckli Gmbh | Matrize zur Strukturierung von Bauwerksflächen |
-
1963
- 1963-11-15 CH CH1404763A patent/CH407482A/de unknown
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