Drehkranzlenkachse mit Leistungsdurchtrieb an einem zweiachsigen Anhänger Die Erfindung betrifft eine Drehkranzlenkachse mit Leistungsdurchtrieb an einem zweiachsigen An hänger, bei dem eine an den Schlepper ankuppelbare, unter der Zuggabel liegende Antriebswelle über meh rere mit Kardangelenken versehene Zwischenwellen mit einem Getriebe verbunden ist.
Es ist bereits eine Kraftübertragung an einem zweiachsigen Anhängefahrzeug mit einer .unter dem Drehkranz geführten Welle, an die die An- und Ab triebwellen über Kreuzgelenke angeschlossen sind, bekannt. Dabei ist die Abtriebswelle als zweiteilige Teleskopwelle ausgebildet,
wobei die Zwischenwelle deichselseitig mit einem Festlager eines mit dem einen Drehkranzring verbundenen Teiles und auf der anderen Seite mit einem Loslager eines mit dem an deren Drehkranzring verbundenen Teils geführt ist und dabei beide Lager um zur Drehkranzachse par allele Achsen drehbar sind. Dabei ist die Antriebs welle in an sich bekannter Weise als zweiteilige Tele- skopwelle ausgebildet.
Diese Ausführung hat jedoch .den Nachteil, dass das eine Lager .als Festlager an dein Drehkranzober- ring befestigt ist. Dadurch wird die vordere Gelenk welle beim Einschwenken des zweiachsigen Fahrzeu ges um 90 so weit nach der einen Zuggabelseite hin verschwenkt, dass die Antriebsgelenkwelle an dem Bremsgestänge anstösst.
Ein weiterer Nachteil be steht darin, dass die hinter der unter dem Drehkranz verlaufenden Zwischenwelle angekuppelte Antriebs welle als zweiteilige Teleskopwelle ausgebildet wer den muss, weil bei einer Schwenkbewegung die zu den Antriebsaggregaten führende hintere Getriebe welle ebenfalls eine Schwenkbewegung aus der Längs achse des Fahrzeuges macht. Zu diesem Zweck muss an den Antriebsorganen der Dungstreuaggre- gate ein weiteres Gelenk eingebaut werden. Dieses weitere Gelenk und auch die hintere teleskopartige Antriebswelle verteuern den Antrieb erheblich.
In einer weiteren bekanntgewordenen Ausfüh rungsform ist die hintere Zwischenwelle ortsfest oberhalb des Drehkranzes am Fahrgestell des Stall- dungstreuers gelagert. Die vordere Zwischenwelle ist in an sich bekannter Weise als Teleskopwelle ausge bildet und durch den Drehkranz hindurchgeführt. Dabei sind die hintere Zwischenwelle und die vom Schlepper herkommende Gelenkwelle durch drei Ge lenke mit der durch den Drehkranz hindurchführen- den Zwischenwelle verbunden.
Bei dieser Ausfüh rung sind ebenfalls drei die Konstruktion verteuernde Gelenke vorhanden, wobei zu berücksichtigen ist, dass diese Gelenke zu Störungen im Antrieb führen können.
Die Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe ge stellt, einen Antrieb vom Schlepper bis zu dem, auf dem zweiachsigen, als Stalldungstreuer verwendbaren Anhänger angeordneten Getriebe zu schaffen, bei dem eine geringstmögliche Anzahl von Gelenken Verwendung findet.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass ein Drehkranzschemel an seiner vorderen Seite mit einer hohlkugelförmigen Schale versehen ist, in der ein mit kugeliger Aussenform versehenes Wellen lager zur Führung einer durch den Drehkraneober- und -unterring hindurchgehenden Zwischenwelle an geordnet ist.
Auf dem hinteren Teil des Drehkranz oberringes, vorzugsweise in der Längsachse des An hängers, ist dabei ein Lager zur Aufnahme der Ge triebeweile fest angebracht. Vorteilhafterweise ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfin dung ein vorderes einschiebbares Teleskopteil der zweiteiligen Zwischenwelle vorgesehen, die gegen axiale Verschiebung in dem kugeligen Wellenlager gesichert ist.
Ferner bietet die Erfindung die Mög lichkeit, dass das mit kugeliger Aussenform verse hene Wellenlager der Zwischenwelle als Lager für radiale Verdrehung und als Schiebelager für axiale Verschiebung dient und die Zwischenwelle für den Leistungsdurchtrieb durch den Drehkranzober- und Unterring aus einem Stück besteht.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausfüh rungsformen der Erfindung dargestellt, und zwar zei gen: Fig. 1 einen Schnitt durch den zweiachsigen Stall- dungstreuer in der Längsmittelachse, Fig..2 eine Draufsicht dieser Ausführung in der Geradeausfahrt, Fig. 3 eine Draufsicht bei Einschwenken um 90 , Fig.4 einen Schnitt durch die Längsmittelachse mit einer aus einem Stück bestehenden,
durch den Drehkranzober- und -Unterring hindurchführenden Zwischenwelle, Fig. 5 eine Draufsicht auf diese Ausführung in der Geradeausfahrt und Fig. 6 eine Draufsicht bei einer Schwenkung um 90 .
Entsprechend der beispielsweisen Darstellung hat die Wagenplattform 1 einen darunter befindlichen Querträger 2. An diesem Querträger 2 ist der Dreh kranzoberring 3 fest angeordnet. Mit dem Dreh kranzoberring 3 steht der Drehkranzunterring 4 über ein Kugellager in Verbindung. Der Drehkranzunter- ring 4 ist auf einem Drehschemel 5 fest angebracht. Auf der vorderen Seite des Drehschemels 5 ist eine hohlkugelförmige Schale 6 eingepresst. In dieser hohlkugelförmigen Schale 6 befindet sich ein mit kugeliger Aussenform versehenes Wellenlager 7.
Auf dem Drehkranzoberring ist ein Lager 8 fest .ange bracht. Die durch den Drehkranzober- und -Unterring führende Zwischenwelle besteht aus dem Zwischen wellenvorderteil 9 und dem Zwischenwellenhinterteil 10. Der Antrieb zu den Dungstreuaggregaten, wird von der im Lager 8 gelagerten Getriebewelle 11 ver mittelt. Das Zwischenwellenvorderteil 9 ist durch die Bohrung des Wellenlagers 7 hindurchgeführt und vor und hinter dem.
Lager gegen axiale Verschiebung, beispielsweise durch Seegerringe oder ähnliche Maschinenelemente gesichert. An dem Zwischenwel- lenhinterteil 10 befindet sich ein Kardangelenk 15, das mit der Getriebewelle 11 in Verbindung steht. Vor dem Wellenlager 7 ist ein Kardangelenk 14 auf das Zwischenwellenvorderteil 9 geschoben. Das-Kar- dangelenk 14 steht mit der Gelenkwelle 13, die zur Zapfwelle des Schleppers führt, in Verbindung.
Wird bei diesem Ausführungsbeispiel eine Dreh bewegung durch Zuggabeln 16 auf den Lenkschemel 5 vermittelt, so schiebt sich das Zwischenwellenvor- derteil an das Zwischenwellenhinterteil. Die bei die ser Schwenkbewegung des Drehschemels erfolgende Abknickungen .der Kardangelenke 14 und 15 bleiben im Rahmen der möglichen Abknickungswinkel. dabei bewegt sich das Kardangelenk 14 nur gering fügig aus der Drehachse des Drehschemels. Eine Stö- rung an dem Bremsgestänge ist dadurch nicht mög lich.
In dem in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellten zwei ten Ausführungsbeispiel ist die Zwischenwelle 12 aus einem Stück hergestellt. In diesem Falle ist die Zwi schenwelle 12 in dem mit kugeliger Aussenform ver- sehenen Wellenlager 7 nicht gegen axiales Verschie ben gesichert. Bei einer Drehbewegung des Lenk schemels, vermittelt durch die Zuggabel 16 (Fig.6), schiebt sich deshalb ,die Zwischenwelle 12 durch das Lager 7 in der Zugrichtung nach vorn hindurch. Das Lager 7 gestattet demzufolge der Zwischenwelle 12 nicht nur radiale Drehbewegungen, sondern auch axiale Verschiebebewegungen.
In beiden Ausführungen sind Mittel vorgesehen, damit die vordere, von der Zapfwelle des Schleppers herkommende Gelenkwelle nur so auf das Zwischen wellenvorderteil 9 oder die Zwischenwelle 12 aufge steckt werden kann, dass die beiden in den Zeich nungen dargestellten Gelenke immer miteinander fluchten.
Diese beiden erfindungsgemässen Ausführungen haben gegenüber den bisher bekannten Ausführun gen den Vorteil, dass ausser der normalen Gelenk welle vom Schlepper zum Dungstreuantrieb nur ein zusätzliches Kreuzgelenk 15 erforderlich ist. Die Ausführung wird deshalb einfacher und billiger. Ge genüber den Ausführungen nach dem Stand der Technik besitzt die erfindungsgemässe Anordnung kleinere Dauerwinkel in der senkrechten Ebene. Trotzdem sind annähernd gleiche Beugewinkel beim Drehkranzeinschlag bis zu 90 erzielbar.