CH407706A - Wälz- oder Profilfräser mit in einen zur Hauptsache aus Kunststoff bestehenden Grundkörper eingebetteten Schneidleisten, Verfahren zu seiner Herstellung und Giessform zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Wälz- oder Profilfräser mit in einen zur Hauptsache aus Kunststoff bestehenden Grundkörper eingebetteten Schneidleisten, Verfahren zu seiner Herstellung und Giessform zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Wälz- oder Profilfräser mit in einen zur Hauptsache aus Kunststoff bestehenden Grundkörper eingebetteten Schneidleisten, Verfahren zu seiner Herstellung und Giessform zur Durchführung des Verfahrens Wälzfräser mit in einen Grundkörper eingesetz ten Schneidleisten, sogenannte Stollenfräser, sind in zahlreichen Bauarten bekannt. Die Grundkörper die ser Werkzeuge bestehen in der Regel aus einem Bau stahl mit gegenüber dem Werkstoff der Schneidlei sten niedrigerer Festigkeit. Die Schneidleisten sind in Nuten der Grundkörper eingesetzt und durch Formschluss, mit Keilen oder durch Verschrauben in ihnen befestigt.
Bei manchen Bauarten sind die Grundkörper nur einmal verwendbar, bei anderen können sie aber zu wiederholten Malen mit neuen Schneidleisten bestückt werden, wenn die alten ver braucht sind. Allen diesen Bauarten ist .gemeinsam, dass ausser den Schneidleisten selbst auch die Grundkörper, sowohl in der Bohrung als auch ganz besonders an den Sitzstellen der Schneidleisten, mit äusserster Sorgfalt spangebend bearbeitet werden müssen, um die Genauigkeit des zusammengebauten Werkzeuges zu erreichen.
Die Herstellung der Grundkörper ist daher zeitraubend und, da sie den Einsatz hochgenauer Vorrichtungen und Maschinen in der Fertigung erfordert, auch sehr kostspielig. Jede Ungenauigkeit, die sich bei der Herstellung der Nuten, in denen die Schneidleisten in den Grundkör per aufgenommen werden, einschleicht, wirkt sich nicht nur in einer erhöhten Schwierigkeit der Mon tage und unter Umständen Unmöglichkeit des Ein haltens der vorgeschriebenen engen Gesamttoleran zen, sondern bei nicht hinreichend festem Sitz der Schneidleisten auch in einer Standzeitverminderung der Fräser aus.
Die Erfindung betrifft einen Wälz- oder Profilfrä ser mit Schneidleisten aus Schnellarbeitsstahl oder Hartmetall, die in einen Grundkörper der zur Haupt- Sache aus Kunststoff besteht, eingebettet sind:
und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidleisten mit ihren beiden Enden zur Sicherung ihrer genauen Lage in Stirnringe aus Stahl eingesetzt und mit ihrem Fussteil in einen aus Kunststoff mit verstärkenden Füllstoffen und einer verstärkenden Schraubenfeder bestehenden Körper eingebettet und durch Stütz zähne abgestützt sind, die mit dem Körper einen Teil bilden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstel lung dieses Fräsers besteht darin, dass die in die Stirnringe eingesetzten Schneidleisten zusammen mit der gleichzeitig die richtige gegenseitige Lage der Ringe sichernden Schraubenfeder in Eine Spritzgiess- form in ihrer genauen dem fertigen Wälz- oder Pro filfräser entsprechenden Lage eingesetzt und mit einem giessbaren,
schwingungsarmen und stark kleb- fähigen Kunstharz mit verstärkenden Füllstoffen an ihren Fussteilen umgossen und mit den Stirnringen zu einem kompakten Fräserkörper verbunden werden.
Die erfindungsgemässe Spritzgiessform zur Durchführung des Verfahrens ist dabei so gestaltet, dass eine die formgebenden Teile enthaltende Innen- form ausserhalb von sie beim Giessvorgang um- schliessenden Mantel- und Halteringen fertig mon tiert, in diese als geschlossene Körper eingesetzt und nach Beendigung des Giessvorganges zur Entnahme des Fräsers aus ihnen herausgenommen und demon tiert werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel eines Wälzfräsers und der zu seiner Herstellung erforderlichen Spritzgiess- form wird anhand der Zeichnung anschliessend näher beschrieben. In der Zeichnung stellt dar:
Fig. 1 einen Längsschnitt längs der Linie A-A der Fig. 2, Fig. 2 einen Querschnitt des Fräsers längs der Linie B-B der Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt des Fräsers längs der Linie C-C der Fig. 1, Fig. 4 einen Längsschnitt der Spritzgiessform mit Werkstück längs der Linie D-D der Fig. 5, Fig. 5 einen Querschnitt der Spritzgiessform längs der Schnittlinie E-E der Fig. 4, Fig. 6 einen Querschnitt der Spritzgiessform längs der Schnittlinie F-F der Fig. 4.
In Fig. 1 bis 3 ist 1 der aus Giessharz mit Füll stoffeinlage bestehende Grundkörper des Fräsers mit der eingegossenen Keilnute 2 und den eingegossenen - in diesem Beispiel zwölf - planparallelen Schneid leisten 3, die durch eine Längskerbe 4 zusätzlich zu der Verklebung mit dem Giessharz formschlüssig verankert sind. 5 und 6 sind zwei Stirnringe, in die eng tolerierte parallelflankige und am Umfang in ge nauem Teilungsabstand aufeinanderfolgende Nuten 7 eingearbeitet sind, in welche die Enden der Schneid leisten spielfrei hineinpassen. 7' sind mit dem Körper 1 zusammen gegossene Stützzähne zur unmittelbaren Abstützung der Schneidleisten.
8 ist eine Schrauben feder, die einerseits erforderlich ist, um den Abstand der Ringe 5 und 6 in der Giessform zu sichern und die andererseits eine Verstärkung des Kunstharzkör pers gegen die aus dem zwischen den Schneidleisten und dem Mitnahmekeil zu übertragenden Drehmo ment resultierenden tangentialen Zugspannungen er gibt.
In den Fig. 4 bis 6 sind 9 und 10 zwei Stirnschei ben, die den Boden und den Deckel der inneren Giessform bilden. 11 ist ein den Kern der Form dar stellender Bolzen, in den eine Passfeder 12 eingelegt ist. Der Bolzen 11 hat an seinem einen Ende einen Bund 13, der mit sechs radialen Schlitzen 14 verse hen ist, durch die das Giessharz in die Form gepresst wird. Die Schlitze 14 sind auf der Länge des Bolzens, innerhalb deren dieser durch die Scheibe 10 und die Stirnscheibe 5 des Fräsers hindurchgeht, von einer dünnwandigen Büchse 15 abgedeckt. An seinem an deren Ende besitzt der Bolzen 11 einen abgesetzten Gewindezapfen 16. Durch eine auf diesen aufge schraubte Mutter 17 wird die Innenform bei der Montage zusammengehalten.
Durch - im dargestell ten Beispeil eines Fräsers mit zwölf Schneidleisten je zwölf keilförmige und planparallele Formstücke 18 und 19 wird der Mantel der Innenform gebildet. Die planparallelen der Formgebung der Stützzähne hinter den Schneidzähnen dienenden Formstücke 19 sind zur Sicherung ihrer genauen Lage mit ihren beiden entsprechend ausgebildeten Enden in keilförmige Einschnitte 20 der Stirnscheiben 9 und 10 eingelegt. In den zylindrischen Aussenmantel aller Formstücke ist eine flache Umfangnute 21 eingearbeitet, die zur Aufnahme eines Spannbandes zum Zusammenhalten der Form beim Rundschleifen des Aussenmantels dient.
Die Enden 22, 23 der Schneidleisten 3 des Frä sers sind beim Einlegen in die Form leicht kegelig abgeschrägt, damit sie sich besser in die entsprechend ausgedrehten Stirnscheiben einführen lassen und beim Zusammenspannen der Form mit dem Bolzen 11 nach innen auf den Grund der Nuten 7 in den Stirnringen 5 und 6 gedrückt werden. Der Bolzen 11 ist mit einer Bohrung 24 versehen, in die ein nicht dargestelltes Heizelement eingeführt werden kann, und an beiden Enden mit Zentrierungen 26, 27 ver sehen, die bei dem unten näher beschriebenen Zu sammenbau der Form für die Prüfung der richtigen Lage der Schneidleisten gebraucht werden.
Die vorstehend beschriebene Innenform ist von einem vierteiligen Mantelring 28 bis 31 umschlossen, der seinerseits durch einen aus zwei Teilen 32, 33 zusammengeschraubten Haltering zusammengehalten wird. Der Mantelring hat kegelige Enden 34, 35, über welche die hohlkegelig ausgebildete Unterplatte 36 auf dem Tisch der Spritzgiessmaschine und die am Giesstempel der Maschine befestigte Oberplatte 37 greift. 38 und 39 sind die Auswerferstangen der Spritzgiessmaschine, von denen nach beendetem Giessprozess zugleich mit dem Hochgang des Stem pels mit der Oberplatte die Innenform ausgestossen wird.
Der Arbeitsgang beim Herstellen eines Fräsers mit der beschriebenen Einrichtung ist der folgende: Sämtliche Teile der Innenform werden gereinigt und von etwa anhaftenden Harzresten befreit und dann an den auszuformenden Flächen, an denen das Giessharz nicht haften darf, mit einem das Kleben verhindernden Schutzüberzug versehen. Dann wird die Innenform beginnend mit dem Kernbolzen 11 und der Stirnscheibe 9 zusammengebaut. Auf den durch die Bohrung von Scheibe 9 gesteckten Bolzen 11 wird der Stirnring 5 des Fräserkörpers, die Schraubenfeder 8 und der Stirnring 6 geschoben und in die Nuten der beiden Stirnringe werden die Schneidleisten 3 hineingedrückt.
Dann wird die Stirnscheibe 10 aufgesetzt und mit der Mutter 17 werden die Stirnscheiben mit den eingesetzten Teilen zusammengespannt. In diesem teilmontierten Zu stande wird die Form zwischen in die Zentrierungen des Bolzens 11 eingeführte Spitzen genommen und mit einem Feinzeiger der Rundlauf an den Zahnköp fen der Schneidleisten geprüft.
Liegt das Prüfergebnis innerhalb der vorgesehenen Toleranz, dann können die Formstücke 18 und 19 eingesetzt werden, und die zusammengebaute Innenform ist zum Einsetzen in , den durch die Halteringe 32, 33 zuammengehaltenen vierteiligen Mantelring 28 bis 31 bereit, der auf dem Tisch der Spritzgiessmaschine liegt. Der Giessvor- gang vollzieht sich dann in bekannter Weise und, braucht hier nicht beschrieben zu werden.
Um zu einer wirtschaftlichen Fertigung zu kom men, ist :es zweckmässig mit mehreren Formen zu arbeiten, denn das Aufheizen der Form, der Press vorgang und das Abkühlen, bis der Fräser entnom- men werden kann, erfordert eine gewisse Zeit.
Dez ganze Arbeitsgang des Spritzgiessens einschliesslich alter Nebenzeiten nimmt natürlich nur einen Bruch teil der Zeit in Anspruch, die die mechanische Bear beitung eines Grundkörpers einschliesslich der Mon tage der Schneidleisten erfordert. Der Fräser kommt bis auf geringe Nacharbeiten, z. B. das Entgraten, fertig aus der Form.
Die Bauart und das Herstellverfahren sind zwar in erster Linie für Wälzfräser bestimmt, können aber ohne weiteres auch für Profilfräser und dergleichen angewendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Wälz- oder Profilfräser mit Schneidleisten aus Schnellarbeitsstahl oder Hartmetall, die in einen Grundkörper, der zur Hauptsache aus Kunststoff be steht, eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidleisten (3) mit ihren beiden Enden zur Sicherung ihrer genauen Lage in Stirnringe (5, 6) aus Stahl eingesetzt und mit ihrem Fussteil in einen aus Kunststoff mit verstärkenden Füllstoffen und einer verstärkenden Schraubenfeder (8) bestehenden Kör per eingebettet und durch Stützzähne (7) abgestützt sind, die mit dem Körper einen Teil bilden. Il.Verfahren zur Herstellung des Wälz- und Pro filfräsers nach Patentanspruch I., dadurch gekenn zeichnet, dass die in die Stirnringe (5, 6) eingesetzten, Schneidleisten (3) zusammen mit der gleichzeitig zur Sicherung der richtigen gegenseitigen Lage der Ringe dienenden Schraubenfeder (8) in eine Spritzgiessform in ihrer genauen dem fertigen Wälz- oder Profilfräser entsprechenden Lage eingesetzt und mit einem giess- baren, schwindungsarmen,stark klebfähigen Kunst harz mit verstärkenden Füllstoffen an ihren Fusstei- len umgossen und mit den Stirnringen zu einem kom pakten Fräserkörper verbunden werden. III. Spritzgiessform zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch II, bestehend aus einer die formgebenden Teile enthaltenden Innenform (9 bis 19), einem diese umschliessenden, vierteiligen Mantelring (28 bis 31), der von einem zweiteiligen Haltering (32, 33) zusammengehalten, wird;gekenn- zeichnet durch eine solche Ausbildung der Giessform, dass die die Innenform bildenden Teile (9 bis 18) ausserhalb der Mantel- und Halteringe (28 bis 33) zur Innenform montiert und diese als geschlossener Kör- g per in die Ringe eingesetzt sowie nach Beendigung des Giessvorganges zur Entnahme des Fräsers aus diesen herausgenommen und demontiert werden können.UNTERANSPRÜCHE 1. Spritzgiessform nach Patentanspruch IH, ge kennzeichnet durch den Aufbau der Innenform aus zwei Stirnscheiben (9, 10), einem zentrischen Bolzen (11) mit einer Passfeder (12) und einem zur Bildung von Zufuhrkanälen (14) für den giessbaren Kunst stoff mehrfach geschlitzten Bund (13) an der einen und einem Gewindezapfen (16) mit Mutter (17) an der anderen Seite,der einerseits den Kern für die Formgebung der Fräserbohrung einschliesslich der Keilnut bildet und andererseits zum stirnseitigen Schliessen der Form dient, sowie einer sich nach der Zahl der Spannuten des Fräsers richtenden Zahl von Formstücken (18, 19) zum mantelseitigem Schliessen der Form und zur Bildung der Profile der die Schneidleisten abstützenden Stützzähne des Fräser- körpers. 2.Spritzgiessform nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet,dass die Formstücke (18) keil förmig und die Formstücke (19) planparallel ausge bildet sind.3. Spritzgiessform nach Patentanspruch IH, da durch gekennzeichnet, dass sämtliche Formstücke an ihrem Rücken mit Einschnitten versehen sind, die nach dem Zusammenbau der Innenform eine oder mehrere durchgehende Ringnuten (21) am zylindri- schen Aussenumfang bilden,in die ein oder mehrere Spannringe zum Zusammenhalten der Form bei ihrer Herstellung eingelegt werden können.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEK0041255 | 1960-07-21 |
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| CH770161A CH407706A (de) | 1960-07-21 | 1961-06-30 | Wälz- oder Profilfräser mit in einen zur Hauptsache aus Kunststoff bestehenden Grundkörper eingebetteten Schneidleisten, Verfahren zu seiner Herstellung und Giessform zur Durchführung des Verfahrens |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN110271105A (zh) * | 2019-07-31 | 2019-09-24 | 中材江西电瓷电气有限公司 | 一种陶瓷悬式绝缘子的成型刀具与刀架的安装定位结构 |
-
1961
- 1961-06-30 CH CH770161A patent/CH407706A/de unknown
Cited By (1)
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| CN110271105A (zh) * | 2019-07-31 | 2019-09-24 | 中材江西电瓷电气有限公司 | 一种陶瓷悬式绝缘子的成型刀具与刀架的安装定位结构 |
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